Starke Frauen: Rika Usami und Kiyou Shimizu

Freundinnen, die seit Jahren meinen Blog verfolgen, haben mir zum 5. Dan gratuliert. Leider konnte ich bisher keine dazu bewegen, auch einen Kommentar zu schreiben. Haben die etwa Angst?

„Ich erstelle mir doch keinen Blog!“, ist der einhellige Tenor, „es reicht doch, wenn ich dir eine Mail / SMS schicke!“ Das sehe ich natürlich anders und drohe scherzhaft Konsequenzen an. Aber die Mädels fühlen sich sicher, schließlich lebe ich weit entfernt.

Linda, mit der ich lange in Stuttgart Kurse gab, erinnert mich in einem Telefongespräch an zwei Videos, die ich schon lange mit meinen LeserInnen teilen wollte. Die beiden Filme zeigen die Japanerinnen Rika Usami und Kiyou Shimizu, die eine Kata in Reinkultur vorführen.

Eine Kata im Karate ist eine Übungsform, die aus stilisierten Kämpfen besteht, welche jedoch im Karate meist gegen imaginäre Gegner geführt werden. Ich kenne viele davon und kann sie auch gut laufen. Aber gegen die beiden Mädels aus dem Video, hat auch eine Mayumi keine Chance. Schon sehe ich Unverständnis auf den Gesichtern meiner LeserInnen und höre die Frage „Warum ist das so?“

Die Antwort ist einfach, Kata zu laufen ist für die beiden ein Beruf. Während ich mich auf reine Kampfkunst und Selbstverteidigung konzentriere, die Kata nur als Pflicht im Training zeige, ist sie für diese beiden die Kür.

Wer sich nun vielleicht die Frage stellt, ob ich die beiden bei einem Zweikampf – Kumite – schlagen könnte, der hat Karate noch immer nicht verstanden. Sportkarate hat Regeln, ich lehre pure Selbstverteidigung.

Ich bin stolz auf die Leistungen der beiden jungen Frauen, die fast wie Schwestern wirken. Niemand präsentiert eine Kata besser als sie. Das erste Video zeigt Rika Usami, die 2013 ihre Goldmedaille gewann und danach (fast!) Tränen zeigte. Dieser emotionale Ausbruch, hat ihr damals die Herzen zufliegen lassen.

Auch das Herz einer Kiyou Shimizu, die nun ihre Nachfolgerin ist. “I wish that my Kata will impress many people“, hat sie vor einigen Jahren in einem Interview gesagt. Und dann ist ihre Zeit angebrochen, nachdem Rika ihren Rücktritt erklärte. Nun ist sie die Königin.

 

Über Lindas Frage „Bist du bei den Spielen in Japan dabei?“ musste ich schmunzeln. Selbstverständlich werde ich dann in Japan sein und mir so viel wie möglich von Olympia und seinen starken Frauen ansehen.

 

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Das schweigende Volk

Der Mord in Kandel, an der erst 15-jährigen Mia, ist den meisten noch in frischer Erinnerung. Seit mehr als einer Woche warte ich nun auf den Aufschrei in Deutschland. Darauf, dass endlich etwas geschieht. Stattdessen herrscht meist Schweigen. Warum ruft keiner „Wir sind Mia!“

Psychologen erklären uns die Gründe, warum immer wieder junge Migranten zu Tätern werden. Demnach sind die meisten stark traumatisiert und natürlich von einem anderen Frauenbild geprägt. Von dem Opfer oder wie es den Hinterbliebenen geht, spricht keiner.

Alterslos

Ich weiß nicht, wie alt dieser Afghane wirklich ist, aber es spielt eine große Rolle. Wer sich wie der Mörder von Maria Ladenburger als 17-jähriger ausgibt, aber zum Tatzeitpunkt schon 32 Jahre alt war, den muss die ganze Härte des Erwachsenenstrafrechts treffen.

Mias Mörder wirkt zumindest deutlich älter, als er selbst angegeben hat. Das muss zwingend festgestellt werden. Auch gegen der Willen des Täters. Und es müssen endlich bundesweit Konsequenzen aus all diesen Vorfällen gezogen werden, bei denen sich angebliche Jugendliche Leistungen erschleichen.

Aber die SPD bastelt bereits heimlich am Familiennachzug für Migranten und kann sich der Stimmen der GRÜNEN und der LINKEN sicher sein. Sie alle, die keine Identität mehr haben, bringen damit Deutsche weiter in Gefahr. Aber wieder bleibt der Aufschrei aus, die Lämmer schauen weg.

Wer nun doch aufbegehrt, dem wird mit dem Schlagwort „Humanitäre Hilfe“ gekontert. „Das wohlhabende Deutschland habe die moralische Pflicht …“ Die Wahrheit sieht anders aus.

Die Flüchtlingsindustrie

Längst hat sich rund um die sogenannten Flüchtlinge eine Industrie gebildet, die kräftig am nicht enden wollenden Strom der Menschen verdient. Untermauern kann man das locker mit seriösen Quellen, wie diesem Artikel in der FAZ, der schon im August 2015 veröffentlicht worden ist. KLICK MICH

Vielleicht dämmert es nun vielen LeserInnen, warum keine Grenzen geschlossen werden, warum auch Asylbetrüger ins Land der Dichter und Denker gelassen werden und warum die Gewalt in Deutschland explodiert.

Zugegeben liegt es auch an der satten Zufriedenheit der Deutschen, die man seit mehr 70 Jahren umerzieht. Am Beispiel Schweden kann man gut erkennen, welches Schicksal bald auch Deutschland droht.

Schweden und das ist beachtlich, hat es in die Öffentliche Meinung Japans geschafft. Mit völligem Unverständnis blickt man in Japan auf die dortigen Zustände und kann nicht verstehen, wie sich ein ehemals stolzes Volk selbst abschaffen kann. Wer es noch nicht weiß, Schweden hat ein riesiges Migranten Problem.

Die linke Hegemonie

„Aus queerfeministisch-marxistischer Perspektive sei Migration inhärent schädlich“, hat Jenny Künkel geschrieben. „Das System Migration wird durch Rassismus, Sexismus und Kapitalismus hervorgebracht“, heißt es weiter. Und da hat Frau Künkel recht. Bemerkenswert ist ihre Kritik an den Linken. Gemeint ist damit aber keine Partei.

Jenny Künkel: „Die Liberalisierung der Migrationsgesetzgebung in den letzten Jahren führte zu einem Anwachsen von Menschenhandel, mehr toten Flüchtlingen im Mittelmeer und Armutsmigration.“

Es sind genau diese Linken, zu denen man auch Frau Merkel zählen kann, die zum Teil aus wirklicher Überzeugung, aber auch aus ideologischer Verblendung, Deutschland für immer verändern wollen.

Sie, die keine Identität mehr haben, sprechen sie auch allen anderen ab. Das war bei den alten Linken anders, dort war man durchaus stolz auf das eigene Land.

Mit ohne Stolz

Ich war immer stolz darauf einen deutschen Pass zu haben. Und ja, ich war eine Linke. Überrascht? Aber und auch das muss ich betonen, politisch schon immer (sozial)liberal-konservativ eingestellt. Das macht mich eher zu einer SPD-Anhängerin oder doch zum CDU-Mitglied.

Aber meine Welt waren die GRÜNEN, denen ich lange viel verziehen habe. Damit ist Schluss. Es sind diese GRÜNEN, es sind Frauen wie Roth, Künast, Göring-Eckardt und Peter, denen ich den politischen Krieg erklärt habe.

Genau diese GRÜNEN braucht niemand mehr! Diese, vom System korrumpierten Gestalten, die träge in ihren Sesseln im Bundestag sitzen und über 52 verschiedene Geschlechter diskutieren. Da schüttele selbst ich den Kopf.

Wenn der Flüchtling kommt …

… wird kräftig verdient. Aber das Thema hatten wir schon. Was die meisten nicht verstehen, junge Männer haben keine Frauen. Sie wollen sie erst in Deutschland finden. Hier, so heißt es, seien diese willig und leicht zu haben.

Erste Tests sogenannter Antänzer, haben wir ab Silvester 2015 gesehen. Danach stiegen die sexuellen Übergriffe dramatisch. Inklusive Mord, wenn Mann seinen Willen nicht bekommt, der kein Jugendlicher sondern schon über Dreißig ist.

All das hätte man vermeiden können. Statt pro Monat bis zu  € 5000 für einen (angeblichen) unbegleiteten Jugendlichen auszugeben, wäre diese Summe in dessen Heimatland viel besser aufgehoben. Damit kann man zig Menschen gut und reichlich ernähren. Aber das bringt der Flüchtlingsindustrie kein Geld.

Der FOCUS präsentiert bereits den Handschlag von Schulz und Merkel, um die Wählerinnen auf die neue GroKo einzustimmen. Vier weitere Jahre Mutti werden folgen und Deutschland schafft sich weiter ab.

 

Im Osten nichts Neues

Im Osten nichts Neues. Außer, dass ich in meiner Heimat angekommen bin, die mich (wieder) zur Japanerin macht. Davon in einem anderen Beitrag mehr. Vielleicht nur kurz, wir fühlen uns hier wohl. Kein Terror, keine Flüchtlingskrise. Warum, so fragt man sich, kann das nicht weltweit die Regel sein?

Aber da ist natürlich Kim, der ach so böse Nordkoreaner. Hatte ich schon erwähnt, dass einer der beiden japanischen Hubschrauberträger einsatzbereit vor der koreanischen Küste steht? Im Osten also doch etwas Neues? Wer japanische Politik verfolgt weiß mehr.

2018 beginnt dort, wo 2017 geendet hat. Nun also „brennt“ der Iran. Ich wiederhole mich und rege erneut an, die einfache(n) Frage(n) zu stellen: „Wem nutzt das?“ Oder: „Warum jetzt?“

JournalistInnen, die ihrer Chefredaktion die Stiefel lecken, schreiben über die angeblichen Gründe der Proteste. Hohe Arbeitslosigkeit, gestiegene Preise für Lebensmittel sollen unter anderem dafür verantwortlich sein. Dumm nur, dass die Jugendarbeitslosigkeit in Europa noch höher ist und dort keine Menschen auf die Straßen gehen.

Saudi Arabien erhöht die Mehrwertsteuer. Hat es dort bereits Proteste gegeben? Kaum anzunehmen, die Saudis und die USA sind verbündet, das kommende Szenario ist also klar. Man möchte das Regime in Teheran stürzen und eine dem Westen genehmere Regierung einsetzen. Damit, so hofft man, könnte doch noch Syrien fallen. Politik kann so einfach sein.

Was ich schreibe ist nur die Oberfläche dessen, was sich hinter den Kulissen abspielt. Während wir in den Osten blicken, werden im Westen Pfründe gezählt. CDU und SPD schachern um die Posten, die GroKo-Tragödie nimmt ihren Lauf.

Österreich macht Deutschland vor, was ein Regierungswechsel bedeutet. Mit Sorge blickt das politische Berlin nach Wien. Oder ist es doch nur Neid? Unterdessen sucht die CSU den Schulterschluss mit dem „Rebellen“ Orban. Wird Politik aus Bayern endlich wieder interessant?

„Ich möchte Teil einer Jugendbewegung sein“, hat die Gruppe Tocotronic vor Jahren gesungen. Auch wenn ich schon über Dreißig bin, diese Jugend bin auch ich. Vielleicht ist es wirklich Zeit aufzustehen und das Establishment abzulösen. Um eine neue Ordnung zu errichten, die gut für alle Menschen ist.

Kuro-obi – Black Belt

Auf besonderen Wunsch einer Leserin, aber eigentlich weil ich es so möchte, wird es nun doch diesen Beitrag über meine (unsere!) Dan-Prüfung(en) geben. Er bildet die Ankunft in Japan und die jüngere Vergangenheit ab. Viel Spaß beim lesen.

Japan, Fukuoka, Heimat. Nie zuvor, habe ich das derart intensiv empfunden. Bin ich keine Deutsche mehr? Deutschland hat mich tief geprägt. Dafür werde ich auf ewig dankbar sein. Aber ich bin und bleibe Japanerin. Und so ist es gut.

Die Tante, der Onkel und meine Eltern erwarten uns in Fukuoka. Die Begrüßung ist für japanische Verhältnisse herzlich. „Hallo mein kleines Mädchen“, höre ich meine Mutter sagen. Hat sie etwa Tränen im Gesicht? Mein Papa schmunzelt, als ich „Hast du mich vermisst, Väterchen?“, frage.

Yuki freut sich ebenfalls. Familie ist nun mal wichtig, das habe ich schon immer gesagt. Und Yuki gehört ganz selbstverständlich dazu. Meine Cousine wird sofort von allen bemuttert. Die verlorene Tochter ist heimgekehrt. Wird die Therapie halten? Alle hoffen es.

Die Mädchen sind müde aber glücklich, so viele bekannte Menschen zu sehen. Ken wirkt traurig. Sein Freund hat sich feige per SMS getrennt. Manche Menschen sind einfach nur Idioten. Aber Ken schüttelt den Kopf, als ich meine Hilfe anbiete.

Glück und Tränen

Yuki vermisst ihre Eltern. Das war schon in Santa Barbara so. Was sie nicht weiß, die beiden sind längst in Japan angekommen. Kurz darauf fließen bei Elfchen die Tränen vor Glück und ihre Mutter weint gleich mit. Was die nur immer haben! Ich bin natürlich völlig cool.

Es fühlt sich ungewohnt und doch richtig an, um diese Jahreszeit in Japan zu sein. Ich mache einige schlechte Bilder der vorweihnachtlichen Hakata Station. Die spinnen meine Japaner! Aber so sind wir, traditionsbewusst und doch Neuerungen aufgeschlossen. Und auch Santa Claus habe wir natürlich adoptiert.

Es gibt viel zu erzählen, die Zeit vergeht wie im Flug. Nach einer kleinen Ewigkeit landen wir todmüde im Bett. Ich träume klar und laufe über verschneite Wiesen. Neben mir freut sich die Inari. Auch sie werde ich besuchen. „Du bist zu Hause, Mayumi“, sagt sie leise. „Ich freue mich auf dich.“

Dojo

Die Tage vergehen, im Dojo assistiere ich meinem Vater, der plötzlich die höheren Kata von mir sehen will. Was hat er nun schon wieder vor? Ich tue ihm den Gefallen und laufe sie perfekt. Nur die amtierende Weltmeisterin kann das noch besser.

Aber die, um einen Vergleich mit Autorennen zu ziehen, fährt in der Formel 1. Ich nur in der Oberliga. Die SchülerInnen schauen fast ehrfürchtig zu. „Das ist doch keine Meisterschaft!“, liegt mir auf der Zunge, aber ich verkneife mir den Satz. Manchmal kann auch ich ein Engel sein.

Es macht Spaß in Japan zu trainieren. Alles ist vertraut und doch ganz anders. Disziplin wird hier bewusst gelebt. Im Ausland wird Karate oft mit Kickboxen gleichgesetzt. Ein Fehler, der fatale Folgen haben kann.

Traditionelles Karate kennt keinen Erstangriff, aber die Verteidigung ist effektiv. Der aus dem Karate entstandene Sport lässt den spirituellen Hintergrund vermissen. Salopp ausgedrückt prügelt man sich dort nur.

Der Test

Bekanntlich ist mir ein Teil der Wartezeit zum 4. Dan erlassen worden. Alles ist möglich, wenn man das von offizieller Seite will. Yuki wird für den 1. Dan geprüft. Sie ist ein wenig aufgeregt, aber guter Dinge. Und dann ist es endlich soweit.

Ich verzichte auf die Einzelheiten der Prüfung, die wären nur für wirkliche Kenner interessant. Yuki besteht mit Bravour. Ich habe die Ehre ihr den Schwarzen Gürtel umzubinden. Sie war schon immer (m)eine Meisterin. Nur auf den Kuss muss ich verzichten. Manche Regeln gelten auch für mich.

Dann bin ich an der Reihe. Unter kritischen Blicke zeige ich mein Können, beantworte Fragen und erkämpfe mir den Weg im Kumite. Wie immer muss ich mich zügeln und darf keine fremden Techniken nutzen. Normalerweise mache ich das instinktiv.

Hochkonzentriert beende ich den letzten Prüfungsteil. Plötzlich gibt es eine unerwartete Pause. Ist irgendwas passiert? Man bittet mich um einen Augenblick Geduld, die Prüfer beraten sich.

Kein Zweifel

Ich habe keinen Zweifel, dass ich bestanden habe. Aber etwas geht hier vor, das ich nicht auf der Rechnung habe. Ein älterer Sensei mit freundlichen Augen winkt mich herbei. Neben ihm sitzt mein Vater und der Rest der Kommission.

Japaner haben die Fähigkeit völlig ausdruckslos zu blicken. Das kann ich besser und schaue ungerührt zurück. Bei meinem Vater hat das noch immer in einem Schmunzeln resultiert. Man(n) teilt mir mit, dass ich die Prüfung bestanden habe. Plötzlich kommt ein „Aber …“

„Ihre Leistungen sind außerordentlich“, beginnt der alte Mann. „Wir haben das sehr ausführlich geprüft und auch wenn Sie normalerweise aufgrund ihres noch jungen Alters und der soeben erst bestandenen Prüfung zum 4. Dan, die Voraussetzungen für den 5. Dan nicht erfüllen, wird es, auf Antrag ihres Lehrers, eine Ausnahme geben. Sind Sie bereit?“

Yukis fassungsloses Gesicht werde ich nie vergessen. Für einen Moment spüre ich einen kleinen Stich im Bauch. Dann blicke ich in die Augen meines Vaters. „Du verdienst es!“, lese ich dort und er nickt mir aufmunternd zu. Einige Stunden später erhebt er mich in die Meisterklasse.

Meisterlich

Dan-Grade zu überspringen ist eine absolute Ausnahme und war lange verpönt. In meinem Fall und das erklärt man mir auch, ist es die lange Trainingszeit, meine überzeugende Darstellung der Techniken und mein Wissen, die diesen Schritt erst möglich machen.

Vermutlich liegt es auch daran, dass man Nachwuchs braucht und daher fördert. Und so ein wenig ist es Respekt vor meinem Vater, der immerhin einer Berufung folgte und die Jugendauswahl für Olympia trainiert.

Auch zahlt sich aus, dass ich bei meinen zahlreichen Seminaren immer „Gōjū-Ryū Karate“ unterrichtet habe. Zumindest auf dem Papier. Jetzt verstehe ich endlich, warum Schlitzohr Papa Kopien davon wollte. Diese Seminare werden als außerordentliche Leistung gewertet.

Ich brauche keinen Dan, als Aushängeschild, aber diese Ehrung erfüllt mich mit Stolz. Wer nun glaubt man habe mir diesen Gürtel geschenkt, der hat keine Ahnung von Karate! Die Prüfung war ultrahart, jeder Schritt, jede Antwort musste stimmen.

Eigentlich, das sagt man mir auch, hätte es keiner Prüfung bedurft. Wieder war es mein Vater, der genau darauf bestand. „Um Vorteilnahme auszuschließen“, erklärt er mir später. Das finde ich gut, er hätte mir den Gürtel auch schenken können, Dan Grade können in Ausnahmefällen ohne technische Prüfung vergeben werden.

„Und was erwartest du dafür?“, will ich von meinen Vater wissen, als wir wieder zu Hause sind. „Dass du eine gehorsame Tochter bist“, kommt seine Antwort wie aus der Pistole geschossen. Er flüchtet, als er meine Blicke sieht und meine Mutter lacht. Das ist japanischer Humor, wie ich ihn gern mag.

Der 5. Dan bedeutet für mich, dass ich nicht länger Schülerin bin. Ab dieser Stufe zähle ich zur Meisterklasse, wo mein Vater schon lange zu Hause ist. Er ist mächtig stolz, das kann er kaum verbergen. Auch auf Yuki, die er wie eine zweite Tochter liebt.

Japan, Fukuoka, Heimat. Nie zuvor, habe ich das derart intensiv empfunden. Ich bin zu Hause angekommen. Frohe Weihnachten euch allen. Wir lesen uns, das ist doch klar.

Elfenwinter

„Winter, das ist wie eine Endzeit. Ohne das Wissen um den Frühling stirbt der Mensch.“

Die Reise nach Sapporo dauert zwei Stunden. Gut gelaunt kommen wir in der Partnerstadt von München an. Vom Herbst in den Winter, auf Japans nördlichster Halbinsel ist es kalt. Natürlich sind wir gerüstet, Yuki hat an alles gedacht. „Sich Schneefest machen“, nennt sie das und lacht, als wir uns in dicke Jacken hüllen. Der Mietwagen ist wintertauglich, ein Subaru mit Allradantrieb muss es sein.

Bild: Sapporo, Airport.

Nach dem Stress der letzten Wochen wollten wir allein sein. Zeit füreinander zu haben ist uns schon immer sehr wichtig. Was viele nicht verstehen, wie wir Beruf und Privates trennen. „Ihr seid doch ständig zusammen!“ Wo ist das Problem?

Yuki und ich beruflich sind ein eingespieltes Team und voll auf die jeweilige Aufgabe konzentriert. Aber wir wissen beide, wie wichtig Abstand vom Alltag ist.

Bild: Winter in Japan (Sapporo)

Diesmal führt uns die Reise in einen Winter, der einzigartig ist. Japan in dieser Jahreszeit zu erleben, ist völlig neu für uns. Aber wir haben diese Chance bekommen und nutzen sie. Wer weiß wo wir das nächste Jahr (er)leben.

Vor dem Sapporo Tourist Center erwartet uns ein Ninja, der allerlei Faxen macht. Der junge Mann imitiert irgendwelche Fantasiegebärden, die er vermutlich in einem Film gesehen hat. Das muss ich natürlich genauer wissen und bleibe kurz stehen.

Ninja

„Original Ninja Kleidung!“, nuschelt er durch seine Maske, „ganz billig und nur hier bei uns!“ Wieder imitiert er etwas, das ihn bedrohlich aussehen lassen soll. Soll ich ihn blamieren?

„Untersteh dich!“, flüstert Yuki und zieht mich weiter. „Lass ihm doch den Spaß.“ Den haben dann einige Amerikaner, die begeistert von seinem Auftritt sind. Vermutlich kaufen sie nun „echte Ninja Kleidung“, um damit zu Hause anzugeben.

Prompt fällt mir Großvater Satoshi ein. Wie es ihm wohl geht? Ich werde ihn anrufen und vielleicht klappt auch noch ein kurzer Besuch. Ob es den Jungen interessiert hätte, dass ich echte „Ninja“ in meiner Familie habe? Aber eigentlich heißen die Shinobi, das hat nur mal wieder keiner gewusst.

Es weihnachtet sehr

Sapporo hat einen deutschen Weihnachtsmarkt, der gut besucht und mit allerlei Köstlichkeiten überladen ist. Wir begegnen KoereanerInnen, die überall in Japan anzutreffen sind. Es gibt keine Vorurteile, aber oft lustige Neckereien. Sapporo im Winter ist schön, Japan hat Weihnachten für sich entdeckt.

„Fast wie in Deutschland“, sagt Yuki und schmiegt sich in meinen Arm. „Ja, aber hier sind zu viele Japaner“, erwidere ich auf Deutsch, was mir ein lachendes „Du bist unmöglich!“ von ihr einbringt. Wie gut dass Frau Spaß versteht.

Zwei junge Japaner suchen auffällig oft Blickkontakt zu einer Gruppe junger Mädchen. Sie sind angetrunken und plappern dummes Zeug. Als wir uns zu den Teenagern gesellen, drehen die Männer ab. Sehe ich so bedrohlich aus?

Die drei Mädchen entpuppen sich als in den USA lebende Japanerinnen, die Verwandte in Sapporo besuchen. „Wir sind Schwestern“, sagen sie und lachen. Die Ähnlichkeit ist verblüffend.

Sie entschuldigen sich für ihr holpriges Japanisch. „Zu Hause sprechen wir fast nur noch Englisch!“ Wir erzählen von Deutschland und sie hören begeistert zu. Sie winken zum Abschied, als ihre Eltern kommen.

(Nicht barfuß!) Im Park

Ein Tag später, der Onuma Quasi-National Park wartet schon auf uns. Auch dort treffen wir auf ein Sammelsurium an Menschen. Mandarin, Englisch, Koreanisch, Deutsch identifiziere ich locker. Wir schweigen und lächeln auf japanisch.

Ich könnte viel erzählen, wie ich etwa die Inari traf. Aber für die meisten Menschen war dort nur ein Fuchs zu sehen. Natürlich weiß ich das alles viel besser. Immerhin bin ich mit der „Yuki-onna“ liiert. Aber das habt ihr schon gewusst.

Die folgenden Bilder sind auf dem Weg durch den Park entstanden. Und wir haben wirklich ein Mädel mit kurzem Rock gesehen! Das ist so typisch japanisch, wie der Gang zum Frauenarzt im Winter.

Ich habe darauf verzichtet Bilder von Menschen zu machen. Wer in dieser Einsamkeit unterwegs ist, der bleibt gern privat. Auch wir. Das ist unser Elfenwinter, von dem ich lediglich Schnappschüsse teile.

Die wenigen Tage vergehen wie im Flug. Aber wir haben neue Kraft und Ruhe mitgenommen. Japan, ich gewöhne mich an dich. Im Traum erscheint mir wieder die Inari und stupst mich mit ihrer feuchten Nase an. Ich folge ihr und Yuki kommt mit.

 

Fremde Heimat – Rückblicke und Ausblicke 2017

2017 hat endgültig eine Weltreisende aus mir gemacht. Japan, Schweden, China, USA, die Meilen schienen endlos zu sein. Aber ich bin schon lange in meiner Heimat angekommen.

Angekommen sind 2017 wieder sogenannte Flüchtlinge in Deutschland. Zumindest wird das noch immer gern von diversen Medien propagiert. Dass es sich bei 43 Prozent der unbegleiteten Jugendlichen um Erwachsene handelt, wird gern verschwiegen. KLICK MICH

Die CDU/CSU hat sich auf eine flexible Obergrenze von 200.000 verständigt, die schon lange überschritten ist. Aktuell müssten eine halbe Million Menschen Deutschland wieder verlassen. Bleiben sie, ist das Wasser auf die Mühlen der Populisten.

Die vorherrschende Diskussion um Bleiberecht und Asyl verschleiert, dass viele keine Flüchtlinge sind. Ganze Clans haben sich schon vor 2015 auf den Weg gemacht und sind vorübergehend in anderen arabischen Staaten untergekommen. Frau Merkels „Grenzöffnung“ bot ihnen die Chance, ins gelobte Land zu kommen.

Familie(nnachzug) ist wichtig

Deutschlands linke Parteien sind sich ausnahmsweise einig, der Familiennachzug ist wichtig! Ohne Sinn und Verstand wollen sie weiter Hunderttausende ins Sozialparadies holen. Vielleicht um im Austausch in deren Länder auszuwandern.

Warnende Stimmen werden als Außenseiter diffamiert. Die „Nazi-Keule“ droht noch immer. KLICK MICH Von den Medien Verblödete klatschen selbst dann noch im Takt, wenn die eigene Haustür aufgebrochen wird.

Die Ausländerkriminalität in Deutschland ist explodiert. Das BKA hat berichtet. Täglich lesen wir von Übergriffen. Allein der Deutsche schweigt verschämt. „Ach das passiert doch alles  nur anderswo!“ „Mit dem Terror leben lernen“, hat der Bundesinnenminister propagiert. Dümmer geht es nimmer.

JapanerInnen und die anderen

Man hat mir vorgeworfen, dass auch JapanerInnen in Deutschland nie wirklich angekommen sind. „Ihr lebt doch wie auf einer Insel!“ Ihren Fehler sehen diese Menschen nicht. JapanerInnen sind eine Bereicherung und sie arbeiten hier.

Als Kind zweier Welten, habe ich stets die Schwierigkeiten erkannt. Während ich perfekt integriert bin, haben sich andere nie darum gekümmert. Sie pflegen Bräuche, die schon im europäischen Mittelalter einer kulturellen Steinzeit zuzuordnen waren.

Holt man nun weiter solche Menschen ins Land, wird es noch mehr Parallelgesellschaften geben. Schon brennen israelische Flaggen in Berlin. Fanatische Muslime haben sie angezündet. Wann brennen (wieder) die Synagogen?

Es hilft wenig, wenn nun PolitikerInnen ihr Bedauern und ihre Solidarität ausdrücken. Dieser Akt ist ein Fall für die Justiz. Aber Muslime genießen in Deutschland Sonderrechte. Man duckt sich vor dem politischen Islam.

Daher sage ich klar: Hilfe für wirklich Verfolgte ja, aber nicht mit unbegrenzten Mitteln. Reine WirtschaftsmigrantInnen sind keine Bereicherung für ein Land. Wer das leugnet sollte den Blick auf Schweden richten, das massive Probleme mit Migranten hat.

Deutschland muss sich endlich für ein Einwanderungsgesetz entscheiden, das diesen Namen auch verdient. Alles andere ist Selbstmord auf Raten und gibt denjenigen recht, die davor seit Jahren warnen.

Religion(en)

Japan ist zum größten Teil buddhistisch. Augenzwinkernd werden aber auch Elemente anderer Religionen übernommen. Wir mögen christliche Bräuche und Feiertage. Selbst Weihnachten hat es nach Japan geschafft.

Aber niemand in Japan versteht, warum Europa von Menschen eines Kulturkreises geflutet wird, die eine altvordere Lebensweise mit sich bringen. „Warum gibt man in Deutschland die Freiheit auf?“, hat mich mein Onkel gefragt.

Er meinte damit die Diskussion(en) um Scharia und andere islamische Bräuche, die in krassem Gegensatz zur Aufklärung und der freiheitlich-demokratischen Grundordnung Europas stehen. Das wäre undenkbar in Japan. Wir geben uns niemals auf.

Aber der Islam war niemals eine Religion. Er ist und bleibt eine politisch motivierte Ideologie mit dem Ziel der Weltherrschaft. Die Schriften des Islam sind von Menschen geschrieben. Kein Gott hat deren Hand geführt.

Politik

„The Show must go on!“, heißt es in der Politik. Und diese Show erleben wir seit Wochen. Aber während die AfD immer mehr punkten kann, bauen die anderen Parteien weiter ab. Vieles mag inszeniert oder persönlichen Befindlichkeiten geschuldet sein. Und was interessiert PolitdarstellerInnen schon das Geschwätz von gestern.

Wie ich wirklich über Politik denke, habe ich bereits ausführlich geschrieben. Daher nur kurz: Bezahlte Schafhirten führen die Lämmer. Die Eigentümer der Herde bleiben unsichtbar.

Deutsche  Medien haben noch immer Donald Trump im Visier, der im Gegensatz zu anderen US-Präsidenten, viele seiner Wahlversprechen hält. Dass sich an der amerikanischen (Außen)Politik wenig ändert, bleibt den meisten verborgen. „America first!“, war schon immer die Devise der USA.

Politisch (un)korrekt

Politische Diskussionen in Deutschland sind von Hass und Populismus geprägt. Die alten Feinde „Links“ und „Rechts“, erleben eine Wiedergeburt. Aber woran liegt das?

Mitte der 1960er Jahre hat es einen „linken Aufbruch“ gegeben, der Deutschland und Europa überrollte. Langsam aber stetig hat er die Macht übernommen und Land und Leute tief geprägt.

Aber die Linken haben fertig, ihre Zeit ist um. Unfähig sich an die Neuerungen anzupassen, hat sich eine SPD unter Schröder an die Wirtschaft verkauft. Diesen Fehler zu korrigieren schaffen die millionenschweren GenossInnen nicht und halten eisern an den lieb gewonnenen Fleischtöpfen fest.

Ebenso wie an ihren alten Zielen, die „Freiheit“ und „soziale Gleichheit“ für den einfachen Arbeiter wollen. Aber das sind die Thesen von gestern. Der Blick nach vorn ist angesagt.

Das Kernproblem der Linken ist einfach zu erkennen, ihre eigentliche Klientel bricht immer weiter weg. Die Globalisierung hat dafür gesorgt, dass viele „ArbeiterInnen“ ihren Job verloren haben oder von Lohndumping und Kurzarbeit betroffen sind. Und der Mittelstand existiert bald nur noch auf dem Papier.

SPD und GRÜNE haben dagegen noch kein Konzept gefunden. Und die LINKEN sind auch nur als trauriges Zerrbild eigener Ideologien anzusehen. Gleichzeitig hat sich die CDU unter Merkel von Mitte-Rechts nach Links verschoben und so den Neo-Konservativen Platz gemacht.

Mit dem Wegfall der politischen Mitte erstarken naturgemäß die Ränder. Aber während die linksgrünen Antifaschisten nur Steine werfen und Parolen brüllen, hat es die Alternative für Deutschland in den Bundestag geschafft.

Die bürgerliche Mehrheit

Zwar haben CDU/CSU massiv verloren, aber FDP und AfD dadurch gestärkt. Nur wenige wagen die Tatsache auszusprechen, dass das bürgerliche, liberal-konservative Lager seit der Bundestagswahl 2017 eine Mehrheit hat, diese aber aus persönlichen Befindlichkeiten (noch) nicht nutzen will.

Ob und wie lange die AfD in der jetzigen Form (noch) existiert, hängt von mehreren Faktoren ab, über die ich bereits mehrfach geschrieben habe. Merke, „die AfD“ gibt es nicht. Die Partei besteht aus mehreren Flügeln, die miteinander um die Macht ringen.

Dass dies, anders als von den Medien dargestellt, durchaus im normalen Rahmen geschieht, wird gern übersehen. Ebenso wie der „Rechtsruck“ der FDP, die der österreichischen FPÖ auf den politischen Fersen ist.

Wem gehört die Welt

Die momentanen Ereignisse in der Welt sind alles andere als positiv zu sehen. Der Kampf um die Ressourcen nimmt groteske Züge an, dem ganze Länder zum Opfer fallen. Die Brandspur zieht sich durch den Nahen Osten und hat nun Nordkorea im Ziel.

„Arabien“, der Nahe Osten, schwimmt in zig Milliarden Petro-Dollar. Trotzdem gibt es dort noch immer Armut und Krieg. Das Geld landet nur bei der Elite. Europa liefert Waffen und zahlt nun einen hohen Preis.

Dahinter steckt ein System, das schwer zu durchschauen ist. Falsche Informationen werden oft gezielt gestreut, um die Wahrheit zu verdecken. Da hilft es auch wenig, wenn man diplomatische Kontakte hat. Die reden um den heißen Brei oder werden selbst für dumm verkauft.

Fakt ist, dass hinter vielen Aktionen das vom Großkapital angetriebene Imperium USA steckt. Diese unheilige Symbiose strebt nach absoluter Weltherrschaft, um alles und jeden zu kontrollieren.

Vielleicht sollten sich die Unterdrückten der Dritten Welt und die medial Verblödeten der Industrienationen endlich besinnen und die herrschende Klasse zum Teufel jagen, um es salopp und wenig damenhaft auszudrücken. Zeit wäre noch.

Blog

Mein Blog hat turbulente Zeiten durchgemacht. Ohne mit der Wimper zu zucken, habe ich mich auch 2017 von diversen LeserInnen getrennt. Machos, Schlangen und Xanthippen sind und bleiben unerwünscht. Und an einigen (Blogs), habe ich das Interesse verloren.

„Mehr Politik!“, hat man von mir gefordert, andere haben das feine Näschen gerümpft und mich prompt für kritische Beiträge geächtet. Nun kümmert mich wenig, was andere denken. Das ist mein Blog, hier gelten meine Regeln. Wer nur provozieren will, der fliegt.

Ich erwarte, dass sich LeserInnen an die Grundregeln der Höflichkeit halten. Attacken sind daher verpönt und landen sofort im Abfalleimer. Inklusive der VerfasserIn. Da hilft es auch wenig, den Namen (des Blogs) zu ändern.

Zukunft

Deutschland ist mir fremd geworden. Ich schließe momentan aus, in absehbarer Zeit wieder dort zu leben. Ob Los Angeles (Santa Barbara) oder Fukuoka, wird sich noch entscheiden.

Entschieden haben wir uns im Frühjahr 2018 in die Wudang-Berge (China) zu gehen. Im Gegensatz zu vielen anderen, wird das keine Suche für mich sein. Ich sehe Tai Chi als Bereicherung und Erweiterung meiner Kunst.

Noch ist unklar, ob es sich lediglich um einen Kurztrip oder doch um einen längeren Aufenthalt handeln wird. Auch wenn ich natürlich (k)eine Millionenerbin bin, das Geld wächst niemals auf den Bäumen. Hat jeder den Spaß erkannt?

Beruf(ung)

Ich sei „Sponsored bei Papa“, habe ich mir angehört und darüber herzlich gelacht. Eher das Gegenteil ist momentan der Fall. Meine Biestigkeit führt seit einer Weile alle Geschäfte meines Vaters. Die aber und auch das sage ich ganz selbstbewusst, mit Erfolg.

Väterchen kann sich daher ausschließlich seiner Berufung (Karate) widmen. Ich regiere so nebenbei die familiär-finanzielle Welt und ärgere Manager und Firmeninhaber, wenn ich bei der Sanierung von Firmen zuerst ihre Gehälter kürze.

Auch in der Autobranche bin ich weiter tätig und habe mir schon im Sommer und just for fun, einen Mitsubishi Lancer Evolution angeschafft. Der Wagen gehörte einem älteren Japaner, der ihn kaum gefahren ist.

Herr Nagase ist ein alter Freund der Familie, schon 89 Jahre alt und hat mir den Wagen unter der Bedingung überlassen, ihn niemals zu verkaufen. Das habe ich versprochen.

Familie

Meine beiden Nichten sind mir ans Herz gewachsen. Ich sehe den Wunsch auch in Yukis Augen, sie weiter zu bemuttern. Wir beide schaffen das, da bin ich mir völlig sicher.

Meine Cousine wird auf unabsehbare Zeit nicht in der Lage sein zu arbeiten oder sich in Vollzeit um die Mädchen zu kümmern. Die Depression hat sie noch immer im Würgegriff.

Noch gibt es keinen konkreten Plan, aber Yuki und ich haben nach einer kurzen Diskussion unsere Hilfe angeboten. Auch Ken wäre involviert, er wird seine Schwester weiter unterstützen.

Im Klartext könnte das bedeuten, dass wir das Sorgerecht oder die Vormundschaft übernehmen. Inklusive der Betreuung meiner Cousine. Und den Ersatzvater spielt dann Ken. Familie ist wichtig. Aber das habt ihr schon gewusst.

Die einzige Frage wäre der Ort. Aber Los Angeles hat allen gefallen. Wir entscheiden das, wenn wir zurück aus China sind. Leider können die Mädchen nicht dorthin mit.

Karate

Mein Vater versucht mich noch immer sanft zu überreden, doch eine gehorsame Tochter zu sein. Augenzwinkernd versteht sich! Warum er das sagt ist eine ganz andere Geschichte und hat mit Karate und meiner Dan-Prüfung zu tun.

Ich habe auf einen Bericht verzichtet, worüber hätte ich schreiben sollen? Die Fachbegriffe sind nur für Kenner interessant. Dan-Grade sind unwichtig für mich. Aber auch ich musste erkennen, dass sie mir einen gewissen Vorteil bringen, wenn es um Training und die eventuelle Eröffnung eines eigenen Dojo geht.

„Den nächsten (Schwarzen) Gürtel mache ich im Taekwon-Do“, necke ich meinen Vater, als er mir den Gürtel überreicht. „Ich kann sowieso viel höher kicken als du.“ Habe ich schon erwähnt, dass nur ich meinen Vater zum Lachen bringen kann?

(Wochen)Ende

Aus Japan zu bloggen ist schwerer, als ich angenommen hatte. Plus 8 Stunden Zeitunterschied machen spontane Antworten oft unmöglich. Außerdem sind wir viel unterwegs.

Japan im Winter zu sehen ist Pflicht! Daher werden wir uns am Freitag auf die Reise nach Sapporo und dem Onuma Park machen. Der Flug ist gebucht, die Reise dauert 2 Stunden.

Ich melde mich dann wieder nächste Woche, wenn wir nicht erfroren sind. Wobei wir die japanische Unsitte mit Miniröckchen durch den Schnee zu stapfen, den verrückten Mädels aus Tokio überlassen.

Karate heute – Zurück zu den Wurzeln

Vor mehr als einem Jahr, habe ich den Beitrag „Das ist Karate!“ verfasst. Dort habe ich auf die Unterschiede zwischen der Kampfkunst und dem daraus entstandenen Sport hingewiesen.

Aber noch immer herrscht großes Unverständnis darüber, was Karate wirklich ist. Kickboxer und muskelbepackte Mixed Martial Arts (MMA) Fighter rühmen sich, die besten auf der Welt zu sein.

Aussagen wie diese zeigen nur wieder, dass man(n) wie so oft nichts versteht. MMA ist ein Sport, bei dem es feste Regeln gibt. Traditionelles (Okinawa) Karate dient nur der Selbstverteidigung.

Wieder sind es die beiden Sensei aus dem damaligen Video, die „Karate für die Straße“ zeigen. Und das wie ich finde richtig gut! Vermutlich werden nun einige LeserInnen verblüfft die Köpfe schütteln und sagen „Das habe ich schon anderswo gesehen!“

Ja, das haben sie wirklich, andere Kampfsportarten haben sich nämlich kräftig beim Original bedient. Auch und ganz besonders, das angeblich so tolle MMA, das lediglich die niederen Instinkte der Massen anspricht.

Aber bis auf das damals noch unbekannte Boxen, hat man so schon vor Jahrhunderten auf Okinawa trainiert. Mit allerdings erheblichen Konsequenzen für Angreifer, wenn es den Ernstfall gab.

Immer mehr Sensei besinnen sich auf die Wurzeln des Karate und wollen diese entweder selbst lernen, oder an ihre Schüler weitergeben. Vielleicht hat dieses neue Interesse an (m)einer Kunst etwas mit den Olympischen Spielen in Japan zu tun und bietet die einmalige Chance, den Wettkampfsport Taekwon-Do abzulösen.