Täglich nachgedacht #15

Täglich nachgedacht #15

Es bleibt kühl in Schweden, aber wir haben uns mittlerweile mit wärmerer Kleidung eingedeckt. Unser Aufenthalt wird vermutlich noch eine Weile dauern. Wolf hat Kontakt zu einem schwedischen Tuning-Experten hergestellt, der an einem Projekt verzweifelt ist. Der schon ältere 5er BMW, hat aktuell einen Getriebeschaden. Was fehlt sind Mechaniker, die können wir stellen. Das bringt wieder etwas Geld, vor allem aber Ablenkung für unsere Mechaniker, die seit Monaten gesund in Schweden sind. Keiner ist bisher erkrankt.

Wer den Schaden hat

Dass zur Zeit Deutschland, mit Sicherheit aber die Regierung Merkel, mehr als nur einen Getriebeschaden hat, scheinen immer mehr Menschen zu begreifen. Der friedliche Protest in Stuttgart am Wochenende spricht für sich. Natürlich ist das Politik und Medien suspekt und flugs hat man die Anzahl der Teilnehmer nach unten korrigiert und aus den Demonstranten „die üblichen Verdächtigen“ gemacht.

Einige davon waren dort, das ist richtig, aber in einer (Schein)Demokratie legitim. In der Summe versammelten sich aber normale Bürger, die besorgt sind und um ihre Grundrechte fürchten. Interessant dabei, dass nun ausgerechnet die BILD zögerlich Kritik an den Corona-Maßnahmen zu üben beginnt. Leider, aber auch das ist wieder typisch für dieses Revolverblatt, wird oft schon am nächsten Tag das genaue Gegenteil geschrieben.

Die Idioten sind unter uns

Viel geschrieben hat auch ein Mitarbeiter des BMI, dessen vernichtende Analyse der Corona-Maßnahmen für einigen Wirbel in Deutschland sorgt. Eilig bemüht man sich dort um Schadensbegrenzung. Der Mann wird vermutlich gefeuert, das Papier relativiert und als Tat eines Wirrkopfs diskreditiert. Über solche schreibt auch ein gewisser Michael Hanfeld bei der FAZ. „Covidioten sind unter uns“, lautet seine reißerische Überschrift. Das schaue ich mir gern genauer an.

„Linke, Rechte, verirrte Liberale, Antifa, Faschisten, Esoteriker, Impfgegner, Verschwörungstheoretiker … und mittendrin die AfD“ will der Schreiberling in Stuttgart, Berlin, Dortmund, Frankfurt, Köln, München und Nürnberg.gesehen haben. Der Mann muss wahrlich göttliche Kräfte besitzen, wenn er an allen Orten gleichzeitig war. Wie „die AfD“ es in die Mitte der Demonstranten schaffte, will sich mir auch nicht erschließen. Aber vielleicht meinte er einige AfD-Mitglieder. Kann ja mal passieren, wenn der heilige Zorn Überhand nimmt.

Der Fall

Bei der FAZ wird deutlich, wie sehr sich Deutschlands Journalisten für moralisch überlegen halten. Nur sie allein sind in der Lage, das dumme Volk zu belehren und auf den Pfad Merkelscher Tugend zu führen. Dass eine Demokratie von der Kritik lebt, dass Kritik niemals falsch sondern wichtig ist, dass mit medialer Bevormundung keine Aufklärung sondern das genaue Gegenteil erreicht wird, das lieber Schreiberling, haben Sie offenbar vergessen.

Noch dümmer als dieser System-Journalist, ist offenbar der Chef des RKI, der seine eigenen Zahlen nicht verstehen kann. Er behauptet steif und fest, dass die Reproduktionszahl (R) wieder gestiegen ist. Dazu Hanfeld: „Die Reproduktionszahl der Corona-Pandemie ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts von 0,65 auf 1,1 gestiegen. Das stellt die Lockerungen der Corona-Maßnahmen gleich wieder in Frage.“ Wer nachdenkt, was vielen offenbar Probleme bereitet, wird irgendwann auf den Zusammenhang von Demonstrationen und wieder verschärften Maßnahmen kommen.

Zahlenspiele

Es ist absolut irreführend, wenn das RKI von einer gestiegenen R-Wert spricht. In Wirklichkeit spiegelt das lediglich die Ausweitung der Tests wieder. Glaubt ihr nicht, ist aber leider so. Das RKI gibt das selbst zu:

„Ein weiterer Aspekt ist aber auch, dass in Deutschland die Testkapazitäten deutlich erhöht worden sind und durch stärkeres Testen ein insgesamt größerer Teil der Infektionen sichtbar wird. Dieser strukturelle Effekt und der dadurch bedingte Anstieg der Meldezahlen, kann dazu führen dass der aktuelle R-Wert das reale Geschehen etwas überschätzt.“

Offensichtlich soll die Bevölkerung in Deutschland weiter in Angst gehalten werden. Das zeigt Wirkung. Bei Umfragen liegt die CDU erstmals seit Jahren wieder bei 40%. Merkel als Managerin der Corona-Krise? Es bleibt spannend, das werden wir noch sehen.

Meinungen

Hanfeld beklagt den „aggressiven Reflex“ der vermeintlichen Demokratiefreunde gegen gewählte Volksvertreter und Journalisten. Für die Demonstranten bedeute Demokratie allein die Durchsetzung der eigenen Meinung. Ich musste tief Luft holen, als ich diesen Unsinn las. Wer setzt denn in Deutschland ständig seine Meinung durch und watscht Abweichler ab, werter Schreiberling? Ich helfe gern, die richtige Antwort zu finden: Sie und Ihre Kollegen, Herr Hanfeld! Warum ist offensichtlich.

Die Angst geht um in Berlin, man befürchtet einen Volksaufstand. Dem wird nun mit allen medialen Mitteln der Zahn gezogen, die Macher werden nach und nach „vernichtet.“ Da Ken Jebsen seit Jahren resistent gegen Denunziationen ist, wird sich ein schwächeres Glied in der Kette gesucht, das man bei „Widerstand 2020“ gefunden haben will. Victoria Hamm, die Mitgründerin der neuen Bewegung, hat bereits ihren Rücktritt erklärt. Ich könnte darauf wetten, dass es in diesem Stil weiter geht. Warum ist einfach zu erklären, es gibt keine Querfront beim Widerstand.

(Kein) Widerstand 

Prominentes Beispiel für die zerstrittenen Kritiker ist Henryk M. Broder, der ein Problem mit Jakob Augstein hat. Der wieder mag Roland Tichy nicht. Was bei den Journalisten beginnt, setzt sich bei den Widerständlern fort. Keiner traut dem anderen, man steht sich mit grimmiger Miene gegenüber. So wird das nix, meine Damen und Herren. Aber wegschauen hat Tradition in diesem Land.

Tradition haben auch verlinkte Webseiten am Ende von „Täglich nachgedacht.“ Teil 2 der „Japanischen Gespräche“ erscheint aus aktuellem Anlass einen Tag später.

Achgut.com: Anders Tegnell – Der Stachel im Fleisch der Corona-Politik

Achtgut.com: Das Corona-Papier (Titel gekürzt)

Tichys Einblick: Brisante Studie aus dem BMI (Teil 2)

Tichys Einblick: Brisante Studie aus dem BMI (Teil 3)

Täglich nachgedacht #14

Täglich nachgedacht #14

Der heutige Beitrag steht unter dem Motto „Die Grundrechte sind nicht verhandelbar.“ Darüber nachzudenken lohnt sich. Aber genau das machen viele nicht. Selbst zu denken fällt nämlich oft schwer und ist, mangels kritischer Hirnmasse, für viele ein Problem. Für diese Menschen haben andere das denken übernommen. Diese anderen nenne ich den politisch-medialen Komplex, der seit Jahrzehnten das öffentliche Leben dominiert. Böse Zungen könnten das Wort politisch auch mit militärisch ersetzen, das Ergebnis bleibt stets gleich.

Protestanten

Viele angeblich demokratische Staaten, haben in der sogenannten Corona-Krise, die Grundrechte ihrer Bürger massiv eingeschränkt. Nachdem sich die angebliche Pandemie immer mehr als überzogene Reaktion der herrschenden Klasse darstellt, begehren viele Bürger auf und fordern ein Ende der einschneidenden Maßnahmen. Das ruft natürlich die Verfechter des Glaubens auf den Plan. Die mit fetten GEZ-Gehältern gekauften „Faktenfinder“ wittern eine „rechte Verschwörung“, wenn einfache Bürger auf die Straße gehen.

Deutschlands traditionelle Linke schweigt. Statt sich solidarisch zu erklären und Schulter an Schulter mit den Bürgern zu stehen, werden verzweifelt Anhaltspunkte für eine „rechte Unterwanderung“ der Proteste gesucht. Einige wenige PEGIDA und AfD-Anhänger, werden als Beweis angeführt. Dümmer geht es kaum. Deutsche Behörden weigern sich aktuell noch immer mich ohne Quarantäne einreisen zu lassen. Sonst wäre ich in Stuttgart oder Berlin dabei und das ganz ohne jede Angst vor der Polizei. Die geht nämlich primär gegen (weiße) Bio-Deutsche vor. Als „Ausländerin“ konnte ich schon immer machen was ich will.

Opposition jetzt

Aber wie ist das nun mit den Protesten wirklich? Werden die gesteuert, läuft hier etwas völlig verkehrt? Sind es wirklich die von vielen befürchteten „Braunhemden“, die aus dem kalten Grab aufstehen und erneut mit Nagelstiefeln über Deutschlands Straßen marschieren? Zwar achte ich andere Meinungen, aber diese ist leider daneben. Wer sich jetzt nicht solidarisch zeigt, wird möglicherweise von einem aufkommenden Sturm hinweggefegt. Das sollte die traditionelle Linke bedenken, bevor sie „Nazi!“ in die Ohren mündiger Bürger schreit und sie in die Arme wirklicher Neo-Nazis treibt.

Die, das ist offensichtlich, formieren sich zur Zeit. Wer also keine Glatzen an der Spitze der Proteste sehen will, der sollte vielleicht den fetten Hintern bewegen und sich solidarisch mit einem Dr. Bodo Schiffmann oder Ken Jebsen zeigen. Beide vertreten nicht meine Interessen, als Japanerin habe ich kein Wahlrecht in Deutschland mehr. Trotzdem wäre ich an ihrer Seite, wo ist also euer Problem?

Meine Sicht

An dieser Stelle kommt mein ungeliebter harter Schnitt, an dieser Stelle nehme ich meine LeserInnen auf die Reise zu einer anderen Wahrheit mit. NPD und andere Neo-Nazi-Gruppen sind nachweislich vom Verfassungsschutz unterwandert, der diese Deppen künstlich am Leben hält und zum Teil auch finanziert. Was auch für die Hohlköpfe der Antifa gilt. Beide Seiten sind eigentlich „Brüder im Geiste“ und leben ihre wirren Träume im heiligen Kampf gegeneinander aus.

Die AfD ist eine unter anderem vom Milliardär August von Finck finanzierte und von der CDU geduldete Partei. Es gibt noch andere Geldgeber aus der Wirtschaft. Die zu finden ist nicht sonderlich schwer. Nazis im klassischen Sinn gibt es in der AfD keine. Allenfalls einen national-patriotischen Flügel, der gern das Overton-Fenster aufreißt. Aber auch das ist gewollt.

Krass ausgedrückt hat man die Wähler verarscht und gespalten. Auf diese Weise regiert es sich weiter ungeniert. Das Corona-Virus kam der deutschen Regierung recht. Dort wusste man vermutlich seit März um die nicht existierende Gefährlichkeit, die Maßnahmen gegen die Bürger haben also einen anderen Grund. Wie wäre es, die trüben Augen auf den Streit zwischen den USA und China zu richten?

KenFM: Die übertriebene Gefahr

Tichys Einblick exklusiv: Der Staat als Fake-News-Produzent (Titel gekürzt)

Ungereimtheiten

„Warum, wenn du nicht an Politik glaubst, setzt du dich so vehement für Deutschland und die Grundrechte seiner Bürger ein?“, werden sich vielleicht einige meiner LeserInnen fragen. „Verfolgst du vielleicht doch heimlich eine politische Agenda und wo stehst du überhaupt?“ Ich kann jeden beruhigen, der mich auf irgendeiner politischen Seite sieht. Wenn überhaupt, so stehe ich auf meiner eigenen Seite. Wenn überhaupt, stehe ich für Freiheit und Gerechtigkeit und gegen jede Art von Unterdrückung. Auch die der eigenen Meinung.

Mir geht es um Aufklärung, um eine andere, eine kritischere Sicht der Dinge. Ob ich das politische Kasperletheater in Deutschland noch länger kommentiere, ist zur Zeit ungewiss. Mein Fokus liegt eigentlich auf Japan, meiner Familie und den traditionellen Kampfkünsten. Da will ich wieder hin. Bevorzugt aber dann, wenn Merkel endlich weg ist und der Wind wieder anders weht.