Ich bin dann mal weg

Ich bin dann mal weg

Die Hoffnung einiger, dass „die olle Japanerin“ endlich ihr freches Mundwerk hält, diese Hoffnung wird sich nicht erfüllen. Ich bin lediglich aus Schweden weg. Vorerst, ich habe nämlich eine Idee. Die nächsten Tage, vielleicht werden es auch Wochen sein, werden entscheiden, ob die Umsetzung gelingt. Gelingen wird auf jeden Fall die Einreise nach Deutschland. Das funktioniert ab sofort wieder ohne Quarantäne. Meine alte Heimat Düsseldorf wartet schon auf mich. Aiko ist aufgeregt, sie will unbedingt „Doitsu(r)land“ sehen. Das „R“ auszusprechen fällt ihr noch schwer und sorgt für Heiterkeit bei Yuki und mir.

Es ist Krieg!

Weniger heiter ist der aktuelle Info-Krieg im Internet und in den herkömmlichen Medien. Jeder will die Wahrheit kennen oder andere denunzieren. Leider haben das noch viel zu wenige Bundesbürger begriffen. Aber ist eine Aussage richtiger, wenn sie von einem Minister kommt? Auch er ist nur ein Mensch, auch er kann sich irren. Wie etwa Horst Seehofer, der gütig lächelnd über der „privaten Meinung“ (s)eines BMI-Mitarbeiters steht und einfach mal anderer Auffassung ist. Weitere Erklärungen? Fehlanzeige! Er weiß: „Mir kann und wird nichts passieren.“ Aber was wäre, wenn sich auch Politiker für ihre Entscheidungen rechtfertigen müssten?

Das ehemalige „Sturmgeschütz der Demokratie“, die Rede ist vom Relotius-SPIEGEL, feuert aus allen Rohren gegen das „rechtskonservative Magazin“ von Roland Tichy. Zum Glück sind es nur Platzpatronen, schon das Wort „rechtskonservativ“ ist so falsch wie lächerlich. Es dient der Stigmatisierung eines ungeliebten Konkurrenten. Wer aber gut recherchierte Beiträge lesen will, dem wird bei Tichys Einblick geholfen. Wobei man nicht zwingend die Meinung des Verfassers teilen muss. Aber manchmal hilft eine andere Sicht der Dinge, um klarer zu sehen.

Steinigt sie!

Aktuell läuft eine üble Hetz-Kampagne, die unter anderem den freien Journalisten Ken Jebsen betrifft. Nachdem ihre ersten Angriffe keine große Wirkung erzielten, haben die GEZ-Medien nun Brandbomben aus dem Keller geholt. Während sich das schleichende Gift der Denunziation langsam durch die Adern der Abtrünnigen frisst, brennen ihre Häuser lichterloh. Sinnbildlich versteht sich. Der Gegenschlag ist diffiziler, aber nicht minder effektiv. Scharfschützen der Alternativen Medien werden jeden eliminieren, der ihnen vor die Mündung kommt. Ein erstes Opfer ist der SPD-Mann Johannes Kahrs, dessen Rücktritt nicht so ganz freiwillig gewesen ist.

Weniger kriegerisch, dafür aber durchaus selbstbewusst, zeigen sich deutsche Professoren und Wissenschaftler. Sie stehen gegen den „Corona-Wahn“ und die Maßnahmen der Regierung. Auch ohne eine mögliche politische Agenda zu teilen, begrüße ich ausdrücklich das Engagement dieser tapferen Truppe um Professor Sucharit Bhakdi. Schon früh hat er vor den Folgen des Lockdowns gewarnt. Auf ihn gehört hat niemand. Professor Bhakdi ist so wenig ein Corona-Leugner wie ich es bin. Wir sehen die Dinge nur anders. Kritischer. Wir können nämlich die Statistiken lesen, die ganz offiziell vom Robert-Koch-Institut (RKI) verbreitet worden sind. Warum dessen Leiter stets andere Zahlen und Fakten nennt, muss er mit seinem Gewissen ausmachen.

Malen nach Zahlen

Was „Malen nach Zahlen“ bedeutet, dürfte jedem bekannt sein. Vielleicht nicht ganz treffend, aber genau diese Bezeichnung fiel mir ein, als ich die ersten falsch analysierten Zahlen des RKI gesehen habe. Entweder folgten die Rechenkünstler einer politischen Agenda oder sie sind einfach nur doof. Im letzeren Fall sollten sie erneut die Schulbank drücken. Nachzurechnen ist nicht wirklich schwer. Immer mehr Mathematiker, Statistiker und Physiker haben sich genau diese Mühe gemacht. Mit zum Teil niederschmetternden Ergebnis für die Aussagen von Politik und RKI.

Leider ist eine Masse von 14 Millionen Bundesbürgern auf die Tagesschau fixiert und glaubt jedes Wort, das dort gesprochen wird. Nachdenken war gestern, das Bier am Feierabend ist viel wichtiger. Natürlich auch, wie sich die Nachbarn während der Pandemie verhalten. „Die Maiers von nebenan sind ohne Maske im Garten, die zeigen wir mal besser an.“ Der Blockwart vergangener Tage lässt grüßen. In den USA gilt die ARD als Propaganda-Sender. Das ist interessant in einem Land zu hören, das zig eigene davon hat.

Gesichter des Todes

Der Tod, so sagt man, habe viele Gesichter. Ein Gesicht soll Corona / Covid-19 heißen. Aber ist das richtig? Was wäre, wenn die durch Politik und Medien verbreitete Angst, das wahre Gesicht des Todes ist? Schaut man sich Zahlen ohne Angst und dadurch ausgelöste Panik an, ergibt sich ein ganz anderes Bild der aktuellen Lage.

In Deutschland sterben täglich (statistisch) ca. 2.500 Menschen. Das sind in drei Monaten 225.000. Mit Corona haben diese Zahlen nichts zu tun! An / mit dem Virus sind Stand 16.05.2020 lediglich 8.000 Menschen gestorben. Die meisten waren 80 – 89 Jahre alt. Von einer Pandemie kann also keine Rede sein. Ohnehin dürften viele dieser Toten aus ganz anderen Gründen gestorben sein. Eine Pandemie wäre es, wenn an / mit Corona 225.000 oder mehr gestorben wären.

Lockdown: Für und wider

Befürworter der Corona-Maßnahmen kommen mit dem Argument, dass der Lockdown Menschenleben gerettet habe. Die Aussage kommt meist von medizinischen Laien und wird als die Wahrheit aus den Medien nachgeplappert. Viele Mediziner sehen das anders. Corona / Covid-19 ist für eine Minderheit gefährlich. Die galt und gilt es zu schützen. Die Masse wird, soll und muss bei Kontakt mit dem Virus, eine Immunität aufbauen. Zu Hause, in den eigenen vier Wänden, kann sie das nicht. Die Lösung: Ein Impfstoff muss her! Dämmert langsam was?

Zur Zeit sterben in Deutschland Menschen an den Folgen des Lockdowns. Die Selbstmordrate steigt, alte Menschen sterben vor Einsamkeit. Die Verantwortung dafür tragen Drosten, Merkel und das RKI. Aber die sture Haltung der ewigen Kanzlerin ändert sich nicht. Sie fährt das Land weiter an die Wand. Es wird Zeit diese Frau zu stoppen und kein GEZ-Fernsehen mehr zu schauen.

Hass? Nein danke!

Mir wird oft vorgeworfen, dass ich Frau Merkel abgrundtief hasse. Ich wähle lediglich absichtlich scharfe Worte, um Reaktionen zu provozieren. Als Privatperson ist mir Frau Merkel einerlei, als Privatperson ist sie nur eine von mehr als 80 Millionen. Aber Angela Merkel ist nun mal keine Privatperson, sie ist die Kanzlerin der Bundesrepublik Deutschland. Als solche trifft sie Entscheidungen, die noch immer mich betreffen. So hat der Lockdown dafür gesorgt, dass ich eine abenteuerliche Reise von Japan nach Schweden machen musste, um eine Firma vor dem Ruin zu retten. Mehr als ein Dutzend langjährige Mitarbeiter standen vor der Arbeitslosigkeit.

Wolf, der Chefingenieur, den ich als väterlichen Freund sehr schätze, hatte angekündigt im Sommer in Rente zu gehen. Die Flausen habe ich ihm wieder ausgetrieben. Kurz und knapp: Wir schließen den Standort in Deutschland und verlegen die Firma nach Schweden. Mit Kalifornien und Japan sind wir dann wieder gut aufgestellt. Der eigentliche Grund nach Schweden zu gehen sind die Autotests, das erspart lange Anfahrtswege. Einige Ingenieure haben bereits mit ihren Familien telefoniert und vorsichtig nach einem Umzug in Richtung Schweden gefragt. Wir werden sehen, ob das funktioniert. Menschen überzeugen kann ich gut.

Reisetanten

Einmal mehr werden wir zu Reisetanten. Ob, wie und von wo ich mich in den nächsten Wochen melde, ist aktuell unklar. Vor uns liegen einige Herausforderungen. Eine davon ist Aiko bald in die Schule zu bringen. Sie braucht dringend andere Kinder. Eine Option wäre, dass Yuki sie wieder mit nach Japan nimmt. Das wäre dann unsere erste Trennung seit vielen Jahren. Natürlich könnte ich den Blog Yuki und Aiko überlassen. Wie lustig Aiko das deutsche Wort „Schule“ ausspricht, würde bestimmt Lachanfälle erzeugen. Ich nehme gern Mutmaßungen dazu an.

Wer aber mehr über Politik lesen möchte, der könnte sich diesen Artikel von Dushan Wegner ansehen und auch den Links darin folgen:

Tichys Einblick: Angst vor der Corona-Debatte?

Vielleicht und mit einiger Verspätung fällt dann auch die neue Berliner Mauer, die die Merkel-Regierung um die Köpfe der Menschen errichtet hat.

Meine zweite und letzte Empfehlung ist die Webseite „Mediziner und Wissenschaftler für Gesundheit, Freiheit und Demokratie e.V“

Ich zumindest, werde Professor Bhakdi unterstützen. Der Freiheit und der Liebe zu Deutschland wegen. Aber auch weil ich es kann.

 

Starke Frauen: Alexandra

Starke Frauen: Alexandra

Mein Lied des Tages kommt von einer Sängerin, die schon lange vor meiner Geburt gestorben ist. Gehört habe ich Alexandra zum ersten Mal an einem grauen Herbsttag in Düsseldorf. Nach meiner Erinnerung saß ich mit meiner Mutter in der Küche. Im Radio liefen Oldies, die mich wenig interessierten. Meine Mutter hörte gern deutsche Sender. Sie halfen ihr die deutsche Sprache noch besser zu verstehen. Dann kam Alexandra.

War es der Text, war es ihre Stimme, ich war sofort fasziniert. Meine Mutter sagte mir später, ich hätte andächtig zugehört. Leider wusste sie nicht wer die Sängerin war, das Internet steckte damals noch in den Kinderschuhen. Jahre später lief im Fernsehen eine Dokumentation über Alexandra. Warum ich die Sendung fand, wie sie mich fand, habe ich leider vergessen. Aber da war sie wieder diese einzigartige Stimme und endlich auch ein Bild. Dass Alexandra in Wirklichkeit Doris hieß, hat mich wenig berührt. Ihr Leben schon.

Wenn berühmte Menschen früh sterben, werden sie oft zur Legende. Im Fall von Alexandra finde ich das angemessen, sie hat diesen Platz in der Hall of Fame verdient. „Mein Freund der Baum“, ist nur ein Lied von vielen, aber der Text hat es mir angetan. Vielleicht auch die Persönlichkeit der Sängerin, die sich in einem Interview als kompromisslos bezeichnet hat. Diesen Wesenszug kenne ich nur allzu gut.

Alexandras Leben erscheint mir fremdbestimmt. Ihr brennender Wunsch im Rampenlicht zu stehen, hat sie vermutlich falsche Entscheidungen treffen lassen. Das Leben eines Stars kann einsam sein. Alexandra war eine Getriebene. Von (ihren) Männern, ihren Gefühlen und vom Erfolg. Offenbar hat ihre Seele dabei Schaden genommen. Gelächelt hat sie trotzdem. Mir drängt sich die Frage auf, wer die Frau hinter der Maske gewesen sein mag. War sie stark oder einfach nur verletzlich?

Der Film über Alexandras Leben lässt viele Fragen offen und doch habe ich ihn gern gesehen. Alexandras Lebensfreude, aber auch ihre Melancholie, beides kann ich nachvollziehen. Die Erinnerung an die Sängerin lässt mich lächeln, die Tage meiner Kindheit tauchen wieder vor mir auf. Aber mein Blick geht stets nach vorn und nie zurück.

Während ich schreibe setzt sich Aiko neben mich und lauscht den für sie unbekannten Klängen. „Nicht tot!“, sagt sie plötzlich und schaut mich an. Hat sie verstanden, dass Alexandra durch ihre Lieder unsterblich geworden ist?

 

Die japanischen Gespräche: Teil 2

Die japanischen Gespräche: Teil 2

Hier nun der 2. Teil der japanischen Gespräche. Ungefiltert, ehrlich und direkt. Viel Spaß beim lesen.

Karin: „Wie stehst du zu der These einer Weltwirtschaftskrise oder eines baldigen Börsencrashs?“

Mayumi: „Die Krise ist schon längst da, aber der Crash wird von den Notenbanken verhindert. Wann sie die Blase endgültig platzen lassen weiß niemand so genau.“

Karin: „Du glaubst also, dass der Crash gesteuert wird?“

Mayumi: „Ich würde das so machen.“ (Die weiteren fachlichen und sehr trockenen Ausführungen haben wir weggelassen, sie würden den Rahmen dieses Beitrags sprengen)

Karin: „Einiges ist wirklich seltsam, da gebe ich dir recht. Du hast bestimmt vorgesorgt?“

Mayumi: „Wir haben nur in solche Projekte investiert, die auch nach einem Börsencrash mit Sicherheit weiterlaufen.“

Karin: „Magst du einige nennen?“

Mayumi: „Öffentliche Tipps werde ich keine geben.“

Karin: „Was hältst du von Kryptowährungen? Du hast doch auch dort schon spekuliert. Hast du keine Angst alles zu verlieren?“

Mayumi: „Ich habe schon vor Jahren in Bitcoin investiert und einen satten Gewinn gemacht. Die meisten Anteile habe ich daher wieder verkauft und in sichere Projekte reinvestiert. Einen kleineren Rest lasse ich stehen und freue mich, wenn die Währung steigt. Fällt sie ins Bodenlose, habe ich nichts verloren.“

Karin: „Würdest du kleinen Anlegern 2020 zum Einstieg in Kryptowährungen raten?“

Mayumi: „Ich werde keine Empfehlungen aussprechen. Außerdem hast du doch selbst BWL studiert und viel mehr Ahnung von Finanzen als ich!“

Karin: „Jetzt wo du es sagst … Anderes Thema: Auto. Du arbeitest doch immer noch für die Autoindustrie. Magst du erzählen was du genau machst?“

Mayumi: „Auto fahren.“

Karin: „Du bist doof!“

Mayumi: „Ich habe dich auch lieb. Aber gut. Wie du weißt setzt Japan beim Auto auch auf Wasserstoff. Ich habe einen Wasserstoff-Testwagen vor der Tür, der mit einem stets wechselnden Software-Setup gefahren wird. Es geht dabei um Alltagstauglichkeit, Reichweite und Haltbarkeit. Auch um Tuning. Wir werden bald wieder nach Kalifornien fliegen, um dort unter extremeren Bedingungen zu testen.“

Karin: „Magst du Details nennen?“

Mayumi: „Das geht leider nicht.“

Yuki: „Wir haben auch noch einen anderen Testwagen, der ganz normal mit Benzin betrieben wird. Da steht Porsche drauf.“

Karin: „Echt jetzt, ihr fahrt Porsche?!“

Mayumi: „Was ist so besonders daran? Es handelt sich dabei um einen modifizierten Porsche Cayman GT4, der wesentlich mehr PS als das Serienmodell hat. Der wird aber nur auf einer abgesperrten Strecke gefahren, da er keine Straßenzulassung hat.“

Karin: „Krass! Darf ich mal mitfahren?“

Mayumi: „Der Wagen hat leider nur einen Fahrersitz und ohne A-Lizenz darf den niemand fahren. Außerdem sind mir wegen der Versicherung die Hände gebunden.“

Karin: „Schade. Aber gut. Wie siehst du die Zukunft des Autos?“

Mayumi: „Deutschland macht den Fehler zu sehr auf die Elektromobilität zu setzen. Meiner Meinung nach ist das falsch. Wir werden aber noch eine ganze Weile auch den Verbrennungsmotor auf den Straßen sehen. Elektroautos für die Stadt, Wasserstoffautos und Verbrenner bzw. Hybridfahrzeuge für längere Strecken. Japanische und koreanische Firmen sind übrigens beim Wasserstoffauto schon sehr weit. Ich denke dass man in vier bis fünf Jahren Wasserstoffautos serienmäßig herstellen wird. Und das zu einem vernünftigen Preis.“

Karin: „Du hast, bzw. ihr habt in diese Firmen investiert?“

Mayumi: „Ja, schon vor einigen Jahren. Wie gesagt sind wir sehr breit aufgestellt und werden jede Wirtschaftskrise finanziell überleben. Mir tun nur die Leute leid, die keine Ahnung von Finanzen haben oder Betrügern aufgesessen sind.“

Karin: „Du hast BWL und VWL studiert und hast auch als Unternehmensberaterin gearbeitet. Wenn ich deine Blog-Beiträge lese frage ich mich immer, ob du dein Pulver nicht an der falschen Stelle verschießt. Du wärst doch vielleicht bei einem Online-Magazin besser aufgehoben.“

Mayumi: „Überlegt habe ich schon. Aber ich bin nun mal keine Journalistin und auf meinem Blog entscheide ich selbst, ob und wann ich etwas schreibe. Vor allem über was. Dann gäbe es da noch das klitzekleine Problem meiner geschäftlichen Aktivitäten, die immer mehr Zeit verschlingen.“

Karin: „Hält dich das von Karate ab? Du hast jetzt den 5. Dan. Und im Aikido hast du doch auch einen Schwarzen Gürtel. Reicht dir das oder möchtest du noch mehr?“

Mayumi: „Warum sollte mich die Arbeit davon abhalten? Ich kann das wunderbar miteinander kombinieren.“

Yuki: „Das musst du gesehen haben! Sie springt dann plötzlich auf und läuft eine Kata oder kickt durch die Gegend. Oder verhaut mich Ärmste. Gilt das eigentlich als Gewalt in der Ehe?“

Mayumi: „Glaub ihr kein Wort! Sie haut mir immer auf den Po. Angeblich um meine Reflexe zu testen.“

Yuki: „Ich liebe dich.“

Mayumi: „Ich dich auch.“

Karin: „…“

Doris: „…“

Mayumi: „Wo waren wir? Ach ja … Also ich brauche keine Gürtel um glücklich zu sein. Das unterscheidet mich vermutlich von diversen Großmeistern, die schon zu Lebzeiten den 10. Dan bekommen haben. Was ich aber festgestellt habe, dass ich mit einem hohen Dan-Grad mehr Gehör in der Community habe und dass es einfacher ist für Seminare gebucht zu werden. Dass ich überhaupt weitergemacht habe, hat auch etwas mit Respekt und Dankbarkeit für meinen Vater zu tun.“

Karin: „Er muss mächtig stolz auf dich sein!“

Mayumi (schmunzelnd): „Klar, daher verhaut er mich auch regelmäßig beim Training.“

Karin: „Nee, ist klar! Yuki, stimmt das?“

Yuki: „Was glaubst du?“

Karin: „Dass sie viel besser ist!“

Mayumi: „Jeder Meister ist stolz darauf, wenn ihn seine Schüler übertreffen. Dann hat er etwas richtig gemacht.“

Karin: „Sprach das japanische Orakel! Aber sag, du unterrichtest in deinem Dojo ausschließlich Frauen, nur bei den Kindern sind auch Jungs dabei. Magst du erläutern warum?“

Mayumi: „Die Kindergruppe ist durch Aiko entstanden. Sie braucht Freunde, das Geschlecht spielt dabei keine Rolle. Allerdings werde ich keine männlichen Teenager unterrichten. Spätestens mit zwölf Jahren ist Schluss. Aber bis dahin dauert es noch eine Weile und die wenigen Jungs sind alle sehr lieb. Bei den Frauen handelt es sich um eine neue Geschäftsidee, die ich zusammen mit einem befreundeten Ehepaar verwirklicht habe. Er ist Japaner und war im Vollkontakt-Karate aktiv, sie hat schon als Kind in Hongkong Kung Fu gelernt.“

Karin (verblüfft): „Eine japanisch-chinesische Ehe?“

Mayumi: „Was ist daran so seltsam? Grace stammt aus Hongkong und hat schon als Kind japanisch gelernt. Die privaten Beziehungen zwischen China und Japan sind nämlich nicht so schlecht, wie es die Presse gern verkauft. Ihr Vater war beruflich regelmäßig in Japan und hat sie und ihre Mutter oft mitgenommen. Bei einem dieser Besuche haben sie dann eine Koreanerin als Kindermädchen eingestellt, die neben ihrer eigenen Sprache auch Japanisch und Englisch sprach.

Wir haben Grace und ihren Ehemann Hitomi bei einem Karate-Turnier getroffen. Yuki und ich sprachen Deutsch, Hitomi versteht einige Worte. Er war als Kind mehrfach in Deutschland bei Verwandten. So kamen wir ins Gespräch. Die beiden betreiben eine Agentur für Bodyguards, vermitteln allerdings nur Frauen. Überwiegend sind das Chinesinnen. Aber seit wir mit im Boot sind, haben wir auch Japanerinnen und Koreanerinnen im Angebot.“

Karin: „Wie muss ich mir das vorstellen, was bringst du den Frauen bei und wer genau kann Bodyguard werden und warum nur Frauen?“

Mayumi: „Frauen deshalb, da potenzielle Angreifer meist Männer sind, die nicht mit einer weiblichen Security rechnen. Jede Bewerberin muss zwingend Vorkenntnisse in mindestens einer Kampfsportart haben und darf bei der Einstellung nicht älter als 25 Jahre sein. Grace übernimmt die taktische Ausbildung. Ich ergänze das mit Aikijujutsu, Kenjutsu und Karate. Cousin Ken ist übrigens auch dabei. Ob du es glaubst oder nicht, aber Ken kann ziemlich gemein sein, wenn es darauf ankommt. Die Frauen müssen gegen ihn oder Hitomi im Sparring antreten.“

Karin: „Das klingt brutal! Wie hoch ist die Durchfallquote?“

Mayumi: „Als Bodyguard muss man zur Not den eigenen Körper als Schutz einsetzen. Wer das nicht kann oder will, hat in diesem Beruf nichts zu suchen. Aber wir hatten bisher nur zwei Ausfälle. Eine der Frauen war schwanger und hat es nicht gewusst. Sie hat sich für das Kind entschieden, was ich absolut begrüße. Leider ist sie auch die beste Kendo-Kämpferin, die ich in meinem Leben gesehen habe und sollte nach der Ausbildung mit mir als Co-Trainerin arbeiten.“

Karin: „Besser als du?“

Mayumi: „Ich kann kein Kendo!“

Karin: „Ist klar, du haust nur so aus Spaß mit dem Schwert auf andere ein.“

Mayumi (mit gespielt finsterem Blick): „Kenjutsu ist der eigentliche Schwertkampf, Kendo ist nur der Sport. Im Kenjutsu, wie in allen traditionellen Kampfkünsten, gibt es keine Regeln. Daher gewinne ich im Sparring gegen Kendo-Schüler. Aber zurück zu deiner Frage. Wir werden das Mädel nach der Geburt wieder als Sensei sehen, zumindest ist das so abgemacht. Ein andere Frau ist beim Training mit Grace unglücklich gestürzt und hat sich das Schlüsselbein gebrochen. Leider so kompliziert, dass es vermutlich nie wieder so belastbar wie vorher werden wird. Damit ist sie als Bodyguard leider raus. Sie arbeitet aber mittlerweile als Assistentin für Grace und trainiert immer noch mit. Natürlich weniger hart als zuvor. Aber sie kann ganz toll kochen.“

Karin (lacht): „Grace hat sie doch kaum wegen ihrer Kochkünste genommen oder irre ich mich?“

Mayumi: „Sie ist ein Organisationstalent und nimmt uns viel Arbeit ab. Grace vergisst keine Freunde, darin sind wir uns ähnlich.“

Karin: „Wirst du auch als Bodyguard arbeiten? In Deutschland hast du das doch kurz gemacht.“

Mayumi: „Ich habe in wenigen Fällen für Privatpersonen gearbeitet. Das hatte aber eher wenig mit einer klassischen Bodyguard zu tun. Es war mehr Privattraining. Darin sehe ich keine Zukunft für mich. Ich habe mich finanziell in die Firma eingebracht und werde bei der Ausbildung neuer Frauen helfen.“

Karin: „Und dann nur noch Autos fahren? Warum machst du das eigentlich?“

Mayumi: „Ich finde die Abwechslung gut. Auch in der Kampfkunst. Nur mit Karate und Aikijūjutsu bzw. Aikido wäre ich nie glücklich geworden.“

Karin: „Magst du das genauer erklären?“

Mayumi: „Klassisches Karate dient der reinen Selbstverteidigung und kennt keinen Erstangriff. Allerdings hat man diese Art der Selbstverteidigung für kriegerische Auseinandersetzungen geschaffen. Als Kind hatte ich viel zu viel Energie und wollte immer kämpfen (Kumite / Sparring). Daher hat mir mein Vater erlaubt an sportlichen Wettkämpfen teilzunehmen. Das hat meine Neugier nur noch mehr geweckt und ich wollte weiter lernen.“

Karin: „Aber ist das nicht deinem eigentlichen Stil eher hinderlich?“

Mayumi: „Das genaue Gegenteil ist der Fall. Okinawa-Te, aus dem Karate entstand, ist von zwei Kung-Fu-Strömungen beeinflusst worden. Während mein Goju-Ryu vom Kranich-Stil / White Crane abgeleitet werden kann, dürfte es sich beim Shorin-Ryu um ein reduziertes (südliches) Shaolin-Kung-Fu handeln. Ich habe beides trainiert und noch einige Stile mehr.“

Karin: „Was genau meinst du mit reduziert?“

Mayumi: „Wenn du genau hinschaust, wirst du viele Ähnlichkeiten zwischen den Formen des chinesischen Kung Fu und den japanischen Kata erkennen. Man hat in Japan lediglich überflüssige Elemente eliminiert. Karate wirkt daher oft steifer, als die fließenden Bewegungen der Kung Fu-Stile. Das muss aber kein Nachteil sein.“

Karin: „Inwieweit helfen dir andere Stile bei Karate?“

Mayumi: „Obwohl Goju-Ryu-Karate meiner Meinung nach mit das beste Karate überhaupt ist, haben auch andere Stile gute Techniken. Ich schaue mir das an, vergleiche, wäge ab und nehme sie vielleicht in meinen eigenen Stil auf. Der sich genau aus diesen verschiedenen Stilen entwickelt hat.“

Karin: „Du kombinierst doch dieses Aikijūjutsu oft mit Karate wenn ich das richtig verstehe. Ist das dann quasi eine Art von Mayumi-Jūjutsu?“

Mayumi (lachend): „Wenn du es so nennen möchtest.“

Doris: „Ich habe mal Videos dieser Gracie-Familie gesehen. Die sagen und zeigen auch, dass sie jeden anderen schlagen können und ihr Brasilian JiuJitsu (BJJ) das Beste sei.“

Mayumi: „Ich möchte die Verdienste der Gracies nicht in Frage stellen, aber weder sind sie oder ihr BJJ unbesiegbar, noch haben sie bei der Auswahl ihrer Gegner besonderen Mut gezeigt. Die durften nämlich nur nach den sportlichen Regeln der Gracies kämpfen und haben daher verloren.“

Doris: „Würdest du dir einen Wettkampf mit einem Gracie-Schüler zutrauen?“

Mayumi: „Schon. Aber nach welchen Regeln soll das vor sich gehen? Ich kann kein BJJ, die können kein Karate.“

Karin: „Aber du kannst doch auch Hebel und Würfe?“

Mayumi: „Ja, klassisches Karate und Aikijujutsu sind voll davon. Aber im reinen Bodenkampf bin ich einer erfahrenden Wettkämpferin trotzdem unterlegen. Womit wir wieder bei den Regeln wären. Ohne Regeln sieht das anders aus, macht aber wegen der Gefahr einer Verletzung keinen Sinn. Wenn wir vielleicht nach Kickbox-Regeln sparren, sieht das schon wieder anders aus. Aber dann wird eine reine Judoka null Chancen gegen mich haben. Die bezieht die Prügel ihres Lebens.“

Karin: „Selbstbewusst wie immer, so kenne ich dich. Stichwort Wing Chun. Ich finde das toll. Würdest du mir zu einem Wechsel raten?“

Mayumi: „Sicher. Vor allem, wenn du darauf stehst finanziell ausgenutzt zu werden und jahrelang kein richtiges Training zu bekommen. Versteh mich nicht falsch, das System an sich ist recht gut, die Verbände und ihre Meister haben aber oft nur kommerzielle Interessen. Ich hatte vor Jahren das große Glück einem Sifu (chinesich für Meister) zu begegnen, der Yuki und mir alles vermittelt hat, was wir wissen und lernen wollten. Die klebenden Hände kannte ich bereits aus dem Goju-Ryu und durch Aikijujutsu war ich auch den Nahkampf gewohnt. Außerdem hatte ich mich schon vor Jahren auch mit Tai Chi beschäftigt, Wing Chun war daher weniger ein Problem, allerdings wird die Ausführung der Techniken nie so gut aussehen, wie bei reinen Wing Chun-Schülern.“

Karin: „Nutzt du es noch?“

Mayumi: „Die Techniken der verschiedenen Stile sind sich zum Teil so ähnlich, dass eine Unterscheidung schwierig ist.“

Karin: „Was würdest du jemand raten, der keine Lust mehr auf Karate hat?“

Mayumi: „Dass die Person sich vielleicht beim Taekwondo oder Thai Boxen umschauen soll, aber Karate trotzdem weiter praktiziert. Man kann dabei nur besser werden.“

Karin: „Ich habe aber gehört, dass man dabei die eigenen Fähigkeiten verschlechtert. Was stimmt denn nun?“

Mayumi: „Kein Meister der etwas von Kampfkunst oder -sport versteht, würde eine solche Aussage machen. Wer es doch macht, hat etwas zu verbergen oder verfolgt rein kommerzielle Interessen.“

Karin: „Gibt es einen besten Stil?“

Mayumi: „Gibt es ein bestes Auto?“

Karin: „Yumi! Jetzt sag, findest du Vergleiche zwischen den verschiedenen Stilen sinnvoll?“

Mayumi: „Kann man Sushi mit Currywurst vergleichen? Du magst kein Sushi, ich keine Currywurst. Jeder Stil, egal ob Kampfkunst oder -sport, hat seine Berechtigung und ist für sich gesehen gut.“

Karin: „Aber es gibt doch immer wieder mal Wettkämpfe mit Sportlern verschiedener Stile.“

Mayumi: „Ja, aber sportliche Wettkämpfe haben Regeln, die möglicherweise einen der beiden behindern und den anderen favorisieren. Darüber haben wir doch eben schon geredet. Nehmen wir Aikido. Dort werden hauptsächlich Partnerübungen gemacht, Wettkämpfe gibt es keine. Angenommen wir beide machen Sparring. Du schlägst und kickst ich verteidige mich mit Aikido. Was glaubst du geschieht?“

Karin (im Brustton der Überzeugung): „Du brichst mir die Finger!“

Mayumi: „Nee, ich knutsche dich zu Tode! Aber Spaß beiseite, diese Vergleichskämpfe sind einfach nur Mist und werden von geistig Unreifen gemacht.“

Karin: „Ach? Wie war das, als du diese MMA-Sportlerin vermöbelt hast?“

Mayumi: „Ich habe sie nicht vermöbelt, sondern ihr lediglich das Handgelenk leicht verstaucht.“

Karin: „Wie muss ich mir das vorstellen, da lässt eine vermutlich erfahrene MMA-Sportlerin dich so einfach gewähren? Kannte die deinen Hintergrund nicht?“

Mayumi: „Sie wusste nur von Karate und ging entsprechend überheblich an die Sache heran. Also habe ich sie in eine Falle gelockt und ihr quasi den Nahkampf angeboten. Als sie nach meiner Hand griff, habe ich gehandelt. Sie hat da schon fast geheult. Ein wenig Druck mehr und ihre Hand wäre Geschichte gewesen. Natürlich bin ich damit das kalkulierte Risiko eingegangen, dass sie ihrerseits etwas unternimmt.“

Karin: „Wie genau ging dieser Kampf weiter?“

Mayumi: „Sie hat beim nächsten Angriff meine Beine attackiert und ich habe sie mit dem Ellenbogen im Rücken … (kurze Pause) gekitzelt. Beides war gegen die sportlichen Regeln, ist aber Teil der traditionellen Kampfkünste. Da sind dann wirklich die Tränchen geflossen. Bei der dritten Attacke habe ich sie mit einem Hüftwurf zu Boden gebracht und angedeutet, was weiter geschehen kann. Danach gab sie auf.“

Karin: „Was wäre gefolgt?“

Mayumi: „Traditionelles Aikijujutsu ist für das Schlachtfeld gedacht. Mehr gibt es dazu nicht zu sagen.“

Karin: „Ich glaube ich verstehe … Trotzdem hat es dir dein Vater beigebracht. Ist das kein Widerspruch?“

Mayumi: „Mein Vater hat stets darauf geachtet, dass ich mich in einem möglichen Ernstfall verteidigen kann. Ich muss bei einer Abwehr niemand ernsthaft verletzen. Das ist im Karate ebenso. Gezielt oder dosiert eingesetzt wirkt beides Wunder.“

Karin: „Deine gezielte Dosierung habe ich schon erlebt. Da fällt mir ein, in China gibt es diesen MMA-Typen, der klassische Kampfkünstler herausgefordert und geschlagen hat. Beweist das nicht, dass es doch einen besten Stil gibt?“

Mayumi: „Das beweist lediglich, dass ein erfahrener Wettkämpfer einen im sportlichen Zweikampf unerfahrenen geschlagen hat, was ihm herbe Kritik einbrachte. Außerdem waren seine Gegner wesentlich älter als er. Im Endeffekt hat er bereits sein Gesicht verloren und ist in der Szene unten durch.“

Karin: „Du hast mal gesagt, dass es beim Kampfsport auch immer auf den Mensch ankommt.“

Mayumi: „Ja. Ein hoher Gürtel sagt wenig aus. Der beweist oft nur, dass der Träger die Techniken erlernt hat. Es gibt Schwarzgurte, die grottenschlechte Kämpfer sind und Gelbgurte, denen das Sparring im Blut liegt. Das gilt für Kampfsport und die klassischen Stile. Wobei man der Fairness halber sagen muss, dass viele Kampfkunst-Experten zwar tolle Lehrer sind, aber in einem sportlichen Wettkampf mangels Erfahrung verlieren.“

Karin: „Was denkst du über Mixed Martial Arts (MMA)?

Mayumi: „Im Endeffekt ist MMA doch auch nur die Rückbesinnung auf die klassischen Stile, aber durch sportliche Regeln abgemildert. Ich halte nichts davon. Im Endeffekt stehen da zwei Primitivlinge im Ring und hauen sich gegenseitig die Fresse ein. Wer das toll findet, gehört in die gleiche Kategorie.“

Karin: „Das sind harte Worte, aber ich denke ähnlich. Um das Thema abzuschließen, was denkst du über diese Shaolin-Mönche? Sind die wirklich unschlagbar gut oder ist nur eine Legende?“

Mayumi: „Dazu müsste abschließend geklärt werden, ob es den echten Shaolin-Stil überhaupt noch gibt. Daran bestehen zumindest Zweifel. Unschlagbar ist übrigens niemand. Ich behaupte aber, dass z. B. ein Kickboxer gegen einen echten Shaolin-Mönch keine Chance hätte. Der Unterschied liegt auch im Zeitaufwand den beide betreiben. Der Mönch lebt Kung Fu 24 Stunden am Tag. Der Kickboxer trainiert pro Woche nur wenige Stunden. Allerdings kämpfen Mönche nicht im Ring. Die es angeblich tun sind keine, sondern von der chinesischen Regierung bezahlte Wushu-Darsteller. Klar sind die gut, die machen den ganzen Tag nichts anderes.“

Karin: „Also so wie du … Wann steigst du wieder in den Ring?“

Mayumi: „Hier und jetzt mit dir?“ (Wir müssen alle lachen)

Karin: „Jetzt mal ernsthaft, hättest du keine Lust?“

Mayumi: „Welche Aussagekraft haben Titel und Pokale? Keine! Als Jugendliche habe ich das anders gesehen. Heute muss ich niemand mehr etwas beweisen. Allerdings habe ich den Wunsch (sie schmunzelt bei diesen Worten) Weltmeisterin in der Erziehung unseres kleinen Wildfangs zu werden. Das ist Herausforderung genug für mich.“

Karin: „Ist Aiko wirklich so wild? Sie wirkt so sanft und verletzlich.“

Mayumi: „Beides ist richtig. Aber sie kann sehr böse werden, wenn man sie ärgert. Von sich aus fängt sie nie Streit an! Aber sie wehrt sich sehr effektiv. Ich muss immer darauf achten nicht zu lachen, wenn ich Zeuge davon werde. Mein Papa ist begeistert von ihr, er sagt sie habe ein großes Talent, das aber in die richtigen Bahnen gelenkt werden muss. Bei mir habe er ja bekanntlich versagt …“

Karin: „Das ist doch jetzt ein Witz?!“

Mayumi: „Du kennst doch den Humor meines Vaters.“

Karin: „Japanischer Humor ist manchmal schwer zu verstehen. Aber ich gebe mir große Mühe. Als Frau und Mutter kann ich deutlich sehen, dass ihr einen Narren an der Kleinen gefressen habt. Hat sich euer Leben stark verändert seit ihr sie kennt?“

Mayumi: „Was bitte sollte sich verändern? Wenn sie unartig ist, wird sie natürlich in den finstersten Keller gesperrt, das machen Japaner nun mal so. Sonst noch Fragen?“

Karin: „Du bist …!

Mayumi: „Die Tochter meines Vaters.“

Karin: „Yumi, bitte!“

Mayumi: „Ist ja gut. Aiko ist eine verletzte Seele, die ich Tag und Nacht beschützen will und werde. Sie wird ihren Weg gehen, das weiß ich. Eines Tages wird sie mich beschützen und die bessere Kriegerin sein.“

Yuki: „Das witzige daran, sie hängt an uns beiden. Mit Yumi kämpft sie gern und ich muss mit ihr schmusen. Das kann aber auch das genaue Gegenteil sein und sie hängt wie eine Klette an ihr.“

Karin: „Wollt ihr noch mehr Kinder adoptieren?“

„Mayumi: „Wollen wir Elfchen?“

Yuki: „Jaaaa!“

Karin: „Eine letzte Frage zu deinem Blog. Wie lange willst du noch schreiben?“

Mayumi (zögert kurz): „Eigentlich wollte ich ihn schon vor einer Weile schließen, aber ohne Blog fehlt mir was. Allerdings werde ich nur noch dann Beiträge schreiben, wenn mich ein Thema wirklich interessiert.“

Karin: „Gibt es immer noch Anfeindungen und Provokationen?“

Mayumi: „Sie sind seltener geworden, aber alle paar Monate taucht so ein Spinner bei mir auf.“

Karin: „Handelt es sich dabei nur um Männer?“

Mayumi: „Zum größten Teil. Testosteron scheint bei manchen eine ungeahnte Wirkung zu haben.“

Karin: „Was genau schreiben die dir?“

Mayumi: „Das ist unterschiedlich und reicht von Sex-Offerten bis zu persönlichen Angriffen.“

Karin: „Ich glaube ich habe das schon einmal gefragt, aber belastet dich das nicht?“

Mayumi: „Was soll mich daran belasten, wenn mir ein völlig Fremder an die Wäsche will? Das sind alles Maulhelden, die nur an der Tastatur eine große Klappe haben.“

Karin: „Und Frauen? Was schreiben dir dir so?“

Mayumi: „Das ist subtiler. Wobei einige schon richtige Zicken sind. Ich lese, lache und lösche das meist unkommentiert. Einigen bin allerdings auf die Zehen getreten. Wer wirklich diskutieren möchte, hat keine Attacken nötig. Leider gibt es in Deutschland keine richtige Streitkultur. Statt sachlich zu bleiben, werden viele persönlich.“

Karin: „Das kenne ich nur zu gut! Aber nur mal angenommen jemand steht vor deiner Tür, wie gehst du dann damit um?“

Mayumi: „Ich biete ihm vielleicht einen Tee an bevor ich ihn ins Jenseits schicke.“

Karin, Doris und Yuki im Chor: „Du bist unmöglich!“

Mayumi (lachend):  „Das habt ihr doch bereits gewusst.“

Ende

Ich hoffe, dass damit alle (Un)Klarheiten beseitigt sind, die Aiko, Yuki und mich betreffen. Vielleicht wird es irgendwann eine Fortsetzung geben. Bis dahin sage ich auch im Namen von Yuki, Karin und Doris: Vielen Dank fürs lesen.

Die japanischen Gespräche: Teil 1

Die japanischen Gespräche: Teil 1

Dieser Beitrag entstand bereits im Dezember 2019 und ist eine erneute Co-Produktion meiner besten Freundin Karin, ihrer Frau Doris, meiner Elfe und mir. Allerdings sind die Dialoge nachträglich literarisch aufgearbeitet. Die Lacher während des Gesprächs, haben ohnehin jeden Rahmen gesprengt. Primär hat meine Freundin Karin das Gespräch geführt, der das einen diebischen Spaß machte.

Karin: Während die Einreise in Japan kein Problem war, hat mich der Kulturschock doch getroffen. Die USA sind bereits heftig für eine Düsseldorferin, aber in Japan wäre ich hoffnungslos verloren. Yumi fliegt mir förmlich entgegen und drückt mich herzlich, was völlig unüblich für sie ist. „Na Große“, flachst sie, „hast du mich vermisst?“

Während sie Doris und unsere Mädchen begrüßt, kommt Yuki langsam näher. An ihrer Hand hat sie ein kleines Mädchen, das mich mit großen Augen anschaut. „Guten Tag Tante“, höre ich auf Deutsch mit deutlichem Akzent, „wie geht es dir?“ Verblüfft schaue ich Yumi an. „Wir haben ihr Deutsch beigebracht“, erklärt sie mir. „Sie war immer neugierig, wenn Elfchen und ich Deutsch gesprochen haben.“

Ich bin fasziniert von Aiko. Auch meine Frau und meine Mädchen starren die Kleine an. Ich habe wenig Ahnung vom japanischen Schönheitsideal, aber dass Aiko einmal eine bildhübsche Frau sein wird, das kann ich deutlich sehen. Nur die Augen stören dieses Bild. Ich glaube Trauer und Verletzlichkeit zu erkennen, die sie hinter ihrem Lächeln verbirgt. „Sie vermisst ihre Mutter immer noch“, flüstert mir Yumi zu, die meinen Blick gesehen hat.

„Mein Name ist Aiko“, sagt sie, „wie bitte heißt du?“ Prompt ist jedes Eis gebrochen und alle reden auf die Kleine ein, die sich lachend die Hände an die Ohren hält. Nachdem wir unser Gepäck gefunden haben geht es ins neue Elfenheim. Wir werden in den bisher ungenutzten Zimmern untergebracht. „Was hast du vor?“, will ich später wissen, „soll das ein Hort für weitere Elfenkinder sein?“ Sie lacht und ich höre ein „Das werden wir noch sehen.“

Die nächsten Tage vergehen wie im Flug und ich lerne Yumis restliche Familie kennen. Von ihrer Tante bin ich sofort begeistert. Yumi hat mir bereits mehrfach erklärt, dass in Japan die Frauen wesentlich stärker mitbestimmen, als das in den Westen transportiert worden ist. „Das war nicht immer so“, sagt sie später. „Im alten Japan galten strenge Regeln. Wir Mädels hätten damals schlechte Karten gehabt. Japanerinnen machen das aber sehr geschickt und drängen sich nie in den Vordergrund. Vorlaut, das sind immer nur die anderen.“ „Also du“, lästert Yuki und wir müssen alle lachen.

Am dritten Abend unserer Reise, die Kinder schlafen schon, sitzen wir alle zusammen. „Ich vermisse Deutschland“, erkläre ich. „Wir alle machen das. Aber die USA faszinieren mich, die Perspektiven dort sind scheinbar unbegrenzt.“

Doris: „Ich kann mich nicht oft genug bedanken, dass ihr uns beim Umzug geholfen hat. Hoffentlich kommt ihr bald wieder nach Kalifornien. Die Mädchen sind total begeistert von Santa Barbara und bringen schon den Nachbarkindern Düsseldorfer Mundart bei. Unser Englisch wird auch immer besser.“

Mayumi: „Wir werden noch eine Weile in Japan bleiben, es gibt eine Menge zu erledigen.“

Yuki (lachend): „Ja, meine allerliebste Frau geht mal wieder mit tausend Gedanken schwanger und ich Ärmste muss darunter leiden.“

Mayumi (todernst): „Schwanger, hm? Stimmt, du hast total zugenommen. Ich suche mir eine Jüngere!“

Karin: „Könnt ihr mal mit diesem Spielchen aufhören? Ich weiß nie, ob das echt ist.“

Yuki (ebenfalls todernst): „Wie jetzt? Die betrügt mich doch seit Jahren mit ihrem Blog, hast du das etwa nicht gewusst?“

Karin: „Ihr seid beide doof! Apropos Blog, wolltest du nicht auch einen schreiben?“

Yuki: „Früher wollte ich immer, aber Yumi schreibt einfach so viel besser als ich. Sie hört ein Wort, liest einen Satz und fünf Sekunden später legt sie los.“

Doris: „Aber du schreibst viel weniger, als noch vor Jahren. Gehen dir die Ideen aus?“

Mayumi: „Mein Blog war immer nur ein Nebenprodukt. Durch den Umzug nach Japan hat sich einiges verändert.“

Yuki (schmunzelnd): „Wollen wir dieses Gespräch vielleicht als Interview veröffentlichen? Dann werden wir alle berühmt.“

Mayumi: „Das haben wir doch erst vor …“

Yuki: „… drei Jahren zum letzten Mal gemacht! Du bist jetzt fällig meine Süße!“

Mayumi: „Na gut, aber bitte nur politisch korrekt!“

Karin: „Vergiss es! Aber wie Doris schon sagte, du schreibst viel weniger. Auch … wie soll ich sagen … anders?

Mayumi: „Es gibt diesen französischen Film mit dem Titel: Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss. Du kennst ihn vielleicht. Unser Leben ist im Fluss und verändert sich daher ständig. Ruhige Passagen wechseln sich mit Wildwasser ab.“

Karin: „Das ist ein toller Vergleich! Ich vermisse trotzdem deine künstlerische Seite. Du schreibst fast nur noch über Politik. Gibt es keine Haiku oder Kurzgeschichten mehr vor dir?“

Mayumi: „Es gibt einige Gründe warum das so ist. Mehrere Kurzgeschichten warten seit Monaten auf ihre Veröffentlichung. Ab und zu lese ich sie und korrigiere hier ein Wort und dort einen Satz. Dann geschieht wieder etwas auf der Welt und ich kommentiere das.“

Doris: „Aber warum?“

Mayumi: „Erinnerst du dich daran, wie du vor einigen Jahren auf der Straße von diesen Typen belästigt worden bist?“

Doris: „Ja, worauf willst du hinaus?

Mayumi: „Auf die Einmischung der beiden Jugendlichen. Wollte dieser betrunkene Kerl dich nicht küssen?“

Doris: „Das ist aber doch etwas völlig anderes! Du kannst Politik doch nicht mit ….“

Mayumi: „Doch! Ohne die Einmischung der beiden wäre vielleicht noch mehr passiert. So bist du mit dem Schreck davongekommen und der Kerl saß auf dem Hosenboden.“

Karin: „Doris Schatz, Yumi hat schon irgendwo recht. Aber können Worte wirklich viel bewirken? So viele LeserInnen hast du doch nicht.“

Mayumi: „Woher weißt du das? Kennst du meine Statistik? Die Likes sagen nichts über die Zahl der Zugriffe aus.“

Karin: „Ach so. Magst du die Zahl verraten?

Mayumi: „Wozu?“

Karin: „Treffer, versenkt. Ich würde aber schon gern wissen, warum jemand wie du, die Politik für eine Lachnummer hält, sich derart politisch auf ihrem Blog engagiert.“

Mayumi: „Weil es meine Natur ist sich einzumischen, wenn ich Ungerechtigkeiten sehe.“

Doris: „Wo siehst du dich eigentlich heute politisch, inwiefern haben sich deine Ansichten in den letzten Jahren geändert?“

Mayumi: „Würde ich an Politik glauben, dann hätte ich mich von einer links-liberalen zu einer liberal-konservativen Wählerin gewandelt.“

Karin: „Hat man dich nicht früher auch als Salonlinke bezeichnet?“

Mayumi (lachend): „Ja, das stimmt. Den linken Feministinnen passte ich nie ins Bild, da ich ihre „Genderitis“ abgelehnt habe. Ich bin eine Frau und möchte nicht das Gender-Stigma „Lesbe“ verpasst bekommen. Klar bin ich eine. Und? Macht mich das weniger zu einer Frau?“

Karin: „Da gebe ich dir völlig recht. Aber so ganz will mir die Bezeichnung liberal-konservativ nicht gefallen. Du hast doch immer noch sehr viele eher links angesiedelte Ideen. Und irgendwie wirkst du manchmal auch libertär. Kann man dich also wirklich irgendwo einordnen?“

Mayumi: „Das ist alles mehr oder weniger richtig. Ich finde, dass wir in einigen Bereichen zu viel Staat haben, aber auch zu viel Einfluss der Wirtschaft, der Konzerne. Außerdem stört mich die weltweite Aufrüstung. Wusstest du, dass Deutschland bis zu 20% des Staatshaushalts für das Militär ausgeben will? Alles auf Druck der USA versteht sich. Meine konservativen Ansichten sind auch meiner patriotischen Haltung geschuldet. Raubtierkapitalismus oder Neoliberalismus lehne ich ab.“

Karin: „Diese Aufrüstung macht mir auch Sorgen. Apropos Kapitalismus, du nutzt die Möglichkeiten des Kapitalismus doch schamlos aus. Wie verträgt sich das mit deinen sozialen Ideen?“

Mayumi: „Sehr gut sogar. Allerdings achte ich so gut es geht darauf niemand über den Tisch zu ziehen. Wo man mich einordnen kann? Auf meiner eigenen Seite. Ich habe keine Berührungsängste mit Angehörigen der verschiedenen politischen Lager. Die allerdings mit mir. Gut, mit Neo-Nazis zu reden ist verlorene Lebenszeit. Deren dumpfe Geisteshaltung liegt jenseits meiner Welt. Gleiches gilt auch für die Schlägertrupps der Antifa. Diese hirnlos-bekifften Typen sind doch lediglich bezahlte Sklaven der Regierung.“

Karin: „Du bist echt eine Marke! Aber noch mal eine Frage zu deiner Arbeit. Du hast soweit ich weiß richtig lukrative Aufträge von Firmen abgelehnt. Sogar Angebote Posten zu übernehmen. Magst du erzählen warum?“

Mayumi: „Das ist richtig. Vor einigen Jahren sollte ich eine Firma auf Kosten der Belegschaft sanieren. Stattdessen habe ich beim Management angesetzt. Das Konzept hätte prima funktioniert, aber diese Herren wollten keinen Cent vermissen. Also haben sie einen anderen Unternehmensberater engagiert, viele Mitarbeiter entlassen und sind krachend gescheitert.“

Karin: „Das war aber doch nicht alles?“

Mayumi: „Details kann ich dazu keine geben, wenn dieses Gespräch veröffentlicht werden soll. Vor Jahren hatte ich auch das Angebot einer Geschäftsführerin. Aber das hätte viele Reisen bedeutet und Yuki wäre allein geblieben. Und von Elfchen trenne ich mich nicht! Ein Anhängsel von mir muss sie auch nicht sein, wir arbeiten zusammen als Team.“

Ende des 1. Teils.

Das ganze Gespräch auf einer Seite zu bringen, war meiner Meinung nach zu viel für einen Beitrag. Daher habe ich einen Zweiteiler daraus gemacht. Im zweiten Teil geht es unter anderem um die Weltwirtschaft, Kinder, Autos und Karate.

Das verflixte 7. Jahr

Das verflixte 7. Jahr

Fast hatte ich es vergessen, aber die freundliche Mail von WordPress hat mich an den Start dieses Blogs vor genau 7 Jahren erinnert. Es ist eine Menge geschehen in dieser Zeit. Viele kontroverse und provokative Beiträge haben ebenso das Licht der Welt erblickt, wie Haiku, Tanka und Kurzgeschichten. Über Politik schreibe ich oft mit boshafter Freude. Dass Reaktionen darauf auch heftig und persönlich ausfallen stört mich wenig. Wer nicht diskutieren kann, der fliegt.

Quo vadis, Mayumi?

Wohin ich gehe weiß oft nur der Wind. Ich entscheide spontan, wenn es die Umstände erfordern. So vor einigen Wochen geschehen, als wir uns in der „Corona-Pandemie“ auf eine abenteuerliche Reise nach Schweden machten. Verbunden mit Tests und Fieber messen haben wir Grenzen überschritten. Manchmal ist es gut, wenn man diplomatische Beziehungen hat. Die Firma ist vorerst gerettet, wird aber im Sommer in Deutschland die Pforten schließen. Zwei Ingenieure konnte ich für die USA gewinnen, Wolf hat leider abgelehnt. Aber vielleicht kriege ich ihn noch rum.

Zur Zeit schrauben die Jungs am letzten noch verbliebenen Auto, einem Audi TT. Ein Bauteil für den Turbolader fehlte, das wird am Wochenende eingebaut. Danach geht auch dieser Wagen auf seine vermutlich letzte Reise, die Firma kann das Geld gut brauchen. Der Verkauf (fast) aller Testwagen war leider die einzige Möglichkeit das Jahr zu überleben. Zum Glück haben wir in den USA und Japan noch andere stehen.

Schöne Aussichten

„Worüber willst du eigentlich in Zukunft schreiben?“, hat mich Yuki heute gefragt. „Du hast doch alles schon gesagt.“ „Über unser Liebesleben“, erwidere ich mit ernstem Gesicht und ernte einen vernichtenden Blick. Als Aiko erschrocken schaut, fangen wir beide an zu lachen und der kleine Wildfang lacht mit. Liebe kann so einfach sein.

Wir müssen eigentlich dringend nach Deutschland, aber dazu brauche ich einen weiteren diplomatischen Gefallen. Auf die 14-tägige Quarantäne habe ich nämlich keine Lust. Dieser Unsinn hat hoffentlich bald ein Ende. Ebenso wie Angela Merkels unselige Kanzlerschaft. Aiko schnappt täglich mehr deutsche Worte auf, die sie drollig (falsch) ausspricht. Leider auch ein weniger schönes Wort, das bei ihr wie „Seisi“ klingt. Wer hat ihr das nur wieder beigebracht?

Die große Acht

Vor Yuki und mir liegen große Herausforderungen. „Mit 40 will ich Millionärin sein“, habe ich einst im Scherz verkündet und das doch ernst gemeint. Ich will mich in absehbarer Zukunft nur noch um Karate kümmern, dabei hilft finanzielle Unabhängigkeit. „Und was mache ich?“, hat Yuki gefragt und mir einen Handkuss zugeworfen, als ich „Kinder kriegen“ zur Antwort gab.

Was immer es sein wird im achten Jahr meiner Blogger-Reise, ob Freudenschreie oder tiefe Trauer, so schnell werdet ihr mich nicht mehr los. Ganz im Gegenteil wird es bald eine Art Interview mit mir geben, das primär wieder meine beste Freundin Karin führte, als sie uns in Japan besuchte. Seid gespannt auf (keine) intime Details, auf (keine) Dramen und eine ganze Menge japanischen Humor.

Das Kind der Liebe

Das Kind der Liebe

Die Dialoge des folgenden Beitrags sind literarisch aufgearbeitet. Sie 1:1 zu übersetzen macht wenig Sinn. Die Ereignisse bilden einen Zeitraum von fast einem Jahr ab, so lange kennen wir Aiko, das Kind der Liebe schon. 

Eigentlich, wie meine LeserInnen wissen liebe ich dieses Wort, wollte ich keine großen Worte über Aiko verlieren. Aber kann es jemals genug Worte über ein kleines Menschenwesen geben, dessen Lachen uns verzaubert hat? Aiko, was in diesem Fall „Kind oder auch Tochter der Liebe“ heißt, ist ein knapp fünf Jahre altes Waisenmädchen, mit dem wir uns vor einiger Zeit angefreundet haben. Und das kam so.

Über Freunde sind wir an ein Waisenhaus geraten, das dringend finanzielle Hilfe braucht. Wir waren dort und haben uns umgesehen. Nur zwei Dutzend Kinder werden von vier überforderten Erzieherinnen betreut, eine ist der Wildfang Aiko. Vielleicht wird der Name Assoziationen mit Prinzessin Aiko wecken, die eigentlich „Toshi-no-miya Aiko Naishinnō“ heißt.

Der Tritt, mit dem Aiko einen älteren Jungen zu Boden befördert, ist klassisch und wirklich gut. Wer auch immer ihr Karate beigebracht haben mag, hat ganze Arbeit geleistet. Mit funkelnden Augen steht die Kleine in fast perfekter Kampfstellung da, die kleinen Händchen zu Fäusten geballt.

Fassungslosigkeit steht auf dem Gesicht des deutlich größeren Jungen geschrieben, der nun auf dem Hosenboden sitzt. „Geh weg von mir!“, höre ich das Mädchen sagen, ihr Name ist mir zu diesem Zeitpunkt noch unbekannt. Mit letzter Selbstbeherrschung verkneife ich mir ein Lachen, dieses Kind muss ich mir näher ansehen.

Eine Erzieherin will sie für den Tritt bestrafen. Aber ich weiß es besser, der Junge hat Schuld. „Er hat sie von hinten an den Haaren gezogen“, erkläre ich der Frau, „sie ist erschrocken und hat sich nur gewehrt.“ „Aiko macht das ständig“, höre ich. „Sie muss lernen, dass sie das nicht darf.“ „Ganz im Gegenteil hat sie alles richtig gemacht“, erwidere ich und schaue der Frau fest in die Augen. Verlegen senkt sie den Blick.

Ich gehe vor Aiko in die Knie, nun sind wir auf Augenhöhe. „Magst du mir sagen warum du den Jungen so fest getreten hast?“, will ich wissen. Ich schaue in Augen, die  so dunkel wie meine sind, wenn ich zornig bin. Als sie mich sieht verschwindet der böse Blick und macht einem unwiderstehlichen Lächeln Platz.

„Der ärgert mich immer“, sagt sie leise. „Ich mag nicht, wenn er mich anfassen will!“ Das kann ich verstehen und wechsele das Thema. „Ich bin Mayumi“, sage ich, „und das ist Yuki, magst du mir auch deinen Namen sagen?“ „Aiko“, erwidert sie und verbeugt sich artig. Sie schaut mich an. „Warum seid ihr hier?“ Ich muss lächeln, ihre Frage kommt wie aus der Pistole geschossen. Aiko erinnert mich an Klein-Mayumi.

„Wir sind zu Besuch und wollen schauen, ob es  hier artige Kinder gibt“, erwidere ich. „Bist du ein artiges Kind?“ Aiko strahlt mich an und nickt heftig. „Ja!“, sagt sie voller Überzeugung und stellt eine Frage, die Japans  Sonne auf Yukis Gesicht aufgehen lässt. „Warst du immer artig Tante Mayumi?“

„Natürlich“, erwidere ich, „also fast. Ich habe auch mal einen Jungen getreten, der böse zu mir gewesen ist. Aber man darf das nur in einem Notfall machen, verstehst du das. Sag, wer hat dir den Tritt beigebracht?“ „Meine Mama“, höre ich, „aber ich kann mich kaum an sie erinnern. Sie ist … weg.“ Aikos Schultern sinken nach unten, Tränen laufen über ihr Gesicht. Instinktiv lege ich meine Arme um das Mädchen.

Der kleine Körper zittert, ich habe einen wunden Punkt getroffen. „Alles gut“, flüstere ich ihr ins Ohr. Yukis Blick spricht Bände, schimmern etwa ihre Augen feucht? „Magst du vielleicht ein wenig mit uns reden?“, frage ich, „damit wir uns besser kennen lernen können?“ Das Mädchen nickt. Ahnt Aiko wer wir sind und was wir wirklich in dem Waisenhaus wollen?

In der folgenden Stunde gibt sie sich brav und selbstbewusst. Von den Erzieherinnen erfahren wir, dass sie Vollwaise ist. Die Mutter ist vor einem Jahr bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen. Ein betrunkener Autofahrer hat die junge Frau an einer Ampel übersehen und noch zwei weitere Menschen schwer verletzt.

Nachforschungen der Behörden haben keine Spur von Aikos Vater gefunden, das Mädchen ist unehelich. Spätere Recherchen meines Polizisten-Onkels ergeben, dass Aikos Mutter ebenfalls eine Waise war, aber eine akademische Ausbildung abgeschlossen hat. Auch in der Karate-Gruppe der Universität war sie aktiv und stand kurz davor den 1. Dan zu bekommen.

Mein Onkel vermutet, dass sie die Geliebte eines reichen Japaners war. „Sie hat jeden Monat eine große Summe in bar eingezahlt“, erklärt er mir und zeigt mir entsprechende Kontoauszüge. „Jemand, vielleicht ein Kommilitone oder sogar Professor, hat sie vermutlich ausgehalten und ihr Leben finanziert.“ Er schaut mich düster an, als er sagt „Weitere Einzahlungen sind sechs Monate vor Aikos Geburt ausgeblieben. Vermutlich war der Vater des Kindes nicht mit der Schwangerschaft einverstanden.“

Wir haben Aiko nach dieser ersten Begegnung so oft wie möglich besucht und durften sie auch mit nach Hause nehmen. Wenn wir im Ausland waren, hat sie uns vermisst. Feuer und Flamme war und ist sie immer, wenn wir sie mit ins Dojo nehmen. Dort blüht sie auf und beweist unglaubliches Talent,  als „Karate Kid.“

Mein Vater ist von ihr begeistert. „Sie erinnert mich an dich“, hat er gesagt. Als er noch etwas hinzufügen will, schaue ich ihn gespielt böse an und er sucht schmunzelnd das Weite. Meine Mutter ist skeptischer. „Sie ist ein schwieriges Kind“, sagt sie mir. Aber mittlerweile hat auch sie das Kind der Liebe in ihr Herz geschlossen. Aiko dankt es ihr stets mit einem bezaubernden Lachen.

Schnell haben wir einen Narren an der Kleinen gefressen. Sie weiß das oder ahnt es schon. „Hast du keinen Mann, Tante Yumi?“, will sie bei einem der ersten Besuche wissen und schaut mich dabei wissend an.„Weißt du“, erwidere ich, „ich liebe eine Frau. Findest du das schlimm?“ „Ach Jungs sind voll doof“, sagt sie, „das passt dann wohl schon“, gibt sie uns ihren Segen. Das ist die Zustimmung zur Liebe in kindliche Worte gefasst.

Cousin Ken wird dann zum ersten männlichen Helden in ihrem Leben. Wie gut er mit Kindern kann, hat er schon oft bewiesen. Mit meinem Vater streitet er zum Spaß, wer die Kleine besser in Karate unterrichten kann. Klar, dass Sensei Papa stets gewinnt. Zumindest lasse ich ihn in diesem Glauben und habe ihr noch einige Würfe beigebracht. Muss ich erwähnen, dass sie auch die schon ausprobiert hat? Wie ich als Kind, scheint sie Ärger magisch anzuziehen.

Mit Yuki hat Aiko schon mehrfach in der Küche gestanden und sie nach allen Regeln der Kunst verwüstet. Unabsichtlich, sie ist einfach noch zu klein dafür. Aber dort nun gleich zwei Elfen zu sehen finde ich höchst erfreulich. Prompt habe ich mich gefragt, ob dort noch Platz für weitere ist. Aber das werden wir dann sehen. Wichtig ist, dass Aiko uns beide akzeptiert. Das hat sie auf ihre eigene Art gemacht.

Unsere eigene Art haben wir auch mit ihren Wünschen umzugehen. Da Yuki und ich nie streiten, bekanntlich habe ich (nicht!) die Hosen an, diskutieren wir alles aus. Zumindest tun wir so. In Wirklichkeit bestimme natürlich … An dieser Stelle hat Yuki Einspruch eingelegt, dem ich gern stattgegeben habe.

Ernsthaft ist es wirklich so, dass es so gut wie keine Verstimmungen zwischen uns gibt und auch Aiko bisher keine Anstalten macht, uns gegeneinander auszuspielen. Sie findet alles spannend und neu, täglich gibt es neue Dinge zu entdecken. Auch in den USA war sie mit uns schon und hat den Flug trotz Müdigkeit genossen. Wo wir später dauerhaft leben werden, ist allerdings noch ungewiss.

Aikos Adoption war reine Formsache. Rechtlich gibt es  dafür in Japan kein Hindernis, eine Adoption ist dort auch für Singles möglich. Und als solche gelten wir leider immer noch. Also haben wir uns gespielt um Aiko gestritten und ich habe sie letztendlich adoptiert. „Das nächste Kind gehört dann aber mir!“, hat Yuki im Scherz gesagt und mir Aiko aus den Armen genommen. „Bis dahin gehe ich mit deinem Kind mein Küchen-Karate machen.“ Was soll Frau dazu sagen? Elfchen hat die Macht.

 

Bild: Pixabay

Gedanken einer Ausländerin: Die Diktatur der Gutmenschen

Gedanken einer Ausländerin: Die Diktatur der Gutmenschen

Einige meiner LeserInnen haben sich vielleicht gefragt, warum ich in diesem Jahr so wenig schreibe. Die Antwort heißt „Aiko“ und ist knappe 5 Jahre alt. Der kleine Wildfang hat unser Leben quasi auf den Kopf gestellt, wir sind von Reisetanten zu (Über)Müttern mutiert. Aiko, die wir nun schon eine ganze Weile kennen, ist einer der Gründe in Japan und den USA zu leben. Ihren Charakter kann man als eine Mischung aus Engel und Teufel klassifizieren. So schmust sie wirklich gern mit uns und haut dafür den Jungs im Kindergarten auf die Nase. So ähnlich haben wir sie damals kennengelernt.

Kreuzzug der Kinder

Während Aiko vom (menschengemachten) Klimawandel keine Ahnung hat, wissen deutsche Kinder das natürlich besser. Hirnbefreit plappern sie Greta Thunbergs eingeübte Sätze nach und hüpfen für eine Steuererhöhung. Die Politdarsteller freut es, der Plan ist aufgegangen und die Verkäufer von CO2-Zertifikaten reiben sich die gierigen Finger.

Aiko lernt übrigens Karate. Das hat sie schon vor unserem ersten Treffen gemacht. Beigebracht hat es ihr vermutlich ihre verstorbene Mutter, die sie immer noch schmerzlich vermisst. Deutsche Kinder lernen lediglich Parolen gegen angebliche „Nazis“, die sie in allem und jedem sehen, der ihre Meinung in Frage stellt. Eine Meinung übrigens, die von grünen Pseudo-Marxisten propagiert worden ist.

Ich weiß, dass ich nichts weiß

Wissenschaftler, die entgegen der landläufigen Meinung ziemlich wenig wissen und eigentlich nur Theorien verbreiten, haben den von Menschen gemachten Klimawandel festgestellt. Alle Wissenschaftler? Nein! Nur die, die man dafür angeworben hat, oder die Fakten nicht richtig deuten können (wollen). Dass es einen schon immer existierenden Klimawandel gibt, ist nämlich unbestritten. Die Verfasserin dieser Zeilen hat das schon immer gesagt.

„Aber es gibt doch Beweise!“, werden nun diverse Gutmenschen kontern, die mir gern ihren geistigen Müll zukommen lassen. Oft gespickt mit subtilen Beleidigungen oder angeblicher intellektueller Überlegenheit. Merke: Das machen Deutsche so. An ihrem Wesen soll und wird die Welt bekanntlich (nicht!) genesen. Überhaupt sind es diese Gutmenschen, den Ausdruck möge man mir bitte verzeihen, die ich fest in mein Herz geschlossen habe. Ich erkläre gern warum.

Die Ökos kommen!

Deutschlands Energiewende ist zum Eigentor verkommen. Nachdem man die Atomkraftwerke auf den Müllhaufen der Geschichte werfen will, sollten alternative Energien das deutsche Stromnetz retten. Dumm nur, dass Solar- und Windenergie keine wirklichen Alternativen sind. Jeder das glaubt, sollte sich bitte zum Stichwort „Dunkelflaute“ informieren. Vielleicht gehen dann einigen die trüben Äuglein wieder auf.

Während also in Deutschland die Energiepreise explodieren, irgendwoher muss der Strom schließlich kommen, hat mal wieder keiner an die Ärmsten der Armen gedacht. Oder ist Leuten wie Robert Habeck wirklich bewusst, dass hohe Energiepreise Menschen töten können? Eine deutsche Studie (1) kommt zu dem Ergebnis, dass infolge des Strompreisanstiegs durch die Abschaltung der Kernkraftwerke im Zeitraum 2011–2014 in Japan zusätzlich mindestens 4.500 Menschen gestorben sind.

Klimahysteriker

Zwar ist diese Zahl lediglich geschätzt, aber die deutsche Linkspresse verschweigt einen Zusammenhang zwischen teurer Energie und Todesfällen ganz galant. Klimahysteriker, denen man durchaus eine gewisse Verblödung nachsagen kann, präsentieren täglich neue Beweise für eine globale Erderwärmung. Im Gegenzug präsentieren Meteorologen oft ganz andere Fakten. Nämlich dass in Russland und den USA in diesem Winter viel zu früh und heftig, der Schnee auf die Erde fällt.

Mit brennender Leidenschaft, die, spaßig ausgedrückt, vielleicht der wahre Grund für die Erwärmung der Erde ist, werden die Fakten umgedreht. CO2, das wissen nun alle Kinder, ist böse und bringt langfristig viele Menschen um. Vor allem die auf irgendwelchen Inseln und in Afrika. Aber auch deutsche Flüsse trocknen bestimmt bald aus und Erdbeben werden das Land erschüttern.

Die Verlorenen

Leider und das meine ich ehrlich, gehören diese Hysteriker zu einer verlorenen Generation. Vielleicht sollten sie sich mit den Vorteilen von CO2 beschäftigen und dass ohne dieses böse Gas nix geht. Vielleicht sollten man ihnen sagen, dass dank Begrünung der Erde, die weltweite Armut zurückgegangen ist und auch die Sahel-Zone in Afrika wieder schrumpft. Vielleicht würden dann mehr Menschen erkennen, dass CO2 kein Killer ist.

Damit unsere Hysteriker das nicht begreifen, hat die Politik bereits diverse Maßnahmen ergriffen. So ist alles „Nazi!“, was anderer Meinung ist. Selbst die Verfasserin dieser Zeilen, hat man schon mehrfach als „Rechte“ tituliert. Aber wie soll man solchen Leuten begreiflich machen, dass sie Opfer von staatlicher Propaganda sind?

Kinder an die Macht

Als ich den „Herbert“ noch mochte, mittlerweile hat er sich an die Spitze der Hirnbefreiten gestellt, habe ich sein Lied „Kinder an die Macht“ gern gehört. Es werden die (noch ungeborenen) Kinder der aufgewachten deutschen Lämmer sein, die das Land langfristig zum Guten hin verändern. Nein, nicht zurück in die Zeit Adenauers oder lange verstorbener Nazi-Mörder, aber wieder hin zu vernünftiger Politik, die vielleicht den globalen Eliten trotzt.

Diese Eliten, auch ihre Handlanger und Speichellecker, müssen und werden erkennen, dass sie zu weit gegangen sind. Für einige könnte das bitter enden, vielleicht werden wir in einer nahen Zukunft die ersten Politdarsteller vor Gericht oder im Gefängnis sehen. Bis dahin allerdings, werden sie mit der genialen Geschäftsidee „Klimawandel“, den Finanzeliten noch Milliarden in die Kassen spülen.

Es lebe Multikulti!?

Als Kind der Multikulti-Bewegung war ich lange eine Befürworterin jener Idee, die allerdings krachend gescheitert ist. Pseudo-Marxisten wie GRÜNE, Linke und nun auch die SPD, haben keine Ahnung von anderen Kulturen. Sie sehen alles lediglich mit ihren Augen und geißeln sich und jeden anderen, in einem ihnen ihnen durch den deutschen Schuldkomplex oktroyierten Wahn. Daher wollen sie Deutschland mit immer mehr Wirtschaftsmigranten fluten, vom politisch-medialen Komplex gern „Flüchtlinge“ genannt.

Mit Parolen wie „Deutschland verrecke!“, die einige von ihnen verlegen lächelnd lediglich als Spitze gegen die herrschende Klasse sehen, zeigen sie ihr wahres Gesicht. Sie führen einen Kampf gegen die eigene Bevölkerung, der hauptsächlich ein Kampf gegen „alte weiße Männer“ ist, die ihrer Meinung nach zu viele Privilegien haben. Dass dies allerdings gleichzeitig ein Kampf gegen deren (weiße) Ehefrauen und Kinder ist, haben sie geflissentlich übersehen. Die Fratze des Rassismus lässt schön grüßen.

Nur (m)eine Meinung zählt!

Gemeint ist nicht die Meinung der Verfasserin dieser Zeilen, gemeint ist die Meinung der Pseudo-Marxisten, auch Gutmenschen genannt. Sie und nur sie haben die Wahrheit gepachtet und geben die Regeln der politischen Korrektheit vor. Wer davon abweicht wird diskreditiert, nach Möglichkeit um die berufliche Existenz gebracht und als „Nazi“ stigmatisiert. Gern benutzt man auch das Wort „Verschwörungstheorie“, wenn eine vom linken Narrativ abweichende Meinung lächerlich gemacht werden soll.

Die wirren Fantasien solcher Menschen, verstärkt durch den Genuss von gewissen Naturprodukten, sind viel gefährlicher als bisher angenommen. Als Lehrer und Erzieher, als halbgebildete Abgeordnete und Beamte sitzen sie an den Schalthebeln der Macht und indoktrinieren deutsche Kinder.

Die Diktatur der Gutmenschen

Zwar sind die Umfragewerte der GRÜNEN wieder gefallen, aber die neue Doppelspitze der SPD wird wenig am Niedergang der Partei ändern können. Eher wird sie die SPD in Richtung der 10-Prozent-Marke führen, was den Pseudo-Marxisten der SED-Nachfolgepartei zu Gute kommt. Zumindest aber wird ein Robert Habeck kein Bundeskanzler werden. So blöd kann nicht einmal der deutsche Michel sein.

Dass es durchaus eine Schwarz-Grüne Bundesregierung geben könnte, die das Land dann völlig ruiniert, halte ich dagegen für wahrscheinlich. Ein Bundeskanzler Laschet oder Spahn wird allerdings wenig Spielraum haben, dafür haben bereits im Vorfeld diverse Lobbyisten gesorgt, deren „Wünsche“ man zu erfüllen hat. Inwieweit aber ein Hans-Georg Maaßen, der immerhin das Geflecht der Mächtigen durchblickt, manipulierbar ist, wird ebenfalls die Zukunft zeigen. Als ich vor Jahresfrist sagte, dass man ein Auge auf den Mann haben soll, haben viele nur müde gelacht. Ich sage noch einmal, dass er wiederkommen wird.

Alles was bleibt

Keine Zukunft, egal wie negativ sie zu wirken scheint, ist wirklich unabänderlich. Auf jeden Regen folgt Sonnenschein, das habe ich auch unserem kleinen Wildfang gesagt. Was mir noch bleibt ist allen LeserInnen einen frohen „Nikolausi“ zu wünschen. Gerhard Polt hat das schon vor vielen Jahren gemacht.

1 – Link zur Studie

Bild: Pixabay

Greta und die Milliardäre – Das Geschäft mit dem Klimawandel

Greta und die Milliardäre – Das Geschäft mit dem Klimawandel

Viele Märchen fangen mit dem Satz „Es war einmal …“ an. Auch ich möchte heute ein Märchen erzählen, das aber leider traurige Wahrheit ist. Meine Geschichte handelt von dem Mädchen Greta, das unbewusst die Milliardäre trifft.

Folgt Greta!

Was wie der Titel eines von Robert Habeck verfassten (Kinder)Buches klingt, hat einen ernsten Hintergrund. Mit einem behinderten Mädchen wird Geld gescheffelt. Von linksgrünen Ideologen verblendete Jugendliche laufen dabei einer neuen Ikone nach, deren fixe Idee vom bösen Treibhausgas, möglicherweise aus der eigenen Familiengeschichte stammt. Siehe dazu auch den Wikipedia-Eintrag über Svante Arrhenius. Dessen Enkelin ist die mit Greta Thunberg verwandte, ehemalige Abgeordnete Anna Horn von Rantzien, die in den Jahren 1988 bis 1991 für die Grünen im schwedischen Reichstag saß.

Aber auch Gretas Mutter, die Opernsängerin Malena Ernman, tritt seit Jahren leidenschaftlich für den Klimaschutz ein. Dagegen ist nichts zu sagen, wenn es nicht zum cleveren Geschäftsmodell geworden wäre. Gretas Eltern, das sage ich an dieser Stelle ganz offen, haben ihre autistische Tochter zumindest dazu animiert einer fixen Idee zu folgen. Greta kann sich gegen diese Art der Indoktrinierung nicht wehren. Sie ist das Opfer ihrer Behinderung.

Folgt dem Geld!

Wer also noch immer glaubt, dass es sich bei Greta Thunberg um eine normale schwedische Schülerin handelt, der hat den Knall nicht gehört, mit dem die prall gefüllten Kassenbücher ihrer Eltern und diverser Firmen zugeschlagen worden sind. Als Beispiel will ich nur den schwedischen Unternehmer Ingmar Rentzhog nennen, der mit der angeblichen Entdeckung und nachfolgenden Vermarktung Gretas, 10 Millionen Schwedische Kronen verdiente. Manchmal liebe ich die taz. Lesen, staunen, bitte sehr: Greta Thunberg kommerziell ausgenutzt

Auch Tichys Einblick hat kräftig über Greta recherchiert, wofür ich wirklich dankbar bin. Die freie Journalistin Claudia Zimmermann ging noch einen Schritt weiter. Ihre Erkenntnisse hätten unter normalen Umständen für beträchtlichen Wirbel gesorgt. Aber in einer Zeit, die halbgebildete Realversager in den Parlamenten sieht, gehen selbst spektakuläre Neuigkeiten unter. Ja, auch Gretas Vater vermarktet seine Tochter kräftig.

Die im Dunkeln sieht man nicht

Greta ist Schülerin, wird also maximal ein Taschengeld erhalten. Zwar dürften ihre Eltern kaum am Hungertuch nagen, aber die Hype um Greta könnten sie kaum aus eigener Tasche finanzieren. Das haben andere gemacht. Den Namen Ingmar Rentzhog habe ich bereits genannt. Nun aber kommt es noch viel dicker. Recherchiert man eine Weile wird schnell klar, dass kein geringerer als ein gewisser Frithjof Finkbeiner hinter fridaysforfuture.org vermutet werden kann. Frithjof Finkbeiner ist der Gründer der Plant-for-the-Planet-Foundation, der Global-Marshall-Plan-Foundation und Vize-Präsident des deutschen Club of Rome, die, die in Zusammenhang mit den Schulstreiks stehen.

Nach Eigendarstellung der Projektwebseite Plant-for-the-Planet, wurde die Initiative von dem damals neunjährigen Sohn von Fridhof Finkbeiner, Felix Finkbeiner ins Leben gerufen. Den ausschlaggebenden Impuls für die Idee, die zur späteren Gründung der Stiftung führte, erhielt Felix, als er sich für ein Referat für den Unterricht zum Thema Klimawandel vorbereitete. Am Ende seines Referats soll Felix die Vorstellung entwickelt haben, dass Kinder in jedem Land eine Million Bäume pflanzen können. (Quelle Wikipedia) Kommt bekannt vor, oder?

Verschwörung vs. Fakten

Richtig interessant wird es, wenn man weiß, wer den Club of Rome gegründet hat. Kein geringerer als David Rockefeller. Die Familie Rockefeller ist seit vielen Jahren im Klimageschäft, das ist auch kein großes Geheimnis mehr.

Ich will und werde an dieser Stelle keine Diskussion über den Klimawandel beginnen. Selbst Wissenschaftler diskutieren diesen kontrovers. Was ich sagen kann und werde, dass es schon immer einen Klimawandel gab. Das ist nun mal so auf einem Planeten, der den Launen seiner Sonne ausgesetzt ist. Dass wir nicht im eigenen Dreck ersticken wollen, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Prima Klima

Man kann und darf davon ausgehen, dass viele an den Schulstreiks beteiligte Personen wirklich hinter ihrer Sache stehen. Sie sind die Kinder einer Ideologie, die sie in ihrem Geist erzogen hat. Dass auch diese Ideologie längst gekapert worden ist, werden nur sehr wenige Menschen verstehen.

Greta hat mein Mitgefühl. Aber wie kann man dem Mädchen helfen? Mit jedem neuen Streiktag gehen die Pläne jener auf, die sich durch Klima-Geschäfte Milliarden versprechen. Im Gegensatz zu Greta, die lediglich für ihre Ideale lebt. Es lebe das Kapital?

Fazit

Ob man als Jugendlicher die Schule schwänzen und für etwas demonstrieren sollte oder einen guten Abschluss macht, um dann vielleicht das Klima zu erforschen, muss jeder selbst entscheiden. Leider ist das Jugendlichen kaum noch möglich, werden sie doch von LehrerInnen gezielt indoktriniert, die ihrerseits der linksgrünen Sekte verfallen sind. Dass diese Pseudo-Sozialisten auch nur die Interessen des Kapitals vertreten, wird Deutschland spätestens nach einer Regierungsbeteiligung von Habeck & Co. deutlich sehen.

Quellen:

1. Die freie Journalistin Claudia Zimmermann

2. Die Webseite unzensuriert.at

3. Wikipedia

4. Diverse Webseiten der vorgeblichen Klimaschützer

5. Club of Rome und andere im Beitrag genannte Think Tanks und Foundations

6. taz-Online

7. Eigene Recherchen

 

Titelbild: Pixabay