Die Flüchtlingsindustrie

Das Wort Migration ist kein neues Wort. Migration, im Sinn von Völkerwanderung, hat es immer schon gegeben. Es waren eben diese Migranten, die dem Römischen Imperium den Untergang brachten. Aber das war vor vielen hundert Jahren und hatte einen anderen Hintergrund. Das Wort Migration im 21. Jahrhundert muss kritischer betrachtet werden.

„Aus queerfeministisch-marxistischer Perspektive – [KLICK] – sei Migration inhärent schädlich“, schreibt Jenny Künkel. „Das System Migration wird durch Rassismus, Sexismus und Kapitalismus hervorgebracht“, heißt es weiter. Und da hat Frau Künkel recht. Bemerkenswert ist ihre Kritik an den Linken. Gemeint ist damit aber keine Partei.

Jenny Künkel: „Die Liberalisierung der Migrationsgesetzgebung in den letzten Jahren führte zu einem Anwachsen von Menschenhandel, mehr toten Flüchtlingen im Mittelmeer und Armutsmigration.“ Das mag im ersten Moment schockierend klingen, wie kann ein gut gemeintes Asylgesetz schädlich sein?

Europa, aber eigentlich alle wohlhabenden Staaten dieser Welt, erleben schon seit Jahren einen Anstieg der Armutsmigration. Während sich z. B. Australien mit Kanonenbooten abschottet und Flüchtlinge nach Nauru, Papua-Neuguinea oder der Weihnachtsinsel abschiebt, sind Europas Grenzen so löchrig wie ein Stück Schweizer Käse.

Dazu beigetragen hat auch der klare Rechtsbruch der deutschen Bundeskanzlerin, die 2015 endgültig zur Despotin avancierte. Ihre (unbedachten) Worte, haben mit zu den katastrophalen Zuständen geführt. Es mag seltsam klingen und im ersten Moment paradox, aber Gewinner sind nicht die Migranten. Klar, die bekommen nun Geld vom Wohlfahrtsstaat. Aber noch mehr Geld bekommen die Schleuser.

Ja, hier geht es um jene Hintermänner, die Menschen erst in die Schlauchboote setzen. Irgendwoher müssen Flüchtlinge die bekommen. Irgendwer hat sie auch zum Mittelmeer gebracht. Die Presse verkauft uns gern Bilder von Müttern und ihren Kindern, die einen beschwerlichen Fußweg über tausend Kilometer hatten. Über die eingesetzen Busse und LKW schweigen sie. Die darf es für die Öffentlichkeit nicht geben.

Laut Presseberichten habe jeder Flüchtling Geld an Schleuser bezahlt. Von vier- bis fünfstelligen Summen ist oft die Rede. Angeblich sollen die günstigsten Mittelmeerpassagen etwa 1.000 Euro pro Person kosten. Die Frage stellt sich, wer hat so viel Geld? Dazu muss man sich vor Augen halten, was solche Summen in Afrika bedeuten. Damit lebt eine Familie dort lange und gut.

Ein Widerspruch zur These der gut verdienenden Schleuser? Flüchtling ist nicht gleich Flüchtling. Und mit Sicherheit fließt sehr viel Geld. Aber es wird auch von dubiosen Hintermännern gezahlt, um junge Frauen nach Europa zu bringen. Die Bordelle warten, der moderne Menschenhandel hat schon lange begonnen.

Vielleicht stimmen die Berichte. Vielleicht ist es auch wahr wenn Afrikaner berichten, dass sie die Überfahrt mit selbst geschürften Diamanten bezahlen. Aber es bleiben Zweifel an solchen Berichten, die man immer kritisch sehen sollte. Nicht über alles wird berichtet. Und damit macht sich auch die Presse zum Flüchtlingshelfer.

Geschwiegen wird auch über (Massen)Vergewaltigungen, denen viele Frauen auf der Flucht ausgesetzt sind. Von ihren eigenen Glaubensbrüdern. Und die haben schon die koptischen Christen ins Meer geworfen. Niemand kann mit Bestimmtheit sagen, wer im Hintergrund der Migration verdient. Sich an kruden Theorien zu beteiligen macht wenig Sinn.

Aber die Schleuser gibt es und ein Phänomen, das die Menschen im Westen gern übersehen: den Menschenhandel. So meldet die Europäische Polizeibehörde (Europol), dass 10.000 alleinreisende Flüchtlingskinder verschwunden sind. Und das sollte jedem Flüchtlingshelfer zu denken geben. Aber längst hat sich auch in Deutschland eine regelrechte Industrie um Migranten gebildet, die kräftig verdienen will.

Hotel- und Pensionsbesitzer sind nur zwei Beispiele jener Profiteure, die Flüchtlinge als Einnahmequelle entdeckt haben. Nun einen pauschalen Rundumschlag zu landen ist falsch. Aber wo (viel) Geld fließt, wird es immer Missbrauch geben. So auch bei den verschwundenen Kindern und jenen Frauen, die zur Prositution gezwungen worden sind. Während der Flucht und danach.

Auch in Deutschland verkaufen Politik und Presse der Öffentlichkeit gern, wie Flüchtlinge zukünftig in den Arbeitsmarkt integriert werden sollen. Sogar von einer Absenkung des Mindestlohns ist die Rede. Und schon sollten bei jedem logisch denkenden Deutschen die Alarmsignale schrillen.

Wer billige, migrantische Dienstleistungen in Deutschland nachfragt, wird zum Helfer eines tödlichen Migrationssystems“, schreibt Jenny Künkel. „Die Nachfrage muss strafbar werden! Es ist ein Skandal, dass linke Kreise die Gewalt in der Migration seit Jahrzehnten leugnen.“ Meine Hochachtung, Frau Künkel. Solche Worte hat man lange vermisst.

Das reiche Europa, die USA und Teile Asiens müssen zwingend umdenken lernen. Millionen von Migranten aufzunehmen bringt nur für wenige Gewinn. Viele Migranten werden auch in ihrer neuen Heimat im Elend leben. Sie stattdessen ihrer alten Heimat nicht zu berauben, keine Waffen mehr an Diktatoren zu liefern, wäre ein erster Schritt. Aber dazu muss sich die ganze Welt einig sein.

Der Kampf gegen die Ursachen der Migration, gegen die Schleuer, ist die Herausforderung unserer Zeit. Wir alle, die wir im Wohlstand leben, uns in gut gefüllten Supermärkten heimisch fühlen, können dabei helfen. Vorausgesetzt wir haben die richtigen VolksvertreterInnen, die Steuergelder richtig nutzen. Und deren Politik mit einer Stimme spricht. Gegen Rassismus, gegen Fremdbestimmung durch Russland oder die USA.

Die Frau, die Deutschland hasste

„Nach der Wahl, ist vor der Wahl“, heißt es. Gleiches gilt für Kandidaten. Auch die haben die Wahl gehabt und mächtig falsch gelegen. Noch am Sonntagabend, haben Parteigrößen von CDU und SPD ihre Verluste schöngeredet. Von Umdenken kann bisher keine Rede sein.

Die Grande Dame Merkel gibt sich weiter uneinsichtig und ihre Buben nicken. Was sonst sollten sie auch tun? Gelähmt und ängstlich ducken sie sich vor einer Frau, die schon lange mit zwei Zungen spricht. Sie, die offene Grenzen möchte, profitiert letztlich von neu erbauten Zäunen.

Weniger Flüchtlinge heißt weniger AfD, so vermutlich eine Überlegung der Kanzlerin. Immer wieder richten Presse und Politik den Blick auf diese „bösen Rechten“, die weiter Erfolge feiern. Aber sie tun nichts, um sie zu stoppen und liefern ihnen weiter Munition.

Was Merkel & Co. scheinbar nicht begreifen, die AfD ist nur das Symptom einer sich verändernden Gesellschaft. Viele bisher unpolitische Deutsche, haben sich zum Wahllokal aufgerafft und Merkel eine schallende Ohrfeige verpasst. Die aber schweigt dazu und wird lieber ihre Landeskandidaten opfern, als ihre Fehler zu gestehen.

Aber die CDU hat fertig, um es salopp zu sagen. Das große Problem: die Alternative(n)! Nein, nicht die AfD! Die muss nun beweisen, dass sie demokratisch handeln kann und überzeugende Oppositionsarbeit in den Landtagen leisten. Was fehlt, ist ein Gegenstück zur Übermutti.

Gregor Gysi von den Linken und vielleicht noch Sahra Wagenknecht, hatten und haben das Potenzial. Aber der Stallgeruch der SED, wird die Linken stets verfolgen. Und ihr Schulterschluss mit Extremisten von der Antifa.

Seehofers CSU hätten viele Deutsche gewählt, so es sie denn bundesweit gäbe. Aber Seehofer ist ein Feigling, das war er immer schon. Außer heißem Wind aus München, gibt er niemals viel. Dabei ist die Verfassungsklage gegen Merkels Politik fertig. Aber er traut sich nicht sie einzureichen.

Merkel und ihre Buben machen also weiter. Und die erneut gescheiterte Klöckner geht wieder in die Oppostion. Ob sie da noch lange bleibt muss sich noch zeigen. Immerhin kann sie hübsch lächeln. Das hat sie als Weinkönigin gelernt.

Man muss keine Psychologin sein um zu erkennen, dass Merkel etwas gegen Deutschland hat. Das Land und seine Menschen sind ihr egal. Sie sieht sich vermutlich in vollem Größenwahn schon als Europas letzte Hoffnung. Und danach rettet sie noch die ganze Welt.

Was sie dabei übersieht sind Menschen, die ihre Basis abfackeln werden. Die Deutschen lassen sich Muttis Tun nicht länger gefallen. Dabei geht es weniger um die AfD. Der Protest gegen Merkel, gegen alle Etablierten wächst und wird sich weiter und auch anderswo entladen.

Allen, die nun entsetzt auf das Wahlergebnis der AfD schauen, kann ich nur wärmstens empfehlen endlich aufzuwachen. Diese Misere haben wir Merkel zu verdanken und einer gescheiterten und unfähigen neo-liberalen Politik. Wer die weiter unterstützt wird mit dafür sorgen, dass die AfD 2017 im Bundestag sitzt.

Bei der AfD vom „Braunen Sumpf“ zu sprechen, ist so dumm wie falsch. Die Wahlanalysen werden zeigen, wer die Alternativen wählte. Es sind auch jene Unzufriedenen, die genug vom einheitlichen Parteienbrei haben. Das Bild von Merkels roter Jacke und Gabriels schwarzem Anzug sollte Bände sprechen.

Sind wir ehrlich, worin unterscheiden sich die Parteien noch? Wo sind Größen wie Brandt, Schmidt und Wehner, die eine SPD in Deutschlands Herzen brachten. Der fett gewordene Gabriel taumelt irgendwo in der Mitte umher und wildert verzweifelt im CDU Revier.

Wenn es den etablierten Parteien gelänge, die Menschen wieder von sich zu überzeugen, ihnen Perspektiven anzubieten, die Sorgen der Bevölkerung ernst zu nehmen und darauf eingehen würde, die AfD wäre ganz schnell weg.

Stattdessen regiert die Große Koaltion gegen das Volk. Weil Mutti das so will. Bzw. die deutsche Wirtschaft und die Arbeitgeberverbände, die dann doch die Produktion in andere Länder bringen.

Wenn die Grenzen fallen – Ein Kommentar zum Schießbefehl der AfD

Die AfD hat es geschafft, wieder spricht ganz Deutschland über sie. Ganz Deutschland, oder doch nur jene Populisten, die nach einigen Gläsern Bier die Welt verändern können? In einem Interview soll Frauke Petry, die Vorsitzende der AfD gesagt haben, dass man illegal über die Grenze kommende Flüchtlinge zur Not mit Waffengewalt stoppen solle.

Und schon kommen unsere Volksvertreter aus der Deckung und wittern Morgenluft. Sigmar Gabriel ruft laut nach dem Verfassungsschutz und auch der klägliche Rest der Parteigrößen zeigt sich entsetzt. Die Hetzpresse triumphiert und schlachtet den Satz genüsslich aus. Endlich, ja endlich zeige die AfD ihr wahres Gesicht. Aber ist das wirklich so?

Die AfD ist mir suspekt, das war sie immer schon. Außer dem Thema Flüchtlingen, hat die Partei wenig anzubieten. Und doch liegt sie nach Umfragen zur Zeit bei 15 Prozent. Ein klares Signal in Richtung Berlin, ein klares Signal für Angela Merkel. Aber unsere Kanzlerin schweigt. Ja, das schafft sie.

„Er (der Bundespolizist) muss den illegalen Grenzübertritt verhindern, notfalls auch von der Schusswaffe Gebrauch machen. So steht es im Gesetz.“, hat Frauke Petry im Original gesagt. Vollständig nachzulesen hier: [KLICK MICH, ODER LASS ES].

Um es klar zu sagen, der Einsatz von Schusswaffen ist kein Mittel über dass es sich zu sprechen lohnt. Und die wenigsten Flüchtlinge sind kriminell. Aber dass wir eine klare Obergrenze brauchen sehen mittlerweile die meisten in Deutschland so.

Ich glaube auch nicht, dass Frau Petry, oder Frau von Storch wirklich Waffen gegen Flüchtlinge einsetzen wollen. Diese Aussagen zielen eindeutig auf jene Wähler ab, die ein „starkes und reines Deutschland“ wollen. Ich gehe soweit von Kalkül zu sprechen. Die Frauen wissen was sie tun.

Die (linke) Presse weiß das auch. Vereint stemmt man sich nun gegen die neuen Rechten und schreibt sie in den Boden dieser Republik. Dass dabei bewusst falsch zitiert wird und Aussagen aus dem Zusammenhang gerissen werden, ist den Schreiberlingen egal.

Das ist Brandstiftung, um es klar zu sagen. Und kein bisschen besser, als die Worte der AfD-Vorsitzenden. Guter Journalismus sieht anders aus. Aber es ist Wahlkampf und Politikern samt der Presse fast jedes Mittel recht.

 

 

Köln und die Folgen – Teil 2: Extreme

Apropos Extremisten. Ich werde stets hellhörig, wenn dieses Wort erscheint. Und als Japanerin, Lesbe und Feministin bin ich ein erklärtes Ziel der Rechten, aber im Gegensatz zur Mehrheit der Bevölkerung nicht auf einem Auge blind. Linke Hetze, die ich schon seit Jahren erlebe, ist kaum besser, als Rechtsparolen. Komisch nur, dass die Presse Straftaten von Linksfaschisten gern verschweigt.

Vom „Braunen Sumpf“ wird gern geredet und von der „Islamistischen Gefahr.“ Nach Erkenntnissen des Verfassungsschutzes leben in Deutschland 7.500 gewaltbereite Linksextremisten. Nur hat die keiner im Visier. Ich halte diese Zahl für geschönt, um die Massen zu beruhigen. Da klingt mehr als 10.000 gewaltbereite Rechtsextremisten gleich viel besser. Und um das Zahlenspiel zu vollenden, wir haben auch 1.100 gewaltbereite Islamisten. Alles in allem zu viel Gewalt.

Die Freiheit von Frauen und ihre mühsam erkämpften Rechte sind in Köln einmal mehr gezielt mit Füßen getreten worden. Wie greifst du ein Land an, das scheinbar übermächtig ist? Du verbreitest Terror und Furcht bei denen, die sich schlechter wehren können. Du schaffst ein Klima der Angst und Unsicherheit. Genau das haben diese Männer getan. In wessen Auftrag, wird noch zu klären sein.

Aber Köln & Co. war nicht nur ein gezielter Angriff auf die Freiheit von Frauen, Köln & Co. geht jeden etwas an! In dieser Nacht ist die Freiheit jedes Bundesbürgers mit Füßen getreten worden. Egal, ob Kind, Frau, oder Mann. Wir alle sind in dieser Nacht zum Opfer geworden. Auch die wirklichen Kriegsflüchtlinge aus Syrien und Afghanistan. Vor allem die. Wer schützt die eigentlich, muss man sich wirklich fragen.

Die wahren Täter dieser Nacht wird man vermutlich niemals fassen. Die paar Hansel, die nun festgenommen werden, sind nur ein schlechtes Alibi. Liberale RichterInnen werden sie milde behandeln. Kollektivstrafen sind ohnehin unbekannt. Die Angriffe gegen die Frauen waren durchdacht. Eine Frau in Panik um ihr Leben, wird sich an keinen Einzeltäter erinnern.

Köln war geplant. Schon lange. Auch der „Aufstand“ in anderen Städten. Ich habe solche Übergriffe schon vor Wochen befürchtet, aber die Größenordnung unterschätzt. Was uns die Presse nun zögerlich präsentiert, ist nur ein Teil der Wahrheit. Und diese Presse trägt eine große Schuld! Sie hat sich dem Diktat von Politik und Geld gebeugt.

Aber wer braucht schon die Wahrheit, wenn die Auflage stimmt. Klar, die Mutter mit zwei Kindern, die aus Syrien flieht, kommt immer an. Vor allem in Fernsehen, damit die Hilfsbereitschaft wächst. Dass sie auf ihrer Reise mehrfach vergewaltigt worden ist, wird verschwiegen. Vergewaltigt von menschlichen Tieren, für die alle Frauen nur Freiwild sind.

Die Täter nun einfach nur in den Reihen von Flüchtlingen zu suchen, ist so falsch wie dumm. Nicht die Soldaten, die Offiziere gilt es (symbolisch!) auszuschalten, um einer alten Kriegsweisheit zu folgen. Dabei muss man den Blick auch auf die Politiker richten. Aber die Täter in Berlin, Brüssel und Washington wird man niemals richten. Und Moskau ist sowieso stets fern.

Der entlassende Polizeipräsident von Köln, ist nur ein Bauernopfer. Die wahren Schuldigen sitzen in der Regierung von NRW. Und diese Masse der Vertuscher und Lügner zieht sich wie ein roter Faden quer durch die ganze Republik. Die gespielte Betroffenheit der wahren Verursacher von Köln, wird schnell dem Alltag weichen. Aber bald sind Landtagswahlen. Ob dann etwas passiert?

Köln war nicht der Anfang. Den Anfang hat nicht mal Frau Merkel gemacht. Aber sie trägt die Mitschuld an Köln. Sie regiert, sie befiehlt. Alle anderen folgen. Ihre lächerlichen Auftritte und Parolen sollen nur vertuschen, dass sie nichts zu sagen hat. Die Frau ist am Ende und hangelt sich von Tag zu Tag. Die Leidtragenden sind wir. Alle!

Deutschland muss ein Beispiel setzen und endlich die muffige Trägheit beenden, mit der dieses Land sich seit Jahren lähmt. Jedem, den es nach Deutschland zieht, sollte bewusst sein, dass es hier andere Gesetze und Werte gibt. Massive Aufklärung tut Not. Wer deutsche Gesetze nicht respektiert, oder dagegen verstößt, muss Deutschland verlassen. Anerkannter Flüchtling, oder nicht.

Bei vielen Straftätern mit Migrationshintergrund, ist Abschiebung kein Problem. Die meisten stammen nicht aus Kriegsgebieten. Entsprechende Gesetze sind durchaus vorhanden. Eine Verschärfung der Abschiebepraxis wäre angebracht. Vielleicht werden Gesetze jetzt endlich angewandt. Wenn nicht, werden Frauen in Zukunft vielleicht mit Pfefferspray und Schlagstock zur Arbeit gehen. Und in „Oberüberunterhausen“, werden Flüchtlingsheime brennen. Wo bitte leben wir, muss ich mich fragen. Ist das noch mein Deutschland, oder eine Bananenrepublik.

Wenn wir schon bei den Gesetzen sind, welches Gesetz schützt uns eigentlich vor Menschen wie Frau Merkel. Darüber sollten wir uns alle Gedanken machen. Aber dazu sind wir zu bequem. Angriffe gegen Frauen, gegen die Freiheit aller Menschen, das betrifft nur „die anderen.“ Im eigenen „Heim“ wird schon nichts passieren. Und die anderen, die wohnen bekanntlich immer nebenan.

Wenn die Gespenster kommen

Halloween ist vorbei, aber noch immer gehen Gespenster in Deutschland um. Ihre Namen sind Angst, Hass und Lüge. Die drei Gesellen wissen um ihre Stärke und bringen den blanken Horror mit. Ängstlich ducken sich die Menschen, die wie das sprichwörtliche Kaninchen wirken. Die Schlangen sitzen in Brüssel und Berlin. Aber die giftigste Otter ist Amerika.

Ein kluger Mensch hat einst das Wort Angst so definiert. „Konkrete und vor allem reaktive Angst sei einer der überlebensnotwendigen Grundaffekte“, hat er gesagt. „Angst sei gegenstandsbezogen und solle besser als Furcht bezeichnet werden. Angst entstehe aus einer Notwendigkeit heraus und verlange eine Reaktion.“

Der westliche Mensch hat „eigentlich“ keinen Grund Angst zu empfinden. Und Gespenster gibt es nur im Film. Aber „eigentlich“ ist so ein furchtbar böses Wort. Das Leben im Westen ist geordnet, die Menschen haben (meist) Arbeit und Geld. Nur noch selten bedroht die Natur ihre Existenz. Also sucht man nach einem Grund sich zu fürchten.

Die (geschürte) Angst löst Funken aus, die sich rasend schnell verbreiten. Die Reaktion auf Angst ist da. Der Mann im Spiegel spricht halbherzig vom neuen Faschismus. Nur um zu erklären, wer ihn entstehen ließ und warum. Die Kritik der reinen Vernunft sieht anders aus.

Apropos Vernunft! Wenn die Angst kommt, geht die Vernunft. Das wissen die Gespenster, deren Worte laut wie Explosionen sind. Erschüttert steht der Mensch vor solcher Grausamkeit. „Mein Haus, mein Boot, man will sie mir nehmen!“ Perfekt haben die Gespenster ihren Auftritt inszeniert. Sie benutzen (zum manipulieren) die Massenmedien.

Aber das Haus ist alt und die Wände brüchig. Und das Boot schon lange voll … Wasser und kurz vorm Untergang. Zeit, um sich von alten Zöpfen zu trennen. Neue Mauern braucht das Land! Damit in schönem Glanze, die Nation neu entsteht.

Eine kleine Schar Aufrechter wehrt sich tapfer gegen die Gespenster. Ein Katzenbuch-Autor hat geistige Blähungen, beim untauglichen Versuch ironisch zu sein. Ein Mann vom Bach pinkelt in eben jenen. Nichtsahnend, dass dort schon wer drinnen steht. Der so besudelte wehrt sich mit Schlamm und ruft zur Schlacht. „Ach Kinder, morgen wirds was geben!“

Gegeben hat es dann die Nazi-Keule, die seit vielen Jahren ein probates Mittel ist. Denn der ist „Rechts“, der (s)eine Meinung laut vertritt. So die absurde Definition in diesem (unfreien) Land. „Achtung! Die Augen Rechts! Im Gleischritt Marsch!“ Komisch nur, dass es „Links, zwo, drei, vier“, heißt.

Moralische (Schein)Empörung soll wieder nur vertuschen, dass die Mächtigen die schlimmsten Angstmacher sind. Brandstifter, Schlangen, deren (Doppel)Moral die Masse quält. Die Gespenster aber lachen im Takt ihrer Schritte, die Saat der Angst wächst mit.

Deutschland ist zur Angstgesellschaft mutiert. Vorbei die Zeit der großen Helden. Und auch Goethe ist schon tot. (Von der Politik gesteuerte) Schlechte Nachrichten kriechen in des Menschen Seele. Schwächelnder (T)Euro, bankrottes Griechenland und nun auch noch die (gesteuerte) Flüchtlingskrise.

Menschen werden bewusst in Angst versetzt. Um sie zu leiten, wie eine Herde Hammel. Während die Massen weiter strömen weiß ein Abgeordneter Rat. Er fordert die „Dienstpflicht“ für alle Jugendlichen, das berühmte soziale Jahr. Alternativ darf es auch wieder die Bundeswehr sein. Zur Sicherung der deutschen Grenze. In Passau und nicht am Hindukusch.

Bühne der Eitelkeiten

Es ist Premierenabend im Theater. Weltbühne hat es der Gründer einst genannt. Vorzugsweise Dramen spielt man hier.
Der Intendant betritt die Bühne, das Publikum wartet schon gespannt.
„Guten Abend meine Damen, guten Abend meine Herren!“, ruft er und lächelt in die Runde. „Mein Name ist Brown Thrasher Mockingbird. Ich habe heute Abend die große Ehre ein besonderes Glanzstück der Schauspielkunst zu präsentieren. Die Weltpresse hat schon im Vorfeld darüber berichtet. Und vermutlich sind Sie deshalb alle hier.“
Er macht eine kurze Pause und schaut in erwartungsvolle Gesichter.

„Unser Stück trägt den klangvollen Namen Selbstdarstellung und Eitelkeiten“, fährt er fort. „Wir werden die ungeschminkte Wahrheit präsentieren. Die Autoren haben lange daran geschrieben. Und glauben Sie mir, es war nicht leicht! Die richtigen Darsteller zu finden hat Jahre gedauert. Aber nun ist es soweit. Vorhang auf und Bühne frei für „The Worlds finest Drama Queens.“

Verschmitzt lächelnd verlässt der Intendant die Bühne und die Schauspieler treten auf. Sie sind alle mehr oder weniger nackt, ein mittlerer Skandal bahnt sich an.
Pressevertreter schießen sofort Fotos. Ein Hängebusen auf der Titelseite verkauft sich immer gut.

Die Zuschauer sind schnell wieder versöhnt, als das launige Spiel der Damen beginnt. Mit- und gegeneinander tragen sie ihre Zeilen vor. Die entblößten Körper sind schnell vergessen, die nackte Seele tritt ins Rampenlicht. Und was wird den Zuschauern nicht alles geboten! Einblicke in die Abgründe menschlicher Tiefen, Ausblicke auf einstürzende Neubauten und andere Abrissbirnen. Und den einen oder anderen Apfelpo.

„Freundinnen müsste man sein“, rezitiert eine Rothaarige und wendet sich an ihre dunkelhaarige Nachbarin. „Sag, wie geht’s eigentlich deinem Göttergatten? Geht er immer noch mit seiner Sekretärin fremd?“
„Nicht mehr, seit du gekündigt hast“, gibt die Angsprochene mit zuckersüßem Lächeln zurück. „Er hat jetzt einen Sekretär.“
„Ach er ist jetzt schwul?“, flötet die Rote und lacht. „Besonders standhaft war er ja nie. Das liegt vielleicht auch an seinem Alter. Junge Kerle können einfach mehr.“
„Der Sekretär ist aus Holz und schon über hundert Jahre alt“, giftet die Dunkelhaarige. „Aber sag, was macht dein Mann eigentlich jetzt? Stimmt es, dass er in einem Call-Center arbeitet und Hausfrauen beglückt?“

Erste Lacher aus dem Publikum zeugen vom Erfolg des munteren Spiels. Und verspielt geht es weiter, die Damen bitten zum Tanz. Flugs eilen nackte Bengel herbei. Aber in Ermangelung blauer Pillen bleiben die Flaggenmaste ganz schlaff. Glanz und Glorie ist anders. Und Schlachten werden heute mit Worten geschlagen.

„Der Ton macht die Musik“, ertönt plötzlich eine Stimme. Schon stürmt der Star des entblößten Ensembles herbei. Standesgemäß im heiße Luft Ballon.
„Wie meinst du das?“, will eine kleine Dicke wissen? „Ich kann dich einfach nicht verstehen!“
„Bei deinem Verstand kein Kunststück“, gibt Diva zurück. „Sag, hast du abgenommen?“

Pointe reiht sich an Pointe, Gag folgt auf Gag. Das Publikum lacht Tränen, selbst eingefleischte Kritiker sind hin und weg. Die Weltbühne hat einen vollen Erfolg zu vermelden. Besser waren die Darsteller noch nie. „Zickenkrieg im Theater“, lautet die Überschrift am nächsten Tag. Und „Mockingbird ist König.“ „Auf dass das Theater niemals endet!“, wird geschrieben. Und abschließend noch „Selbstdarstellung, wie ich sie mag.“

Die Manipulation der Presse – Von Urteilen und Volkes Zorn

Als ich zum ersten Mal vom Missbrauch an Dylan Farrow hörte, war ich schlichtweg entsetzt. Mein Kämpferinnenherz erwachte und ich wollte Herrn Allen in den Hintern treten. Und wer mich kennt weiß, dass ich das kann. Nun ist Woody Allen sicher in den USA und ich werde kaum einen Mann wie ihn verprügeln. Was hätte ich davon? Aber symbolisch und mit Worten kann ich ihn attackieren.

Das aber habe ich bisher nicht im großen Stil getan. Im Gegenteil habe ich versucht mich zu informieren und wollte Hintergründe wissen. Denn schon einmal gab es Farrow gegen Allen, vor genau 21 Jahren. Damals die Trennung von Mia and Woody, mit anschließender Schlammschlacht. Absurd und widerlich. Ich war damals 9 Jahre alt und hatte andere Interessen. Aber wer sucht, der wird finden. Und das habe ich getan.

Meine LeserInnen wissen, dass ich keine Freundin des SPIEGEL bin und so meine Probleme mit deren Hetzkampagnen habe. Aber den Ausschlag dieses Artikels gab wieder ein Bericht im SPIEGEL, „Farrow vs. Allen: Schuld und Bühne“, von Frank Patalong. Den kenne ich schon eine Weile. Was er schreibt hat meist Hand und Fuß, selbst wenn auch er letztlich nur ein Sprachrohr des SPIEGEL ist.

Es geht mir bei diesem Artikel auch weniger um Woody Allen, sondern primär darum, wie manipulierbar wir doch alle sind. Emotionen sind von der Presse schnell geweckt. Jeder halbwegs gute Schreiber kann dies bei Lesern erreichen. Und wenn Emotionen regieren, dann handeln wir anders. Dann wird nicht nachgedacht, dann spricht „Volkes Zorn.“ Und der ist durchaus gefährlich.

Als Meisterin im Karate und Aikido weiß ich wovon ich spreche. Werde ich bei einem Gegner wütend verliere ich das Duell. Nur, wenn ich die Übersicht behalte kann ich siegen. Siegen kann bei Farrow gegen Allen keine Seite. Sowohl Mia, Dylan, wie auch Woody, haben längst verloren: die Unschuld eines reinen Herzens. Das nämlich ist besudelt mit dem Dreck, den sie gegenseitig aufeinander werfen.

Ich weiß nicht, ob es in dieser Sache einen Schuldigen gibt. Natürlich tendiere ich rein emotional zu Dylans Version, Fälle von Missbrauch sind mir bekannt. Und Gewalt gegen Frauen ist mir ein Gräuel! Da sehe ich Rot, aber gezielt! Blindwütig schlage ich niemals zu. Was gern vergessen wird bei solchen Diskussionen, dass auch Frauen Täterinnen sein können.

Aber schaut man sich die Kriminalstatistik des BKA an, so ist die recht aufschlussreich. Viele Frauen kommen da nicht vor. Wirklich nur, weil alle schweigen? Aber es gibt sie, diese Frauen, die Kinder missbrauchen, Pädophilie hat kein Geschlecht.

Ein gewisser Alexander Markus Homes hat darüber sogar ein Buch geschrieben. Dem geht es aber mehr darum, die spätere Täterrolle von Mann zu entschuldigen, der von der eigenen Mutter missbraucht worden ist. Logisch für Homes, dass Mann dann pädophil wird. Und wie kann Frau dann Mann noch verdammen, wenn “sie” es selbst tut?

Frank Patalong schreibt, dass wir zu Mitspielern einer medial vermittelten Manipulation werden. Und damit hat er natürlich Recht! Nur was macht er, was macht der SPIEGEL? Manipuliert letztlich nicht auch er? Ist es überhaupt möglich neutral zu bleiben, wenn es um Vergewaltigungen und Missbrauch bei Frauen und Kindern geht?

Ich war noch nicht geboren, als Marianne Bachmeier 1981 den Mörder ihrer Tochter erschossen hat. Als Teenager habe ich zum ersten Mal bewusst von dem Fall gehört. Ich war 13 Jahre alt und tief betroffen. War es das verletzte Herz einer Mutter, oder eiskalter Mord? Ich weiß es nicht.

Mia Farrow hat Woody Allen nicht erschossen. Und auch Dylan nicht. Aber alle Seiten sind bis an die Zähne mit Worten bewaffnet und wir als Zuschauer auf dem Schlachtfeld mit dabei. Männer, die Kinder missbrauchen, haben von mir keine Gnade zu erwarten. Sollten Yuki und ich jemals Kinder haben, werden wir sie auf diese Welt vorbereiten. Und auf die Lust von Mann. Aber auch, auf die Manipulation der Presse. Und darauf, die Dinge kritisch zu hinterfragen.

„Stellung zu beziehen, Meinungen zu bilden, Urteile zu fällen und Steine zu werfen, ist oft gerade dann die einfachere Option, wenn die Entscheidungsgrundlage fehlt“, schreibt Frank Patalong. Und da pflichte ich ihm bei. Wie er weiß ich nicht, wem man bei Farrow gegen Allen glauben kann. Daher fällt es mir schwer ein Urteil zu fällen. Das sollte wenn, die alte Dame Justitia machen. Aber die ist leider blind.

Journalisten heute – Berichte zwischen Freud und Leid

Täglich bin auf der Suche nach Neuigkeiten, ich bin interessiert an Menschen und der Welt. Meist finde ich nur Tod und Leid. Gezielt wird uns grauer Einheitsbrei verkauft, absichtlich werden wir ins Meer der Tränen gestoßen. „Good news are bad news – and bad news are good news“, heißt die Devise für Journalisten. Aber muss das wirklich sein? Wir werden täglich für dumm verkauft und manipuliert. Von einer Sorte Mensch, die sich der Aufklärung verschrieben hat. In Wirklichkeit geht es oft nur noch um Geld.

Freitag, 31. Januar 2014, die Welt online präsentiert auf einen Blick die fünf meistgelesenen Artikel:

1. „Maybrit Illner“ Der „Prophet des Bösen“ antwortet aus Washington
2. Mordprozess Gericht verurteilt Amanda Knox zu 28 Jahren Haft
3. Syrien Assads Folterkammern sind die Hölle
4. Auftragskiller Was es kostet, einen Menschen töten zu lassen
5. Dschungelcamp Tag 14 Tot stellen verhilft Tanja auch nicht zum Rauswurf

Böse, Mord, Folter / Hölle, töten, tot stellen. Fünf mal negative Schlagzeilen, das habt ihr wieder prima gemacht! Ich empfehle noch etwas Homophobie und einen schrecklichen Verkehrsunfall. Natürlich alles mit Todesfolge! Vielleicht noch gewürzt mit der einen oder anderen Naturkatastrophe. Das hätte doch was. Andererseits braucht niemand weichgespülte Nachrichten, oder Neuigkeiten aus dem Dschungelcamp. Das ist Volksverblödung pur. Dann vielleicht doch die Rezension des neuen Pilcher-Romans. Die Welt in rosa ist dann immer noch besser, als Möchtegern, oder Ex-Prominente mit Wurmbefall. Zur Ehrenrettung der Journalisten muss man aber auch klar sagen, dass Leser eine große Mitschuld tragen. Ohne die zahlreichen Klicks auf Leid und Sensationen, verginge der Presse schnell die Lust auf mehr.

Ohne auf Besserung zu hoffen klicke ich auf das Lesezeichen der ZEIT online. Henning Mankell ist an Krebs erkrankt lese ich. Das tut mir natürlich leid. Ulrich Greiner, Kulturkorrespondent der Zeit, schreibt darüber in seiner Kolumne „Fünf vor 8:00.“ Ohne viel zu erwarten fliegen meine Augen über die Zeilen. Dann hole ich tief Luft. Im ersten Moment will ich den Kolumnisten in der Luft zerreißen. Und das kann ich richtig gut! Aber dann schüttele ich den Kopf. Warum sollte ich den Mann attackieren? Er hat durchaus Recht. Auch, wenn er vielleicht nicht immer die passenden Worte findet.

Henning Mankell will den Kampf gegen seinen Krankheit öffentlich machen. Und dagegen schreibt Greiner an. Auf der einen Seite der Autor, der ohne Menschen nicht leben kann, auf der anderen Seite ein Journalist, der vom Leid der Menschen lebt. Wer kanns besser?  Beide leben von- und sterben miteinander. Eine unheilige Koexistenz. Mankell sagt, es ging letztlich ja um Schmerzen und Leiden, die viele Menschen empfänden. Das soll seine Rechtfertigung sein. Leid und den Schmerz anderer ausgebreitet zu finden, erscheint Greiner als eine besonders aufdringliche Form des Narzissmus. Das ist seine Meinung, die bewerte ich nicht. Eher zynisch mutet aber folgende Aussage Greiners an: „Man sollte, wenn man es kann, den großen Todesromanen der Literaturgeschichte einen neuen hinzufügen. Oder lieber schweigen.“

Schade, dass Sie sich nicht an ihren eigenen Satz gehalten haben, Herr Greiner.

Die Gier nach Leid und Sensationen

Wie armselig die Presse wirklich ist zeigt sich in diesen Tagen. Sensationslüstern wird der Orkan Xaver ausgeschlachtet. Journalisten sind im Dauereinsatz, um live vom Ort des Geschehens zu berichten. Vor allem aber deshalb, um die Gier nach Sensationen noch armseligerer Menschen zu befriedigen. Offenbar reicht denen ihr erbärmliches, kleines Leben nicht mehr aus. Nun müssen sie sich noch am Leid anderer ergötzen. Dieser Sensationsjournalismus, diese Gier nach Leid, wird täglich mehr. Wer darauf achtet was die Medien der Masse präsentieren, wird erstaunt sein. Meist sind es negative Schlagzeilen. Muss das wirklich sein?

Vor einigen Jahren wollte ich Journalistin werden. Das war lange bevor ich BWL studierte. Zum Glück habe ich mich anders entschieden. Ich kann mit dieser verlogenen, manipulierenden Bande von Schmuddelschreibern einfach nicht. Dann ändere etwas, höre ich die Leute sagen. Das kann ich leider nicht. Sex and Violence sells! Das habe ich schon lange begriffen. Statt über die schönen Dinge des Lebens zu schreiben, geht es lieber zum nächsten Sturm, dem nächsten, tödlichen Verkehrsunfall, oder dem verlorenen Baby einer Prominenten.

Leid, Trauer, Tod! Jeden Tag werden wir damit berieselt. Selbst in den Blogs ist ständig davon zu lesen. Fast möchte man meinen, die ganze Welt sei ein Meer aus Tränen. Geht es den Menschen wirklich nicht mehr gut? Müssen sie jeden Tag im Tränensee ertrinken? Mir wird das langsam zuviel. Ich schreibe meine eigenen Geschichten. Und dort gibt es keine Tränen. Wenn überhaupt weinen meine Helden vor Freude. Die Gier nach Sensationen ist mir unverständlich. Gaffer, die auf der Autobahn anhalten, um möglichst viel von dem Verkehrsunfall zu sehen, sollten einen Strafzettel bekommen.

Die Menschen genießen ihr kleines Leben, aus dem sicheren und warmen Wohnzimmer heraus. Die Glotze zeigt, was Sache ist. Das Leid der Anderen ist immer weit weg. Nie vor der eigenen Tür. Diesen Menschen wünsche ich, dass sie niemals in eine solche Lage kommen. Um dann von anderen Gaffern gierig begafft zu werden. Ich habe fertig!