Gedanken einer Ausländerin: Deutschland flog über das Kuckucksnest

Gedanken einer Ausländerin: Deutschland flog über das Kuckucksnest

Viele werden den Film „Einer flog über das Kuckucksnest“ kennen. Der Titel thematisiert die Abläufe einer geschlossenen psychiatrischen Anstalt im US-Bundesstaat Oregon und ihre Auswirkung auf den menschlichen Geist. Seit ich wieder in Deutschland bin, werde ich täglich an diesen Film erinnert. Auch hier komme ich mir wie in einem Irrenhaus vor. Die Leiter heißen Merkel, Wieler und Drosten, die Aufseher tragen die Namen Spahn und Gates. Aber wie hält man 80 Millionen „Irre“ in Schach? Man erfindet eine Pandemie.

Spielball der (Super)Mächte

Seit Jahren weise ich immer wieder auf die Gefahr hin, dass Deutschland zwischen China, Russland und den USA quasi zerrieben wird. Aber nur wenige hören zu, nur wenige wollen glauben, was offensichtlich ist. Ich fasse es noch einmal in wenigen Worten zusammen. Die USA, der Hegemon der letzten Jahrzehnte wankt. China ist der größte Gläubiger der USA, sein wirtschaftlicher Aufstieg kaum noch aufzuhalten.

Donald Trump weiß und kritisiert das seit vielen Jahren. Die Unfähigkeit vorheriger Präsidenten, sich gegen den alles beherrschenden Neoliberalismus aufzulehnen, hat ihn dann selbst ins Amt gebracht. Trump ist nicht der Dummkopf für den ihn viele halten. Man muss ihn als Mensch nicht mögen, um seine bisherigen Erfolge anzuerkennen. Seine Hauptleistung: Anders als sein Vorgänger Obama, hat er keinen Krieg begonnen. Aber das will niemand sehen. Stattdessen wird sich über seine Frisur lustig gemacht. Vielleicht sollten sich die Kritiker an die eigene Nase fassen und selbst in den Spiegel schauen. Das hätte was.

Trump ist selbst Teil der amerikanischen Finanz-Elite. Auf welchem Level, sei dahingestellt. Er will „sein Amerika“ erhalten und den Abstieg als Hegemon aufhalten. Ausgebremst wird er dabei von seinen „eigenen Leuten“, die hinter den (scheinbar) konkurrierenden amerikanischen Demokraten stehen. Das Ziel beider Seiten ist stets gleich, es geht um Macht und Geld und Geld und Macht. Nur der Weg zu diesem Ziel soll anders aussehen.

Spielball der (Super)Mächte 2

In Deutschland gehen die Uhren anders. Während große Teile der Wirtschaft auf den Handelspartner China setzen, steht Merkel unter amerikanischem Druck. Seit Jahren macht sie daher den Spagat und will beiden Seiten eine gute „Mutter“ sein. Die spannende Frage, die kaum abschließend beantwortet werden kann, macht sie wirklich Fehler oder folgt sie einem perfiden Plan?`Wobei ich mit „sie“ den größten Teil der deutschen Politdarsteller meine. Inklusive der „bösen AfD.“ Warum habe ich schon mehrfach erklärt.

Das große Problem der deutschen Wirtschaft, auch sie sind zum Teil eng mit den amerikanischen Finanz-Eliten verflochten, die aber andere Interessen verfolgen. Auch sie üben diesen Spagat, aber der amerikanische Druck wird immer stärker. Erste Warnungen hat man übersehen. Ich nenne als Beispiel den in den USA aufgedeckten VW-Diesel-Skandal. Russland, Putin lockt die deutsche Wirtschaft seit Jahren. Durch eine enge Zusammenarbeit mit Deutschland und damit auch der EU, würden Russland und China an den USA vorbeiziehen und der neue Hegemon Eurasien wäre geschaffen. Zumindest für eine Weile, dann beginnt der Zyklus von vorn.

Finanzen und Corona und …

Niemand kann mit absoluter Sicherheit sagen, ob das Corona-Virus wirklich in einem Labor entstanden ist, oder ob die (Fake-)Pandemie absichtlich ausgelöst worden ist. Zumindest bot sich einem Teil der Finanz-Eliten die einmalige Chance, ihre Pläne nun problemlos zu forcieren. Mit einer Welt in Angst, ist vieles möglich. Das sieht man im deutschen Irrenhaus. Aber können die Deutschen wirklich nicht anders, als sich gegenseitig zu denunzieren? „Mama schau mal, die da hat keine Maske auf!“ 

Deutschland ist in Gefahr, aber auch das wollen nur wenige sehen. Der Handelskrieg zwischen den USA und China wird noch härter werden. Ob es auch zu militärischen Auseinandersetzungen kommt, wird die nächste Wahl in den USA entscheiden. Dass ein demokratischer Präsident möglicherweise einen „lokalen Konflikt“ aufflammen lässt, der ganz zufällig in Europa spielt, ist durchaus wahrscheinlich. Ebenso ein Stellvertreter-Krieg, den Indien und China führen. Das Ziel: China soll „fallen“ und die USA als Hegemon so lange weiter bestehen, bis man die letzten Ressourcen der Erde unter sich aufgeteilt hat.

Ausblicke

Die deutsche Politik, die noch immer unter dem Einfluss der Amerikaner steht, muss sich zwingend davon lösen. In dieser Hinsicht bin ich noch immer eine „Linke“ und fordere sogar zum Ausstieg aus der NATO auf. Ein neutrales Deutschland, eingebettet in eine EWG, das wirtschaftlich auf die Zusammenarbeit mit China, Russland und den USA setzt, hätte eine gute Zukunft. Das war nun die kapitalistische Vision. Es gäbe noch die neo-marxistische Öko-Variante, aber dann fliegt Deutschland wirklich übers Kuckucksnest. Ein Mittelweg wäre besser. Angeführt von einer Querfront aus liberal-konservativen und sozialdemokratischen Kräften.

Der hegemoniale Zyklus – Wie die Welt wirklich funktioniert

Heute will ich eine kleine Märchenstunde halten. Zumindest werden viele das so sehen, die nichts von Ökonomie verstehen. Und eigentlich, ich liebe dieses Wort, ist es nur eine Interpretation von Ideen, die andere vor meiner Geburt aufgeschrieben haben.

Ein gewisser Robert Gilpin, den vermutlich nur ÖkonomInnen kennen, hat mit seiner Theorie des hegemonilalen Zyklus, die Weltpolitik auf eine wunderbare Art und Weise erklärt, die sich durchaus zur Interpretation der aktuellen wie der vergangenen Weltlage eignet. Gilpins Ansatz ist dabei nur einer von vielen, der aber hervorragend passt.

Elitär

Schon mehrfach habe ich darauf hingewiesen, dass wir von Eliten beherrscht und geleitet werden. Die PolitdarstellerInnen spielen dabei nur eine untergeordnete Rolle. Wenn überhaupt, so sind sie Angestellte der Eliten. Auch eine Frau Merkel und ein Herr Macron.

Ebenfalls habe ich schon mehrfach geschrieben, dass es keine Kapuzenträger gibt, die durch dunkle Gänge marschieren und dubiose Rituale abhalten. Der wirkliche Herrscher der Welt ist das Kapital (Wirtschaft, Neoliberalismus), das im Besitz einiger – im Verhältnis zur Gesamtzahl der Weltbevölkerung – weniger wirklich reicher Menschen (Familien / Konzerne) ist.

Aber Bilderberger und Illuminaten, Freimaurer und Tempelritter eigenen sich gleich viel besser, wenn es um die Darstellung abstrakter Theorien geht. Mitglieder der Politkaste sind dabei durchaus Mitglieder solcher Gruppierungen. Wirklichen Einfluss haben sie trotzdem nicht. Sie führen lediglich Befehle aus.

Die Mächtigen

Wer hat nun wirklich die „Macht im Staate?“ Zur Zeit ist es das transnationale Kapital. Tolle Neuigkeiten, oder? Weil, das haben wir doch alles schon gewusst. Wirklich? Bisher glaubten viele, dass „die USA“ die führende Macht gewesen sind und sich alles auf eine Neue Weltordnung (NWO) zubewegt.

Das stimmte auch und es stimmt immer noch. Mit dem Unterschied, dass „die USA“ ebenfalls nur den Interessen des Kapitals untergeordnet sind. Internationale Hegemonie ist demzufolge heute nicht mehr so sehr auf das Engagement eines weltweit führenden Nationalstaats, sondern in weitaus stärkerem Maße auf die Interessen und Strategien sozialer Kräfte, in vorderster Linie des transnationalen Kapitals zurückzuführen.

Die Nationalstaaten zu zerschlagen, einem Irrsinn der mit Europa praktiziert werden soll, wird ebenso die USA beinhalten. Und dagegen wehrt sich ein Herr Trump. Er, das darf bitte niemand vergessen, ist ebenfalls Mitglied der Eliten. Die Frage ist nur an welcher Position.

Sklaven des Geldes

Für ihn kommt wirklich „America first!“ Das versucht er umzusetzen, wird dabei aber von Gegenspielern innerhalb der (eigenen) Eliten torpediert und quasi eingenordet. Gibt es sie also doch, die geheimen Zirkel? Ja, aber so geheim sind die eigentlich nicht. Wir sprechen von den Vorständen transnationaler Konzerne, die mit einem Federstrich alles kaufen können. Wir sprechen von Spekulanten, von Hedge-Fonts, die wie Heuschrecken durch alle Länder ziehen und nur Gerippe von Firmen übrig lassen.

Auch den „tiefen Staat“ gibt es, aber selbst die Geheimdienste arbeiten nur im Sinn derer, die das transnationale Kapital vertreten. Die spannende Frage, ob diese Menschen ebenfalls Sklaven des Geldes sind, kann man eindeutig bejahen. Die Eigendynamik des Marktes treibt sie voran. Sie opfern bedenkenlos Staaten, die sich ihren Interessen entziehen oder überziehen sie mit Krieg, den sie der durch Meinungsmanagement verdummten Bevölkerung als alternativlosen Einsatz gegen „Terrorregime“ verkaufen.

Dazu bedient man sich der jeweiligen PolitikerInnen, die zum Teil wirklich an ihre Sache glauben, die man aber längst über die Wirtschaft (Arbeitsplätze) erpressbar gemacht hat. Ein nie enden wollender Kreislauf, der natürlich auf ständiges Wachstum setzt. Das aber von Ressourcen abhängig ist, sprich wie lange reicht noch das „Öl?“

Die aktuelle Dieselpolitik in Deutschland ist ein untrügliches Warnsignal, das nur wieder keiner versteht. Ist etwa das Ende des Ölzeitalters gekommen? Noch nicht, aber endlos wird es so nicht mehr weitergehen. Daher bereitet man sich schon, wenn auch zaghaft, auf eine andere Zukunft vor und enteignet quasi die deutschen AutofahrerInnen.

Der hegemoniale Zyklus

Der hegemoniale Zyklus nach Gilpin – Aufgearbeitet von Prof. Dr. Max Otte, kommentiert und ergänzt von mir.

1. Überlegenheit einer Macht aufgrund von politischen / ökonomischen / gesellschaftlichen Vorteilen – Rom, Großbritannien, USA, …? Man könnte ergänzend hinzufügen, dass „Rom“ in Form der Kirche/n noch immer (mit)regiert, was auch durchaus richtig ist.

Wie Roms Macht entstand und wie man sie erhalten hat, wird jeder wissen. Auch bei Großbritannien war das so. Mit dem durch den Zweiten Weltkrieg verursachten Niedergang Großbritanniens, haben sich die USA endgültig als Hegemon durchgesetzt.

2. Hegemoniale Phase – der Hegemon (USA) legt weitgehend die Regeln fest, aber (fast) alle profitieren (legitime Ordnung)

In den USA, mit ihrem nicht sonderlich ausgeprägten Sozialsystem, ticken die Uhren anders als in Europa und Deutschland. Der immer offener auftretende Neoliberlaismus in den USA beutet dort die Menschen immer mehr aus, viele Bürger sind hochverschuldet. Die soziale Marktwirtschaft in Deutschland, von der man sich in den letzten Jahren schleichend verabschiedet hat, milderte den Raubtierkapitalismus eine Weile ab.

3. Der Hegemon gewöhnt sich an seine Privilegien, neue Mächte steigen auf (Japan, China)

Ist ein Mensch satt, hat er vielleicht als Sportler alles erreicht, wird er oft träge. Das ist normal, niemand kann immer auf Hochtouren laufen und auch Motoren brauchen Pausen. Die Eliten der USA sind übersättigt und streiten sich nur noch untereinander, bzw. mit ihren Gegenstücken auf der anderen Seite der Welt.

4. Der Hegemon verteidigt seine Rolle immer aggressiver – Genau in dieser Phase befinden wir uns. Zwar angeschlagen, wie ein Boxer kurz vor dem Knockout, beißt der Hegemon nach allen Seiten um sich, wird sich aber nicht selbst retten können. Die schwindenden Ressourcen in der Welt wecken Begehrlichkeiten. Um den eigenen Lebensstandard zu erhalten, wird z. B. auf Sibirien geschielt. Der von einigen Kritikern propagierte „Kampf gegen die eigene Bevölkerung“ findet wirklich statt. Die Umverteilung des Geldes ist kaum noch zu verbergen.

5. Multipolarität, Instabilität, Krieg? – Wenn es China / Russland / Japan oder einer (Euro)Asiatischen Allianz gelingt die USA als Hegemon abzulösen, wird alles von vorn beginnen. Vorausgesetzt, dass ein (Atom)Krieg vermieden wird. Die Chancen stehen gut, die USA wackeln bedenklich.

Wann der alte Hegemon ab- und der neue auftritt, ist nicht in wenigen Jahren zu messen. Wir werden eventuell noch Zeugen von Umbrüchen werden, die hoffentlich keinen Krieg bedeuten. 

An dieser Stelle endet meine kleine Märchenstunde. Ob alles genau so ist wie ich es beschrieb, ob ich vielleicht nur Fantasien verbreitet habe, darf jeder für sich selbst entscheiden. Ich behaupte aber ganz selbstbewusst, dass man vieles genau so sehen kann.