Täglich nachgedacht: Das Spiel mit der Angst

Täglich nachgedacht: Das Spiel mit der Angst

Ein Virus geht um in Deutschland, das ungleich gefährlicher als „Corona“ ist. Dieses Virus ist alt und seit der Geburt der ersten Menschen existent. Sein Name ist Angst und es fordert täglich viele Opfer. „Angst essen Seele auf“, ist der Titel eines Films von Rainer Werner Fassbinder. Der Titel wird in diesen Tagen immer wieder gern zitiert, beschreibt er doch die neue Normalität in Deutschland.

Normal! Normal?

Wer oder was normal ist, wird vom herrschenden Narrativ bestimmt. Nach dem Narrativ der offenen Grenzen, hat es nun Corona auf den 1. Platz geschafft. Abstand, Hygiene und Alltagsmasken bestimmen das Leben der Menschen und tragen mehr und mehr zur Entmenschlichung bei. Aus Freunden werden Feinde, die Maske wird wechselweise zum Symbol der Freiheit oder Unterwerfung deklariert.

Es herrscht Krieg auf den Straßen. Schläger in Uniform vergreifen sich an wehrlosen Frauen und Behinderten, die anderer Meinung als der Mainstream sind. So geschehen am vergangenen Wochenende in Berlin. Die Bilder sprechen für sich. Steht Deutschland vor dem Bürgerkrieg? Gewalt ist keine Lösung. Wer dazu aufruft, der sollte sich vorher § 111 Strafgesetzbuch anschauen. Hinter Gittern schweigt es sich sonst besonders gut.

Let’s Play

Die neue Normalität als Spiel, so etwa scheinen manche zu denken. Aber das Leben ist kein Spiel. Leider haben das viele noch immer nicht erkannt. Politik und Medien „spielen“ im Auftrag der Finanz-Eliten mit der Bevölkerung. Die Grundlage ist der PCR-Test, der missbräuchlich eingesetzt wird.

Wer lesen kann und möchte, wem das Angstvirus noch nicht den Verstand zerfressen hat, der sollte sich den folgenden Beitrag plus Video gut ansehen:

Corona-Transition – Kary Mullins: Mit dem PCR-Verfahren kann man alles finden – in jedermann

Ergänzend dazu empfehle ich:

PCR – Eine kritische Betrachtung

Leider ist der Ersteller des Videos unvorsichtig und hat es bisher nur auf Youtube eingestellt. Die Gefahr der Löschung ist also stets vorhanden.

Abschließend noch ein Link zum Youtube-Kanal des österreichischen Psychiaters Dr. Raphael Bonelli, der auf seine Weise mit dem Spiel der Angst umgeht. Dr. Bonelli hat dieses Video geteilt, das ebenfalls sehenswert ist:

Corona & Angst – Das Spiel mit den absoluten Zahlen

Vielleicht helfen diese Videos und die Erklärungen all jenen weiter, die noch immer (falsch) positive PCR-Tests mit der Krankheit Covid-19 verwechseln. Abschließend noch der Hinweis auf einen Artikel von Boris Reitschuster, dessen journalistische Arbeit mir immer besser gefällt: Das Virus als Weg in die blühende globale Gesundheitswelt.

Wie immer gilt: Teilen, teilen, teilen! Vielleicht werden dann noch mehr Menschen wach.

Zum Teufel mit dem Himmel

Es gibt Tage an denen alles gelingt. Mein Kopf ist voller Ideen, die ich sofort verwirklichen muss. Ein neues Buch soll es werden, um die Euronen im Fluss zu halten. Beim Titel hadere ich noch. Aber wie klingt „Die Rückkehr der Superschnitte.“

Prompt wird mein Scheibfluss unterbrochen, mein Handy summt penetrant. „Ey hömma du Frau Dr. Landar“, säuselt mir eine bekannte Stimme ins japanische Ohr. „Teufelchen hier, ich hätte da mal ein Problem.“ Wer sich erinnern mag, Herrn Teufel habe ich schon persönlich getroffen und mit ihm den Himmel besucht.

Da oben war es durchaus lustig und der Teufel ein kleiner Star. Von wegen Stress und Streit! Als himmlischer Verwalter ist er der Chef für alle Ewigkeit. Aber heute klingt er betrübt. „Die haben mir meine Playstation abgenommen!“, erklärt er mir. Die, das sind die Erzengel, die immer alles regeln.

„Mensch Alder“, versuche ich ihn zu beruhigen, „nimm ihnen als Revanche den Heiligenschein weg!“ „Ey spinnste?“, faucht Teufelchen los. „Du kannst mich doch nicht menschlich machen! Hilfste mir jetzt, oder was? Du kannst doch Karate, das habe ich auf deinem Blog gelesen.“

„Soll ich die Engel etwa verprügeln?“, hake ich sofort nach. „Aber nein“, wehrt Teufelchen schnell ab. „Vielleicht so ein bisschen, das fände ich ganz toll. Die kann man aber besser mit Argumenten überzeugen. Und in der Kunst hast du doch mindestens den 10. Dan.“

„Ich habe keine Zeit“, wehre ich ab. „Mein neues Buch ist längst schon überfällig. „Och Frau Landar,“ bettelt er. „Wenn du mir hilfst zeige ich dir auch den streng geheimen Lesbenhimmel. Und ich mag ja viele Fehler haben, aber ein Versprechen habe ich noch nie gebrochen.“

Seufzend mache ich mich auf den Weg in den Heizungskeller. Klar, den Blick in den Lesbenhimmel lasse ich mir nicht entgehen. Teufelchen wartet unten schon auf mich. Sein Schmollmund spricht Bände. „Ist ja gut“, beruhige ich den Kleinen. Dann lass uns mal nach oben gehen.“

Die Reise ist ziemlich übersinnlich. Das muss man dem Teufel lassen, schnell zu sein, das hat er drauf. Mir fällt etwas ein, wie ich ihn aufmuntern kann. „Kennst du die neue TV-Serie „Lucifer?“ frage ich. Und schon geht in seinem Gesicht die Sonne auf.

„Also Frau Landar das sach ich dir, der Darsteller hat’s echt drauf!“, schwärmt Teufelchen. „Super gekleidet ist der immer. Nur wenn er sich verwandelt ist das doof. So sieht kein Teufel aus. Aber dieser coole britische Akzent. Splendid, as I would say!“

„Ist die Serie wenigstens halbwegs realistisch?“, will ich wissen. „Alles Käse Marke Hollywood“, wehrt Teufelchen ab. „Als ob ich wem irgendwelche Gefallen täte. Er lacht verschmitzt bei diesen Worten. „Aber wir sind da, lass uns später weiter reden.“

Im Bernsteinzimmer wartet schon das Erzengel Kabinett. Alles  würdige Gestalten, die keine Miene verziehen.“Ach nee“, sage ich und schaue mich um. „Hier ist das Teil also abgeblieben.“ Teufelchen grinst. „Ja“, sagt er. „Ich habe das Zimmer damals in Sicherheit gebracht.“

„Frau Landar“, höre ich eine sonore Stimme. Ein Engel steht auf und stellt sich mir als Gabriel vor. Zuständig für Wirtschaft und Finanzen. Ich stutze kurz. Ob der auf der Erde Verwandte hat? „Was können wir für Sie tun?“, fragt er mich. Und mein Auftritt im Himmel beginnt.

„Dem Kleinen sein Spielzeug wieder geben“, antworte ich. „Warum habt ihr das konfisziert?“ „Himmmelsregel 13, Absatz 7“, erwidert Gabriel und schaut ganz streng. „Spiele während der Dienstzeit sind ausgeschlossen.“

Ich schaue mir den Erzengel genauer an. Er sieht wirklich fast so aus, wie auf diversen Bildern. Nur die Flügel fehlen. Oder sind die einfach unsichtbar? Allerdings ist er weniger modisch gekleidet, als sein irdisches Pendant. Aber im Himmel ticken die Uhren immer anders.

„Kann es sein, dass ihr ein Problem mit Teufelchen habt?“, will ich wissen. „Immerhin hat ihn euer Chef zum Stellvertreter ernannt. Wie ich mittlerweile weiß, hat er noch nie etwas Böses getan. Und ihr schaut doch auch nur tatenlos zu, wenn auf der Erde Kriege herrschen.“

„Darum geht es nicht“, sagt ein anderer Engel. „Michael“, flüstert mir Teufelchen zu, „der Oberkrieger.“ „Der da macht schon immer was er will. Auf Regeln hat er stets gepfiffen. Wir dürfen richten, was er an Schabernack anstellt. Und sind wir doch mal ehrlich, ein Spiel mit dem Namen „Zum Teufel mit dem Himmel“ muss es doch nun wirklich nicht sein!“

Mit japanischer Disziplin verkneife ich mir ein Lachen. „Worum bitte geht es in dem Spiel?“, will ich wissen und ahne die Antwort schon. „Darum Engel zu schießen“, sagt Michael und schaut Teufelchen böse an. „Das ist so was wie Moorhuhn. Nur viel höllischer.“

„Das hast du mir aber verschwiegen“, sage ich zu meinem Begleiter. „Kein Wunder, dass die sauer auf dich sind. „Vor allem ist der Hersteller interessant“, höre ich Gabriel erzählen. „Es ist die Hells Bells GmbH & Co. KG, die Teufelchen selbst gegründet hat. In Panama versteht sich! Und nun raten Sie, wer der Chef dort ist!“

Fragend schau ich den Engel an, der sichtlich erbost zu sein scheint. „Das Schlitzohr hat seinen besten Kumpel Beelzebub eingesetzt. Den Sie gut kennen, wie mir zu Ohren gekommen ist. Nun muss ich doch kurz grinsen, als ich an das entsprechende Telefongespräch denke.

Aber zuerst muss ich mich um meinen Begleiter kümmern, der Anstalten macht im Boden zu versinken. Prompt packe ich ihn am Ohr. „Aua, das tut weh!“, jammert er. Von wegen Superpower, Teufelchen ist auch nur ein großes Kind. „Okay, ich gebe es zu“, sagt er, „ich habe das verbrochen. Aber nur, weil die Spießer hier oben so langweilig sind!“

Plötzlich grinst er triumphierend. „Außerdem sind die total neidisch, dass ich schon Level 666 erreicht habe und sie noch nicht mal bei Level 100 sind.“ „Weil er geschummelt hat“, ergänzt Michael. „Er benutzt einen höllischen Hack.“

„Hinzu kommt noch ein anderes Problem“, sagt Gabriel. „Als himmlischer Finanzminister muss ich die Rechnungen bezahlen. Und es geht nun mal nicht an, dass wir uns nun noch um seine Schulden kümmern. Der Himmel finanziert die Hölle, wo kämen wir da hin?“

Streng schaue ich Teufelchen ins höllische Lausbubengesicht. „Hast du dazu was zu sagen?“, will ich wissen. Verlegen tritt er auf der Stelle und seufzt dann abgrundtief. „Also meine Firma, die ist leider schon pleite. Ob du mich da mal beraten kannst?“

Teufel und Engel schauen mich an. „Ihr Schlitzohren!“, sage ich, als ich die Wahrheit ahne. „Ihr wollt, dass ich euch die Bücher mache!“ „Das wäre lieb“, höre ich im Chor. „Über die Belohnung haben wir ja schon gesprochen“, fügt Teufelchen hinzu. „Und wenn du magst gibt es als Bonus noch etwas Biestigkeit.“

„Lucifer auf DVD wäre mir lieber“, erwidere ich. „Und kannst du schon was zu den neuen Sherlock Folgen sagen?“ Teufelchen grinst frech und nickt. „Wir haben einen Deal, Frau Landar“, sagt er und will mir die Hand darauf geben.

„Nee“, erwidere ich und lache. „Ich habe je nun wirklich keine Angst, aber mit dir schließe ich lieber keinen Pakt. Du kannst das gern mit Buddha regeln, wenn du dich traust. Nur haben seine Worte etwas mehr Gewicht.“

 ENDE

Wen die Vorgeschichte interessiert darf sich gern darüber informieren, wie ich damals auf Herrn Teufel traf. Und mit Petrus habe ich auch schon telefoniert.

Zur Hölle mit mir – Interview mit Herrn Teufel

Warum Gott (nicht!) gegen die Homo-Ehe ist

Ein bisschen Bi schadet nie!

Dass Lesben keine Heiligen sind, haben bestimmt viele meiner LeserInnen gewusst. Und dass wir durchaus Vorurteile haben, ist ebenfalls ein alter Hut. Der folgende Artikel ist keine Diskriminierung von Bisexuellen. Er soll der Aufklärung dienen und zeigen, welche Probleme es zwischen Bi-Girls und Lesben geben kann.

„Sexuelle Orientierung ist angeboren“, haben Wissenschaftler gesagt. Auch, dass die meisten Menschen vermutlich bisexuell sind. Aber stimmt das so, kann Frau das so einfach sagen? Auffällig für mich ist der Fokus vieler Frauen auf den Penis. Wird hier Sex mit Liebe verwechselt? Braucht Frau die paar Zentimeter Mann? Und wie ist das mit Lesben und Bi-Girls wirklich? Macht hier die Liebe Sinn?

Es gibt durchaus Frauen, die (noch nicht operierte) transsexuelle Partnerinnen haben. Theoretisch funktioniert deren Penis noch. Fraglich nur, ob Frau ihn einsetzen wird. Lesben im klassischen Sinn sind beide nicht. Für mich ist diese Konstellation ebenfalls „Bi.“ Alles gut, wenn es Liebe ist.

Aber ich muss das genauer wissen und rufe meine Mädels zusammen. Hier nun, was sie zu sagen haben.
„Bi-Frauen sind mir suspekt“, lässt mich Rachel wissen.“
„Hast du Angst verlassen zu werden?“, frage ich. „Oder ist es Biphobie?“
Rachel lacht herzlich. „Mich verlassen? Nie!“, sagt sie überzeugt. „Aber wer spielen will, ist bei mir falsch.“
Und damit kommen wir genau zu dem Punkt, den viel Lesben zeigen, spricht man sie auf Bisexuelle an.

Ähnlich äußern sich auch Ilka und Amelie. Beide waren schon intim mit Männern. Die wenigsten Lesben wussten von Beginn an was sie sind.
„Meiner Erfahrung nach wirst du irgendwann einfach verlassen“, erzählt Amelie. „Oder nach einem Dreier mit Mann gefragt.“
Den Punkt kann ich bestätigen, diese Offerten gab es auch bei mir.
„Aber sind Lesben nicht intolerant und diskriminieren andere Frauen, wenn sie keine Bisexuelle als Partnerinnen wollen?“, bohre ich weiter. „Liebe ist doch für alle da.“ „Liebe schon“, erklärt mir Linda. „Aber ich bin kein Versuchsobjekt.“

(Frau Dr.) Karin (Sommer) stößt ins gleiche Horn. Meine beste Freundin war schon immer „straight.“
„Ich kann mit Menschen nichts anfangen, die sich ihrer selbst unsicher sind“, sagt sie mir. „All dieses Rumgemache, dieses taumeln von Bett zu Bett finde ich daneben. Die meisten Bi-Frauen spielen nur und wollen letztlich doch den Penis.“
„Aber ein Strapon täte es doch auch bei denen“, necke ich sie und wackele mit dem Po. „Stell dir das nur bildlich vor, wie du sie hart von hinten …“
Empörte Blicke aus der Runde, wie kannst du nur, Mayumi!

Yukis kleine Hand verschließt meinen Mund und spielerisch beiße ich in ihre Finger.
„Technisch gesehen bin ich auch bisexuell“, erklärt Elfchen und haut mir auf den Po. „Zumindest bin ich es gewesen.“
„Aber heute stehst du auf Straponspiele“, nuschele ich in ihre Hand, was für Gelächter in der Frauenrunde sorgt.
„Ja sicher, Dicke“, kontert Yuki ungerührt. „Du hast meine Stöße doch genossen.“
Vertauschte Rollen. Elfchen spielt das Biest. Humor, wie wir ihn mögen.

„Was mir immer wieder auffällt sind Flirtversuche von sogenannten „Heten“, fährt sie fort. „Mein Gaydar ist nicht so besonders, aber das bekomme ich locker mit. Bevor ich Mayumi kannte, habe ich schon gern und heftig geflirtet. Aber viele Frauen scheuen den letzten Schritt. Küssen geht oft, das machen Mädels.“

„Was meinst du mit sogenannten Heten?“, will ich wissen. Wobei ich die Antwort lange kenne. „Na, die Neugierigen“, erwidert Yuki. „Die, die alle Bi-Frauen in Verruf bringen.“ „Spielerinnen also“, stelle ich trocken fest. „Und dann gibt’s da noch jene Frauchen, die für ihren Kerl Lesben rekrutieren. Oder besser Frauen, die zumindest lesbisch tun.“

„Viele Bi-Girls bedienen ein Klischee, das vor allem Mann falsch versteht“, meint Eva. „Die meisten Kerle nehmen Homosexualität nicht ernst. Nur wenns um den eigenen Hintern geht zicken sie. Aber zwei Frauen im Bett finden sie geil. Einige Bi-Mädels vermitteln Männern ein falsches Bild von Lesben. Und diese billigen Fake-Pornos auch!“
Das kann ich unterschreiben, Lesben haben keinen Sex mit Mann.

„Ich hatte schon einige Freundinnen, die sich selbst als Hete sehen“, fährt Eva fort und zwinkert. „Ich finde es immer schade, wenn Frauen nicht zu ihrer Neigung stehen.“ „Ist klar, du nimmst sie alle mit“, necke ich sie und flüchte, als Eva mich zum Spaß kitzeln will. „Wie waren deine Erfahrungen?“, will ich wissen, als wir wieder friedlich sind. „Durchaus positiv“, sagt Eva. „Du musst nur wissen, dass du ein Risiko eingehst.“

„Du denkst also, dass alle Bi-Frauen sofort mit den nächstbesten Kerl ins Bett hüpfen?“, bohre ich weiter. Eva schnauft und die Runde feixt. Mayumi in Reinkultur, als Advocatus Diaboli. „Nee, so funktioniert Bisexualität nicht“, erklärt Eva weiter. „Vielleicht sollten wir Ela fragen. Die hat ja öfter was mit Mann.“ Michaela, von Eva kurz Ela genannt, ist ihre Freundin, Kumpelin, Geliebte. Die beiden sind seit Jahren eng befreundet, aber so richtig klappt es nie. Phasen innigster Zweisamkeit folgt immer wieder eine Eiszeit. Dann hat Ela was mit Mann.

Aber nicht alle Frauen handeln so. Liebe ist Liebe, die kennt nun mal kein Geschlecht. Und ich kenne einige Fälle von Bi-Girls, die glücklich mit ihrer „Lesbe“ sind. Die Meinung vieler, dass sie beim Anblick des nächstbesten Mannes mit diesem ins Bett hüpfe, ist so falsch wie dumm. So funktioniert die Liebe nicht.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass es durchaus Grenzen in der Liebe gibt. Das hat diese kleine Umfrage deutlich gezeigt. Ich selbst mag jeden Menschen, der mich und mein Leben respektiert. Am liebsten mag ich meine Elfe. Aber das habt ihr bestimmt schon längst gewusst.

 

Warum ich (k)ein Kind sein will!

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen, für Kinder ist die Welt spannend und bunt. Aber Kinder haben auch den Wunsch erwachsen zu sein.
Ich war gern Kind, Erwachsene fand ich komisch. Klar, da waren meine Eltern, diverse Tanten und Onkel. Aber Familie und Freunde zählen nicht.
Es gibt Menschen die trauern ihrer verlorenen Jugend hinterher. Ihr Leben dreht sich stets im Kreis. Immer nur ein Blick zurück.
Kinderzeit, verlorenes Glück?

Für manche Menschen scheint die Zeit zu rasen, hiflos sehen sie dem Uhrenzeiger zu. Und die Sekunden ticken, das Leben zieht vorbei.
„Ach und könnt‘ ich doch nur ein einz’ges Mal die Uhren rückwärts dreh’n“, hat Wolfsheim einst gesungen.
Aber ganz ehrlich, warum sollte man das tun? Das Leben spielt im Hier und Jetzt und nie im Gestern.  Kinder, das sind die anderen. Aber Kinder sind auch wir. Tief in unserem Inneren lebt das ewige Kind, jenes unbeschwerte Glück.
Mag jemand mit mir lachen?

„Denn wie viel von dem, was ich heute weiß, hätt‘ ich lieber nie geseh’n“, heißt es bei Wolfsheim.
Und schon flüchtet der Mensch in (s)eine eigene Welt, vielleicht sogar in eine Depression.
Aber was schließt uns von der Welt der Kinder eigentlich aus, warum können Erwachsene sie nicht sehen? Die Logik, der Verstand tötet oft das Spiel. Und unsere Herzen werden kalt.
Das Feuer der Jugend macht der Weisheit des Alters Platz. Träume verpuffen und bleiben nur noch Träume.
Ich habe das immer anders gesehen.

Als Kind war ich anders, als andere Kinder. Viel disziplinierter, aber auch unglaublich wild.
Und dann wieder verträumt im Reich der Bücher. Geschichten, ach wie wunderbar.
Mir lief die Zeit niemals davon, ich habe immer intensiv gelebt. Und das in meiner bunten Welt, im zauberhaften Feenreich.
Aber auch Feen müssen manchmal kämpfen. Genau das habe ich dann auch getan. Ich habe meine Welt verteidigt, mich und mein kleines Herz geschützt.
Feuer und Eis, beides ist in meiner Seele.

Meine Kindheit war behütet. Aber die eigentliche Wächterin war ich. Ich habe jeden Tag genossen. Intensiv und voller Mädchenglück.
Musik, Poesie und auch Karate, haben einen besonderen Menschen geformt. Und der Zen-Buddhismus hat ein übriges getan.
Es waren immer spannende Tage und keiner war ein Klischee. Statt den Regen zu meiden bin ich lieber in Pfützen gehüpft.
Angst hatten immer nur die anderen. Der Angst lache ich fröhlich ins Gesicht.
Unbeschwerte Jugend, unbeschwertes Glück.

Das Kind in mir ist stets lebendig und das wird niemals anders sein. Aber dieses Kind hat manchmal Pause. Und doch gibt es immer den Weg zurück.
Vielen Menschen gelingt das nicht. Sie entfernen sich von ihrer Kinderseele. Ich habe die meine immer behütet, wie einen kostbaren Schatz gehegt.
Geholfen dabei haben mir auch andere Menschen. Oder besser gesagt haben sie mich unterstützt.
Der wichtigste Mensch ist dabei meine Elfe. Obwohl erwachsen, ist sie auch ein großes Kind.
Vielleicht ist das eins der Geheimnisse unserer Liebe: wir nehmen uns an, wie wir sind.
Ändern wollen uns immer nur die anderen.

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen, für Kinder ist die Welt aufregend und bunt. Aber Kinder haben auch den Wunsch erwachsen zu sein.
Ich bin gern erwachsen und ich bin noch immer gern ein Kind. Kein Widerspruch, nur mein Weg zu leben.
Und genau das ist der ganze Trick. Zu leben und nicht zu warten bis die flüchtige Zeit vergeht.
„Immer vorwärts, Schritt um Schritt es gibt keinen Weg zurück“, singt Wolfsheim und das Kind in mir schüttelt leicht den Kopf.
Es gibt immer einen Weg zurück! Mag ihn jemand mit mir gehen?

Die Liebe ist kein Spiel

Eigentlich bin ich ein toleranter Mensch und respektiere die Meinung anderer. Aber das war nicht immer so in meinem noch recht jungen Leben. Trotz japanischer Eltern, Meditation und Philosophie, kannte ich oft nur Schwarz und Weiß. Besonders krass war das bei Freundinnen, die plötzlich nicht mehr lesbisch waren. Auch, wenn ich heute der Meinung bin, dass Bisexualität nichts verwerfliches ist, so habe ich mit radikalen Aussteigern doch ein Problem. Denn meist wenden sich diese Leute nicht einfach nur von der LGBT-Community ab, sie bekämpfen ehemalge FreundInnen auch noch bis aufs Blut.

Es gibt immer wieder krasse Beispiele von Menschen, die nun für die „andere Seite“ sind. Vor einigen Jahren etwa den Exodus-Chef John Paulk. Der „geheilte“ und mit einer „Ex-Lesbe“ verheiratete Vorsitzende der damals weltweit größten Ex-Gay-Bewegung wurde dann aber in einer Schwulenbar erwischt, in der er heimlich Männer treffen wollte. Exodus hat im Jahr 2013 aufgegeben, nachdem sich die Gruppe zunehmend lächerlich machte und immer mehr Mitglieder als (noch immer) homosexuell geoutet wurden, oder sie in Richtung anderer Bewegungen verließen.

Was treibt nun Menschen dazu an, sich gegen ihre sexuelle Orientierung auszusprechen? Ist es wirklich nur die Liebe eines anderen Menschen, der sie zu diesem Schritt zwingt? So ganz kann ich nicht an diese These glauben. Auch, wenn ich mittlerweile eine erklärte Befürworterin, der Liebe unter allen Menschen bin. Der Schritt zurück in die Normalität mag für viele einfach nur ein Ausweg sein, um der Ächtung durch Freunde und Familie zu entgehen. Im noch weitestgehend homophoben Asien gehen Lesben und Schwule oft Scheinehen ein und haben sogar durch künstliche Befruchtung entstandene Kinder. Alles nur, um den schönen Schein zu wahren.

Oft mag es auch der neue Hetero-Partner und Homo-Hasser sein, der nun seinerseits die totale Abkehr von der Szene fordert. Und so werden aus glühenden LGBT-Verfechtern oft wutschäumende Gegner, die kein gutes Haar an ehemaligen Freunden lassen. Im Fall von Chloe – siehe „Die falsche Lesbe Teil 1 – 3“ bin ich mir noch immer nicht sicher, was in sie gefahren war. Von Ulrike weiß ich, dass Chloe wie ausgewechselt ist und kein Vergleich zu früher mehr. Und genau ihr Verhalten bringt mich zu einem Punkt, der immer wieder zur Sprache kommt: Die Rückkehr von Ex-Lesben und Ex-Schwulen in ihre alte Welt.

Ich kenne etliche Fälle, die genau so abgelaufen sind. Lesbische Frau trifft auf Mann, bekommt ihr Wunschkind und verlässt ihn nach einiger Zeit für eine Frau. Mit Kind versteht sich. Die Frage stellt sich nun, ob das nur ein Spiel war, oder ob es jemals wirkliche Gefühle für den Mann gegeben hat. Beantworten kann ich die Frage nicht. Nur Vermutungen äußern. Ein Teil dieser Menschen kann sich nicht für einen Partner entscheiden. Hin und her gerissen taumeln sie von einem ins nächste Bett. Von Frau zu Mann und wieder zurück. Das sind die Unsicheren, die nicht mit sich im Reinen sind.

Andere haben einfach ihren Spaß und verlieben sich in Frau oder Mann. Nicht „und“, das ist der kleine Unterschied. Denn diese Menschen gibt es auch. Sie haben ganz bewusst Affären mit beiden Geschlechtern, oder sogar Ménage-à-trois. Das ist alles nicht verwerflich und in vielerlei Hinsicht normal. Wobei ich dieses Wechselspiel für mich kategorisch ausschließe. Ein weiterer Teil dieser Menschen ist unglücklich. Sie haben vielleicht einen liebenden Partner gefunden, sehnen sich aber zutiefst nach dem anderen Geschlecht. Viele werden früher oder später wieder in die Arme der LGBT-Gemeinde eilen.

„Ich stehe auf Männer, aber ich liebe Frauen“, hat eine Bekannte einst gesagt. Sie hat viele Frauenherzen gebrochen wegen ihrer Penissucht. Liebe ist anders, das war sexuelle Gier. Hardcore-Lesben lehnen diese Springer ab und vermeiden jeglichen Kontakt. Sie trauen den Reumütigen nicht sonderlich und wollen nicht (erneut) verlassen werden. Und ich kann sie gut verstehen. Liebe ist unendlich, aber sie ist kein Spiel.

Meine Frau, das (un)bekannte Wesen

Ingar Bergmans Film „Szenen einer Ehe“ ist ein Klassiker. Für mich sind solche Filme stets interessant, gewähren sie mir doch zumindest filmisch Einblick in eine Welt, die ich nicht kenne und nur schwer verstehe. Auf der Fahrt zur Uni fiel mir der Titel ein, als wir ein heftig streitendes Paar am Straßenrand bemerkten. Spontan habe ich mit meiner Frau ein Interview geführt. Da sie heute den Toyota fährt, hatte sie keine Chance und ich konnte in Ruhe tippen.

„Sag, bist du eigentlich glücklich?“
Yukis sanfter Blick ließ mein Herz schneller schlagen.
„Du bist doof,“ sagte sie und schaltete in den nächsten Gang.
„Ich weiß,“ erwiderte ich mit breitem Grinsen. „Jetzt sag halt, bist du glücklich? Und warum? Ich will meinen Lesern doch …“
„Morgen erstelle ich meinen eigenen Blog,“ kündigte Yuki an, ohne auf meine Frage einzugehen.
„Wieso das denn jetzt?“
„Na da blamiere ich dich dann und verrate allen, dass du nicht kochen kannst.“
„Hey, wohl kann ich kochen!“
„Ach ja? Und warum muss ich dir dann immer helfen?“
„Weil du das gern machst?“
Yuki schwieg, konnte aber ihr elfenhaftes Lachen nicht verbergen.
„Ich wollte dich doch interviewen,“ begann ich erneut.
Yuki verdrehte die Augen.
„Schreib doch einfach die Wahrheit,“ sagte sie. „Du weißt doch wie ich denke und fühle.“
„Ja, aber das macht keinen Spaß! Ich mag deine Worte hören. Bitte!“
„Ich liebe dich,“ sagte Yuki. „Schreib das doch.“
„Du bist doof,“ sagt ich und klappte den Laptop zu. „Ich rede jetzt nicht mehr mit dir.“
„Wie lange willst du das aushalten?“
„Mindestens … ach menno!“
Yuki warf mir einen Kuss zu. „Was kochen wir heute?“
„Du meinst was ich koche!“
„Seit wann kannst du kochen?“
„Ich koche gleich vor Wut!“

In diesem Stil ging es die ganze Fahrt weiter. Außenstehende wittern nun vielleicht die erste Ehekrise. Für uns ist das lediglich ein Spiel. Es gibt kein Thema über das wir nicht reden können. Und manchmal schweigen wir auch und schauen uns nur an. Diese kleinen Wortgefechte mögen für Viele nun befremdlich wirken. Aber sie sind ein wichtiger Teil unseres Lebens. Ebenso wie das gemeinsame Kochen, Sport, oder ein Spaziergang in der Natur. Aber bei aller Nähe haben wir doch jede ihren eigenen Kopf. Und gegen Yukis sanfte Argumente gewinne ich längst nicht immer. Und das ist auch gut so.

An der Uni angekommen standen uns die Tränen in den Augen vor Lachen. Ich schnappte nach Luft und griff nach Yukis Hand.
„Ich bin glücklich,“ sagte ich bevor wir zur Vorlesung gingen. „Was würde ich nur ohne dich machen?“
„Verhungern!“

Ist dieses (un)bekannte Wesen nicht allerliebst? 😀