Die Welt im Krieg – Teil 2

Die Welt im Krieg – Teil 2

Die im Dunkeln sieht man nicht

Ursprünglich sollte dieser Beitrag, wenn auch stark vereinfacht, den Kapitalismus und Neoliberalismus beleuchten, die Unterschiede klarmachen, vor allem aber die wirklichen Nutznießer benennen. Er sollte auch einige allzu einfach gestrickten Aussagen meines Beitrags über den Neoliberalismus korrigieren. Aber das geht vermutlich zu weit. Wer sich aber eine Stunde Zeit nimmt und über Vanguard, BlackRock und KKR recherchiert, wer sich, was kaum Mühe macht, über die Eigentumsverhältnisse amerikanischer und deutscher Printmedien informiert, wer hinterfragt welche Parteienvertreter im deutschen Fernseh- und Rundfunkrat sitzen, dem zeichnet sich vielleicht ein anderes Bild der Welt.

Die Globalisten, Transatlantiker, Finanzeliten, wie immer man sie nennen möchte, vertreten keine politische Ideologie. Sie nutzen sie allerdings für ihre Zwecke aus. Wahlweise, das habe ich bereits mehrfach geschrieben, haben sie dafür den Kommunismus / Sozialismus und die parlamentarische Demokratie bemüht. Faschismus und seine Sonderform, der deutsche Nationalsozialismus, gehören ebenso dazu. Die Diskussion, ob der Nationalsozialismus letztlich nur eine Form des Sozialismus ist, werde ich nicht führen. Darüber können sich Neo-Nazis mit den Jusos streiten.

Meine generelle Abneigung gegenüber Politik, die Verneinung in einer wirklichen Demokratie zu leben, aber auch die Ablehnung der verschiedenen „ismuse“, machen eine Beschäftigung damit schwierig. Für diesen Beitrag habe ich so getan, als ob ich daran glaube. Ich selbst bezeichne mich übrigens als „Kapitalistin.“ Wobei meine Geschäfte stets fair und transparent ablaufen. Profitgier oder die Übervorteilung anderer lehne ich ebenso entschieden ab, wie moralisch fragwürdige Aktiengeschäfte (Biontech, Pfizer etc.)

Die Welt im Krieg 

Wie Roland Baader habe ich eine tiefe Abneigung gegen den Sozialismus in jeglicher Form. Ich brauche keinen „starken Staat“ der mein Leben regelt. Aber ein Ausstieg aus dem System ist schwierig. Die „Corona-Testpandemie“ könnte eine Chance sein. Dazu müssen aber endlich alle begreifen, dass wir uns im „Krieg“ befinden! Doch nur wenige wollen oder können das sehen. Aber die blutigen Schlachten sind Vergangenheit, von einigen Stellvertreterkriegen abgesehen. In der Ukraine und Syrien schlagen sich dann Elitesoldaten verschiedener Nationen die Köpfe ein und testen neues Kriegsgerät.

Warum das so ist wird gekonnt verschleiert. Aber immer sind „böse Regierungen“ im Spiel. Die USA und der Westen sind selbstverständlich die Guten. Ihre Werte sollen die ganze Welt beglücken. Dass es bei diesen „humanitären Einsätzen“ nur um Macht und Geld geht, werden oder wollen die wenigsten verstehen. Die Wahrheit zu sehen ist einfach. Der englische Friedensaktivist Lord Arthur Ponsonby, den vermutlich nur wenige kennen, hat der Welt bereits 1914 10 Erkennungsmerkmale der medialen Vorbereitung auf den Krieg mitgegeben, die jeder bei der täglichen Nachrichtenauswahl im Hinterkopf haben sollte:

1. Wir wollen den Krieg nicht.
2. Das gegnerische Lager trägt die Verantwortung.
3. Der Führer des Gegners ist ein Teufel.
4. Wir kämpfen für eine gute Sache.
5. Der Gegner kämpft mit unerlaubten Waffen.
6. Der Gegner begeht mit Absicht Grausamkeiten, wir nur versehentlich.
7. Unsere Verluste sind gering, die des Gegners enorm.
8. Künstler und Intellektuelle unterstützen unsere Sache.
9. Unsere Mission ist heilig.
10. Wer unsere Berichterstattung anzweifelt, ist ein Verräter.

Wem das bekannt vorkommt, wer Parallelen zu den angeblich humanitären Einsätzen der USA in Afghanistan, dem Irak, Libyen oder Syrien sieht, ist auf der richtigen Spur. Westliche Polit-Darsteller, die lediglich Angestellte der globalen Elite sind und ihre Helfershelfer in den Medien, haben die Einsätze schöngeschrieben. Aber was haben Kriege mit dem Kapitalismus zu tun?

Das Kapital

Ich halte wenig von Karl Marx und seinen Theorien. Sein Werk hat unermessliches Leid über die Welt gebracht. Totalitäre Regime haben seine Gedanken zum eigenen Vorteil und zur Unterdrückung der Bevölkerung ausgenutzt. Die Massenmörder Stalin und Mao sind deren würdigen Vertreter. Der Ökonom Roland Baader hat allerdings die sogenannten „Intellektuellen“ als die eigentlichen Drahtzieher gesehen, wenn sich Machtverhältnisse durch Kriege verändert haben.

Professor Rainer Mausfeld nannte die Hintermänner vage „Die Eliten“, andere sprechen von Lobbyisten oder Kapitalisten. Von Regierungen bezahlte „Faktenchecker“, diskreditieren Kritiker gern. Der gute Professor wurde als Verschwörungstheoretiker abgestempelt. Der Mensch sieht leider nur, was er auch sehen will. Aktuell ist es leider so, dass viele nicht anders können. Jahrzehnte der Indoktrination, haben aus Selbstdenkern Schlafschafe gemacht.

Das Ende der Welt

Mit dem Ende der Welt ist nicht deren Vernichtung gemeint. Ich rede vom Wirtschafts- und Finanzsystem. Nur wenige hätten das vor einigen Jahren geglaubt, aber für Eingeweihte ist es offensichtlich. Es soll keinen harten Crash geben, der muss mit aller Macht vermieden werden. Die seit langem geplante Veränderung der Gesellschaft, ist als Absicherung gegen den unvermeidbaren Zusammenbruch der jetzigen Ordnung zu sehen. Erinnern wir uns an das auf Grund gesetzte Schiff. Das ist der in den Augen der Eliten einzige Ausweg aus der Misere. „Corona“ bietet die Möglichkeit dafür.

Bereits die beiden Weltkriege waren notwendig, um neue Machtstrukturen zu erschaffen. Die zentralen Rollen des United Kingdom und des Deutschen Reiches wurden abgeschafft und auf die USA übertragen. Dort entstand der mächtigste militärisch-politische Komplex der Welt. Ein Komplex sie alle zu knechten, ins Dunkel zu treiben und ewig zu binden. Im Lande Amerika, wo die Schatten drohen.

Krieg!?

Wirkliche Kriege waren irgendwann zu teuer, von kleineren Scharmützeln abgesehen. Also trieb man die Digitalisierung voran und Arbeit wurde von immer mehr Robotern übernommen. Die brauchten aber noch immer menschliche Aufpasser, auch das musste sich dann ändern. Zwar bin ich stolz darauf Japanerin zu sein, aber auch wir sind zum Teil am jetzigen Wahnsinn schuld. In Japan wird die Arbeit an der künstlichen Intelligenz vorangetrieben.

Ernst Wolff, den ich als Finanzexperten durchaus schätze, hat ein düsteres Bild der Welt gezeichnet. Bevor ich darauf eingehe möchte ich jeden bitten, sich den manipulativen Wikipedia Artikel über Herrn Wolff anzusehen. Die „Junta“, das deutsche „Wikipedia Politbüro“, hat einmal mehr zugeschlagen und ihn diskreditiert. Schon der zweite Satz „Schwerpunkt seiner oft in sogenannten Alternativmedien veröffentlichten Beiträge ist die Kritik an der internationalen Finanzwirtschaft“, soll offensichtlich einen negativen Effekt beim Leser bewirken.

Denunziert mich!

Jeder kann sich irren, auch Ernst Wolff. Lächerlich wird allerdings, wenn eine gewisse Kira Ayyadi, die in Verbindung zur Amadeu Antonio Stiftung steht, Ernst Wolff als „selbst ernannten Ökonom“ kritisiert, der „unseriös“ sei, da er beim Rubikon, KenFM, NuoViso und Kla.TV publiziere. Eine angeblich linke Autorin kritisiert andere linke Medien, die eine andere Meinung vertreten. Apropos Linke! Die Chefin der Amadeu Antonio Stiftung, Anetta Kahane, ist übrigens eine ehemalige Stasi-Mitarbeiterin. (1)

Auch ich bin „selbsternannt“ wenn ich ökonomische Aussagen treffe. Wer sonst sollte mich „ernennen?“ Vielleicht Klaus Schwab? Dieser Psychopath steckt nicht nur nach Meinung Wolffs hinter den jetzigen Maßnahmen. Das sehe ich anders, allerdings hat er seine Finger zum Teil im Spiel. Schwab ist eine Art Sprecher oder Moderator, den die wirklich Mächtigen gern vorschieben, um selbst unsichtbar zu sein. Dass seine Ideen gefährlich sind ist unbestritten. Es ist aber fraglich, ob sie wirklich alle von ihm stammen.

Der digitale Komplex

Schaut euch Ernst Wolffs Video an. Was er darin anspricht deckt sich mit dem, was ich seit einiger Zeit beobachte und worüber ich bereits geschrieben habe. Er bringt es allerdings direkt auf den Punkt. Corona, SARS-CoV-2 mag als Virus existieren oder nicht, das spielt keine Rolle. Aber die damit erzeugte Angst ist real. Diese Angst ist es, die die Menschen lähmt und wie Schlachtvieh zur rettenden „Impfung“ eilen lässt. Dass die unnötig ist, in vielen Fällen sogar tödlich, haben erst die wenigsten begriffen.

Mit der geplanten Abschaffung des Bargeldes, dem Schritt hin zum Digitalgeld der Zentralbanken, dem Umbau der Wirtschaft und des Modells Arbeit, kann das Grundeinkommen für alle eingeführt werden. Bitte dazu das Video anschauen! Die „verpflichtende“ Impfung könnte somit zum Garant für dieses Grundeinkommen werden. Ohne „Impfung“ gibt es wenig oder nichts, der „Impfling“, sofern er die Spritzen überlebt, bekommt einen Bonus.

Dystopische Aussichten?

Wollfs Aussagen mögen, wie meine auch, den einen oder anderen Fehler haben, man kann Dinge immer anders sehen. Vielleicht werden einige oder alle Leser mit meinem Beitrag unzufrieden sein und weiterhin lokalen Politikern die alleinige Schuld an der Misere geben. Natürlich trägt eine Angela Merkel Schuld, ebenso ein Jens Spahn. Aber sie sind kleine Lichter in diesem globalen Spiel. Spahn wurde gekauft, das ist mehr als offensichtlich. Merkel ging es immer nur um Macht und Aufmerksamkeit. Das war ihr bisheriger Lohn. Vielleicht bekommt sie am Ende noch ein weiteres Zuckerstückchen.

Mir ist bewusst, dass meine politischen Beiträge provokant sind und Löcher in die rosa Wattewelt von Lesern reißen. Das ist durchaus beabsichtigt. Wer stattdessen Katzenbilder mag, wird anderswo besser fündig werden. Auch wenn dieser Beitrag erneut eine Dystopie abbildet, Angst haben sollte niemand. Aber jeder sollte wenigstens ansatzweise wissen was geschehen kann. Ob es so kommt weiß ich nicht. Nur die Hände in den Schoß zu legen, so zu tun als ob alles in Ordnung sei, ist der denkbar schlechteste Weg in dieser verrückten Zeit.

Die globalen Eliten führen „Krieg“ gegen die eigene Bevölkerung. Auf diese Kernaussage kann man den Beitrag reduzieren. Es liegt an euch, an uns allen endlich dagegen aufzustehen und unser Leben wieder selbst zu bestimmen. In welcher Form das geschieht, wird die nahe Zukunft zeigen. Für heute habe ich fertig. Tschüss!

(1) Die Täter sind unter uns (Hubertus Knabes Artikel über Anetta Kahane)

Video:

Vortrag von Ernst Wolff

Die Welt im Krieg – Teil 1

Die Welt im Krieg – Teil 1

Vorwort

Aus einem kleinen Beitrag ist ein textliches Monster geworden, das am Stück zu lesen vermutlich schwierig ist. Daher habe ich einen Zweiteiler daraus gemacht, den ich, ganz gegen meine sonstige Gewohnheit, am gleichen Tag veröffentliche. Vielleicht mag mir der eine oder andere Leser sagen, ob das die Lesbarkeit erhöht.

Vor einigen Jahren habe ich bereits den Beitrag „Der Unsichtbare – Neoliberalismus in der Kritik“ geschrieben, der unter anderem auf den Vorträgen von Professor Rainer Mausfeld basiert. Schon damals schrieb ich, dass mein Blog kein Wirtschaftsmagazin darstellt. Daher habe ich ganz bewusst einfache Sätze genutzt. Leider ist die Aufklärung des Professors quasi verpufft. Seine Zuhörer sind wieder nach Hause gegangen und haben ihr Leben gelebt.

Wetterbericht

Vergleicht man die Aufklärung mit dem Wetterbericht, so hat Professor Mausfeld vor einem drohenden Unwetter gewarnt. Allerdings so vage, dass es vermutlich nur für wenige wirklich glaubhaft war. Wir alle kennen doch die Trefferquote der Wetterfrösche. Die haben sich schon oft geirrt. Der Professor hat die drohende Wolkenfront wirklich gesehen. Ein Patentrezept dagegen hatte er leider nicht. Allenfalls konnte er zum Gebrauch von Regenschirmen raten.

Aber während Otto Normalbürger weitgehend untätig blieb, haben Ökonomen tiefer geblickt und sich gedanklich über die möglichen Folgen des Unwetters ausgelassen. Sie haben Bücher geschrieben und Menschen bei der Anlage ihres Vermögens beraten. Immer wieder tauchten auch Crash-Propheten auf, die vom „baldigen Ende“ des Wirtschafts- und Finanzsystems orakelten. Aber der erwartete Zusammenbruch wollte einfach nicht kommen. Dafür kam „Corona.“

Kapitalismus 1

Allgemein wird der Kapitalismus als böse angesehen. Karikaturisten zeichnen gern feiste Männer mit Zigarren, die auf Kosten ausgemergelter Arbeiter leben. Diese bewusst überspitzten Zeichnungen zeigen aber nur die möglichen Auswüchse des Kapitalismus auf. Der reine Kapitalismus ist weder gut noch böse. Er ist immer das, was man daraus macht.

„Kapitalismus ist ein Sozialsystem, das auf einem simplen Prinzip der Gerechtigkeit basiert: Einer Person, die sich aus freien Stücken anstrengt, steht die volle Verfügbarkeit über die daraus resultierende Zufriedenheit zu. Kapitalismus stellt das Individuum und dessen natürliche Rechte, inklusive dessen individuelle Freiheit, in den Mittelpunkt des Sozialsystems.“ (Hollenbeck, 2016)

Vermutlich werden sich nun einige Leser die Augen reiben und mit Unverständnis reagieren. Der Kapitalismus als Sozialsystem? Bin ich von allen guten Geistern verlassen? Nein, meine Damen und Herren. Nicht das Werkzeug ist dafür verantwortlich, wenn etwas daneben geht. Dafür verantwortlich ist derjenige, der das Werkzeug führt und es zu einer Waffe macht.

Der Sturm

Zurück zum Wetterbericht und seiner Nichtbeachtung durch die Massen. Der heutige Mensch hat allerdings kaum eine Chance, um sich aus der Spirale von nicht selbstständiger Arbeit und Konsumrausch zu befreien. Grellbunte Werbeplakate suggerieren ihm, dass das neue Smartphone besser und das neue Automodell schneller als das alte ist. Die Kinder brauchen neue Schuhe, die Ehefrau bittet um mehr Haushaltsgeld. Unserem Menschen bleibt also kaum noch Zeit sich unabhängig über Politik und die Welt zu informieren. Stattdessen schaltet er den Fernseher ein und wird dort gezielt manipuliert.

Beim dritten Bier und schon leicht schläfrig, wird er Flutkatastrophen im fernen Asien sehen. Die Europäische Zentralbank hat die Zinsen gesenkt, was unseren erschöpften Menschen freut. Das kleine Reihenhaus braucht nämlich ein neues Dach. Die Wahlen stehen auch bald vor der Tür. Unser Mensch schaut gähnend auf die Wahlwerbung aus der Flimmerkiste. Vermutlich wird er die Hübsche mit den dunklen Augen wählen. Was sie zu sagen hat, ist ihm egal.

So in etwa, wenn auch stark überspitzt, sieht der moderne Mensch sein Leben. Er weiß als Fabrikarbeiter oder Architekt wenig über Wirtschaftskrisen oder wie sie entstehen. Vielleicht freut er sich darüber, dass die Regierung „seine Bank“ gerettet hat, die bei der letzten Krise strauchelte. Sein erspartes Geld ist dadurch sicher. In dieser Illusion leben viele Menschen, die nichts vom Finanzsystem verstehen. Sie haben keine Ahnung davon, dass sie bildlich gesehen auf einem Schiff leben, der Sturm längst über sie hereingebrochen ist und sie quasi in seinem Auge manövrieren.

Das Schiff

Der Kapitän und seine Mannschaft haben in den Augen der Passagiere etwas geleistet, das deren Hochachtung verdient. Das Schiff einigermaßen auf Kurs zu halten und im ruhigeren Fahrwasser zu manövrieren, hat, so glauben sie, Leben gerettet. Die Passagiere murren zwar, wenn die Rationen knapper werden, aber sie finden sich letztlich damit ab. Zwar wissen sie, dass es dem Kapitän und der Mannschaft besser geht, gestehen ihnen aber die größeren Rationen zu. Was sie nicht wissen, es war nie notwendig in den Sturm zu fahren. Der Kapitän hat das auf Anweisung der Reederei gemacht.

Unterdessen werden die eingesparten Rationen entweder an andere Schiffe verkauft oder von den Reedern selbst gegessen. Die Passagiere haben keine Ahnung davon, dass es jenseits des Sturmes ruhige Gewässer gibt. Dort wären alle in Sicherheit. Käme der Sturm, könnte das Schiff einfach weiterfahren und wäre nie in Gefahr. So vergehen die Jahre und das Schiff hat immer größere Mängel aufzuweisen. Dort tropft es, hier knarrt es. Auch die Geschwindigkeit nimmt ab. Der stark gealterte Kapitän, der nur noch auf einem Auge sehen kann, ist kaum mehr in der Lage das Schiff auf Kurs zu halten und gerät immer öfter in die wilderen Wasser des Sturms. Das Schiff wird in absehbarer Zeit kentern.

Die Reeder und ihre Nachkommen suchen händeringend nach einem Ausweg. Zähneknirschend wird das Schiff notdürftig repariert und der Kapitän gegen einen jüngeren ausgetauscht. Auch die Mannschaft wird nach und nach ersetzt. Den murrenden Passagieren werden Ausflüge auf ruhige Inseln angeboten. Prompt sind sie wieder still. Dann läuft das Schiff auf ein Riff, es kommt fast zur Katastrophe. Der betrunkene Kapitän wird entlassen, ein anderer nimmt seine Stelle ein. Wieder wird das Schiff repariert. Diesmal werden aber die Passagiere zur Kasse gebeten. Sie müssen einen Großteil der Kosten übernehmen. So und nicht anders kann man einfach erklärt den Zustand des Finanzsystems sehen.

Der Kurs

Das Schiff wird untergehen, das ist sowohl den Reedern wie auch dem Kapitän bewusst. Der alte Kahn ist kaum noch auf Kurs zu halten. Was also tun? Die Reeder und der Kapitän suchen gemeinsam nach einem Ausweg. Soll man ein neues Schiff bauen? Das, so wissen die Reeder, würde alles noch eine ganze Weile verlängern, aber enorme Kosten verursachen. Aber da gäbe es diese Insel, die aber keinen Platz für alle Passagiere hat. Also setzt man einige Schlangen auf der Insel aus. Einige davon sind leicht giftig, andere sehen nur so aus. Ein Erkundungstrupp des Schiffes wird dann auch prompt gebissen. Ein Matrose stirbt, die anderen kommen mit dem Schrecken davon.

Der Kapitän lässt als seine letzte Tat das Schiff auf Grund laufen, die meisten Menschen gehen von Bord. Auf der Insel gibt es Obstbäume, im Lagerraum des Schiffes findet sich Getreide. Die Menschen richten sich auf der Insel ein, sie bauen Unterkünfte und helfen sich gegenseitig. Streit gibt es kaum. Die Insel hat einen äußerst fruchtbaren Boden, den man gut bewirtschaften kann. Aber die Menschen leben in ständiger Angst vor den Schlangen. Einige ältere Menschen werden gebissen und sterben, die jüngeren kleben oft nur ein Pflaster auf die Wunde. Sie wissen nicht, dass der Schiffsarzt die Alten absichtlich falsch behandelt, um mehr Platz auf der Insel zu schaffen.

Kapitalismus 2

Nach diesem Ausflug in bildliche Gefilde sollte jeder in etwa verstehen, wie das Finanzsystem funktioniert. Natürlich ist alles noch viel komplexer, als ich das hier darstellen kann. Die Welt hat seit Jahren auf Pump und am Abgrund gelebt. Die Finanzkrise 2008 war die letzte Warnung. Der Plan die Weltwirtschaft und mit ihr die Gesellschaft umzubauen, hat schon länger existiert. Was fehlte war der richtige Zeitpunkt. Aber weder HIV (Aids), noch die Vogel- oder Schweingrippe haben als Mittel funktioniert. Vielleicht waren diese Krankheiten auch nur erste Tests. 2019 war es dann soweit, der Einstieg in die Veränderung wurde mit SARS-CoV-2 geboren.

Der leider schon verstorbene Ökonom Roland Baader, hatte seine ganz eigenen Ansichten in Bezug auf den Kapitalismus. Er schrieb: „Betrachten wir Deutschland doch einmal mit ‚kapitalistischen Augen‘. Wir erkennen ein Land mit einem staatlichen (d.h. sozialistischen) Rentensystem, einem staatlichen Gesundheitswesen, einem staatlichen Bildungswesen, mit staatlich und gewerkschaftlich gefesselten Arbeitsmärkten, einem konfiskatorischen Steuersystem, einer Staatsquote von über 50%, mit einem erheblich regulierten Wohnungsmarkt, einem massiv subventionierten und regulierten Agrarsektor und einer in einem komplizierten Geflecht zwischen Markt und Staat eingebundenen Energiewirtschaft, mit mindestens hunderttausend Betrieben in ‚kommunalem Eigentum‘ (d.h. Staatseigentum) und einem staatlichen Papiergeldmonopol, ja sogar mit einem Staatsfernsehen samt Zwangsgebühren. Wir erkennen ein Land, in dem fast 40% der Bevölkerung ganz oder überwiegend von Staatsleistungen lebt und in welchem das gesamte Leben der Bürger von staatlichen Regelungen überwuchert ist. Wer diesen 80%-Sozialismus als Kapitalismus bezeichnet, muss mit ideologischer Blindheit geschlagen sein. Und wer gar von Turbo- oder Raubtierkapitalismus redet, den muss der Verstand ganz verlassen haben.“ (Roland Baader, deutscher Volkswirt; 1940-2012)

Hat Baader recht? Wie viele Libertäre konnte oder wollte er nur seine Sicht der Dinge zulassen. So schreibt etwa Professor Frank Hollenbeck, dass die meisten nicht verstehen was Kapitalismus wirklich ist und ihn mit unserem derzeitigen System von Parteibuchwirtschaft, Korporatismus, Merkantilismus oder irgendeinem anderen „ismus“ verwechseln. Das kann man so sehen oder der Sicht von Professor Thorsten Polleit folgen, der vom Interventionismus spricht. Hollenbeck und Polleit sind kluge Männer. Wer Zeit und Lust hat kann ihre Schriften gern lesen. Vor allem Polleits Buch „Der Antikapitalist“ empfand ich als Bereicherung. Ich bezeichne die uns beherrschenden Eliten trotzdem als politisch-medialen Komplex, obwohl diese nur die „Angestellten“ der Globalisten sind. Die und sonst niemand regieren (indirekt) die Welt.

Weiter geht es in Teil 2.

Die Gedanken sind frei – Mein Kommentar zum 08. Mai

Die Gedanken sind frei – Mein Kommentar zum 08. Mai

Die (nicht existierende) Corona-Pandemie ist quasi zu Ende und schon zerbricht die kurzfristige Einigkeit oppositioneller Kräfte. Erst vor wenigen Wochen zugeschüttete Gräben werden vom in die Augen gestreuten Sand befreit und das verbale Sturmgewehr aus dem Waffenschrank genommen. „Durchladen, anlegen, Feuer frei!“, ist nun wieder die Devise. Rotfront marschiert gegen die SA. Aber Moment, wir schreiben doch nicht 1933 oder habe ich etwas verpasst? Ist es also schon wieder verboten in Deutschland seine Meinung zu sagen, wenn sie nicht zum Narrativ des Mainstreams passt?

Die Lebenden und die Toten

Aktuell entzünden sich die Gemüter am „bösen“ Herrn Gauland, dem Mitbegründer der noch „böseren“ AfD. Gauland natürlich (k)ein klarer Faschist, hat mal wieder in die Vollen gegriffen und das Overton-Fenster ganz weit aufgerissen. Ich überlege wie das in Japan ist, ob wir auch den Tag unserer Niederlage feiern. Der vorherige Kaiser, der trotz gegenteiliger Meinung im Westen, noch immer die höchste Autorität in Japan ist, hat sich schon vor Jahrzehnten für die Kriegsverbrechen entschuldigt und auch sein Sohn und Nachfolger hat tiefe Reue gezeigt. Damit ist für Japan(er) das Thema abgeschlossen, was man im Westen wieder nicht versteht.

Der Tenno ist für Japaner eine Art Vaterfigur, er steht für die Nation. Machtlos oder nicht, einem auch nur indirekt ausgesprochenen Wunsch, wird sofort Folge geleistet. Das ist in Japan nun mal so. Japaner, quasi die Kinder des Tenno, orientieren sich an dessen Verhalten. Das Kind muss sich also nicht für eine Tat des Großvaters entschuldigen, wenn dies dessen Sohn und / oder Enkel bereits macht. Wer dies anders sieht, dem kann ich nicht helfen. Aber mir zum Beispiel vorzuwerfen, dass ich schuldig an Kriegsverbrechen des Zweiten Weltkriegs sei, ist ziemlich daneben. Zustimmung von meiner Seite gibt es, wenn die japanischen Kriegsverbrechen als Fehler angesehen werden. Allerdings hat Japan dafür bereits mit den Toten von Hiroshima und Nagasaki bezahlt.

Schuld und Sühne

Warum müssen es immer westliche Stimmen sein, die vor einem „neuen Nationalismus“ in Japan warnen? Sind die Japaner zu dumm oder verblendet, um die Entwicklung nicht zu sehen? Dass Japan „aufrüstet“, ist kaum von der Hand zu weisen. Primär haben wir das wirtschaftlich gemacht, was vor einigen Jahrzehnten in brutalen wirtschaftlichen Sanktionen der USA geendet ist. Im Westen haben das nur Finanz-Experten und Politiker erkannt, Japan hat trotzdem überlebt. In meiner Heimat ticken die Uhren nun mal anders. Ob das auch nach Corona so bleibt und die LDP weitere Jahrzehnte regiert, werden wir bald sehen. Wirkliche Alternativen sehe ich noch nicht.

Im von den eigenen Bürgern ungeliebten Deutschland, wird seit Jahrzehnten erbittert über die deutsche Erbschuld gestritten, die vermutlich noch tausend weitere Generationen gelten soll. Nun sehe ich das anders, darüber habe ich bereits vor Jahren mit LeserInnen debattiert. Auch aktuell sehe ich keinen Grund zum Jubel. Jeder Krieg ist falsch, aber die Verbrechen der Sieger ebenso. Gaulands Äußerungen sehe ich durchaus kritisch. Vielleicht wird der alte Politfuchs doch langsam senil. Allerdings bringt er damit die AfD wieder in die Medien, das hat mal wieder keiner der Kritiker gesehen.

Die Gewaltigen

Der absolut nicht neutrale SPD-Bundespräsident Steinmeier spricht in seiner Rede zum 08.Mai von der Faszination des Autoritären, die viele gern wieder sähen. Ob er damit die der Regierung hörigen GEZ-Medien meint? Was ist mit der seit Jahren verschwiegenen Gefahr durch antifaschistische Truppen, kurz Antifa genannt? Wird deren Terror weiter geduldet? Warum wollen die deutschen Lämmer nicht begreifen wie egal es ist, ob sie „Linke“ oder „Rechte“ wählen? Das Ergebnis bleibt immer gleich und heißt letztlich totalitärer Staat. Wer den verhindern möchte, sollte sich lieber Schulter an Schulter mit dem politischen Gegner stellen und geschlossen dagegen protestieren. Streiten kann man sich später immer noch. Dann aber bitte sachlich und ohne persönlich abwertendes Vokabular.

Die Mitglieder von Widerstand 2020 als Spinner abzutun, zeugt von einem schlechten Demokratieverständnis. Herr Dr. Schiffmann mag politisch naiv sein, dumm ist er trotzdem nicht. Aber diese Naivität teilt er mit Millionen anderer, die täglich Tagesschau und Heute-Journal konsumieren. Vielleicht scheitert seine „Partei“, vielleicht kann sie sich auch etablieren oder den Druck auf Führerin Merkel erhöhen. Vielleicht ist alles nur ein abgekartetes Spiel, um der Masse etwas vorzugaukeln. Möglich ist alles. Als politische Strategin hätte ich es so oder ähnlich gemacht.

Ein bisschen Frieden

Meiner Meinung nach sollte man am 08. Mai weniger politische Parolen skandieren und lieber für den Frieden Werbung machen. Ein Land aber, dass nur sklavisch amerikanische Interessen vertritt und seine Militärausgaben weiter nach oben schraubt, dieses Land, bzw. seine politischen Vertreter, sollten vielleicht den Mund nicht allzu weit aufmachen. Sonst könnte es sein, dass Corona doch noch den einen oder anderen mit ins Jenseits nimmt. Dort könnten sie dann mit den Monstern Stalin und Hitler Reigen tanzen und deren Opfer zählen.

Bevor nun wieder ein Aufschrei durch die Reihen meiner LeserInnen geht und der Scheiterhaufen für mich entzündet wird, möchte ich auf den sehr guten Beitrag von Bernhard Trautvetter im Rubikon hinweisen. Er bringt auf den Punkt, was viele übersehen. Vielleicht lüftet das für einige den Vorhang für das politische Schmierentheater. Aber jeder darf das gern anders sehen.

Rubikon: Die Internet-Inquisition

Gedanken einer Ausländerin: Die Welt im Krieg

Die Welt im Krieg ist eine 26-teilige britische Fernseh-Dokumentarserie, die sich mit der Zeit des Zweiten Weltkriegs beschäftigt. Aber um diese einseitige und sehr britische Sicht der Dinge geht es in diesem Beitrag nicht. Ich möchte vom Dritten Weltkrieg berichten, der sofort nach dem Ende des Zweiten begann. Kurze Pause, harter Schnitt. Krieg? Wir haben doch Frieden!

Frieden für Europa

„Die Europäische Union (EU) hat dauerhaften Frieden für Europa gebracht“, wird gern als Narrativ genommen, um eine Lanze für das vereinte Europa zu brechen. Gern wird dabei übersehen, dass Europa und die EU zwei verschiedene Dinge sind. Die EU in ihrer jetzigen Form existiert seit dem 1. Dezember 2009 und ist aus der wesentlich früher gegründeten EWG bzw. EG hervorgegangen.

Die EWG, die Idee des vereinten Europa hatte auch den Grund, das (wirtschaftlich) gefährliche Deutschland quasi abzuschaffen. Eingebunden in den Staatenbund sollten die Deutschen von ihrer angeblichen Kriegslust geheilt werden. Deutsche Politiker haben dem willig zugestimmt und Deutschland doch wieder zur stärksten (Wirtschafts)Macht in Europa gemacht.

Im Gegensatz zu den (dummen) Deutschen, haben die anderen Staaten meist nationale Interessen in den Vordergrund gestellt. Als Folge ist Deutschland zum Zahlmeister der jetzigen EU mutiert und finanziert z. B. die französische Wirtschaft gleich mit. Frankreichs ungeliebter Präsident lacht sich ins Bankerfäustchen und gibt das Geld auch für Waffen zum Einsatz gegen die eigene Bevölkerung aus. Womit wir schon fast beim Krieg gegen die eigene Bevölkerung wären, der seit Jahren in Europa tobt.

Macron Démission!

Frankreichs Präsident Macron, der in einem Handstreich der Hochfinanz zu Amt und Würden kam, die Presse hatte die Angst vor der „bösen Rechten“ Marine Le Pen geschürt, hat sich (scheinbar) verzockt. Um seinen Auftraggebern zu gefallen, um frisches Geld von seinen Untertanen für absurde Pläne wie eine Europa-Armee zu bekommen, kündigte er Steuererhöhungen an. Das reichte den Franzosen, um endlich (wieder) auf die Straße zu gehen.

Schaut man genauer hin wird sich die Frage stellen, ob jemand hinter den Gelbwesten steckt. Oder ist es wirklich eine reine Bürgerbewegung? Linke wie rechte Parteien werfen sich gegenseitig vor die Urheber zu sein und laufen doch brüderlich vereint bei den Demonstrationen mit. Bahnt sich hier eine politische Konstellation wie in Italien an?

Es gibt noch anderen Thesen, deren Wahrheitsgehalt fragwürdig ist. Unter anderem wird die CIA mit dem Satz „Die können das, die wissen wie es funktioniert“, beschuldigt. „Was wäre, wenn alles wieder nur ein Schauspiel ist?“, käme mir als Frage in den Sinn.

Kein bisschen Frieden

Wer gute Nerven hat und mit der ungeschminkten Wahrheit umgehen kann, dem sei ein Blick auf die „Nachdenkseiten“ empfohlen. Albrecht Müller hat dort die Opfer von französischer Polizeigewalt aufgelistet. Zwar gab es auch Übergriffe gegen die Polizei aus den Reihen der Demonstranten, aber die Mehrheit der Gelbwesten ist friedlich eingestellt.

Was sich in Frankreich zeigt, haben die USA weltweit schon seit Jahrzehnten perfektioniert. Nach eigenem Gutdünken haben sie Aufstände angezettelt und Regierungen in verschiedenen Ländern gestürzt. Nachdem Syrien schon wieder nicht funktionierte, ist das an Erdöl reiche Venezuela der nächste Kandidat. Dort buhlen China, Russland und die USA um die Vorherrschaft. Dass die USA, als Erdöl-Hauptabnehmer Venezuelas, nun aus humanitären Gründen die Opposition unterstützen, ist ein Märchen aus 1001er Nacht.

Sieht man von den wirklichen Kriegen ab und richtet den Blick auf einzelne Staaten, gezielter auf die Machenschaften der Banken und Großkonzerne, wird vielleicht klar, was Klassenkampf wirklich bedeutet. Auch wenn es nur wenige glauben, es findet seit Jahren eine gezielte Umverteilung statt. Der Großteil der Bevölkerung wird mit Almosen und allerlei Tricks bei Laune gehalten. Merke: Wenn man dem Steuerzahler immer nur ein bisschen nimmt, tut es nicht ganz so weh.

Auge um Auge, Zahn um Zahn

Deutschland, Europa und auch die USA sind überwiegend christlich geprägt. Christliche Werte bestimmen den Alltag und den (Aber)Glauben der Menschen. JapanerInnen haben damit kein Problem. Wir sind zwar überwiegend Buddhisten, aber irgendwo auch Shintoisten und christliche Bräuche mögen wir auch recht gern.

Als Buddhistin war ich vom Religionsunterricht befreit, habe mich aber freiwillig neben meine Freundin Nathalie gesetzt und den Geschichten um Jesus und seine Apostel gelauscht. Schon damals fielen mir gewisse Ähnlichkeiten mit dem Buddhismus auf. Ich mochte die friedlichen Christen.

Eine Japanerin (be)sucht Gott

Klein-Mayumi ist also tapfer mit in die Kirche marschiert und hat der Pfarrerin zugehört. Eines Tages, ganz meiner Natur entsprechend, hat sich mein Widerspruch geregt, als ich von den 10 Plagen gelesen habe. „Warum hat dieser Gott Kinder umgebracht?“, wollte ich wissen, „das war falsch!“ Die Pfarrerin erklärte mir, dass Gott sich niemals irre und wir ihn nicht mit menschlichen Maßstäben messen könnten.

Wenn ich mich richtig erinnere, ich war damals erst 9 Jahre alt, habe ich der Geistlichen heftig widersprochen und gesagt „Wenn dieser Gott wirklich so mächtig ist, wieso hat er die Juden nicht einfach aus Ägypten geführt? Wieso musste er diese 10 Plagen schicken?“ Wieso, weshalb, warum …?

„Buddha lehrt uns keine Gewalt auszuüben“, habe ich ihr erklärt, „er hätte das niemals getan!“ „Aber du hast doch auch schon Jungs verprügelt“, kam der schmunzelnde Konter. „Ich habe mich gewehrt!“, gab ich empört zurück. „Außerdem leben die ja noch und sie haben angefangen!“ Kindermund tut Wahrheit kund.

Friede sei mit euch!?

Die Frau hat mit viel Geduld versucht mich zu überzeugen und ist natürlich gescheitert. Danach empfand ich die Christen als weniger friedlich und ihr Gott war mir suspekt. Ich habe Nathalie in den buddhistischen Tempel in Düsseldorf mitgenommen, das fand sie richtig toll. Mit der Zeit hat sie beschlossen ihren eigenen Glauben zu pflegen. Buddha für immer.

Ich habe trotzdem in der Bibel gelesen und ab und an mit der Pfarrerin debattiert. Die Frau war nett, aber mir geistlich nicht gewachsen. Dabei sind Buddhas Lehren für jedermann. Aber offenbar nichts für evangelische Christen. Was mich zum eigentlichen Kern des Beitrags führt: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Damit habe ich so mein Problem.

Da haben wir also dieses „Tier“ in Syrien, wie der Herr Trump den syrischen Herrscher bezeichnet hat. Der Herr Trump, das wissen wir alle, twittert für sein Leben gern. Und der Herr Trump ist auch der oberste Weltpolizist. Er und seine USA. Geht ja mal so überhaupt nicht, dass so ein Diktator wie der Herr Assad die eigene Bevölkerung massakriert! Das machen die Amerikaner zwar auch, aber die nennen das anders. Was macht das schon, wenn mal wieder ein Cop einen unschuldigen Schwarzen erschießt! Fair wäre es, wenn dann eine afrikanische Armee in die USA marschiert. Rufen wir doch mal im Kongo an.

The Good, the Bad and …?

Als guter Christ muss der Herr Trump also christliche Raketen schicken, die den Herrn Assad bestrafen. Zwar hat er keinerlei Beweise, aber als Weltpolizist ist er sowas wie Gott und der irrt sich bekanntlich nicht. Die Anschuldigung genügt sich also wieder einmal selbst, wie schon im Fall Skripal. Ich weiß nicht, welches Gift angeblich gegen den Mann eingesetzt worden ist, aber ich habe meinen Onkel, den Polizisten gefragt und der sein Team vom Labor.

Wenn es Nervengift war, so deren einhellige Meinung, war die Dosis minimal. Sonst wären Dutzende, vielleicht Hunderte gestorben. Das ist so bei Nervengift. Mal ehrlich, so stümperhaft kann kein Geheimdienst sein. Vielleicht war es auch nur eine Warnung? Nein, mit Nervengift spaßt man nicht. Auch minimale Spuren sind langfristig tödlich. Wobei lang relativ zu sehen ist. Aber die deutschen Medien verschweigen das. Oder sie haben mal wieder einen schlampigen Job gemacht. Kann ja mal passieren …

Überhaupt sollten die Medien hellhörig geworden sein, als die Amerikaner angebliche Forschungseinrichtungen der Syrer bombardierten. Man beschießt also Einrichtungen, in denen vermutlich chemische Kampfstoffe lagern und riskiert zig Tausend Tote? Wieso denkt eigentlich keiner nach bevor er den Mund aufmacht und solchen Quatsch verbreitet? Ich vergaß, weil die Medien das denken für die Bevölkerung übernehmen. Vielleicht ist es an der Zeit genau das zu ändern.

Ein bisschen Frieden

Nun sind auch BuddhistInnen nicht immer friedlich, wie man an meinem Beispiel gut erkennt. Nur schieben wir niemals den Glauben vor, wenn wir anderen den Hintern versohlen. Wir haben immer einen anderen Grund. Das Argument „Myanmar“ ist übrigens so dumm wie lächerlich. Was dort passiert ist purer Rassismus und hat nichts mit dem Glauben zu tun. Aber auch das hat wieder niemand gewusst.

Japan hat eine kriegerische Vergangenheit und auch mir sind Maßnahmen gegen Ungerechtigkeit nicht fremd. Nur kann ich unterscheiden wann es eine Backpfeife gibt und wann einen Tritt in den Hintern. Der Herr Trump, den seine ultrageheimen Geheimdienste auf Kurs gebracht haben, hat erneut überreagiert. Und morgen schießt er dann Raketen nach (Land deiner Wahl)?

Was die meisten übersehen, ein Präsident der USA ist nur für einige Jahre gewählt. Die Geheimdienste aber bleiben für immer. Vielleicht schaut der eine oder andere einmal nach dem Begriff „Tiefer Staat.“ Vielleicht gehen dann einigen die Augen auf. Aber vielleicht schlafen sie auch für immer.

The Bad, the Ugly and …?

Wer ist nun böse, wer zeigt der Welt wirklich die hässliche Fratze der Gewalt? Vielleicht sollte sich der Westen intensiver um die Weißhelme in Syrien kümmern und nachfragen wer die gegründet hat. Vielleicht wäre man überrascht, dass es ein britischer Ex-Söldner war. Vielleicht sollten sich deutsche MedienvertreterInnen fragen, warum deren Angehörige IS-Flaggen tragen, oder warum der IS oft nebenan residiert.

Vielleicht wäre die Öffentlichkeit auch überrascht, dass die USA die Weißhelme mit 23 Millionen US-Dollar und die Briten mit 32 Millionen Pfund unterstützen. Und vielleicht, aber nur vielleicht sollte man weniger Tagesschau glotzen und vielleicht auch keinen Antisemiten zujubeln, denen eine verblödete Musikindustrie auch noch Echos verleiht. (M)Ein Lob an Campino, der das sofort angesprochen hat.

Der Herr Assad ist nun mit Sicherheit kein Heiliger, so wenig wie das der Herr Putin ist. Und der Herr Trump ist auch kein Guter, aber das haben wir alle schon gewusst. Wer wirklich die Fäden zieht, was so in Syrien passiert, das füllt nun bereits mehrere Bücher, die natürlich alle von angeblichen Verschwörungstheoretikern geschrieben worden sind. Die könnte man auch lesen. Alternativ auch mich.

Es steht in der Zeitung, es ist also wahr!

Ich zitiere mich selbst aus meinem Beitrag vom letzten Jahr: „Unsere Medien werden zum größten Teil von nur drei globalen Nachrichtenagenturen gefüttert, mit Sitz in New York, London und Paris. Kein Redakteur einer Lokalzeitung war also jemals vor Ort in Kriegsgebieten oder hat mit einem Staatschef ein Interview geführt.

Daher sind die Überschriften oft nicht nur ähnlich, sie sind so identisch, als ob es sich um eineiige Zwillinge handelt. Eine Untersuchung  der Syrien-Berichterstattung von je drei führenden Tageszeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz illustriert diese Effekte deutlich: 78% aller Artikel basieren ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0% auf investigativer Recherche.

82% aller Kommentare und  Interviews sind USA/NATO-freundlich, während Propaganda ausschließlich der Gegenseite zugeordnet wird. So werden Meinungen gemacht, das neue Feindbild entsteht.

Die Namen der drei Agenturen kennt jeder: AP (Associated Press), mit weltweit über 4.000 Mitarbeitern und Sitz in New York. AP versorgt rund 12.000 Medien weltweit und erreicht so die Hälfte der Weltbevölkerung.

AFP (Agence France Press), mit Sitz in Paris, ist der zweite Kandidat. Auch hier man rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt und teilt sich den restlichen Markt mit Reuters in London, die etwas mehr als 3.000 Mitarbeiter hat.

DPA, SDA (Schweizerische Depeschenagentur), ADA (Austria Presse Agentur) sind nur relativ kleine (nationale) Lichter, wobei die Deutsche Presse Agentur führend ist und noch rund 1.000 eigene KorrespondentInnen unterhält.

Wenn man jetzt noch weiß, dass das amerikanische Pentagon mehr als 27.000 PR-Spezialisten beschäftigt, diese über ein jährliches Budget von rund 5 Milliarden Dollar verfügen, diese Spezialisten nichts anderes tun, als Geschichten zu verbreiten, ahnt man vielleicht das ganze Ausmaß der Manipulation.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, niemand bezichtigt das Pentagon der Lüge, aber sie liefern Informationen an die drei Agenturen, die niemand nachprüfen kann. Also schlagen vielleicht „russische Rakten“ in Syrien ein und implizieren einen russischen Aggressor.

Dass die Raketen von den Rebellen stammen, sieht die Öffentlichkeit natürlich nicht. Und kein Journalist prüft es nach. Keiner? Wer es doch wagt, wer vielleicht arabisch spricht, wer eine andere Meinung propagiert, wird sofort als Lügner und Verschwörer abgestraft. Damit Putin „der Böse“ bleibt.“

Auge um Auge, Zahn um Zahn bekommt auf diese Weise eine völlig neue Bedeutung. Die Welt, das ist kein friedlicher Ort, die Welt, das ist in Wirklichkeit ein Dschungel, der von Raubtieren und Schafen bevölkert ist. Nur leider haben die Schafe vergessen, dass sie in der Überzahl sind. Endlich aufzuwachen wäre gut.