Homophobes Deutschland: Lesben sind Mütter zweiter Klasse

Deutschland lebt noch in der Steinzeit, was Regenbogenfamilien angeht. Das dürfen wir bei der Planung zum Wunschkind erleben. Obwohl ich Yuki als meine Frau bezeichne, wird das vom Gesetz her anders gesehen. Gleiches gilt für Kinder. Im Fall von Yukis Schwangerschaft, wird sie die leibliche Mutter sein. Ich habe erst einmal keinerlei Rechte.

Dank Ken wäre ich zwar die Großcousine, aber für ein Sorgerecht ist das unerheblich. Ich muss eine Stiefkindadoption beantragen, die vom Jugendamt und Familiengericht genauestens geprüft werden wird. Und wie in den meisten Fällen (absichtlich) verzögert. Es kann bis zu 1 1/2 Jahre dauern bis eine Entscheidung getroffen wird.

Ein Grund, der ein Schlag ins Gesicht für jede nicht biologische Mutter ist, das Neugeborene soll sich an die andere Partnerin gewöhnen. Ein klarer Fall von Diskriminierung. Und die Stiefkindadoption ist ohnehin der falsche Weg.

Muffig-konservative Kreise, die sich auf des Kindes Wohl berufen, verhindern bisher eine völlige Gleichstellung von homosexuellen Paaren und den damit verbundenen Eintrag zweier Mütter in die Geburtsurkunde. Aber sind zwei Frauen schlechte Eltern? Es gibt eine Menge Regenbogenfamilien in ganz Deutschland, die das genaue Gegenteil beweisen.

Unsere Eltern sind fassungslos, als wir ihnen die rechtliche Situation erläutern. In einigen europäischen Staaten sieht das anders aus. Vielleicht sollten wir besser in Holland leben, so schwer ist die Sprache nicht. Selbst das erzkatholische Spanien hat schon vor Jahren die Wende geschafft. Nur (mein) Deutschland bleibt in Teilen homophob.