Gedanken einer Ausländerin: Die rechte Mobilmachung

Gedanken einer Ausländerin: Die rechte Mobilmachung

In Deutschland ist der Kampf der Ideologien schon seit Jahren in vollem Gang. „Linke“ kämpfen gegen „Rechte“ und schlagen sich verbal und auch schon mal mit Fäusten die Köpfe ein. Dass die Verfasserin dieser Zeilen weder an Linke noch an Rechte glaubt, habe ich schon mehrfach ausgeführt. Zum besseren Verständnis der Politshow benutze ich dennoch diese Begriffe. Vielleicht helfen sie um zu begreifen, was wirklich geschieht.

Man(n) macht mobil

Ein gewisser Patrick Stegemann, Journalist und (angeblicher) Experte für rechtsextreme Netzwerke, hat ein Buch mit dem Titel „Die rechte Mobilmachung“ geschrieben, das leider voller Halbwahrheiten und aus dem Zusammenhang gerissenen Zitaten ist. Nun habe ich keinerlei Kontakt zu „rechtsextremen“ Netzwerken, aber Videos von liberal-konservativen Journalisten wie Roland Tichy habe ich bereits gesehen. Wie „rechtsextreme Netzwerke“ funktionieren sollen will mir auch nicht in den Sinn. Vermutlich hat der Autor samt (Art)Genossen, die Worte extrem und radikal verwechselt. Das kann schon mal passieren, wenn man in der eigenen Filterblase gefangen ist und hinter jedem Baum den wieder auferstandenen GröFaZ sieht.

Was mich an dem Buch stört sind jene Halbwahrheiten, die Stegemann auch gern in Interviews verbreitet. Der Hauptfeind der „Rechten“ sagt er, sei die liberale Gesellschaft. Mit liberal meint er vermutlich die Schlagworte offen und bunt, die Kampfbegriffe der „Linken“ sind. Eigentlich müsste ich nun zustimmend nicken, wenn man „Rechte“ mit „Konservativen“ ersetzt. So war die CDU lange gegen die sogenannte „Ehe für alle“ und hat Yuki und mich nur zu „Lebenspartnerinnen“ gemacht. Auf der anderen Seite ist konservativ zu sein kein Verbrechen. „Extreme Rechte“ sind für mich jene Vollpfosten in Springerstiefeln, die von einem germanischen Großreich fabulieren. Komischerweise findet man die eher selten im Netz. Wer aber, wie eine Bundestagsvizepräsidentin, Herrn Tichy als neurechten Journalisten bezeichnet, ist einfach nur blöd.

Der heilige Wahn

In ihrem heiligen Wahn, den Menschen wie Stegemann bis zum Exzess ausleben, gibt es keinen Unterschied zwischen einer demokratisch gewählten Partei und den armseligen Kreaturen der Neo-Nazi-Szene. Die aber sollte man schon machen, wenn man Demokratie verstanden hat. Während auf der einen Seite liberal- bis erzkonservative Abgeordnete sitzen, deren Parteiprogramm zum Teil von der alten CDU abgekupfert ist, feiern sich die (wenigen) Glatzen selbst im Suff. Extremisten beider politischer Lager sprechen sich stets gegen die Verfassung bzw. herrschende Ordnung aus.

Bei aller Kritik an der AfD, von deren Parteimitgliedern habe ich das noch nicht gesehen. Allenfalls etwas naive und weltfremde Parolen, über die man aber sachlich streiten kann, während von linken Extremisten nur „Deutschland verrecke!“ zu hören ist. Gewaltexzesse wie in beim G-20-Gipfel in Hamburg oder aktuell in Leipzig inbegriffen. Aber die hat der Autor sicher nur vergessen. Augen aufsperren hilft, lieber Mann. Dann klappt es auch mit der Wahrheit gleich viel besser.

(Halb)Wahrheiten

„Wenn man glaubt, dass Gesellschaft so funktioniert, dass alles Krieg, alles eine Totalentscheidung ist, dann ist auf einmal alles möglich, was für Liberale und Linke nicht möglich ist: Likes kaufen, Kommentare kaufen, Shitstorms organisieren, Trolling.“, hat Stegemann in einem Interview mit ZE.TT gesagt. Diese nur als naiv zu bezeichnende Sicht ist typisch für Menschen wie ihn. Auch für „Linke“ ist es jederzeit möglich z. B. Discord-Server zu betreiben oder bei Twitter oder Facebook zu „trollen.“

Auf dem linken Auge blind, ich empfehle gern meine Beiträge zum „Linksstaat Deutschland“, verharmlost er die Gewalt-Aktionen der Antifa und ihre Präsenz im Netz. Ja, Deutschland hat EIN Problem! Aber Antifa und AfD sind lediglich das Symptom dieser absichtlich herbeigeführten Spaltung der Gesellschaft, aber auf keinen Fall ihre Ursache.

(Über)Regional

Stegemann spricht an, dass sich immer mehr Menschen von den „etablierten Medien“ entfernen, was nach seiner Meinung auch die Schuld der „Rechten“ ist. Eigentlich sollte er es besser wissen und erkennen, dass die Schuld deren einseitige Berichterstattung ist. Von Migranten begangene Morde an deutschen Frauen als „regionales Ereignis“ abzutun oder gar zu verschweigen, aber die Hype um einen in den USA abgestürzten Ex-Basketball Star zu forcieren, stößt vielen sauer auf. Auch das war ein „regionales Ereignis.“ Aber wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe, ist nun einmal die Devise der GEZ-Medien, die sogar noch weitere Milliarden wollen.

Dass sie mit solchen Forderungen auf Unverständnis stoßen, kommt ihnen dabei nicht in den Sinn. Fast könnte man vermuten, dass dieses Geld für noch mehr staatliche Propaganda verwendet werden soll. Ein zweites Beispiel ist die Berichterstattung über regionale Wahlen in Italien. So hat die LEGA von Ex-Innenminister Salvini angeblich eine „krachende Niederlage“ hinnehmen müssen. Die Wahrheit sieht anders aus. Salvinis Bündnis hat die Wahl in Kalabrien gewonnen und kam in der Emilia Romagna auf 41 %, was einen Zugewinn von mehr als 10 % Prozent bedeutet. Wo nun die krachende Niederlage ist, würde ich gern wissen.

Feinde wie wir

Nun habe ich keine Ahnung davon, ob Greta Thunberg die Lieblingsfeindin der „Neuen Rechten“ ist, ich weiß nicht einmal was „Neue Rechte“ sind, aber die Hype um dieses kranke Mädchen kritisiere ich massiv. Übrigens auch die taz, lieber Herr Stegemann. Und das ist ein absolut „linkes Blatt.“ Was Stegemann so harmlos „fremde Mächte“ nennt, die Greta steuern, bezeichne ich als (beweisbar) Finanzeliten. Die natürlich auch für sein Einkommen verantwortlich sind, das hat der gute Mann offenbar vergessen. Stegemann und das sage ich an dieser Stelle klar, ist auf der „linken Seite“ genau das, was er am „rechten Lager“ kritisiert: Ein Influencer, der andere Meinungen verachtet und nur die eigene toleriert.

Diese gewollte Feindschaft, die Spaltung durch Religion und Politik, ist das Sahnehäubchen globaler Finanzpolitik. Vergleichen wir die Staaten und Völker mit Schachfiguren, mehr sind sie für die „Spieler“ nicht. Die werden auf jeden Fall gewinnen, egal ob „Links“ oder „Rechts“ Wahl für sich entscheiden. Beide Ideologien hatten wir allerdings schon, man denke nur an den gescheiterten Kommunismus und sein Pendant Faschismus. Nun soll es offenbar eine Art von totalitärem Öko- was auch immer -ismus sein, der die Welt zu neuer Blüte führen wird. Ein schöner Traum für Menschen wie Stegemann oder Robert Habeck.

Ausgetauscht

„Faschismus lebt von dem Glauben, man selbst stehe kurz vor der Vernichtung“, hat Stegemann gesagt. Ich habe keine Ahnung wo er Faschisten sieht, der Identitären Chef Martin Sellner ist mit Sicherheit keiner. Vor einer Weile habe ich mir Videos des Österreichers angesehen, die meiner Meinung nach viel zu populistisch und einseitig sind. Sellner meint es gut. Sein Fehler im Umgang mit den etablierten Medien ist unter anderem sein Fokus auf den großen Austausch (der Bevölkerung). Das entlockt Gegnern gleich mehrere Totschlagargumente und kommt bei normalen BürgerInnen schlecht an. Mir ist es im Prinzip egal was ihr in Deutschland / Europa treibt und ob ihr die grünen Weltverbesserer wählt, die lediglich (wieder) an die Fleischtöpfe wollen. Begreifen sollten aber immer mehr Menschen, dass dahinter eine Agenda steht.

Auch ein Donald Trump kann und wird nur wenig daran ändern. Trump, der stets ein Mitglied der Eliten war, handelt in einigen Punkten allerdings gegen deren Interessen. Bisher hat er einen neuen Krieg verhindert, seine Mauer wird gebaut und auch die US-Wirtschaft steht besser da, als noch vor Jahren. Die Regierung in Mexico stoppt mittlerweile ebenfalls tausende von gesteuerten Migranten, die aus Mittel- und Südamerika kommen. Der „March for Life“ war ein voller Erfolg, die USA werden offenbar wieder stärker konservativ.

Fazit: Stegemanns Buch hätte mir gefallen, wenn er über „Die Mobilmachung der Massen- Wie die Gesellschaft gespalten wird“ geschrieben hätte. Dazu könnte ich ihm tonnenweise Material liefern, das auf Beweisen beruht. Aber der Journalist ist und bleibt lediglich eine weitere Marionette, der die Welt nur mit seinen Augen sieht. Wünschen wir ihm, dass er in einer nahen Zukunft aufwacht und begreift, wer die eigentlichen Gewinner von Flüchtlingskrisen und Klima-Debatten sind.

Bild: Pixabay