Rassisten wie wir

Rassisten wie wir

Weiße, Kaukasier, speziell „alte weiße Männer“, aber auch schon das weiße Baby im Mutterleib, sind Rassisten. Mit diesem Narrativ wird zur Zeit Stimmung gemacht. Der Weiße ist an allem schuld, nur er hat die Welt so zugerichtet wie sie ist. So in etwa ist der Gedankengang von Aktivisten, die zum Teil aus Antifa-Anhängern, GRÜNEN, Linken und den sogenannten „People of Color“ bestehen.

Nach ihrer Meinung haben Weiße / Europäer die Sklaverei erfunden und das Elend über Afrika gebracht. Vermutlich glauben viele das wirklich, aber die Wahrheit sieht völlig anders aus. Afrikaner selbst, zu denen man auch Araber zählen kann, haben ihre eigenen Leute versklavt. Sklaverei gab es auch schon bei Weißen. Die geschichtlichen Fakten nachzulesen hilft.

Journalisten vom ZDF haben sich nun einen Fauxpas erlaubt, den ich nicht unkommentiert stehen lassen kann. Folgendes hat man verbreitet: „Aus gegebenem Anlass möchten wir gerne eine Sache aus dem Weg räumen: Es gibt keinen Rassismus gegen Weiße. Das, was einige hier vermutlich meinen, kann man als Diskriminierung bezeichnen. Zwar können Weiße auch als Minderheit Diskriminierung erfahren, es handelt sich jedoch nicht um ein strukturell verankertes Phänomen. Demgegenüber hat Rassismus machtstrukturelle Ursachen, ist geschichtlich verwurzelt und lässt sich auf allen gesellschaftlichen Ebenen wiederfinden. Weiterführende Informationen zum Thema Rassismus und warum es keinen Rassismus gegen Weiße gibt, findet ihr z. B. bei der Amadeo-Antonio-Stiftung.“

Ich musste diese inhaltsleere Aussage mehrfach lesen, Sinn macht sie noch immer keinen. Der oder die Verfasser offenbaren ein ideologisches Gedankengut, das brandgefährlich ist. Dass sie keine Ahnung haben, wovon sie eigentlich sprechen, steht auf einem anderen Blatt.

Der Autor Ramin Peymani bringt es in seinem Beitrag auf den Punkt:„Die Feststellung, dass alle Leben gleichermaßen zählen, wird inzwischen in die Nähe rechtsextremer Weltanschauungen gerückt.“ Dass alle Leben gleichermaßen zählen, dafür stehe ich als Asiatin, genau dafür sollte jeder stehen. Es gibt keine „überlegene Rasse“, aber jede Menge Dummköpfe auf der Welt. Beim ZDF arbeiten offensichtlich einige.

Vielleicht wäre ein Aufenthalt in Südafrika eine Idee für diese sogenannten Journalisten. Dort könnten sie lernen was Rassismus ist. Nun richtet er sich gegen Weiße. Aber ermordete oder vergewaltigte Frauen und Männer sind für das ZDF kein Problem. Man unterschlägt sie einfach der deutschen Bevölkerung. Aber das ist so bei Leuten, die der Ex-Stasi-Mitarbeiterin Anetta Kahane nahe stehen. Vielleicht sind sie auch nur dumm. Gerüchten zufolge soll das Corona-Virus Schäden am Gehirn hinterlassen. Ideologie macht das auf jeden Fall.

Weiterführende Lektüre: Sciencefiles.org – Rein-Weißer Rassismus: ZDF wird zur Außenstelle der Amadeu-Antonio-Stiftung

Die Twitter-Trolle – BILD gegen den Rest der Welt

Manche Artikel sind so gut geschrieben, dass man sie mehrfach lesen kann. Manche Artikel sind so gut geschrieben, dass man sie unbedingt teilen muss! Eine solche Perle ist mir wieder einmal über den Weg gelaufen, was viel zu selten geworden ist.

Der Autor heißt Jens Berger und schreibt für die Nachdenkseiten. „Wehe dem, der gegen den Strom schwimmt“, ist ein Meisterwerk journalistischer Kunst, das die Schmierfinken von BILD und FOCUS gnadenlos entlarvt und auch dem ZDF die Rote Karte zeigt.

Es gäbe noch eine Menge mehr zu den Herren Reichelt, Röpcke und Stritzelt zu sagen und auch über den Intendanten des ZDF. Wie eigentlich über den ganzen von der GEZ finanzierten Staatsfunk, der sich nur noch selten eine differenzierte Meinung leisten kann. Den FOCUS konnte man schon immer vergessen.

Unabhängig davon, was nun wirklich in Syrien geschehen ist, zeigt der Schnappatmer-Reflex der drei BILD-Trolle deutlich, wie dünn die Luft um den angeblichen Giftgasangriff geworden ist. Vielen Dank, Herr Berger, für diese treffende Bezeichnung.

Dünn ist übrigens auch die Auflage der BILD geworden. Immer weniger BundesbürgerInnen greifen zu diesem Schmuddelpapier. Vielleicht erklärt das den vehementen Einsatz der drei Schreiberlinge, die nun auf Twitter für mehr Aufmerksamkeit buhlen müssen.

„Noch 1,4 Millionen verkauft BILD gemeinsam mit dem Ableger Fußball-BILD, etwa ein Drittel seiner früheren Erfolgszahlen; fast 200.000 Leser haben im Vergleich zum 4. Quartal im 1. Quartal dieses Jahres auf den Kauf verzichtet.“, hat Roland Tichy recherchiert.

Ich habe schon seit Jahren eine eigene Meinung zum angeblichen Syrien-Konflikt, die sich ebenfalls nicht mit dem Bild von NATO, USA und der EU deckt. Die über den angeblichen Giftgasanschlag ähnelt durchaus der, die der nun zu Unrecht gescholtene Journalist des ZDF vorgestellt hat.

Im Gegensatz zu ihm gibt es bei mir keinen Intendant und keine Atlantik-Brücke, die mich zurück auf den Kurs des Westens schicken wollen. Aber das habt ihr bestimmt gewusst.

Die Mutbürger kommen

Mit diesem Beitrag begebe ich mich absichtlich auf ein Terrain, das von vielen EuropäerInnen mittlerweile gemieden wird. Aus Angst als Rassisten zu gelten, verleugnen sie die eigene Kultur. Und das finde ich bedenklich.

Deine Kultur, meine Kultur

Wem es noch nicht aufgefallen ist, den kläre ich gern über meine Herkunft auf. Ich bin Japanerin und sehe weder weiß noch ansatzweise europäisch aus. Aber ich mag andere Kulturen, das ist bei den meisten Menschen so.

Was ich ablehne ist das hofieren einer Kultur, die im krassen Gegensatz zu allen westlichen steht und deren Werte und Religion verachtet. Die erzwungene Massenmigration von meist muslimischen Menschen, hat ein Ungleichgewicht im bisher überwiegend friedlichen Zusammenleben der Kulturen geschaffen. Wer das nicht sehen will ist blind.

Jede Kultur, egal ob sie aus Afrika, Indonesien oder Russland stammt, ist und bleibt einzigartig und schützenswert. Gegenseitige Anregungen sind willkommen. Selbst in Japan hat man das erkannt. Trotzdem bleiben wir Japaner. Warum also geben sich Deutsche einfach auf?

Einseitige Dominanz durch eine „überlegene Kultur (Rasse)“ war, ist und bleibt unerwünscht. Westen und Osten sollten gleichberechtigte Partner sein. Zum gegenseitigen Nutzen. Ausbeutung und Intoleranz sind widerliche Gesellen. Ebenso Rassismus. Aber den hat eine Frau Merkel absichtlich nach Deutschland importiert.

Und es gibt sie doch!

Deutschland hat mir mehr als nur die Sprache gegeben, die eine Frau Özuguz als einziges kulturelles Merkmal der Deutschen sieht. Vielleicht hat sie noch nie über Hildegard von Bingen oder Annette von Droste-Hülshoff gelesen, um nur zwei große deutsche Frauen zu nennen. Das kann vorkommen, wenn Frau lediglich Anglistik studiert.

Wenn solche Äußerungen kommen frage ich mich immer, was diese Person in Deutschland macht. Warum lebt sie hier, warum hat sie an einer deutschen Universität studiert, wenn in Deutschland offensichtlich nur Barbaren leben. Aber es ist Mode unter linksgrünen PolitikerInnen geworden, schlecht über die eigene Heimat zu sprechen.

Abgesehen von den Wirtschaftsflüchtlingen, haben sich viele Migranten Deutschland als Heimat wegen seiner einzigartigen Kultur ausgesucht. Nicht nur wegen der Sprache, liebe Frau Özuguz. Auch nicht nur wegen der Sozialleistungen, die zwar ein nettes Zubrot sind, aber ich zumindest zahle auch Steuern dafür.

JapanerInnen sind stolz auf ihre Heimat. Vor einem Jahr habe ich in einem Beitrag geschrieben: „Japan, das bin auch ich.“ Heute möchte ich dem hinzufügen: „Deutschland, das bin auch ich.“

Ich liebe dieses Land, seine Kultur und seine Menschen. Und ich kämpfe (mit Worten) dafür, dass Deutschland noch lange existiert. Eine Frau Özuguz versteht scheinbar nur das Wort ihrer Partei, der unsozialen SPD.

Vielfalt als Bereicherung

Es ist genau diese bunte Vielfalt von Völkern, Sprachen und Kulturen, die „den Fremden“ so reizvoll macht. Ein Urlaub in Italien unterscheidet sich stark von einem Besuch der Schweiz und Polen hat andere Dinge zu bieten, als die Türkei. Das sollte auch so bleiben. Wer immer nur Butterbrote isst, wird ihrer schnell überdrüssig.

Linksgrüne Gutmenschen werden nun sofort mit dem Wort „Multikulti!“ kontern und auf die positiven Aspekte kultureller Vielfalt verweisen. Und schon dreht man sich im Kreis. Warum? Die bestreitet niemand, davon spreche ich die ganze Zeit.

Ich bin in einer Umgebung aufgewachsen, die aus einem Sammelsurium der Nationen bestand. Einen türkischen Geschäftsmann, der ein Freund meiner Eltern ist, habe ich „Onkel Ahmed“ genannt und mit der farbigen (Halb)Französin Adele, habe ich Karate geübt.

Aber wer aus Selbsthass die Augen vor einer Überfremdung der eigenen Kultur verschließt, sie leugnet oder abschaffen will, wer die Schattenseiten der Massenmigration bewusst übersieht, dem sollten die WählerInnen in Zukunft die kalte Schulter zeigen.

Wahlk(r)ampf

Apropos geleugnet! Der momentane Wahlk(r)ampf hat in Deutschland Züge angenommen, die einfach widerlich sind. Der Staatsfunk, allen voran das ZDF, verbreitet seltsame Zahlen zur Ausländerkriminalität.

Das ZDF hat behauptet, dass lediglich 8,6 % der sogenannten Zuwanderer Tatverdächtige sind. Vermieden hat man, ein statistischer Trick, die Gesamtzahl zu nennen. 8,6 % sind immerhin 174.438 Menschen. Und das ist in meinen Augen viel.

Die Prozentzahl bleibt also bedeutungslos, da die Information über den Anteil der Zuwanderer an der Gesamtbevölkerung fehlt. Das hat das ZDF mal so eben vergessen oder nicht erwähnt. Aber so werden Meinungen gemacht.

Mutbürger gegen den Rest der Welt

Wer andere Zahlen möchte, wem an der Wahrheit gelegen ist, darf gern meinen Beitrag lesen, den ich vor einigen Monaten schrieb: Wie sicher ist Deutschland?

Ich spare mir an dieser Stelle eigene Zahlen und verweise auf einen Artikel von Jochen Renz, der bei Tichys Einblick erschienen ist. Dort werden die Tricks und Fakten deutlich gemacht. KLICK MICH

Otto Normalverbraucher frisst die Lügenmärchen meist. Mutbürger und ich gebrauche absichtlich genau diesen Begriff, haben das durchschaut und bereits angekündigt, dass sie ihr Wahlkreuz nun absichtlich jenseits von „Mutti“ und „Maddin“ machen. Dumm gelaufen, so kann es gehen.

Damit haben die Eliten das genaue Gegenteil dessen erreicht, wofür sie angetreten sind, nämlich die „bösen Rechten“ in die Schranken zu weisen. Ob jetzt die Verleumdungen kommen? Und dann gäbe es noch den Wahlbetrug. Wobei der normalerweise subtiler angewandt wird. So plump wie in NRW macht das heute keiner mehr.

Lügen haben kurze Beine

Plump reagiert, hat auch ein anderes politisches Schwergewicht, das Sigmar Gabriel heißt. Er, der 2012 die Regierung Merkel rückstandsfrei entsorgen wollte, kann sich heute nicht mehr daran erinnern.

Gabriel, auf einer Wahlkampfveranstaltung in Halle, auf die diesbezügliche Frage eines älteren Herrn: „Nee, das habe ich ganz bestimmt nicht gesagt. Aber es gilt das alte Motto: Nicht alles glauben, was in Sozialen Netzwerken steht.“

Ich bin keine Freundin der Staatsmedien, aber hat der Tagesspiegel damals gelogen? Und wieso kann man das auch heute noch dort nachlesen? Weil es doch die Wahrheit ist?

Wörtlich steht dort: Es gebe jetzt das gemeinsame Ziel von SPD und Grünen, nicht nur die Regierung Merkel abzulösen, sondern „rückstandsfrei zu entsorgen“, sagte Gabriel am Montag in Berlin. Er sei sicher, „dass wir gute Chancen haben, das zu schaffen“.

Hier der Link zum Artikel von 2012: SPD legt Rentenkonzept vor

Der manipulierte Mensch

Gezielte Kampagnen, Wahlauftritte, die Dauerberieselung durch die staatlichen Medien, all das bringt den (dummen) Wähler auf Kurs. Ich habe unter anderem in meinem Beitrag „Das Schweigen der Lämmer“ schon beschrieben, wie das funktioniert.

Eigentlich und das sage ich ganz offen, hatte ich in Deutschland nicht mehr wählen wollen. Aber wir haben unsere „Ausbürgerung“ verschoben, noch haben wir den deutschen Pass.

Ja, Deutschland hat mir mehr als nur die Sprache gegeben. Dafür bin ich dankbar und ich zahle das gern mit der Kritik an genau den Eliten zurück, die dieses Land und seine Menschen verachten. Ja, lieber Leser, sie verachten auch DICH!

Ich zumindest werde Dinge ansprechen, die viele der „schon länger hier Lebenden“ vermeiden. Als in Deutschland aufgewachsene Japanerin nehme ich kein Blatt vor den Mund. Und wann sprichst DU?

 

 

Hier spricht der Staatsfunk!

Das Wort „Lügenpresse“ ist zum Unwort des Jahres geworden. Auch ich benutze es gern und oft. Der Hintergrund ist einfach und wird von den meisten gern übersehen. Es geht dabei nicht um geschönte Zahlen oder um Lügen, wie im Fall der amerikanischen Präsidentenwahl. Oder etwa doch?

Mutet es nicht seltsam an, wenn in der ARD Grafiken gezeigt werden, die Hillary Clinton als Siegerin zeigen? Mit geringer Fehlerquote, wie der Moderator uns souffliert. Dumm nur, die Grafik war so falsch, wie das Lächeln des Mannes. Einmal mehr hat uns der Staatsfunk abgezockt.

Deutschland hat als einziges Land dieser Erde, die sogenannte Gebühreneinzugszentrale = GEZ. Damit werden die öffentlich-rechtlichen Medien zwangsfinanziert. In deren Aufsichtsrat Mitglieder der Parteien sitzen. Von unabhängigen Medien kann also keine Rede sein, wenn diese durch Steuergelder finanziert worden sind.

Die GEZ hat im Jahr 2015 stolze 8,131 Milliarden Euro an Rundfunkbeiträgen eingenommen und diese Zwangssteuer an ARD und ZDF verteilt. Und es ist wirklich ein Schelm, wer Böses dabei denkt, wenn die Chefs der Sendeanstalten aus gewissen politischen Lagern kommen.

Die Volksverdummung durch Tagesschau & Co., wird seit Jahrzehnten ganz gezielt betrieben. Und in diesen Tagen erinnern Nachrichtensendungen an die „Aktuelle Kamera“ der DDR.

Getreu der Merkel-Doktrin wird ZuschauerInnen immer wieder eingehämmert, was gut ist und was böse. Das habe ich schon mehrfach beleuchtet, aber es tut trotzdem gut, es wieder und wieder zu bringen.

In meinen Augen hat der deutsche Journalismus „fertig“, um es ganz salopp zu sagen. Oder wie es Alexander Kissler so treffend im CICERO schrieb: „Der bevormundende Journalismus ist am Ende.“ Ich habe es in einem Kommentar an einen meiner Leser so formuliert:

„Medien haben die Aufgabe neutraler Beobachter und Berichterstatter. Davon ist nicht (mehr) viel zu sehen. Nur ein kleines Häufchen Aufrechter schreibt gegen die Merkel-Doktrin an. Als Beispiel nehmen wir die Ideologie der „ZEIT.“ Dort liefen nach der Pro-Flüchtling Kampagne, die Abonnenten und Anzeigekunden weg. Plötzlich zeigt „man“ Reue.

Die JournalistInnen dieser Tage sind nur noch ein Schatten dessen, was sie einst waren. Egal wie ich als (Chef)RedakteurIn über eine Sache denke, das darf niemals in einen Artikel einfließen. Unser Staat, allen voran die beiden Herren mit „M“ geben die Richtung ihrer Chefin vor und die (meisten) Medien folgen willig.“

Natürlich ist das provokativ. Aber genau darum geht es doch. Menschen zum nachdenken anzuregen, zum Widerspruch, zur Diskussion. Nüchtern betrachtet und nüchtern zu sein ist (m)ein Idealzustand, greifen die Medien natürlich immer den Zeitgeist auf und schlachten ihn aus.

Die allseits (un)beliebte BILD mit leeren Phrasen, die, trotz aller Kritik, immer ihr Ziel erreichen und oft vernichtend treffen. Spiegel online (SPON) mit klarer Linkstendenz und ständigen Angriffen auf „das rechte Lager.“ Der FOCUS dreht sein Fähnlein täglich anders. Aber das kennt man schon von diesem „Blatt.“

ZEIT, WELT und FAZ taumeln durch den Mainstream, tauchen unter, ab und wieder auf, um dann im Fall der FAZ doch noch halbwegs die Kurve zu bekommen und in Gestalt einiger Redakteure, ab und zu recht gute Kommentare zur Lage in der Welt zu verfassen.

Aber im Endeffekt sind sie alle parteiisch und schrei(b)en ihre Vorlieben in die Welt. Neutral zu sein, hat heute offenbar wenig Gewicht. Genau diese Haltung, hat mich von einer Tätigkeit als Journalistin abgehalten. Weder folge ich Vorlagen noch will ich meine Klappe halten.

Lügenpresse hat für mich als BWLerin noch eine andere Definition. So werden dort gern Statistiken falsch dargestellt. Der Trick ist einfach, man zeigt nur einen Teilbereich des Ganzen, der dann plötzlich ganz anders aussieht, als die eigentliche Grafik.

Das lernt jeder BWL-Student im 1. Semester. Nur die Öffentlichkeit bemerkt das nicht. Wie könnte sie auch, ist sie doch vom Dschungel Camp gefesselt. Aber das kennt man alles schon. Und so lauschen die Gläubigen dem Staatsfunk und Muttis Rede zur Lage der Nation, die doch nur alle vergau(c)kelt.

Tatort Istambul – Der inszenierte Putsch

Freitag, 15.07.2016. Während das deutsche Staatsfernsehen eisern schweigt, fallen in der Türkei Schüsse. Ein (angeblicher) Putsch gegen Präsident Erdogan erschüttert das Land. Im KanzlerInnenamt schrillen die Telefone, die ARD und ZDF Oberen rufen an. „Sag Mutti, was sollen wir jetzt machen?“

Natürlich ist das gelogen. Die Medien sind doch (un)frei! Es gab Tote in der Türkei. Aber das erfahren Deutsche erst Stunden später. Die BBC und CNN konnten das wie immer besser. Vielleicht zahlt man denen auch mehr Geld. Ich meine was sind schon 8 Milliarden für die Öffentlich Rechtlichen pro Jahr?

Wieder waren es die sozialen Netzwerke, die berichtet haben. Live, während die deutschen Reporter in den Betten lagen. Oder erst am nächsten Morgen gegen 9 Uhr wie Phoenix aus der Nachrichtenasche kamen. Kann ja mal passieren.

Wer steckt hinter den Schüssen? Klar, es waren natürlich böse Soldaten, die unzufrieden mit dem guten Sultan Erdogan gewesen sind. Bestimmt waren sie verblendet und Hirngewaschen. Das kennt man doch aus Filmen, wie das vor sicht geht.

Statt die Regierung festzusetzen, hat man Fernsehsender gestürmt und ein Statement verlesen. Ob die Soldaten da wohl etwas verwechselt hatten? Aber vielleicht war das nur eine Übung. Oder doch die Show mit Telefonjoker, den der fast gestürzte Erdogan nun gab. Das (Wahl)Volk als zweite Chance. Der hat’s drauf der Mann!

Man muss kein Hellseher sein um zu begreifen, wie stümperhaft die (angeblichen) Putschisten vorgegangen sind. Und welche Chance sie dem Sultan vom Bosporus nun gaben. Vor allem wie schnell der handelte und gegen wen. Tschüss ihr Kritiker, die Gefängnisse warte(te)n schon.

Auch wenn jede Show ein Ende hat, so geht die in der Türkei noch weiter. Nur die DarstellerInnen werden andere sein. Vielleicht (wieder) kurdische Frauen und Kinder, die vor Erdogans Panzern fliehen. Ihre Männer hat der Obertürke längst kalt gemacht.

Fußball, Fahnen, Patriotismus

Ich war lange bei den GRÜNEN zu Hause, sie waren lange meine Partei. Aber seit einer Weile sind sie mir suspekt geworden und viele ihrer Ideen finde ich nicht mehr wirklich gut. Mit dem Aufruf der GRÜNEN JUGEND keine Nationalfahnen zur EM zu tragen, haben sie sich und die Partei lächerlich gemacht.

Der Wortlaut: „Nationalismus ist eine Form von Patriotismus. Wer sich als patriotisch definiert, grenzt Andere aus. Die Wirkung von Patriotismus hat immerzu Konsequenzen und wird besonders dort deutlich, wo er sich als aggressive Form darstellt und das Andere als Feind stigmatisiert. Zur Fußballeuropameisterschaft fordern wir alle Fans dazu auf, nationalistischem Gedankengut keinen Raum zu lassen! Fußballfans Fahnen runter!“

Hohn, Spott und blanker Hass waren das Ergebnis. Nie war sich Deutschland so einig, nie hat man so gelacht. Yukis Kommentar zeigt, wie viele Menschen denken. Sie hat gesagt „Spinnen die jetzt?“ Dann ist sie in ein Geschäft gegangen und hat unser Auto mit Fähnchen geschmückt.

Patriotismus hat absolut nichts mit dem Unwort der Deutschen zu tun, das Nationalismus heißt. Alle Völker dieser Erde sind Patrioten, wenn es um gewisse Dinge geht. Wo ist das Problem die Fahne (m)eines Landes zu schwenken, wenn ein sportliches Ereignis naht?

Ich sage es mit den Worten von Paul Spiegel, dem verstorbenen Vorsitzenden des Zentralrates der Juden: „Patriotismus ist etwas Gesundes. Das fehlen von Patriotismus würde zu einem neuen Nationalismus führen.“ Ich kannte den Spruch schon vor der Sendung im ZDF und finde der Mann hat recht.

Im ZDF hat der Politikwissenschaftler Professor Patzelt, Jamila Schäfer, Sprecherin der GRÜNEN JUGEND, eine Lehrstunde über Patriotismus erteilt. Ein wenig leid tat mir das Mädel schon. Sie musste für etwas sprechen hinter dem sie selbst nicht wirklich steht. Entsprechend lahm waren ihre Argumente.

„Es ist belegt …“, stammelte sie, „es gibt Studien …“ Von aufgeladenem Nationalismus war die Rede und noch anderen Dingen. Yuki hat sich wieder an den Kopf gefasst. Dann ist sie aus dem Wohnzimmer verschwunden und kam mit zwei T-Shirts zurück. „Los anziehen!“, hat sie verlangt und mich dabei angelacht.

Und dann saßen wir in Deutschland T-Shirts vor der Glotze und haben uns Professor Patzelts Worte angehört. Und die hatten wirklich Gewicht.

Wörtlich: „Gegen Dummheit und Missbrauch ist kein Kraut gewachsen. Außer, dass vernünftige Menschen vernünftige, wichtige Dinge besetzen.

Patriotismus meint im Grunde nichts anders, als dass man Zuneigung hegt, zu jenem Flecken der Erde, auf dem man entweder zufällig geboren worden ist oder in den man eingewandert ist und dort sich beheimatet hat, dass man Zuneigung empfindet zu den Leuten, die mit einem gemeinsam dort leben,

dass man den Entschluss fasst, für diesen Flecken Erde, mit diesen Leuten, die hier sind, für das Gemeinwohl etwas zu tun, dass man sich freut, wenn man in einer Gemeinschaft tüchtiger Leute ist und dass man diese Freude auch zum Ausdruck bringt.

Patriotismus hat immer etwas zu tun mit gemeinsamer Zukunft. Patriotismus ist das wichtigste Integrationsmittel gerade einer Einwanderungsgesellschaft, gerade einer multikulturellen Gesellschaft. Im Patriotismus drückt sich das aus, was einen zusammen hält, selbst wenn man aus ganz verschiedenen

Weltteilen kommt und ganz unterschiedlich aussieht. Deswegen hat Spiegel vollständig recht. Patriotismus integriert. Und wenn wir auf diese Integrationsmöglichkeit verzichten, dann fällt uns die Gesellschaft auseinander und die Pikierten, die Beleidigten, die sich dann einspinnen in

ihre hergebrachten oder eingesessenen Kulturen, die führen dann zu großen kulturellen und sozialen Konflikten, von denen sich unsere werdende oder schon gewordene Einwanderungsgesellschaft nach Möglichkeit zurückhalten sollte. Vor Nationalismus zu warnen ist einerseits berechtigt, denn es es gibt solche,

aber sozusagen jene, die patriotisch sind und nicht zugleich immer daran denken, dass man dieses und jenes nicht immer noch dazusagen muss, damit man nicht sozusagen in eine falsche Ecke gestellt wird, diese fühlen sich zutiefst verletzt wenn sie bloß weil sie gerne Patrioten sind, gleich als

Nationalisten, Chauvinisten oder Latenznazis behandelt werden. Das scheint mir der Grund dessen zu sein, dass Sie so viele in der Sache unberechtigte und im Tonfall sich vollständig vergreifende Hassmails bekommen haben.“

Den Text habe ich mitgeschrieben und ihn versucht wörtlich abzubilden. Aber Professor Patzelt sprach schnell und vielleicht habe ich Wörter falsch verstanden. Der Großteil müsste stimmen. Jamila Schäfer wirkte sichtlich betroffen von der Rede, ihr Schmollmund war deutlich zu sehen.

Die von ihr angesprochenen Hooligans, die ewig gestrigen Deppen, sind dann wieder eine andere Qualität. Und Nazis tragen Reichskriegsflaggen. Rechte und linke Extremisten mit Worten zu bekämpfen ist einfach. Sie sind eine kleine Minderheit und wir das Volk, die Masse! Wir entscheiden für unser Land. Auch ob und wo wir ganz patriotisch Fahnen tragen.

Warum Gott (nicht!) gegen die Homo-Ehe ist

Meine wachsende Popularität ist mittlerweile bei den beiden größten Institutionen auf der Welt angelangt. Beide beginnen mit dem Buchstaben „H“ und sind doch grundverschieden. Also eigentlich. So im Prinzip. In Wirklichkeit versteht man sich recht gut und spielt gern eine Runde Skat. Aber auf Seelenfang geht man getrennt. Der folgende Artikel wird genau das beweisen. Frau Dr. humoris causa Landar erklärt, warum Gott nicht gegen die Homo-Ehe ist. Und das kam so:

In meiner Eigenschaft als bekennendes Lästermäulchen, habe ich neulich mit Gott telefoniert. Na ja, eigentlich mit Herrn Petrus, der den Dialog übernommen hat. Gott, so sagt er, rede nur in Rätseln. Er aber spräche klar. Mir solls recht sein. Klare Worte habe ich immer schon gemocht. Aber warum der olle Petrus es gleich regnen lässt, wird auch ein Rätsel bleiben. Sein Gegenspieler Belzebub hat nicht so ein Tamtam gemacht und mir einen heißen Sommer versprochen.

„Wissen Sie, Frau Landar“, fängt Petrus umständlich an. „Was Sie da immer über die Bibel schreiben, also echt jetzt, das glaubt Ihnen doch kein Mann!“
„Frauen schon“, kontere ich. „Und hören Sie bloß damit auf, die Adam-Legende zu bemühen. So von wegen Rippchen. Die essen wir JapanerInnen nicht.“
„Genderkonform bis zum abwinken“, mault Petrus im neuzeitlichen Jargon. „Dem Alten wird das überhaupt nicht gefallen.“
„Wieso?“, will ich wissen. „Dreht er wieder fürs ZDF? Coole Rolle übrigens. Und irgendwie so alterslos …“

Petrus räuspert sich und krachend rollt der Donner. Ob der zu viele Thor-Filme gesehen hat?
„Jetzt mal Tacheles, junge Frau“, legt er schon wieder los. „Wir Himmlischen sind klar gegen die Homo-Ehe …“
„Jetz halt mal die Luft an, Alder, hörste?“, mischt sich plötzlich eine fremde Stimme ein. „Wir Höllischen sind nämlich klar dafür!“
„Du nun wieder!“, empört sich Petrus. „Hat man denn niemals Ruhe vor euch?“
„Als Vertreter seiner Lichtigkeit, des Erzengels Luzifer, will ich diese Bemerkung überhört haben“, erwidert Belzebub. „Außerdem schuldest du mir noch 194 Seelen von der letzten Runde Skat. Wie isses damit nun? Und mit all den anderen Schulden?“

Amüsiert höre ich Herrn Petrus schnaufen. Tut sich hier die Zweite Chance auf? Der Telefon-Joker gar, bei „Eine wird gewinnen?“
„Hier, Mädchen“, nuschelt mir Belzebub ins japanische Ohr. „Lass dich von dem ollen Wetterfrosch da nur nicht ins Bockshorn jagen! Dem Alten isses nämlich total egal, was ihr da auf der Erde treibt. Solange ihr fleißig zu ihm betet und Hallelujah für vier Fäuste singt.“
„Guter Film“, sage ich trocken. „Bist du auch ein Bud Spencer Fan?“
„Aber immer!“, erwidert Belzebub sofort. „zu dumm, dass der später in den Himmel kommt. Ich habe ihn nämlich schon vor Jahren an Petrus verloren. Und auch Terence Hill. Um dich darf ich leider nicht spielen, du wärst aber eine Bereicherung für uns! Haste nicht Lust? Also so später jetzt? Wir sind eigentlich ganz nett …“

Plötzlich ein Knacken in der Leitung. Sind wir etwa unterbrochen? Aber es ist nur das Universum, das kurz „Hallo“ sagen will.“
„Universelle Ornungsregel 54, Paragraph 7, Absatz 3: „Glücksspiele um lebende, oder schon tote Seelen sind verboten. Wenn ich euch noch einmal dabei erwische, wird das mit weiteren 1.000 Jahren Nichtbeachtung bestraft.“
„Yes, Ma’am, Mrs. Universum, Ma’am!“, erwidern die beiden Scheinheiligen im Chor.
Woher die nur wissen, dass (auch) das Universum weiblich ist?

„Also wie ist das nun, mit der Homo-Ehe?“, will ich wissen. „Macht ihr da nun was, oder nicht?“
„Also wirklich, Frau Landar!“, empört sich Petrus. „Was wollen Sie denn, dass wir tun?“
„Na diesen alten Präsidentensäcken sagen, dass es egal ist, wer wen liebt! Aber Dalli Dalli, hörste? Sonst gibt’s kein importiertes Sushi mehr!“
„Boa, voll gemein ey!“, lässt mich Petrus im Jugendstil wissen. „Das hat dir doch wieder dieser Teufel gesteckt! Also gut, wir werden uns um die Sache kümmern und allen diesen homophoben Ärschen sagen, dass ein liebender Gott niemals gegen die Homo-Ehe ist.“

Er macht eine kurze Pause und fährt dann fort mit Verschwörerton.
„Sie, Frau Landar? Wir, also der Bub und ich, also wir beide, na ja … wir bräuchten einen dritten Mann fürs Skat.“
„Frau“, erwidere ich und fingere nach den Karten. „Wenn ich gewinne, darf ich mir dann was wünschen? Oder fällt das auch nicht in eure Zuständigkeit?
Belzebub lacht sich scheckig, als ich meinen Herzenswunsch nenne.
„Dem hasse es gegeben, Kleine“, gröhlt er belustigt, als ich mir ein Mädchen vom Klapperstorch wünsche.
„Aber dat sach ich dir, wenn du mal Kanzlerin werden willst? Unsere Stimmen haste, klar? Und jetzt leg los. 18, 20 …“

Aus.