Mein japanisches Leben – Teil 1: Der Frust des Gaijin

Mit diesem Beitrag will ich eine Reihe beginnen, die unser Leben in Japan zeigt. Dabei wird es nicht ständig nur um unsere Personen gehen. Ich werde auch über alltägliche Dinge schreiben und die Unterschiede zwischen Deutschland und Japan ansprechen. Vielleicht auch über japanische Politik, die aber wenig spannend ist.

„In Japan zu leben hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.“ Dieser Satz ist der Gipfel der Enttäuschung eines jungen Amerikaners, der in Japan heimisch werden wollte und schon nach wenigen Monaten frustriert die Koffer packte. Was war passiert?

Wir haben Brian über meinen Cousin Ken kennengelernt. Wie Ken ist auch Brian Fotograf und hat mehrfach mit ihm gearbeitet. „Ich habe mich schon als Junge für Japan interessiert“, lässt Brian uns wissen, hocherfreut dass wir Englisch sprechen. „Für das Land oder seine Menschen?“, frage ich, „viele Amerikaner sind doch nur an schnellem Sex mit Frauen interessiert.“

Brian zuckt zusammen und wird tatsächlich rot. Während Elfchen schnell die Hand vor den Mund hält um ihr Lachen zu verbergen, feixt Ken völlig ungeniert. Brian gibt sich einen Ruck. „Ich mag Asiatinnen schon“, sagt er, „aber das war nicht mein eigentliches Ziel. Mir gefällt einfach die japanische Kultur. Wir Cowboys haben davon nicht sonderlich viel.“

„Bist du doof?“, will ich wissen, „natürlich haben auch Amerikaner ihre Kultur. Viele stammen doch ursprünglich aus Europa, hast du nie nachgeforscht woher deine Ahnen sind?“ Brian lacht, Ken hatte ihn bereits vor meiner direkten Art gewarnt. „Meine Vorfahren sind aus Dänemark“, erzählt er uns. „Ich war sogar schon dort. Aber ich habe nichts empfunden, es war einfach nur ein fremdes Land.“

„Ich habe 30 Jahre lang in Deutschland gelebt“, erwidere ich. „Aber ich habe Japan immer als meine Heimat angesehen.“ „Aber das kannst du doch so nicht vergleichen!“, empört Brian sich, „ich fühle mich als weißer Amerikaner sogar fremd in meinem eigenen Land.“ „Und woran liegt das?“, will ich wissen und kenne die Antwort schon. „Schwarze und Latinos hassen uns“, sagt er bedrückt, „wir werden zur Minderheit im eigenen Land.“

„Wer lässt denn zu, dass das passiert?“, lege ich den Finger auf eine Wunde, die Brian noch nicht einmal gesehen hat. Begreift er was im Westen vor sich geht? „Wie meinst du das jetzt?“, fragt er verwirrt. „Es passiert einfach.“ „Nein!“, erwidere ich, „ihr Weißen lasst es zu! Ihr lasst euch einreden, wie in Deutschland auch, dass ausschließlich Weiße für das Elend auf der Welt verantwortlich sind und kriecht z. B. vor der Black Lifes matters Kampagne.“

„Ja, aber wir haben doch die Schwarzen erst versklavt“, erklärt uns Brian. „Wir haben sie aus Afrika geholt.“ Yuki hält es nicht mehr aus, sie die normalerweise mir gern die Gesprächsführung überlässt, funkelt den Amerikaner an. „Es waren Afrikaner selbst, die andere Afrikaner versklavten. Und zwar Jahrhunderte vor der Ankunft des ersten Weißen in Afrika. Sklaverei gab es in allen Hochkulturen, weiße Europäer haben sie lediglich fortgesetzt.

Es ist genau diese Legende von der alleinigen Schuld der Weißen, die ihr so willig schluckt. Jedes Leben zählt, hörst du? Natürlich war das falsch Afrikaner zu versklaven! Aber Aussagen, dass allein Weiße an ihrem Elend schuld seien, lenken doch auch vom eigenen Unvermögen ab. Afrika ist ein reiches Land, mit leider oft korrupten Regierungen. Die unterdrücken die Bevölkerung und verkaufen sich aus Geldgier dem Kapitalismus. Der übrigens auch in China existiert, das wirtschaftlich sehr aktiv in Afrika ist.“

„Die Massenmigration aus Afrika sehe ich allerdings als Gefahr“, füge ich hinzu. „Aber für beide Seiten. Daher finde ich es gut, dass Trump sich gegen unkontrollierte Einwanderung stellt. Dieser Traum von einer Umverteilung des Geldes, den Demokraten in den USA und ihre Gegenstücke in Europa träumen, wird niemals funktionieren. Das ist auch so nicht wirklich gewollt. Man will lediglich Angst und Unruhe auf der Welt verbreiten, um die eigentlichen Ziele in Ruhe zu verfolgen.“

Brian ist sichtlich verwirrt. Ich begreife schnell, dass er ein zwar netter Bursche, aber auch ein ziemlich einseitig informierter Einzelgänger ist, dem es schwer fällt Kontakte zu knüpfen. Seine Ausrede, es läge an der Sprache, durchschaue ich sofort. Japaner werden sich große Mühe geben, um die Sprachbarriere zu  überwinden. Daher liegt es allein an ihm.

Als wir ihn einige Tage später wiedersehen, hat er sich umfassend über die Sklaverei informiert. „Wir Amerikaner sind wirklich blöd“, gesteht er zerknirscht. „Uns kann man alles erzählen.“ Er holt tief Luft und gesteht uns dann, dass er sich nun der Alt-Right-Bewegung in den USA angeschlossen habe. Fraglich nur, ob er den Sprung vom Lamm zum Wolf verkraftet. Mir ist es egal.

In der Folgezeit treffen wir ihn immer wieder in Kens Gefolge, aber er sieht zunehmend unglücklicher aus. Das hat weniger etwas mit Politik, als mit Frauen zu tun, wie wir erfahren. „Ich habe mich in eine Japanerin verliebt“, gesteht er uns, „aber sie will einfach nichts von mir wissen. Nie ruft sie an oder meldet sich, immer ist sie irgendwie beschäftigt.“

„Das liegt daran, dass sie es ist und Arbeit und Privatleben trennt. Es heißt nicht kein Interesse zu haben, aber für sie kommst du erst an zweiter oder dritter Stelle. Japanerinnen sind nun mal keine dich anschmachtenden Liebchen.“ Für Brian bleibt diese Haltung unverständlich. Er betrinkt sich in der Folgezeit häufig und bekommt prompt Ärger mit der Polizei. Vor einigen Tagen ist er überstürzt abgereist.

„In Japan zu leben hatte ich mir irgendwie anders vorgestellt.“ Dieser Satz gilt teilweise auch für Yuki und mich. Japan wird niemals Deutschland sein, hier gehen die Uhren anders. Egal wie westlich sich Japaner nach außen geben mögen, sie werden stets einzigartig sein. Und so ist es gut.

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Der hegemoniale Zyklus – Wie die Welt wirklich funktioniert

Heute will ich eine kleine Märchenstunde halten. Zumindest werden viele das so sehen, die nichts von Ökonomie verstehen. Und eigentlich, ich liebe dieses Wort, ist es nur eine Interpretation von Ideen, die andere vor meiner Geburt aufgeschrieben haben.

Ein gewisser Robert Gilpin, den vermutlich nur ÖkonomInnen kennen, hat mit seiner Theorie des hegemonilalen Zyklus, die Weltpolitik auf eine wunderbare Art und Weise erklärt, die sich durchaus zur Interpretation der aktuellen wie der vergangenen Weltlage eignet. Gilpins Ansatz ist dabei nur einer von vielen, der aber hervorragend passt.

Elitär

Schon mehrfach habe ich darauf hingewiesen, dass wir von Eliten beherrscht und geleitet werden. Die PolitdarstellerInnen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wenn überhaupt, so sind sie Angestellte der Eliten. Auch eine Frau Merkel und ein Herr Macron.

Ebenfalls habe ich schon mehrfach geschrieben, dass es keine Kapuzenträger gibt, die durch dunkle Gänge marschieren und dubiose Rituale abhalten. Der wirkliche Herrscher der Welt ist das Kapital (Wirtschaft, Neoliberalismus), das im Besitz einiger – im Verhältnis zur Gesamtzahl der Weltbevölkerung – weniger wirklich reicher Menschen (Familien / Konzerne) ist.

Aber Bilderberger und Illuminaten, Freimaurer und Tempelritter eigenen sich gleich viel besser, wenn es um die Darstellung abstrakter Theorien geht. Mitglieder der Politkaste sind dabei durchaus Mitglieder solcher Gruppierungen. Wirklichen Einfluss haben sie trotzdem nicht. Sie führen lediglich Befehle aus.

Die Mächtigen

Wer hat nun wirklich die „Macht im Staate?“ Zur Zeit ist es das transnationale Kapital. Tolle Neuigkeiten, oder? Weil, das haben wir doch alles schon gewusst. Wirklich? Bisher glaubten viele, dass „die USA“ die führende Macht gewesen sind und sich alles auf eine Neue Weltordnung (NWO) zubewegt.

Das stimmte auch und es stimmt immer noch. Mit dem Unterschied, dass „die USA“ ebenfalls nur den Interessen des Kapitals untergeordnet sind. Internationale Hegemonie ist demzufolge heute nicht mehr so sehr auf das Engagement eines weltweit führenden Nationalstaats, sondern in weitaus stärkerem Maße auf die Interessen und Strategien sozialer Kräfte, in vorderster Linie des transnationalen Kapitals zurückzuführen.

Die Nationalstaaten zu zerschlagen, einem Irrsinn der mit Europa praktiziert werden soll, wird ebenso die USA beinhalten. Und dagegen wehrt sich ein Herr Trump. Er, das darf bitte niemand vergessen, ist ebenfalls Mitglied der Eliten. Die Frage ist nur an welcher Position.

Sklaven des Geldes

Für ihn kommt wirklich „America first!“ Das versucht er umzusetzen, wird dabei aber von Gegenspielern innerhalb der (eigenen) Eliten torpediert und quasi eingenordet. Gibt es sie also doch, die geheimen Zirkel? Ja, aber so geheim sind die eigentlich nicht. Wir sprechen von den Vorständen transnationaler Konzerne, die mit einem Federstrich alles kaufen können. Wir sprechen von Spekulanten, von Hedge-Fonts, die wie Heuschrecken durch alle Länder ziehen und nur Gerippe von Firmen übrig lassen.

Auch den „tiefen Staat“ gibt es, aber selbst die Geheimdienste arbeiten nur im Sinn derer, die das transnationale Kapital vertreten. Die spannende Frage, ob diese Menschen ebenfalls Sklaven des Geldes sind, kann man eindeutig bejahen. Die Eigendynamik des Marktes treibt sie voran. Sie opfern bedenkenlos Staaten, die sich ihren Interessen entziehen oder überziehen sie mit Krieg, den sie der durch Meinungsmanagement verdummten Bevölkerung als alternativlosen Einsatz gegen „Terrorregime“ verkaufen.

Dazu bedient man sich der jeweiligen PolitikerInnen, die zum Teil wirklich an ihre Sache glauben, die man aber längst über die Wirtschaft (Arbeitsplätze) erpressbar gemacht hat. Ein nie enden wollender Kreislauf, der natürlich auf ständiges Wachstum setzt. Das aber von Ressourcen abhängig ist, sprich wie lange reicht noch das „Öl?“

Die aktuelle Dieselpolitik in Deutschland ist ein untrügliches Warnsignal, das nur wieder keiner versteht. Ist etwa das Ende des Ölzeitalters gekommen? Noch nicht, aber endlos wird es so nicht mehr weitergehen. Daher bereitet man sich schon, wenn auch zaghaft, auf eine andere Zukunft vor und enteignet quasi die deutschen AutofahrerInnen.

Der hegemoniale Zyklus

Der hegemoniale Zyklus nach Gilpin – Aufgearbeitet von Prof. Dr. Max Otte, kommentiert und ergänzt von mir.

1. Überlegenheit einer Macht aufgrund von politischen / ökonomischen / gesellschaftlichen Vorteilen – Rom, Großbritannien, USA, …? Man könnte ergänzend hinzufügen, dass „Rom“ in Form der Kirche/n noch immer (mit)regiert, was auch durchaus richtig ist.

Wie Roms Macht entstand und wie man sie erhalten hat, wird jeder wissen. Auch bei Großbritannien war das so. Mit dem durch den Zweiten Weltkrieg verursachten Niedergang Großbritanniens, haben sich die USA endgültig als Hegemon durchgesetzt.

2. Hegemoniale Phase – der Hegemon (USA) legt weitgehend die Regeln fest, aber (fast) alle profitieren (legitime Ordnung)

In den USA, mit ihrem nicht sonderlich ausgeprägten Sozialsystem, ticken die Uhren anders als in Europa und Deutschland. Der immer offener auftretende Neoliberlaismus in den USA beutet dort die Menschen immer mehr aus, viele Bürger sind hochverschuldet. Die soziale Marktwirtschaft in Deutschland, von der man sich in den letzten Jahren schleichend verabschiedet hat, milderte den Raubtierkapitalismus eine Weile ab.

3. Der Hegemon gewöhnt sich an seine Privilegien, neue Mächte steigen auf (Japan, China)

Ist ein Mensch satt, hat er vielleicht als Sportler alles erreicht, wird er oft träge. Das ist normal, niemand kann immer auf Hochtouren laufen und auch Motoren brauchen Pausen. Die Eliten der USA sind übersättigt und streiten sich nur noch untereinander, bzw. mit ihren Gegenstücken auf der anderen Seite der Welt.

4. Der Hegemon verteidigt seine Rolle immer aggressiver – Genau in dieser Phase befinden wir uns. Zwar angeschlagen, wie ein Boxer kurz vor dem Knockout, beißt der Hegemon nach allen Seiten um sich, wird sich aber nicht selbst retten können. Die schwindenden Ressourcen in der Welt wecken Begehrlichkeiten. Um den eigenen Lebensstandard zu erhalten, wird z. B. auf Sibirien geschielt. Der von einigen Kritikern propagierte „Kampf gegen die eigene Bevölkerung“ findet wirklich statt. Die Umverteilung des Geldes ist kaum noch zu verbergen.

5. Multipolarität, Instabilität, Krieg? – Wenn es China / Russland / Japan oder einer (Euro)Asiatischen Allianz gelingt die USA als Hegemon abzulösen, wird alles von vorn beginnen. Vorausgesetzt, dass ein (Atom)Krieg vermieden wird. Die Chancen stehen gut, die USA wackeln bedenklich.

Wann der alte Hegemon ab- und der neue auftritt, ist nicht in wenigen Jahren zu messen. Wir werden eventuell noch Zeugen von Umbrüchen werden, die hoffentlich keinen Krieg bedeuten. 

An dieser Stelle endet meine kleine Märchenstunde. Ob alles genau so ist wie ich es beschrieb, ob ich vielleicht nur Fantasien verbreitet habe, darf jeder für sich selbst entscheiden. Ich behaupte aber ganz selbstbewusst, dass man vieles genau so sehen kann.

Zurück in die Zukunft

Japan, unendliche Weiten. Wir schreiben das Jahr 2018. Dies sind die Abenteuer von Elfe und Biest, die in trauter Zweisamkeit nun 4 Wochen unterwegs sein werden, um fremde Länder zu erforschen, neues Leben und neue Zivilisationen. Viele Kilometer von Deutschland entfernt dringen die beiden Heldinnen in Sphären vor, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.

So oder ähnlich könnten nun meine neuen (Reise)Berichte beginnen. Aber es wird keine (mehr) geben, Ätsch! Höre ich etwa auf zu bloggen? Nö! Mir fehlen momentan Lust und Zeit dazu. Ein Leben am Limit, an der Grenze zur Erschöpfung, endlose und glühend heiße Tage, auch Superheldinnen brauchen eine Pause.

Wohin die Reise geht? Die USA sind wieder angesagt. Los Angeles, Santa Barbara, wir kommen! Ally und Heather sind aus dem Häuschen, als wir sie informieren. „Wir holen euch vom Airport ab!“ Auch Fan Fan und Feng freuen sich auf uns, wir haben sie viel zu lange nicht mehr gesehen.

Schon sehe ich die Neider wieder das Näschen rümpfen und fragen „Wie die Japanerin sich das nur immer leisten kann?“ Sie kann, mehr gibt es darüber kaum zu sagen. Das richtige Studium und viel Eigeninitiative, haben das möglich gemacht.

Was werden wir in den nächsten Wochen machen? Geplant sind Rundreisen durch die USA, wir möchten Land und Leute besser kennen lernen. Wer nun die Stirn kraus zieht und „Nachtigall, ick hör dir trapsen!“, ruft, dem kann ich nur versichern, dass niemals etwas endgültig bei mir ist. Außer einer Sache, nicht mehr in Deutschland zu leben.

Das hat auch etwas mit der politischen Lage zu tun, ist aber primär meiner Neugier geschuldet. Wie in der Kampfkunst brauche ich immer wieder den berühmten Blick über den Tellerrand und möchte gern neue Dinge erleben. Ein längerer Aufenthalt in den USA ist also immer eine Option. Natürlich werde ich immer wieder auch Deutschland besuchen, solange man mich dort noch haben will.

Gibt es etwas zur (deutschen) Politik zu sagen bevor ich gehe? Es gäbe wirklich eine Menge zu verkünden, was aber doch nur wieder auf taube Ohren und Unverständnis stößt. Vor allem dann, wenn ich auf der Metaebene bleibe. Ich könnte zum Beispiel über Horst Seehofers Taktik schreiben und wie er die Kanzlerin in die Enge getrieben hat. Politik ist eben etwas mehr, als nur stupide den Staatsfunk zu schauen.

Aber ich werde (vorerst) schweigen und vielleicht im Herbst wieder (politisch) aktiver sein. Bis dahin wünsche ich allen meinen LeserInnen einen wunderschönen Sommer. Bleibt gesund und vergesst mich nicht.

 

Gedanken einer Ausländerin: Der Merkel Putsch

Es ist der  22. November 2005. Angela Merkel wird mit 397 der 611 gültigen Stimmen aller Abgeordneten des 16. Deutschen Bundestages zur Bundeskanzlerin der Bundesrepublik Deutschland gewählt. Dies waren 51 Stimmen weniger, als die Koalitionsparteien Mandate besaßen. Ahnten diese Abweichler damals schon, was 10 Jahre später folgen wird?

In Merkels Regierungszeit sind Bankencrash, der Euro-Rettungsschirm für Griechenland und der Atomausstieg gefallen. Die Flüchtlingskrise 2015 ist nur der traurige Höhepunkt ihres Versagens als Kanzlerin dieser Republik. Merkel selbst hat keinerlei politische Visionen. Sie ist und bleibt eine Sprechpuppe, die nur hohle Phrasen von sich gibt.

Die Globalisten

Schon in den 1960er Jahren haben linke Studenten die USA zum Feind erklärt. Diese Bewegung haben staatliche Kräfte schnell gekapert und für eigene Zwecke ausgenutzt. Nicht die USA sind der Feind, auch wenn sie der Hegemon dieses Zeitalters sind. Der Feind, wenn man überhaupt dieses Wort benutzen möchte, sind Geostrategen wie Zbigniew Brzeziński, die eine neue Weltordnung erschaffen möchten. Wenn ich also in diesem Beitrag von „den USA“ spreche, sind eben jene Strategen gemeint, ohne die auch ein Donald Trump keinen Fuß auf die Erde bekommt. Man findet sie unter anderem bei den Bilderbergern, aber das ist ganz bestimmt (k)eine Verschwörungstheorie.

Auch wenn es schwer zu glauben ist, diese Menschen haben große Macht. Sie sind es, die Regierungen beraten und Vordenker der Finanzeliten sind. Seit 9/11 haben sie ihre Anstrengungen verdoppelt und die Eliten haben kräftig am Krieg verdient. Die den USA sklavisch hörigen Europäer, es ist lachhaft von einem unabhängigen Europa zu sprechen, waren kaum in der Lage dagegen aufzustehen. Deutschland auf keinen Fall, dieses Land war niemals souverän.

Man schaue sich an, was in Ex-Jugoslawien und der Ukraine geschehen ist. Die USA befehlen und die Europäer zündeln mit. Nur wenige wollen sehen, dass sie dabei quasi das Haus des eigenen Nachbarn niederreißen. Wobei man den Blick mehr in den Nahen Osten richten sollte und was uns dort als „humanitäre Hilfe“ verkauft worden ist. Das Ergebnis dieser Hilfe, die Zerschlagung souveräner Staaten, erleben wir seit einigen Jahren. Mit allen negativen Konsequenzen. Tragisch daran, die USA kündigen ihre Pläne immer an. Nur der normale Bürger bekommt das selten mit.

Mit der Hilfe von „Soft Power“, also den Medien, werden sie gezielt auf Kurs gebracht. Sportliche Großereignisse eigenen sich besonders gut. Ab und zu verteilt man auch Almosen in Form von gesenkten Steuern, die durch die Hintertür wieder erhoben werden. Bombenangriffe gegen souveräne Staaten, werden der eigenen Bevölkerung als Kampf gegen den Terror verkauft. Einen Terror, den man selbst in diesen Ländern geschaffen hat.

Die Flüchtlingslüge

Die deutsche Bundesregierung war schon Jahre vor der Flüchtlingskrise über jene Massen informiert, die sich in der Türkei und anderen arabischen Staaten sammelten. In der Türkei, den dortigen Flüchtlingslagern, wird Deutschland seit Jahren um sehr viel Geld gebracht. Mit zum Teil erfundenen Zahlen, hat sich die Türkei massiv bereichert. Das wird geduldet, da die Türkei ein Mitspieler ist.

Wenn ein Krieg vorbereitet werden soll und um die Verluste bei der Zivilbevölkerung so gering wie möglich zu halten, wird eine große Masse Menschen durch gezielte Terrorangriffe in Bewegung gesetzt. Das hat strategische Bedeutung. 1. wird das vorgesehene Kriegsgebiet entvölkert, einer Invasion oder flächendeckenden Bombenangriffen steht nun nichts mehr im Weg. 2. wird der Gegner massiv geschwächt. Dazu später mehr. 3. können diese Flüchtlinge auch dazu dienen, um andere Staaten zu destabilisieren, bzw. dort das politische Klima zu verändern.

Deutschland / Europa verfügte über genügend Finanzmittel, um den Ansturm von „Flüchtlingen“ zu stemmen, deren Heimat man niederbomben wollte. Das Problem für die Geostrategen, einige Staaten spielten dieses Spiel nicht mit und zeigten ihnen demonstrativ den Mittelfinger. Spieler haben immer Gegenspieler und auch Russland ist immer mit im Boot. Dessen Einfluss im Osten wächst, man stemmt sich gegen die Pläne der USA. Deren Drohgebärde ist der NATO-Aufmarsch im Baltikum, als Antwort lässt Russland neue Panzer und Raketen bauen.

Der Plan

Was nur wenige wissen, aber viele bereits ahnen, hinter der aktuellen Flüchtlingskrise stecken die USA, Katar, die Türkei und Saudi Arabien. Wie immer geht es um Geld, der Antrieb der meisten Menschen dieses Planeten. Assads „Nein“ zur Gas-Pipeline aus Katar, hat ihm den Krieg beschert.

Ausgelöst wurde dieser Krieg durch die CIA, finanziert von deren arabischen Verbündeten und der Türkei. Der IS spielt dabei nur die Rolle des Sündenbocks, um die Wahrheit zu verschleiern. Unter dem Deckmantel des Islam, einer dafür sehr gut geeigneten Ideologie, werden Menschen umgebracht.

Apropos Islam! Im Westen glaubte man vermutlich wirklich, dass man die nach Europa strömenden Muslime mit Hilfe der Imame kontrollieren kann. Das hat sich als Trugbild herausgestellt. Was aber keine Rolle für den Gesamtplan spielt, so zumindest denkt man dort.

Deutsche Medien, die über die Atlantik-Brücke mit den USA verbunden sind, haben ganz im Stil von Onkel Sam berichtet. Dass Deutschland die Gelder für die UN-Flüchtlingshilfe massiv kürzte und damit die Menschen erst in Bewegung setzte, haben sie dezent zu erwähnen vergessen. Merkels scheinbarer Fehler war, siehe auch diesen Beitrag „Die Schuldigen – Eine Analyse der Flüchtlingskrise“, dass sie zu viele Menschen ohne jede Kontrolle ins Land gelassen hat. Vor allem die falschen, reine Wirtschaftsmigranten waren in dieser Höhe nicht eingeplant.

Ihr, einer Frau die große Angst vor schlechten Umfrageergebnissen hat, ist Deutschland und die schon länger hier lebenden, ohnehin herzlich egal. Daher hat sie ihren Fehler auch nicht mehr korrigiert und nun schnell „Wir schaffen das!“ gesagt. Aber das stimmt nicht so ganz, wie ich gleich erklären werde. Danach kam das Märchen vom Fachkräftemangel. Im Großen und Ganzen ist der alte Beitrag noch immer korrekt. Jetzt kommt die Ergänzung.

Die Fachkräftelüge

Merkels Auftraggeber, die Finanzeliten, haben durch den Ansturm der Massen die einmalige Chance gewittert, das Lohnniveau in Deutschland dauerhaft nach unten zu drücken. Die Gier nach mehr Profit und kein humanitärer Aspekt, hielt die Grenzen offen. Vor diesem Hintergrund kann man den Satz von Martin Schulz, „Flüchtlinge seien wertvoller als Gold“ vielleicht besser verstehen. Aber Moment, Herr Schulz gehört doch zur SPD!

Was wir in Berlin und anderen Hauptstädten erleben, ist ein reiner Komödiantenstadl. Dort agieren lediglich Politdarsteller, die wirklichen Entscheidungen werden anderswo gefällt. Im Zusammenspiel mit der gleichgeschalteten Presse und den anderen Blockparteien, nahm also das Schauspiel „Deutschland wird bunt“ seinen Lauf. Dabei ist es völlig egal, wer nun an der Regierung ist. Das Endergebnis ist immer gleich.

Auch darüber, dass überwiegend junge, kräftige Männer den Weg nach Deutschland fanden, hat die Bundesregierung natürlich Bescheid gewusst. Das war sogar gewollt. Vielleicht dann weniger die explodierende Gewalt durch jene, von denen nur ein kleiner Prozentsatz echte Verfolgte sind. Flüchtling ist sowieso keiner, der über einen sicheren Drittstaat einreist. Syrer machen nur ein Viertel aus, 75 Prozent kommen aus anderen Ländern.

Auch der nun aufgedeckte BAMF-Skandal ist lediglich eine Show. Natürlich hat die damalige Bundesregierung schon frühzeitig Bescheid gewusst, durch den erfolgten Umbau des BAMF hat man erst die Grundlage dafür geschaffen. Wer das nachlesen möchte, dem sei unter anderem dieser Link empfohlen: KLICK MICH. Der Autor hat sich große Mühe gegeben, um alles genau zu beleuchten. Wer das nicht glauben möchte, schaut weiter die politisch korrekte Tagesschau.

Seid umschlungen Millionen!

Es wäre eine Leichtigkeit gewesen, den wirklich Verfolgten im Nahen Osten über die UN-Flüchtlingshilfe zu helfen und hätte nur einen Bruchteil jener astronomischen Summe gekostet, die nun für die Massen aufzuwenden ist. Aber hier kommt nun auch die UN mit ihrem unsäglichen Plan ins Spiel, Millionen von Afrikanern nach Europa umzusiedeln. Vielleicht lenkt der auch nur von Syrien ab. Könnte doch sein.

Der Bürgerkrieg in Syrien ist so gut wie beendet, was von westlichen Medien verschwiegen wird. Man hofft nun durch Verhandlungen und politischen Druck Präsident Assad zu stürzen. Aber Russland sitzt mit am Tisch und sagt regelmäßig „Njet!“ , was die USA auf die Palme bringt.

Schon 2015 hat Wikileaks-Gründer Julian Assange in einem Interview gesagt, dass hinter der Vertreibung von Syrern aus ihrer Heimat bewusstes Kalkül jener Gruppen stehe, die vom Krieg direkt profitieren – also die US-Neocons und ihre Netzwerke in der Rüstungsindustrie, die Söldner-Firmen und die Geheimdienste. Assange sagte, dass die US-Regierung seit 2006 am Sturz von Präsident Baschar al-Assad arbeite.

Die Entvölkerung Syriens sei Teil des Konzepts zum Sturz Assads, weil durch den Krieg vor allem die Mittelklasse weggeht, sprich Ärzte, Beamte, Anwälte, Ingenieure – also genau jene Berufsgruppen, die man braucht, um ein Land überhaupt funktionsfähig zu halten. Die Vertreibung dieser Gruppen führe zu einer massiven Schwächung von Assad. Assange hatte recht, von Assads 300.000 Mann starker Armee, sind 2018 noch 80.000 vorhanden. Ohne russische Hilfe, wäre das Land verloren.

Wo sind die Soldaten hin …

Liest man Assange stellt man verwundert fest, dass sich offenbar doch hochqualifizierte Syrer unter den Flüchtlingen befinden. Niemand hat das jemals bezweifelt, diese sind nur nie in Deutschland angekommen. Klar sagen muss man aber, dass es sich bei vielen Syrern um finanziell besser gestellte Personen handelte. Wer über genügend Geld verfügte, der konnte sich problemlos auf die Reise zu machen.

Syrien zu entvölkern, um eigene Interessen mit Bomben durchzusetzen, ist den USA fast gelungen. Wenn, ja wenn da nicht der russische Präsident Putin wäre, der ihnen einen Strich durch die Rechnung machte. Die Amerikaner schäumten vor Wut, als die Russen in den Konflikt eingriffen. Offiziell wurden aber höchstens Protestnoten ausgetauscht.

Aber man hatte auch die Rechnung ohne den Iran gemacht, der seine Milizen nach Syrien schickte. Dass nun die Saudis vor Wut fast explodierten, schnell die USA um Hilfe anriefen, die CIA dann 2017 die Bevölkerung Irans aufzuhetzen versuchte, geht ebenso unter, wie der Protest iranischer Frauen, die gegen das Kopftuch demonstrieren. Aber bekanntlich sind deutsche Feministinnen der Meinung, das Kopftuch sei die Befreiung der Frau.

Teile und herrsche

Nichts in der Politik geschieht zufällig, ist ein bekannter Satz. Dem stimme ich zu mit der Ergänzung, dass die Politiker nur wenige Befugnisse haben. Immerhin ist es dieser Clique gelungen, Deutschland, ja ganz Europa in verschiedene Lager zu spalten. Der Trick ist so einfach wie genial, man hetzt, wie schon im Mittelalter, die Angehörigen verschiedener Glaubensgemeinschaften aufeinander und vernachlässigt die Armen in der eigenen Bevölkerung.

Ob die Gründung einer Protestpartei geplant war, immerhin stammen viele ihrer Mitglieder aus der CDU/CSU, kann jeder für sich selbst entscheiden. Die AfD ist alles andere als eine Alternative, sie ist lediglich Teil eines perfiden Plans. Die Frage ist nur, ob das ihren Mitgliedern auch bewusst ist, die wirklich an deren Ziele glauben. Die PolitdarstellerInnen sind sich dabei immer einig in ihrem Spiel der Macht. Momentan heißt das, die SPD in Richtung 10 Prozent zu drücken.

An ihre Stelle soll nun die AfD treten, die vermutlich schon längst von Maulwürfen unterwandert ist und auf diese Weise kontrolliert werden soll. Selbst wenn sie in einigen Jahren mit der CDU koaliert, vielleicht hat sie zuvor noch mit der FDP fusioniert, wird sich nur wenig ändern. Ändern wird sich nur etwas, wenn sich noch mehr BürgerInnen gegen die Herrschaft des Unrechts erheben und endlich den Klammergriff der Amerikaner um Deutschland lösen. Überparteiliche Märsche wären vielleicht ein Mittel.

Die Antifa, Merkels Strumtruppen, haben das Spiel noch nicht geblickt. Diese quietschbunten Schreihälse werden lediglich ausgenutzt und auf ihre scheinbaren GegnerInnen gehetzt. Haben sie ihre Schuldigkeit getan, was sich bereits abzuzeichnen beginnt, werden sie als abgehängte VerliererInnen enden.

Ausblicke

Syrien, die Pläne liegen bereits auf dem Tisch, wird möglicherweise zu einem geteilten Land. Putin, sofern er keinen anderen Ausweg findet, wird keine Wahl haben als zuzustimmen, wenn er nicht weitere Sanktionen fürchten will. Steht dann die Pipeline aus Katar endlich, wird es eine weitere Phase der Konsolidierung geben und Europa im nächsten Jahrzehnt zu einem Nationalstaat zusammengefasst. Kleinere Unruhen werden im Kern erstickt, Österreich und Osteuropa rückt vermutlich in den Schutz Russlands.

China und Japan werden in Asien einmal mehr um die Vorherrschaft ringen, sich aber einigen und mit Russland und dem Rest von Europa, die wirtschaftlich ruinierten USA quasi in Rente schicken. Das Stichwort dafür lautet „Seidenstraße.“ Noch wäre für die Europäer genügend Zeit, um sich zu diesem Projekt zu bekennen. Der Feind sitzt nämlich nicht im Osten.

Ein Teil dieser Ausblicke ist Wahrheit, anderes vielleicht nur Fiktion. Aber zumindest die Sache mit den Flüchtlingen und dem Konflikt in Syrien ist so passiert. Auch, und an dieser Stelle leite ich zum Titel des Beitrags über, der Putsch von Frau Merkel. Genau den hat sie nämlich 2015 mit der Grenzöffnung begangen und keiner im Bundestag hat es bemerkt. Wirklich keiner?

Gedanken einer Ausländerin: Die Welt mit anderen Augen

Schein und Wirklichkeit liegen oft weit auseinander. Vor allem in der Politik ist das so. Was uns PolitikerInnen verkaufen ist eine geschönte, ist ihre Form der Wahrheit. Ein Beispiel, das die wenigsten glauben werden, ist der amerikanische Präsident Donald Trump. Schon während seines Wahlkampfes haben ihn deutsche Medien lächerlich gemacht und ein Feindbild gegen ihn aufgebaut. Trump, der offen für den Erhalt seiner USA plädierte, verkam zur Witzfigur.

Auch heute, 1 1/2 Jahre später, hat sich wenig daran geändert. Die linksgrüne Systempresse prügelt noch immer heftigst auf den Republikaner Trump ein und lenkt so von den internen Problemen Deutschlands ab. Ich erinnere mich noch gut an entsprechende Kommentare von Deutschen, die ihr Augenmerk weg von der eigenen Haustür lenkten. Aber dort haben ja nur willkommene Flüchtlinge angeklopft. Dass die nun, nachdem bekannt ist wer wirklich ins Land gespült worden ist, immer unwillkommener sind, steht auf einem anderen Blatt.

Trump habe ich schon vor über einem Jahr analysiert. Seine Politik mag raubeinig sein, polternd. Aber egal was die Medien auch schreiben, er hat Erfolg damit. Dass er nicht alle seine Wahlversprechen halten kann war klar. Die wenigsten PolitikerInnen sind in der Lage ihr Wahlprogramm 1:1 umzusetzen. Diese Absichtserklärungen, mehr ist das nie, scheitern viel zu oft an der politischen Realität.

Trumps harte Haltung gegen Nordkorea scheint nun Erfolg zu haben, der „böse Kim“ ist eingeknickt. Gut, vorher hat er noch einige Raketen über Japan geschossen, aber das macht Mann in Asien so, um das Gesicht zu wahren. Im Westen versteht man das natürlich nicht, leben doch zumindest in Deutschland ziemlich ungehobelte Klötze, deren Auftritt bei Verhandlungen und Diskussionen oft unterirdisch ist. Den Rest besorgen die der Regierung hörigen Medien. Getreu dem Motto: „Am deutschen Wesen mag die Welt genesen.“ „Nein, danke!“, sage zumindest ich.

Trump, den man nicht mögen muss, aber zumindest als gewählten Präsident der USA respektieren sollte, schreibt sich die Annäherung der beiden koreanischen Staaten nun auf die eigene Fahne. Das ist lediglich Propaganda, die zumindest von einigen US-Medien willig aufgegriffen wird. In Wirklichkeit ist dieser Erfolg jenen zwei asiatischen (Groß)Mächten zu verdanken, die offiziell noch immer keine Freunde sind.

Was die wenigsten wissen und deutsche Medien gern verschweigen, Japan und China haben interveniert. China in Form von Gesprächen und Japan war darüber informiert. Die japanische und chinesische Regierung arbeiten durchaus zusammen, wenn es um Handel und die Sicherheit in der Region geht. Was einen bestimmten Grund hat: Die USA als Wirtschaftsmacht in die Knie zu zwingen. Das ist nun keine böse Absicht, aber es geht wie immer um Macht und sehr viel Geld.

Ich habe es schon einmal geschrieben und ich wiederhole mich gern, wenn die USA fallen, werden Japan und China zur Stelle sein. Was dann passiert, ob man sich den Kuchen friedlich teilt, ist die nächste Frage. Aber ich gehe davon aus. Das ist auch mit ein Grund warum wir in Japan geblieben sind. Die anderen Gründe erleben Deutsche täglich, wie den nun ans Licht gebrachten BAMF-Skandal. Dass der lediglich die Spitze des Eisbergs ist und vom Versagen Merkels und ihrer Regierung ablenken soll, geht an den deutschen Lämmern vorbei.

Noch immer glauben viel zu wenige daran, dass Angela Merkel deutsches Recht gebrochen hat. Bestätigt werden sie von einer Presse, die „einen Haufen Rechtsextremer“ durch Berlin hat marschieren sehen, als die AfD zur Großkundgebung aufgerufen hat. Man muss kein Freund einer Partei sein, um ihre Meinung zu respektieren. 6 Millionen AfD-Wählerinnen als Nazis zu stigmatisieren zeugt von wenig Demokratieverständnis.

Was mittlerweile auch für England gilt. Dort hat man Free Speech so gut wie abgeschafft, wie die Verhaftung des Journalisten Tommy Robinson zeigt. Auch wenn ich die Verhaftung und schnelle Verurteilung zu 13 Monaten Gefängnis für inszeniert halte, Robinson hat lediglich über den Prozess gegen muslimische Vergewaltiger berichten wollen, so zeigt das wo England steht. Aus kreatürlicher Angst vor noch mehr islamistischem Terror, hat man nun das Wohl von menschlichen Tieren über das eines politischen Aktivisten gestellt.

Dass Robinson die Verhaftung in Kauf nahm, darüber bin ich mir sicher. Er wollte und bekam diese weltweite Aufmerksamkeit, wie die spontanen Proteste in London und anderen Städten auf der Welt zeigen. Wenn dieser Beitrag erscheint, wird in Wien für Tommy demonstriert. Ich glaube nicht, dass er die 13 Monate wirklich absitzen muss. Man wollte ihm lediglich zeigen, wozu man in der Lage ist. Dass er zumindest eine Weile hinter Gittern bleiben wird steht ebenfalls fest. Man will seinen Willen brechen. Aber ich glaube kaum, dass das gelingen wird.

Über die wahren Hintergründe der Verhaftung kann man geteilter Meinung sein. Welchen Kurs verfolgt die britische Regierung? Dass England ein massives Problem mit Zuwanderern hat, steht außer Frage. Wie lange die Engländer sich das noch gefallen lassen werden wir sehen. Im Gegensatz zu den meist lammfrommen Deutschen, hat England eine andere Streitkultur. Auch politisch sieht es in England anders aus. Erstarken die Konservativen erneut? Der Trend in Europa geht in genau diese Richtung.

All das wäre völlig in Ordnung, wenn die linken Parteien noch wirkliche Sozialdemokraten wären und keine Rotarmisten. Leider haben staatlich alimentierte Antifa-AktivistInnen längst vergessen, welchen Terror der Kommunismus auf der Welt angerichtet hat, wie viele Millionen den Tod unter Stalin und Mao fanden. Nachlesen hilft, meine Damen und Herren. Europa ist dabei krachend zu scheitern. Der Gleichheitswahn von Menschen und Staaten konnte nur in die Hose gehen. Was passiert wenn bunte Vielfalt Kinder zeugt, um es bildlich auszudrücken, darf sich jeder im deutschen Bundestag ansehen.

Nein, bei all ihrer Schönheit ist die Welt kein schöner Ort. Wir Menschen haben sie zur Hölle gemacht. Alle Menschen? Nein! Nur jene, die anderen ihren Willen aufzwingen. Es wird Zeit, dass wir das ändern, dieses System mit friedlichen Mitteln aus den Angeln heben, ein neues errichten und vielleicht ebenfalls scheitern. Aber dann haben wir es wenigstens versucht.

Im Netz ist der Teufel los

Japan gilt als Teufelfreie Zone, das hat mein höllischer Freund schon vor vielen Jahren erfahren. Im Land des Lächelns, das wissen doch alle, regiert der dicke Buddha völlig ungeniert. Meist in unserem Wohnzimmer, der Kerl hat mich irgendwie ins Herz geschlossen. Väterlich versteht sich, was habt ihr denn nun gedacht.

„Kindchen“, meldet er sich zu Wort, „mein Glas ist schon wieder leer. Ob du vielleicht einen köstlichen Reiswein für mich hättest?“ „Tee gibt es und sonst nix“, entgegnet Yuki. „Und überhaupt, was willst du schon wieder hier?“ „Auf euch aufpassen natürlich“, kontert der Dicke. „Sonst stellt deine Frau wieder lauter üble Dinge an.“

„Hömma Alder“, sage ich, „dir zeige ich gleich wie Mann einen Abflug macht!“ „Gewalt ist keine Lösung“, nuschelt er. „Eva ist irgendwie viel netter als ihr. Mit der bin ich übrigens verabredet, also macht mal keine Welle.“

„Macho!“, kontere ich. „Deine Sprüche waren früher sehr viel besser!“ „Mann muss mit der Zeit gehen“, sagt der Dicke und bestellt sich per Zenphone einen Döner. Dann lächelt er Eva zu, die auf dem Sofa neben ihm erscheint. „Kinder, Kinder!“, seufzt sie leise, „immer diese Kinder!“

Ich ahne fürchterliches und schaue entgeistert, als sie mir vom neuesten Streich ihres Erstgeborenen berichtet. „Teufelchen“, so sagt sie fassungslos, „hat sich der Evangelischen Kirche angedient und betreibt dort als Netzteufel den Exorzismus.“ „Ja sind die denn von allen guten Geistern verlassen“, seufzt Buddha, „soll ich denen mal erscheinen?“

Eva winkt ab und lässt vor unseren Augen ein Internet-Hologramm entstehen, das den bunten Webauftritt der Kirche zeigt. „HateSpeech und fakeNews sind Schlüsselbegriffe für den gesellschaftlichen Rechtsruck“, lese ich und fange an zu lachen. „Wer bitte hat sich diesen Blödsinnn ausgedacht?“

„Mein Sohn natürlich“, murmelt Eva, „er hat es diesen EKDlern ins Ohr geflüstert. „Wie jetzt“, sage ich, „und du weißt mal wieder nichts davon? Bist du jetzt eine Göttin oder was?“ „Mit Protestanten habe ich wenig am Hut“, kommt ihre prompte Antwort. „Diese Legende kannst du schnell vergessen.“

„Der Teufel startet eine Initiative gegen sich selbst?“, frage ich, ohne auf ihre Bemerkung einzugehen. „Darauf muss man erst mal kommen!“ „So isser“, erwidert Eva. „Das hat er klar von seinem Vater geerbt.“ „Das sind die rebellischen Gene moderner Götter“, feixt Buddha. „Zu meiner Zeit pflegte man noch die Tradition.“ 

„Ich mag es eben antiautoritär“, erwidert Eva. „Klar“, sage ich trocken, „deshalb hast du der Welt auch die Sintflut geschickt.“ „Von wegen Sintflut“, erwidert Eva, „ich habe damals nur meine Babies gebadet. Gut, vielleicht lief mir dabei die Wanne über, das kann Frau bei all der Hektik schon passieren.“

„Zum Glück habe ich die Geschichten aus der Bibel nie geglaubt“, werfe ich ein. „Trotzdem klingen die ganz nett. Sag, wer die wohl geschrieben hat?“ „Vader Abraham natürlich“, erwidert Eva, „an wen hast du denn sonst gedacht.“ „An Papa Schlumpf“, erwidere ich lächelnd. „Im Gegensatz zum alten Vader, ist der nämlich immer blau.“

Eva schießt einen giftigen Blick in meine Richtung, der ein Erdbeben der Stärke 3,9 im Pazifikgraben auslöst. „Wenn du den Godzilla aufweckst kündige ich den himmlischen Beratervertrag mit dir“, sage ich. „Ich wusste immer schon, dass ihr Götter ständig übertreiben müsst.“ 

„Nix weißt du“, murmelt Eva. „Ich hätte mich gern vor diesem Job gedrückt! Aber als Papa in die Ewigkeit auswanderte musste ihn irgendwer machen.“ Buddha feixt schon wieder, als er meine Frage „Du bis also nicht die Schöpferin aller Dinge?“ hört.

„Doch schon“, erwidert Eva. „Aber Papa hat das Universum geschaffen, das sich nun selbst regiert.“ „Und wer bitte ist dein Papa?“, will ich wissen und ahne die Antwort schon. „Na was glaubst du“, antwortet Eva, „das ist natürlich der Große Geist.“

„Und was willst du nun von mir?“, frage ich lauernd. „Soll ich etwa erneut die Kunoichi geben?“ „Das wäre ein Spaß!“, höre ich eine altbekannte Stimme, bei der es sich nur um Teufelchen handeln kann. Und wirklich steht der Höllische nun im Raum. Zumindest als gedankliches Experiment von Buddhas Gnaden. An dem Dicken kommt auch kein Höllenfürst vorbei.

„Hallo Mama, huhu Frau Landar und Onkel Buddha“, ruft er. „Bitte nicht böse auf mich sein, die Netzteufelseite war doch nur ein Heidenspaß.“ „Spaß?“, fragt Eva. „Sofort nimmst du die wieder raus!“ „Unmöglich“, murmelt der Kleine, „die hat sich leider zum Selbstläufer entwickelt. Eigentlich bin ich es der eure Hilfe braucht, die Schwarzkittel sind mir mit allerlei Trollen auf der Spur.“

„Ja sach ma“, melde ich mich zu Wort. „Du bist doch der Teufel zum Teufel noch mal!“ „Ja schon“, höre ich, „aber was bitte mache ich gegen Hetze?“ „Was du immer machst“, erwidere ich, „du hetzt sie gegen- bzw. aufeinander.“ „Was wäre, wenn genau das meine Absicht war?“, will er wissen. „Ich gewinne bekanntlich immer.“

Ich erspare meinen werten LeserInnen, wie ich den Höllischen nach dieser Frechheit an den Ohren aus dem Netz nach Japan zog und Eva ihn mit der himmlischen Version des NetzDG konfrontierte. Dank mir von Buddha verliehener Magie, ist das auch problemlos gelungen. „Menno“, meint er hinterher zerknirscht, „davon habe ich noch nie gehört! Sag Mama, hast du dieses Gesetz vielleicht eben erst erfunden?“

„Das war dein Vetter Schreiko Haas vor einem Jahr“, erwidert Eva. „Aber das solltest du eigentlich wissen, der ist doch himmlischer Oberstaatssekretär.“ Wir überlegen eine Weile hin und her, als es plötzlich an der Haustür klingelt. „Tschuldigung, ist das hier bei Landar?“, fragt ein dicklicher Asiate in breitem Schweizerdeutsch.

Nun habe ich schon viele Prominente in meinem Leben gesehen, aber auf Kim aus Mordkorea war ich nicht gefasst. „Wie kommst du nach Japan“, will ich wissen, „oder ist das alles nur ein böser Traum.“ „Mein Freund Teufelchen hat um Hilfe gebeten“, erwidert Kim, „ist das etwa schlimm? Ich sei, gewährt mir die Bitte, In eurem Bunde der Dritte!“  

Ich mustere den Kerl. Sieht so ein Diktator aus? Krampfhaft versucht er einige Sushi-Röllchen zu verstecken, die offenbar der wahre Grund seiner Reise sind. „Erwischt“, gesteht er, „ich esse für mein Leben gern japanisch.“

„Du bist also überhaupt kein Bösewicht?“, frage ich und nicke wissend, als Kim mir die Wahrheit gesteht. „Eigentlich bin ich Schauspieler“, sagt er leise und winkt fröhlich in die illustre Runde. „Aber das muss bitte keiner wissen. Die Chinesen suchten einen Darsteller für den Showdown mit den USA und ich habe mich darum beworben. Der Rest ist Schweigen, okay?“

Geschwiegen hat er dann doch nicht und uns die die zündende Idee präsentiert. „Wisst ihr“, sagt er, „wir lassen diese Netzteufelseite vom Han zum Affen machen!“ „Dem Bömelmann?“, frage ich nach, „das ist nicht dein Ernst, Herr Präsident!“ „Wenn ich so überlege finde ich das gut“, sagt nun auch Teufelchen. „Der Böhmi war schon immer reichlich anders.“

„Dürfte ich einen Einwand machen?“, erklingt eine neue Stimme, die zu Teufelchens Bruder Jesus gehört. „Als Vorsitzender der Initiative Zombies in Sandalen, habe ich vielleicht eine Idee.“ „Nun ist es aber genug!“, empöre ich mich. „Was wollt ihr Kerle alle hier?“ Buddha gibt sich schuldbewusst. „Das war jetzt meine Idee,“ gesteht er mir. „Hör meinem Neffen doch bitte einmal zu.“

Was Jesus  zu sagen hat fand ich dann ganz manierlich. Kein Wunder, dass der so viele AnhängerInnen hat. Nach einigem hin und her haben wir die Initiative „Flunker“ gegründet und Maik Flanders, eine extra dafür geschaffene Sprechpuppe, als Denunzianten eingesetzt.

Mit Evas Hilfe als oberste Instanz, haben Maik und Han genug Sendezeit bekommen, um ihre geflunkerten Weisheiten unters Volk zu bringen. Die schiere Zahl ihrer Gläubigen war im Gegensatz zu denen der EKD dann riesengroß und prompt war im Netz der Teufel los.

Gedanken einer Ausländerin: Wen(n) die Heimat ruft

Vor einigen Tagen habe ich ein Haiku veröffentlicht, das mit der Zeile „Wen die Heimat ruft“ geendet hat. Heimat, das war für mich lange auch Deutschland. Heimat ist in diesen Tagen erneut ein Wort, das, nach Definition der Linken, die sogenannte „Rechte Szene“ für sich vereinnahmt hat.

(K)Eine Heimat?

Für Horst Seehofer, noch Parteichef der CSU und Bundesinnenminister, hat seine noch Freundin Angela I., ein „Heimatministerium“ geschaffen. Das ist ein letzter Gefallen für einen Mann, der schon längst auf dem Abstellgleis der Geschichte steht. Immerhin hat Seehofer, auch Drehofer genannt, den Kanzlerinnensturz vermieden. Die Macht dazu hat er immer gehabt.

Ein solches Ministerium zu schaffen ist taktisch klug. Den deutschen Schlafschafen wird suggeriert, dass die Regierung alles richtig macht und sich um die „deutsche Heimat“ kümmert. Aber wie kümmert man sich um das Wohlbefinden einer Nation, deren Bürger nur „zufällig“ in Deutschland leben? Das hat man den Deutschen jahrzehntelang so beigebracht.

„Heimatliebe ist kein Verbrechen!“, haben sogenannte Rechte skandiert, was von sogenannten Linken gern mit „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda!“ beantwortet wird. Beide haben recht und reden aneinander vorbei. Miteinander für die eigene Heimat einzustehen, wäre die wesentlich bessere Idee.

(M)Eine Heimat!

Vor allem im Westen Deutschlands leben viele Menschen, die niemals eine Identität hatten. Einige Linke verbreiten ganz offen Hass gegen alles Deutsche, wie die Parole „Bomber Harris do it again!“ deutlich zeigt. Diese offene Verhöhnung der Opfer Dresdens, hat kein juristisches Nachspiel für die Verantwortlichen gehabt.

Wenn ich bei den GRÜNEN von meinen beiden Heimatländern sprach, hat man (Frau) mich oft merkwürdig angesehen. Schon damals war mir klar, dass diese Truppe keine Heimat kennt. Aber wie komme ich ausgerechnet heute darauf? Das liegt an dem Tatort „Sonnenwende“, auf den mich eine Freundin aufmerksam gemacht hat. Ein farbloses Polizisten-Duo ermittelt dort gegen „Bio-Nazis“, was Kopfschütteln bei mir ausgelöst hat.

Dabei ging es weniger um die schauspielerische Leistung der beiden Protagonisten, vielmehr um die Botschaft, die dieser Film transportiert. Kurz und knapp lautete sie: Heimat ist Rechts! Dümmer geht es nimmer.

Das Unwort

„Heimatliebe klingt nach Kitsch, Patriotismus nach Rechtsradikalismus. Also lassen sich mit beiden Empfindungen viele lieber nicht in Verbindung bringen“, hat Professor Werner Patzelt in einem Vortrag gesagt. Seine Aussage bringt es auf den Punkt und zeigt das eingeimpfte Problem vieler Deutscher, die mit der Verachtung der eigenen Identität und Heimat, einen riesengroßen Fehler begehen.

„Dennoch mögen gar nicht wenige lange schon in unserem Land Lebende ihre Heimat und empfinden, selbst wenn sie das nicht so nennen, sehr wohl patriotisch. Das erkennt man leicht, wenn der tatsächliche Bedeutungsgehalt von Heimatliebe und Patriotismus freilegt wird. Irgendwie klaffen dort Sein und Bewusstsein auseinander. Dies ist aber aus zwei Gründen wenig wünschenswert: Erstens überlässt man Heimatliebe und Patriotismus sowohl dem Begriff als auch der Sache nach einstweilen den Rechten, ja Rechtsradikalen, die sich das alles – wie immer wieder Wahlplakate der NPD zeigten – sehr gerne aneignen.“ Soweit Professor Patzelt.

Heimatliebe, die Liebe zur eigenen Nation, Stolz auf die eigene Kultur zu sein, ist für die meisten Völker der Normalzustand. Die Studentenbewegung, deren Erben die heutigen GRÜNEN, Teile der SPD und LINKEN sind, verleugnen das seit Jahren. Das wäre kein Problem, wenn sie damit aufhörten uns diese Botschaft auch in Form eines Tatorts zu verkaufen.

Die Provokation

Dazu noch einmal Professor Patzelt: „Es tut unserem Land aber nicht gut, so starke Empfindungen wie Heimatliebe und Patriotismus kampflos der politischen Rechten zu überlassen, welche sie schon einmal, und nachwirkend bis heute, diskreditiert hat. Zweitens braucht gerade ein Einwanderungsland, zu dem das unsere geworden ist, eine zusammenhaltende Bindekraft, die über repressiv erzwungenen Gesetzesgehorsam klar hinausgeht.

Es scheint, dass gerade die Heimatliebe und der aufgeklärte Patriotismus unsere multiethnische und multikulturelle Gesellschaft zusammenhalten können, weil es bei diesen zwei Empfindungen viel weniger um die jeweilige Herkunft als vielmehr um eine gute gemeinsame Zukunft geht. Diesen nicht ganz unprovo­kativen Gedankengang zu plausibilisieren ist der Zweck des Vortrags.“

Die von den meisten (Pseudo)Linken beschworene Integration von Ausländern führt sich selbst ad absurdum, wenn eine Nation weder eine Identität noch eine Liebe zur eigenen Heimat kennt. Womit soll sich der sich der Neuankömmling identifizieren, worin sich integrieren? Also bleibt man einfach unter sich und schon ist die nächste Parallelgesellschaft geschaffen.

Zurück zur Heimat

Viele Nachkommen der in die USA ausgewanderten Deutschen sind noch heute stolz auf ihre Wurzeln. Auch wenn sie lediglich eine Bierzelt-Kultur pflegen, worüber man sich in Deutschland gern lustig macht. Aber wo ist das Problem? Die unterschiedlichen Dialekte, Trachten, Bräuche, all das kann und sollte man Heimat nennen. Und die Verbundenheit mit den Menschen, die wir als Nachbarn kennen.

Der US-Amerikaner hatte lediglich den „Wilden Westen.“ Das ist so ziemlich alles an Geschichte, was diese Nation vorweisen kann. Daraus hat man den totalen Mythos gemacht und Filme über Billy the Kid und Wyatt Earp gedreht. Aber Deutsche schauen wie gelähmt auf jene 12 Jahre ihrer Geschichte, die dieses Land seit 1945 prägen. Die „Erbschuld“ hat ihnen den Stolz genommen.

Was wäre, wenn Deutsche endlich wieder stolz auf sich und ihre Geschichte sein könnten und nicht nur auf die gewonnen Fußball-Weltmeisterschaften? Ein gesunder Patriotismus, wie man ihn von anderen Nationen kennt, wäre das endgültige Aus für radikale Parteien wie die NPD. Aber das haben die Linken nie begriffen.

Die Twitter-Trolle – BILD gegen den Rest der Welt

Manche Artikel sind so gut geschrieben, dass man sie mehrfach lesen kann. Manche Artikel sind so gut geschrieben, dass man sie unbedingt teilen muss! Eine solche Perle ist mir wieder einmal über den Weg gelaufen, was viel zu selten geworden ist.

Der Autor heißt Jens Berger und schreibt für die Nachdenkseiten. „Wehe dem, der gegen den Strom schwimmt“, ist ein Meisterwerk journalistischer Kunst, das die Schmierfinken von BILD und FOCUS gnadenlos entlarvt und auch dem ZDF die Rote Karte zeigt.

Es gäbe noch eine Menge mehr zu den Herren Reichelt, Röpcke und Stritzelt zu sagen und auch über den Intendanten des ZDF. Wie eigentlich über den ganzen von der GEZ finanzierten Staatsfunk, der sich nur noch selten eine differenzierte Meinung leisten kann. Den FOCUS konnte man schon immer vergessen.

Unabhängig davon, was nun wirklich in Syrien geschehen ist, zeigt der Schnappatmer-Reflex der drei BILD-Trolle deutlich, wie dünn die Luft um den angeblichen Giftgasangriff geworden ist. Vielen Dank, Herr Berger, für diese treffende Bezeichnung.

Dünn ist übrigens auch die Auflage der BILD geworden. Immer weniger BundesbürgerInnen greifen zu diesem Schmuddelpapier. Vielleicht erklärt das den vehementen Einsatz der drei Schreiberlinge, die nun auf Twitter für mehr Aufmerksamkeit buhlen müssen.

„Noch 1,4 Millionen verkauft BILD gemeinsam mit dem Ableger Fußball-BILD, etwa ein Drittel seiner früheren Erfolgszahlen; fast 200.000 Leser haben im Vergleich zum 4. Quartal im 1. Quartal dieses Jahres auf den Kauf verzichtet.“, hat Roland Tichy recherchiert.

Ich habe schon seit Jahren eine eigene Meinung zum angeblichen Syrien-Konflikt, die sich ebenfalls nicht mit dem Bild von NATO, USA und der EU deckt. Die über den angeblichen Giftgasanschlag ähnelt durchaus der, die der nun zu Unrecht gescholtene Journalist des ZDF vorgestellt hat.

Im Gegensatz zu ihm gibt es bei mir keinen Intendant und keine Atlantik-Brücke, die mich zurück auf den Kurs des Westens schicken wollen. Aber das habt ihr bestimmt gewusst.

Auge um Auge, Zahn um Zahn

Deutschland, Europa und auch die USA sind überwiegend christlich geprägt. Christliche Werte bestimmen den Alltag und den (Aber)Glauben der Menschen. JapanerInnen haben damit kein Problem. Wir sind zwar überwiegend Buddhisten, aber irgendwo auch Shintoisten und christliche Bräuche mögen wir auch recht gern.

Als Buddhistin war ich vom Religionsunterricht befreit, habe mich aber freiwillig neben meine Freundin Nathalie gesetzt und den Geschichten um Jesus und seine Apostel gelauscht. Schon damals fielen mir gewisse Ähnlichkeiten mit dem Buddhismus auf. Ich mochte die friedlichen Christen.

Eine Japanerin (be)sucht Gott

Klein-Mayumi ist also tapfer mit in die Kirche marschiert und hat der Pfarrerin zugehört. Eines Tages, ganz meiner Natur entsprechend, hat sich mein Widerspruch geregt, als ich von den 10 Plagen gelesen habe. „Warum hat dieser Gott Kinder umgebracht?“, wollte ich wissen, „das war falsch!“ Die Pfarrerin erklärte mir, dass Gott sich niemals irre und wir ihn nicht mit menschlichen Maßstäben messen könnten.

Wenn ich mich richtig erinnere, ich war damals erst 9 Jahre alt, habe ich der Geistlichen heftig widersprochen und gesagt „Wenn dieser Gott wirklich so mächtig ist, wieso hat er die Juden nicht einfach aus Ägypten geführt? Wieso musste er diese 10 Plagen schicken?“ Wieso, weshalb, warum …?

„Buddha lehrt uns keine Gewalt auszuüben“, habe ich ihr erklärt, „er hätte das niemals getan!“ „Aber du hast doch auch schon Jungs verprügelt“, kam der schmunzelnde Konter. „Ich habe mich gewehrt!“, gab ich empört zurück. „Außerdem leben die ja noch und sie haben angefangen!“ Kindermund tut Wahrheit kund.

Friede sei mit euch!?

Die Frau hat mit viel Geduld versucht mich zu überzeugen und ist natürlich gescheitert. Danach empfand ich die Christen als weniger friedlich und ihr Gott war mir suspekt. Ich habe Nathalie in den buddhistischen Tempel in Düsseldorf mitgenommen, das fand sie richtig toll. Mit der Zeit hat sie beschlossen ihren eigenen Glauben zu pflegen. Buddha für immer.

Ich habe trotzdem in der Bibel gelesen und ab und an mit der Pfarrerin debattiert. Die Frau war nett, aber mir geistlich nicht gewachsen. Dabei sind Buddhas Lehren für jedermann. Aber offenbar nichts für evangelische Christen. Was mich zum eigentlichen Kern des Beitrags führt: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Damit habe ich so mein Problem.

Da haben wir also dieses „Tier“ in Syrien, wie der Herr Trump den syrischen Herrscher bezeichnet hat. Der Herr Trump, das wissen wir alle, twittert für sein Leben gern. Und der Herr Trump ist auch der oberste Weltpolizist. Er und seine USA. Geht ja mal so überhaupt nicht, dass so ein Diktator wie der Herr Assad die eigene Bevölkerung massakriert! Das machen die Amerikaner zwar auch, aber die nennen das anders. Was macht das schon, wenn mal wieder ein Cop einen unschuldigen Schwarzen erschießt! Fair wäre es, wenn dann eine afrikanische Armee in die USA marschiert. Rufen wir doch mal im Kongo an.

The Good, the Bad and …?

Als guter Christ muss der Herr Trump also christliche Raketen schicken, die den Herrn Assad bestrafen. Zwar hat er keinerlei Beweise, aber als Weltpolizist ist er sowas wie Gott und der irrt sich bekanntlich nicht. Die Anschuldigung genügt sich also wieder einmal selbst, wie schon im Fall Skripal. Ich weiß nicht, welches Gift angeblich gegen den Mann eingesetzt worden ist, aber ich habe meinen Onkel, den Polizisten gefragt und der sein Team vom Labor.

Wenn es Nervengift war, so deren einhellige Meinung, war die Dosis minimal. Sonst wären Dutzende, vielleicht Hunderte gestorben. Das ist so bei Nervengift. Mal ehrlich, so stümperhaft kann kein Geheimdienst sein. Vielleicht war es auch nur eine Warnung? Nein, mit Nervengift spaßt man nicht. Auch minimale Spuren sind langfristig tödlich. Wobei lang relativ zu sehen ist. Aber die deutschen Medien verschweigen das. Oder sie haben mal wieder einen schlampigen Job gemacht. Kann ja mal passieren …

Überhaupt sollten die Medien hellhörig geworden sein, als die Amerikaner angebliche Forschungseinrichtungen der Syrer bombardierten. Man beschießt also Einrichtungen, in denen vermutlich chemische Kampfstoffe lagern und riskiert zig Tausend Tote? Wieso denkt eigentlich keiner nach bevor er den Mund aufmacht und solchen Quatsch verbreitet? Ich vergaß, weil die Medien das denken für die Bevölkerung übernehmen. Vielleicht ist es an der Zeit genau das zu ändern.

Ein bisschen Frieden

Nun sind auch BuddhistInnen nicht immer friedlich, wie man an meinem Beispiel gut erkennt. Nur schieben wir niemals den Glauben vor, wenn wir anderen den Hintern versohlen. Wir haben immer einen anderen Grund. Das Argument „Myanmar“ ist übrigens so dumm wie lächerlich. Was dort passiert ist purer Rassismus und hat nichts mit dem Glauben zu tun. Aber auch das hat wieder niemand gewusst.

Japan hat eine kriegerische Vergangenheit und auch mir sind Maßnahmen gegen Ungerechtigkeit nicht fremd. Nur kann ich unterscheiden wann es eine Backpfeife gibt und wann einen Tritt in den Hintern. Der Herr Trump, den seine ultrageheimen Geheimdienste auf Kurs gebracht haben, hat erneut überreagiert. Und morgen schießt er dann Raketen nach (Land deiner Wahl)?

Was die meisten übersehen, ein Präsident der USA ist nur für einige Jahre gewählt. Die Geheimdienste aber bleiben für immer. Vielleicht schaut der eine oder andere einmal nach dem Begriff „Tiefer Staat.“ Vielleicht gehen dann einigen die Augen auf. Aber vielleicht schlafen sie auch für immer.

The Bad, the Ugly and …?

Wer ist nun böse, wer zeigt der Welt wirklich die hässliche Fratze der Gewalt? Vielleicht sollte sich der Westen intensiver um die Weißhelme in Syrien kümmern und nachfragen wer die gegründet hat. Vielleicht wäre man überrascht, dass es ein britischer Ex-Söldner war. Vielleicht sollten sich deutsche MedienvertreterInnen fragen, warum deren Angehörige IS-Flaggen tragen, oder warum der IS oft nebenan residiert.

Vielleicht wäre die Öffentlichkeit auch überrascht, dass die USA die Weißhelme mit 23 Millionen US-Dollar und die Briten mit 32 Millionen Pfund unterstützen. Und vielleicht, aber nur vielleicht sollte man weniger Tagesschau glotzen und vielleicht auch keinen Antisemiten zujubeln, denen eine verblödete Musikindustrie auch noch Echos verleiht. (M)Ein Lob an Campino, der das sofort angesprochen hat.

Der Herr Assad ist nun mit Sicherheit kein Heiliger, so wenig wie das der Herr Putin ist. Und der Herr Trump ist auch kein Guter, aber das haben wir alle schon gewusst. Wer wirklich die Fäden zieht, was so in Syrien passiert, das füllt nun bereits mehrere Bücher, die natürlich alle von angeblichen Verschwörungstheoretikern geschrieben worden sind. Die könnte man auch lesen. Alternativ auch mich.

Es steht in der Zeitung, es ist also wahr!

Ich zitiere mich selbst aus meinem Beitrag vom letzten Jahr: „Unsere Medien werden zum größten Teil von nur drei globalen Nachrichtenagenturen gefüttert, mit Sitz in New York, London und Paris. Kein Redakteur einer Lokalzeitung war also jemals vor Ort in Kriegsgebieten oder hat mit einem Staatschef ein Interview geführt.

Daher sind die Überschriften oft nicht nur ähnlich, sie sind so identisch, als ob es sich um eineiige Zwillinge handelt. Eine Untersuchung  der Syrien-Berichterstattung von je drei führenden Tageszeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz illustriert diese Effekte deutlich: 78% aller Artikel basieren ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0% auf investigativer Recherche.

82% aller Kommentare und  Interviews sind USA/NATO-freundlich, während Propaganda ausschließlich der Gegenseite zugeordnet wird. So werden Meinungen gemacht, das neue Feindbild entsteht.

Die Namen der drei Agenturen kennt jeder: AP (Associated Press), mit weltweit über 4.000 Mitarbeitern und Sitz in New York. AP versorgt rund 12.000 Medien weltweit und erreicht so die Hälfte der Weltbevölkerung.

AFP (Agence France Press), mit Sitz in Paris, ist der zweite Kandidat. Auch hier man rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt und teilt sich den restlichen Markt mit Reuters in London, die etwas mehr als 3.000 Mitarbeiter hat.

DPA, SDA (Schweizerische Depeschenagentur), ADA (Austria Presse Agentur) sind nur relativ kleine (nationale) Lichter, wobei die Deutsche Presse Agentur führend ist und noch rund 1.000 eigene KorrespondentInnen unterhält.

Wenn man jetzt noch weiß, dass das amerikanische Pentagon mehr als 27.000 PR-Spezialisten beschäftigt, diese über ein jährliches Budget von rund 5 Milliarden Dollar verfügen, diese Spezialisten nichts anderes tun, als Geschichten zu verbreiten, ahnt man vielleicht das ganze Ausmaß der Manipulation.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, niemand bezichtigt das Pentagon der Lüge, aber sie liefern Informationen an die drei Agenturen, die niemand nachprüfen kann. Also schlagen vielleicht „russische Rakten“ in Syrien ein und implizieren einen russischen Aggressor.

Dass die Raketen von den Rebellen stammen, sieht die Öffentlichkeit natürlich nicht. Und kein Journalist prüft es nach. Keiner? Wer es doch wagt, wer vielleicht arabisch spricht, wer eine andere Meinung propagiert, wird sofort als Lügner und Verschwörer abgestraft. Damit Putin „der Böse“ bleibt.“

Auge um Auge, Zahn um Zahn bekommt auf diese Weise eine völlig neue Bedeutung. Die Welt, das ist kein friedlicher Ort, die Welt, das ist in Wirklichkeit ein Dschungel, der von Raubtieren und Schafen bevölkert ist. Nur leider haben die Schafe vergessen, dass sie in der Überzahl sind. Endlich aufzuwachen wäre gut.