Götterdämmerung

Düstere Schatten

vor der Sonne Angesicht

Götterdämmerung

Wohin nur führt die Reise

In der Ferne strahlt ein Licht

 

Bild: pixabay

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Der Mann, der Zatoichi war

Es mutet vielleicht seltsam an, wenn ich über „Mann“ und „Liebe“ spreche. Aber ich „liebe“, im Sinn von mögen, so einige männliche Schauspieler. Shintaro Katsu, The Rock und Vin Diesel gehören dazu.

Und an den Schauspieler und Sänger Shintaro Katsu, den ich durch meinen Vater kennenlernte, möchte ich heute erinnern. Shintaro Katsu war ein Allroundtalent. Und als Schauspieler, in der Rolle des Zatoichi, ist er bis heute unerreicht.

Um Irrtümern vorzubeugen, er und niemand sonst, hat die Figur des blinden Masseurs erfunden. Dramaturgisch umgesetzt hat sie zu Beginn der Serie der Autor Kan Shimozawa. Shintaro Katsu – japanisch Katsu (Katz) Shintaro, hat Zatoichi von 1962 bis 1989 gespielt und ihm für immer Leben eingehaucht.

Zatoichi ist ein Yakuza (Verbrecher) und eine tragische Figur. Herzensgut und niemals böse, stolpert er blind durch die altjapanische Welt. Er ist zum Teil Clown, Detektiv und ein Meister des Schwertes und benutzt eine spezielle Form des Iaijutsu, die Kunst das Schwert zu ziehen und in der gleichen Bewegung zu töten. Wie er kämpft ist pure Fiktion. Das hätte real niemals funktioniert.

Aber im Film ist Zatoichi fast unüberwindlich. Er tötet schneller, als die Feinde glauben. Und er vollbringt Kunststücke, die einzigartig sind. Auffällig dabei immer Katsus Humor, der mich oft zum Lachen reizte.

Zatoichi hat einen ausgeprägten Sinn für Gerechtigkeit. Und so mancher Yakuza-Boss bezahlt das mit dem Leben, wenn er den blinden Masseur hintergehen will. So nebenbei rettet Zatoichi dann hilflose Frauen und Kinder. Und das macht er gut.

Wer genauer hinschaut, wird auch die Botschaft der Filme erkennen, die Shintaro Katsu versteckt oder offen transportiert. Ich habe alle seine Filme und die TV-Serie gesehen. Mein Vater hat die komplette Sammlung.

Vielleicht kennt jemand jene Zatoichi Filme, die nach Katsus Tod entstanden sind. Die meisten davon sind kaum der Rede wert. Für mich wird Zatoichi immer wie Shintaro Katsu aussehen. Das war die Rolle seines Lebens.

Privat war er höchst umstritten und kam mehrfach mit dem Gesetz in Konflikt. Auch von einer Liebschaft neben seiner Ehe ist die Rede. Was seiner Leistung keinen Abbruch tut, aber durchaus enttäuschend für viele ist.

Als Erinnerung oder als kleiner Vorgeschmack auf die Filme, ein Link zum Titelsong. Gesungen von Katsu selbst. Unter dem Video gibt es eine englische Übersetzung, die recht gut gelungen ist.

Zwei Begriffe in dem Lied möchte ich erklären. Mit „Otento-san“, ist die Sonne gemeint. Jizo ist ein Schutzgott und Begleiter der Seelen ins Jenseits und wird in Form eines kahlköpfigen Mönchs dargestellt. Man findet diese Statue an allen möglichen und unmöglichen Orten.

 

The Need for Speed

Geschwindigkeit ist keine Hexerei. Und das in allen Lebenslagen. Geschwindigkeit ist stets das Ergebnis harter Arbeit. Und wenn es nur die Kolben sind. Aber um Motoren und Autos dtehen sich diese Zeilen weniger. Auch, wenn sie Teil meines Lebens sind.

Es gibt Menschen, die immer auf der Überholspur fahren. Egal wo sie sind, egal was sie auch machen. Ohne Sinn und Verstand legen sie los und kommen irgendwie an. Und das war nie mein Ding. Zum Überholen gehört für mich eine Rennlizenz. Aufs Leben übertragen sind das Diplome. Aber selbst die machen noch nicht schnell.

Was vielen Menschen fehlt, ist der unbedingte Wille zu siegen. Und das entsprechende Talent. Mein absoluter Wille hat mich immer schon nach vorn gebracht. Egal ob im Karate, oder in der Schule, ich wollte stets die Beste sein. Das aber nie auf Kosten anderer Menschen und nie mit absoluter Verbissenheit.

Mein Weg durchs Leben war immer von Spaß geprägt. Die nüchterne Ernsthaftigkeit vieler Menschen, geht mir fast völlig ab. Nur wenn ich wirklich möchte, so wird bei mir die Logik regieren. Dann werde ich zum „eiskalten Engel“, der andere dominiert. Und das wollt ihr nicht wirklich sehen.

Nun ist es nicht so, dass ich ungebremst durchs Leben brause. Selbst ich muss mich an gewisse Regeln halten. Und ohne Treibstoff bleibt auch mein Turbo kalt. Mit Autos verglichen sind Yuki und ich Kleinwagen und Sportcoupe. Wobei, seit sie mich kennt, nun auch ihre Karosse schneller fährt. Und ich trete manchmal auf die Bremse. Damit meine Elfe mir folgen kann. Und gemeinsam fährt es sich viel besser.

Aber Geschwindigkeit ist für mich so wichtig, wie für andere das tägliche Brot. Nur nach wirklich langen Nächten, ist meine Elfe vor mir wach. Und mit wenig Schlaf stottert dann auch mein Motor. Aber als Kind des Sommers starte ich bei Sonne richtig durch. Heute war ich bereits im Z unterwegs, den ich nicht mehr missen möchte.

Selten hat mich ein Wagen derart begeistert, wie dieser Porsche Abfangjäger. Nur der GT-R war noch eine Spur besser. Aber selbst eine Turbobiene wie ich, muss auf dem Boden bleiben. Mein Entschluss steht daher fest, der Auris wird noch dieses Jahr dem Z weichen. Und Geld ist nicht das Problem. Frau gönnt sich ja sonst nichts.

In Sachen Unternehmensberatung läuft es auch sehr gut. Mein Konzept trägt erste Früchte, die von mir betreute Firma schwimmt sich langsam frei. Zahlen können so einfach sein, wenn man Konsequenzen zieht. Zu verdanken habe ich den Job Graf Werner, bei dem wir vor einigen Wochen zu Gast gewesen sind. Aus den bekannten Gründen wird es darüber vorerst keinen Artikel geben.

Eine zweite Firma aus dem Norden, hat mittlerweile angefragt. Wieder auf Vermittlung des Grafen, dem ich dafür dankbar bin. Mir macht es großen Spaß nun mein BWL so völlig anders einzusetzen. Kreativ, ungewöhnlich und schnell. Ich zaubere Ideen und Vorschläge aus der Hosentasche, die dort offenbar im Dutzend liegen, in Wirklichkeit aber auch das Ergebnis meines Studiums sind.

The Need for Speed wird mich hoffentlich auch weiterhin begleiten und mein Leben interessanter machen. Gemächlich fahren nur die anderen. Und nun muss ich weiter, Liebe tanken. Damit mein Sommer nie zu Ende geht.