Das schwedische Interview

Das schwedische Interview

Alle Jahre wieder kommt … nee nicht der Weihnachtsmann. Den hatten wir nun, sofern Menschen daran glauben. Alle (paar) Jahre wieder, führen Yuki, meine beste Freundin Karin und ich ein Interview, das zwischen Flapsigkeit und nüchternen Fakten pendelt. Die Idee kam uns, als wir per Skype mit Karin sprachen, die seit einigen Jahren in den USA arbeitet und lebt. Allerdings ist sie aus dem von Demokraten regierten Kalifornien nach Florida „geflohen.“ Warum, wird sich jeder denken können. Meine Elfe hat das erste Wort. Gerüchte besagen, dass sie auch das letzte habe.

Yuki: „In Schweden ist Winter. Aiko jauchzt und spielt mit deutschen und schwedischen Kindern. Spielerisch nimmt sie die neuen Sprachen auf. Ich bin (die) Yuki(-onna), die Elfe und darf heute ein Interview mit der schnellsten Maus von Schweden führen.“

Mayumi (gespielt empört): „Hast du mich eben Maus genannt? Na warte!“

Yuki (lachend): „Was denn? Wer fährt denn immer die Autos? Aus den USA ist Karin per Skype zugeschaltet. Wir werden sie hoffentlich bald wiedersehen. Zur Not komme ich nach Schweden und hole euch, sagt Karin und lacht. Keine schlechte Idee, die schwedische Buchhalterin macht mich langsam eifersüchtig.“

Karin (zu Yumi): „Hey Miststück, hast du mich vermisst?“

Mayumi: „Versuchst du mich zu kopieren?“

Karin: „Nee, du bist einmalig!“

Yuki: „Könnt ihr bitte mal ernst bleiben, ich möchte wenigstens ein seriöses Interview führen!“

Mayumi: „Ich liebe dich.“

Yuki: „Menno!“

Karin: „Okay, Frau Dr. Sommer übernimmt. Geh dir mal das Näschen putzen, Yukilein. Also allerliebste und beste Freundin, was möchtest du der Welt 2022 gern sagen?“

Mayumi: „Na zuerst danke ich allen meinen Wählern … nee warte, das war dieser andere Film. Wir erleben das dritte Jahr der Testpandemie und ich kann die weltweite Verzweiflung der Menschen spüren. Aber anders als noch vor einem Jahr, gibt es fast überall auf der Welt massiven Widerstand. Auch in Deutschland stehen die Menschen auf. Selbst viele geimpfte haben mittlerweile begriffen, dass man sie für dumm verkauft hat.“

Karin: „Du warst doch in Düsseldorf, wie war dein Eindruck?“

Mayumi: „Durchaus positiv. Soweit ich das mitbekommen habe, waren die Menschen in etwa 1.000 Städten unterwegs.“

Kurze Anmerkung. Wir haben dieses Interview noch im Dezember 2021 geführt. Die Zahl bezieht sich daher auf einen „Spaziergang“ im Dezember. Aktuell liegt die Zahl bei etwa 1.200 Städten. Tendenz steigend, ebenso die Zahl der „Spaziergänger.“

Karin (scherzhaft): „Alles Nazis!“

Mayumi (sarkastisch): „Sicher doch. Die braunen Heerscharen marschieren wieder. Zumindest wenn man den Mainstream Medien glaubt. Dumm nur, dass dieses Framing nicht mehr funktioniert. Es sind normale Menschen auf der Straße, die einfach keine Lust mehr auf die Einschränkungen und die neue Regierung haben.“

Yuki: „Eine Regierung, die sie selbst gewählt haben …“

Mayumi: „Willkommen in der Realität liebe Wähler der Grünen und der SPD. Nach der Wahl zeigen diese Neo-Marxisten ihr wahres Gesicht. Spinner wie Habeck und Baerbock glauben übrigens wirklich an ihre Ideologie. Dass sie nur an der langen Leine der Globalisten hängen, hat ihr kindlicher Verstand nie realisiert. Von der FDP habe ich nichts anderes erwartet, die dreht ihr Fähnlein stets nach dem Wind. Und der liebe Christian darf nun endlich Minister spielen! Die vermerkelte CDU, ebenso wie die versöderte CSU, schielen immer noch nach links und buhlen daher um die Gunst der falschen Wähler.“ 

Yuki: „Stichwort CDU/CSU und Friedrich Merz.“

Mayumi (fängt laut an zu lachen): „Was willst du denn mit diesem abgehalfterten Lobbyisten? Der sollte in Rente gehen und seine bei BlackRock verdienten Millionen im Golfclub verprassen. Das mag böse klingen, aber schau dir seine Vita an! Der Mann ist schon vor Jahren politisch gescheitert. Seine Auftraggeber haben allerdings beschlossen ihn als Übergangslösung einzusetzen. Sie haben aber nicht mit dem Widerstand Merkels gerechnet. Deren Lust an der Macht ist noch immer vorhanden. Wer glaubt sie sei in Rente, kennt diese Frau schlecht. Sie ist immer noch die heimliche Parteivorsitzende. Selbst wenn Merz Parteichef wird, hat er eine Front von Merkel-Getreuen gegen sich. Die müsste er loswerden, wenn er eigene Akzente setzen will.“

Karin: „Woher weißt du das alles, wie kommst du an solche Infos? Hast du Connections ins Kanzleramt?“

Yuki (feixend): „Nee, sie ruft Teufelchen an!“

Mayumi (gespielt eisig): „Ihr könnt mich mal! An solche Infos kommt Frau, wenn sie viel und noch mehr liest. Zuhören ist auch wichtig und die Meinungen anderer analysieren. Eigentlich ist Politik ganz einfach. Da gibt es eine Clique von Zivilversagern, die verschiedene Ideen haben. Also finden sie sich in diversen Gruppierungen wieder, um ihre Agenda umzusetzen. Einmal an der Macht stellen sie erschrocken fest, dass sie nur wenig Spielraum haben. Den Weg geben andere vor, sie selbst dürfen nur in Nuancen davon abweichen.“ 

Karin: „Du weißt aber schon wie das klingt?“

Mayumi: „Trotzdem ist es die Wahrheit. Die Welt wird von meist in den USA sitzenden Milliardären und ihren Managern beherrscht. Wer wirklich die Macht hat, die Geldgeber oder die Mitglieder diverser NGOs, ist kaum zu durchschauen. Ich sehe das so, dass zum Beispiel Männer wie Gates oder Soros Ideen haben, die von ihren quasi Mitarbeitern umgesetzt werden.

Manager neigen allerdings dazu ohne Rücksicht auf Verluste zu arbeiten. Wenn es um das ersehnte Ziel geht, wird auch mal so eben ein ganzer Wald abgeholzt. Dass dann Folgeschäden entstehen, interessiert sie nicht. Wenn die Gates-Stiftung junge Frauen in Afrika impft und heimlich sterilisiert, ist das in den Augen der Stiftung legitim. Man wollte doch vielleicht nur etwas testen, du verstehst?“

Yuki: „Ist die laufende Impfkampagne auch ein Test?“

Mayumi: „Was soll es sonst sein? Dieser Biontech-Besitzer hat jahrelang riesige Verluste geschrieben. Dann hat Gates bei ihm investiert, allerdings ging es dabei angeblich um die Krebsforschung. Plötzlich und unerwartet kommt die Pandemie, er hat im Handumdrehen ein Milliardenvermögen verdient und über die Gewerbesteuer die Stadt Mainz schuldenfrei gemacht. Glaubst du wirklich, die Polit-Darsteller wollen auf dieses Geld verzichten?

Die Nebenwirkungen der nutzlosen Spritzen werden so lange in Kauf genommen, bis zu viele Schäden aufgetreten sind. Bis dahin haben sie aber eine neue Möglichkeit gefunden, um die Menschen gesund zu halten. Die Pille gegen Corona ist doch bald per Notzulassung auf dem Markt. Dann kommt die nächste Abzocke und alle spielen mit. Allerdings nur wegen der durch die Medien verbreiteten Panik.“

Yuki: „Machen die das absichtlich oder sind sie auch nur im Panikmodus?“

Mayumi: „Wem gehören denn die Medien? Der mit Zwang finanzierte Öffentlich-Rechtliche Schundfunk in Deutschland hat Polit-Darsteller im Fernseh- und Rundfunkrat, die natürlich Einfluss nehmen. Die Intendanten und Chefredakteure sind politisch auf Linie gebracht und erhalten ein riesiges Gehalt. Klar, dass die nach der Stimme ihrer Herren reden. Die Redakteure machen einerseits aus aus ideologischen Gründen mit, andererseits wollen sie natürlich auch ihr Stück vom Kuchen.

Nehmen wir als Beispiel Gruner + Jahr. Die gehörten seit Jahrzehnten dem Bertelsmann Konzern und sind nun von RTL vereinnahmt worden. Schaut euch einfach die Beteiligungen und Verflechtungen solcher Multikonzerne an, von unabhängigem Journalismus kann danach keine Rede mehr sein. Vor allem in Richtung der USA muss man schauen. Stichwort Atlantik-Brücke. Deutsche Bücklinge schreiben meist über das, was die Medien der USA diktieren. Auch die sind fest in der Hand einiger weniger Menschen. Folgt man deren Spur, landet man meist im Council on Foreign Relations.

Ein anderes Beispiel ist die SPD mit der Deutschen Druck- und Verlagsgesellschaft. Über die DDVG ist die Partei an mehr als 40 Zeitungen in Deutschland beteiligt, wenn man den offiziellen Zahlen vertraut. Zwar sieht sich die DDVG unabhängigem Journalismus verpflichtet, betont aber auch, dass trotz der Minderheitsbeteiligungen nichts ohne sie entschieden werden kann. Klarer kann man das kaum formulieren.“

Karin: „Stichwort SPD, Olaf Scholz. Magst du zu dem etwas sagen?“

Mayumi: „Ich finde es wirklich erstaunlich, wer alles in der SPD Karriere machen kann. Wo sind denn heute wirkliche Politiker wie Willy Brandt oder Helmut Schmidt? Die mögen auch Fehler gehabt haben, geschenkt! Aber sie waren Persönlichkeiten und keine halbgaren Zivilversager. Meinem Eindruck nach besteht die SPD zum Teil aus Lügnern mit gekauften Doktortiteln und Perversen, die sich mit Kinderpornografie verlustieren. Der Rest sind geldgierige Ex-Alkoholiker oder Psychopathen. Scholz ist eine Lachnummer. Der hat mehr Dreck am Stecken, als ich nach einem Kumite Schweißperlen auf der Stirn. Eigentlich gehört Scholz hinter Gitter, wenn man sich seine Hamburger Vergangenheit genauer anschaut. Nun darf er also den Kanzler-Darsteller geben und Deutschland vor dem Killervirus retten.“ 

Karin: „Du glaubst also nicht an SARS-CoV-2? Woran sterben dann die Leute?“

Mayumi: „Beantworte du mir bitte, wo die Influenza die letzten beiden Jahre war!“ 

Karin: „Stimmt, das ist schon irgendwie komisch. Du meinst also, man hat die Grippe nur in Covid-19 umbenannt?“

Mayumi: „Dr. Schiffmann und andere meinen das. Vor allem vor dem Hintergrund, dass die Grippe plötzlich nach fast zweijähriger Abstinenz wieder aufgetaucht ist. Die amerikanische Seuchenbehörde hat übrigens zugeben müssen, dass der angeblich so tolle PCR-Test auch auf Rhino- und Grippeviren anschlägt. Und noch auf 18 weitere. Es wurde aber stets als Covid-19 positiv gewertet. Wir wurden komplett verarscht. Jetzt ist der alte Test weg und PENG ist die Grippe wieder da. 

Es kann schon sein, dass es SARS-CoV-2 gibt und eine etwas ansteckendere Variante eines Coronavirus ist. Aber hätte man nicht derart häufig getestet, niemandem wäre etwas aufgefallen. Geschürte Panik, falsche Behandlungsmethoden, unnötige Beatmung, haben viel Leid über die Welt gebracht. Überall sind verängstigte Menschen in die Krankenhäuser gelaufen, obwohl sie oft nur eine normale Erkältung hatten. Klar, dass dann in einigen Ländern Probleme entstanden. Den Rest haben die Medien mit falschen Bildern erzeugt Stichwort Bergamo.“

Yuki: „Warum haben sie das gemacht? Glaubst du an Vorsatz?“

Mayumi: „Die Planspiele, an denen auch Drosten und andere teilgenommen haben, halte ich für normal. Natürlich muss ein Staat, eine Regierung Interesse daran haben, die eigenen Bürger vor einer wirklichen Seuche zu schützen. Drosten halte ich allerdings für einen Wichtigtuer. Der Mann will, er MUSS in die Öffentlichkeit und badet förmlich in seinen sich widersprechenden Aussagen. Das gilt allerdings noch mehr für Fauci. Ohne diese beiden Hauptdarsteller hätte es keine Pandemie gegeben. Die Presse springt natürlich sofort auf diesen Zug! Einerseits will man wirklich informieren, andererseits geht es darum die sinkenden Auflagen und Klickzahlen nach oben zu treiben.

Die Politik mag zu Beginn ratlos gewesen sein. Spahn ist das beste Beispiel dafür. Dieser Bankkaufmann und sein Tierarzt haben nur Unsinn verbreitet. Die Globalisten und die ihnen hörigen Regierungen, haben dann mit Covid-19 die in ihren Augen einmalige Chance erkannt, die Gesellschaft oder besser gesagt die Wirtschaft nach ihrem Gutdünken umzubauen und die totale Kontrolle über die Menschen zu bekommen. Einigen Regierungschefs gestehe ich ehrliche Sorge zu, allerdings haben sie die falschen Entscheidungen und Maßnahmen getroffen.“

Yuki: „Ich kann schon die hasserfüllten Kommentare sehen, wenn einige deiner Ex-Follower diese Aussagen lesen.“

Mayumi: „Du weißt ich scheue keine Konfrontation. Aber es ist vollkommen sinnlos sich mit solchen Menschen zu streiten. Sie leben in ihrer eigenen Welt, ihrer eigenen Filterblase aus persönlichem Leid, Hass und Wut. WordPress, besser gesagt der Spamfilter, entsorgt deren geistigen Müll. Wir wissen beide, dass diese Internetkrieger nur am heimischen PC stark sind. Sollen sie dort toben und geifern. Mich tangiert das nicht.“

Karin: „Einerseits bewundere ich deine kühle Sachlichkeit, sie macht mir aber auch ein wenig Angst. Macht es dir wirklich nichts aus, wenn du langjährige Leser oder sogar Freunde verlierst?“

Mayumi: „Männer glauben oft, sie könnten sich Frauen gegenüber alles erlauben. Schlage ich dann sprichwörtlich zurück, sind sie empört und ziehen meist den Schwanz ein. Wie kann eine Frau es wagen! Sie kann, sie wird! Dieses Verhalten sagt viel über Männer aus und ihre noch immer nicht abgelegte Rolle des Patriarchen. Frauen sind beleidigt, wenn ich anderer Meinung bin oder von meiner oft direkten Art die Dinge beim Namen zu nennen. Was also sollte es mir ausmachen, solche Menschen zu verlieren?“

Yuki (feixend): „Buddha verzeiht, Yumi nie.“

Mayumi (gespielt böse): „Ey willst du Stress?“ 

Karin: „Hört auf ihr beiden! Das glaubt euch doch keiner mehr. Sag, erreichst du mit deinem Blog noch viele Leser?“

Mayumi: „Das ist eine spannende Frage. Ich glaube immer noch an einen gewissen Schneeballeffekt. Auf der einen Seite wären mehr Leser gut. Meine Reichweite würde sich dadurch erhöhen. Auf der anderen Seite habe ich einfach nicht die Zeit, um lange Diskussionen zu führen. Ich schreibe meine Meinung, bringe interessante Meldungen und hoffe darauf, dass ich meine Sicht der Dinge gut vermitteln kann. Es tut mir dann schon leid, wenn ich manchen nur kurz antworten kann. Aber mein Tag hat nur 24 Stunden.“

Yuki: „Magst du uns vielleicht deine Sicht der Dinge kurz darlegen?“

Mayumi: „Magst du vielleicht meine Beiträge lesen?

Yuki: „Du bist so doof! Die kenne ich doch alle! Aber vielleicht haben einige bereits vergessen, was du geschrieben hast. Oder es sind neue Leser, die dich noch nicht so gut kennen.“

Mayumi: „Ehrlich gesagt glaube ich, dass die wenigsten meine politischen Beiträge regelmäßig lesen. Manche geben mir vielleicht einfach aus einer gewissen Sympathie heraus ein Like. Möglich auch, dass ich schriftlich nicht das ausdrücken kann, was ich wirklich zu sagen habe. Schließlich bin ich keine gelernte Journalistin. So nebenbei bin ich nämlich noch Ehefrau, Mutter und führe die Geschäfte von mehreren Unternehmen. Du erinnerst dich bestimmt.“ 

Yuki (schmunzelnd): „Du hast vergessen, dass du noch Aiko und mich in Karate unterrichtest.“

Karin: „Was wäre, wenn …“

Yuki und Mayumi einstimmig: „Lass es!“

Karin (lachend): „Ist ja gut! Also es gibt doch noch andere Soziale Netzwerke. So wie ich das sehe könntest du durchaus bei den Alternativen Medien unterkommen und dort den einen oder anderen Beitrag veröffentlichen. Vielleicht etwas weniger scharf und vielleicht kann dir ein erfahrener Journalist helfen. Was meinst du?“

Mayumi: „Ich meine, dass ich dafür keine Zeit habe. Ja, ich habe darüber schon mehrfach nachgedacht. Aber wer soll dann zum Beispiel die Firma hier in Schweden leiten? Wolf mag eigentlich nicht mehr, er ist froh Verantwortung abzugeben. Wen soll ich einstellen, wem kann ich vertrauen? Wir haben einige technische Neuerungen entwickelt, nach denen sich die Konkurrenz die Finger leckt.“

Karin: „Misstrauisch wie immer, so kenne ich dich.“

Mayumi: „Nur realistisch. Also wann kann ich hier mit dir rechnen?“

Karin: „Du bist unmöglich! Ich bin froh, dass wir in Florida untergekommen sind. Noch mal vielen Dank für deine Hilfe. Ehrlich gesagt halte ich die USA trotz vieler Nachteile zur Zeit für das sicherste Land. Auch wenn das Böse von hier ausgegangen sein mag. Aber zumindest einige Fleckchen sind ganz okay.“

Mayumi: „Du sprichst mir aus der Seele. Schweden war eine Notlösung in Sachen Firmenrettung. Hier können wir im Handumdrehen testen, die Menschen mögen uns. Die politische Lage ist aber sehr seltsam. Vor allem die Nähe zur EU und Deutschland macht mir Sorgen. Und ein möglicher Russland-Ukraine Konflikt. Besser gesagt die Kriegstreiberei der NATO und USA.“

Yuki: „Vielleicht sollten wir doch zurück nach Japan gehen. Ich habe ein wenig Angst, dass etwas passiert.“

Mayumi: „Was wäre dir lieber, im ersten Atomschlag der Russen zu verglühen oder über Wochen und Monate elendig an der Strahlenkrankheit in Japan zu sterben? Überleben werden wir einen Atomkrieg auf keinen Fall.“

Yuki: „Du machst mir manchmal wirklich Angst! Musst du sowas sagen?“

Mayumi: „Vorbereitet zu sein ist nie verkehrt. Aber wenn du darauf bestehst, werden wir wieder nach Japan gehen.“

Karin: „Wie siehst du die politische Lage eigentlich? Also abgesehen von Corona meine ich.“ 

Mayumi: „Es gibt keine politische Lage ohne Corona. Die Welt ist im Umbruch durch Corona. Unsere sogenannten Freunde in den USA bringen ihre Pläne nun schneller durch. Interessant wird sein, wie es mit Trump weitergeht. Ich glaube noch immer nicht daran, dass er 2024 erneut als Kandidat antreten wird. Vor allem seine Aussage, niemand sterbe durch die Impfung, hat für Irritationen bei seinen Wählern gesorgt. Das Gegenteil ist längst bewiesen. Es kann also sein, dass er lediglich als Steigbügelhalter für einen oder mehrere republikanische Kandidaten arbeitet und sich danach zurückziehen wird. Dass ich seine Energie, seinen Kampfgeist schätze, habe ich bereits mehrfach angedeutet. Aber eine Candace Owens ist mir trotzdem lieber, als ein Donald Trump. Vielleicht sollte ich mich auch stärker politisch engagieren.“ 

Karin (mit spitzbübischem Lächeln): „Was bedeutet das genau? Gehst du nach Deutschland und wirst Mitglied der AfD?“ 

Mayumi: „Nee, des Ku Klux Klans, wenn du es genau wissen willst. Stell doch nicht so blöde Fragen. Es gibt genügend Netzwerke. Ideal wäre es wenn ich dafür in die USA komme. Mach schon mal deine Hütte für uns klar.“

Karin (schnauft): „Sei froh, dass du meine beste Freundin bist!“ 

Mayumi: „Ich habe dich auch ganz doll lieb!“

Yuki: „Irgendwie gleitet das Interview in Regionen ab, die ich nicht besuchen wollte. Wir wollten den Menschen doch eine Portion Hoffnung schenken.“

Karin: „Genau! Also sag was …“

Mayumi: „Ich sage, dass ich den psychopathologisch Verstrahlten, den ideologisch Verblendeten, den Spaltern den Krieg erkläre. Ich sage, dass dieses System des Neoliberalismus ein Ende finden muss und wir wirklich eine neue Weltordnung brauchen. Aber anders, als dieser Psychopath Schwab sich das vorstellen mag. Wobei der nur ein kleiner Moderator ist und die Bühne für die wirklich Mächtigen bereiten darf.“ 

Karin: „Das sind große Worte. Wie genau willst du das machen? Wirst du Mitglied einer Partei oder Bewegung? Vielleicht eine MAGA-Aktivistin?“

Mayumi: „MAJAGA (Make Japan Great Again) wäre mir lieber.“

Yuki (lachend): „Wie kommst du nur immer auf solche Ideen?!“

Mayumi: „Na aus Deutschland sind wir raus.“

Karin: „Ist klar! Wer war noch gleich in Stuttgart und Düsseldorf?“

Mayumi (lachend): „Du nicht.“

Karin: „Würden Ihre Hoheit uns vielleicht Einzelheiten nennen wollen? Bitte!“

Mayumi: „Na ja, ich habe einige Freundinnen besucht und war spazieren. Da geht was! Die Menschen scheinen langsam zu begreifen, dass die eigentliche Macht vom Volk ausgeht. Ich habe mich mit Leuten unterhalten und ihnen Mut gemacht. Wenn jeder dieser Spaziergänger auch nur einen weiteren Menschen erreicht, entsteht eine kritische Masse. Ich habe in die Gesichter der Polizisten gesehen. Zumindest einige waren nur widerwillig vor Ort. Vielleicht melden sie sich beim nächsten Einsatz krank. Eine Polizistin habe ich erkannt und mit ihr geredet. Wir kennen uns schon zwanzig Jahre. Ob ich das Gespräch auf dem Blog bringe weiß ich aber nicht. Es ist sehr persönlich.“

Karin: „Du meinst …?

Mayumi: „Ja. Eine Kernaussage des Gesprächs, die bereits andere Polizisten hinter vorgehaltener Hand machten, wenn die Menschen ihre Angst verlieren, sei es morgen vorbei. Die Polizei könne nichts gegen Hunderttausende oder Millionen machen. Vermutlich würde sie es auch nicht.“

Yuki: „Glaubst du wirklich an eine friedliche Revolution?“

Mayumi: „Alles ist möglich. Dem Einzelhandel fehlt schon jetzt die Kaufkraft der sogenannten Ungeimpften. Wenn diese vermehrt in den Status Krankheit gehen oder vielleicht streiken, wird das Regime nachgeben müssen. Schon jetzt haben sich die Deutschen ein Eigentor mit den harten Maßnahmen geschossen, auf die andere Staaten mit Unverständnis reagieren.“ 

Karin: „Aber was, wenn alles noch schlimmer wird und die Regierung die Bundeswehr einsetzt?“

Mayumi: „Dann wird ein Teil der Truppe den Befehl verweigern! Vor allem bei der Polizei wird es einen Aufstand geben. Für deren Führung ist es die absolute Horrorvorstellung, dass Soldaten bei polizeilichen Aufgaben aushelfen. Davon abgesehen wird sich die Führungsebene der Bundeswehr nur schwer unter das Kommando der Polizei stellen lassen. Der umgekehrte Fall wäre dagegen denkbar. Das sehe ich aber mehr als kritisch.“

Yuki: „Du glaubst also an ein friedliches Ende der Proteste?“

Mayumi: „Es wird mit Sicherheit noch Zusammenstöße zwischen Demonstranten, besser gesagt Spaziergängern, und Ordnungskräften geben. Sollte die Gewalt von diesen ausgehen, sollten die Betroffenen Zeugen suchen und Strafantrag stellen. Wird nachgewiesen, dass der Beamte unverhältnismäßig handelte oder eine Straftat begangen hat, kann das bis zur Entlassung aus dem Beamtenverhältnis führen. Auf keinen Fall sollten sich Spaziergänger dazu hinreißen lassen und körperliche Gewalt gegen einen Polizisten einsetzen.“

Karin: „Und wenn es wirklich zu einem Bürgerkrieg, einer bewaffneten Revolution in Deutschland kommt?“

Mayumi: „Ich halte wenig von solchen Spekulationen. Millionen auf der Straße, Streiks über Wochen und Monate und die Sache ist vorbei. Die Gefahr die ich sehe, das ist bereits einkalkuliert und die nächsten Polit-Darsteller stehen schon in den Startlöchern. Dann geht das Spiel weiter, aber mit anderen Regeln und doch dem gleichen Ziel. An bewaffnete Auseinandersetzungen glaube ich daher nicht.“

Karin (mit provokantem Unterton): „Was ist mit dir, du könntest dich doch problemlos wehren, wenn dich Polizisten bei einem Spaziergang angreifen.“

Mayumi: „Als Japanerin bin ich für die Polizei unsichtbar. Die geht nur gegen Bio-Deutsche vor. Aber ja, ich könnte und würde mich erfolgreich gegen einen Angriff wehren. Einerseits, indem ich ihn vermeide und andererseits kann ich es so aussehen lassen, als ob der Polizist gestolpert sei. Aber angenommen mich packen überraschend mehrere kräftige Männer, Superkräfte habe ich keine. Ich würde kooperieren. In all den Jahren in Deutschland, habe ich aber noch nie Probleme mit der Polizei gehabt. Ich gehe davon aus, dass sie mich im Fall einer Eskalation zur Seite bitten würden, um keinen Rassismus Vorwurf zu riskieren.“

Karin: „Kampfsportler könnten aber doch bei Demos bestimmt …“

Mayumi: „Sie könnten, aber sie werden im Normalfall nichts unternehmen. Nur Dummköpfe oder Psychopathen würden sich mit der Polizei anlegen. Nie vergessen, die hat Pfefferspray! Wir reden nicht von dem harmlosen Reizgas, das der normale Bürger kaufen kann. Was mir aber stets negativ auffällt, die Deutschen wirken so absolut hilflos bei Demonstrationen. In Hongkong haben es die Chinesen vorgemacht, indem sie mit großen Regenschirmen kamen.

Wird Pfefferspray eingesetzt, haben die Schirme zumindest einen Teil abgehalten. Die davon betroffenen Demonstranten wurden nach hinten durchgereicht und die nächste Linie übernahm. Irgendwann geht der Polizei das Spray aus, dann müssten sie knüppeln oder schießen. Letzteres wird wenn mit Gummigeschossen gemacht. Diese Bilder will aber niemand in Deutschland haben! Vor allem glaube ich nicht daran, dass deutsche Polizisten massenhaft gegen normale Bürger vorgehen. Denen reicht es selbst, sie haben keine Lust mehr auf die ständigen Einsätze.“

Karin: „Zurück zu deiner möglichen politischen Zukunft. Wo genau siehst du dich, in welchem Lager?“

Mayumi: „Ich bin so eine Art sozial-liberal-konservativ und würde trotzdem sofort mit Sarah Wagenknecht Arm in Arm Richtung Berlin marschieren. Sie wäre übrigens eine tolle Ministerin oder Kanzlerin, davon bin ich überzeugt. Aber in Deutschland ist der Zug für mich abgefahren. Dort bekomme ich keinen Fuß mehr auf den Boden. Zum Glück war ich clever genug nie unseren Familiennamen auf dem Blog zu nennen. Man hätte uns sonst ebenso vernichtet, wie Dr. Schiffmann und andere.“

Karin: „Jetzt übertreibst du aber! So bekannt bist du nun wirklich nicht.“

Mayumi: „Erst denken, dann reden! Wenn die Geschäftsführerin einer auf Motorenentwicklung spezialisierten Firma, die wiederum Aufträge aus der Automobilindustrie bekommt, plötzlich gegen den Mainstream bloggt, wie lange glaubst du hätten wir noch Aufträge gehabt? Daher war ich nie offiziell als CEO eingetragen und bin es noch immer nicht. Die in meinen Beiträgen veröffentlichten Infos bieten keinen Anhaltspunkt. Das wird auch so bleiben.“

Karin: „Du hast recht, tut mir leid.“

Yuki: „Apropos USA. Mir hat es damals in Florida gut gefallen. Aber wir müssen auch an Aiko denken.“

Mayumi: „Ich denke den ganzen Tag an sie.“

Karin: „Habt ihr wirklich vor nach Florida zu gehen?“

Yuki (gespielt wütend): „WIR? Die da entscheidet das doch ganz allein! Ich lasse mich …“

Karin und Mayumi im Chor: „… nicht scheiden. Alles klar.“

Yuki: „Ihr seid … ach ich liebe euch!“ 

Karin: „Noch ein abschließendes Wort?“

Mayumi: „2022 wird ein spannendes Jahr. Ich werde so lange es möglich ist ab und zu nach Deutschland kommen um dort spazieren zu gehen. Eine Rückkehr schließe ich aber aus. Mein Verstand sagt lass es. Omikron wird wahrscheinlich das Ende der Pandemie sein. Es sei denn, dass diese Psychopathen weiterhin impfen und eine wirklich gefährliche Mutation entsteht.

Vielleicht kann ich hinter den Kulissen mithelfen und einige der Polit-Darsteller inklusive ihrer Auftraggeber hinter Gitter bringen. Ich kann sehr nachtragend sein. Wer Fehler macht, sollte auch dazu stehen. Mit einer Entschuldigung ist es diesmal nicht mehr getan. 

Was die Firma betrifft, die steht gut da. Leider gibt es dieses aber! Es kann sein, dass einige Verträge auf Eis gelegt werden. Ich kann aber ohne Einnahmen keine zwei bis drei Jahre Gehälter für einige Dutzend Leute zahlen. Alles entscheidet sich in den nächsten Monaten.“

Yuki: „Angenommen du und andere hätten sich doch geirrt und wir hätten wirklich eine Pandemie?“

Mayumi: „Dann hätte ich die Größe mich zu entschuldigen. Wo ist das Problem? Aber es gab keine Pandemie im klassischen Sinn, die Zahlen und Fakten sprechen dagegen.“

Karin: „Was würdest du machen, wenn die Firma abgewickelt wird?“

Mayumi: „Na wieder mit Immobilien, Aktien und Kryptowährung handeln. Das mache ich zur Zeit so nebenbei. Aber ich würde niemand dazu raten, der kein Geld übrig hat.“ 

Übrig wäre von dem Gespräch noch eine Menge, aber dieser Rest bleibt privat. Herzliche Grüße von den Elfen und Frau Dr. Sommer. Wir lesen uns (vielleicht) beim nächsten Interview.

Täglich nachgedacht: Die Rückkehr der Linken

Täglich nachgedacht: Die Rückkehr der Linken

Auf der Suche nach Neuigkeiten, war ich vor einigen Tagen  wieder auf der Seite des Publizisten Markus Langemann. 45 Minuten später, hatte ich erneut das legendäre Interview von Günter Gaus mit Rudi Dutschke gesehen. Wer es nicht kennt, der sollte sich dieses Stück Zeitgeschichte auf keinen Fall entgehen lassen. Selbst bei völlig konträrer Meinung ist es zumindest gute Unterhaltung und ein Beispiel von gutem Journalismus.

Eigentlich müsste die Überschrift dieses Beitrags „Die Rückkehr der echten Linken“ heißen. Nein, gemeint sind keine Kommunisten stalinistischer Prägung oder etwa die Extremisten der Antifa, die sich in Leipzig drei Tage lang Straßenschlachten mit der Polizei geliefert haben. Diese Typen verfolgen ein klares Ziel, die Gesellschaft und Deutschland zu zerstören. Mit Duldung und Schweigen eines Bundespräsidenten-Darstellers, der kein Wort über den „heldenhaften Einsatz“ der Polizei verliert. Doppelmoral pur. Helmut Schmidt würde sich im Grab umdrehen.

Der Geist der alten SPD spukt nur noch in der Erinnerung weniger, was wirklich schade ist. Aber gibt es vielleicht einen Hoffnungsschimmer am Horizont? Schon seit Monaten, noch bevor die Querdenker in Stuttgart auf die erste Demo gingen, gibt es die Wochenzeitung „Demokratischer Widerstand“ in Berlin. Einer der Herausgeber ist der Journalist Anselm Lenz, der sich selbst als liberalen Linken sieht. Nun bin ich stets skeptisch, wenn die beiden Worte gemeinsam vor mir sehe. Aber jeder hat eine Chance verdient.

Im direkten Vergleich mit Dutschke schneidet Lenz jedoch etwas schlechter ab. Im fehlt es an Charisma und Brillanz. Was den Mensch Rudi Dutschke betrifft, so ist es ist eine seltsame Faszination, die selbst nach dieser langen Zeit von ihm ausgeht. Ich habe das Interview schon mehrfach gesehen und bin doch immer wieder begeistert. Weniger von Dutschkes sozialistischen Utopien oder dem Fakt dass er ein Mann ist, aber von seiner Leidenschaft. Warum ist einfach zu erklären, dieses Feuer brennt auch in mir.

Wenn ich Dutschke zuhöre, kann ich die Grundlagen der GRÜNEN erkennen. Diese haben ihren vorausgesagten Marsch durch die Institutionen (fast) beendet, aber auf diesem Weg sind sie falsch abgebogen. Sie selbst bemerken das natürlich nicht und halten sich für die Retter von Klima und ungefähr 75 erfundenen Geschlechtern. Ich sage es an dieser Stelle klar, das Erwachen wird grausam sein. Ihr, liebe Ex-Freunde von den GRÜNEN, werdet bei eurer heiligen Mission vom neokapitalistischen System ausgenutzt und vorgeführt.

Anselm Lenz sieht das anders. Er glaubt, der Neoliberalismus habe ausgedient und liege in den letzten Zügen. Den „Tod“ des Neoliberalismus hat man schon bei der Bankenkrise vor 10 Jahren propagiert. Aber die Global Player haben lediglich kurz Luft geholt und munter weiter gemacht. Diese Gefahr sehe ich zur Zeit wieder.

An der Verteilung von Macht und Geld und Geld und Macht wird sich auch nach einem möglichen globalen Reset wenig ändern. Man gibt dem Kind vorübergehend einen neuen Namen, installiert vielleicht eine totalitäre Staatsform, um dann doch wieder „gute Geschäfte“ zu machen. Die Verlierer werden einmal mehr die Bürger sein. Die Gewinner finden sich wie immer auf der Forbes-Liste. Nein, der Neoliberalismus ist alles andere als tot, er macht sich nur vorübergehend unsichtbar. Das gilt es aufzudecken und zu verhindern.

Es gibt so einiges, was ich an Dutschkes Ideen mag. Der Verzicht auf Berufspolitiker ist nur ein Punkt, die ständig mögliche Abwahl von Volksvertretern ein anderer. Auch mein Gesellschaftsmodell wäre die direkte Demokratie, mit totalitären Systemen habe ich ein Problem. Genau dazu haben sich sozialistische und kommunistische Staaten stets entwickelt. Deutschland ist nur einen Schritt von einer „Hygiene-Diktatur“ entfernt. Was allerdings auch für andere Nationen gilt.

Was mich massiv stört, ist die momentane Unausgewogenheit der Querdenker und des Demokratischen Widerstands. Egal wie liberal Linke sein wollen, sie brauchen stets ein Gegengewicht. Was auch für die Konservativen gilt. Dass die Große Koalition mehr schlecht als recht funktioniert, hat verschiedene Gründe. Einer heißt Merkel, der andere ist das miserable Personal der Sozialdemokraten. GRÜNE und die Ex-SED kann man getrost vergessen. Diese Typen sind in der Mehrzahl ideologische Spinner. Einzig die von mir sehr geschätzte Sahra Wagenknecht stellt eine Ausnahme dar und mit Abstrichen bei den GRÜNEN Boris Palmer.

Dutschkes Interview wirkt in diesen Tagen fast ebenso aktuell, wie es 1967 war. Wie ist es möglich, dass sich in 53 Jahren kaum etwas verändert hat? Sein berechtigte Kritik am System, an den Parteien, gilt noch immer. Kann der Demokratische Widerstand, können die Querdenker Dutschkes Vision vollenden? Wo stünde Dutschke heute, wo würde er als dann noch junger Mann, seine Energie einbringen?

Ansichten eines Clowns

Das folgende Interview hat meine Freundin Linda mit dem Polizisten Frank geführt, der in BaWü zu Hause ist. Seine Antworten zeigen deutlich, wie ein Mann aus der Mitte der Bevölkerung tickt. Zu seinem Schutz,  haben wir Namen und einige Details geändert. Der Titel des Beitrags ist dem gleichnamigen Roman von Heinrich Böll entnommen.

Linda: „Wir kennen uns ja nun schon eine Weile, Frank. Danke, dass du Zeit für dieses Interview hast. Warum bist du Polizist geworden, was war deine Motivation?“

Frank: „Das geht bis in die früheste Kindheit zurück. Ich bin der Älteste von drei Brüdern. Die haben mich immer geärgert, wie kleine Brüder das nun mal machen. Da bin ich hinterher und kam irgendwann auf die Idee, dass ich jetzt Polizist sei und sie verhaften müsse.“

Linda: „Hat es funktioniert?“

Frank: „Am Anfang nicht. Also habe ich sie Spielverderber genannt, das wollten sie dann nicht auf sich sitzen lassen. Wir haben uns aber abgewechselt, wer der Polizist sein darf. Das hat auch recht gut funktioniert und wir hatten alle Spaß.“

Linda: „Kinderspiele sind eine Sache, wie war es dann in der Realität?“

Frank: „Nach dem Abi habe ich mich ganz regulär bei der Polizei beworben. Meine Noten waren gut, sportlich war ich auch, den Test habe ich locker bestanden. Also habe ich meine Ausbildung gemacht und war ganz heiß auf die ersten Einsätze.“

Linda: „Waren sie so, wie du dir das vorgestellt hast?“

Frank: „Mein erster Einsatz war eine groß angelegte Fahrzeugkontrolle. Das war ziemlich öde, wenn ich ehrlich bin. Vor allem habe ich den Sinn erst dann verstanden, als der Einsatzleiter uns erklärte, dass es primär um die Aufbesserung der Finanzen des Landes ging.“

Linda: „Du willst damit sagen, dass man Bürger zur Kasse gebeten hat, die vielleicht eine abgelaufene TÜV-Plakette hatten?“

Frank: „Auch, ja. Ich war ziemlich enttäuscht über die Aktion. Erst als ich dann bei einer Fahndung dabei war, hat es mir richtig Spaß gemacht. Wobei Spaß das falsche Wort ist. Ich glaube an Gerechtigkeit und habe alles getan, um sie durchzusetzen.“

Linda: „Was uns die Politik schon vor Jahren vermiest hat. Du weißt ja bestimmt noch warum ich damals ausgestiegen bin.“

Frank: „Ja, ich erinnere mich gut. Du warst eine tolle Polizistin. Wir hätten mehr von deinem Schlag gebraucht. Wenn ich mir die heutigen Kolleginnen so anschaue wird mir übel.“

Linda: „Ist Polizist zu sein also kein Beruf für Frauen?“

Frank: „(Grinst) Zumindest bei Gewaltdelikten, also bei Demos wo es zur Sache geht, sollten sie meiner Meinung nach nicht in vorderster Linie stehen.“

Linda: „Da ist schon was dran, wobei ich das doch anders sehe. Meine Truppe bei der Bereitschaftspolizei hat die Linie gehalten. Da waren auch Frauen dabei.“

Frank: „(Lacht) Du bist ja auch kein Maßstab!“

Linda: „Gut, lassen wir das. Sag, wie kommst du mit all den der Polizei auferlegten Regeln und Gesetzen klar? Hast du jemals daran gedacht aufzuhören?“

Frank: „Täglich! Aber was soll ich denn sonst machen? Ich bin seit 28 Jahren Polizist, ich kann nichts anderes! Also beiße ich die Zähne zusammen und mache weiter, Tag für Tag. Die Kollegen und ich versuchen aber, die Vorschriften großzügiger auszulegen. Wie du weißt, hat mir das bereits eine Disziplinarmaßnahme eingebracht.“

Linda: „Was bedeutet großzügig in diesem Zusammenhang?“

Frank: „Also wir … ich lasse mich von gewaltbereiten Demonstranten nicht attackieren. Wie du weißt habe ich gegen den ausdrücklichen Befehl der Einsatzleitung Pfefferspray eingesetzt.“

Linda: „Das waren Linksextreme, richtig?“

Frank: „Das ist korrekt.“

Linda: „Begegnest du oft Gewalt und wie gehst du allgemein damit um?“

Frank: „Ich mache seit frühester Jugend Judo. In der Ausbildung haben sie uns dann Jiu-Jitsu beigebracht. Mit diesen Kenntnissen bin ich meist in der Lage potenzielle Gewalttäter abzuwehren und dingfest zu machen. Aber wie du selbst weißt ist Sport eher die Ausnahme und nicht die Regel bei den Kollegen.“

Linda: „Ja, leider. Sag, warum bist du eigentlich vom Streifendienst zur Bereitschaftspolizei zurück?“

Frank: „Ich war ja auch ein Jahr bei der Kripo, aber das funktionierte nicht. Dort gab es die Anweisung Dealer nur zu beobachten, wirklich eingegriffen haben wir fast nie. Und ich zumindest schaue nicht dabei zu, wie Stoff an Schulkinder verkauft wird! Als Streifenhörnchen empfand ich mich als Depp vom Dienst. Gefühlt haben wir unsere Schichten mit der Aufnahme von Verkehrsunfällen verbracht. Bei der BePo fühle ich mich trotz Dauerstress einfach menschlich wohler.“

Linda: „Das kann ich durchaus verstehen. Sag, wie war das damals mit diesem Schläger, magst du darüber sprechen?“

Frank: „Ach der, ja. Da war ich noch bei der Streife. Wir sind damals in den Einsatz gerufen worden, ein Mann verprügele seine Frau hieß es. Nachbarn hatten das gemeldet. Vor dem Haus hat uns eine weinende Frau erwartet, das Gesicht völlig geschwollen, sie konnte kaum noch etwas sehen. Aus einem offenen Fenster im 1. Stock hörten wir eine Stimme, dann warf ein Mann Gläser und Flaschen aus dem Fenster.

Wir haben die Frau ins Auto gesetzt, den Notarzt verständigt und sind dann hoch. Noch auf der Treppe hat uns der Schläger erwartet. Völlig aggressiv und offenbar angetrunken. Zumindest roch er deutlich nach Alkohol. Bernd (Name ebenfalls geändert) sprach ihn also an und kassierte sofort einen Schlag. Ich konnte ihn eben noch so festhalten, sonst wäre er über das Geländer gestürzt.

Bernd war wütend und wollte seine Dienstwaffe ziehen, aber das war in der Situation unangebracht. Also haben wir die Schlagstöcke eingesetzt. Das Ergebnis war eine Anzeige wegen Körperverletzung. Es gab wochenlange Ermittlungen gegen uns, die dann aber eingestellt worden sind. Zwischendurch waren wir in den Innendienst versetzt.

Linda: „Der Mann war doch ein Boxer, richtig?“

Frank: „Ja, der Richter hat das gegen ihn ausgelegt. Uns hat er zwar Notwehr zugestanden, aber den in seinen Augen übertriebenen Einsatz der Schlagstöcke gerügt. Dabei haben wir ihm lediglich auf die Unterarme und Hände geschlagen. Gut, zwei Finger waren danach gebrochen, aber er hatte keine bleibenden Schäden. Als er dann immer noch keine Ruhe gab und nach uns getreten hat, habe ich ihm mehrfach auf den Oberschenkel und in die Kniekehle geschlagen. Er ist dann gefallen und hat sich leicht am Kopf verletzt. Aber mehr als eine harmlose Platzwunde war das nicht. Bernd hatte übrigens ein blaues Auge und eine leichte Gehirnerschütterung. Es kam mir so vor, als ob das niemand interessiert.“

Linda: „Du wirkst immer noch ziemlich angefressen, wenn du darüber sprichst.“

Frank: „Ist das ein Wunder? Kriminelle lachen über uns! Seit einigen Jahren sind es verstärkt Ausländer, die keinerlei Respekt vor uns haben. Ich bin nun bestimmt kein Freund von Gewalt, aber ich wünsche mir eine Polizei nach dem amerikanischen System. Die Kollegen dort haben viel mehr Rechte.“

Linda: „Du warst doch schon als Austausch-Beamter in New York? Welche Eindrücke hattest du?“

Frank: „Nicht alles was die Amis machen ist gut. Die haben auch jede Menge Vorschriften und Probleme. Nur zum Narren machen lassen sich die Kollegen dort nicht. Aber ich habe einen sehr positiven Eindruck ihrer Arbeit gewonnen. Wir fliegen auch jedes Jahr in die USA, um dort Urlaub zu machen. Wobei es mich da mehr in den Westen zieht. Ich könnte mir sogar vorstellen dort zu leben, auch wenn das Leben völlig anders ist. Auf jeden Fall ist mit einer deutschen Polizei auf Kuschelkurs kein Blumentopf zu gewinnen. Schau dir nur dieses unsägliche Video der Berliner Polizei an!“

Linda: „Ich weiß, das Video macht überall die Runde. Die Polizei in Berlin hat sich absolut lächerlich damit gemacht.“

Frank: „Ich schäme mich für diese Kollegen!“ (Anmerkung: Ich werde dieses Video nicht bewerben, aber wer KBNA + Berliner Polizei bei youtube eingibt, wird fündig werden)

Linda: „Dazu passt doch die nächste Frage sehr gut. Du hast dich einmal ironisch als Clown in Uniform bezeichnet. Stehst du noch dazu?“

Frank: „Absolut! Wir sind zu Witzfiguren, zu Clowns verkommen, schieben massenhaft Überstunden vor uns her und wissen manchmal kaum noch, wie unsere Familie aussieht. Das muss sich endlich wieder ändern!“

Linda: „Wie ist das mit deiner Familie, hängt der Haussegen immer noch schief?“

Frank: „Jein, aber es ist halt blöd, wenn der Ehemann und Vater nie zu Hause ist.“

Linda: „Deine älteste Tochter hat doch studiert und wollte danach zur Polizei. Oder hat sie es sich mittlerweile anders überlegt?“

Frank: „Ja, sie hat Jura studiert und macht nun ihre Ausbildung bei der Polizei. Später will sie zum LKA. Aber bis dahin werden noch einige Jahre vergehen. Ich weiß aber, dass sie es schaffen wird. Mein Sohn hadert noch, ob er ebenfalls Polizist werden will.“

Linda: „Wie stehst du zur aktuellen Politik in Deutschland, magst du dazu etwas sagen?“

Frank: „Politik interessiert mich eigentlich nicht wirklich. Ich mache meinen Job so gut es geht.“

Linda: „Du weißt aber schon, dass viele Probleme der Polizei eine Folge genau dieser Politik sind?“

Frank: „Schon, ja. Aber was soll ich dagegen machen? Gut, ich schalte keinen Fernseher mehr ein, das ist meine Form der Gegenwehr.“

Linda: „Du könntest dich politisch weiterbilden und betätigen, das geht auch als Beamter.“

Frank: „Wann denn? Nach einer Doppelschicht oder einem Nachteinsatz will ich nur noch ins Bett. Ich habe einfach keine Zeit.“

Linda: „Genau das ist ein Problem vieler Menschen.“

Frank: „Ich bekomme ja schon einiges mit durch die Arbeit. Auch die Farbverschiebungen in der Politik.“

Linda: „Ja die Farben sind schon interessant. Wenn wir schon dabei sind, gibt es wirklich so eine große rechte Szene in Deutschland?“

Frank: „Du fragst Sachen! Ja, es gibt diese Szene. Aber groß? Spielst du damit auf den Osten an? Ja, da gibt es durchaus Gruppierungen.“

Linda: „Inwiefern? Die Medien sind doch voll davon. (Ironisch gemeint)“

Frank: „Wir wissen doch beide, dass das kompletter Blödsinn ist. Es gibt in ganz Deutschland, im Verhältnis zur Gesamtbevölkerung gesehen, einige wenige wirklich gefährliche Typen. Ich habe die aktuellen Zahlen nicht im Kopf, aber die halten sich mit dem linken Lager die Waage. Im Gegensatz zu denen legen die aber keine Stadt in Schutt und Asche, wenn ich an Hamburg 2017 erinnern darf.“ (Ergänzung: Laut dem Bundesamt für Verfassungsschutz gab es 2017 insgesamt 29.500 Linksextremisten, von denen 9.000 als gewaltbereit einzustufen sind. Dem gegenüber stehen 24.000 Rechtsextremisten, von denen 12.700 gewaltbereit sind.)

Linda: „Du warst dort, richtig?“

Frank: „Allerdings. Ich habe schon so einiges erlebt, aber das war der Gipfel an Gewalt. Wir wurden von Hausdächern mit Steinen und Flaschen beworfen. Als wir die Autonomen festnahmen hieß es gleich, das sei Polizeiwillkür. Wir haben in der Nachbereitung des Einsatzes dann vehement Konsequenzen gefordert, um so etwas zukünftig zu vermeiden. Das hat man weder in Hamburg noch in Stuttgart hören wollen. Bei solchen Politikern und ihren Fehlentscheidungen kommt man sich veralbert vor.“

Linda: „Apropos veralbert. Was denkst du über den Zustrom von Flüchtlingen nach Deutschland und die Weigerung der Regierung das abzustellen?“

Frank: „Welche Flüchtlinge? Die wenigsten von denen werden zu Hause politisch verfolgt. Das sind meist reine Wirtschaftsmigranten, also junge, kräftige Männer, die in Deutschland ein besseres Leben haben wollen. Nicht wenige von denen haben schon in ihrer eigentlichen Heimat Probleme mit dem Gesetz gehabt. Ich sage nicht, dass das die Masse ist, aber schau dich doch um! Muss ich dir wirklich die aktuellen Zahlen nennen?

Migrantinnen sind übrigens auch keine Heiligen. Wir haben schon so einige bei Einbrüchen oder Diebstahl erwischt. Abgeschoben werden sie trotzdem nicht und einige Monate später landen sie wieder auf der Wache. Das macht echt keinen Spaß mehr. Es wird Zeit, dass diese Regierung verschwindet und das Asylrecht endlich richtig angewandt wird. Vor allem darf es kein Klagerecht mehr geben, sonst werden wir abgelehnte Asylbewerber nie mehr los.“

Linda: „Bist du nicht vielleicht voreingenommen? Die Presse behauptet immer noch, dass Flüchtlinge nicht krimineller als Deutsche sind.“

Frank: „Nee, ist klar! Die können nicht rechnen. Ich nehme diese Schwätzer gern mal zu einem Einsatz mit. Hinterher sind die für immer geheilt. Und voreingenommen? Wie soll ich das bewerten, wenn von zehn Straftätern acht sogenannte Flüchtlinge sind und die beiden anderen Migrationshintergrund haben? Es hilft auch nichts ständig zu wiederholen, dass auch Deutsche morden oder prügeln. Ja, das tun sie! Aber im Verhältnis zur gleichen Menge der Migranten deutlich weniger.“

Linda: „Ich weiß, meine Mädels erleben das täglich als Security. Eine andere Frage, glaubst du eigentlich an Gott und findest du, dass der Islam zu Deutschland gehört?“

Frank: „(Schnauft) Ja ich glaube an Gott, aber ich gehe in keine Kirche mehr. Gegen den Islam habe ich nichts, aber gegen Fundamentalisten. Sogenannte Gotteskrieger, die sich in die Luft sprengen und dabei selbst Muslime töten, haben in Deutschland keinen Platz. Wir wissen sehr genau, dass in vielen Moscheen Hass gepredigt wird. Die sollte man ohne mit der Wimper zu zucken schließen.“

Linda: „Das klingt sehr radikal. Bist du gegen Religionsfreiheit?“

Frank: „Religion ist Privatsache. Wer sie ausleben möchte kann das bei sich zu Hause tun. Aus Gründen der Öffentlichen Sicherheit kann ich es aber nicht tolerieren, dass es vollständig verschleierte Frauen gibt.

Linda: „Da gebe ich dir recht. Die Burka diskriminiert die Frauen. Also angenommen es gäbe eine neue Regierung. Wärst du für eine Polizeireform? Falls ja noch eine Zusatzfrage, siehst du die Gefahr eines Polizeistaates kommen?“

Frank: „Ich kann mir schon denken, was du damit meinst. Lass es mich so sagen, wir Polizisten sind so weit von den Bürgern dieses Landes entfernt, wie der Mond von der Erde. Der freundliche Schutzmann von früher ist einem nicht an die Bedürfnisse der Neuzeit angepassten Beamten gewichen. Wir hinken Kriminellen zum Teil noch immer einen Kilometer hinterher.

Davon abgesehen haben wir zu wenig Personal. Vor allem von SPD und Grünen regierte Länder, haben die Polizei zu stark abgebaut. Das rächt sich jetzt. Es ist nicht gelogen wenn ich sage, dass wir die Sicherheit auf den Straßen oft nicht mehr gewährleisten können. Allein schon vor diesem Hintergrund sehe ich keine Gefahr für einen von der Polizei dominierten Staat. Auch nicht mit einer anderen Regierung.“

Linda: „Ich schon, aber anders als die meisten denken. Die Gefahr geht mehr von den Altparteien aus und weniger von der AfD. Aber bleiben wir noch bei der Regierung. Glaubst du, dass Neuwahlen etwas ändern können?“

Frank: „Nein. Es gäbe lediglich eine neue GroKo oder eine bunte Koalition. Zur Zeit sehe ich keine Chance für eine Partei die absolute Mehrheit zu bekommen.“

Linda: „Was ist mit der AfD? Hast du Erfahrungen mit Mitgliedern der Partei? Sind das wirklich Nazis?“

Frank: „Das sind viele Fragen, die ich kurz und schmerzlos mit Ja und Nein beantworten kann. Ich halte die AfD nicht für die absolute Alternative, aber für ein notwendiges Gegengewicht in dieser Zeit. Leider sind die Partei und ihre Anhänger Schuld an meinen Überstunden.“

Linda: „Gibt es Anweisungen von oben, die sich gegen die AfD richten?“

Frank: „Für die Polizei spielt es keine Rolle, wer eine Demonstration anmeldet. Aber während die AfD-Anhänger meist friedlich sind, flippen die Linken viel zu oft aus. Mir selbst sind auch keine Anweisungen bekannt. Aber es gibt durchaus Sympathien für die Partei innerhalb der Polizei.“

Linda: „Bei diesen Linken sprichst du vom Schwarzen Block der Antifa?“

Frank: „Ja. Die kommen vermummt und werfen Steine und Flaschen, oder attackieren sogar mit Eisenstangen.“

Linda: „Du sprichst von Freiburg? Magst du dazu etwas sagen?“

Frank: „Ja und nein. Ich kann nur sagen, dass Freiburg noch ein Nachspiel für einige Leute haben wird.“

Linda: „Siehst du die Gefahr von gewaltsamen Unruhen in Deutschland und ist die Polizei darauf vorbereitet?“

Frank: „Es gibt für alle möglichen Szenarien ausgearbeitete Pläne. Weiter darauf eingehen möchte ich an dieser Stelle nicht. Und ja, auch in Deutschland sehe ich die Gefahr von Unruhen.“

Linda: „Wäre die Polizei in BaWü überhaupt in der Lage, um gegen bewaffnete Gruppen vorzugehen? Stell dir eine Masse von sagen wir 100.000 oder noch  mehr Menschen vor, wie wollt ihr die stoppen?“

Frank: „Normalerweise reicht der Einsatz von Wasserwerfern und Tränengas. Wenn die ersten Reihen in Panik fliehen, folgt der Rest sehr schnell. Gegen diese Masse wären wir allerdings machtlos. Falls es sich auch noch um Bewaffnete handelt, müssten wir sehr vorsichtig agieren.“

Linda: „Wäre auch der Einsatz der Bundeswehr im Innern denkbar?“

Frank: „Eigentlich ist das per Gesetz verboten. Aber du kannst davon ausgehen, dass die Bundeswehr im Notfall um Hilfe gebeten wird. Dann aber nur unter dem Oberbefehl der Polizei. Sonst richten die ein Chaos an.“

Linda: „Um solche Szenen zu vermeiden, sollte man vielleicht rechtsextreme Gruppen und auch die Antifa verbieten?“

Frank: „Zumindest alle die gewaltbereit sind. Wir kennen viele Namen, das realisieren die aber nicht. Wir brauchen eine klare Vorgabe von der Politik, was wir im Rahmen der gesetzlichen Möglichkeiten mit solchen Chaoten machen dürfen. Die Frage ist nur, wie wir mit normalen Bürgern umgehen? Viele Polizisten werden sich die Gewissensfrage stellen: Wollen wir gegen die eigene Bevölkerung, die eigenen Nachbarn vorgehen?“

Linda: „Das könnte wirklich ein Problem sein. Aber zurück zu den Extremisten, denkst du an Umerziehung oder den Einsatz von Schusswaffen?“

Frank: „Nein, um Himmels Willen! Gummigeschosse, Wasserwerfer und Tränengas sollten reichen. Zur Not auch der Einsatz von Schlagstöcken. Aber wer will das denn? Aber es muss ein Ende mit der Indoktrination von Kindern haben, denen man wirre Ideen in die Köpfe pflanzt. Wir brauchen wieder vernünftige Volksvertreter, die nicht aus zum Teil vorbestraften Chaoten bestehen.

Normalerweise schaue ich keine Krimis, aber du hast vielleicht den (vor)letzten Polizeiruf 110 gesehen? Kollegen sind entsetzt über den FCK NZS-Aufkleber am Laptop der LKA-Beamtin. Kein Polizist würde das machen! Was die ARD hier zeigt ist pure Propaganda. Die meisten Straftaten der Antifa richten sich doch gegen uns!“ (Zum Zeitpunkt des Interviews war es noch der „letzte“ Polizeiruf.)

Linda: „(Recherchiert kurz) Krass!“

Frank: „Krass ist viel zu harmlos, das ist ein Skandal! Der aber total nach hinten losgehen wird, die Kollegen sind richtig wütend.“

Linda: „Das sind starke Worte, Frank. Ich dachte du interessierst dich nicht für Politik.“

Frank: „(grinst) Habe ich etwas gesagt? Mit dir kann ich darüber reden, aber wenn ich meine Ansichten im Dienst äußere, ist das keine gute Idee.“

Linda: „Danke, dass du es trotzdem getan hast.“

Gedanken einer Ausländerin: Das Fremde

Mit diesem Beitrag werde ich eine unregelmäßige Reihe beginnen, die mein Leben als Ausländerin in den USA und Deutschland zeigt. „Moment mal“, werden einige meiner LeserInnen sagen, „du hast doch einen deutschen Pass!“ Aber macht mich ein Stück Papier zu einer richtigen Deutschen oder werde ich für in Deutschland geborene immer nur die Fremde, die Ausländerin sein?

Regelmäßige BesucherInnen meines Blogs kennen vielleicht meinen türkischen Onkel Ahmed, den (Geschäfts)Freund meines Vaters. Mit seiner Existenz habe ich ein weiteres Geheimnis zu „meinen Männern“ gelüftet. Auch wenn ich den Namen verändert habe, Onkel Ahmeds Philosophiestudium ist echt.

Ich kenne ihn seit mehr als 25 Jahren, mit seinen EnkelInnen bin ich aufgewachsen. Uns verbindet echte Freundschaft über alle Grenzen von Religion und Politik, die bis heute hält.

Vor fast genau einem Jahr, im Oktober 2016, habe ich ein langes Gespräch mit ihm geführt, das, wegen aktueller Ereignisse, nie den Weg auf meinen Blog gefunden hat. Unter anderem hatten wir über die Flüchtlingskrise und Fremdenfeindlichkeit gesprochen, die heiklen Themen unserer Zeit. Diesen Teil gibt es nun zu lesen.

Türkischer Honig

„Rassismus ist noch immer ein Thema auf der Welt“, hat Onkel Ahmed augenzwinkernd gesagt, als ich ihn zum Spaß mit japanischen Schimpfwörtern eindecke. Wie so häufig wenn wir uns sehen, hat er mich scherzhaft „Kobold(in)“ genannt, dabei ist auch er nur knappe 1,70 Meter groß.

Ich greife das Stichwort auf und während er mich mit türkischem Honig besänftigt will ich von ihm wissen, ob er jemals wirklichem Rassismus in Deutschland begegnet ist. Er überlegt kurz und wiegt dann den Kopf. „Na ja“, sagt er, „die üblichen Sprüche, aber mehr war da nie. Wie sind deine Erfahrungen?“

„Durchwachsen“, erwidere ich wahrheitsgemäß, „ich hatte eher Probleme mit Homophobie. Das weißt du bestimmt. Aber die Zeiten haben sich geändert. Viele Deutsche haben Angst vor Überfremdung und bringen das mit offener Ablehnung zum Ausdruck.“ „Was verständlich ist“, stimmt mir Onkel Ahmed zu, „Frau Merkel hat die Bevölkerung überfordert und für Rassismus die Tür weit aufgemacht. Auch viele Neuankömmlinge haben den im Gepäck.“

„Du klingst wie ein AfD-Politiker“, necke ich ihn und weiß, dass er schon immer treuer SPD Wähler gewesen ist. „Jeder der gegen die herrschende Meinung ist, wird sofort diskreditiert“, erwidert er. „Diese Haltung finde ich erschreckend. Wir, die wir vor den Folgen warnen, werden nicht gehört. Dabei müsste man es besonders in Düsseldorf viel besser wissen.

Ich glaube Frau Merkels Satz <<Wir schaffen das!>> war Ausdruck ehrlichen Willens. Aber sie hat einen entscheidenden Fehler gemacht. Ich spreche nicht von politischen Strömungen, ich spreche von der dadurch geschaffenen Angst. Erinnerst du dich an die Bankenkrise vor einigen Jahren und welche Sicherheit Frau Merkel den Bürgern gab?“

„Du meinst, dass das Geld der Sparer sicher sei?“, frage ich und Onkel Ahmed nickt. „Ja“, sagt er, „diese Garantie hat gefehlt. Das Volk schaut doch auf die Regierung und will von ihr vertreten werden. Aber plötzlich sieht es ein Staatsversagen. Ein Satz wie <<Niemand muss Angst vor den Flüchtlingen haben, wir schaffen das, liebe Bürgerinnen und Bürger!>>, wäre vielleicht besser angekommen.“

„Zusammen mit dem Hinweis, dass niemand Angst um seinen Arbeitsplatz oder seine Sozialleistungen haben muss“, füge ich noch hinzu. „Genau das hat sie versäumt und sich wie eine Despotin benommen. Und damit nicht nur meinen Widerstand geweckt.“

Philosophisch nachgedacht

Onkel Ahmed schaut mich nachdenklich an, ich ahne bereits was folgen wird. Der Philosoph ist erwacht und wird einen Vortrag halten. „Weißt du warum Menschen Angst vor Fremden haben?“, will er wissen. „Und zwar unabhängig von der sozialen oder materiellen Komponente?“ „Sag du es mir“, ermuntere ich ihn und höre seinen Ausführungen tapfer zu.

„Das Menschen Angst vor dem Fremden haben ist normal“, beginnt er. „Aber vor welchem Fremden fürchten wir uns, dem Fremden außer uns oder in uns, wie es der deutsche Philosoph Bernhard Waldenfels formulierte. Fremdheit beginnt doch schon im eigenen Haus, in uns selbst und auch der eigenen Sprache.

Unterscheiden müssen wir sie in eine radikale und relative Form. Schon der eigene Partner kann fremd erscheinen, eine quietschende Tür Ängste in uns wecken. Aber relative Fremdheit ist vorübergehend und wird unter günstigen Umständen zur neuen Erfahrung. Das radikale Fremde ist das eigentliche Problem und schafft im Übermaß eben jene Angst, die nun durch dieses Land schleicht.“

Die Hofierung des Fremden

„Ich habe keine Angst“, werfe ich ein. „Aber vermutlich ist Angst das falsche Wort dafür. Ich muss immer alles ergründen.“ Onkel Ahmed schmunzelt. „Ja“, sagt er, „ich erinnere mich. Wie war das damals, als du Shisha rauchen wolltest?“ Wir müssen beide lachen und Yuki schaut verwundert. Prompt hat ihr Onkel Ahmed die Geschichte erzählt.

„In Deutschland sehe ich zwei Lager“, sage ich als er fertig ist. „Eine Seite hofiert alles Fremde, die andere Seite hat die von dir angesprochene Angst. Hast du eine philosophische Erklärung oder ist das einfach nur politisch?“

„Mit der Hofierung des Fremden meinst du bestimmt die Linken“, erwidert er. „Aus reiner Selbstverleugnung überhöhen sie nun das Fremde. Darüber sprechen wir später noch. Lass mich dir ein Beispiel auf deine Frage geben. Im Urlaub bist du eine Fremde in der Fremde. Du magst das Fremde vielleicht gern, die Sprache, die Kultur.

Alles, was uns aus sicherer Distanz begegnet, hat den Reiz des Exotischen, das unsere Neugier anregt. Aber nun dringt das Fremde in das eigene Heim ein. Dieser plötzliche Überfluss macht vielen Angst und verführt zu Abwehrmaßnahmen, die sich gegen das Fremde richten, als müsse man es überwinden. Abwehr bedeutet nicht zwingend Gewalt, Abwehr kann sich auch in Demonstrationen manifestieren.

Das Fremde, bleiben wir beim Beispiel Flüchtlinge, wird für alle eigenen Probleme verantwortlich gemacht. Dieser Projektionsmechanismus funktioniere besonders gut, wenn der Einzelne wenig oder keinen Kontakt zu Flüchtlingen habe, hat ein Psychologe gesagt. Aber das halte ich für zu pauschal.“

„Ist vielleicht auch eine gewisse Eifersucht dabei?“, will ich wissen. „Wenn wir Frau Merkel als Mutter und Deutsche als ihre Kinder sehen, haben diese Kinder jetzt vielleicht einfach Angst davor, dass Mutti die fremden Kinder mehr als die eigenen liebt.“

Onkel Ahmed nickt. „Auch das spielt eine Rolle“, stimmt er mir zu. „Aber kommen wir zu denen, die alles Fremde lieben und sich selbst und Deutschland hassen. Sie sind das Opfer einer ideologischen Strömung, die sich tief in ihr Bewusstsein eingegraben hat. Man könnte sie auch konditioniert nennen. Tragisch daran, Betroffene können das nicht selbst erkennen.“

Auf der Flucht vor dem eigenen Ich

„Sind diese Menschen also quasi auf der Flucht vor dem eigenen Ich?“, frage ich. „Das könnte man sagen“, erwidert Onkel Ahmed. „Sie verleugnen sich und ihre Herkunft, überhöhen das Fremde und üben zum Teil sogar Gewalt gegen Andersdenkende aus.

„Bist du dir treu geblieben?“, will ich wissen, „kennst du dich?“ Onkel Ahmed nickt. „Wie du habe ich den deutschen Pass, aber ich bleibe doch Türke. Und ich liebe meine alte Heimat ebenso, wie dieses neue Land. Daran ist nichts falsch.

Als falsch sehe ich Merkels Entscheidung an und die dadurch entstandene Überforderung der Gesellschaft. Die Menschen sind zum Teil erschrocken, was passiert. Bernhard Waldenfels hat einmal gesagt <<Das Erschrecken ist ein Pathos, das uns widerfährt, gleich dem Erstaunen, mit dem laut Platon die Philosophie beginnt.>>

Wir schauen nun also erschrocken auf ein Heer von Leibern, dich sich mit Macht in unser Heim drängen. Die Fahnenschwenker nenne ich grenzenlos naiv, die Populisten ewig Gestrige. Die einen haben zu viel, die anderen zu wenig Fremdvertrauen.

Wie wir mit in diesem Fall relativer Fremdheit umgehen lässt sich wunderbar an dir festmachen. Hast du nicht sozusagen gefremdelt, als du die deutschen und so fremdartigen Laute erstmals hörtest? Heute sprichst du sie besser als ich. Du hast die Fremdheit angenommen.“

„Den Fremden als das zu begreifen was er ist“, denke ich laut nach, „ist das der Schlüssel?“ „Der Schlüssel liegt im Begreifen des eigenen Ichs“, erwidert er. „Nur wer sich selbst nicht fremd ist, wird auch den Fremden akzeptieren können. Aber viele Deutsche verleugnen sich.“

Einfach und radikal

Er schmunzelt, als ich die Augen verdrehe. „Das ist sehr philosophisch gedacht, schon klar“, fährt er fort. Ich will auch nicht weiter darauf eingehen. Vermutlich werden die meisten solche Überlegungen nicht verstehen. Aber ich möchte doch noch zumindest einen Satz zu der radikalen Fremdheit sagen.

Radikale Fremdheit erleben wir, wenn wir vor etwas stehen, das sich außerhalb jeder und besonders unserer kulturellen Ordnung befindet. Deutsche und Europäer haben Angst vor der Überfremdung. Stell dir vor was passiert, wenn plötzlich 30 Millionen Fremde in Deutschland leben. Das wäre eine radikale Erfahrung!“

„Du glaubst an soziale Unruhen?“, hake ich nach, „Aufstände?“ „Ich glaube an eine zunehmende Aggressivität und Gewaltbereitschaft,“ erwidert er. „Die Abgehängten, wie sie schon der Spiegel nannte, werden sich erbittert wehren. Noch ist es lediglich Pegida oder die AfD, aber was passiert, wenn sich Millionen vereinen, wenn diese Menschen begreifen, wer die wirkliche Macht im Staate ist?“

„Aber dazu bedarf es einer charismatischen Gallionsfigur“, werfe ich ein. „Ich sehe zur Zeit keine.“ „Wir stehen erst ganz am Anfang einer sich verändernden Gesellschaft“, fährt Onkel Ahmed fort. „Die Parteispitzen der Volksparteien haben es bisher verstanden, sich selbst als alternativlos darzustellen. Jeden möglichen Konkurrenten hat man mundtot gemacht. Das wird sich noch bitter rächen.“

„Wird sich Deutschland verändern?“, frage ich, „siehst du eine Islamisierung?“ „Wen fragst du?“, will er wissen, „den Muslim oder den Philosophen?“ „Ich dachte du bist Gemüsehändler“, erwidere ich und bekomme ein lachendes „Frechdachs!“ zu hören.

Zur Aufklärung: Onkel Ahmed hat Philosophie studiert und danach den Laden seiner Eltern übernommen, der aber mittlerweile geschlossen ist. Im Hinterzimmer hat er vielen StudentInnen Nachhilfe gegeben und sie auf ihrem Weg inspiriert. Als Kind habe ich ihn respektlos Teephilosoph genannt, als er mit meinem Vater über Theologie und Religionen debattierte.

Fromm

„Ich sehe durchaus eine sich ausbreitende Frömmigkeit auch unter Türken“, fährt Onkel Ahmed fort. „Das hat verschiedene Gründe und mit wirklichem Glauben oft wenig zu tun. Im Islam finden viele scheinbar ihre verloren geglaubte Identität wieder. Plötzlich ist da ein WIR-Gefühl, ein falscher Stolz, mit dem sie sich über andere erheben. So war, wie ich vermute, die nicht reformierte und von Geistlichen mit politischen Ämtern beherrschte christliche Kirche.

Im Christentum gab es die Reformation, die Aufklärung, die dem Islam völlig fehlt. Der Islam ist wörtlich genommen eine Gefahr für jede Gesellschaft, wenn seine Anhänger die Scharia über menschliche Gesetze stellen. Der Islam ist dann harmlos, wenn Gläubige über die alten Suren schmunzeln und mit ihren deutschen Freunden ein Bier trinken gehen. So wie ich.

Viele Türken sind solidarisch mit Deutschland. Wir leben gern hier, wir mögen Deutschland genau so, wie es nun mal ist. Erdogans Phantasien, die politischen Ziele von Terrorgruppen, all das lehnen viele vehement ab. Wir gehen vielleicht in eine Moschee, die aber nicht zwingend wie im Orient aussehen muss. Aber in Wirklichkeit glauben die wenigsten an einen Gott. Das ist wie bei den Christen. Die gehen in die Kirche, weil es alle tun.“

Die Invasion

„Was kann oder sollte die Politik machen, um das Flüchtlingsproblem zu lösen?“, will ich von ihm wissen. „Hast du dir darüber schon Gedanken gemacht?“ „Ehrlich zu sich und den Bürgern sein“, erwidert er. Aber Ehrlichkeit und Politik schließen sich aus. Das afrikanische Problem war viele Jahrzehnte nur aufgeschoben. Jetzt bricht es los.“

„Viele Konservative empfinden die Flüchtlinge bereits als Invasion“, stelle ich fest. „Ich zum Teil auch, aber das liegt auch in meiner Abneigung gegen aggressiv auftretende Männer begründet. Nur dich liebe ich natürlich heiß und innig, Onkelchen.“

Onkel Ahmeds Lachen ist ansteckend. Ich mag diesen alten Mann, der einerseits die Sanftmut in Person ist und andererseits richtig gut boxen kann und das schon gegen weniger nette Mitmenschen praktizierte. Auch mir hat er früher viel über diesen Sport beigebracht.

„Schon vor einigen Jahren gab es Hinweise auf immer mehr Menschen, die sich auf die gefährliche Reise nach Europa machen“, sagt er und bestätigt damit die Aussagen von Experten, deren Warnungen meist ungehört verhallen.

„Du hast das Stichwort Invasion benutzt. Was Deutschland braucht ist ein Auswahlverfahren für qualifizierte Kräfte. SPD und Grüne haben das ignoriert und Frau Merkel ist früher einen anderen Kurs gefahren. Wo sie heute steht siehst du selbst.“

Ich stehe mit diesem Beitrag nun am Ende. Ein anderer Teil des Interviews, die Warnung und Sorge vor Terroranschlägen, ist einige Wochen später von der Realität überholt worden und bleibt daher unveröffentlicht. Abschließen möchte ich meinen Beitrag mit einem Zitat von Professor Norbert Bolz, der den bemerkenswerten Artikel „Linke Lebenslügen“ schon 2010 in der taz geschrieben hat:

„Die Akzeptanz der Einwanderer hängt daran, dass die Immigration nicht als Invasion erscheint. Der Eindruck der Invasion entsteht am leichtesten bei Wirtschaftsflüchtlingen und beim Nachzug von Großfamilien. Natürlich muss Deutschland stets politisch Verfolgten Asyl gewähren; aber die Kriterien dafür sollten dem gesunden Menschenverstand nachvollziehbar sein.“

Zur Hölle mit mir – Interview mit Herrn Teufel

Auf der Suche nach neuen Gesprächspartnern, ist mir heute eine Idee gekommen. Wer kann das Chaos auf der Welt besser erklären, als der Teufel selbst? Gut, zugegeben, ich habe es vorher schon bei Herrn Gott versucht. Aber der nächste freie Termin wäre in 5 Äonen-Jahren. Außerdem ist er zur Zeit auf der Götterkonferenz. Und diese Tagung kann noch dauern.

Kein Problem für mich, flugs wähle ich 06-666-TEUFEL und prompt meldet er sich. „Frau Dr. Landar, wie schön Sie endlich live am Telefon zu haben! Ich bin ein großer Fan ihrer Biestigkeit. Was kann ich für und gegen Sie tun?“

Bekanntlich erschüttert mich wenig auf dieser Welt. „Tachchen auch, Herr Teufel“, sage ich. „Hätten Sie vielleicht für ein Interview Zeit? Wir könnten über so vieles reden, was Sie schon immer sagen wollten. Ich weiß ja, dass sie nur mit ausgesuchten Menschen sprechen.“

Herr Teufel muss nicht lange überlegen. „Aber sicher doch, gnädige Frau“, schallt es mir ins japanische Ohr. „Kommen sie nur einfach die Treppe runter. Ich lebe unten. Im Heizungskeller und dann rechts. Sie finden mich schon, Sie werden sehen.“

Zwar bin ich furchtlos, aber naiv sind nur die anderen. Also gehe ich mit Buddhas Segen in den Keller. Und wirklich öffnet sich im Heizungskeller eine höllisch rote Tür. Ich trete ein und sehe … nichts! „Ey hömma Alder“, protestiere ich sofort. „Das hier ist aber nicht die Hölle! Komm jetzt raus und zwar sofort!“

„Die Hölle?, erklingt neben mir eine amüsierte Stimme. „Die Hölle, liebe Frau Dr., die Hölle ist in dir. Sie ist das, was du aus deinem Leben macnst. Ich bin nur der Verwalter geplatzter Träume. Schau nur genauer hin.“

Ein nackter Mann tritt neben mich, die Lippen diabolisch grinsend. „Gefällt dir, was du siehst?“ Mir fällt das Sprichwort ein, den Teufel bei den Hörnern zu packen. Oder war es nur ein Stier? In Ermangelung von Hörnern greife ich Herrn Teufel ans Gemächt. Ächzend sinkt er auf die Knie. „Das war ein fieser Trick, Karate-Chick!“

„Nö“, sage ich. „Du weißt doch, dass ich lesbisch  bin. Was musst du mich auch nackig erschrecken!“ „Als wenn du vor Männern Angst hättest“, gibt er zurück. „Lässt du mich jetzt bitte wieder los?“ Als ich meine Finger öffne, verschwindet Herr Teufel einfach so. Ein kleiner Junge tritt an seine Stelle. „Du wirst doch keine Kinder hauen?“

Klein Teufelchen führt mich in sein Spielzimmer, das einfach aus dem Nichts erscheint. XBox, Playstation, Multimedia-PC. Abgerundet von einem guten Dutzend Breitwand-Fernseher. „Damit ich euch besser beobachten kann!“ „Das also machst du den ganzen Tag?“, will ich wissen. „Klar“, sagt er. „Sonst käme ich vor Langeweile um.“

„Erzähl mir von dir, deinem Fall und …“ „Wie Fall?“, unterbricht Teufelchen mich. „Ich bin total freiwillig hier. Der Alte, also Dad, ist doch verreist. Und die Engel wollten noch nie mit mir spielen. Spießer, die sie sind! Aber die Menschen, die Menschen sind anders. Die glauben an mich und nehmen mich ernst.“

„Du bist also das personifizierte Böse?“, will ich wissen. „Der Guy, den man anruft, wenn man seine Feinde töten will.“ „Häh, was ist?“, unterbricht Teufelchen mich schon wieder. „Bist du irgendwie doof im Kopf? Ich habe noch nie wen umgebracht. Das machen die Menschen ganz allein.“

„Aber du holst dir doch ihre Seelen und lässt sie in der Hölle schmoren“, fahre ich unbeirrt mit meinem Vorwurf fort. Aber wieder schüttelt Teufelchen den Kopf. „Siehst du hier wen außer dir und mir? Die Menschen knipsen sich selbst die Lichter aus. Wenn überhaupt, so leistet mein Name Sterbehilfe.“

„Du gibst es also zu“, rufe ich triumphierend. „Und was machst du dann mit all den Seelen?“ Teufelchen seufzt und sieht plötzlich richtig traurig aus. „Die, Frau Landar, die schicke ich nach oben. Damit sie den Himmel überrennen. Das  hält die Engel auf Trab und die können nicht mehr pennen.“

Nun bin ich doch etwas verwirrt. Ein Interview mit Herrn Teufel habe ich mir anders vorgestellt. „Belügst du mich etwa?“, will ich wissen. „Mach’s und ich reiße dir die …!“ „Nee, nee“, ruft Teufelchen schnell und wird ganz blass ums Näschen. „Komm ich zeigs dir, lass uns in den Himmel gehen.“

„Wie jetzt?“, frage ich perplex. „Du kannst so einfach da nach oben?“ „Ja klar, Schwester“, grummelt Teufelchen und schaut mich frech an. „In Abwesenheit des Alten bin ich der himmlische Verwalter.“

 

Liebe kennt kein Geschlecht – Teil 1

Vor etwa 1 1/2 Jahren hatte ich über eine Hetero-Frau geschrieben, die sich in eine Lesbe verliebt hat. Bei den beiden hatte der berühmte Blitz eingeschlagen und sie wurden sehr schnell ein Paar. Sabine ist jetzt 39 und ihre Partnerin 44 Jahre jung. Sie leben im schönen Hessen, die Stadt ist aus Diskretionsgründen egal.

Sabine hat eine mittlerweile 14 Jahre alte Tochter, die einfach süß und zum knuddeln ist. Mit damals noch kindlicher Unschuld, hat sie die neue Beziehung ihrer Mutter nicht nur akzeptiert, sondern drollig kommentiert. „Ich habe jetzt zwei Mütter, das ist voll cool!“, waren ihre Worte.

Sabine und Heike ergänzen sich ideal. Sabine ist Beamtin, Heike verkauft Häuser. Dank Heimarbeit ist immer eine Frau zu Hause und kann sich um Frechdachs Kerstin kümmern. Die übrigens total auf Jungs steht und gleich mehrere Verehrer hat. Aber alles noch kindlich harmlos. Da wird nicht mal gefummelt, aber schon geküsst.

Die Kleine ist recht zierlich, aber wehe jemand wagt es über Lesben zu lästern. Laut Sabine wird Kerstin dann richtig wild! Ihr Vater ist ein Schwarzgurt im Taekwon-Do und unterrichtet sie seit vielen Jahren. Er war kein guter Ehemann, wie mir Sabine gesteht. Er ging stets fremd und hat vier (un)eheliche Kinder. Aber Kerstin liebt er wirklich. Er kann also kein so schlechter Vater sein. Aber ein Idiot.

Wir haben Sabine schon öfer besucht. Und letzte Woche hat sie einem Interview zugestimmt, das ich mit ihr und ihrer Partnerin führen möchte.
„Wann und wo habt ihr euch kennengelernt?“, will ich wissen. „Und war es wirklich Liebe auf den ersten Blick?“
Sabine streicht sich fast verlegen durch die blonden Haare und Heike schaut sie liebevoll an. Sie ist dunkel, mit grünen Katzenaugen. Treu wie Gold und Kinderlieb.
„Es war auf der Hochzeit einer Bekannten“, beginnt Sabine. „Ich war ebenfalls eingeladen und wollte ursprünglich nicht mal gehen.“
„Warum das denn?“, frage ich sofort nach, obwohl ich die Antwort bereits kenne.“
„Weil es mich traurig machte, wenn andere Menschen glücklich waren“, sagt Sabine mit ernstem Blick. „Mein Ex-Mann hat mich nach Strich und Faden betrogen. Es hat 3 Jahre gedauert, bis ich wieder vertrauen konnte. Und dann hat mich mein neuer Freund auch verlassen. Wegen eines Motorrades, dem er verfallen war. Er wollte mich immer mitnehmen, aber ich hatte einfach Angst. Was wenn wir einen Unfall hätten? Ich muss doch an meine Tochter denken. Aber er hat das nicht kapiert.“
Manche lernen’s nie.

Das Interview wird kurz unterbrochen, denn Wildfang Kerstin stürmt in den Raum. Aufgeregt winkt sie uns zu.
Im Gefolge hat sie ein asiatisches Mädchen, das mich sofort verzaubert.
„Tante Mayumi, Tante Yuki, schaut wen ich mitgebracht habe! Das ist Mamiko!“ (Tochter von Mami)
„Mamiko-chan“, sage ich leise auf Japanisch und ernte ein scheues Lächeln. „Wir haben fast die gleichen Namen. Ich bin Mayumi. Du weißt doch, was das heißt?“
Die Kleine nickt und strahlt. Wir wechseln einige Worte, dann laufen die Mädchen nach draußen. Ich wechsele einen Blick mit Yuki und Elfchen nickt. Ihr Kinderlein kommet.

Nun ist Heike an der Reihe. Nun muss sie gestehen. Und das macht sie gern.
„Kanntest du Sabine schon?“, frage ich.
„In einer Kleinstadt kennt man sich eher“, ist die lächelnde Antwort. „Ich hatte sie schon gesehen. Ein Gesicht in der Menge, das Frau schwer vergisst. Da bin ich ehrlich.“
„Ach?“, empört sich Sabine gespielt. „Das hast du mir noch nie gesagt!“
„Du musst nicht alles wissen meine Süße“, erwidert Heike lachend. „Frau darf auch so ihre kleinen Geheimnisse haben. Stimmt’s Yuki?“
Elfchen nickt bezeichnend und schaut mich frech an.
Verschwörung der Elfen? Das wird interessant!

„Und  sie fiel dir dann gleich auf dieser Feier auf?“, frage ich weiter. „Und warum warst du eigentlich dort?“
„Das ließ sich kaum vermeiden“, sagt Heike. „Die Braut ist meine Schwester.“
Alles lacht und ich notiere, dass Frauen meist zu albern sind. Ich natürlich auch.
„Sabine fiel mir sofort auf“, fährt Heike fort. „Sie hat so zerbrechlich und verloren gewirkt.“
„Mama Butch“, necke ich Heike und sie lacht.
„Ja“, sagt sie. „So bin ich. Ich muss auch immer helfen.“
„Und du kanntest Heike auch?“, richte ich das Wort an Sabine.
„Jein“, erwidert sie. „Ja, ich hatte sie bereits gesehen. Aber ohne mir viel dabei zu denken. Du siehst Menschen, aber du kommst nie in Kontakt.“
„Was ich an diesem Tag geändert habe“, gesteht Heike.
Mutige Frauen braucht das Land.

„Du hast sie einfach so angesprochen?“, will ich wissen. „Ich dachte immer, das sei mein Part.“
„Wer hat denn wen bitte angesprochen?“, fragt Yuki mich prompt. „Ich dich, falls du dich erinnerst.“
„Ach ja?“, necke ich sie. „Eigentlich ging es dir ja um meine Hose. Das Gespräch habe ich in Gang gebracht.“
„Ihr seid echt der Wahnsinn“, sagt Sabine und schaut uns abwechselnd an. „Wenn man euch zuhört könnte man an Streit denken. Aber ich weiß, es ist nur Spiel.“
Elfchen lacht und schmiegt sich in meinen Arm.
„Ja“, sagt sie. „Die Dicke ist wirklich eine Puppenspielerin.“
Dabei bin ich nur Yukis Marionette. Aber das habt ihr euch bestimmt schon so gedacht.

Fortsetzung folgt …

Frauen sind die besseren Menschen

Die Sexismus-Debatte treibt neue Blüten, Gender-Wahn ist in aller Munde. Natürlich ruft das die (S)Expertin Frau Dr. Nandalya Landar (NL) auf den Speiseplan, mag sie doch gern Männer zum Frühstück vernaschen. Antenne Sex (AS) hat für Amazonien-TV ein Interview mit der alleits (un)beliebten Dame geführt. Dabei ging es nicht nur um die Frage, ob Frauen die besseren Menschen sind.

AS: „Guten Morgen, Frau Dr. Landar. Wir freuen uns Sie heute begrüßen zu dürfen. Sie haben ja ein neues Buch geschrieben: Männer sind wie Schwarze Löcher. Wie kamen Sie auf die Idee und um was genau geht es in dem Buch?“
NL: „Lassen Sie mich zunächst meinen Leserinnen und Lesern danken, die mir seit Jahren die Treue halten und auch mein neues Buch auf den ersten Platz der verspiegelten Liste gewählt haben. Wie Sie vielleicht wissen bin ich eigentlich Science Fiction Autorin. Und in dieser Eigenschaft wollte ich ein Buch über ein Raum- und Zeitübergreifendes Schwarzes Loch verfassen. Ein Loch, das sich immer weiter ausdehnt und alles auf seinem Weg anzieht und verschlingt. So, wie eben Mann das macht.“
AS: „Das klingt durchaus spannend, Frau Dr. Landar. Aber auch wieder sexistisch und gegen Mann …“

NL (schnauft hörbar): „Sexistisch? Erlauben Sie mal! Frauen werden seit Jahrtausenden unterdrückt. Nun, da wir endlich unsere Stimme erheben und unsere Frau im Leben stehen, beschwert sich Mann, dass er raus sei.“
AS (leicht verwirrt): „Wie genau meinen Sie das?“
NL (amüsiert): „Frau hat die Lust am eigenen Körper entdeckt und dass sie auch ohne Mann glücklich sein kann. Im Gegenteil beschert eben diese neue Lust ihr endlich das Vergnügen, das ihr Mann meist nicht zu geben vermag. Und wer braucht schon lächerliche 15 Zentimeter mehr zum Glück?“

AS (verägert): „Nur so nebenbei, ich habe 18 Zentimeter und noch jede Frau damit glücklich …“
NL (lacht laut): „Gemessen von der Pobacke bis zur Spitze, oder wie? Aber lassen Sie uns nicht über Größe streiten, die haben Männer meist nicht.“
AS (knirscht hörbar mit den Zähnen): „Einverstanden. Wie also kamen Sie auf den Titel zum Buch?“
NL: „Ich habe mir Schwarze Löcher genau angeschaut. Allen gemeinsam ist der sogenannte Ereignishorizont. Dahinter ist dann das Nichts. Und genau so sehe ich die Männer. Sie ziehen Frau in ihren Bann, entziehen ihr jegliche Energie und lähmen sie dann für immer.“

AS (stößt hörbar die Luft aus): „Und ich dachte immer, es sei genau umgekehrt. Frauen fangen Männer ein, erziehen sie um und formen sie nach ihrem Willen.“
NL: „Ja und? Was sonst sollten sie mit diesen unreifen Wesen machen? Oft muss Frau Mann ja noch aus Muttis Kellerwohnung holen, ihn neu einkleiden und zum (Intim)Friseur schleppen. Lange Haare waren gestern, heute ist weiche Haut angesagt! Und Wolle sollten nur Schafe tragen, wissen Sie?“
AS (mit leicht aggressivem Unterton): „Der weltweite Sexismus gegen Männer hat inzwischen enorme Ausmaße angenommen. In der Werbung werden sie gerne als überflüssige Trottel dargestellt, die ohne Frau lebensunfähig wären. Und das kann man so einfach nicht stehen lassen!“
NL (amüsiert): „Wer bitte bekommt Kinder? Ohne Frauen gäbe es keinen Mann!“
AS: (hämisch): „Und auch keine Frau!“

NL (mit eisiger Stimme): „Wer die menschliche Gesellschaft will, muss die männliche überwinden. Dieses starre, patriarchisch geprägte und oft gewalttätige Denken. Ich sage ja nicht, dass Männer völlig überflüssig sind, aber sie müssen sich einfach neu definieren. Die Rolle als Ernährer hat ausgedient. Auch Männer können kochen.“
AS (halbwegs versöhnt): „Ja, das stimmt! Ich koche für mein Leben gern. Aber das Geld verdiene immer noch ich.“
NL (belustigt): „Na ja, Ihre Frau hat auch keine Zeit dafür. Die liegt ja noch mit der Nachbarin im Bett.“

An dieser Stelle musste das Interview leider beendet werden. Der Reporter von Antenne Sex hatte einen Herzinfarkt.