Suchbegriffe im September

Auf der Suche nach verlorenen Socken kommen mir Suchbegriffe aus meinem Blog in den Sinn. Yuki verdreht die Augen und lacht, als ich abwechselnd die Waschmaschine befülle und hastig Zeilen auf einen Schreibblock kritzele. Aber sie wird auch neugierig und prompt steht sie neben mir. Ihr Elfenlachen spornt mich zu Höchstleistungen an. Das Ergebnis lest ihr hier:

scharfe mädchen    – Gab es schon öfter. Auch als Suchbegriff. Ich kenne welche. Eine lebt bei mir.

nandalya blog – Ja, den kenne ich auch! Das ist doch diese verrückte Japanerin.

liebe meine beste freundin lesbisch – Ich auch! Nee warte, Yuki ist ja jetzt auch meine Frau. Aber ich liebe sie immer noch.

nandalya – HIER! (Molly warst du das?)

technik des neuen sex – Guckst du HIER

beastly sex free wie mach ich es – Ich weiß es nicht. Und ich will es auch nicht wissen.

lesbenforum wer macht den ersten schritt – Den ersten Schritt macht die Mutigere. Das war immer ich. Noch Fragen?

susanne schlief mit mir – Echt? Mit mir nicht.

findet liebe einen weg – Auf jeden Fall! Guckst du HIER. Da gibts auch eine „Susanne.“

sie will nicht geküsst werden lesbian movies – Den Film kenne ich nicht. Ich bezweifle auch, dass Frau nicht geküsst werden will.

liebesbrief an eine frau – Guckst du HIER 

lesbischer film mit julia richter – Z. B. Kommt Mausi raus? Den fand ich gut und authentisch.

nummerologie der elfenbeinturm – Wat is? Aber vielleicht meintest du ja diesen Artikel:  KLICK MICH

mein weg mit kendo – Der, wie ich finde, interessanteste Suchbegriff. Ja, Kendo kann ein Weg sein. Japanische Manager üben es neben Aikido. Ich kann es auch.

lieben lesben männer – Die Frage wiederholt sich ständig. Die Antwort bleibt bei NEIN. Ausnahmen: Vater, Bruder, eigene Kinder. Sex mit Männern haben Lesben nicht.

lesbensexx – Der Begriff wird auch mit zwei „x“ nicht besser. Ja, Lesben haben Sex. Nein, darüber schreibe ich nicht. Die Pornothek ist um die Ecke.

purōjitto – Prosit!

lesben und mann – Mann, Mann, Mann, wie notgeil seid ihr Kerle? Und wenn Frau sich die Frage stellt, so ist sie bisexuell.

die chefin nebenrolle ulrike folkerts – Nebenrollen spielt die Ulrike eigentlich nicht. Und bei ihrer Frau sowieso die Hauptrolle.

katherine moennig hochzeit – „Shane“ an die Männerwelt verloren? Schwer zu glauben. Bisher ist es nur ein Gerücht.

Wirkliche neue Suchbegriffe gab es keine. Immer wieder sucht man(n?) nach „Sex mit Besenstiel“, oder „Lesbensex.“ Ich kann meinen LeserInnen versichern, dass Lesben keinen Sex mit einem Besenstiel haben und die meisten Lesbenpornos von Heten gedreht worden sind. Deren Stöhnen ist so falsch, wie die langen Fingernägel.

The LGBT-Word

Vielleicht ist es der einen oder anderen Leserin aufgefallen, dass ich Filme mag und auch kommentiere. Nicht immer objektiv sondern eher aus dem Bauch heraus. Eine Freundin hat bemängelt, dass ich bisher nicht auf „The L-Word“ eingegangen bin. Ob ich diese Serie etwa nicht kenne, fragte sie.

Ich habe jede L-Word Folge verschlungen, aufgesaugt, mit den Mädels geweint, gelacht, gelitten. Aber das ist eine Weile her. Und in dieser Zeit ist viel über die Serie geschrieben worden. Viel Unsinn, viele positive Dinge, natürlich auch der ein oder andere Verriss. Yuki und ich haben uns die Staffeln seit Anfang Mai in der Originalfassung noch einmal angeschaut. Das hatte eine ganz andere Qualität und war um Welten besser, als jede deutsche Synchronisation.

Auch heute noch halte ich diese Serie für bahnbrechend, für einen wenn nicht den wichtigsten Wegbereiter von lesbischen TV-Serien und Kinofilmen. Ohne L-Word gäbe es vermutlich einige Filme nicht und auch die immer populärerer werdenden Webserien wären vielleicht nie gedreht worden. Ganz zu schweigen von dem Lebensgefühl, das die Serie Frauen vermitteln konnte. Klar war nicht alles Gold darin, klar kann über einige Szenen / Folgen diskutiert werden. Aber das Gesamtkunstwerk L-Word passt! Nur das Ende nicht … Ich hoffe immer noch! Auf einen Film. Auf die Rückkehr meiner liebgewonnenen Freundinnen. Aber langsam glaube ich nicht mehr daran. Hollywood scheint andere Ideen zu haben.

Auffällig ist die Normalität, die lesbischen Paaren plötzlich entgegenschlägt. Da gibt es die neue Serie „Die Fosters.“

http://www.serienjunkies.de/the-fosters/

Zwar ist die eine Frau ein Cop (Polizistin), was wieder etwas ein Klischee bedient, Die Serie zeigt eine normale Familie in Amerika. Zwei Frauen, ihre Kinder, ihre Alltagsprobleme. Die Fosters wird von Jennifer Lopez produziert. Leider aber von Männern geschrieben. Und das fällt auf. Mir zumindest. Gut, es ist nicht wirklich tragisch. Zu viel L-Frau in einem Film kann schon nervig sein. Ich behaupte an dieser Stelle, dass „The L-Word“ mit der Grund für diese Serie ist. Und so wird es weiter gehen! Nur wie? Vielleicht mit „Lilly Schönauer – Weiberhaushalt.“ Der Film lief am Freitag, den  20. September 2013 um 20:15 Uhr in der ARD. Nichts Besonderes, ein wenig seichte Familienunterhaltung. Schöne Frauen, ein „schöner Mann,“ Bisexualität und eine Lesbe. Im Grunde genommen war es aber ein Hetero-Film. Diesmal hat die Lesbe die Frau nicht bekommen, dafür ihre alte Liebe wieder. Auch wenn ich gern andere Happy Endings sehe, so war dieses dann doch in Ordnung. Es gibt bereits zu viele Filme, in denen die Hetero-Frau dem Charme von Frau verfällt.

Diese neue Toleranz, dieser andere, wenn auch noch zaghafte Umgang mit gleichgeschlechtlichen Paaren, ist ein richtiger und wichtiger Schritt! Was aber auffällt: Mann bleibt außen vor! Ich kenne spontan keine Serie über schwule Männer, keine Liebesgeschichte. Ein Tatort vielleicht, in dem der nicht geoutete schwule Ehemann von der eigenen Frau ermordet wird *gääääääähn* Klar, lesbische Frauen verkaufen sich besser im TV. Da hat Mann dann etwas zu schauen. Was die (TV)Welt braucht, wäre eine „G-Word“ Serie für Mann. Aber die wird nicht kommen! Die unter Homophobie leidenden Konservativen werden das zu verhindern wissen.

Das war mein LGBT-Word of the day. Und jetzt gehe ich weiter Hochzeit vorbereiten. Bis bald ihr da draußen! 🙂