Unter falscher Flagge – Syrien: Der Krieg, der keiner ist

„Giftgas Angriff in Syrien, Assad hat wieder Unschuldige ermordet!“, raunte es vor einigen Wochen durch den deutschen Medienwald. Schon Minuten nachdem der Vorfall bekannt wird steht für PolitikerInnen und JournalistInnen fest, wer der Täter ist.

Auch Donald Trump stellt sich vor laufende Kameras und verkündet, dass ihm Angriffe gegen Kinder persönlich nahe gehen. Das ist verständlich und menschlich, unverständlich bleibt sein folgender Befehl, der Raketen völkerrechtswidrig auf Syrien abschießt.

Sogenannte Experten überschlagen sich mit Erklärungen und Rechtfertigungen, wieso Trump so handeln musste. Allen voran der Geostratege George Friedman, der den Luftschlag natürlich begrüßt. Vermutlich weil er hellseherische Fähigkeiten hat, die Täter also kennt.

Auch die deutsche Verteidigungsministerin stößt ins gleiche Horn und rechtfertigt, als treue Verbündete, den Angriffskrieg der USA gegen Syrien. Dumm nur, dass bei einem Mord die Polizei oft Tage und Wochen braucht, um den Täter zu ermitteln. Vielleicht sollte man dort zukünftig den politisch-medialen Komplex der USA und Deutschlands fragen.

Assad, der Gute

„Moment mal!“, höre ich nun LeserInnen rufen, „der Assad ist doch ein übles Monster! Der schlachtet die eigene Bevölkerung und die muss vor ihm fliehen!“ An dieser Stelle kommt mein berühmter harter Schnitt. Ich hole tief Luft und erkläre einmal mehr die Welt. Mit Informationen, die sich jeder selbst hätte beschaffen können.

Assad ist kein Heiliger, das ist unbestritten. Aber das waren Saddam Hussein und Gaddafi ebenfalls nicht und „man“ hat sie Jahrzehnte im Amt geduldet. Wer? Die USA, die selbsternannte Weltpolizei, die, vertreten durch die CIA, schon 1949 die syrische Regierung stürzte.

Der Grund ist einfach, im März 1949 zögerte der demokratisch gewählte Präsident von Syrien, Shukri al-Quwatli, die Transarabische Pipeline zu genehmigen – ein amerikanisches Projekt, das die Ölfelder von Saudi-Arabien über Syrien mit den Häfen des Libanon verbinden sollte.

Zum Leidwesen der CIA war dieser Umsturz nicht von Dauer, weitere Putschversuche der CIA scheiterten und alle weiteren syrischen Regierungen suchten und fanden politische und militärische Unterstützung bei der Sowjetunion. Aber was hat das mit Assad zu tun?

Assad ist der momentan letzte Herrscher einer Reihe von Präsidenten, die wenig Sympathie für die USA empfinden. Und doch war es der gleiche Assad, der dem Westen jahrelang beim Kampf gegen Djihadisten zur Seite stand.

Assad, der Böse

Alles änderte sich, als Assad 2009 den „unverzeihlichen Fehler“ beging, dem Bau einer Gaspipeline von Katar nach Europa nicht zuzustimmen. Nun begann im Verborgenen, was im Syrienkrieg enden würde. Vielleicht hätten Katar, die Saudis und die USA Assads Haltung akzeptiert, aber sein nächster „Fehler“, war die Zustimmung einer „islamischen Pipeline“ aus dem Iran.

Dazu muss man wissen, dass sich Katar und der Iran das weltweit größte Naturgasvorkommen teilen. Aber im Iran ist die Mehrheit der Bevölkerung Shiiten und bekanntlich ist der Iran ein „Feind“ der USA. Bashar al-Assads Familie gehört zu den Alawiten, einer muslimischen Strömung, die dem schiitischen Lager zugerechnet wird. Dämmert langsam was?

Die Saudis (Sunniten) und Katar fahren auf dem neoliberalen Zug. Sie wollen Geld und ihren Einfluss stärken. Und sie mögen die Shiiten nicht. Zusammen mit ihren „Brüdern im Geiste“, den Eliten der USA und Europas, schmiedeten sie einen Plan zum Sturz Assads. Aus dem, für arabische Verhältnisse, liberalen Herrscher, wurde ein Schlächter des eigenen Volkes gemacht.

Warum liberal? Im Westen und den USA glaubt man wirklich, das moralische Recht zur Durchsetzung der Demokratie zu haben. Im Namen eines Gottes, haben Europäer ganze Völker umgebracht.

Dass wir eigentlich von einer Oligarchie sprechen müssten, wird dabei gern übersehen. Der durch die Reformation und Aufklärung verweichlichte Westen prangert also Folter und harte Strafen in jenen Ländern an, die außerhalb der Phalanx amerikanischer Vasallenstaaten stehen.

Stattdessen frönen sie dem amerikanischen Staatsterrorismus, den wir seit Jahrzehnten sehen. Und wenn im saudischen Fernsehen Hinrichtungen übertragen werden, wird das im Westen verschwiegen. Das ist bei „Freunden“ so üblich. Geld (Öl) regiert nun mal die Welt.

Der Journalist, Bob Parry, hat seine eigene Einschätzung von Assad: „Niemand in dieser Region hat saubere Hände, aber in den Bereichen Folter, Massentötungen, Unterdrücken bürgerlicher Freiheiten und Unterstützen von Terrorismus ist Assad viel besser als die Saudis.“

Der Krieg beginnt

Im Frühjahr 2011 gab es kleine, friedliche Demonstrationen in Damaskus gegen die Repressionen des Assad-Regimes, die überwiegend Ausläufer des Arabischen Frühlings waren. Die CIA war damals bereits in Syrien und dürfte zum Teil hinter diesen Demonstrationen stecken.

Nun kam es zu der Idee, aus diesen Demonstrationen einen bewaffneten Aufstand zu machen. Katar investierte drei Milliarden Dollar in den Aufbau des Aufstands und lud die USA ein, Aufständische in den US-Militärbasen in Katar zu trainieren.

Auf Wikileaks veröffentlichte Dokumente des saudischen Geheimdienstes zeigen, dass die Türkei, Saudi Arabien und Katar ab 2012 radikale sunnitische Djihadisten aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern bewaffneten, trainierten und finanzierten, um einen Sturz von Assad zu erreichen.

Das ging soweit, dass am 4. September 2013 der amerikanische Außenminister John Kerry bei einer Anhörung im Kongress erklärte , dass sich die sunnitischen Königreiche angeboten hätten, die Kosten für eine US-Invasion in Syrien zu übernehmen, um Assad zu stürzen.

Der politisch-mediale Komplex verkaufte das ganz anders. Dort war es „das syrische Volk“, das sich gegen Assad erhob. Aber die Syrer haben mit diesem Krieg kaum etwas zu tun. In ihrem Land wird lediglich ein Stellvertreterkrieg geführt. Unterhält man sich mit gebildeten Syrern wird schnell klar, dass sie zwar Assad nicht mögen, aber in den USA den wahren Feind sehen.

Im Westen nichts Neues

„Dumm geboren und nichts dazu gelernt!“, ist ein Satz, der bei hitzigen Auseinandersetzungen gern fällt und den ich so für den Westen, für Deutschland übernehmen muss. Zwar werden wir seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs entsprechend konditioniert, aber Manipulationen bleiben immer durchschaubar.

Um das zu verhindern springen die Medien ein, die uns bunte Fernsehbilder von „glücklichen Familien“ liefern. Gern auch Quotenqueer, das trifft den Zeitgeist wunderbar. Schlagersternchen trällern ihre Lieder und Prostata Portalis nimmt uns mit ins Schnattercamp. Selbst denken? Fehlanzeige! „Ich kann nur Handy und Facebook, Alder!“

Beste Voraussetzungen dafür, nun deutsche Soldaten nach Syrien zu schicken. Als Alibi dient(e) auch der sogenannte Islamische Staat (IS). Der Westen muss also aus moralischen und humanitären Gründen einerseits gegen Assad und andererseits gegen (die vom Westen und der Türkei mit Waffen versorgten und aus dem Ruder gelaufenen) Kämpfer des IS vorgehen.

Der ehemalige US-Präsident Obama hat das nicht gemusst. Und wenn, dann war es halbherzig. Im Gegensatz zu Trump, der die CIA massiv attackierte, hat die nämlich Obama vor einem Einsatz gegen Assad gewarnt, als 2013 ein Angriff mit Giftgas gegen die Bevölkerung erfolgte. Heute ist klar warum. Viele Indizien deuten darauf hin, dass der türkische Geheimdienst das Gas an die Terrororganisation Al-Nusra lieferte. Die damit Kurden töteten. Und das ist im türkischen Interesse.

Trump ist scheinbar in die Falle der CIA (Eliten) gelaufen, die wussten wie impulsiv er reagieren wird. Ob man seinen Angriff auch als Drohung bzw. Machtdemonstration in Richtung Chinas deuten kann, ist eine weitere Überlegung wert. Aber die ist dann nicht in Trumps eigener Denkfabrik entstanden. Hinterfragen kann man auch, warum die Hälfte der Raketen ihr Ziel „verfehlte.“

Die russische Rolle

Russland beliefert Europa mit Gas und hat kein großes Interesse an der „Katar-Pipeline.“ Man fürchtet finanzielle Einbußen. Der „Iran-Pipeline“ hätte man vermutlich zugestimmt, in diesem Fall hätte es Preisabsprachen gegeben.

Russland, China und der Iran fürchten den Einfluss des Westens beim Fall Assads. Daher halten sie ihn mit allen Mitteln an der Macht. Gleichzeitig müssen sie aber auch den IS bekämpfen, radikale Djihadisten braucht kein Land. Dass die syrischen Rebellen überwiegend aus Djihadisten bestehen, wird im Westen gern übersehen.

Russland, das nur über wenige Militärbasen auf der Welt verfügt, hat zwei Stützpunkte in Syrien. Auch die werden mit dem Einsatz russischer Bomber geschützt. Leidtragender ist oft die syrische Bevölkerung. Aber amerikanische Flugzeuge töten noch mehr Syrer, was im Westen verschwiegen wird. Aus der bombardierten Schule macht man dann eine Brutstätte für Terroristen. Zynischer geht es kaum noch.

Wer bei diesem kleinen Überblick den Durchblick verloren hat, der ist in bester Gesellschaft. Man muss sich eigentlich nur so viel merken, dass es um geopolitische Interessen, etwas religiösen Wahn und sehr viel Geld geht und der „Krieg“ in Syrien niemals einen humanitären Hintergrund hatte.

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Das Imperium schlägt zurück oder die Angst der Eliten

Dieser Beitrag knüpft nahtlos an „Der programmierte Mensch“, „Hier spricht der Staatsfunk!“, „Das Schweigen der Lämmer“, und Der Unsichtbare – Neoliberalismus in der Kritik“ an. Wer diese Artikel nicht kennt, sollte sie vorher in genau in dieser Reihenfolge lesen.

Anders als zuvor, werde ich mit den vorliegenden Fakten stärker auf den durch die Eliten geschaffenen politischen Zeitgeist eingehen, diesen kritisch beleuchten und auch die angebliche Medienkompetenz in Frage stellen.

Dabei geht es weniger darum LeserInnen „auf Kurs zu bringen“ oder von meiner Meinung zu überzeugen. Einzelne Punkte kann man immer anders sehen. Aber in der Summe sollte eine kritischere Weltsicht hilfreicher sein, als die völlige Teilnahmslosigkeit.

Die Welt im Krieg

Dass sich die Welt im Krieg befindet, habe ich am Beispiel der USA bereits hinreichend belegt. Diese Kriege dienen ausschließlich amerikanischen Interessen. Das geflügelte Wort von „humanitärer Hilfe“ ist ein schönes Märchen.

Weder der Einsatz in Libyen noch in Syrien, haben der Welt mehr Sicherheit und Stabilität gebracht. Es geht um die knapper werdenden Ressourcen. Wer Gas und Öl kontrolliert, der kontrolliert auch mögliche Gegner. So einfach ist das.

Hinter diesem offenen Krieg, der auch als „Hard Power“ bezeichnet wird, gab es stets den unsichtbaren Krieg, den auch die Geheimdienste ausfechten. Deren Methoden basieren sowohl auf „Hard Power“ (Gewalt), wie auch der „Soft Power“, dem Meinungsmanagement.

Dass es daneben noch einen Krieg „von oben nach unten“, sprich von Eliten gegen das eigene Volk gibt, wird erfolgreich verschleiert. Aber ruft man sich die Entwicklung der letzten Jahre ins Gedächtnis, an dieser Stelle muss man für Deutschland die Agenda 2010 nennen, wird vielleicht deutlich worum es geht, die Umverteilung des Kapitals.

Trotz sprudelnder Steuereinnahmen, haben wir eine hohe Arbeitslosigkeit. Offizielle Zahlen, die das Gegenteil beweisen, sind durch statistische Tricks entstanden. Jeder BWL-Student lernt schon früh, wie das funktioniert.

Steuererleichterungen, Investitionen für Bedürftige, das alles bleibt ein schöner Wunsch. Aber wenn die USA mehr Geld für Rüstung fordern, wird das sehr schnell abgenickt.

Wissen ist Macht

„Das was wichtig ist erfahren wir nicht und was wir erfahren ist nicht wichtig“, lautet ein Satz, über den es sich nachzudenken lohnt. Trotz Internet und Rundfunk kommen viele Informationen bei der Masse nie oder nur fragmentiert an.

Man sollte sich davor hüten, Fernsehnachrichten als repräsentativen Querschnitt der Wirklichkeit zu sehen. Aber in Unkenntnis von Empörungs- und Meinungsmanagement glaubt „Otto Normalbürger“ lieber jenen Medien, die ihm täglich eine weichgespülte Realität präsentieren.

Nehmen wir als Beispiel die Tagesschau. Dort werden in 15 Minuten ausgesuchte und meist negative Neuigkeiten präsentiert. Aber interessieren wir uns wirklich dafür? Wer kennt noch alle Neuigkeiten von gestern oder letzter Woche? Keiner? Das ist schwach.

Fernsehen und Radio laufen oft nur nebenbei und doch werden wir dauerberieselt. Zwar können wir uns nicht an die Nachrichten erinnern, aber das negative Bild von was auch immer bleibt.

Bild dir (d)eine Meinung

Ich möchte, dass jeder nun folgenden Test für sich macht.

  1. An eine Banane denken.
  2. An die Sonne denken.
  3. An das Meer denken.
  4. An einen Polizisten denken.
  5. An einen Terroristen  denken.

Hat jeder die Bilder gesehen? Wen sehen wir, wenn wir an einen „Terroristen“ denken? Ist es Guy Fawkes, der vor einigen Jahrhunderten das englische Parlament sprengen wollte oder vielleicht ein bärtiger Muslim mit AK 47 Sturmgewehr, der „Allahu akbar!“ ruft und Menschen massakriert?

Medien und Eliten haben mit gezieltem Meinungsmanagement dafür gesorgt, dass wir spätestens seit 9/11 (Terroranschlag in New York) Muslime als Terroristen, sprich Gegner sehen. Dass die meisten friedlich sind, wird dabei verschleiert.

Die USA brauchen Gegner, um ihre Rüstungsindustrie anzukurbeln und um, wie bereits erwähnt, Gas und Öl zu kontrollieren. Zufällig liegt das meiste davon in muslimischen Staaten. Und schon ruft man zum Kampf der Religionen auf.

Religion als Waffe

Unabhängig davon, wie man selbst zu Religionen steht, Christentum und Islam werden aufeinander gehetzt. Das ist recht einfach, beide Formen haben radikale Elemente und es gibt alte Vorurteile, die durch Meinungs- und Empörungsmanagement wieder aufgebrochen sind.

Während das Christentum eine Reformation erlebte und durch die Aufklärung in der Summe toleranter wurde, ist das beim Islam noch nicht geschehen. Daher ist es viel leichter gläubige Muslime in einen Krieg zu hetzen, den eigentlich niemand will. Außer den USA, die davon profitieren.

Dass es dabei zu Selbstläufern kommen kann, steht auf einem anderem Blatt. Einmal losgelassen, wird ein scharf gemachter Kettenhund jeden beißen.

Großbritannien hat Indien lange beherrscht. Nicht durch eigene militärische Stärke, aber durch geschickte Geopolitik. Man hat verfeindete Fürsten gegeneinander aufgewiegelt. Genau das machen auch die USA. Und Religionen sind dazu perfekt.

Im Westen ist das anders. Dort werden uns „Beweise“ präsentiert, dass es im Irak Chemiewaffen gab und durch irakische Soldaten in Kuwait Säuglinge getötet worden sind. Beides war gelogen, hat aber zum Erfolg (Krieg) geführt.

Die Kontrolle

Wie erfolgreich die Masse kontrolliert wird, soll eine Umfrage vom Oktober 2016 zeigen. Anhänger der Volksparteien sind zu 55% bis 60% zufrieden mit der Regierung.

Einer Umfrage der Forschungsgruppe Wahlen vom September 2016 zufolge, würden 68% der Bürger die Volksparteien CDU/CSU, SPD und GRÜNE wählen. Der größte Teil des Staatsvolkes ist also der Auffassung, dass Wohl des Volkes sei bei den gegenwärtigen politischen Parteien in guten Händen.

Es handelt sich dabei um eben jenes Volk, das weitere muslimische Zuwanderung zu 53 % ablehnt und die Altparteien für die gegenwärtige politische Situation (Terroranschläge) verantwortlich macht.

Einen Großteil der Bevölkerung scheint es nicht zu interessieren, dass der Sozialstaat zertrümmert wird, die Kanzlerin geltende Gesetze aushebelt und 50 Milliarden Volksvermögen in die Bankenrettung gesteckt worden sind. Von den Krediten für Griechenland ganz zu schweigen.

Andererseits ist bereits die Fragestellung eine Manipulation. „Gegenwärtig“ impliziert natürlich sozialen Wohlstand, den noch existierenden Mittelstand und Meldungen zu sprudelnden Steuereinnahmen. Dass diese Einnahmen nicht zur Entlastung der BürgerInnen beitragen, wird unsichtbar gemacht.

Die Gehirnwäsche

Ich habe in einem anderen Beitrag vom linken Virus gesprochen, den man den Deutschen eingepflanzt hat. Wobei Ideologien austauschbar sind. Besonders Frauen hat man gezielt auf Kurs gebracht und durch die Vermittlung von Emotionen zu glühenden Verfechterinnen des linken Spektrums gemacht.

Hämmere ich 70 Jahre lang fast täglich das Wort „Schuld“ auf eine Nation, zeige ich immer und immer wieder die gleichen Bilder, ist das eine extreme Form der Manipulation. Im Endeffekt nichts weiter als Propaganda, die man „sanft“ einsetzt.

Dazu Professor Dr. Rainer Mausfeld: „Soft Power ist das gesamte Spektrum von Techniken, die öffentliche Meinung zu manipulieren. Vermittlungsinstanzen für diese Formen der Machtausübung sind – unterstützt durch Stiftungen, Think Tanks, Elitenetzwerke und Lobbygruppen – insbesondere private und öffentliche Medien, Schulen und der gesamte Erziehungs- und Ausbildungssektor sowie die Kulturindustrie. Die Wirkungen von Soft Power-Techniken sind für die Bevölkerung weitgehend unsichtbar; es ist also kaum mit Protesten gegen diese Formen der Indoktrination zu rechnen.“

Nachzulesen sind diese Techniken unter anderem in dem 2005 erschienenen Buch „Soft Power“ von Joseph S. Nye und dem 2009 erschienenen Buch „Nudge“ von Cass Sunstein und Richard H. Thaler. Nye ist ein einflussreicher Politologe, Politiker und Mitglied zahlreicher Think Tanks. Der Clou dabei, diese Informationen sind für jeden einsehbar. Aber fast niemand kümmert sich darum. Auch das ist gewollt.

Der amerikanische Politikwissenschaftler und Propagandatheoretiker Harold D. Lasswell (1902 – 1978) hat schon 1930 in der „Encyclopedia of the Social Sciences“ folgendes auf den Punkt gebracht: „Meinungsmanagement ist kostengünstiger als Gewalt, Bestechung oder irgendeine andere Kontrolltechnik.“ Sind die Linken also nur ein Trick?

Die Parteienlüge

Man könnte durchaus sagen, dass es aktuell weder echte Linke noch Rechte gibt und diese Schlagworte lediglich die neoliberale Ideologie verschleiern, der wir alle unterworfen sind. Natürlich mit offiziellen Unterschieden. Das macht man so, um dem Volk die Illusion der Wahl zu lassen.

Emotional aufgeladene Menschen, die sich zu aktiven Gruppen versammeln, werden oft geschickt von charismatischen Figuren instrumentalisiert und für die Zwecke der Eliten in eine bestimmte Richtung gelenkt.

Nur wenige Menschen erkennen das sofort, die meisten folgen blind. Und wenn es in der Zeitung steht, wenn der nette Tagesschausprecher darüber schwadroniert, dann muss es doch die Wahrheit sein.

Kritisch betrachtet sind es genau diese Massenmedien, die Parteien seit Jahrzehnten in verschiedene Lager stecken, die gegeneinander ausgespielt werden. Und plötzlich entsteht aus der ursprünglich hohen Motivation zum Guten, der Nährboden für extremistische Entwicklungen.

Die so geschaffenen Linken und Rechten, die beide zur gleichen gesellschaftlichen Gruppe gehören, werden vom bestehenden sozialökonomischen System materiell ausgebeutet. Statt mit- kämpfen sie nun gegeneinander. Sieger gibt es auf dieser Ebene keine, die wahren Sieger sitzen anderswo.

Aber sind die Politdarsteller (Parteien) nun selbst Mitglied der Eliten oder wie im Fall des ehemaligen Bundespräsidenten Gauck nur Handlanger? Joachim Gauck, am 19. Juli 2016: „Die Eliten sind gar nicht das Problem, die Bevölkerungen sind im Moment das Problem.“

Dazu wieder Professor Mausfeld: „Nur damit keine Missverständnisse entstehen: Der Bundespräsident gehört nicht zu den Machteliten, sondern zum Personal der Machteliten.“

Spurt er nicht, wird er ausgetauscht. Zwei (drei) Beispiele hatten wir bereits. Und das kann man auch mit Regierungen machen. Die USA haben einige Übung darin.

Direkte Demokratie

Der Verfassungsrechtler Professor Dr. Hans Herbert von Arnim gilt als scharfer Kritiker von Staat und Parteien. Nachzulesen in seinem 2008 erschienen Buch „Die Deutschlandakte.“ Aber auch das hat natürlich wieder niemand gemacht.

Professor von Arnim geht unter anderem hart mit der ständigen Erhöhung der Diäten ins Gericht. Wer seinen Worten folgt könnte das auch Selbstbedienung nennen. Aber es geht weniger um Geld, als vielmehr darum keine Wahl als BürgerIn zu haben, wenn es um die Kandidaten geht.

Nicht die Bürger, die Parteien entscheiden, wer in Land- oder Bundestag kommt. Der Wähler hat nur brav sein Kreuz zu machen und wird dann von oben nach unten zu Tode regiert. Direkte Demokratie sieht völlig anders aus. Unsere ist schon lange zu Grabe getragen.

Warum wählt das Volk keinen Bundespräsidenten? Auch das haben nur wenige auf dem Tablett. „Die da oben machen das schon“, wird meist gesagt und die nächste Flasche Bier geköpft.

Professor von Arnim: „Das Grundübel unserer Demokratie liegt darin, dass sie keine ist. Das Volk, der nominelle Herr und Souverän, hat in Wirklichkeit nichts zu sagen. Besonders krass ist es auf Bundesebene entmündigt, obwohl gerade dort die wichtigsten politischen Entscheidungen fallen.

Jeder Deutsche hat die Freiheit, Gesetzen zu gehorchen, denen er niemals zugestimmt hat; er darf die Erhabenheit des Grundgesetzes bewundern, dessen Geltung er nie legitimiert hat; er ist frei, Politikern zu huldigen, die kein Bürger je gewählt hat, und sie üppig zu versorgen – mit seinen Steuergeldern, über deren Verwendung er niemals befragt wurde. Insgesamt sind Staat und Politik in einem Zustand, von dem nur noch Berufsoptimisten oder Heuchler behaupten können, er sei aus dem Willen der Bürger hervorgegangen.“

Verschwörung oder Wahrheit?

Vermutlich werden nun einige LeserInnen skeptisch sein und / oder den Beitrag als „typische Verschwörungstheorie“ abtun. Aber wer Fakten ignoriert, wer sich keine eigenen Gedanken macht, wer nur nachplappert, was ihm der durch Zwang finanzierte (GEZ) Staatsfunk präsentiert, sollte sich kein vorschnelles Urteil erlauben.

Professor Mausfeld: „Der Soziologe C. Wright Mills stellte schon in den 60er Jahren in seinem Klassiker „The Power Elite“ fest: „Der öffentliche Diskurs, der zur Demokratie gehört, ist mittlerweile ersetzt worden durch eine skrupellose psychologische Kriegsführung.

Die Techniken dieser psychologischen Kriegsführung gegen die Bevölkerung sind in den seither vergangenen 50 Jahren in einer für den einzelnen kaum noch überschaubaren Weise weiterentwickelt und verfeinert worden.

Dadurch verfügen die Eliten über ein profundes und umfassendes Wissen über die Eigenschaften unserer Psyche und unseres Geistes, die sich für Manipulationen eignen, während das Manipulationsobjekt, das Volk, nicht einmal eine auch nur halbwegs angemessene Vorstellung davon hat, welche ‚Schwachstellen‘ des menschlichen Geistes in welcher Weise von den Eliten für eine Manipulationen von Meinungen und Gefühlen genutzt werden.“  

Auch das wird nur wenige überzeugen, haben sie doch ihren freien Willen. Aber es ist fraglich wie frei der wirklich ist, wenn Menschen schon als Kind programmiert worden sind. Was wäre, wenn mehr Leute genau darüber nachdenken würden? Der Artikel „Der programmierte Mensch“ zeigt in Teilen, wie manipuliert werden kann.

Professor Mausfeld spricht vom „Kopf in Ketten“, ein Vergleich der wirklich treffend ist. Aber wer sagt uns, dass nicht auch er oder ich (falsch) konditionierte Lämmer sind? Niemand. Aber dann sollten Kritiker und Zweifler dazu in der Lage sein eigene Fakten vorzulegen.

Die neue Welt

Manipulation durch die Eliten gab es schon in der Antike. Eigentlich überall dort, wo eine kleine Gruppe über die Masse herrscht. Nur die Methoden haben sich geändert. Was früher nur mit „Hard Power“ (Gewalt) möglich war, wird heute „soft“ betrieben.

Ich möchte das am Beispiel Deutschlands, der Massenzuwanderung und dem sich ausbreitenden Islam(ismus) demonstrieren. Seit einigen Jahrzehnten ist Deutschland immer mehr zu einem Einwanderungsland geworden. Als aus Japan stammende Deutsche muss ich das wissen, ich bin schließlich auch hier angekommen.

Um nun die Bevölkerung geschickt auf die großen Veränderungen vorzubereiten, wird uns das Bild vom hochqualifizierten „Ausländer“ präsentiert, den man in Deutschland aufgrund des Geburtenrückgangs dringend benötigt. Dass auch das nur die halbe Wahrheit ist, hat fast niemand hinterfragt.

Als sich diese Maßnahme als unzureichend erwies, hat man uns 2015 die Bilder weinender Kinder und Frauen gezeigt, die vor (vom Westen selbst angezettelten) Kriegen (Syrien, Libyen, Afrika) nach Deutschland fliehen müssen. Bemerkt jemand den Fehler?

Für die auf diese Weise emotional konditionierte Bevölkerung bleiben die Verursacher der Kriege unsichtbar. Salopp ausgedrückt war auch der „heilige Obama“ nur ein Kriegsverbrecher. Zweifler schauen sich bitte die Zahl der Toten während seiner Präsidentschaft an.

Der „Staatsterror“ der USA legitimiert sich mit dem Argument, dass man gegen den “ internationalen Terrorismus“ vorgehe. Zwar hat man den oft genug selbst geschaffen, aber das bleibt für den „dummen Bürger“ unsichtbar. Der sieht nur hungernde Menschen und weinende Kinder. Und schon öffnet sich das Portemonnaie.

Heutige Kriege haben einen Grund, die Umverteilung der Ressourcen und die Zerschlagung der alten, nationalen Staatsgebilde. Der (scheinbare) Kampf „Links“ gegen „Rechts“ könnte dabei ebenso gesteuert sein, wie alles was die Eliten planen.

Bewusst schreibe ich „könnte“, da hier gewisse Zweifel bestehen. Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, auch die sogenannten „Rechten“ sind entweder Teil der Machteliten oder deren Handlanger. Nur ein Teil ihrer Motive ist anders.

Wir erleben also möglicherweise einen „Krieg der Eliten“, die um die Vorherrschaft ringen. Am Endergebnis wird sich nichts ändern. Beide wollen (haben) die totale Macht. (Kontrolle)

Wer sind nun diese mysteriösen Eliten? Handelt es sich dabei um Geheimgesellschaften, die in wallende Gewänder gehüllt durch düstere Hallen schreiten? Wenn überhaupt, so sprechen wir vom internationalen Kapital, den Banken, Großkonzernen und Lobbyisten, die sich PolitikerInnen als Handlanger halten.

Kontrolle durch Denunziation

Wem das zu abstrakt ist, wer diesen Gedanken nicht folgen möchte, für den breche ich es von der Metaebene auf ein allgemeines Beispiel herunter, am Beispiel der AfD und der deutschen Regierung. Regierung deshalb, da es zwischen den Koalitionspartnern keine nennenswerten Unterschiede gibt.

Die AfD ist ein Dorn im Auge der Herrschenden. Wir haben bereits gelernt, dass wir durch „Soft Power“ manipuliert und konditioniert werden. Man könnte auch von kognitiver Mentalvergiftung sprechen.

Dass die greift wird an den hasserfüllten Kommentaren deutlich, die sich wie ein roter Faden durch die sozialen Netzwerke ziehen. Es geht auch weniger um Parteien, die AfD ist lediglich als Beispiel zu sehen. Denunziation funktioniert immer und überall.

Dazu wieder Professor Mausfeld: „Eine weitere Klasse kognitiver Mentalvergiftung stellen Denunziationsbegriffe und Diffamierungsbegriffe dar. Unter solchen Begriffen erfreuen sich gegenwärtig Begriffe wie ‚Querfront‘, ‚Verschwörungstheorie‘, ‚Antiamerikanismus‘, oder ‚Populismus‘ besonderer Beliebtheit bei den Macht- und Funktionseliten. Diese Begriffe haben eine perfide Logik:

Sie beruhen auf einer bestimmten Form einer gedanklichen Verklammerung unterschiedlicher Themenbereiche, durch die suggeriert wird, zwei gänzlich unabhängige Themenbereiche seien gleichsam ihrem Wesen nach miteinander verwoben.

Auf diese Weise sollen speziell Themen, deren öffentliche Diskussion die Machteliten und die sie stützenden Elitengruppen als unerwünscht und abträglich für ihren Status ansehen, dadurch in Diskredit gebracht werden, dass sie mit Themen verklammert werden, die geächtet sind oder als anrüchig gelten – wie etwa rechtsextreme oder rassistische Auffassungen.

Durch eine solche Verklammerung können sich die Machteliten und Funktionseliten vor Kritik immunisieren, indem sie bestimmte Themenbereiche aus dem öffentlichen Diskussionsraum verbannen.“ Kommt das wem bekannt vor?

Störenfriede werden also gezielt und mit oft subtilen Mitteln diskreditiert. Dabei reicht schon ein Wort, wie ich es bereits in einem anderen Beitrag am Beispiel der im normalen Sprachgebrauch verwobenen Worte „Rechtsradikal“ und „Rechtsextrem“ dargestellt habe.

Kaum hören Menschen das Wort „Rechts“, wird blindwütig ausgeteilt. Die Unterschiede verwischen. Das „rechte Parteien“ einst ganz normal zum Sprachgebrauch und dem politischen Spektrum gehörten, hat man durch Manipulationen unsichtbar gemacht.

Jeder macht bitte den Versuch erneut und denkt an:

  1. Banane
  2. Sonne
  3. Meer
  4. Polizist
  5. Wikinger
  6. Putin

Was als Bild bei Nummer 5 (Der falsche gehörnte Helm) auftaucht, hat man uns eingepflanzt. Und niemand kann sich dagegen wehren. So funktioniert Meinungsmanagement. Diese Beispiele kann man beliebig austauschen, das kann jeder testen.

Was habt ihr bei dem Wort „Putin“ gedacht? Böser Russe? Alles klar. Das kann man auch mit dem Wort „Rechter“ machen. Schon stürmen die Glatzen mit den Stiefeln. Oder ist es doch wieder „der Führer“, der niemals totzukriegen ist. Und bei „Linker“ taucht Karl Marx, Che Guevara oder doch nur Frau Wagenknecht auf?

Kontrolle durch Verschleierung

Am Beispiel „Antiamerikanismus“ möchte ich zeigen, mit welchen Tricks gearbeitet wird. Das Wort ist reine Propaganda und von den amerikanischen Eliten selbst geschaffen.

Sie, die ganz offen sagen dass sie die dominierende Macht der Welt sind, beschweren sich im gleichen Atemzug, wenn es Proteste gegen die amerikanische (Expansions)Politik gibt.

Wenn es (scheinbare) Kritik gibt, kann alles nicht so tragisch oder wahr sein. Kritik, so glaubt man, impliziere auch eine gewisse Art von Kontrolle. Und das ist völliger Quatsch. Niemand kontrolliert die USA. Sie kontrollieren die Welt.

Dick Cheney schreibt in seinem Buch Exceptional – Why the world needs a powerful America: „Wir sind nicht lediglich eine weitere Nation auf der Weltbühne. Wir sind für den Fortschritt der Freiheit unerlässlich gewesen. Wir sollten nie vergessen, dass wir in der Tat außergewöhnlich sind.“

So außergewöhnlich, dass 10 amerikanische Flugzeugträger die Meere beherrschen. Kein anderes Land der Welt verfügt über diese Menge. So außergewöhnlich, dass Häftlinge mit Waterboarding (Folter) gefügig gemacht werden und was auch immer gestehen.

Zu den Leidtragenden gehört auch die amerikanische Bevölkerung, die wie kaum eine andere manipuliert und ausgebeutet wird. Kritiker werden denunziert oder ihr Leben ganz legal zur Hölle gemacht.

Supermacht USA

Auch die Nationalsozialisten waren Teil der Eliten. Die Frage ist, auf welcher Ebene. Hat man Hitler nur benutzt und er ist aus dem Ruder gelaufen?  Zumindest eine Weile waren die Nazis als „Bollwerk gegen den Kommunismus“ nützlich und die USA haben sie massiv unterstützt. Nicht offiziell, aber z. B. über die Firma Opel, die eine Tochter von General Motors war.

Die Weltkriege könnten die bereits im „Schweigen der Lämmer“ angesprochene Konsolidierung der Eliten gewesen sein. Die Eliten des Ostens gerieten dabei ins Hintertreffen. Zwar auf den ersten Blick siegreich, haben sie später an Einfluss verloren.

Schaut man sich nun die Entscheidungen des Krieges auf der Seite der Alliierten an, als sie zeitweise die Bombardements der deutschen Rüstungsindustrie einstellten, kann man durchaus Zweifel daran hegen, ob alles wirklich so war wie man es als „wahre Geschichte“ schrieb.

Mit den heutigen Informationen über amerikanische Pläne wird schnell klar, warum zum Beispiel Wiesbaden kaum zerstört worden ist, aber Mainz zu 80 Prozent. Es liegt am Flughafen Erbenheim, den die Amerikaner sofort nach dem Ende des Krieges nutzten. Fakt ist, der amerikanische Plan ging nach dem gewonnen Krieg auf und die Supermacht USA, das neue Imperium war geboren.

Dazu erneut Professor Mausfeld: „US-Truppen oder anderes Militärpersonal operieren in 160 Ländern. Die USA kontrollieren, wie George Friedman, einflußreicher Politikberater und Gründer des Think Tank STRATFOR, 2015 hervorhob, alle Ozeane der Welt, was nie zuvor eine Macht erreicht habe. Das habe, so Friedman, den Vorteil, dass die USA in andere Länder einfallen könnten, diese jedoch nicht bei ihnen, was eine schöne Situation sei. (George Friedman (STRAFOR), 5. April 2015, Chicago Council on Global Affairs)

Diese „schöne Situation“ beruht auch darauf, dass die USA über 800 Militärbasen in etwa 80 Ländern verfügen. Großbritannien verfügt über ungefähr 7, Frankreich über 5 Militärbasen in ehemaligen Kolonien, Russland über etwa 8 in ehemaligen Sowjetrepubliken und 1 in Syrien. Die USA verfügen also über etwa 95% aller weltweit vorhandenen Militärbasen (mit Gesamtkosten von über 150 Milliarden Dollar pro Jahr).“

Flugzeugträger Deutschland

Deutschland ist seit 1946 ein wichtiger Brückenkopf der USA. Von Flughäfen im Rhein-Main Gebiet, haben die USA unzählige geheime Einsätze in Richtung Osten gestartet. Und dann gäbe es da noch Ramstein. Nicht die Band, der Flughafen ist gemeint. Ohne Ramstein gäbe es viel weniger Drohneneinsätze, mit denen die amerikanische Politik weiter für ihre Ziele „kämpft.“

Nun ist das aber so ein Problem mit „diesen Deutschen“, deren Umerziehung nur zum Teil erfolgreich war. Die meisten deutschen Regierungen waren willige Handlanger amerikanischer Expansionspolitik. Notgedrungen versteht sich. Was soll man auch machen, als besetztes Land?

Selbst heute noch haben wir amerikanische Militärstützpunkte. Wie viele hat Deutschland in den USA? Keine? Komisch, oder? Aber Ramstein ist schließlich ausschließlich zur „humanitären Hilfe“ da.

Schaut man sich das Bruttoinlandsprodukt der USA an – KLICK MICH -, wird auch der Dümmste verstehen, warum sich niemand mit den USA anlegen kann. Alle folgen ihrem Kurs. Alle?

Einige wenige PolitikerInnen, haben sich in Teilbereichen widersetzt. Der schwedische Ministerpräsident Olof Palme gehörte ebenso dazu, wie Helmut Schmidt oder Gerhard Schröder. Zwar hat letzterer angeblich keine Soldaten in den Golf geschickt, aber Flugzeuge der CIA durften weiter ungehindert starten und landen. Und die deutschen Minenräumer im Golf, haben dort „nur ein Manöver gemacht.“

Die bösen Russen

Wir haben es schon immer gewusst, dass die Russen böse und wir die Guten sind. Wirklich? Woher stammt diese Meinung? Wäre es vielleicht denkbar, dass man sie uns nur eingeimpft hat? Wem nutzt es, wenn Deutsche (wieder) auf Russen schießen?

Die Eliten der USA fürchten sich vor einem Pakt, der zwischen Deutschland und Russland entstehen kann. Deutsches Wissen (Technik) und russische Ressourcen, wären ein Problem für die Supermacht. Addiert man dann noch China, gerieten die USA ganz schnell ins Hintertreffen.

Im Juni 2016 steht in der WELT: Studie – Putin hat den Krieg in der Ukraine angezettelt. Das ist nicht nur falsch, es ist ein weiteres Fragment. Weniger bekannt ist die Aussage eines Ex-CIA-Mitarbeiters, dass „der Westen“ den Regierungswechsel in der Ukraine zu verantworten hat.

„Den Krieg in der Ukraine haben Scharfschützen ausgelöst, die gezielt auf Demonstranten und Polizisten schossen. Bis heute weiß niemand, wer sie waren. Als Schuldigen hat man den damaligen Präsidenten präsentiert, der nicht der NATO beitreten wollte.“ Komisch nur, der neue möchte.

Die Besetzung der Krim durch russische Truppen, war Putins logische Konsequenz. Zwar hat er dabei gelogen, aber das hat man im Westen auch. Unsere Medien berichten immer noch von einer Annexion der Krim durch Putin. Dabei wird vergessen, dass dort schon immer russische Soldaten waren und es einen Volksentscheid gab. Aber was im Kosovo akzeptiert wird, ist bei den „bösen Russen“ tabu.

Schaut man sich an, wo die NATO mittlerweile steht, wird man sie an Russlands Grenzen sehen. Gäbe es Krieg, die Bundeswehr wäre gezwungen auf Russen schießen. Und schon ginge der Plan der USA erneut auf. So werden Feindbilder erzeugt, so wird (Geo)Politik gemacht.

The American Way of Life

Der größte Aggressor dieser Welt sind die USA, das habe ich bereits im „Schweigen der Lämmer“ dargestellt. Schon 1957 stellte der deutsche Schriftsteller Arno Schmidt in Bezug auf die Sowjetunion (1914 – 1979) die Frage: „Wer hat wen eingekreist?!“  

Schmidt weiter: „Die Antwort läßt sich, damals wie heute, mit einem Blick auf die Weltkarte leicht geben: „- ein Blick auf die Weltkarte genügt: Denn da sucht man vergebens die bedrohlichen sowjetischen Stützpunkte auf den Bermudas, auf Kuba, in Mexiko Alaska Kanada Grönland – wohl aber findet man amerikanische, von Norwegen, über die Bundesrepublik, Griechenland Türkei und Pakistan bis hin zu den Kurilen!

(Aber die ‚absolute Mehrheit‘ des westdeutschen Volkes wollte diese Orientierung nach dem Wilden Westen: so sei es denn: aber klage Keiner dann, später, wenn es wieder ‚passiert‘ ist!)“

Die Realität im Jahr 2017 zeigt eine sich nach Osten ausbreitende NATO und einen „bösen Putin“, der angeblich die Welt ins Unglück stürzen will. Aber Moment, ist Putin etwa kein Mitglied der Elite(n)? Diese durchaus spannende Frage kann nicht mit einem einfachen „Ja“ oder Nein“ beantwortet werden.

Ich halte Putin für keine Marionette. Aber auch er ist vom Kapital abhängig. Nur seine Politik ist konträr zur USA-Doktrin. Also geht man (vorerst) mit „Soft Power“ dagegen vor. Das wurde bisher mit der Hilfe sogenannter NGO (Non-Governmental Organizations) gemacht.

Dazu wieder Professor Mausfeld: „Russland ist seit dem Zusammenbruch der Sowjetunion (*) und den Bemühungen der USA, einen geeigneten ‚Systemwechsel‘ herbeizuführen, ein bevorzugtes Operationsfeld für US-geförderte NGOs. Mit dem Russian Democracy Act of 2002 intervenierten die USA ganz offiziell in innere Angelegenheiten Russlands und förderten 65.000 NGOs in Russland.“

Für den wahnsinnigen Plan mit „Hard Power“ gegen Russland vorzugehen, würde Europa das (atomare) Schlachtfeld sein und mit Mann und Maus geopfert werden. Dabei spielt es keine Rolle, wer amerikanische Politik macht. Am Beispiel Bush – Obama, wird hat das besonders deutlich. Obama hat lediglich die Wahrheit geschickter verschleiert.

Dabei hilft vielleicht ein Blick auf die mächtigsten und einflussreichsten Familien der USA. Eine gewisse Familie „Bush“ steht in der Rangliste ganz weit oben. Aber das nur nebenbei.

*= Der Zusammenbruch der Sowjetunion war vermutlich der bisher größte Coup der USA. Salopp ausgedrückt, haben sie „die Russen“ zu Tode gerüstet.

The Rise

Zurück zur Metaebene und der Unzufriedenheit der Eliten mit dem Volk. Professor Mausfeld: „Foreign Policy (28.6.2016), eine der führenden meinungsbildenden Publikationen im Bereich der US-amerikanischen Außenpolitik: „It’s time for the elites to rise up against the ignorant masses.“

Es sei also an der Zeit, dass sich die Eliten gegen die ‚ignoranten Massen‘ erheben. Die Eliten rufen zur Revolte gegen das ignorante Volk auf. Das ist umso eigenartiger, als wir uns seit mindestens vier Jahrzehnten bereits in einem Krieg der Eliten gegen das Volk in Form eines immer aggressiver werdenden Klassenkampfes „von oben“ befinden.

Offensichtlich sind die Eliten, die die Herde bislang halbwegs auf dem gewünschten Kurs halten konnten, zunehmend darüber beunruhigt, dass ‚das Volk‘ in seinen Wahlentscheidungen nicht immer so will, wie es wollen soll.

Es muß als paradoxe Situation erscheinen, dass die Mehrheit des Volkes das Vertrauen in seine Hirten trotz aller von diesen herbeigeführten Desaster nicht verloren hat, die Eliten jedoch mit dem ‚ignoranten Volk‘ unzufrieden sind oder gar zum Aufstand gegen das Volk aufrufen.“

An dieser Stelle könnte ich meinen Artikel beenden und sagen, dass sich über dessen Aussagen jeder selbst Gedanken machen kann. Ja, das könnte sogar mein letzter Beitrag sein, macht er doch Diskussionen über einzelnen Parteien und Personen überflüssig. Denn egal ob Schulz oder Merkel, Petry oder Wagenknecht, wer von denen ist authentisch?

Aber das wäre zu einfach und viel zu abgefahren. Zwar halte ich Teile der herrschende Politklasse durchaus für Marionetten und die WählerInnen für manipuliert, aber völlig machtlos sind wir nicht. Wir müssen das nur wieder erkennen.

Politikverdrossenheit und Lethargie als Waffe

Wieder möchte ich Professor Mausfeld zitieren, der das wie folgt beschreibt: „Ein wirksamer Weg, das Volk davon abzuhalten, überhaupt politische Überzeugungen auszubilden, besteht in der Erzeugung von politischer Lethargie. Daher überrascht es nicht, dass die Leitintellektuellen der Machteliten politische Lethargie als geradezu unverzichtbar für eine Demokratie preisen und über Techniken nachdenken, wie sie sich am besten erreichen läßt.

Nur zwei prominente Stimmen aus der reichen Literatur hierzu: Robert Michels (1876 – 1936), ein bedeutender deutscher Soziologe, schrieb 1911 in seinem Klassiker Zur Soziologie des Parteiwesens in der modernen Demokratie: Das unterscheidende und wertvollste Element der Demokratie ist die Bildung einer politischen Elite (Parteien) im Konkurrenzkampf um die Stimmen einer hauptsächlich passiven Wählerschaft.

In ähnlicher Weise sah Leo Strauss (1899 – 1973) – einer der einflussreichsten politischen Philosophen der USA, scharfer Aufklärungsgegner, radikaler Verteidiger einer Elitenherrschaft und Hausphilosoph der Neokonservativen – die politische Lethargie des Volkes als eine notwendige Voraussetzung, ohne die Demokratie (im Sinn der Eliten) nicht funktionieren könne.“

Wir (er)leben diese Lethargie täglich. Die Medien überschütten uns mit Propaganda in Form meist negativer Schlagzeilen, um uns weiter zu konditionieren. Scheinbar hitzige Diskussionen im Fernsehen, Bundestag oder Foren / Blogs, ist letztlich nur der Kampf gegen Strohmänner, das eigentliche Problem (Eliten) bleibt dabei unsichtbar.

Daher ist es sachlich falsch von einer „Lügenpresse“ zu sprechen. Auch wenn das Wort Volkes Stimme ist und gut klingt. Fakt ist, die Presse verkauft uns viel zu oft Fragmente (Teilwahrheiten) und ist schon längst vor dem Kapital eingeknickt. Gemeinsam mit der Politik bilden sie den politisch-medialen Komplex, den wir tagtäglich erleben.

Es bleibt fraglich,wie authentisch die weltweit auftretenden Protestparteien sind. Folgt man den Studien der Wissenschaftler, hat man die uns lediglich als „Alternative“ präsentiert, um dem Volk (k)eine Wahl zu lassen.

Sie könnten also das gesteuerte, letzte Aufgebot sein, um als Konsequenz den totalen Überwachungsstaat auszurufen. Und der Einsatz der Bundeswehr im Inneren, wird vermutlich nach den nächsten Wahlen abgenickt. Gegen wen die marschieren soll bleibt offen.

Der politisch-mediale Komplex

Informationen werden uns stets häppchenweise vorgesetzt. Wer genau hinschaut wird bemerken, dass dahinter System steckt. Es geht dabei weniger um Begriffe wie „Lügen- oder Lückenpresse“, damit wird nur das eigentliche Problem unsichtbar gemacht.

Unsere Medien werden zum größten Teil von nur drei globalen Nachrichtenagenturen gefüttert, mit Sitz in New York, London und Paris. Kein Redakteur einer Lokalzeitung war also jemals vor Ort in Kriegsgebieten oder hat mit einem Staatschef ein Interview geführt.

Daher sind die Überschriften oft nicht nur ähnlich, sie sind so identisch, als ob es sich um eineiige Zwillinge handelt. Eine Untersuchung  der Syrien-Berichterstattung von je drei führenden Tageszeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz illustriert diese Effekte deutlich: 78% aller Artikel basieren ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0% auf investigativer Recherche.

82% aller Kommentare und  Interviews sind USA/NATO-freundlich, während Propaganda ausschließlich der Gegenseite zugeordnet wird. So werden Meinungen gemacht, das neue Feindbild entsteht.

Die Namen der drei Agenturen kennt jeder: AP (Associated Press), mit weltweit über 4.000 Mitarbeitern und Sitz in New York. AP versorgt rund 12.000 Medien weltweit und erreicht so die Hälfte der Weltbevölkerung.

AFP (Agence France Press), mit Sitz in Paris, ist der zweite Kandidat. Auch hier man rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt und teilt sich den restlichen Markt mit Reuters in London, die etwas mehr als 3.000 Mitarbeiter hat.

DPA, SDA (Schweizerische Depeschenagentur), ADA (Austria Presse Agentur) sind nur relativ kleine (nationale) Lichter, wobei die Deutsche Presse Agentur führend ist und noch rund 1.000 eigene KorrespondentInnen unterhält.

Wenn man jetzt noch weiß, dass das amerikanische Pentagon mehr als 27.000 PR-Spezialisten beschäftigt, diese über ein jährliches Budget von rund 5 Milliarden Dollar verfügen, diese Spezialisten nichts anderes tun, als Geschichten zu verbreiten, ahnt man vielleicht das ganze Ausmaß der Manipulation.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, niemand bezichtigt das Pentagon der Lüge, aber sie liefern Informationen an die drei Agenturen, die niemand nachprüfen kann. Also schlagen vielleicht „russische Rakten“ in Syrien ein und implizieren einen russischen Aggressor.

Dass die Raketen von den Rebellen stammen, sieht die Öffentlichkeit natürlich nicht. Und kein Journalist prüft es nach. Keiner? Wer es doch wagt, wer vielleicht arabisch spricht, wer eine andere Meinung propagiert, wird sofort als Lügner und Verschwörer abgestraft. Damit Putin „der Böse“ bleibt.

Asian Power

Kein „Gott“, egal wie man „ihn“ nennen mag, wird die momentane Entwicklung stoppen. Das können nur Menschen, also wir. Asien hat eine Chance, wenn man sich zusammenrauft. Aber auch dort gibt es natürlich Eliten und es ist eine Illusion zu glauben, dass die besonders menschenfreundlich sind.

China könnte (wird) sehr wohl ein Faktor werden, der das Gleichgewicht auf der Welt verändert und die USA zum (ideologischen) Rückzug zwingt. Nicht militärisch. Bei all seinen Menschenmassen, hat Chinas Armee den (noch) technisch überlegenen Amerikanern nichts entgegenzusetzen. Wirtschaftlich sieht das anders aus.

Japan hat das scheinbare Problem des Geburtenrückgangs und einer überalterten Bevölkerung. Den Fehler, der auch für Deutschland gilt, sehen manche wieder nicht. Welche Rolle spielt es, wenn eine Bevölkerung schrumpft? Gibt es dann Chaos oder bleiben „die Renten doch sicher?“

Es gibt weniger Wachstum, weniger Tantiemen für die Eliten! Das ist der eigentliche Grund, warum Bevölkerungszahlen stabil bleiben sollen und ein weiterer Faktor für Zuwanderung, die als Flüchtlingshilfe verschleirt wird. Japan wird auch dieses Problem meistern. Den Artikel dazu gibt es bald.

Ob der Neoliberalismus auch die nächsten Jahre überlebt oder einer neuen Wirtschaftsform Platz machen muss, haben die Menschen selbst in der Hand. Was voraussetzt, dass sie bewusster leben. Und eine deutsch-russisch-chinesische Kooperation (Eurasien) könnte ein Gewinn für alle Beteiligten sein. Nur nicht für die USA.

(K)Eine Lösung

Ich habe keine offizielle Lösung für die momentane Lage. Ich will auch keine Ängste wecken. Dieser Beitrag enthält rein private Gedanken, die allerdings auf der Grundlage von Studien basieren. Jeder kann selbst darüber nachdenken, wie richtig oder falsch die sind.

In Bezug auf Medien und Meinungsmanagement, ist die Antwort einfach. Wie erhalten wir Informationen? Richtig, sie werden uns täglich präsentiert. Wir sind also passiv und genau das ist der entscheidende Fehler. Es gibt sie noch, die unabhängigen Quellen. Es liegt an uns gezielt danach zu suchen und unseren Verstand zu benutzen.

So gibt es zum Beispiel auch die Möglichkeit der Programmbeschwerde, die ZuschauerInnen immer dann nutzen können, wenn sie offensichtliche Falschinformationen oder Unterlassungen bei Nachrichten bemerken.

Zur Zeit machen das leider noch zu wenige, die meisten ZuschauerInnen sind bekanntlich auf dem medialen Auge blind. Steigt aber die Zahl der konstruktiven Beschwerden massiv an, wird es früher oder später ein Umdenken geben müssen.

Was wir tun könnten, auch das ist nur ein emotional gefärbter Satz, ist die Verantwortung für unser Leben wieder stärker in die Hand zu nehmen, kritischer im Umgang mit Medien und PolitikerInnen zu sein und vielleicht selbst wieder (politisch) aktiv(er) zu werden, ohne selbst ein „Politdarsteller“ zu sein, der nach einem Drehbuch handelt.

Ob das die Pläne der Eliten stoppt oder nur verlangsamt, wird man sehen. Aber alles ist besser, als lethargische Dekadenz zu pflegen. Das machen nur die schweigenden Lämmer. Ich bleibe „laut.“ Danke fürs lesen.