Antifa – Die verleugnete Gewalt

Den Begriff „Antifa“, hat bestimmt jeder schon gehört. Hinter diesem so harmlosen Wort verbergen sich die Antifaschisten. Und das klingt auf den ersten Blick gut. Endlich jemand, der es diesen Rechten zeigt! Nur sind die Antifa keineswegs die Guten. In Wirklichkeit hassen sie alles in diesem Land.

Die Antifa besteht primär aus aggressiven, gewaltbereiten Schlägertrupps, die man bevorzugt mit Bussen zu AfD-Kundgebungen und Pegida-Märschen karrt. Dort werfen sie Steine, oder zünden Böller. Vermummt versteht sich. Die Polizei prügelt dann auf die „Rechten“ ein und die linke Presse jubelt.

Viele Deutsche sehen nur den „Braunen Sumpf“ und machen sich damit lächerlich. In geschönten Statistiken wird bewiesen, wie gefährlich Neo-Nazis sind. Zwar ist das richtig, aber was viele nicht begreifen, die Antifa ist genau so schlimm. Quasi die RAF (Rote Armee Fraktion) reloaded. Nur die Mittel sind anders, aber ihre Zahl wächst.

Es ist auffällig, ja peinlich, wie blind die Presse auf dem linken Auge ist. Der Köln-Leugner Jakob Augstein, ist das beste Beispiel dafür. Der ätzt sofort zur rechten Seite, wenn ihm etwa eine AfD nicht passt. Kann ja nicht sein, dass eine neue, konservative Partei entsteht. Das passt vielen nicht in den Kram. Am allerwenigsten einer (pseudo)konservativen Regierung.

Das Urteil, wer gut und böse ist, maßen sich Parteien an, die wie die SPD den zweiten Fall von Kinderpornografie in nur wenigen Jahren haben. Oder der korrupte Grüne Özdemir. Aber der hat es wieder an die Spitze seiner Partei geschafft und macht Politik gegen Erdogan.

Jener faulige Atem, der dieses Land vergiftet, wird nur noch von den Linken übertroffen. Ein Abgeordneter der Linken, hat den ehemaligen RAF-Terroristen Christian Klar bei sich angestellt. Der saß wegen 9 Morden 26 Jahre im Gefängnis. Alles harmlos, der Mann sei lediglich Webdesigner, heißt es von dem Linken schnell. Alte Kameraden, Rotfront marschiert?

Wer über die Antifa recherchiert, was viele aus Bequemlichkeit nicht machen, dem wird es nach wenigen Minuten schlecht. Man findet Berichte, dass Polizei und Antifa Hand in Hand arbeiten, wenn es um sogenannte Gegendemonstrationen geht. Es finden sich auch Hinweise auf gezielte Förderung durch Stiftungen und Parteien. Ist klar, die Schlägertrupps prügeln „böse Rechte“ windelweich. Und die etablierten Parteien profitieren.

Deutsche PolitikerInnen rufen gern nach einem Verbot, wenn ihnen die Worte fehlen. Dieses durchschaubare Verhalten erscheint immer dann angebracht, um sich selbst als Gutmenschen zu profilieren. Das macht auch ein Herr Kretschmann gern. Aber der Mann muss eine Wahl gewinnen. Da braucht es Feinde.

Aber die Feinde Deutschlands kommen auch aus der linken Ecke. Noch zündet die Antifa keine Bomben, aber wer hindert sie daran? Die Mannen der Antifa sind kein Stück besser als genau jene Faschisten, die sie angeblich so energisch bekämpfen. Und am 1. Mai irgendeines Jahres marschieren sie vielleicht gegen die Genossen der IG-Metall.

Verbotene Liebe

Im vorletzten Bericht meiner Japan-Reise geht es lesbisch zu. Und das hat einen Grund.
Ken hat uns um Hilfe gebeten, zwei Freundinnen geht es nicht gut.
Yoko und Rio lieben sich. Sie sind Anfang Zwanzig und studieren noch. Was sie fühlen haben sie lange verbergen müssen.
Aber wie lange kann man Liebe verstecken?

Die beiden Frauen kennen sich seit mehr als zehn Jahren. Schon in der Schule waren sie unzertrennlich.
Yoko ist eine Frohnatur. Quirlig und immer gut gelaunt. Aber tiefe Schatten liegen auf ihrem hübschen Gesicht. Die Sonne will für sie nicht mehr lachen.
Nach Jahren des Leids, hat sie sich ihren Eltern erklärt und ihre Liebe zu Rio gestanden.
Aber Lesben gelten in Japan nichts. Sie werden einfach ignoriert. So, wie Schwule auch.
Yokos Eltern sind enttäuscht, sie können ihre Tochter nicht verstehen.
Aufruhr der Gefühle, verlorenes Gesicht.

Rios Eltern haben ähnlich schlecht reagiert und ihr jeden Kontakt mit Yoko verboten.
Die Liebenden sind volljährig, aber finanziell noch auf ihre Eltern angewiesen. Dies wird als Druckmittel gern und oft gebraucht.
Als die Frauen den Gehorsam verweigern erkaliert die Situation. Die Eltern sprechen von Scham und Schande. Im Streit verlässt Yoko ihr Elternhaus.
Rio werden die Mittel gestrichen. Vom Gesetz her geht das nicht, aber Rio wird ihre Eltern kaum verklagen.
Schande, Schande über dich!

Die LGBT-Community in Fukuoka zeigt sich solidarisch und bietet den Frauen Essen und Unterkunft.
Yoko und Rio sind verzweifelt, aber ihre Liebe hat Bestand. Und das ist wichtig und gut. Sofort fühle ich mich solidarisch.
Als lesbisches Ehepaar sind Yuki und ich als Helfende prädestiniert. Und prompt machen wir uns auf den Weg.
Homophobe, wollt ihr ewig gestrig leben?

Yoko ist kaum größer als ich, aber kräftiger und richtig hübsch.
Aus Protest hat sie ihre langen Haare abgeschnitten und nun Rio noch unglücklicher gemacht. Das zierlich Mädchen liegt in Tränen aufgelöst in Yokos Armen und bringt kaum ein Wort heraus.
Ich schaue Yuki an und meine Elfe nickt. Wir können die Liebe der beiden spüren. Verboten ist die nicht.

Ich erzähle von Deutschland und den dortigen Problemen. Aber auch, dass manche Dinge einfacher sind. Und ich erahne das elterliche Problem.
„Wenn ihr möchtet begleiten wir euch zu euren Eltern“, biete ich an. „Vielleicht hilft es, wenn sie Yuki und mich sehen.“
Yoko ist skeptisch und zornig zugleich. Aber sie ist eine Kämpfernatur und Rio wird ihr folgen.
Ken ist der Hahn im Korb mit nun vier Frauen an Bord des SUV. Aber er steht bekanntlich auf Mann und findet zur Zeit keinen gut.
Sleep around-Typen sind nur die anderen. Ken dagegen bleibt sich treu.

Es ist 21 Uhr in Fukuoka, aber Yokos Eltern sind beide schon zu Hause. Ihr Vater öffnet, als Yoko klingelt. Zwar hat sie Schlüssel, aber die mag sie nicht benutzen.
Im Gesicht des Mannes zuckt es kurz. Seine Tochter zu sehen ist ihm nicht egal. Auch er wirkt übernächtigt. Vielleicht ein gutes Zeichen.
„Papa“, beginnt Yoko leise. „Dürfen meine Freunde und ich mit dir und Mama sprechen?“
„Wer ist es?“, höre ich eine Frauenstimme. Dann tritt Yokos Mutter ins Bild.
Als sie ihe Tochter sieht bricht sie in Tränen aus und zieht sie regelrecht ins Haus.
„Kommen Sie bitte“, höre ich ihre Stimme. „Kommen Sie alle bitte ins Haus.“
Yokos Vater schweigt, aber seine Augen zucken.

In Besucherpantoffeln folgen wir der wieder vereinten Familie.
Rio weicht keinen Zentimeter von Yokos Seite. Fest hält sie ihre kleine Hand umklammert. Sie hat Angst, das ist deutlich zu sehen.
„Mama, Papa, das sind Mayumi und Yuki“, stellt Yoko uns vor. „Die beiden leben in Deutschland und sind ein Paar. Und das ist ihr Cousin Ken, er ist ein guter Freund.“
Unsicher sieht uns Yokos Mutter an.
„Sie sind … verheiratet?“, will sie wissen. „Wie geht denn das?“
Yokos Vater murmelt etwas, dass wie „neumodische Liebschaften“ klingt, bietet uns aber doch Snacks und Getränke an.
Höflichkeit ist keine Zier.

„Auch in Deutschland dürfen Homosexuelle keine Ehe im Sinn der Religion eingehen“, erkläre ich. „Aber eine vor dem Gesetz gleichgestellte Lebenspartnerschaft. Für uns macht das keinen Unterschied, wir sehen uns als verheiratet an.“
„Frauen können keine Frauen heiraten“, erklärt Yokos Vater mit leicht belegter Stimme. „Unmöglich in Japan, das sollten Sie aber wissen.“
„Japan lebt in dieser Hinsicht noch im Mittelalter“, erwidere ich ungerührt. „Dass die Samurai und Fürsten oft homosexuelle Beziehungen führten ist auch bekannt. Nur Frauen mussten dies von jeher heimlich machen. Kann das richtig sein? Kann es keine Liebe zwischen Frauen geben? Schauen Sie die beiden doch bitte an. Und auch mich und meine Frau. Wir sind glücklich miteinander. Und das Glück, die Liebe kennt kein Geschlecht. Wollen Sie ihre Tochter unglücklich sehen?“
Die Pfeile sind auf den Weg gebracht. Nun müssen sie Wirkung zeigen, bei Frau und bei Mann.

Yokos Mutter ist der schwache Punkt. Zwar verzweifelt, aber noch immer voller Liebe, greift sie nach Yokos und Rios Händen. Und schon quellen die Tränen über.
„Ich bin schwul“, ergreift nun auch Ken das Wort. „Auch das war ein Schock für meine Eltern. Aber wie bei Mayumi und Yuki, hat man es letztlich akzeptiert. Ich weiß es ist nicht einfach, wenn das eigene Weltbild plötzlich verrutscht und Traditionen scheinbar unwichtig sind. Aber es geht um Liebe und das Glück von Menschen.“
Yokos Vater schweigt und kämpft mit sich. Die weinenden Frauen sind fast zu viel für seine Selbstdisziplin.
„Was hast du mit deinen Haaren gemacht, Yoko?“, rettet er sich. „Du hattest immer so schöne Haare.“
„Ach Papa!“, erwidert Yoko. „Die bleiben so kurz aus Protest. Und du weißt genau warum.“
Töchter und Väter unter sich.

Tränen laufen nun auch über das Gesicht von Yokos Vater. Das macht ihn menschlich. Wir sind gerührt.
Er entschuldigt sich mehrfach und kann sich doch kaum beruhigen.
„Wie soll das weitergehen?“, will er wissen. „Du bist doch mein kleines Mädchen, wie kannst du da andere Frauen lieben?“
„Papa“, sagt Yoko und greift nach seiner Hand. „Ich werde immer dein kleines Mädchen sein. Und du kennst und magst Rio doch auch, das weiß ich ganz genau.“
„Sie werden zwei Töchter haben“, werfe ich ein. „So haben das unsere Eltern gesehen.“
„Bitte“, flüstert Rio und schaut Yokos Eltern an. „Onkel, Tante, ich kann nicht ohne Yoko leben!“
Warum nur werden nun auch meine Augen feucht?

Zwei Stunden vergehen wie im Flug. Die Familie findet sich langsam wieder.
Wir haben Überzeugungsarbeit geleistet. Und es war ein harter Kampf.
Ob wir der ausschlaggebende Faktor waren, wage ich noch zu bezweifeln. Yokos Schweigen über mehrere Wochen, hat viel mehr Wirkung gezeigt.
So kocht man Eltern weich.
Als wir gehen bleiben Yoko und Rio. Sie werden im Haus übernachten.
Von verbotener Liebe keine Spur.

Am nächsten Tag treffen wir die beiden wieder. Yoko strahlt, ihr Name (Sonne) ist Programm.
„Alles wird gut“, sprudelt es aus ihr hervor. „Meine Eltern wollen mit uns zu Rios Eltern kommen. Drückt uns bitte die Daumen, dass es funktioniert!“
Rios Eltern waren leider nicht so leicht zu überzeugen. Es hat bis letzte Woche gedauert, erst dann wollten sie ihre Tochter wiedersehen.
Und nun nähert man sich langsam an. Tag für Tag ein bisschen mehr.
Auch in Japan kann Liebe so einfach sein.