Quo vadis Feminismus?

„Ein Problem der Feministinnen und mit ein Grund warum ich sie oft meide, ist die Uneinigkeit, der Kampf miteinander“, habe ich als Antwort auf den Kommentar einer Leserin geschrieben. Heute erkläre ich warum.

Die doppelte Moral

Viele meist linke Feministinnen frönen einer schizophrenen Doppelmoral. Auf der einen Seite betonen sie den Zusammenhalt unter Frauen, um sofort die Einschränkung zu machen, dass nur jene gemeint sind, die ihre Ansichten (Ideologie) und Moralvorstellungen teilen. Wagt es eine auszubrechen, wird sie (verbal) bis aufs Blut bekämpft.

Aktuell reitet ein Großteil der Feministinnen auf der #metoo-Kampagne und schießt einmal mehr übers Ziel hinaus. Gleich alle Männer unter Generalverdacht zu stellen, ist ziemlich daneben.

Sexuelle Übergriffe auf Frauen anzusprechen ist wichtig! Wer schweigt macht sich schuldig. Das absurde Argument linker Feministinnen, dem „politischen Gegner“ durch Schweigen keinen Vorteil zu gewähren, entlarvt sie als Heuchlerinnen.

Der (fehlende) Aufschrei

Konnte Frau zu Beginn der #aufschrei-Kampagne im Jahr 2013 noch nicken, nahm diese in der Folgezeit absurde Züge an. Auch die #metoo-Kampagne wirkt zum Teil aufgesetzt und dem Mainstream-Feminismus geschuldet. Dass AmerikanerInnen etwas seltsam in Beziehungsfragen sind, habe ich selbst erlebt.

Es ist genau diese neue Prüderie, die der von mir so genannte „Zentralrat der Feministinnen“ in die Gesellschaft einbringt. Ein erstes Opfer sind bereits die leicht bekleideten Grid-Girls der Formel 1 geworden, die nun alle ihren Job verlieren.

Bisher dachte ich, dass Feminismus für die Selbstbestimmung der Frauen steht. Offenbar war das ein Fehler. Feminismus wird offensichtlich von der Pseudomoral einer Gruppe frustrierter Frauen neu definiert, die vielleicht neidisch auf das Aussehen dieser Grid-Girls sind, um es vorsichtig zu formulieren.

Bekanntlich setzen sich deutsche Feministinnen gern für muslimische Frauen und deren Recht ein, das Kopftuch zu tragen. Darüber und ob das wirklich aus freien Stücken geschieht, wird heftig gestritten.

Dass die Feministinnen damit eine aggressive politische Ideologie unterstützen, zur Schaffung von Parallelgesellschaften beitragen, übersehen sie ebenso, wie die mutigen Iranerinnen, die in ihrer Heimat gegen den Kopftuchzwang protestieren.

Der rechte Weg

Als vor einigen Tagen die Initiative #120db (120 Dezibel) das Tageslicht erblickte, war die linke Szene konsterniert. (120 Dezibel ist die Lautstärke eines handelsüblichen Taschenalarms, der von der Polizei nach anhaltenden Übergriffen von Migranten auf deutsche Frauen empfohlen worden ist.)

Vorzeige- und Möchtegern-Feministinnen beeilten sich zu erklären, wie widerlich diese Kampagne sei, die sich in rassistischer Weise gegen Ausländer richte und dass es sich bei #120db um eine „rechte Gruppierung“ handele.

Kein Wort von Solidarität, kein Angebot zum Schulterschluss, stattdessen nur die übliche Häme. Die Opfer werden erneut vergessen. Leider begeht #120db den Fehler, dass nur „importierte“ männliche Gewalt gegen Frauen angesprochen wird. Was ist mit einheimischer (ehelicher) Gewalt, hat Frau die übersehen?

Seid laut!

Die Identitäre Bewegung (IB), die hinter #120db steckt, habe ich schon eine Weile im Blick. „Nazis“, wie uns die Medien vermitteln, sind das keine. Eher eine Art Jugendbewegung, die der FPÖ (Österreich) und AfD (Deutschland) nahe steht. Leider wird die Kampagne genau dadurch weniger Gewicht bei der Bevölkerung bekommen. Die linken Medien sorgen schon dafür.

Anders als diese Mainstream-Feministinnen, werde ich die explodierende Gewalt durch eine Minderheit der Migranten ansprechen. Auch wenn ich dazu ungewöhnliche Verbündete suchen muss. Für mich ist das Ergebnis wichtiger, als der „politisch korrekte Weg.“ Und dieses Ergebnis kann nur lauten „Finger weg!“ Das gilt dann für alle Männer, die ein „Nein!“ noch als Einladung verstehen.

All jenen, die erst jetzt auf den Zug des Feminismus und der neuen Kampagnen springen, muss ich die Fragen stellen: „Wo wart ihr gestern? Warum habt ihr geschwiegen, als die beste Freundin eurer Tochter mit auffälligen blauen Flecken zur Schule kam. Warum habt ihr erst dann Betroffenheit geheuchelt, als vielleicht genau dieses Mädchen Selbstmord beging, da sie (vom deutschen Stiefvater) jahrelang missbraucht worden ist?“

The Good, the Bad and the Ugly

Aber vielleicht wart (seit!) ihr selbst die TäterInnen, die zu Hause mit harter Hand regieren. Den prügelnden Ausländer zu blamieren ist somit für viele einfacher, als eigene Fehler einzugestehen, wenn man das eigene Kind schon wieder geohrfeigt hat.

Das große Problem jeder Initiative ist ihre Instrumentalisierung durch politische Bewegungen und die oft emotional ausgetragene Auseinandersetzung vieler Frauen miteinander.

Der Aufschrei über #120db verschleiert natürlich auch die eigene Ohnmacht und Hilflosigkeit der Feministinnen: „Warum sind wir nicht auf diese Idee gekommen?“ und „Die Rechten haben unser Terrain besetzt!“, schallt es aus ihren Reihen. Frau sieht die Deutungshoheit des Begriffs „Gender“ und „Feminismus“ in Gefahr und ortet bereits eine Bedeutungsverschiebung.

Das muss natürlich in aller Ausführlichkeit ausdiskutiert werden, Frau muss klare (neue!?) Positionen finden, um sich von Populisten abzugrenzen. Das geht schon eine ganze Weile so, mit zweifelhaftem Ergebnis. Ihr, die ihr lieber das Kopftuch als „Befreiung der Frau“ verteidigt, habt euch und die feministische Bewegung schon lange überlebt. Für mich seid ihr „The Ugly“, ihr habt euch und uns verraten.

Für die Opfer!

Solange ich denken kann, habe ich mich gegen Ungerechtigkeit eingesetzt. Niemand wird sich ungestraft an einem anderen vergreifen, wenn ich in der Nähe bin. Dabei spielt es keine Rolle wer die Täter sind.

Wir alle, egal ob Frauen oder Männer, könnten schon morgen ein Opfer von Gewalt werden. Der Protest dagegen ist kein Rassismus. Aber wenn nun wiederholt Migranten deutsche Frauen ermorden, muss das ebenso ein Thema sein, wie der Missbrauch eines Jungen durch deutsche Pädophile.

Es wäre eine tolle Sache, Sahra Wagenknecht neben Alice Weidel und Andrea Nahles auf einer Demonstration gegen sexuelle Gewalt zu sehen. Stellvertretend für die verfeindeten Lager. Ich könnte fast darauf wetten, dass sie sich in dieser Sache gut verstehen. Über Sachthemen streiten können sie später.