Gedanken einer Ausländerin: Aufstand der (Ohn)Mächtigen

Diesen und alle meine politischen Beiträge schreibe ich unter der für die meisten Menschen geltenden Prämisse, dass wir in einer Demokratie leben, die von freien Wahlen getragen wird. Das ist meiner Meinung nach nicht der Fall. Trotzdem schreibe ich oft über die sogenannte Realpolitik, kritisiere einzelne Parteien, Personen und / oder Entscheidungen der PolitikerInnen, behalte mir aber stets Ausflüge in die Metapolitik vor.

Thüringen hat gewählt und die CDU hat wieder einmal eine herbe Niederlage hinnehmen müssen. Wahlsieger sind nicht, wie von den Medien fälschlich dargestellt die LINKEN, der eindeutige Wahlsieger heißt AfD. Mich amüsiert, dass eine Protestpartei Erfolg um Erfolg erringt. Jene ungeliebte AfD scheint nun dafür zu sorgen, dass man in Deutschland die Weichen zurück auf Normalität stellt.

Die „Nazis“ kommen!

Die Faschisten seien wieder in die Parlamente eingezogen, haben einige PolitdarstellerInnen verlauten lassen, als die AfD erstmals in einen Landtag gewählt worden ist. Seitdem wird dieser Slogan stets wiederholt, wenn die Altparteien eine Klatsche bekommen. Sie wollen scheinbar nicht begreifen, dass sie mit ihrer Politik der offenen Grenzen gescheitert und abgewählt worden sind. Kurze Pause, harter Schnitt. Wer das glaubt, der tut mir nur noch leid.

Weder handelt es sich bei der AfD um Nazis, noch ist das jammern der Altparteien echt. Wir erleben lediglich ein Schauspiel, eine Spaltung der Gesellschaft, die man in eine neue Richtung führen will. Ob das ein Öko-Sozialismus oder konservativer Totalitarismus ist, spielt keine wirkliche Rolle. Es geht immer nur um sehr viel Geld. Wenige Reiche haben im Überfluss davon und wollen dieses behalten und weiter vermehren. Auf Kosten der schweigenden Lämmer, denen man stets neue Wahrheiten erzählen wird.

Gespalten

Dass die PolitdarstellerInnen mit gespaltener Zunge sprechen, sollte mittlerweile jeder begriffen haben. Leider ist das nicht immer der Fall, Politik überfordert die meisten Bürger. Sie reagieren gereizt, wenn man sie aus ihrer Wohlfühlzone reißt. Vielen ist die heile Welt der Rosamunde Pilcher lieber, als Kritik an realer Politik. Das Erwachen wird umso grausamer sein.

Während sich also Berufsempörte, die man gemeinhin als „Linke“ bezeichnen kann, zum AfD-Bashing treffen und im Chor „Nazi, Nazi, Nazi!“ brüllen, reibt man sich bei den angeblichen „Rechten“ die schwitzigen Hände. Inwieweit diese lediglich nützliche Idioten sind oder Teil des perfiden Spiels um Macht und Geld, wird vermutlich für immer ein Geheimnis bleiben. Gewinner und Verlierer stehen ohnehin schon lange fest.

And the winner is …

Es spielt keine Rolle ob die Medien „plötzlich“ auf Merkel und AKK einprügeln und der Transatlantiker Friedrich Merz erneut aus der Deckung kommt. Auch ein Roland Koch, der sich wie Merz schon vor Jahren aus der Politik in Richtung der Wirtschaft verabschiedet hat, wird kaum etwas ändern. Diese alten Kämpen sollen nur vordergründig das richten, was Merkel scheinbar angerichtet hat. Vielleicht ist es nur ein weiterer Schachzug der Finanzeliten, die sich uneinig über gewisse Dinge sind. Merkel muss also weg und die „Putzfrau aus dem Saarland“ wird ihr folgen.

Aber Uneinigkeit hin oder her, am Ende werden eben diese Finanzeliten erneut die wahren Sieger sein. Da spielt es auch keine Rolle ob ein Brexit oder Dexit kommt. Wer gleichzeitig Kohlekraftwerke nach China oder Polen verkauft, die deutsche Automobilindustrie ruiniert und einen regen Handel mit CO2-Zertifikaten betreibt, wird stets auf der Gewinnerstraße sein. Aber das hat angeblich mal wieder keiner gewusst.

Die Ide(e)n des Friedrich Merz

Nachdem meine letzten Beiträge vom Unrechtsstaat Deutschland handelten und vielleicht einige Aha-Effekte ausgelöst haben, möchte ich heute einige Worte über den (ehemaligen) Politdarsteller Friedrich Merz verlieren, der scheinbar wie ein Phönix aus der Asche erneut ins Rampenlicht getreten ist. Wobei man eigentlich kaum etwas über Merz sagen müsste, der Mann war schon immer ein Diener des Neoliberalismus.

Der König von Deutschland

Merkel muss (bald) gehen, das haben ihre Auftraggeber nun entschieden. Vermutlich wird danach das Buch ihrer Lebensgeschichte folgen und zum Bestseller avancieren. Darin wird viel von ihren Visionen geschrieben stehen und wie erfolgreich sie diese umgesetzt hat. Dumm nur, die Frau hatte noch nie eigene Visionen. Aber lassen wir die Spitzfindigkeiten. Wichtiger ist, wer ihr nachfolgen soll und vielleicht schon bald der neue „König von Deutschland“ ist.

Wichtig ist auch zu verstehen, wer plötzlich Merz ins Spiel gebracht hat und warum. Dazu muss man sich Merz Werdegang nach seinem Rückzug aus der Politik ansehen. Kurz und knapp kann man sagen, dass Merz ein direktes Mitglied der Eliten ist und auf der Rangliste sogar noch über Angela Merkel steht.

1. Merz ist der Vorsitzende der Atlantik-Brücke, der größten Lobby-Organisation der amerikanischen Politik in Deutschland. Die Liste ihrer Mitglieder ist lang. Lesen und staunen, bei Wikipedia finden sich einige davon.

2. Merz ist seit März 2016 Aufsichtsratschef beim deutschen Ableger des weltweit größten Vermögensverwalters BlackRock.

3. Merz sitzt im Aufsichtsrat von HSBC Trinkaus & Burkhardt, einer Tochtergesellschaft der HSBC Holdings plc (Hongkong and Shanghai Banking Corporation).

Allein diese drei Beispiele machen deutlich, der Mann hat es nicht nötig zurück in die Politik zu gehen. Aber er soll und muss. Die Finanzeliten wollen ihren Willen nun mit einem eigenen Mitglied schneller durchsetzen, als das mit Merkel bisher möglich war. Wie Merz tickt kann man sich gern in diversen Interviews anhören, wo er unter anderem über die Globalisierung, die repräsentative Demokratie und auch die GRÜNEN spricht. Dazu gleich noch mehr.

Der grüne Frühling

Ja, die GRÜNEN erleben einen zweiten Frühling, nachdem die Partei fast schon abgeschrieben war. Das liegt am Niedergang der Sozialisten in ganz Europa, der kaum noch aufzuhalten ist. In Deutschland steuert die SPD auf historische Tiefstände zu, die alten Sozis sind schon lange Geschichte. Die jetzige Führungsriege ist ein Haufen von elitären Berufspolitikern, denen die eigenen Wähler lästig geworden sind.

DIe GRÜNEN haben es geschickt verstanden sich zu verjüngen und scheinbar abseits der GroKo-Politik zu positionieren. Sie punkten mit angeblichen Ideen zum Thema Umweltschutz und jubeln von Schleppern und NGOs nach Deutschland geschleusten Wirtschaftsmigranten zu, die sie als Flüchtlinge im Sozialamt Deutschland willkommen heißen. Damit punkten sie bei der völlig verunsicherten Bevölkerung, die keine Lust mehr auf die Fortsetzung Merkelscher GroKo-Fantasien hat. Dass im Kanzleramt längst eine GRÜNIN regiert, haben nur sehr wenige in Deutschland begriffen.

Merkel hat es geschickt verstanden, die CDU auf ihren Kurs zu bringen. Nun schafft man sich, mit Hilfe der AfD und der GRÜNEN, die SPD vom Hals, die die Union schon viel zu lange geärgert hat. Das wäre nicht weiter tragisch, aber mit dem Aufstieg der GRÜNEN rückt eine Partei ins Rampenlicht, die gefährlich für Deutschland ist. Kommt Merz, was trotz seiner Vernetzung mit den Eliten möglich ist, wird er sich nach einer Neuwahl die GRÜNEN als Partner holen. Selbst wenn die CSU dann die Union verlässt, wird das kein Beinbruch sein. Die CDU stellt sich dann einfach in Bayern auf und wird dort als Junior der CSU und der Freien Wähler mitregieren.

Merz erklärt die Welt

Wie Merz tickt möchte ich mit einigen Beispielen erläutern. Wer sie richtig liest wird verstehen, für wen oder was der der Ich-Mensch Merz einstehen wird.

„Die Politik darf es nicht den Populisten überlassen, nicht der Straße, die Themen zu setzen.“ – Er meint damit, dass dem Volk und Parteien wie der AfD kein wie auch immer geartetes Mitspracherecht gegeben werden soll. Das Volk hat sich gefälligst dem Willen der Regierung zu beugen und nicht umgekehrt.

„Die repräsentative Demokratie heißt Verantwortung in der Hand der gewählten Abgeordneten. Und wenn Abgeordnete dafür plädieren wichtige Abstimmungen in die Hand der Bevölkerung zurückzugeben, dann plädieren sie im Grunde genommen für ihre eigene Entmachtung.“ – Er positioniert sich mit dieser Aussage als entschiedener Gegner von Volksabstimmungen und hält sie sogar für gefährlich.

„Ich bin 1994 in den Bundestag gekommen, zu einem Zeitpunkt wo die Vorbereitungsarbeiten zur Währungsunion weit voran geschritten waren. Ich bin dann im Finanzausschuss gewesen, ich bin maßgeblich mit beteiligt gewesen, auch an der Einführung des Euro in Deutschland.“ – Sein von BlackRock forcierter Wiedereinstieg in die Politik soll nun verhindern, dass es zum Euro-Crash kommt. Liest man die 1:1 aus dem Phoenix-Interview übernommen Sätze wird klar, dass Merz auch persönliche Interessen hat, da er den Euro als sein Baby ansieht. Wie BlackRock das nach seiner möglichen Zweitkarriere honoriert, wird sich in vier bis acht Jahren zeigen. Schon allein diese Aussagen machen den Mann unwählbar. Er ist und bleibt ein klarer Lobbyist.

Die Iden des März

Merz will bei einer Wahl als CDU-Parteichef kein Kanzlermörder sein. Aber er hat bisher auch vehement eine Rückkehr in die Politik ausgeschlossen. Glaubwürdigkeit geht anders, Herr Merz. Merkel wird bei einem Sturz nicht sonderlich heftig fallen. Vermutlich werden wir die Bundesmutti schon bald wieder als Vorsitzende irgendeiner Stiftung sehen. Die „Iden des Merz“, werden also kommen. Schon Julius Cäsar hat man an den „Iden des März“ umgebracht.

Merz würde ohnehin nur der Übergangskanzler zur Abschaffung Deutschlands sein. Als ersten Schritt könnte er die Deutsch-Französische Union forcieren, die wirtschaftlich vor allem Frankreich nützt. Danach wird sich dieses Gebilde einen Staat nach dem anderen einverleiben, bis eine Art Europäische Union der Sozialistischen Republiken (EUdSR) entstanden ist. Österreich und Ost-Europa könnten sich eine Weile dagegen wehren. Vielleicht werden sie aber auch so lange finanziell erpresst, bis die jetzigen Regierungen stürzen.

Fraglich nur wie lange Macron, dessen Aufstieg ein Zaubertrick der Finanzeliten gewesen ist, noch regieren wird. Immer mehr Franzosen gehen auf die Straße, um sich gegen seine absurden Pläne zu stellen. Dass die EU so gut wie am Ende ist und der Euro nur durch enorme finanzielle Kraftanstrengungen am Leben gehalten wird, will sich niemand in Brüssel eingestehen. Im Gegenteil wird „Europa“ stets in den höchsten Tönen gelobt.

Gemeint ist damit aber das Kunstprodukt der Europäischen Union (EU), der Kontinent Europa ist etwas völlig anderes. Es ist wichtig diese Unterscheidung zu machen. Durch Wortvermischung setzen sonst immer mehr Menschen die EU mit Europa gleich. Europa hat es aber schon lange vor der EU gegeben und wird auch nach deren Niedergang noch bestehen.