Schweigen ist eine Blume

Schweigen ist eine Blume

Meine Tage in Schweden neigen sich dem Ende zu. Ich gebe das Zepter weiter. „Kobra, übernehmen Sie!“ Wolf lacht, als ich diese uralte Serie zur Sprache bringe, deren absoluter Fan er ist. Zusammen mit dem Team, haben wir in den letzten Tagen einige Folgen angeschaut. Eine junge Schwedin, die ich Inga nennen will, ist sichtlich enttäuscht, als ich von meiner Rückkehr nach Japan spreche. Ich habe die Studentin vor einigen Wochen als Buchhalterin engagiert, wir haben uns durch Zufall in einem Cafe getroffen. Inga ist im letzten Semester und freut sich über den (Neben)Job. Aber sie mag Frauen und hat ein Auge auf mich geworfen. Zugegeben flirte ich noch immer gern. Aber meine Elfe würde ich nie betrügen. Ingas Tränen fließen, als sie meinen Korb entgegen nimmt.

Die Firma ist gut aufgestellt, das Konzept wird funktionieren. Es sei denn, dass in Schweden eine zweite Welle rollt. Dumm nur, dass es dort nicht einmal eine erste Welle gab. Die deutsche „Qualitätspresse“ hat darüber gelogen. Ebenso wie diverse Politdarsteller. Ich könnte einiges darüber schreiben, aber das hat Peter Meyer im Rubikon besser gemacht. Besser berichtet haben ohnehin die Alternativen Medien. Vor allem der Rubikon und KenFM, haben einen ungeahnten Aufschwung erlebt. Vielleicht ist das der Funke Hoffnung, der nun neue Nahrung braucht. Ducken war gestern, nun ist Widerstand Bürgerpflicht.

Aiko ist total aufgeregt, als wir per Skype miteinander sprechen. „Wann bitte kommst du?“, will sie ständig wissen. Die Kleine wartet voller Sehnsucht schon seit Wochen. Stolz erzählt sie mir alle Neuigkeiten und dass sie eine neue Karate-Technik kann. Cousin Ken hat sich Aiko angenommen und ihr einiges beigebracht. Er lacht nur, als ich mit ihm schimpfe. Ob er noch lachen kann, wenn ich ihm aus Spaß den Hintern haue? Auch Yuki freut sich. Aber unsere Liebe kennt bekanntlich keine Grenzen. Das war schon immer so.

Ich blicke auf Deutschland. So nah und doch so fern. Erneut heißt es Abschied zu nehmen. Diesmal für immer? Bedingt durch den Aufbau der Firma in Schweden, habe ich weder die Zeit noch die Muße gefunden, um mich politisch in Deutschland zu engagieren. Wo auch, wäre die nächste Frage. Aber tun wir kurz so, als ob ich an Politik(er) glaube. Grüne, Linke und SPD halte ich für fehlgeleitet. Diese Truppe ist nur noch ein Schatten ihrer selbst. Mit den Linken sitzt ohnehin die umbenannte SED im Bundestag.

Die CDU ist zur reinen Partei der eigenen Machterhaltung verkommen. Die internen Rebellen der Werteunion haben keinen Einfluss (mehr) oder halten sich vornehm zurück. Die CSU wäre gern die echte AfD, aber man traut sich aus wahltaktischen Gründen nicht. Die FDP braucht niemand mehr. Die Partei hat ihr Fähnlein zu oft in die verschiedensten Richtungen geschwenkt. Die AfD ist ohnehin nur mit sich selbst beschäftigt. Die Partei muss noch reifen oder sie wird untergehen.

Woher also soll Deutschlands Veränderung kommen? Von den Querdenkern vielleicht, die für Frieden und Liebe stehen? Am 01.08.2020 haben sie eine große Demonstration in Berlin geplant. Wer will und kann geht hin. Aber schon jetzt arbeitet das linke Narrativ an Gegenmaßnahmen. Wahlweise werden die Querdenker als „Corona-Leugner“ oder „Verschwörungstheoretiker“ denunziert. Vorsicht ist also angebracht. Jedoch auch einem Staat gegenüber, der auf dem Weg in die falsche Richtung ist.

Ich könnte eine Voraussage für a. die Demonstration und b. die politische Zukunft Deutschlands machen und läge vermutlich richtig. Aber soll ich mir weiter den Kopf über eine Nation zerbrechen, die sich selbst verleugnet und Probleme mit der eigenen Identität und Geschichte hat? Japan hat seine eigenen Probleme. Vielleicht werde ich eines Tages darüber berichten. Aber bis dahin wird mein Schweigen eine Blume sein. Habt einen schönen Sommer. Wir lesen uns im Herbst.

Starke Frauen: Alexandra

Starke Frauen: Alexandra

Mein Lied des Tages kommt von einer Sängerin, die schon lange vor meiner Geburt gestorben ist. Gehört habe ich Alexandra zum ersten Mal an einem grauen Herbsttag in Düsseldorf. Nach meiner Erinnerung saß ich mit meiner Mutter in der Küche. Im Radio liefen Oldies, die mich wenig interessierten. Meine Mutter hörte gern deutsche Sender. Sie halfen ihr die deutsche Sprache noch besser zu verstehen. Dann kam Alexandra.

War es der Text, war es ihre Stimme, ich war sofort fasziniert. Meine Mutter sagte mir später, ich hätte andächtig zugehört. Leider wusste sie nicht wer die Sängerin war, das Internet steckte damals noch in den Kinderschuhen. Jahre später lief im Fernsehen eine Dokumentation über Alexandra. Warum ich die Sendung fand, wie sie mich fand, habe ich leider vergessen. Aber da war sie wieder diese einzigartige Stimme und endlich auch ein Bild. Dass Alexandra in Wirklichkeit Doris hieß, hat mich wenig berührt. Ihr Leben schon.

Wenn berühmte Menschen früh sterben, werden sie oft zur Legende. Im Fall von Alexandra finde ich das angemessen, sie hat diesen Platz in der Hall of Fame verdient. „Mein Freund der Baum“, ist nur ein Lied von vielen, aber der Text hat es mir angetan. Vielleicht auch die Persönlichkeit der Sängerin, die sich in einem Interview als kompromisslos bezeichnet hat. Diesen Wesenszug kenne ich nur allzu gut.

Alexandras Leben erscheint mir fremdbestimmt. Ihr brennender Wunsch im Rampenlicht zu stehen, hat sie vermutlich falsche Entscheidungen treffen lassen. Das Leben eines Stars kann einsam sein. Alexandra war eine Getriebene. Von (ihren) Männern, ihren Gefühlen und vom Erfolg. Offenbar hat ihre Seele dabei Schaden genommen. Gelächelt hat sie trotzdem. Mir drängt sich die Frage auf, wer die Frau hinter der Maske gewesen sein mag. War sie stark oder einfach nur verletzlich?

Der Film über Alexandras Leben lässt viele Fragen offen und doch habe ich ihn gern gesehen. Alexandras Lebensfreude, aber auch ihre Melancholie, beides kann ich nachvollziehen. Die Erinnerung an die Sängerin lässt mich lächeln, die Tage meiner Kindheit tauchen wieder vor mir auf. Aber mein Blick geht stets nach vorn und nie zurück.

Während ich schreibe setzt sich Aiko neben mich und lauscht den für sie unbekannten Klängen. „Nicht tot!“, sagt sie plötzlich und schaut mich an. Hat sie verstanden, dass Alexandra durch ihre Lieder unsterblich geworden ist?

 

Die japanischen Gespräche: Teil 1

Die japanischen Gespräche: Teil 1

Dieser Beitrag entstand bereits im Dezember 2019 und ist eine erneute Co-Produktion meiner besten Freundin Karin, ihrer Frau Doris, meiner Elfe und mir. Allerdings sind die Dialoge nachträglich literarisch aufgearbeitet. Die Lacher während des Gesprächs, haben ohnehin jeden Rahmen gesprengt. Primär hat meine Freundin Karin das Gespräch geführt, der das einen diebischen Spaß machte.

Karin: Während die Einreise in Japan kein Problem war, hat mich der Kulturschock doch getroffen. Die USA sind bereits heftig für eine Düsseldorferin, aber in Japan wäre ich hoffnungslos verloren. Yumi fliegt mir förmlich entgegen und drückt mich herzlich, was völlig unüblich für sie ist. „Na Große“, flachst sie, „hast du mich vermisst?“

Während sie Doris und unsere Mädchen begrüßt, kommt Yuki langsam näher. An ihrer Hand hat sie ein kleines Mädchen, das mich mit großen Augen anschaut. „Guten Tag Tante“, höre ich auf Deutsch mit deutlichem Akzent, „wie geht es dir?“ Verblüfft schaue ich Yumi an. „Wir haben ihr Deutsch beigebracht“, erklärt sie mir. „Sie war immer neugierig, wenn Elfchen und ich Deutsch gesprochen haben.“

Ich bin fasziniert von Aiko. Auch meine Frau und meine Mädchen starren die Kleine an. Ich habe wenig Ahnung vom japanischen Schönheitsideal, aber dass Aiko einmal eine bildhübsche Frau sein wird, das kann ich deutlich sehen. Nur die Augen stören dieses Bild. Ich glaube Trauer und Verletzlichkeit zu erkennen, die sie hinter ihrem Lächeln verbirgt. „Sie vermisst ihre Mutter immer noch“, flüstert mir Yumi zu, die meinen Blick gesehen hat.

„Mein Name ist Aiko“, sagt sie, „wie bitte heißt du?“ Prompt ist jedes Eis gebrochen und alle reden auf die Kleine ein, die sich lachend die Hände an die Ohren hält. Nachdem wir unser Gepäck gefunden haben geht es ins neue Elfenheim. Wir werden in den bisher ungenutzten Zimmern untergebracht. „Was hast du vor?“, will ich später wissen, „soll das ein Hort für weitere Elfenkinder sein?“ Sie lacht und ich höre ein „Das werden wir noch sehen.“

Die nächsten Tage vergehen wie im Flug und ich lerne Yumis restliche Familie kennen. Von ihrer Tante bin ich sofort begeistert. Yumi hat mir bereits mehrfach erklärt, dass in Japan die Frauen wesentlich stärker mitbestimmen, als das in den Westen transportiert worden ist. „Das war nicht immer so“, sagt sie später. „Im alten Japan galten strenge Regeln. Wir Mädels hätten damals schlechte Karten gehabt. Japanerinnen machen das aber sehr geschickt und drängen sich nie in den Vordergrund. Vorlaut, das sind immer nur die anderen.“ „Also du“, lästert Yuki und wir müssen alle lachen.

Am dritten Abend unserer Reise, die Kinder schlafen schon, sitzen wir alle zusammen. „Ich vermisse Deutschland“, erkläre ich. „Wir alle machen das. Aber die USA faszinieren mich, die Perspektiven dort sind scheinbar unbegrenzt.“

Doris: „Ich kann mich nicht oft genug bedanken, dass ihr uns beim Umzug geholfen hat. Hoffentlich kommt ihr bald wieder nach Kalifornien. Die Mädchen sind total begeistert von Santa Barbara und bringen schon den Nachbarkindern Düsseldorfer Mundart bei. Unser Englisch wird auch immer besser.“

Mayumi: „Wir werden noch eine Weile in Japan bleiben, es gibt eine Menge zu erledigen.“

Yuki (lachend): „Ja, meine allerliebste Frau geht mal wieder mit tausend Gedanken schwanger und ich Ärmste muss darunter leiden.“

Mayumi (todernst): „Schwanger, hm? Stimmt, du hast total zugenommen. Ich suche mir eine Jüngere!“

Karin: „Könnt ihr mal mit diesem Spielchen aufhören? Ich weiß nie, ob das echt ist.“

Yuki (ebenfalls todernst): „Wie jetzt? Die betrügt mich doch seit Jahren mit ihrem Blog, hast du das etwa nicht gewusst?“

Karin: „Ihr seid beide doof! Apropos Blog, wolltest du nicht auch einen schreiben?“

Yuki: „Früher wollte ich immer, aber Yumi schreibt einfach so viel besser als ich. Sie hört ein Wort, liest einen Satz und fünf Sekunden später legt sie los.“

Doris: „Aber du schreibst viel weniger, als noch vor Jahren. Gehen dir die Ideen aus?“

Mayumi: „Mein Blog war immer nur ein Nebenprodukt. Durch den Umzug nach Japan hat sich einiges verändert.“

Yuki (schmunzelnd): „Wollen wir dieses Gespräch vielleicht als Interview veröffentlichen? Dann werden wir alle berühmt.“

Mayumi: „Das haben wir doch erst vor …“

Yuki: „… drei Jahren zum letzten Mal gemacht! Du bist jetzt fällig meine Süße!“

Mayumi: „Na gut, aber bitte nur politisch korrekt!“

Karin: „Vergiss es! Aber wie Doris schon sagte, du schreibst viel weniger. Auch … wie soll ich sagen … anders?

Mayumi: „Es gibt diesen französischen Film mit dem Titel: Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss. Du kennst ihn vielleicht. Unser Leben ist im Fluss und verändert sich daher ständig. Ruhige Passagen wechseln sich mit Wildwasser ab.“

Karin: „Das ist ein toller Vergleich! Ich vermisse trotzdem deine künstlerische Seite. Du schreibst fast nur noch über Politik. Gibt es keine Haiku oder Kurzgeschichten mehr vor dir?“

Mayumi: „Es gibt einige Gründe warum das so ist. Mehrere Kurzgeschichten warten seit Monaten auf ihre Veröffentlichung. Ab und zu lese ich sie und korrigiere hier ein Wort und dort einen Satz. Dann geschieht wieder etwas auf der Welt und ich kommentiere das.“

Doris: „Aber warum?“

Mayumi: „Erinnerst du dich daran, wie du vor einigen Jahren auf der Straße von diesen Typen belästigt worden bist?“

Doris: „Ja, worauf willst du hinaus?

Mayumi: „Auf die Einmischung der beiden Jugendlichen. Wollte dieser betrunkene Kerl dich nicht küssen?“

Doris: „Das ist aber doch etwas völlig anderes! Du kannst Politik doch nicht mit ….“

Mayumi: „Doch! Ohne die Einmischung der beiden wäre vielleicht noch mehr passiert. So bist du mit dem Schreck davongekommen und der Kerl saß auf dem Hosenboden.“

Karin: „Doris Schatz, Yumi hat schon irgendwo recht. Aber können Worte wirklich viel bewirken? So viele LeserInnen hast du doch nicht.“

Mayumi: „Woher weißt du das? Kennst du meine Statistik? Die Likes sagen nichts über die Zahl der Zugriffe aus.“

Karin: „Ach so. Magst du die Zahl verraten?

Mayumi: „Wozu?“

Karin: „Treffer, versenkt. Ich würde aber schon gern wissen, warum jemand wie du, die Politik für eine Lachnummer hält, sich derart politisch auf ihrem Blog engagiert.“

Mayumi: „Weil es meine Natur ist sich einzumischen, wenn ich Ungerechtigkeiten sehe.“

Doris: „Wo siehst du dich eigentlich heute politisch, inwiefern haben sich deine Ansichten in den letzten Jahren geändert?“

Mayumi: „Würde ich an Politik glauben, dann hätte ich mich von einer links-liberalen zu einer liberal-konservativen Wählerin gewandelt.“

Karin: „Hat man dich nicht früher auch als Salonlinke bezeichnet?“

Mayumi (lachend): „Ja, das stimmt. Den linken Feministinnen passte ich nie ins Bild, da ich ihre „Genderitis“ abgelehnt habe. Ich bin eine Frau und möchte nicht das Gender-Stigma „Lesbe“ verpasst bekommen. Klar bin ich eine. Und? Macht mich das weniger zu einer Frau?“

Karin: „Da gebe ich dir völlig recht. Aber so ganz will mir die Bezeichnung liberal-konservativ nicht gefallen. Du hast doch immer noch sehr viele eher links angesiedelte Ideen. Und irgendwie wirkst du manchmal auch libertär. Kann man dich also wirklich irgendwo einordnen?“

Mayumi: „Das ist alles mehr oder weniger richtig. Ich finde, dass wir in einigen Bereichen zu viel Staat haben, aber auch zu viel Einfluss der Wirtschaft, der Konzerne. Außerdem stört mich die weltweite Aufrüstung. Wusstest du, dass Deutschland bis zu 20% des Staatshaushalts für das Militär ausgeben will? Alles auf Druck der USA versteht sich. Meine konservativen Ansichten sind auch meiner patriotischen Haltung geschuldet. Raubtierkapitalismus oder Neoliberalismus lehne ich ab.“

Karin: „Diese Aufrüstung macht mir auch Sorgen. Apropos Kapitalismus, du nutzt die Möglichkeiten des Kapitalismus doch schamlos aus. Wie verträgt sich das mit deinen sozialen Ideen?“

Mayumi: „Sehr gut sogar. Allerdings achte ich so gut es geht darauf niemand über den Tisch zu ziehen. Wo man mich einordnen kann? Auf meiner eigenen Seite. Ich habe keine Berührungsängste mit Angehörigen der verschiedenen politischen Lager. Die allerdings mit mir. Gut, mit Neo-Nazis zu reden ist verlorene Lebenszeit. Deren dumpfe Geisteshaltung liegt jenseits meiner Welt. Gleiches gilt auch für die Schlägertrupps der Antifa. Diese hirnlos-bekifften Typen sind doch lediglich bezahlte Sklaven der Regierung.“

Karin: „Du bist echt eine Marke! Aber noch mal eine Frage zu deiner Arbeit. Du hast soweit ich weiß richtig lukrative Aufträge von Firmen abgelehnt. Sogar Angebote Posten zu übernehmen. Magst du erzählen warum?“

Mayumi: „Das ist richtig. Vor einigen Jahren sollte ich eine Firma auf Kosten der Belegschaft sanieren. Stattdessen habe ich beim Management angesetzt. Das Konzept hätte prima funktioniert, aber diese Herren wollten keinen Cent vermissen. Also haben sie einen anderen Unternehmensberater engagiert, viele Mitarbeiter entlassen und sind krachend gescheitert.“

Karin: „Das war aber doch nicht alles?“

Mayumi: „Details kann ich dazu keine geben, wenn dieses Gespräch veröffentlicht werden soll. Vor Jahren hatte ich auch das Angebot einer Geschäftsführerin. Aber das hätte viele Reisen bedeutet und Yuki wäre allein geblieben. Und von Elfchen trenne ich mich nicht! Ein Anhängsel von mir muss sie auch nicht sein, wir arbeiten zusammen als Team.“

Ende des 1. Teils.

Das ganze Gespräch auf einer Seite zu bringen, war meiner Meinung nach zu viel für einen Beitrag. Daher habe ich einen Zweiteiler daraus gemacht. Im zweiten Teil geht es unter anderem um die Weltwirtschaft, Kinder, Autos und Karate.

Die Corona-Krise: Pandemie oder Staatsstreich?

Die Corona-Krise: Pandemie oder Staatsstreich?

Mauern haben die Funktion, Bereiche räumlich zu trennen bzw. zu begrenzen. Damit verbunden ist meist eine ordnende oder eine Schutz-Funktion, wie Windschutz, Sichtschutz, Schutz vor Flucht, Schutz vor Einbrechern, Schutz vor militärischem Angriff oder Gewalt, Schutz vor wilden Tieren, Schutz vor Hochwasser oder anderen Naturgewalten usw … (Quelle Wikipedia)

Wenn ich das Wort „Mauer“ höre, muss ich spontan an die Chinesische und die Berliner Mauer denken. Erst an dritter Stelle rangiert „The Wall“, das Konzept-Album der Musikgruppe Pink Floyd. Während die Chinesen mit der großen Mauer den Ansturm der Mongolen aufhalten wollten, haben die DDR-Behörden ihre Bürger dahinter eingesperrt. Wer fliehen wollte, den hat man erschossen. Aktuell bauen die USA an der Grenze zu Mexiko die Mauer aus und auch in Griechenland schichtet man nach Jahren des Untätigkeit Steine auf. In beiden Fällen wird damit (Wirtschafts)Migranten und Glücksrittern der Grenzübertritt verwehrt, beide Fälle zeigen die negativen Folgen des Raubtierkapitalismus.

Hinter Mauern

Nun sind Mauern überwiegend nützlich, sieht man von den geistigen Mauern gewisser Ideologen und denen um die Köpfe der deutschen Bundesregierung ab. Unerschütterlich in Stahlbeton gegossen verharrt die ewige Kanzlerin, um auch die sogenannte Corona-Krise auszusitzen. Aber was wäre, wenn es keine Corona-Pandemie gäbe und Ärzte und Wissenschaftler wie schon bei SARS nur panisch überreagieren?

Ich für meinen Teil finde die Aussagen des Infektiologen und Mikrobiologen Prof. Dr. Sucharit Bhakdi (1) wesentlich interessanter, als die mediale Panikmache. Was auch für Professor Dr. Stefan Hockerts (2) Aussage gilt, dass Corona genauso gefährlich oder ungefährlich sei, wie eine normale Influenza-Grippe. Das sei nicht Ebola, das sei kein Krieg, so der Professor. Anstatt die Grund- und Freiheitsrechte außer Kraft zu setzen, solle man die Risikogruppe stärker schützen.

Vielleicht liegen die beiden Professoren falsch und Corona ist wirklich so gefährlich, wie uns Politik und Medien einreden wollen. Aber warum schalten sich dann immer weitere Kritiker in die Diskussion um das Virus ein? Sind die vielleicht lebensmüde oder hören sich nur einfach gern reden? So wie etwa Professor Dr. John P. A. Ioannidis, der einen Beitrag mit der Überschrift „A fiasco in the making“ schrieb. (3) Warum zweifelt man in dem vermutlich renommiertesten medizinisch-wissenschaftlichen Magazin „The New England Journal of Medicine“, die absolute Gefährlichkeit von Covid19 an? (4)

Fest gemauert

Berlin, die ewige Kanzlerin und diverse Experten, haben sich auf die Pandemie festgelegt. „Nun ist das Virus halt mal da!“, dürfte deren einhellige Meinung sein, die sie mit allen Mitteln verteidigen. Kritiker werden von selbsternannten „Faktenfindern“ – meist linke Journalisten -, mit finanzieller Rückendeckung des GEZ-Polsters, diskreditiert.

Einige Alternative Medien und Regierungskritiker machen meiner Meinung nach den Fehler, sich zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Zwar schrieb auch ich bereits von der Staatsratsvorsitzenden Merkel, was aber eher ironisch zu verstehen war. Die Gefahr aber, dass Notstandsgesetze tiefe Eingriffe in die Grundrechte bedeuten, dass die Kontrolle der Massen nicht zurückgenommen wird, diese Gefahr besteht. Die GRÜNEN dürften dazu applaudieren.

Eingesperrt

Menschen einzusperren führt selten bis nie zum gewünschten Erfolg. Gefängnisse vermutlich ausgenommen. Die völlig untauglichen und überzogenen Methoden der deutschen Bundesregierung lassen zumindest Zweifel an deren Kompetenz aufkommen, ein Land wie Deutschland sicher zu führen. Man könnte auch sagen, Covid-19 habe die Inkompetenz der Regierung Merkel einmal mehr entlarvt.

Damit die deutsche Wirtschaft weiter stark bleibt, hat man dicke Rettungspakete in Berlin geschnürt. Im Zeitalter offener Grenzen, hat Corona damit die Grenzen des Geldflusses wieder geöffnet, endlich darf Deutschland wieder Schulden machen. Ein kleines Virus erzielt also einen großen Effekt, der mich an folgende Zeile eines Lieds erinnert: Jetzt wird wieder in die Hände gespuckt, wir steigern das Bruttsozialprodukt! 

Angst macht krank

Die Angst vor dem Virus dürfte größer sein, als die Möglichkeit ernsthaft an Corona zu erkranken. Allerdings hat sich das Virus dank Globalisierung und Merkels Politik der offenen Grenzen seit Januar ungehindert in Deutschland verbreiten können. Ohnehin gibt die Naivität vieler Menschen Rätsel auf, wenn es um die Verbreitung von Viren geht. Den Kontakt mit einem aktuell kränkelnden Zeitgenossen zu vermeiden ist zwar lobenswert, hat man diesen aber bereits vor den Symptomen getroffen, ist man mit hoher Wahrscheinlichkeit ebenfalls „infiziert.“ In Deutschland dürften das locker einige Millionen sein.

Wer nun nach meiner letzten Aussage zum Arzt seines Vertrauens rennt und einen Corona-Test machen will, der sollte das besser lassen. Wer zu keiner Risikogruppe gehört, keine Vorerkrankung(en) hat, wird vermutlich nie etwas bemerken. Und wenn doch, hat ihn vermutlich eine normale Erkältung erwischt.

Ein Gegenmittel, ein Königreich für ein Gegenmittel!

Als Japanerin habe ich natürlich gut reden, wenn es um Viren und Medikamente geht. Das nicht unumstrittene japanische Grippemittel Avigan (Handelsname Favipiravir), soll angeblich auch gegen Corona helfen. Nebenwirkungen inklusive, aber darüber will keiner sprechen. Auch nicht über mögliche (Aktien)Gewinne, wenn ein chinesicher Arzt die Wirksamkeit von Avigan lobt und China das Medikament nun als Generika produziert. Egal ob Avigan oder das Malariamittel Chloroquin (Handelsname Resochin), das ebenfalls gegen Corona helfen soll, wie einst mit dem nutzlosen Grippemittel „Tamiflu“ wird viel Geld verdient.

Wer keine Vorerkrankung hat, wer sich gesund ernährt, wer Sport treibt und sich an der frischen Luft bewegt, wird kaum eine Erkältung bekommen. Meiner Familie geht es übrigens gut, uns machen höchstens Corona-Falschmeldungen und an einen totalitären Staat erinnernde Maßnahmen betroffen. Werden die nach der Krise wieder aufgehoben oder weiter als (Druck)Mittel gegen die Bevölkerung genutzt? Wäre ich noch Deutsche, ich würde mir Gedanken darüber machen, wenn ein SPD-Politiker von der Verstaatlichung eines Automobilkonzerns spricht oder die (linke) Presse (taz, Spiegel), plötzlich den „starken Staat“ einfordert.

Ironie des Schicksals, dass aktuell ausgerechnet die von allen Parteien verteufelte AfD als einzige Oppositionspartei ihre parlamentarische Arbeit erledigt, während Linke, FDP und GRÜNE schweigen oder Beifall für eine unfähige Regierung klatschen. Aber wer weiß, vielleicht wird man die „bösen Nazis“ nun schnell per Notstandsgesetz verbieten und Merkel wird zur Chefin der NED (Neue Einheitspartei Deutschlands).

Wenn die Mauer fällt

Geistige Mauern Stück für Stück abzutragen, war stets mein Ziel auf diesem Blog, seit ich mit dem politisieren begann. Nicht jeder muss meine Sicht der Dinge teilen, aber darüber nachzudenken könnte vielleicht helfen, die geistige Mauer im eigenen Kopf einzureißen und eine klarere Sicht der Dinge zu bekommen. Zum Beispiel auf Herrn Spahn, der gern (Vize)Kanzler werden will und sich nun als Retter der Kranken präsentiert. Vielleicht sollte jemand Spahns langjährige Verbindungen zur Pharma-Industrie durchleuchten und welche Summen eine gesetzliche Masern-Impfpflicht für gewisse Konzerne bringt.

Vielleicht sollte man Herrn Spahn und alle seine Vorgänger auch fragen, warum es keine wirklichen Vorsorgemaßnahmen gegen eine Pandemie gegeben hat. Die Rede ist von Schutzanzügen und Masken, die erst in diesen Tagen eilig bestellt worden sind. Lieber Herr Spahn, hat da jemand seine Hausaufgaben vergessen? Dass als Nebeneffekt der „Krise“ CDU und SPD in der Gunst der Wähler steigen, ist keine Überraschung für mich.

Die Krise

Wie hoch die geistigen Mauern in Deutschland wirklich sind, wird an der blinden Zustimmung des Ausgangs- und Kontaktverbots offensichtlich. Die Regierung Merkel kann sich einmal mehr die Hände reiben, der Test mit der deutschen Bevölkerung hat prima funktioniert. Nun weiß das politische Berlin, wie weit man in Zukunft problemlos gehen kann, wenn die nächste „Krise“ kommt.

Dass die kommt steht außer Frage. Seit Wochen beobachte ich die Anzeichen einer möglichen weltweiten Rezession und habe entsprechend vorgesorgt. Mir tun nur all jene leid, die keine Ahnung von Finanzen haben und denen eine solche Krise die Existenz vernichtet. Inklusive Omas kleinem Häuschen, das dann nicht mehr abgezahlt werden kann.

 

Quellen:

(1)  Prof. Sucharit Bhakdi erklärt warum die Maßnahmen sinnlos und selbstzerstörerisch sind

(2) Professor Dr. Stefan Hockerts: Das Virus macht uns nicht krank, die Angst davor schon

(3) Professor Dr. John P. A. Ioannidis: A fiasco in the making?

(4) The New England Journal of Medicine: Covid-19 – Navigating the Uncharted

Das Kind der Liebe

Das Kind der Liebe

Die Dialoge des folgenden Beitrags sind literarisch aufgearbeitet. Sie 1:1 zu übersetzen macht wenig Sinn. Die Ereignisse bilden einen Zeitraum von fast einem Jahr ab, so lange kennen wir Aiko, das Kind der Liebe schon. 

Eigentlich, wie meine LeserInnen wissen liebe ich dieses Wort, wollte ich keine großen Worte über Aiko verlieren. Aber kann es jemals genug Worte über ein kleines Menschenwesen geben, dessen Lachen uns verzaubert hat? Aiko, was in diesem Fall „Kind oder auch Tochter der Liebe“ heißt, ist ein knapp fünf Jahre altes Waisenmädchen, mit dem wir uns vor einiger Zeit angefreundet haben. Und das kam so.

Über Freunde sind wir an ein Waisenhaus geraten, das dringend finanzielle Hilfe braucht. Wir waren dort und haben uns umgesehen. Nur zwei Dutzend Kinder werden von vier überforderten Erzieherinnen betreut, eine ist der Wildfang Aiko. Vielleicht wird der Name Assoziationen mit Prinzessin Aiko wecken, die eigentlich „Toshi-no-miya Aiko Naishinnō“ heißt.

Der Tritt, mit dem Aiko einen älteren Jungen zu Boden befördert, ist klassisch und wirklich gut. Wer auch immer ihr Karate beigebracht haben mag, hat ganze Arbeit geleistet. Mit funkelnden Augen steht die Kleine in fast perfekter Kampfstellung da, die kleinen Händchen zu Fäusten geballt.

Fassungslosigkeit steht auf dem Gesicht des deutlich größeren Jungen geschrieben, der nun auf dem Hosenboden sitzt. „Geh weg von mir!“, höre ich das Mädchen sagen, ihr Name ist mir zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Mit letzter Selbstbeherrschung verkneife ich mir ein Lachen, dieses Kind muss ich mir näher ansehen.

Eine Erzieherin will sie für den Tritt bestrafen. Aber ich weiß es besser, der Junge hat Schuld. „Er hat sie von hinten an den Haaren gezogen“, erkläre ich der Frau, „sie ist erschrocken und hat sich nur gewehrt.“ „Aiko macht das ständig“, höre ich. „Sie muss lernen, dass sie das nicht darf.“ „Ganz im Gegenteil hat sie alles richtig gemacht“, erwidere ich und schaue der Frau fest in die Augen. Verlegen senkt sie den Blick.

Ich gehe vor Aiko in die Knie, nun sind wir auf Augenhöhe. „Magst du mir sagen warum du den Jungen so fest getreten hast?“, will ich wissen. Ich schaue in Augen, die  so dunkel wie meine sind, wenn ich zornig bin. Als sie mich sieht verschwindet der böse Blick und macht einem unwiderstehlichen Lächeln Platz.

„Der ärgert mich immer“, sagt sie leise. „Ich mag nicht, wenn er mich anfassen will!“ Das kann ich verstehen und wechsele das Thema. „Ich bin Mayumi“, sage ich, „und das ist Yuki, magst du mir auch deinen Namen sagen?“ „Aiko“, erwidert sie und verbeugt sich artig. Sie schaut mich an. „Warum seid ihr hier?“ Ich muss lächeln, ihre Frage kommt wie aus der Pistole geschossen. Aiko erinnert mich an Klein-Mayumi.

„Wir sind zu Besuch und wollen schauen, ob es  hier artige Kinder gibt“, erwidere ich. „Bist du ein artiges Kind?“ Aiko strahlt mich an und nickt heftig. „Ja!“, sagt sie voller Überzeugung und stellt eine Frage, die Japans  Sonne auf Yukis Gesicht aufgehen lässt. „Warst du immer artig Tante Mayumi?“

„Natürlich“, erwidere ich, „also fast. Ich habe auch mal einen Jungen getreten, der böse zu mir gewesen ist. Aber man darf das nur in einem Notfall machen, verstehst du das. Sag, wer hat dir den Tritt beigebracht?“ „Meine Mama“, höre ich, „aber ich kann mich kaum an sie erinnern. Sie ist … weg.“ Aikos Schultern sinken nach unten, Tränen laufen über ihr Gesicht. Instinktiv lege ich meine Arme um das Mädchen.

Der kleine Körper zittert, ich habe einen wunden Punkt getroffen. „Alles gut“, flüstere ich ihr ins Ohr. Yukis Blick spricht Bände, schimmern etwa ihre Augen feucht? „Magst du vielleicht ein wenig mit uns reden?“, frage ich, „damit wir uns besser kennen lernen können?“ Das Mädchen nickt. Ahnt Aiko wer wir sind und was wir wirklich in dem Waisenhaus wollen?

In der folgenden Stunde gibt sie sich brav und selbstbewusst. Von den Erzieherinnen erfahren wir, dass sie Vollwaise ist. Die Mutter ist vor einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ein betrunkener Autofahrer hat die junge Frau an einer Ampel übersehen und noch zwei weitere Menschen schwer verletzt.

Nachforschungen der Behörden haben keine Spur von Aikos Vater gefunden, das Mädchen ist unehelich. Spätere Recherchen meines Polizisten-Onkels ergeben, dass Aikos Mutter ebenfalls eine Waise war, aber eine akademische Ausbildung abgeschlossen hat. Auch in der Karate-Gruppe der Universität war sie aktiv und stand kurz davor den 1. Dan zu bekommen.

Mein Onkel vermutet, dass sie die Geliebte eines reichen Japaners war. „Sie hat jeden Monat eine große Summe in bar eingezahlt“, erklärt er mir und zeigt mir entsprechende Kontoauszüge. „Jemand, vielleicht ein Kommilitone oder sogar Professor, hat sie vermutlich ausgehalten und ihr Leben finanziert.“ Er schaut mich düster an, als er sagt „Weitere Einzahlungen sind sechs Monate vor Aikos Geburt ausgeblieben. Vermutlich war der Vater des Kindes nicht mit der Schwangerschaft einverstanden.“

Wir haben Aiko nach dieser ersten Begegnung so oft wie möglich besucht und durften sie auch mit nach Hause nehmen. Wenn wir im Ausland waren, hat sie uns vermisst. Feuer und Flamme war und ist sie immer, wenn wir sie mit ins Dojo nehmen. Dort blüht sie auf und beweist unglaubliches Talent,  als „Karate Kid.“

Mein Vater ist von ihr begeistert. „Sie erinnert mich an dich“, hat er gesagt. Als er noch etwas hinzufügen will, schaue ich ihn gespielt böse an und er sucht schmunzelnd das Weite. Meine Mutter ist skeptischer. „Sie ist ein schwieriges Kind“, sagt sie mir. Aber mittlerweile hat auch sie das Kind der Liebe in ihr Herz geschlossen. Aiko dankt es ihr stets mit einem bezaubernden Lachen.

Schnell haben wir einen Narren an der Kleinen gefressen. Sie weiß das oder ahnt es schon. „Hast du keinen Mann, Tante Yumi?“, will sie bei einem der ersten Besuche wissen und schaut mich dabei wissend an.„Weißt du“, erwidere ich, „ich liebe eine Frau. Findest du das schlimm?“ „Ach Jungs sind voll doof“, sagt sie, „das passt dann wohl schon“, gibt sie uns ihren Segen. Das ist die Zustimmung zur Liebe in kindliche Worte gefasst.

Cousin Ken wird dann zum ersten männlichen Helden in ihrem Leben. Wie gut er mit Kindern kann, hat er schon oft bewiesen. Mit meinem Vater streitet er zum Spaß, wer die Kleine besser in Karate unterrichten kann. Klar, dass Sensei Papa stets gewinnt. Zumindest lasse ich ihn in diesem Glauben und habe ihr noch einige Würfe beigebracht. Muss ich erwähnen, dass sie auch die schon ausprobiert hat? Wie ich als Kind, scheint sie Ärger magisch anzuziehen.

Mit Yuki hat Aiko schon mehrfach in der Küche gestanden und sie nach allen Regeln der Kunst verwüstet. Unabsichtlich, sie ist einfach noch zu klein dafür. Aber dort nun gleich zwei Elfen zu sehen finde ich höchst erfreulich. Prompt habe ich mich gefragt, ob dort noch Platz für weitere ist. Aber das werden wir dann sehen. Wichtig ist, dass Aiko uns beide akzeptiert. Das hat sie auf ihre eigene Art gemacht.

Unsere eigene Art haben wir auch mit ihren Wünschen umzugehen. Da Yuki und ich nie streiten, bekanntlich habe ich (nicht!) die Hosen an, diskutieren wir alles aus. Zumindest tun wir so. In Wirklichkeit bestimme natürlich … An dieser Stelle hat Yuki Einspruch eingelegt, dem ich gern stattgegeben habe.

Ernsthaft ist es wirklich so, dass es so gut wie keine Verstimmungen zwischen uns gibt und auch Aiko bisher keine Anstalten macht, uns gegeneinander auszuspielen. Sie findet alles spannend und neu, täglich gibt es neue Dinge zu entdecken. Auch in den USA war sie mit uns schon und hat den Flug trotz Müdigkeit genossen. Wo wir später dauerhaft leben werden, ist allerdings noch ungewiss.

Aikos Adoption war reine Formsache. Rechtlich gibt es  dafür in Japan kein Hindernis, eine Adoption ist dort auch für Singles möglich. Und als solche gelten wir leider immer noch. Also haben wir uns gespielt um Aiko gestritten und ich habe sie letztendlich adoptiert. „Das nächste Kind gehört dann aber mir!“, hat Yuki im Scherz gesagt und mir Aiko aus den Armen genommen. „Bis dahin gehe ich mit deinem Kind mein Küchen-Karate machen.“ Was soll Frau dazu sagen? Elfchen hat die Macht.

 

Bild: Pixabay

Gedanken einer Ausländerin: Die mediale Empörungsindustrie

Gedanken einer Ausländerin: Die mediale Empörungsindustrie

Wer sich in diesen Tagen den Slogan der CDU „Für ein Deutschland, in dem wir gut und gerne leben“ zu Gemüte führt, wird vermutlich angewidert das Gesicht verziehen. Zumindest dann, wenn derjenige noch einigermaßen klare Gedanken fassen kann. Aber Schuldkult und linke Indoktrination, haben aus einst aufrechten Deutschen, die oft zitierten Bahnhofsklatscher und Gutmenschen gemacht. Der Rest sitzt im Eigenheim und schließt schnell Türen und Fenster ab, wenn der nächste „Einzelfall“ das Land erschüttert. Aber die Einschläge kommen näher, meine Damen und Herren. „Gestern“ war es ein toter Junge in Frankfurt und morgen kann es die eigene Tochter in Dresden oder München sein.

Fakenews statt Aufklärung

„Kind von Zug überrollt“, lautet die Überschrift einer Berliner Zeitung, die nur noch Kopfschütteln auslösen kann. Mit aller Gewalt soll verhindert werden, dass „Hass“ gegen den Mörder entsteht. Der, das weiß man inzwischen, so wie alle Mörder und Vergewaltiger in diesem Land, natürlich „an einer psychischen Krankheit leidet.“ In einem Schnappatmerreflex wird sofort von einem „Einzelfall“ gesprochen, was schon die nächste Lüge ist. Aber so ist das in einem Land, in dem wir gut und gerne leben. Auch der tote Junge hätte das gern noch viele Jahre gemacht.

„Aber Deutsche begehen doch auch Straftaten!“, wird die Fraktion der Gutmenschen nun in die Runde werfen. Ja, das tun sie wirklich. Aber bisher hat noch kein Frankfurter ein Kind vor einen Zug gestoßen oder ein Stuttgarter einem anderen mit einem Samurai-Schwert den Garaus gemacht. Meine Hochachtung vor Boris Palmer wächst, der zu diesem Mord klare Worte fand. Nachzulesen in diesem Beitrag. Und ich kann nur jedem raten es zu tun!

Klare Worte statt Lügen

Vermutlich werden Antifa und GRÜNE nun kreischend „Nazi!“ in die Richtung von Herrn Palmer brüllen. Den populären Palmer  stört das wenig, zeigt es doch die geistige Beschränktheit jener, die nur die eigene Meinung kennen. Yukis Augen sind dunkel, als wir über die Morde sprechen. So habe ich Elfchen noch nie gesehen. Es bedarf keiner Worte, wir verstehen uns wie immer blind. Auch dann, als zwei weitere Bestien nun in den USA Unschuldige ermorden. Die transatlantische Presse kennt natürlich schon den wahren Täter, es kann nur „der Rassist“ Trump gewesen sein!

Fast zwei Tage vergehen bevor man sich zögernd eingesteht, dass einer der Täter ein Mitglied der Antifa gewesen ist und es sich bei dem anderen um einen Trumphasser und Ökofaschisten handelt. Egal wie man zu dem amerikanischen Präsidenten steht, diese Taten haben auch ihn getroffen. Zu behaupten, dass er eine Schuld daran habe, ist so dumm wie falsch. Aber natürlich darf jeder (s)eine eigene Meinung haben. Auch in Merkels Deutschland und der EUdSSR?

Die schweigende Masse

Mit Slogans wie #wirsindmehr wird in Deutschland von einer linken Minderheit die legitime Meinung Andersdenkender unterdrückt. Mit der Nazi- und Rassismuskeule prügeln vor allem Journalisten auf jeden ein, der sich dem Mainstream widersetzt. Ihre Vorbilder sind halbgebildete GRÜNE, die sich in jedem zweiten Satz selbst widersprechen und auch für einen Bundeswehreinsatz am Persischen Golf zu haben sind. Der unaufhaltsame Absturz der SPD befeuert diese Ideologen in ihrem kruden Denken noch. Schon wittern sie den Einzug ins Bundeskanzleramt. „Mit Rechten reden? Nee, wir sind bunt und wir tun nur unsere eigene Meinung kund!“

Der ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen findet dazu erneut deutliche Worte: „Ich sehe voller Sorge, dass die Linke immer öfter den politischen Sachdiskurs verweigert und Opponenten diskreditiert, ja dämonisiert“, hat er in einem Interview der Jungen Freiheit gesagt. Wie Tichys Einblick und die EPOCH TIMES, ist auch die Junge Freiheit ein liberal-konservatives „Blatt“, das gern in die „rechte Ecke“ geschoben wird. Vermutlich wissen es viele nicht besser. Das ist nun mal so im gleichgeschalteten Merkel-Schland.

Die mediale Empörungsindustrie

Was Maaßen politisch korrekt ausdrückt, werde ich noch offener sagen: Der größte Teil der deutschen Presse ist eine mediale Hetz- und Empörungsindustrie! Auf der Jagd nach mehr Klicks und Sensationen, wird zur Zeit die Klima-Hysterie entfacht und ein behindertes Mädchen zur Retterin der Welt erhoben. Das lenkt von all den anderen Dingen ab, die ungestört im Hintergrund ablaufen.

Dieter Schnaas, Textchef der Wirtschaftswoche, hat ein Problem mit der Klima-Hysterie. „Neuerdings gäbe es ein paar klimapanische Medienschaffende, die sich in Zeitungen, Zeitschriften und im gebührenfinanzierten Fernsehen wie wachtturmapokalyptische Zwerg-Savonarolas aufführten, um uns aus dem Fegefeuer des kohlenstoffbefeuerten Kapitalismus und seiner übermächtigen Wachstumszwänge zu befreien – um uns von all unseren Konsumsünden und Wohlstandseitelkeiten zu reinigen“, schreibt er.

Die Untertanen

Heinrich Manns „Der Untertan“ bringt auf den Punkt, wie der typische Deutsche zu sehen ist. Millionen glücklicher Sklaven wiegen sich im Takt professioneller staatlicher Verdummung, die selbst Akademiker in Duckmäuser verwandelt hat. Während sich Deutschland in verschiedene Lager spaltet, haben die Eliten herzlich gelacht und ihre eigentlichen Ziele unsichtbar gemacht.

Nur „alte weiße Männer“ leisten noch einigen Widerstand, schenkt man der deutschen Presse Glauben. Junge Deutsche, die sich gegen die Bevormundung stellen, werden zu rassistischen Hetzern erklärt. Problematisch wird es, wenn diese Deutschen selbst Migranten sind. Schnell gehen dann die Argumente aus. Aber das macht ja nix, das kann ja mal passieren.

Und es war Sommer

Dieser Blog verabschiedet sich in die Sommerpause. Aber eigentlich hatte ich die nun schon mehr als ein Jahr. Die Rede ist von meiner besten Freundin Karin Sommer, die mit Frau und Töchtern in die USA umgesiedelt ist. Vielleicht schreibe ich über die Gründe, aber eigentlich sind die privat. Wichtig ist, dass Karin wieder in meiner Nähe ist und ich ihren Töchtern Karate beibringen kann.

Vielleicht werde ich im Herbst über eine weitere Veränderung in unserem Leben berichten und warum wir schon seit Monaten „schwanger“ sind. Nein, wir werden keine eigenen Kinder bekommen. Über die Gründe hatte ich schon geschrieben, das Risiko ist einfach viel zu groß. Aber es gibt ein kleines japanisches Mädchen in unserem Leben, das seit fast einem Jahr unsere Herzen im Sturm erobert hat.

Wer neugierig auf die Fortsetzung geworden ist, wer die Vorgeschichte und die Abenteuer eines kleinen Wildfangs lesen will, der kann das (vielleicht) in Kürze machen. Bewusst schreibe ich vielleicht, zuvor müssen wir noch viele Dinge klären. USA oder Japan, Japan und USA ist die große Frage, wenn es um unsere Zukunft geht. Ich zumindest fühle mich in Kalifornien wohl. Aber Heimat ist dort, wo Yuki ist. Mehr gibt es darüber kaum zu sagen.

 

Beitragsbild: Pixabay