Mit Maas und ohne Ziel

Schon mehrfach habe ich über die Rolle der Frau im politisch motivierten Islam geschrieben und dass sie dort wenig Rechte hat. Gutmenschen reagierten empört. Kopftuch und Burka, so der Tenor, sind doch das Zeichen der Befreiung aller Frauen.

Gern wird dann auf Oma Lieschen verwiesen, die auch Kopftuch bei der Gartenarbeit trägt oder Filmsternchen Klara Zylinder, die so durch Cannes Sonne spaziert (ist).

Und es ist klar, dass auch christliche Nonnen ins  Spiel gebracht werden. Mit dem Unterschied, dass islamische Ehefrauen keine Nonnen sind. Vor allem dann nicht, wenn es sich dabei um Kinder handelt.

Ja, liebe LeserInnen, Kinderehen sind im Islam legal. Einige Zahlen gefällig, um die verkleisterten Augen zu öffnen?

1.475 verheiratete Jugendliche sind vom Ausländerzentralregister im Juli 2016 nach Angaben des Bundesinnenministeriums verzeichnet worden. 361 davon waren jünger als 14 Jahre, 120 waren 14 oder 15 Jahre alt. Und das ist nach deutschem Gesetz klarer Kindesmissbrauch.

Werden solche „Ehen“ bekannt, ist das Paar sofort zu trennen und der Obhut des Jugendamtes anzuvertrauen. Die Scharia gilt in Deutschland (noch!) nicht.

Es wird Gutmenschen wurmen, dass die meisten Fälle aus Syrien stammen. Mit 664 Kinderehen liegt das Land unangefochten an der Spitze vor Afghanistan, das lediglich 157 Fälle aufzuweisen hat. Gefolgt vom Irak und Bulgarien mit 100 bzw. 65 Kinderehen.

Das Wort „lediglich“ klingt dabei schon fast zynisch und das ist so gewollt. Jedem sollte klar sein. dass dies nur die Spitze des Eisbergs ist, die tatsächliche Zahl aller Kinderehen liegt mit Sicherheit noch höher.

Aber deutsche PolitikerInnen wollen diese  Realität so wenig sehen, wie die Hasspredigten eines Pierre Vogel. Allen voran unser Bundesjustizminister, der sich gern mit allerlei Aussagen und Gesetzesvorlagen profiliert.

Sein neuester Streich, die Kinderehen nur per Gerichtsbeschluss aufzulösen, scheint zumindest außen vor zu sein. Wie sollte auch ein 14 Jahre altes syrisches Mädchen ohne deutsche Sprachkenntnisse wissen, an wen sie sich wenden soll. Wenn sie es täte. Vermutlich beugt sie sich seit ihrer Geburt, der Diktatur des Patriarchats.

Heiko Maas gehört für mich zu der Sorte Mann, mit denen ich niemals warm werde und auch nicht kann. Aber er gesellt sich damit in die Riege weltfremder PolitikerInnen, die Deutschland kaputt regieren.

Das Ziel aller vernünftigen BürgerInnen kann daher nur sein, ihn und die Groko aus dem Amt zu fegen. Und wenn ein Herr Seehofer weniger Papiertiger wäre und bundesweit seine Ideale verträte, wäre auch eine AfD schnell Geschichte.

Was das für mich als Lesbe bedeutet ist klar, die Stagnation von LGBT. Aber die nähme die Community zum Wohl aller vermutlich zähneknirschend hin.

Die Amazonen – Legende und Wirklichkeit

Wenn Mann zu Frau „Du Amazone!“ sagt, ist das meist abwertend gemeint. So gelten Lesben oft als Amazonen, da sie von Mann unabhängig sind. Zwar ist das gut, aber Kriege führen wir keine. Sieht man von dem der Worte ab. Aber ist ein Kampf die Lösung?

Amazonen gelten als wehrhafte Frauen, die Mann nur als Samenspender nutzten und in einer matriarchalen Struktur miteinander lebten. Aber ist das wirklich so? Hat es Amazonen gegeben, oder sind sie Ausgeburt männlich-dichterischer Fantasie?

Um mehr über diese sagenhaften Frauen zu lernen, müssen wir eine Zeitreise machen. Durch die Dunkelheit der Jahrhunderte und das Schweigen der Vergangenheit. Die heute dominierende Gesellschaftsform, das Patriarchat, hat es nicht immer gegeben. Einst haben Frauen das Bild der Welt bestimmt.

Schon höre ich meine männlichen Leser stöhnen. Ist es wirklich so schwer vorstellbar, dass wir das Feuer hüten? Zwar sind Männer meist körperlich stärker. Mental? Das bezweifle ich. Aber wir dürfen heutige Menschen ohnehin nicht mit denen der Urzeit vergleichen. Da war Frau viel stärker und kein verweichlichtes Ding.

Matriarchat bedeutet übersetzt nicht „Herrschaft der Mütter.“ Die Matriarchatsforscherinnen Barbara G. Walker, Claudia von Werlhof und Heide Göttner-Abendroth sagen, dass es „Am Anfang die Mütter“ heißt. Und das ist richtig gut. Auch, wenn das andere Forscherinnen wieder anders sehen. Aber so ist das mit den Meinungen. Alle haben recht.

Wie hat nun das Matriarchat funktioniert? Überwiegend gewaltfrei, ist die Antwort. Frauen lösten Konflikte anders. Sie hatten begriffen, dass Gewalt keine Lösung von Problemen ist. Gewalt, ist anders als die heutige Meinung, Menschen nicht angeboren. Zwar hat es über viele Jahre immer wieder schreckliche Kriege gegeben, aber in Friedenszeiten flogen wir zum Mond. Mit einer für den Krieg erfundenen Rakete. Männer sind manchmal komisch.

Als Kennzeichen matriarchalen Lebens gelten Anpassung an die Umwelt, ein friedliches Miteinander, Konsensfindung, Rücksichtnahme und Kreativität. Die meist Männern zugeschriebenen Eigenschaften aggressiv zu sein, kämpferisch, wettbewerbsorientiert, hierarchisch, wortkarg, sind nicht angeboren.

Die Matriarchatsforscherin und Autorin Irene Fleiss, hat es anders ausgedrückt.Frauen, wie auch Männer, werden in unserer heutigen Kultur einer Gehirnwäsche unterzogen und nach dem Willen des Patriarchats geformt.“ So einfach ist das. Und alle marschieren mit.

Alle? Nein! Einige wenige Volksgruppen, haben sich eine Art von Unabhängigkeit bewahrt. Wie die Mosuo in Südchina. Dort lebt man miteinander. Friedlich. In der von Männern geprägten Wissenschaft kommt das Matriarchat weniger gut an. Es wird gern als „utopischer Urzustand der Gesellschaft“ oder abwertend als „rückschrittliche Kulturstufe“ gedeutet. (Quelle Wikipedia)

Es ist klar zu sehen, dass Männer Angst vor starken Frauen haben. Speziell vor Lesben, die sie nicht sexuell dominieren. Kritische Frauen werden daher gern lächerlich gemacht, um alte Pfründe zu sichern. Und die Frauchen laufen wieder mit.

Die heutzutage gern zitierte Genderkrise, sehe ich als Chance für die Welt. Männer müssen wieder erkennen, dass sie nicht Maß aller Dinge sind. Und Frauen sollten die Unterschiede von Matriarchat und patriarchalen Weibchen verstehen. Denn das sind die meisten heute.

Böse Nandalya, höre ich sofort. Wie kannst du nur! Glaubst du, du bist besser? Auch ich bin ein Produkt des Patriarchats, das vermag ich kaum zu leugnen. Aber ein Weibchen war ich nie. Nur eine rebellische Tochter und eine stets selbstbewusste Frau. Eine Amazone im klassischen Sinn. Das hat mein Vater längst erkannt. Aber er hat mich niemals zum kämpfen animiert. Das war allein meine Idee. Meine Reaktion, auf die Aggression von Mann.

Womit ich den Bogen von der „Großen Mutter“, zu den kämpferischen Schwestern schlage. Ich denke, dass Amazonen existierten. Lesbisch werden die wenigsten gewesen sein. Aber frei, um zu entscheiden, wie sie lebten und mit wem. Vermutlich sind Amazonen die Antwort auf das sich ausbreitende Patriarchat. Der letzte Versuch von Frauen, die Unabhängigkeit zu bewahren.

Jene Kriegerinnen, die für und mit Männern für deren Reiche kämpften, wie die germanischen und keltischen Frauen, haben mit Amazonen nichts zu tun. Frau hat sich untergeordnet und ihre wahre Kraft vergessen. Sie ist die Mutter, das Leben. Frauen bringen keinen Tod. Aber das Wissen von Frauen um Geburt und Fruchtbarkeit, war vielen Männern suspekt. Als Teufelswerk verdammt, haben sie Wissen und Frauen verbrannt.

Die Legende der „brutalen“ Amazonen dürfte der Versuch von Männern gewesen sein, die noch bestehenden Matriarchate, zu diskreditieren. Was leider gelungen ist. Ebenso die Verleugnung ihrer Existenz. Eine Frau als „Chefin?“ Das darf es niemals geben! Ich finde es schade, dass Frau sich aufgegeben hatte und erst langsam ihr alter Geist erwacht. Immer mehr Mädchen und Frauen stehen für ihre Rechte auf. Und das ist gut.

Über die Jahrhunderte haben wir aus zweiter Reihe, das Schicksal der Menschheit mitbestimmt. Und gelitten. Sinnlose Kriege haben alte Männer geführt. Und die Jugend der Welt ist verblutet. Die bedeutende Matriarchatsforscherin Gerda Weiler hat einmal gesagt „Nur wenn Frauen im Zentrum stehen und alle politischen Entscheidungen von weiblichen Lebenszusammenhängen bestimmt werden, kann die Zukunft der Menschheit am Leben orientiert sein, statt an Gewalt, Macht und Krieg.“

Wirkliche matriarchale Macht, wenn wir davon überhaupt sprechen können, funktioniert anders, als patriarchale Strukturen. Sie niemals autoritär, sondern partnerschaftlich. Selbst heute noch suchen Frauen meist nach einer Lösung bei Konflikten, die allen gerecht werden kann. Männer bestimmen. Punkt.

Frauen in matriarchalen Gesellschaften, hatten eine natürliche Autorität, die auf Vertrauen, Kompetenz und Integrationsfähigkeit beruhte. Männer, im aufkommden Patriarchat, lehnten diese Autorität gern ab,  es hat sie oft nur der Körper von Frauen interessiert. Falsch angewandte Religion, Lügen und Hass, haben Frau in eine Rolle gedrängt, die sie nie besetzen sollte.

Männer, leider auch Frauen, haben oft ein völlig falsches Bild von matriarchalen Strukturen. Vermutlich geprägt von Büchern, oder Filmen, die Mann als (Lust)Sklaven zeigen. So reizvoll der Gedanke für manche sein mag, mit dem Matriarchat hat das nichts zu tun. Hier gab es ein Miteinander. Und das war gut.

Selbst ich habe wenig Probleme mit Männern, die auf meiner Wellenlänge sind. Wolf und seine Crew (Die Ingenieure der Tuning-Firma), um nur ein Beispiel zu nennen. Wir arbeiten und entwickeln gemeinsam. Als Team. Und meine Meinung zählt.

„Wie kannst du (als Lesbe) dir anmaßen solche Aussagen zu machen“, wird Frau mich fragen. „Wie kannst du für alle Frauen sprechen!“ Ich kann, liebe Schwestern. Und ich werde. Weil ich erkannt habe, was und wer ich bin. Aktiv, kreativ, stark und unabhängig. Und kein Anhängsel von Mann.

Die Amazonen mögen nun Geschichte sein. Vieles, was wir über sie wissen, ist erfunden. Aber in einigen Frauen lebt ihr Geist noch immer. Wir kämpfen. Weil wir müssen. Es liegt in unserer Natur. Für eine bessere Welt, in der wir wieder alle Schwestern (und Brüder) sind (Zitat Irene Fleiss).