Täglich nachgedacht #13

Täglich nachgedacht #13

Es ist kühl in Schweden, mehr als 14 Grad sind trotz strahlendem Sonnenschein kaum zu erwarten. In anderen Teilen der Welt geht es viel hitziger zu, wie ein Blick auf die gelockerten Corona-Maßnahmen Deutschlands zeigt, die von Bundesland zu Bundesland verschieden sind. Die Ministerpräsidenten wollen sich offenbar gegenseitig darin überbieten, wahlweise Helden oder Angsthasen zu sein.

Wie erwartet ist die Studie von Professor Streeck in heftige Kritik geraten. Auch im eigenen Lager hat man sich darüber aufgeregt. Regierung und Medien in Deutschland haben die Gesellschaft in eindrucksvoller Weise gespalten. Selbst durch Familien geht ein breiter Riss und verhindert schon im Ansatz eine wirksame Opposition.

Die Guten und die Bösen

Glaubt man den Medien, so steht die Mehrheit der Deutschen den Einschränkungen in der Corona-Krise ohnehin positiv gegenüber. Demonstrationen gegen den Lockdown werden als Zusammenschluss rechter und linker Spinner bezeichnet. Diese Breitseite muss auch die neue Partei Widerstand 2020 verkraften. Man darf gespannt sein, ob deren Mitgründer, Dr. Bodo Schiffmann, diese Schlammschlacht übersteht. Sollte der gute Doktor dem öffentlichen Druck nicht weichen, werden ihm vielleicht noch Antifa-Aktivisten ins Haus geschickt. Das ist Mode in einem Land, in dem man angeblich gut und gern leben kann.

Gerd Reuther, Universitätsdozent und Facharzt für Radiologie, schreibt im Rubikon: „Seit Wochen läuft die Propagandamaschine und versucht uns einzubläuen, dass es bei Covid-19 ohne Gesundheit keine Freiheit und Selbstbestimmung mehr geben könne. Gesundheit aber sei unabdingbar an die Segnungen der Pharmaindustrie geknüpft. Ein ganzes Volk wird bis zur Zahlung des Lösegelds in Form einer Impfung oder „Heilbehandlung“ in Geiselhaft gehalten.“

Den ganzen Beitrag gibt es hier: Rubikon: In Geiselhaft

Ohne „Ö“ fehlt dir was?

Vor Jahren, als dieser Slogan viral ging, fanden ihn viele witzig. Heutzutage und auf die öffentlich-rechtlichen Medien bezogen, kann das durchaus bezweifelt werden. Immer mehr Journalisten verkommen zu politischen Aktivisten. Das erinnert fatal an die gescheiterten Experimente Faschismus und Kommunismus. Auch dort haben sich Menschen darin überboten, an der Seite der Mächtigen zu stehen.

Miteinander statt übereinander zu reden wäre die bessere Alternative. Oder sehe ich das falsch? Vielleicht kann man besagte Journalisten wieder dazu bringen. Vielleicht sollten sie lernen wieder ihren eigentlichen Job zu machen und gern auch kritisch aber ohne eigene Meinung über Ereignisse berichten. Hetzkommentare wie der eines gewissen Rainald Becker sind kaum dazu geeignet die Spaltung der Gesellschaft zu überwinden:

Tagesschau: Rainald Becker Kommentar

Ausgerechnet die exzentrische Diva Madonna als Verfechterin einer „neuen Normalität“ zu präsentieren, ist absolut lächerlich. Aber wer weiß, vielleicht wird die Frau, deren geschätztes Vermögen 765 Millionen Euro beträgt, ab sofort in eine 2-Zimmer-Wohnung ziehen. Gern nehme ich auch die eine oder andere Million von ihr entgegen, um sie z. B. an Waisenhäuser zu spenden. Vergleiche wie dieser zeigen allerdings, wie weit sich diese Journalisten von der Wirklichkeit entfernt haben und in ihrer eigenen Blase leben.

Nichts als die Wahrheit!?

Zumindest für einen Lacher im Netz sorgt zur Zeit eine Rede von Tansanias Präsident Magufuli. Seine Regierung hat unter anderem Proben einer Papaya-Frucht und einer Ziege als menschliche Proben deklariert und in ein Labor geschickt. Beide Proben wurden positiv auf Corona getestet. Dr. Schiffmann hat die Rede des Präsidenten ins Netz gestellt.

Alternativ verlinke ich die Nachrichtenagentur Reuters und einen Beitrag des Rubikon, deren Inhalt Youtube nicht löschen kann. Dort fehlt allerdings die Rede Magufulis.

Dr. Schiffmann: Tansania testet Motoröl, Pflanzen und diverse Tiere auf Corona

Rubikon: Der Test-Betrug

Reuters: President queries Tanzania coronavirus kits after goat test

Der reduzierte Mann

Mann ist in der Krise, das haben wir schon seit Jahren gewusst. Zurückgesetzt, dem Weibe untertan, so soll sich Mann nun fühlen. Zumindest dann, wenn es nach einigen Autoren geht. Und haben die nicht immer Recht? Ich muss bei solchen Sätzen immer lachen. Die Realität sieht anders aus. Das soll kein Hetzartikel über Männer werden. Nur (m)eine Sicht der Dinge. Und ich kann nur hoffen, dass Mann damit umgehen kann. Wenn nicht: bitte hier aufhören zu lesen. Vielen Dank.

Angeblich fühlt Mann sich unverstanden, wenn die Feministin das Kommando führt. Dumm nur, dass die wenigsten Frauen Feministinnen sind. Allenfalls kollidiert also Mannes Ego, mit dem von Frau. Und genau da sehe ich das Problem. Feminismus ist gut und wichtig, steht er doch für die Rechte von Frau. Ohne diese Bewegung wäre unser Leben noch ziemlich flau. Darüber werde ich auch nicht diskutieren. Fakten bleiben Fakten. Und vor einigen hundert Jahren, sah die Welt noch anders aus.

In Studien und Interviews, Kolumnen und Büchern, fühlt Mann sich abgewertet, gar auf sein Geschlecht reduziert. Beklagt wird, dass sein Verhalten den Frauen nicht passt. Egal was er täte, es gäbe Schelte und harsche Worte. Und das liebe Männer, ist einfach nicht wahr. Zwar kenne ich wenige Männer, aber durchaus ihr Verhalten. Und das wirkt oft genug überheblich, sexistisch und dominant. Nur bin ich kein „kleines Frauchen“ und lasse genau das nicht mit mir machen. Ich wehre mich. Und das kann ich gut. Streit vorprogrammiert.

Mein und Mannes Ego kollidieren oft. Was nicht immer nur in meiner Person zu finden ist. Mann sieht eine kleine, asiatische Frau und fühlt sich überlegen. Nur passe ich weder in sein Beuteschema, noch will ich seine Untergebene sein. Ausnahmen sind Männer wie mein Vater, oder Wolf, die einfach anders sind. Auch der ein oder andere Blogger, der mir ein anderes Männerbild zeigt. Was ich durchaus gut finde. Auch mein Leben ist ein Lernprozess.

Was mir immer wieder auffällt, ist Mannes Benehmen bei Frau. Das klassische Rollenverständnis sieht ihn an erster Stelle, er bestimmt und dominiert. Dieses Bild wandelt sich langsam. Immer mehr selbstbewusste Frauen treten für ihre Rechte ein und verunsichern damit den Macho-Mann. Plötzlich weiß er nicht mehr wo er steht und findet sich vielleicht in der Küche wieder. Nur, wo ist das Problem? Eure Liebsten werden euch auf Händen tragen. Bildlich gesprochen. Also ab dafür.

Nun gestehe ich Mann durchaus zu, dass er mit gewissen Vorteilen ausgestattet ist. Körperlich gesehen. Aber dicke Muskeln machen keinen Chef. Wirklich stark sein ist anders. Und Intelligenz hat nichts mit Muskeln zu tun. Auch Frauen wissen mittlerweile was sie wollen. Viele mit, viele ohne Mann. Bücher wie „Der dressierte Mann“, „Das entehrte Geschlecht“, oder „Was vom Manne übrig blieb“, sollen Linderung für Mannes arme Seele bringen. Geschrieben von vermutlich „echten Kerlen“, bauen sie den Leser wieder auf.

Mann klagt, jammert und lamentiert sehr gern, dass Frau ihn auf sein Dasein reduziert. Aber was bitte soll das sein? Frau bekommt noch immer klassisch Kinder, während Mann sie macht. Theoretisch zumindest. Als Lesbe brauche ich keinen Mann. Aber nehme ich ihm damit die Macht (in der Welt)? Über mich und meinen Körper schon. Aber ohne Sperma geht es leider nicht. Auch Lesben wollen Kinder haben. Aber ohne Stress, harte Worte und Weinseligkeit. Prost, meine Herren!

Mann erlebt vielleicht in reduzierter Form, wie es Frau seit vielen tausend Jahren geht. Plötzlich fühlt er sich unterdrückt. Und wieder muss ich lachen. Das Problem von Mann: er sieht seine Felle wegschwimmen, seine von keinem Gott gegebene Rolle. Die Rolle hat der Mensch erfunden, der gern andere unterdrückt. Nur unterdrücken Frauen keine Männer. Und sie vergewaltigen sie auch nicht. Sie machen sich allenfalls lustig. Und es adelt den Mann, der dafür ein Lächeln hat. Wir lachen mit. Wo ist das Problem?

Ich bin nicht sexistisch und hasse Männer nicht. Mein Bild von Mann hat sich über die Jahre gewandelt. Ich stehe meine Frau im Leben. Gern auch im Team mit Mann. Wolf und seine Truppe sind ein Beispiel dafür. Ich mag die Typen wirklich gern.  Mein Fazit und abschließendes Plädoyer für Mann: nur mit Respekt und Toleranz, wird es zu einer gewissen Gleichheit kommen. Im Endeffekt reduziert Mann sich selbst, wenn er in Sachen Frau noch im Mittelalter lebt. Und da gehören beide Geschlechter nicht hin. Oder sieht das wer anders?