Japan, deine Frauen!

Hartnäckig hält sich bei Europäern das Gerücht, dass japanische Frauen willige Mäuschen sind und leicht zu haben. Vermutlich ist daran die Pornoindustrie schuld, die gern piepsende Mädels zeigt, die sich fesseln und begatten lassen. Unabhängig von der geschmacklosen Darstellung solcher Werke, sind sie so dumm wie falsch.

Wie sind nun Japans Frauen wirklich, was ist das Geheimnis ihrer Faszination? Ich nehme meine Frau als Beispiel, die viel japanischer in ihrem Wesen ist, als ich es vermutlich jemals werde. Wer aber nun glaubt, dass dieses elfenhafte Wesen lediglich (m)eine Gespielin ist, der liegt so was von daneben!

Yuki hat ihren Master in Germanistik gemacht und kann perfekt Japanisch ins Deutsche übersetzen. Umgekehrt ebenso und das macht sie auch zur Zeit. Zwar sanft in ihrem Wesen, weiß sie genau was sie will. Mich natürlich, aber das nur nebenbei. Sonst wird sie (gespielt) böse und ich muss mir selbst das Essen kochen.

Apropos kochen, das kann sie wirklich gut. Und obwohl ich ebenso gern in der Küche werke, ist und bleibt diese ihr Revier. Da haben wir eine fast schon klassische Verteilung der Rollen. Zwar lässt sie mich kochen und steht dann helfend mit dabei. Liebe geht bei uns auch durch den Magen.

In Japan herrscht leider noch das Patriarchat. Politik ist und bleibt dort reine Männersache. Die wenigen Ausnahmen bleiben blass und haben kaum Einfluss auf Entscheidungen. Auch die großen Konzerne werden meist von Männern geleitet. Frau findet sich vielleicht im unteren Management.

Daher war es schon fast ein Affront, als mein Vater mich vor einem Jahr zu einem Geschäftsabschluss schickte, den ich bekanntlich gut gemeistert habe. Auch Japans Männer werden umdenken müssen. Was dauern wird, wie alles in diesem Land.

Japans Frauen streben langsam aber sicher zu mehr Unabhängigkeit und gehen selbstbewusst durchs Leben. Die Zeiten sind vorbei, als Frau nach der Schule heiratete und Kinder bekam. Immer mehr Japanerinnen studieren. Von Heirat reden sie später. Auch das ein japanisches Problem.

Berufstätige Frauen sind oft Singles und kinderlos, was die Politik mit Besorgnis sieht. Die Japaner werden immer älter und der Nachwuchs fehlt. Tradition und Moderne beißen sich hier erneut. Frau soll über sich selbst bestimmen, aber dann bekommt sie keine Kinder mehr.

Ein Trend der nachdenklich macht, kann bei der älteren Generation beobachtet werden. Immer mehr Japanerinnen lassen sich scheiden, wenn der Ehemann in Pension geht. Warum ist einfach zu erklären, wenn man die japanischen Sitten kennt.

Die Geschlechter leben ein mehr oder weniger eigenes Leben. Der Mann verlässt früh das Haus und kommt erst spät am Abend zurück. Die Frau lebt mit Kindern und hat ein ganz eigenes, soziales Netz. Das aus anderen Frauen besteht. Männer passen da nicht herein.

Die Ehe kann auf diese Weise zur reinen Zweckgemeinschaft verkommen. Was soll Frau mit einem Mann anfangen, der ihr nach der Pensionierung nur noch auf die Nerven geht. Mann hingegen sucht sich sein Vergnügen oft außer Haus. Beim Karaoke mit Kollegen und vielleicht einer sogenannten Nichte.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Japans Männer auf den Schulmädchen Look stehen. Natürlich sind es keine Teenager, die weiß bestrumpft und kurz berockt vor Männern stehen. Selbst mit über dreißig Jahren, tragen Japanerinnen noch diesen Look.

Sie wissen genau, wie sie Mann um den Finger wickeln und ein sorgenfreies Leben haben können. Von Liebe reden wir später. Auch das ist Japan, auch das sind Japans starke Frauen. Diese kleinen Persönchen, die so engelsgleich durchs Leben gehen, sollte kein Mann jemals unterschätzen.

JapanerInnen tragen Masken zur Schau, das ist die Realität. Die willige Gespielin ist meist auch eiskalte Geschäftsfrau, die ein neues Auto braucht. Oder eine größere Wohnung. Liebe als Geschäft, hat nicht nur in Japan Tradition. Das gilt für ganz Asien. Ist Mann nun enttäuscht?

Japans Frauen haben einen eiseren Willen. Ich weiß das sehr gut. Meine Frau sitzt neben mir. Und bekommt immer was sie will. Mich, aber das habt ihr bestimmt gewusst. Und in Japan haben sie auch die Hosen an. Sie zeigen es nur nicht. Was vielleicht die Frage aufkommen lässt, wer bei uns das sagen hat. Ich natürlich, was habt ihr denn nun gedacht?

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Karate – Tradition und Moderne

Immer wieder treffe ich auf Menschen, die Karate falsch verstehen. Karate ist für sie nur Mittel zum Zweck. Und dieser Zweck sind oft Prügeleien. Manche Männer müssen sich nun mal beweisen, wer der bessere Dummkopf ist. Aber was ist nun Karate wirklich und wo genau liegt der Fehler dieser Menschen?

Hauen, prügeln und eine blutige Nase, ist im (Box)Ring zur Mode geworden. Mixed Martial Arts (MMA) und Ultimate Fighting Championship (UFC) bestimmen die Szene. Zwar gibt es Regeln in der UFC, aber Platzwunden und Brüche zu haben, ist offenbar für manche Kämpfer Trend.

Kickboxen und MMA verhöhnt die Grundidee und befriedigt die Gier nach Blut und Sensationen jener Menschen, deren niedere Instinkte durchgebrochen sind. Mit traditionellem Karate hat das wenig zu tun. Davon haben die Plattmacher im Ring keinen Plan.

Die Wurzeln des Karate liegen in China. Nachforschungen wollen den Weißen Kranich Stil als Urform des Karate identifiziert haben. Und zumindest in den Okinawa Stilen finden sich noch Ähnlichkeiten zum chinesischen Wushu, das man im Westen stets und falsch als Kung Fu bezeichnet.

Zwingend unterscheiden und auch verstehen müssen heutige Karate Schüler, den Unterschied zwischen traditionellem und modernem Karate. Das traditionelle Karate ist eine Kampfkunst. Geschaffen zur Selbstverteidigung, war es die Kunst des Überlebens für die damaligen Menschen und eignet sich denkbar schlecht für sportliche Vergleiche.

Das Aussehen der Techniken war dabei zweitranging, die Wirkung war alles. Die schnörkellosen Bewegungen des morderen Karate, haben sich erst nach und nach entwickelt.  Im Ernstfall war ein Angreifer sehr schnell außer Gefecht gesetzt. Was aber niemals das eigentliche Ziel gewesen ist.

Traditionelles Karate war mehr als nur Training und Kampf. Zen-Buddhismus, Meditation und Heilkunde waren Bestandteile, die man heute leider vergessen hat. Im Karate hat man Geist und Körper gestählt. Erst in den USA hat man daraus Kickboxen gemacht. Aber Showkämpfe hat es im alten Karate nie gegeben.

Ziel des traditionelle Karate war es auch, den menschlichen Charakter so zu formen, dass es ihm möglich war ohne Gewalt den Sieg über einen Gegner zu erzielen. Und genau an dieser Stelle setze ich an, um den Denkfehler vieler moderner Karateka aufzuzeigen, die den Fokus nur auf den kämpferischen Aspekt von Karate legen. Und das ist so falsch wie dumm.

Modernes Karate, für das ich stellvertretend das Shtotokan Karate nennen will, ist ein Kampfsport, der nur noch den gleichen Namen wie die klassische Variante trägt. Die Karateka begegnen sich freundschaftlich, der Sieger wird nach festen Regeln ermittelt.

Aber modernes Karate hat mehr als nur Wettkämpfe zu bieten. Es ist zum Breitensport geworden und eignet sich auch als Bewegungstherapie für ältere Menschen. Das eigentliche Problem sind jene Meister, die selbst keine Ahnung von Traditionen haben.

Mein Vater hat einmal gesagt, dem moderne Karate drohe eine Versportlichung durch den Wettkampf. Inklusive bleibender Schäden bei den Trainierenden, die sich durch Fehlbelastung die Gelenke ruinieren. Es fehle auch am nötigen Respekt dem Trainingspartner und dem Sensei gegenüber. Was augenzwinkernd in meine Richtung ging.

Natürlich meinte er damit jene Kickobxer, die keinerlei Bezug zu Traditionen haben. Von den Karate Prinzipien haben die noch nie gehört. Und statt sich in Meditation zu üben, werden lieber die Gegner verkloppt.

Modernes Karate muss nicht schlechter, als sein traditionelles Vorbild sein. Schlechter sind leider nur diverse Meister, die diesen Titel zu Unrecht führen. Die Fähigkeit eines guten Lehrers liegt nicht unbedingt in der Weitergabe von bestimmten Informationen, sondern vielmehr darin, den Geist eines Schülers zu wecken.

Wer sich wirklich für die alten Kampfkünste, oder ihre modernen Sport Varianten interessiert und einen guten Meister findet, wird den Schritt zum Karate nie bereuen. Wer nur prügeln will soll auf die Straße gehen.

Großmäuler, die den Vergleich ihres Kampfsports mit Karate suchen sollten besser nachdenken gehen. Kein reiner Wettkampfsportler kann (im Ernstfall) gegen einen traditionellen Karateka bestehen. Dazu fehlt ihm jede Klasse.