Gedanken einer Ausländerin: Wen(n) die Heimat ruft

Vor einigen Tagen habe ich ein Haiku veröffentlicht, das mit der Zeile „Wen die Heimat ruft“ geendet hat. Heimat, das war für mich lange auch Deutschland. Heimat ist in diesen Tagen erneut ein Wort, das, nach Definition der Linken, die sogenannte „Rechte Szene“ für sich vereinnahmt hat.

(K)Eine Heimat?

Für Horst Seehofer, noch Parteichef der CSU und Bundesinnenminister, hat seine noch Freundin Angela I., ein „Heimatministerium“ geschaffen. Das ist ein letzter Gefallen für einen Mann, der schon längst auf dem Abstellgleis der Geschichte steht. Immerhin hat Seehofer, auch Drehofer genannt, den Kanzlerinnensturz vermieden. Die Macht dazu hat er immer gehabt.

Ein solches Ministerium zu schaffen ist taktisch klug. Den deutschen Schlafschafen wird suggeriert, dass die Regierung alles richtig macht und sich um die „deutsche Heimat“ kümmert. Aber wie kümmert man sich um das Wohlbefinden einer Nation, deren Bürger nur „zufällig“ in Deutschland leben? Das hat man den Deutschen jahrzehntelang so beigebracht.

„Heimatliebe ist kein Verbrechen!“, haben sogenannte Rechte skandiert, was von sogenannten Linken gern mit „Es gibt kein Recht auf Nazi-Propaganda!“ beantwortet wird. Beide haben recht und reden aneinander vorbei. Miteinander für die eigene Heimat einzustehen, wäre die wesentlich bessere Idee.

(M)Eine Heimat!

Vor allem im Westen Deutschlands leben viele Menschen, die niemals eine Identität hatten. Einige Linke verbreiten ganz offen Hass gegen alles Deutsche, wie die Parole „Bomber Harris do it again!“ deutlich zeigt. Diese offene Verhöhnung der Opfer Dresdens, hat kein juristisches Nachspiel für die Verantwortlichen gehabt.

Wenn ich bei den GRÜNEN von meinen beiden Heimatländern sprach, hat man (Frau) mich oft merkwürdig angesehen. Schon damals war mir klar, dass diese Truppe keine Heimat kennt. Aber wie komme ich ausgerechnet heute darauf? Das liegt an dem Tatort „Sonnenwende“, auf den mich eine Freundin aufmerksam gemacht hat. Ein farbloses Polizisten-Duo ermittelt dort gegen „Bio-Nazis“, was Kopfschütteln bei mir ausgelöst hat.

Dabei ging es weniger um die schauspielerische Leistung der beiden Protagonisten, vielmehr um die Botschaft, die dieser Film transportiert. Kurz und knapp lautete sie: Heimat ist Rechts! Dümmer geht es nimmer.

Das Unwort

„Heimatliebe klingt nach Kitsch, Patriotismus nach Rechtsradikalismus. Also lassen sich mit beiden Empfindungen viele lieber nicht in Verbindung bringen“, hat Professor Werner Patzelt in einem Vortrag gesagt. Seine Aussage bringt es auf den Punkt und zeigt das eingeimpfte Problem vieler Deutscher, die mit der Verachtung der eigenen Identität und Heimat, einen riesengroßen Fehler begehen.

„Dennoch mögen gar nicht wenige lange schon in unserem Land Lebende ihre Heimat und empfinden, selbst wenn sie das nicht so nennen, sehr wohl patriotisch. Das erkennt man leicht, wenn der tatsächliche Bedeutungsgehalt von Heimatliebe und Patriotismus freilegt wird. Irgendwie klaffen dort Sein und Bewusstsein auseinander. Dies ist aber aus zwei Gründen wenig wünschenswert: Erstens überlässt man Heimatliebe und Patriotismus sowohl dem Begriff als auch der Sache nach einstweilen den Rechten, ja Rechtsradikalen, die sich das alles – wie immer wieder Wahlplakate der NPD zeigten – sehr gerne aneignen.“ Soweit Professor Patzelt.

Heimatliebe, die Liebe zur eigenen Nation, Stolz auf die eigene Kultur zu sein, ist für die meisten Völker der Normalzustand. Die Studentenbewegung, deren Erben die heutigen GRÜNEN, Teile der SPD und LINKEN sind, verleugnen das seit Jahren. Das wäre kein Problem, wenn sie damit aufhörten uns diese Botschaft auch in Form eines Tatorts zu verkaufen.

Die Provokation

Dazu noch einmal Professor Patzelt: „Es tut unserem Land aber nicht gut, so starke Empfindungen wie Heimatliebe und Patriotismus kampflos der politischen Rechten zu überlassen, welche sie schon einmal, und nachwirkend bis heute, diskreditiert hat. Zweitens braucht gerade ein Einwanderungsland, zu dem das unsere geworden ist, eine zusammenhaltende Bindekraft, die über repressiv erzwungenen Gesetzesgehorsam klar hinausgeht.

Es scheint, dass gerade die Heimatliebe und der aufgeklärte Patriotismus unsere multiethnische und multikulturelle Gesellschaft zusammenhalten können, weil es bei diesen zwei Empfindungen viel weniger um die jeweilige Herkunft als vielmehr um eine gute gemeinsame Zukunft geht. Diesen nicht ganz unprovo­kativen Gedankengang zu plausibilisieren ist der Zweck des Vortrags.“

Die von den meisten (Pseudo)Linken beschworene Integration von Ausländern führt sich selbst ad absurdum, wenn eine Nation weder eine Identität noch eine Liebe zur eigenen Heimat kennt. Womit soll sich der sich der Neuankömmling identifizieren, worin sich integrieren? Also bleibt man einfach unter sich und schon ist die nächste Parallelgesellschaft geschaffen.

Zurück zur Heimat

Viele Nachkommen der in die USA ausgewanderten Deutschen sind noch heute stolz auf ihre Wurzeln. Auch wenn sie lediglich eine Bierzelt-Kultur pflegen, worüber man sich in Deutschland gern lustig macht. Aber wo ist das Problem? Die unterschiedlichen Dialekte, Trachten, Bräuche, all das kann und sollte man Heimat nennen. Und die Verbundenheit mit den Menschen, die wir als Nachbarn kennen.

Der US-Amerikaner hatte lediglich den „Wilden Westen.“ Das ist so ziemlich alles an Geschichte, was diese Nation vorweisen kann. Daraus hat man den totalen Mythos gemacht und Filme über Billy the Kid und Wyatt Earp gedreht. Aber Deutsche schauen wie gelähmt auf jene 12 Jahre ihrer Geschichte, die dieses Land seit 1945 prägen. Die „Erbschuld“ hat ihnen den Stolz genommen.

Was wäre, wenn Deutsche endlich wieder stolz auf sich und ihre Geschichte sein könnten und nicht nur auf die gewonnen Fußball-Weltmeisterschaften? Ein gesunder Patriotismus, wie man ihn von anderen Nationen kennt, wäre das endgültige Aus für radikale Parteien wie die NPD. Aber das haben die Linken nie begriffen.

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Tatort TV – Warum Lesben immer sterben müssen

Queer zu sein, hat sich in Filmen langsam durchgesetzt. Scheinbar. Fast. Immer mehr Produktionen outen sich. Ja, es gibt sogar den „Schwulen Kommissar.“ Dumm nur, dass der Polizeiruf 110 nun ohne den Darsteller weitermachen muss. Der hat die Mitarbeit gekündigt. Zu Recht, weil dieses filmische Coming Out blanker Unsinn war.

Und schon sind wir beim Umgang mit Lesben, oder Schwulen im deutschen Film. Da fehlt noch ein Riesenschritt zur Normalität. Vor einigen Jahren gab es eine Reihe tragischer Lesbenfilme im Kino. Happy End oft Fehlanzeige. „Die Lesbe“ musste immer sterben. Und das hat mich meist wütend gemacht.

Der Tatort „Einmal wirklich sterben“, wollte alles besser machen. Oder sollte. Also fast. Zwei der dienstältesten und in Ehren ergrauten Urgesteine des Tatorts, haben bayrisch-launig durch die Szenen geführt. Machos, wie sie im Buche stehen und alles andere, als mein Fall.

Der Plot war so schwach und wirr, dass Yuki schon bald das hübsche Näschen rümpfte. Gemeinsam schreiben wir nun diesen Verriss. Denn mehr kann man zu diesem Filmchen nicht sagen, das, in Sachen Frau und Lesbe, völlig daneben ist.

Emma, die als Kind ihren Vater mit Pistole sieht, Emma, die das Massaker an Mutter und Bruder nur traumatisiert überlebt, diese Emma ist danach so schwer gestört, dass sie nun lesbisch ist. Das ist Schwachsinn pur und das übliche Klischee.

Die versteckte Botschaft: lesbisch ist krank! Immer wieder gibt in Filmen es die „gestörte“ Lesbe, die unter Depressionen leidet. Normalität sieht wirklich anders aus. Auch eine Karate-Schule, deren Inhaberin sich in Emma verliebt. Warum und wann bleibt der Film schuldig. Es werden weiter Klischees bedient.

Auch in Sachen Kampfsport, von dem die Macher keine große Ahnng haben.  In einer Szene kickt die Leiterin der Schule gegen Kommissar 1 und wird von Kommissar 2 sofort und problemlos gestoppt. Schon hier habe ich tief Luft geholt und Elfchen den Kopf geschüttelt.

Fairerweise muss man dazu sagen, dass die Schwarzgurtträgerin nur etwas demonstrieren wollte. Der normale Zuschauer versteht das wieder nicht. Die Botschaft: Karate taugt nichts, wenn Frau das macht. Aber selbst bei körperlicher Überlegenheit von Mann, hätte der sie niemals so leicht überwältigen können.

Ich vermute, Drehbuchautor und Regisseur waren von so viel Frauenpower überwältigt und haben die schnell stoppen müssen. Trotzdem schmeckt die Szene bitter. Noch bitterer wird es, als die vorher so toughe Lesbe zur weinerlichen Witzfigur mutiert. Von einem Moment auf den anderen, ist sie ein hilfloses Frauchen. Sorry, liebe Filmemacher, das glaubt euch kein Mensch!

Noch unglaubhafter jene Szene, wenn sie den Revolver zeigt und sich wieder ohne jede Gegenwehr in den Polizeigriff nehmen lässt. Von zwei ach so tollen Supermännern. Das ist Quatsch, das ist Unsinn, das ist einfach nur dumm gemacht. Voh Selbstverteidigung hatten die Filmemacher keine Ahnung. Punkt!

Was mich dann richtig erboste: die Karate-Lehrerin rettet die Geliebte, schießt dabei versehentlich deren Vater an und erschießt dann dessen herbeieilende Geliebte. Einfach so, als habe sie das schon immer gemacht. Später gab es noch etwas Sex zu sehen. Also nach den Mord. Wir aber wollten gern abschalten bei diesem Müll.

Emma, die Schauspielerin Anna Drexler, tut sich ebenfalls schwer mit diesem Skript. Halbwegs kriegt sie die Kurve, aber wie hätte sie es besser machen können. Nur ihr Filmtod  war so völlig sinnlos und überflüssig, wie der ganze Film.

Aber dieser Tatort kam aus Bayern. Dort müssen Lesben offenbar noch immer Gestörte und Mörderinnen sein. Und das ist Schnee von vorvorgestern. Da warte ich lieber auf Filme mit Ulrike Folkerts. Auch, wenn die keine lesbische Kommissarin spielen darf, oder will.