Grün war die Hoffnung – Teil 2: Die Antideutschen

Als ich im Januar meinen Beitrag „Grün war die Hoffnung“ schrieb, hatte ich wenig Hoffnung auf Verständnis zu stoßen. Immerhin hat es die Partei der GRÜNEN nicht ins saarländische Parlament geschafft, ein kleiner Denkzettel, der die Bundesspitze nicht umdenken ließ. Das Ergebnis in NRW war daher so desaströs, wie grüne Schul- und Bildungspolitik.

Keine Hoffnung

Warum wenig Hoffnung, wo ist meine sonst so positive Grundeinstellung? Wer meine Beiträge über die fehlende deutsche (europäische) Identität und die Manipulation der Massen gelesen und auch verstanden hat, der wird sich ein ungefähres Bild darüber machen können, wie sehr die kognitive Mentalvergiftung in Deutschland bereits Früchte getragen hat.

Einen knappen Monat nach meinem damaligen Beitrag, hat auch der in Syrien geborene Professor Bassam Tibi einen Artikel in der Basler Zeitung verfasst, den er „Die Feinde Europas nennt.“ Auch der Untertitel ist bemerkenswert und sollte jedem Interessierten zu denken geben. „Linksgrüne arbeiten mit den Islamisten zusammen – über den Anschlag auf die europäische Identität.

Dazu sollte jeder wissen, dass Professor Tibi früher selbst ein Linker war und sich heute einen „liberalen muslimischen Migranten“ nennt, „der ein Wahleuropäer geworden ist.“ Professor Tibi und andere warnen seit Jahren vor der schleichenden Islamisierung Europas und dass wir auf dem Weg zu „Eurabien“ sind.

Auf die Bilder, was das für Europas aufgeklärte, aber mittlerweile dekadent gewordene Gesellschaft bedeutet, werde ich an dieser Stelle verzichten. Es geht auch weniger darum (neue und alte) Feindbilder zu schaffen, dieses Thema habe ich bereits behandelt. Vielmehr geht es darum, wie und vor allem warum sich die EuropäerInnen einer (pseudo)linken Ideologie entgegen stellen müssen, wenn sie nicht ihr Opfer werden sollen.

Dazu gehört auch die (linke) Schleppermafia zu stoppen, die immer noch Wirtschaftsflüchtlinge übers Mittelmeer bringt. Diese NGO-Schiffe kreuzen vor der libyschen Küste und bringen Migranten übers Mittelmeer. Angeblich aus humanitären Gründen. Ob das die ganze Wahrheit ist? Immerhin ist die italienische Regierung nun scheinbar aufmerksam geworden und will Polizisten an Bord dieser Schiffe schicken. KLICK MICH

Feindbilder

„Feind ist derjenige und jeder, von dem eine wesentliche Bedrohung des Daseins des Volkes und seiner Einzelnen ausgeht. Der Feind  kann in der innersten Wurzel des Daseins eines Volkes sich festgesetzt haben und dessen eigenem Wesen sich entgegenstellen und zuwider handeln.“

Dieses Zitat aus Martin Heideggers „Sein und Wahrheit“ macht noch immer Sinn. Zwar ist es aus dem Zusammenhang gerissen und soll lediglich zu einem gewaltigen Diskurs über Europas Kultur und Werte aufrufen, die so lange von den GRÜNEN verachtet und abgelehnt worden sind, aber es erschien mir durchaus passend.

GRÜNE PolitikerInnen missbrauchen muslimische „Flüchtlinge“ als Ersatzproletariat und hofieren sie in einer Art und Weise, die man nur als selbstzerstörerisch bezeichnen kann. Professor Tibi glaubt die Ursache zu kennen, die er Kapitalismus (eigentlich Neoliberalismus) nennt.

Antikapitalismus muss also unbedingt auch antieuropäisch sein und schon darf der Schwarze Block (Antifa) „Deutschland verrecke!“ skandieren? Ich habe eine andere Meinung, die ich bereits erörtert habe und wie man Staat, Parteien und PolitikerInnen sehen kann.

Dass die GRÜNEN selbst ein Teil der Eliten geworden sind, die sich mit aller Gewalt an Macht und Ämter klammern, haben sie mittlerweile zur Genüge bewiesen. Aber bekanntlich lebten schon die Sozialisten in der DDR in Saus und Braus und haben das gemeine Volk „geknechtet.“

Der Bürger auf der Metaebene

Nun sind Philosophie und Politikwissenschaft eine durchaus spannende Sache, mit ihrem Verständnis ist es aber bei der Masse oft nicht besonders weit her. Daher beschränke ich mich auf das Wesentliche und kritisiere eben jene, die für alle greifbar und daher auch kritisierbar sind, die Mitglieder politischer Parteien.

War es nicht Max Horkheimer der sagte, dass wir die westlich-europäische Welt als Insel der Freiheit in einem Ozean der Gewaltherrschaft verteidigen sollen? Und zwar nicht nur gegen den Faschismus Hitler’scher Prägung, sondern auch gegen den linken Totalitarismus Stalin’scher und Lenin’scher Provenienz.

Die Linken / GRÜNEN machen das genaue Gegenteil. Sie, die auch den Islamismus hofieren, verurteilen und verfolgen jeden als „Rassisten“ und „Islamophoben“, der sich ihrer Meinung widersetzt. Dass sie sich dabei faschistischer Mittel bedienen, bleibt für sie selbst unsichtbar.

Das ist ein Grund, warum ich so vehement gegen diese Partei schreibe, deren überzeugte Wählerin ich viele Jahre war. Was viele nicht auf der Rechnung haben und was der Politikwissenschaftler Hamed Abdel-Samad in aller Deutlichkeit anspricht, ist die erschreckende Ähnlichkeit von Faschismus und Islamismus, die ich an dieser Stelle nicht vertiefen will.

Selbstaufgabe

Die Europäer haben sich offenbar bereits aufgegeben. Das Meinungsmanagement der Eliten trägt Früchte. Oder hat es doch einen anderen Grund? Theodor W. Adorno bringt es mit folgenden Worten auf den Punkt, die zwar im ersten Moment sperrig wirken, aber eine tiefe Wahrheit in sich tragen:

„Jedenfalls will es mir dünken, als ob der Menschentypus, der heute auf die Welt kommt, vorweg schon zu einem außerordentlich weitem Maß in die verwaltete Welt hinein passt. Dass er gleichsam in sie hinein geboren wird. Starr sind diese Menschen, weil sie eigentlich keine Spontanität mehr haben. Weil sie eigentlich gar nicht mehr ganz leben, sondern weil sie selber sich bereits als die Dinge, als die Automaten erfahren, als die sie in der Welt verwendet werden.“  

Verwendet als Zahlmeister, Schlachtvieh, das Professor Mausfeld auch „Lämmer“ nannte. Statt den Diskurs zu suchen, wird lieber nach dem dritten Bier gegen alles und jeden gehetzt. Egal, ob es „der Flüchtling“ oder „der Fußballverein“ ist. Hauptsache man(n) bringt seinen Ärger auf den Punkt.

Dass der Bürger damit den Eliten in die Hände spielt, die ihn munter ausbeuten und für dumm verkaufen, übersieht er geflissentlich. Solange „mein Haus, mein Boot, mein was auch immer“ zugegen ist, wird auch bei offenen Grenzen gern weg geschaut. Welchen Preis wir alle dafür zahlen, werden wir in einigen Jahren sehen.

Über die Freiheit

„Teile und herrsche“, das alte Prinzip trägt noch immer Früchte, wenn der Klassenfeind ein böser „Marsmensch“ ist, den man im blinden Hass mundtot machen will. Der GRÜNE ist nicht die eigentliche Gefahr, die besteht in Passivität und Schweigen der Masse. Das hat schon 1933 die NSDAP an die Macht gebracht.

Aus einem Artikel aus dem Jahr 1946, den ich im Archiv der ZEIT gefunden habe, möchte ich folgende Sätze übernehmen, die mir passend für den momentanen Zustand Deutschlands erscheinen:

„Ein Volk, das seine Freiheit verspielt hat und so entsetzlich dafür hat büßen müssen wie das deutsche, ist gerade dadurch besonders berufen, in Zukunft die Freiheit höher zu achten als alle andern irdischen Güter. Dieses Feuer in den Herzen unserer Jugend zu wecken ist die einzige Möglichkeit, die wir haben, um unsere Schuld an ihnen ein weniges wieder gutzumachen. Es wird die Freiheit heute in manchen Teilen der Welt bedrängt, um so getreuer wollen wir ihr dienen, ihr Panier sichtbar vor aller Welt aufpflanzen und verteidigen für unsere Jugend und mit unserer Jugend, die die Zukunft Deutschlands ist.“

Professor Tibi war ein Schüler Adornos und Horkheimers. Er, der im Geist der Freiheit ausgebildet worden ist, wirkt im Schlusssatz seines Beitrages resigniert. Wörtlich schreibt er: „Kann Europa die Linksgrüne Selbstverleugnung als herrschendes Narrativ überleben? Ich habe keine Antwort auf diese Frage, aber die Hoffnung, dass ich die Islamisierung Europas nicht mehr erlebe.“

Im Gegensatz zu dem aktuell 72 Jahre alten Professor, bin ich deutlich hoffnungsvoller als er. Wir brauchen keine pseudolinke Ideologie oder einen dumpfen Konservativismus, keine begrenzte Sicht der Dinge. Weltoffenheit, liebe GRÜNEN, hat wenig mit offenen Grenzen zu tun. Ich habe die Hoffnung, dass mehr Menschen das so sehen.