Täglich nachgedacht: Mein Körper gehört mir!

Täglich nachgedacht: Mein Körper gehört mir!

„Mein Körper gehört mir!“, ist ein Slogan, der seit mehr als 20 Jahren den Missbrauch von Kindern anprangert. Die gleichen Kinder, die nun vom deutschen Staat durch die unnötige und nutzlose Corona-Impfung vergewaltigt werden sollen. Impfbusse vor Schulen, lange Impfnächte von Vereinen, die im Erhalt von Bratwurst oder einem Gutschein für Fanartikel gipfeln, sind nichts anderes als Impfzwang durch die Hintertür.

Mein Kind gehört mir!

Vor einigen Jahren habe ich ein kleines Mädchen adoptiert, das mir ans Herz gewachsen ist. Ich schreibe ihr nicht vor, was sie zu tun oder lassen hat, auch wenn sie natürlich gewisse Regeln befolgen muss. Aber Zwang hat es durch meine Eltern bei mir nie gegeben, Zwang übe ich auch nicht auf meine Tochter aus. Dieses kleine Wesen ist kerngesund und mit Sicherheit kein gefährlicher Virenüberträger.

In langen Gesprächen und unter Auswertung der vorhandenen Studien und Fakten, hat sich meine komplette Familie gegen die (nutzlose) Corona-Impfung ausgesprochen. Niemand ist krank geworden, eine wirkliche Gefahr sehen wir für uns alle nicht. Was auch für die meisten Japaner gilt. Noch zumindest. Auch die japanische Regierung steht unter Druck, die Globalisten gieren nach weiterem Geld.

Die Vergewaltigung

Absichtlich schreibe ich von Vergewaltigung, wenn es um die „Corona-Impfung“ von Kindern geht. Das Risiko von Nebenwirkungen ist im Verhältnis zum Nutzen gigantisch. Eltern, die ihren Kindern die Spritze geben, vergewaltigen deren Lebensqualität. An dieser Stelle bezweifle ich alle Berichte, die von an Covid-19 verstorbenen vorher gesunden Kindern sprechen. Eine neue Studie will wissen, dass die Influenza für Kinder weitaus gefährlicher ist.

Ist die saisonale Grippe für Kinder tödlicher als COVID-19?

Die wahren Vergewaltiger von Kindern sitzen allerdings in der deutschen Bundesregierung. Dort bestimmt eine eiskalte, kinderlose Ideologin über das Schicksal von Millionen. Wie sehr muss diese Frau Deutschland hassen. Merkel ist eine reine Marionette der Hochfinanz. Sie hat ihren Auftrag erfüllt und darf nun gehen. Die Testpandemie hat ihr dazu die letzte Möglichkeit geboten.

BILDet euch

Als Freundin oder Leserin der BILD kann man mich nun wirklich nicht bezeichnen. Aber seit einiger Zeit fährt das Blatt immer schwerere Geschütze gegen die unverhältnismäßigen Corona-Maßnahmen der Bundesregierung auf. Nun wurde noch der vielleicht letzte einigermaßen normal gebliebene GRÜNEN-Politiker Boris Palmer interviewt. Fazit: Er lässt seine Kinder nicht gegen „Corona“ impfen. Ein Lichtblick in dieser für viele Deutsche schweren Zeit.

Besser wäre es, wenn sich mehr Deutsche mit den wirklichen Fakten auseinandersetzen und die Gefahr für ihre Kinder erkennen, die in dem weltweiten Experiment mRNA-Impfung liegt. Aber Professor Bhakdis Warnungen scheinen weitgehend ungehört zu verhallen. Warum ist klar, Journalisten-Darsteller ohne jede medizinische Ahnung, haben dem pensionierten Experten Falschaussagen attestiert. Der deutsche Untertan liest es und nickt.

Mein Körper gehört mir!

Ich rechne damit, dass die angeschlagene deutsche Bundesregierung die Corona-Maßnahmen weiter verschärfen wird, um ihren Auftrag zu erfüllen. Ob diesen willigen Helfern der Finanzelite bewusst ist, dass sie damit Millionen Menschenleben gefährden, weiß ich leider nicht. Ich könnte es allerdings behaupten, einige Fakten sprechen dafür.

Was ich definitiv weiß, mein Körper gehört mir! Ich werde weiter ohne „Corona-Impfung“ leben und zumindest vorerst nur eingeschränkt reisen dürfen. Ob wir daher im Herbst nach Schweden können, muss ich noch prüfen. Immerhin haben wir es schon einmal vor mehr als einem Jahr geschafft und in Schweden völlig entspannte und angstfreie Menschen getroffen.

Das Kind in mir

Kluge Menschen, Psychologen genannt, haben die These vom „inneren Kind“ erschaffen. Transpersonale Psychologie heißt der Begriff, der den Menschen getrennt von seiner Persönlichkeit sieht. Roberto Assagoli ging davon aus, dass der Mensch in seiner Essenz eine Seele ist und eine Persönlichkeit mit vielen Teilen, auch Teilpersönlichkeiten genannt, hat.

Spontanität, Begeisterungsfähigkeit, Staunen, Neugier, Lebendigkeit sind jene positiven Aspekte von Kindern, die wir als Erwachsene immer mehr verlieren. Vor allem dann, wenn wir sie als Kind nie richtig ausleben durften. An ihre Stelle treten oft andere Aspekte, die wir als Kinder nur zu gut kannten: die Angst verletzt zu werden, Zurückweisung und die Sehnsucht nach Liebe.

Der Erwachsene sehnt sich, wie schon als Kind, nach Anerkennung und bekommt sie doch meist nicht. In einer kalten Welt bleibt er allein und seine Seele friert. Ohne Liebe, ohne Anerkennung, entwickelt der Erwachsene ein oft geringes Selbstwertgefühl. Diese Menschen haben einen immensen Nachholbedarf, was zu Problemen in Partnerschaften führt. Und zu Psychosen.

Kinder, die von anderen Menschen oft verletzt worden sind, gehen als Erwachsene meist dünnhäutig durchs Leben. Die geringste Kritik reißt schnell alte Wunden wieder auf, mit allen negativen Konsequenzen. Der Gang zum Psychologen ist dann vorprogrammiert. Mehr noch der Griff zu Alkohol und Drogen.

Leider sind es häufig Frauen, die unter diesen Problemen leiden. Nach außen hin stehen sie „ihre Frau“, aber zu Hause sind sie nur Mäuschen. Sie suchen nach Anerkennung beim Partner und vermeiden jede Konfrontation. Schnell entwickelt sich daraus eine Abhängigkeit, die bis zur Hörigkeit ausufern kann.

Gewissenlose Subjekte verstehen es meisterhaft diese Menschen sexuell auszunutzen. Auf der Suche nach Liebe werden sie dann zum Sklaven ihrer Triebe. Und das ist nicht okay. Vermutlich muss man „Täter“ wie auch „Opfer“, als problembehaftet bezeichnen. Beide Seiten stehen den negativen Aspekten ihres inneren Kindes gegenüber.

Lieben und geliebt zu werden trägt ganz entscheidend zum Glücklichsein im Leben bei. Aber dieses Glaubensmuster sollte niemals vorherrschend sein. „Ich muss geliebt werden, sonst kann ich nicht mehr existieren“, ist ein Satz, den sich diese schwer gestörten Menschen zu eigen machen. Dem Partner völlig ergeben werden sie von ihm abhängig und manipulierbar. Auch beim Sex.

Das innere Kind sehnt sich also nach Liebe und sieht den Partner als Ersatzelternteil an. Wie lange das funktioniert, wird sich jeder denken können. Auch, was daraus resultiert. Kluge Menschen, Psychologen genannt, haben ihre eigenen Thesen entwickelt, wie Menschen erwachsen werden sollen und sich doch das innere Kind bewahren. Zumindest jene positiven Aspekte.

„Andere sind für meine Gefühle verantwortlich und ich bin für ihre Gefühle verantwortlich“, sagen viele Menschen. „Es ist egoistisch, mich selbst glücklich zu machen“, sagen Frauen oft und verzichten zum Wohl des Partners auf Dinge. Andere verdrängen einen Schmerz, der einst dem „Kind“ zugefügt worden ist. Und Riskiken gehen diese Menschen sowieso nie ein.

Menschen sind für ihr Glück allein verantwortlich. Nur sie bestimmen was geschieht. Sie sollten lernen Schmerz, Freude, Tränen, Zorn richtig wahrzunehmen. Vor allem anzunehmen. Weinen, Lachen, Lebensfreude und auch ein Kick in den Hintern, ist Leben. Ebenso gelebte Kreativität. Veränderung nein danke? Genau das Gegenteil ist wichtig.

Menschen haben die Macht sich selbst anzunehmen und Verantwortung für ihr Leben zu übernehmen. Wer das nicht kann, ist tot. All das ist unser Weg zum positiven inneren Kind. Und den können wir auch als Erwachsene gehen. Spontan, albern und manchmal auch verspielt.

Zwei Frauen und ein Baby

„Da da da!“, kräht Kevin fröhlich und spuckt mir seinen Brei ins Gesicht.
Yuki feixt und fliegt mit Handtuch und Lappen herbei.
„Gewöhn dich dran“, sagt sie frech und mach uns sauber.
Ja, wir haben heute Besuch von einem kleinen Wonneproppen. Vanessas kleiner Sohn, den wir nur zu gern hüten.
Übung macht die Mutter aus.

„Bu bu da da na na“, plappert der Kleine munter und zieht an meinen Haaren. Babysprache, die ich noch nicht näher kenne.
Vanessa hat einen Termin, den sie ungestört wahrnehmen muss. Die Zwillinge sind bei ihren Eltern, wir dürfen uns um Kevin kümmern. Auf eigenen Wunsch, den jeder versteht.
Eltern auf Probe sozusagen. Kevin findet das vermutlich gut.

Das Handy klingelt, ein Auftraggeber nervt.
„Die Zahlen, Frau Dr. Landar, die Zahlen!“
Schweren Herzens überlasse ich Yuki die Mutterrolle, was Kevin mit einem Blubbern quittiert.
Nun wird Yuki vollgesabbert. Sind Kinder nicht allerliebst?

Mit flinken Fingern addiere ich Zahlenkolonnen und tippsele einen Text dazu.
Kevin entwischt Yuki kurz, als sie in die Küche geht. Prompt patscht er mit beiden Händchen auf die Tastatur.
DELETE, ENTER … alles noch mal.
Wie war das mit der Geduld?

Ich kitzele den Kleinen, was er zum Quietschen findet. Fröhlich krähend schmatzt er mich ab. Ich brauche dringend frische Sachen.
Die Zeit fliegt, der Morgen geht zu Ende. Das Konzept steht und muss gegen Mittag in Pforzheim sein.
Ich werfe mich in Schale, Hose, Bluse und Jacket. Frau Dr. in Reinkultur und Mama Yuki kommt auch mit.
Zwei Frauen mit Kind, eilen gar geschwind!

Kevin jauchzt, als der V8-Sound an seine Ohren dringt. Der Kleine mag Autos, das steht für mich fest.
Wir haben Glück und kommen ohne Stau durch den Verkehr. Verwirrte Blicke, als wir den Glaspalast betreten.
„Dr. Landar“, sage ich knapp zur Sekretärin. „Ich habe einen Termin.“
Titel machen Leute. Und meiner zieht (noch) immer.

Die Sekretärin telefoniert noch, als eine blonde Frau das Büro betritt. Sie ist schwanger, das ist deutlich zu sehen.
„Beate Finkenau (Name geändert)“, stellt sie sich vor und kann den Blick kaum von Kevin lösen.
Eine stumme Frage liegt in ihren Augen.
„Nein“, sage ich, „das ist leider noch nicht unser Kind. Wir sind nur Mütter für einen Tag.“
Sie lacht und versteht. „Bei mir ist es in 3 Monaten soweit. Dann habe ich lebenslänglich.“
Ein Satz, der mir gefällt.

Die werdende Mutter bittet uns beide wie selbstverständlich nach oben.
„Mischen wir die Männerunde auf“, sagt sie im Scherz, was Kevin mit einem „ja ja ja!“, quittiert.
Ich tausche einen BLick mit Yuki und Elfchen nickt verhalten.
„Alles im Griff“, heißt das. Aber Kevin hat andere Pläne.
Aus heiterem Himmel plärrt er los. Aufregung pur, das Chaos ist groß.

Gelassen betrete ich das Büro des Chefs, der sichtlich nervös auf mich wartet.
Draußen laufen einige Frauen zusammen, die sich alle um Kevin kümmern.
„Lu lu lu wääääh!“, höre ich noch, dann hat die schalldichte Tür Erbarmen mit dem Mann.
Immerhin findet mein Konzept Gefallen. Und mir gefällt der Scheck.
Ob ich den Job doch nicht sausen lasse?

Mit diesem humorvollen Gedanken geht es auf den Gang zurück, wo Kevin der Star in der Runde ist. Lachend und schmusend verzaubert er die Frauen.
Und Beate Finkenau hat eine Brünette im Arm. Ich liebe meine Sinne.
Apropos Frau. Auf dem Weg nach Hause erreicht uns Vanessa per Handy.
„Alles gut!“, vekündet sie.
„Auch mit Jo?“, will ich wissen und Yuki nickt sofort. Die Anwältin hat sich mit Vanessa angefreundet. Die zögert zwar noch, aber ihre Augen haben sie längst verraten.
Vanessa war nie offen lesbisch. Hat aber nie ein Hehl daraus gemacht, wie sie zu Frauen steht.

Leider müssen wir Kevin dann bei seiner Mama abliefern, die er freudig, aber müde begrüßt.
Jo strahlt, wie ich selten einen Menschen habe strahlen sehen. Da läuft was, mit ihr und Vanessa. Und wenn ich nachhelfen muss!
Im verkuppeln war ich schon immer gut. Spontan lade ich beide zum Abendessen ein.
Yuki schmunzelt und Vanessa wird wirklich rot.
Das wird ein Spaß, das kann nur Liebe sein!

Wer Vanessa ist, ihre (Vor)Geschichte, können Interessierte hier nachlesen:

Teil 1 – Lebe deinen Traum 

Teil 2 – Wenn Frauen hassen 

Teil 3 – Die Akte Vanessa

Elfen, Kinder und Hormone – Von der Unlust schwanger zu werden

Zwar habe ich versprochen keinen Blog über Schwangerschaft und reine Frauendinge zu schreiben, aber ein kleines Update gibt es doch. Elfchen und ich hatten diese Woche einen Termin bei der Fraunärztin unseres Vertrauens, um Yukis Kinderwilligkeit zu testen. Denn schwanger werden wollen und es auch können, das sind zwei Paar Schuhe. Und bei Yuki passen die nicht.

Ich hatte bereits von meinen Problemen geschrieben, die ich als Teenager hatte. Endometriose, die behandelt worden ist. Kinder werde ich mit diesem Hintergrund keine bekommen. Selbst wenn ich wollte gäbe es vermutlich eine Fehlgeburt. Die Chancen auf eine normale Schwangerschaft sind bei mir sehr gering.

Bekanntlich gleichen sich bei miteinander lebenden Frauen, die Zyklen an. Egal ob hetero, oder lesbisch, wir bluten oft am gleichen Tag. Meine Regel spinnt sowieso schon immer. Bei Stress kann ich an diesen Tagen auch mit Schmerzen rechnen. Ich weiß das, lebe damit, alles gut.

Yuki hat über die letzte 5 Monate akribisch Buch geführt, das Ergebnis ist ernüchternd. Die Lutealphase meiner Süßen ist deutlich zu kurz und liegt im Durchschnitt unter 10 Tagen. Und das ist für eine Schwangerschaft zu kurz.

Unglücklich ist Yuki nicht, sie sieht das japanisch gelassen.
„Du bist schuld“, sagt sie mir frech ins Gesicht und unsere Ärztin schaut entsetzt.
„Alles gut“, beruhige ich die Frau sofort. „Das ist nur unsere Art der Liebe.“
Yuki nickt und drückt meine Hand, die Frauenärztin versteht zum Glück.

„Es könnte durchaus sein“, sagt sie, „dass Ihre Frau nicht so ganz unrecht hat. „Bei Ihnen, Frau Landar, stimmt so gut wie nichts. Einige Endometriose-Herde sind noch immer zu finden und es wundert mich, dass sie keine Schmerzen haben. Und ihre Lutealphase ist definitiv zu kurz.“
Ich zucke mit den Schultern.
„Seit der Hormonbehandlung und OP, hatte ich keine größeren Probleme mehr“, erkläre ich. „Und schwanger wollte ich nie werden.“
Aber Mutter werde ich, das steht felsenfest.

Es folgt ein (wissenschaftlicher) Vortrag über Hormone und Schwangerschaft, den ich, aus Liebe zu meinen LeserInnen, streiche. Lieber streichele ich euch weiter mit Worten und meine Elfe sowieso. Aber das habt ihr bestimmt gewusst.

Progesteron heißt das Zauberwort und Utrogest das Medikament. Skeptisch lesen wir den Beipackzettel, als wir auf dem Weg nach Hause sind. Nun ist Yuki niemals ernsthaft krank gewesen, aber sie verträgt Medikamente sehr schlecht. Schon eine harmlose Aspirin zeigt bei ihr mehr Wirkung, als vom Hersteller vorgegeben ist.

Utrogest ist definitiv kein Medikament, mit dem Frau spaßen sollte. Die häufigen, aber angeblich harmlosen Nebenwirkungen, lassen Yuki das Gesicht verziehen.
„Zwischen- oder Schmierblutungen, Kopfschmerzen, Müdigkeit, leichte Verdauungsbeschwerden, Bauchkrämpfe, Berührungsempfindlichkeit der Brüste“, liest sie vor.
Prompt fühle ich einen Stich im Magen. Was immer meine Frau betrifft, hat auch Auswirkungen auf mich. Und schon liest Yuki weiter.
„Sehr seltene Nebenwirkungen sind Kopfschmerzen, Migräne, starke Depressionen, starke Überempfindlichkeitsreaktionen mit Blutdruckabfall, Kreislaufkollaps oder Herzrhythmusstörungen.“
Und Depressionen braucht (m)eine Elfe nicht!

Wir schauen uns an und müssen nichts sagen. Die spinnen, die Römer, das Zeug kommt uns nicht ins Haus.
„Wollen wir es dann ohne versuchen?“, fragt Yuki. „Vielleicht klappt’s ja doch ohne doofe Chemie.“
„Ich mag dir das auf keinen Fall zumuten sage ich. Kinder um jeden Preis? Nein! Ich mag dich nicht leiden sehen. Und wir wissen beide, dass du wirst. Also lassen wir den Dreck.“
Yuki schenkt mir einen warmen Blick aus ihren wundervollen Mandelaugen.
„Ich liebe dich“, sagt sie und gibt mir einen Kuss. Dann holt sie tief Luft und schließt kurz die Augen. „Lass uns lieber Möbel kaufen gehen“, sagt sie. „Düsseldorf, wir kommen!“
Und genau das haben wir gemacht, wenn auch ohne Hormone. Oder vielleicht doch mit. Shopping liegt Frauen in den Genen. Das habe ich immer schon gewusst.

Liebe kennt kein Geschlecht – Teil 1

Vor etwa 1 1/2 Jahren hatte ich über eine Hetero-Frau geschrieben, die sich in eine Lesbe verliebt hat. Bei den beiden hatte der berühmte Blitz eingeschlagen und sie wurden sehr schnell ein Paar. Sabine ist jetzt 39 und ihre Partnerin 44 Jahre jung. Sie leben im schönen Hessen, die Stadt ist aus Diskretionsgründen egal.

Sabine hat eine mittlerweile 14 Jahre alte Tochter, die einfach süß und zum knuddeln ist. Mit damals noch kindlicher Unschuld, hat sie die neue Beziehung ihrer Mutter nicht nur akzeptiert, sondern drollig kommentiert. „Ich habe jetzt zwei Mütter, das ist voll cool!“, waren ihre Worte.

Sabine und Heike ergänzen sich ideal. Sabine ist Beamtin, Heike verkauft Häuser. Dank Heimarbeit ist immer eine Frau zu Hause und kann sich um Frechdachs Kerstin kümmern. Die übrigens total auf Jungs steht und gleich mehrere Verehrer hat. Aber alles noch kindlich harmlos. Da wird nicht mal gefummelt, aber schon geküsst.

Die Kleine ist recht zierlich, aber wehe jemand wagt es über Lesben zu lästern. Laut Sabine wird Kerstin dann richtig wild! Ihr Vater ist ein Schwarzgurt im Taekwon-Do und unterrichtet sie seit vielen Jahren. Er war kein guter Ehemann, wie mir Sabine gesteht. Er ging stets fremd und hat vier (un)eheliche Kinder. Aber Kerstin liebt er wirklich. Er kann also kein so schlechter Vater sein. Aber ein Idiot.

Wir haben Sabine schon öfer besucht. Und letzte Woche hat sie einem Interview zugestimmt, das ich mit ihr und ihrer Partnerin führen möchte.
„Wann und wo habt ihr euch kennengelernt?“, will ich wissen. „Und war es wirklich Liebe auf den ersten Blick?“
Sabine streicht sich fast verlegen durch die blonden Haare und Heike schaut sie liebevoll an. Sie ist dunkel, mit grünen Katzenaugen. Treu wie Gold und Kinderlieb.
„Es war auf der Hochzeit einer Bekannten“, beginnt Sabine. „Ich war ebenfalls eingeladen und wollte ursprünglich nicht mal gehen.“
„Warum das denn?“, frage ich sofort nach, obwohl ich die Antwort bereits kenne.“
„Weil es mich traurig machte, wenn andere Menschen glücklich waren“, sagt Sabine mit ernstem Blick. „Mein Ex-Mann hat mich nach Strich und Faden betrogen. Es hat 3 Jahre gedauert, bis ich wieder vertrauen konnte. Und dann hat mich mein neuer Freund auch verlassen. Wegen eines Motorrades, dem er verfallen war. Er wollte mich immer mitnehmen, aber ich hatte einfach Angst. Was wenn wir einen Unfall hätten? Ich muss doch an meine Tochter denken. Aber er hat das nicht kapiert.“
Manche lernen’s nie.

Das Interview wird kurz unterbrochen, denn Wildfang Kerstin stürmt in den Raum. Aufgeregt winkt sie uns zu.
Im Gefolge hat sie ein asiatisches Mädchen, das mich sofort verzaubert.
„Tante Mayumi, Tante Yuki, schaut wen ich mitgebracht habe! Das ist Mamiko!“ (Tochter von Mami)
„Mamiko-chan“, sage ich leise auf Japanisch und ernte ein scheues Lächeln. „Wir haben fast die gleichen Namen. Ich bin Mayumi. Du weißt doch, was das heißt?“
Die Kleine nickt und strahlt. Wir wechseln einige Worte, dann laufen die Mädchen nach draußen. Ich wechsele einen Blick mit Yuki und Elfchen nickt. Ihr Kinderlein kommet.

Nun ist Heike an der Reihe. Nun muss sie gestehen. Und das macht sie gern.
„Kanntest du Sabine schon?“, frage ich.
„In einer Kleinstadt kennt man sich eher“, ist die lächelnde Antwort. „Ich hatte sie schon gesehen. Ein Gesicht in der Menge, das Frau schwer vergisst. Da bin ich ehrlich.“
„Ach?“, empört sich Sabine gespielt. „Das hast du mir noch nie gesagt!“
„Du musst nicht alles wissen meine Süße“, erwidert Heike lachend. „Frau darf auch so ihre kleinen Geheimnisse haben. Stimmt’s Yuki?“
Elfchen nickt bezeichnend und schaut mich frech an.
Verschwörung der Elfen? Das wird interessant!

„Und  sie fiel dir dann gleich auf dieser Feier auf?“, frage ich weiter. „Und warum warst du eigentlich dort?“
„Das ließ sich kaum vermeiden“, sagt Heike. „Die Braut ist meine Schwester.“
Alles lacht und ich notiere, dass Frauen meist zu albern sind. Ich natürlich auch.
„Sabine fiel mir sofort auf“, fährt Heike fort. „Sie hat so zerbrechlich und verloren gewirkt.“
„Mama Butch“, necke ich Heike und sie lacht.
„Ja“, sagt sie. „So bin ich. Ich muss auch immer helfen.“
„Und du kanntest Heike auch?“, richte ich das Wort an Sabine.
„Jein“, erwidert sie. „Ja, ich hatte sie bereits gesehen. Aber ohne mir viel dabei zu denken. Du siehst Menschen, aber du kommst nie in Kontakt.“
„Was ich an diesem Tag geändert habe“, gesteht Heike.
Mutige Frauen braucht das Land.

„Du hast sie einfach so angesprochen?“, will ich wissen. „Ich dachte immer, das sei mein Part.“
„Wer hat denn wen bitte angesprochen?“, fragt Yuki mich prompt. „Ich dich, falls du dich erinnerst.“
„Ach ja?“, necke ich sie. „Eigentlich ging es dir ja um meine Hose. Das Gespräch habe ich in Gang gebracht.“
„Ihr seid echt der Wahnsinn“, sagt Sabine und schaut uns abwechselnd an. „Wenn man euch zuhört könnte man an Streit denken. Aber ich weiß, es ist nur Spiel.“
Elfchen lacht und schmiegt sich in meinen Arm.
„Ja“, sagt sie. „Die Dicke ist wirklich eine Puppenspielerin.“
Dabei bin ich nur Yukis Marionette. Aber das habt ihr euch bestimmt schon so gedacht.

Fortsetzung folgt …

Warum ich (k)ein Kind sein will!

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen, für Kinder ist die Welt spannend und bunt. Aber Kinder haben auch den Wunsch erwachsen zu sein.
Ich war gern Kind, Erwachsene fand ich komisch. Klar, da waren meine Eltern, diverse Tanten und Onkel. Aber Familie und Freunde zählen nicht.
Es gibt Menschen die trauern ihrer verlorenen Jugend hinterher. Ihr Leben dreht sich stets im Kreis. Immer nur ein Blick zurück.
Kinderzeit, verlorenes Glück?

Für manche Menschen scheint die Zeit zu rasen, hiflos sehen sie dem Uhrenzeiger zu. Und die Sekunden ticken, das Leben zieht vorbei.
„Ach und könnt‘ ich doch nur ein einz’ges Mal die Uhren rückwärts dreh’n“, hat Wolfsheim einst gesungen.
Aber ganz ehrlich, warum sollte man das tun? Das Leben spielt im Hier und Jetzt und nie im Gestern.  Kinder, das sind die anderen. Aber Kinder sind auch wir. Tief in unserem Inneren lebt das ewige Kind, jenes unbeschwerte Glück.
Mag jemand mit mir lachen?

„Denn wie viel von dem, was ich heute weiß, hätt‘ ich lieber nie geseh’n“, heißt es bei Wolfsheim.
Und schon flüchtet der Mensch in (s)eine eigene Welt, vielleicht sogar in eine Depression.
Aber was schließt uns von der Welt der Kinder eigentlich aus, warum können Erwachsene sie nicht sehen? Die Logik, der Verstand tötet oft das Spiel. Und unsere Herzen werden kalt.
Das Feuer der Jugend macht der Weisheit des Alters Platz. Träume verpuffen und bleiben nur noch Träume.
Ich habe das immer anders gesehen.

Als Kind war ich anders, als andere Kinder. Viel disziplinierter, aber auch unglaublich wild.
Und dann wieder verträumt im Reich der Bücher. Geschichten, ach wie wunderbar.
Mir lief die Zeit niemals davon, ich habe immer intensiv gelebt. Und das in meiner bunten Welt, im zauberhaften Feenreich.
Aber auch Feen müssen manchmal kämpfen. Genau das habe ich dann auch getan. Ich habe meine Welt verteidigt, mich und mein kleines Herz geschützt.
Feuer und Eis, beides ist in meiner Seele.

Meine Kindheit war behütet. Aber die eigentliche Wächterin war ich. Ich habe jeden Tag genossen. Intensiv und voller Mädchenglück.
Musik, Poesie und auch Karate, haben einen besonderen Menschen geformt. Und der Zen-Buddhismus hat ein übriges getan.
Es waren immer spannende Tage und keiner war ein Klischee. Statt den Regen zu meiden bin ich lieber in Pfützen gehüpft.
Angst hatten immer nur die anderen. Der Angst lache ich fröhlich ins Gesicht.
Unbeschwerte Jugend, unbeschwertes Glück.

Das Kind in mir ist stets lebendig und das wird niemals anders sein. Aber dieses Kind hat manchmal Pause. Und doch gibt es immer den Weg zurück.
Vielen Menschen gelingt das nicht. Sie entfernen sich von ihrer Kinderseele. Ich habe die meine immer behütet, wie einen kostbaren Schatz gehegt.
Geholfen dabei haben mir auch andere Menschen. Oder besser gesagt haben sie mich unterstützt.
Der wichtigste Mensch ist dabei meine Elfe. Obwohl erwachsen, ist sie auch ein großes Kind.
Vielleicht ist das eins der Geheimnisse unserer Liebe: wir nehmen uns an, wie wir sind.
Ändern wollen uns immer nur die anderen.

Kinder sehen die Welt mit anderen Augen, für Kinder ist die Welt aufregend und bunt. Aber Kinder haben auch den Wunsch erwachsen zu sein.
Ich bin gern erwachsen und ich bin noch immer gern ein Kind. Kein Widerspruch, nur mein Weg zu leben.
Und genau das ist der ganze Trick. Zu leben und nicht zu warten bis die flüchtige Zeit vergeht.
„Immer vorwärts, Schritt um Schritt es gibt keinen Weg zurück“, singt Wolfsheim und das Kind in mir schüttelt leicht den Kopf.
Es gibt immer einen Weg zurück! Mag ihn jemand mit mir gehen?