Psychopathen braucht das Land

Psychopathen braucht das Land

Im Jahr 2023 werden 8 Milliarden Menschen auf der Erde leben. Zumindest wenn man von den bisherigen Rechnungen ausgeht. Die Corona (Test)Pandemie, die Verabreichung von experimentellen Medikamenten, deren Langezeit Nebenwirkungen völlig unbekannt sind, könnte diese Zahl aber drastisch nach unten senken. Aber Corona soll nur ein Nebenthema sein. Heute geht es um Psychopathen.

Sie sind unter uns

1% der Weltbevölkerung sind das, was man in der Wissenschaft als Psychopathen bezeichnet. 1% klingt nach wenigen, aber 1% macht bei 8 Milliarden Menschen, die Zahl von 80 Millionen aus, was quasi der Bevölkerung Deutschlands entspricht. Diese Aussage soll keinesfalls implizieren, dass alle Deutschen Psychopathen sind. Die Häufigkeit solcher Menschen ist jedoch in einer hochtechnisierten Gesellschaft höher, als bei indigenen oder autochthonen Völkern.

In verschiedenen Studien wird noch eine andere Zahl genannt, die den einen oder anderen hellhörig machen sollte. Im Management von Firmen, so heißt es dort, würden 2 – 6% dieser Psychopathen sitzen. An dieser Stelle mache ich eine kurze Pause, damit sich jeder diese Zahl verinnerlichen kann. Die Chance auf solche Psychopathen treffen, ist also im Arbeitsalltag relativ hoch. Ersetzt man Manager durch Politiker, die auch nichts anderes als Manager sind, kann eine gewisse Übelkeit entstehen.

Missverstanden

Hollywood, TV und Medien, habe das Bild eines Psychopathen geschaffen, der völlig unrealistisch ist. In Filmen sind Psychopathen hochintelligente Superschurken, was völliger Blödsinn ist. Ja, kriminelle Psychopathen begehen oft (Serien)Morde, der Doktortitel ist reine Fantasie. Der Manager, der Politiker kann ihn durchaus haben. Allerdings bringt der im Normalfall keine Menschen um. Aber Moment, da gab es doch einen Herrn Hitler!

Hitler war nach der Meinung von Hans-Joachim Neumann, einem erfahrenen Hals-Nasen-Ohrenarzt und ausgewiesenen Medizin-Historiker, sowie Hendrik Eberle, der an der Universität Halle Zeitgeschichte lehrt, kein klassischer Psychopath. Dass er eine (größen)wahnsinnige Politik verfolgte, ist allerdings unbestritten. Gleiches gilt auch für Stalin und andere totalitäre Führer, wie sie auch in Japan zu finden waren.

Erkennt sie

Kriminelle Psychopathen haben nach Ansicht von Wissenschaftlern einen eher durchschnittlichen Intellekt. Manche sind sogar ausgesprochen dumm. Ein Serienmörder, der sich nach begangener Tat eine Flasche Bier aus dem Kühlschrank des Opfers gönnt oder die Tatwaffe zurücklässt, ist Fakt und keine Theorie. Clevere Psychopathen gehen in die Politik oder Wirtschaft. Dort leben und handeln sie meist unerkannt.

Psychopathen mit Kriminellen gleichzusetzen ist falsch. Aber die Fehlentscheidungen in der weltweiten Finanzpolitik, der zum Teil globale Irrsinn, könnten durchaus seinen Ursprung in den Entscheidungen von Psychopathen haben. Wie erkennt man nun Psychopathen, egal ob sie Serienmörder oder Top-Manager sind? Der kleinste gemeinsame Nenner ist die flache Gefühlswelt solcher Menschen, keine echt empfundene Empathie und kein auf emotionaler Ebene funktionierendes Gewissen.

Reaktionen

Psychopathen reagieren anders auf optische Reize, als der „normale Mensch.“ Gewaltszenen im Fernsehen oder der Wetterbericht lösen bei Psychopathen die gleichen Reize aus: So gut wie keine. Mit Psychopathen über Gefühle zu sprechen habe in etwa den gleichen Sinn, wie einem von Geburt an Blinden vom blauen Himmel zu erzählen, ist die Ansicht eines Profilers der Polizei.

Werde der Blinde später gefragt welche Farbe der Himmel habe, würde er natürlich „Blau“ sagen. Auch der Psychopath kann lernen über Gefühle zu sprechen. Er könne die wahre Bedeutung von Freude oder Trauer jedoch nicht verstehen, so der Experte. Trauer für einen Psychopathen, der Gefühle nachahmen will, ist zum Beispiel keinen Kaffee im Haus zu haben. Deutlicher kann die psychische Störung kaum werden.

Unterschiede

Gewaltaffine, aber „dumme“ Psychopathen, Serienmörder, Vergewaltiger, sind nur eine Kategorie. Für sie, die nie bei irgendetwas erfolgreich waren, weder im Beruf noch bei Frauen oder Männern, ist die Tat und / oder die Waffe in der Hand, das Symbol ihrer Macht über andere. Das intelligente Pendant des dummen Psychopathen geht anders vor.

Der intelligente Psychopath hatte schon immer Erfolg, er sieht vielleicht gut aus und stammt aus „besseren Verhältnissen.“ Dieser Typus lebt lange oder sogar für immer unerkannt unter anderen. Zum Teil führt er große Unternehmen oder sitzt im Vorstand einer Bank. Ein Donald Trump, den viele gern als „Irren“ ansehen, ist im Gegensatz zu wirklichen Psychopathen lediglich ein Narzisst.

Symptome

Psychopathen sind trickreiche und außerordentlich sprachgewandte Blender mit oberflächlichem Charme und einem erheblich übersteigerten Selbstwertgefühl, um nur einige der mindestens zwanzig Symptome zu nennen. Sie lügen ohne Grund und manipulieren andere und werden keinerlei Gewissensbisse empfinden. Wer nun den einen oder anderen (deutschen) Politiker im Auge hat, kann das gern machen. Ein großer Teil davon ist wirklich nicht mehr ganz normal.

Angeblich psychisch gestörte ausländische Mörder / Terroristen seien meist voll schuldfähig, so der Profiler. Um Unruhe in der Bevölkerung zu vermeiden, werden sie vom Staat geschützt und für „verrückt“ erklärt. Aber sie wissen genau was sie tun. Rastlosigkeit, schnell aufkommende Langeweile, schnell wechselnde Partner, sind weitere Symptome von Psychopathen. Allerdings seien die einzelnen Eigenschaften nicht bei jedem gleich stark ausgeprägt. Der notorische Lügner bleibt vielleicht für immer beim gleichen Partner, habe aber wechselnde Affären.

Wehret den Anfängen

Wer auf sich und sein Gegenüber achtet, wer selbst ein reiches Gefühlsleben hat, wird Psychopathen schnell erkennen. Einfache Fragen „Was ist Liebe / Was ist Trauer“ entlarven sie sehr schnell. Aber während der psychopathische Serienmörder irgendwann hinter Gittern landet, ist das bei Managern weitaus schwieriger. Die wissen meist genau wie weit sie gehen können, ohne als Kriminelle zu gelten. Bei einigen (deutschen) Politikern bin ich mir nicht mehr so sicher.

Wenn der Stalker kommt

Wenn der Stalker kommt

„Stalking, juristisch Nachstellung, ist das willentliche und wiederholte Verfolgen oder Belästigen einer Person, deren physische oder psychische Unversehrtheit dadurch unmittelbar, mittelbar oder langfristig bedroht und geschädigt werden kann. Stalking ist in vielen Staaten ein Straftatbestand und Thema kriminologischer und psychologischer Untersuchungen.“ (Quelle Wikipedia)“

Nicht erst seit es das Internet gibt sind Frauen, natürlich auch Männer, vom sogenannten Stalking betroffen. Allerdings nutzen Stalker häufiger die digitale Welt, um ihren Opfern nachzustellen. Der Trend geht zur E-Mail oder zur Whats-App-Nachricht, während es früher nur Anrufe waren. Wikipedia schreibt dazu: „Cyberstalking oder Cyber-Mobbing bezeichnet die Belästigung und das beharrliche Nachstellen einer Person unter Anwendung und Zuhilfenahme von modernen technischen Hilfsmitteln wie Handy oder Internet.“

Die Nacht des Jägers

Wer sich als Frau im Internet outet, hat also eine große Chance verfolgt zu werden. Laut Polizeistatistik kennen die Betroffenen in 75% der Fälle die stalkende Person. 80 % der Opfer sind Frauen. Warum Mann sich Frau als Opfer wählt ist einfach zu erklären. Oft handelt es sich um gekränkte Eitelkeit nach einer gescheiterten Beziehung, oder den krankhaften Wunsch, die Frau erst für sich zu gewinnen. Aber auch Frauen stalken. Allerdings ist dort oft Rache ein Motiv, wenn Mann sie hat sitzen lassen.

Während ein Stalking-Opfer im Internet also noch relativ sicher ist, zumindest soweit es die körperliche Unversehrtheit betrifft, sieht das außerhalb des Netzes anders aus. Dort kann es durchaus zu regelmäßigen Kontakten mit dem Stalker kommen, der natürlich (nicht!) rein zufällig auf sein Opfer trifft. In beiden Fällen können Frauen verletzt werden und Angst empfinden, was vollkommen verständlich ist. Das hat auch der deutsche Gesetzgeber nach langen Jahren des Schweigens begriffen und Stalking unter Strafe gestellt.

Stalking in der Rechtsprechung

Im Strafgesetzbuch wird Stalking, sprich Nachstellung, nach Paragraph 238 (§ 238 StGB) bestraft. Unter dem Begriff „Nachstellung“ werden sämtliche sich wiederholende Verhaltensweisen verstanden, die in die Lebensgestaltung des Betroffenen eingreifen. Einzelne Verhaltensweisen werden dabei unterschiedlich sanktioniert und sind einzeln im Strafgesetzbuch aufgeführt. Typische strafbare Verhaltensweisen können sein: Beleidigung § 185 StGB, Hausfriedensbruch § 123 StGB, Körperverletzung § 223 StGB, Bedrohung § 241 StGB, Nötigung § 240 StGB, Verleumdung § 187 StGB. Lücken, die in den genannten Gesetzen nicht geregelt sind, sollen durch den § 238 StGB geschlossen werden. (Quelle: Jura.org)

Laut Zona (1993) ist Stalking als ein obsessives und anormal langes Muster von Bedrohungen durch Belästigung zu sehen, das sich gegen ein bestimmtes Individuum gerichtet. Den oft psychisch kranken Täter schrecken Gesetze und Strafen kaum ab. Er kann die Tragweite seines Handelns nicht mehr erkennen, was ihn für die Betroffenen brandgefährlich macht. Dabei geht es weniger um ausgeübte körperliche Gewalt. Auch durch die wiederholte, willentliche Verfolgung und Belästigung wird die psychische Unversehrtheit des Opfers geschädigt oder bedroht.

Welche Art Mann

Die folgenden Tätertypen beruhen auf der Forschungsarbeit von Paul E. Mullen, Michael Pathé und Rosemary Purcell und gelten als die gängigsten Stalkertypologien:

1. Der zurückgewiesene Stalker
2. Der ärgerliche/wütende Stalker
3. Der Intimität begehrende Stalker
4. Der inkompetente Verehrer
5. Der räuberische/habgierige Stalker

Anderen, mit welcher Absicht auch immer nachzustellen, ist unentschuldbar. Zwar sind alle aufgeführten Tätertypen gefährlich, ein besonderes Augenmerk gilt es auf den krankhaften oder erotomanen, morbiden Stalker zu richten. Er legt es darauf an Dominanz und Kontrolle zu erlangen und ist zumeist eine psychopathische Persönlichkeit. Dabei ist ihm vor allem im Internet jedes Mittel recht. Die Verbreitung von Lügen, Gerüchten oder Verleumdungen gehört zum Alltag dieser Menschen.

Auf Computerbetrug.de findet sich der Hinweis, dass in jüngster Zeit beim Cyberstalking eine gewisse Professionalisierung festzustellen sei. Wörtlich heißt es: „Die Täter betreiben ihr sozialschädliches Handwerk, um Menschen aus rein geschäftlichen Interessen heraus zu schaden – oder werden von Dritten dafür bezahlt, um Konkurrenten oder andere unliebsame Menschen einzuschüchtern.“

Wenn der Stalker kommt

Während meiner Jahre im Internet durfte auch ich mich schon an mehreren männlichen, durchaus auch rassistischen Stalkern erfreuen, die meist Sex und / oder Aufmerksamkeit von mir wollten. Das geht ja mal überhaupt nicht, dass Frauen lesbisch sind. Da muss der Herr mit dem Prügel kommen, um es der Lesbe kräftig zu besorgen. Mit dieser von mir abgemilderten Wortwahl, hat sich mir vor einiger Zeit sinngemäß ein Stalker vorgestellt, der einen krankhaften Hass auf lesbische Frauen hatte. In mehreren ellenlangen Kommentaren hat er mich wütend beschimpft und sich im letzten Absatz als Opfer einer verschmähten Liebe dargestellt. Kurz: Seine Frau ließ sich scheiden und forderte Unterhalt. Ich habe den Unsinn kommentarlos gelöscht und den „Besorger“ ignoriert.

Ein anderer hat auf meine Auto-Beiträge reagiert und mich wochenlang mit Kommentaren beglückt. Der Tenor war immer, dass er mich bei einem Autorennen „zersägen“, also bei einem Straßenrennen schlagen wolle. Die Polizei hat nach meinem Hinweis, den ohne TÜV-Zulassung getunten Boliden stillgelegt. Blöd ihn auf einer Webseite mit erkennbarem Nummernschild zu bewerben. Aber es gab auch scheinbar harmlose Kontaktversuche, die trotzdem unter Stalking fallen. So hat mich vor Jahren ein Leser meines Blogs mehrfach um Hilfe bei der Selbstverteidigung gebeten. Ich habe ihm ein gutes Dojo genannt und mit Tipps geholfen. Aus reiner Dankbarkeit, ich bitte die Ironie zu beachten, bot er mir ein kostenloses (Profi)Fotoshooting an. Nackt versteht sich und mit ebenfalls nackter Elfe im Arm. Die Intention dahinter war offensichtlich. Das hat er so lange versucht, bis ich seine E-Mail sperrte. Womit ich zum Kern meines Beitrags komme, der Gegenwehr.

Wehrt euch!

Sich als Frau gegen Mann zu wehren ist oft schwer, wenn körperliche Gewalt eine Rolle spielt. Auch psychisch fangen Frauen an zu zittern, wenn der nächste Kommentar eines Stalkers auf ihrer Web-Präsenz erscheint. Betreiber wie Facebook oder Twitter helfen Betroffenen wenig, oft genug bleiben die Opfer mit ihrer Angst allein. Nun habe ich keinerlei Probleme mich einem Stalker zu stellen. Ich kämpfe nun mal für mein Leben gern. Meist aber lösche und blockiere ich Stalker, nur ab und an werfe ich ihnen ein Stöckchen hin, das sie  auch willig benutzen.

Genau dieses Vorgehen sollten andere Frauen und Männer unbedingt vermeiden! Ihr seid nicht ich, ihr könnt weder (Wort)Aikido noch Karate. Ignoriert Stalker im Internet, aber sichert die Beweise. Geht nicht auf Kontaktversuche ein, bietet ihnen keine Möglichkeit euch mental zu verletzen. Blockieren ist einfach und ab dafür. Die Polizei wird sich bei einer Anzeige ebenfalls über gesicherte Beweise freuen. Weitere Handlungsmöglichkeiten finden sich z. B. hier: KLICK MICH

Fazit: Keine Angst zu zeigen, dem Stalker keine Möglichkeit zum Kontakt zu bieten, ihn vielleicht sogar bloßstellen und die Behörden zu informieren, können Maßnahmen zur Selbsthilfe sein. Trotzdem ist Vorsicht geboten, Psychopathen sind zu allem fähig. Ihre Obsession lässt sie aber oft Fehler machen, die es auszunutzen gilt.

 

Beitragsbild: Pixabay