Totentanz

Kalter Muttermund

Seelenloser Totentanz

Leblose Körper

 

Bild: Pixabay

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Ein Sommermärchen: Das Schweigen der Angela M.

Donnerstag, 28.07.2016. Die Kanzlerin aller Deutschen, hat zum Sommermärchen gebeten. Anders kann man ihre Wortblasen nicht bezeichnen, die sinn- und blutleer waren. Und Urlaub oder nicht, es ist der blanke Hohn, wenn sich eine Regierungschefin erst nach Tagen zu Terrorakten äußert.

Aber das ist verständlich. Ihre Ghostwriter mussten vermutlich zuerst die Rede schreiben und sie den Journalisten als Fragen diktieren. Kritik bleibt weiter unerwünscht, die (un)klare Linie wird weiter befahren.

Was hat uns das Märchen nun an Neuigkeiten gebracht, die wir nicht schon lange kannten? „Wir haben viel geschafft“, hat Frau Merkel gesagt. Aber wer ist wir? Die den sexuellen Übergriffen von Asylanten ausgelieferten Frauen? Die Verletzten aus Würzburg oder die Opfer von Ansbach?

Immerhin hat die Kanzlerin bemerkt, dass „wir uns im Krieg mit dem IS befinden.“ Für diese Spitzenleistung ihres Kadergestählten Denkvermögens sollte man ihr den Orden wider den tierischen Ernst verleihen. Noch komischer geht es kaum.

Verhöhnt fühle ich mich wirklich, als die Kanzlerin von „der Verhöhnung des Landes und der Flüchtlinge“ spricht und damit doch Würzburg und Ansbach aufzeigt. Schuldbewusstsein? Keine Spur. Warum auch. Sie folgt ihrem wirren Plan und zwingt Deutschland auf Kurs. Ohne Mutti geht das Schiff unter. Dass sie keiner mehr braucht, hat sie noch nicht bemerkt.

Aber sie sieht immerhin eine „große Herausforderung für die Gesellschaft“, wenn sie von den Terroristen spricht. Vermutlich die Herausforderung gedemütigt, beleidigt und ermordet zu werden. Das hat sie aber nicht gesagt. Dafür dann von „Recht und Gesetz“ gesprochen, „das eingehalten werden muss.“

Aber genau das tut keiner. Weder die Terroristen, noch die Kanzlerin selbst. Und schon gar keine Polizei, die Grapscher nur lächelnd verwarnt und (un)angekündigt Moscheen stürmt. Abschiebung bei Straftaten? Nein, das macht ein Deutschland nicht! Wir dulden natürlich auch weiterhin unsere Täter, die dann fröhlich in Hildesheim zur Moschee marschieren.

Dass Europa der Kanzlerin die Gefolgschaft verweigert ist bekannt. Daran ändern auch ihre ständigen Appelle nichts, die sie in Richtung Osten schickt. Weder Polen noch Ungarn denken im Traum daran, sich deutsch-französische Verhältnisse an Bord zu holen.

Die einzig gute Frage eines Journalisten „Was muss passieren, damit Sie einem Neustart nicht im Wege stehen?“, ließ die Kanzlerin unbeantwortet. Die Frage wird vermutlich von anderen gelöst. Die Leidtragenden bleiben weiter wir.

Nur der Wille zählt

Jeder Mensch hat einen Willen und ist in der Lage Entscheidungen zu treffen. Der Wille kommt von wollen sagt man. Und das ist so dumm wie falsch. Richtig ist: der Mensch hat einen Willen, der ihm ein freiheitliches Handeln ermöglicht. Aber nur in Grenzen.

Einen autonomen Willen zu haben heißt nicht, wir könnten machen, was wir wollen. Wäre dem so, wir würden empirischen Faktoren wie Lust und Neigung folgen. In Wirklichkeit machen wir die Gesetze, denen wir gehorchen, selbst.

Nun sehe ich schon meine LeserInnen verständnislos die Köpfe schütteln. Mayumi auf Drogen, oder durchgeknallt? Vielleicht einfach nur abgehoben, kreisend in Outer Space? „Faselei!“, wie Herr Kant zu sagen pflegte. Aber zugegeben hat mich der Philosoph Kant fasziniert.

Vielleicht steht auch die Frage im Raum, ob ich unter die Philosophinnen gegangen bin. Das kann ich klar verneinen. Wenn, so war ich dort immer schon, als kleine Schülerin der reinen Lehren von Ethik und Moral. Vermutlich lege ich sie anders aus, immerhin irrt der Mensch so lang er strebt.

Aber zurück zu den Gesetzen, zur Philosophie und dem (freien) Willen. Wenn wir heute das Wort Gesetz hören, so denken wir automatisch an einen Staat, eine Verfassung, eine Regierung. Vielleicht auch an die Justiz, an Gesetzeshüter. Und so falsch ist das nicht. Wir, die wir unsere eigenen Gesetze erlassen, sind sowohl Regierung als auch Ordnungsmacht.

Wir, die wir nach unseren Gesetzen leben, sind für uns verantwortlich. Aber sind diese Gesetze auch gut? Nein. Allein unser Wille ist es. Kant sagt dazu: „Es ist überall nichts in der Welt, ja überhaupt auch außer derselben zu denken möglich, was ohne Einschränkung für gut könnte gehalten werden, als allein ein guter Wille.“

Ist nun die Tat, die dem Willen nachfolgt, ebenso edel und gut? Die Almosen, die wir vielleicht einem Bettler geben? Nehmen wir an ein Paar – in diesem Fall Mann und Frau – ist in der Stadt unterwegs. Am Straßenrand sitzt ein Bettler. Die Frau, deren Herz der Anblick rührt, will ihm spontan (guter Wille) einige Münzen geben. Der Mann bemerkt dies und kommt ihr zuvor.

Kritische Beobachter der Szene werden nun sofort den Finger heben. Ich übergehe an dieser Stelle bewusst einige Punkte Kants, die für das Ergebnis nicht wirklich zählen und richte den Fokus auf Mann. Was waren seine Motive, das Geld zu spenden? War es wirklich sein guter Wille?

Die Antwort ist einfach, es ist ein klares NEIN. Es gab weder eine Neigung, noch eine Pflicht, das Geld zu geben. Allein die Hoffnung damit seiner Partnerin zu imponieren, um mehr Zuwendung zu bekommen. Die Handlung ist also nur in eigennütziger Absicht geschehen. Er will etwas erreichen.

Man könnte nun darüber diskutieren, ob er das aus taktischem Kalkül, oder doch aus Liebe tat. Gestehen wir ihm „In dubio pro reo – Im Zweifel für den Angeklagten“, zu. Auch Männer können lieben.

Als ich vor Jahren einen alten Mann vor Schlägern rettete, habe ich das nicht in eigennütziger Absicht getan. Ich habe spontan gehandelt, mit meinem guten Willen. Ich tat es, weil ich es kann, weil ich eine Notlage erkannte und meiner Neigung zu helfen entsprochen habe. Es war mein Wille, mein Gesetz. Und das ist gut.

Nun sind nicht alle unsere „Gesetze“ nach ethischen Maßstäben richtig. Aber im Gegensatz zum Tier, haben wir die Freiheit uns zu entscheiden. Und wir haben einen Verstand. Leider benutzen wir den oft manipulativ. „Ich tue etwas, um etwas zu erhalten.“ Das ist Eigennutz.

Nicht ganz uneigennützig, habe ich nun diesen Beitrag geschrieben. Ich wollte meine LeserInnen erreichen. In guter Absicht versteht sich! Und dieser gute Wille ist alles, was zählt.

Männer, Mörder, Homosexuelle – Afrikas Weg in die Homophobie

Viele Menschen träumen von Afrika, das angeblich die Wiege der Menschheit ist. Und Afrika hat wirklich viel zu bieten, die Schönheit des Landes ist legendär. Bewusst klammere ich die Armut aus, bewusst den Kampf um Bodenschätze. Denn seit einer Weile präsentiert sich Afrika als Vorreiter der Homophobie.

Nun kann ein ganzer Kontinent keine Schuld tragen, oder Verbrechen an der Menschlichkeit begehen. Das machen einmal mehr verbohrte (alte) Männer, die Schwule und Lesben als „abartig und anders“ ansehen. So geschehen nun im Tschad. Ein neues Gesetz sieht dort vor, Homosexualität ausdrücklich strafbar zu machen. Und da fasse ich mir an den Kopf.

Wo ist das Problem dieser alten Säcke, die vermutlich zig Frauen ihr eigen nennen, Patriarchen von eigenen Gnaden sind und Frauen als minderwertig ansehen. Ja, ich verurteile an dieser Stelle, ja ich klage an! Ich zeige mit dem Finger auf Afrikas Greise, die lebensfeindlich gegen die Liebe sind. Und das schlimmer noch, als der Rest der Welt.

Die Regierung im Tschad erklärt, man wolle mit diesem Gesetz die Familie schützen und die Wünsche der Gesellschaft erfüllen. Nun hat diese Gesellschaft dort kaum etwas zu sagen, demokratische Strukturen sind meist unbekannt. Zum Schein gewählte Diktatoren machen eigene Gesetze, die den Rest der Bevölkerung ungebildet und in Armut halten.

An Afrikas Problemen ist aber auch der Westen schuld. Man hofiert Regierungen und Diktatoren, um an Gold, Edelsteine und Erdöl zu kommen. Daher wird nur halbherzig mit dem Zeigefinger gedroht, wenn ein weiterer afrikanischer Staat Homosexuelle umbringt.

Denn darauf läuft es letztlich hinaus. Verfolgung, Internierung, Tod. Afrikas Gefängnisse sind kein Zuckerschlecken. Auch in Gambia und Uganda stößt man ins gleiche Horn. Auch dort sind es wieder Männer, die sich als homophob erweisen. Und immer wieder wird die Bibel zitiert. Will deren Gott ein Mörder sein?

Und Mörder sind diese Männer in Afrika, die ein Buch, einen Gott für ihre Zwecke benutzen. Ich warte nun auf eine Reaktion der restlichen Welt, auf mögliche Sanktionen. Nur glaube ich kaum, dass sie kommen werden. Wen interessiert schon ein homosexueller Mensch in Afrika?