Wenn Frau Doktor kicken geht

Fitness ist in aller Frauen Munde und Fitness ist mein Job. Egal, ob als Sensei oder Retterin von Firmen, ich mache dabei immer eine gute Figur. Aber es geht ausnahmsweise nicht um mich und auch nicht um Frau Dr. Christine Theiss, die langjährige Kickbox-Weltmeisterin. Es geht um ganz normale Frauen, die nicht ganz zufällig Doktorinnen sind.

Durch Kontakte, bin ich besonderen Menschen begegnet. Und diese Menschen suchen Hilfe. Auch bei der perfekten Ganzkörperfigur.
Alles hat ganz harmlos angefangen mit einem Telefonat von Frau Schmidt.
„Hallo Frau Landar“, begrüßt sie mich. „Wie geht es Ihnen denn, wir haben uns ja schon ewig nicht gesehen!“
Nun ist ewig übertrieben, aber das machen manche Menschen gern. Nur meine Zeit als Privat-Sensei war abgelaufen.
Linda hat bekanntlich übernommen und das macht sie richtig gut.

„Ich hätte da eine Frage an Sie,“ fährt Frau Schmidt schon fort. „Einige Freundinnen haben Interesse an Ihrer Kunst. Wissen Sie, wir haben uns da neulich auf einem Frauenabend über Sie unterhalten. Und meine Freundin Tanja, also eigentlich Frau Dr. Tanja Berghoff, möchte unbedingt Kickboxen lernen. Könnten Sie Tanja unterrichten?“
Frau Schmidt die Unterschiede zwischen Karate, Wing Chun und Kickboxen zu erklären macht wenig Sinn. Sie gibt mir Tanja Berghoffs Nummer und ich ruft selbst dort an.
Und davon handelt dieser Bericht.

„Berghoff“, meldet sich eine forsche Frauenstimme.
„Landar“, erwidere ich. „Sie wollten mit mir sprechen. Ich bin die Trainerin von Frau Schmidt.“
„Ach ja richtig“, höre ich ohne Akzent, was mir die Frau sofort symphatisch macht.
Auch Schwaben können Hochdeutsch lernen.
„Ich bin ein langjähriger Fan von Christine Theiss, Sie wissen doch wer das ist?“
Die Frage kommt unschuldig, aber ist durchaus ernst gemeint.
Ein erster Test, den ich bestehe.

„Ich habe Christine Theiss Karriere genau verfolgt“, antworte ich. „Sie ist eine gute Sportlerin.“
„Weltmeisterin zu werden muss schwer sein“, sagt Frau Berghoff. „Die Frau sieht so fit aus und kann sich bestimmt gut wehren. Genau das möchte ich auch gern können. Aber ohne Weltmeisterin zu sein!“
Bei Titeln flippen manche Menschen aus, das fiel mir schon vor Jahren auf. Aber WeltmeisterIn zu sein bedeutet nicht viel. Es sagt lediglich aus, dass ein Sporler zu einem bestimmten Zeitpunkt in seinem Sport besser als ein anderer Mensch war. Und mit Kickboxen kommt man auf der Straße nicht sehr weit.
Regeln brauchen nur die anderen. Ich habe meinen eigenen Stil.

Immerhin erweist sich Frau Berghoff als Kennerin der Szene, als ich ihr von meinem sportlichen Werdegang erzähle.
„Kickboxen ist nicht meine Sparte“, schließe ich. „Aber ich kann Ihnen eine gute Freundin empfehlen. Die hat auch dafür eine Trainerin.“
„Mir geht es darum, das Ganze privat zu machen“, wirft Frau Berghoff ein. „Unser Haus ist groß genug und wir haben einen eigenen Fitnessraum. In ein Sportstudio gehe ich nicht.“
„Das sollte machbar sein“, erwidere ich und denke kurz nach. Ich nenne ihr Lindas Namen.
„Bei ihr sind Sie gut aufgehoben“, beende ich das Gespräch.
Starke Frauen braucht das Land.

Nachdenklich sitze ich am Schreibtisch und schaue in die andere Woche. Ein Ausdruck, den ich einst als Mädchen lernte.
„Wohin schaust du?“, will Yuki wissen. „Betrügst du mich im Geist mit scharfen Miezen?“
„Frechdachs“, erwidere ich und ziehe sie lachend auf meinen Schoß.
Als ich ihr von dem Angebot erzähle nickt meine Elfe.
„Als Personal Trainerin kann man viel Geld verdienen. Und Lust hättest du doch schon dazu, gibs zu!“
„Wir sprechen von Sport“, sage ich. „Was wir machen ist Kunst. Das kann man reinen Fitness-Sportlern kaum vermitteln. Sie sehen einen muskulösen Körper, ein Titel zieht sie in ihren Bann. Für Menschen wie Frau Berghoff steht der schöne Schein an erster Stelle. Aber Körper UND Geist sollten immer eine Einheit sein. Das ist es, was diese Menschen schlecht begreifen.“

Meine Elfe nickt wissend. Auch sie hat lernen müssen. Für Yuki war Karate lange einfach nur Kampf. Und Gewalt ist nicht ihr Ding.
Ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf. Genau danach handelt sie.
Linda wird die Sache besser regeln. Sie kann auch Menschen wie Frau Berghoff lehren.
Ich bleibe vorerst bei den Kindern. Und die unterrichte ich bekanntlich gern.
Geld ist nicht alles und arm war ich noch nie.

„Hömma Olle“, haucht Yuki mir plötzlich zuckersüß ins Ohr. „Dat is schon wieder spät, wir müssen noch ins Training gehen tun.
Wenn Frau Doktor kicken geht.

Zur Vorgeschichte dieses Beitrags einfach hier klicken: Die Leibwächterin

Drei Farben Schwarz

Mit dem Ttel des Artikels lehne ich mich an drei Filme an, die ab 1993 für Furore sorgte. Es sind die Filme „Drei Farben: Blau / Weiß / Rot.“ Aber ich drehe keinen Film. Ich schreibe lediglich über mein Leben. Und dem habe ich beschlossen eine weitere Farbe zu geben. vor mehr als zehn Jahren habe ich mit dem Farbenrausch aufgehört und keine Prüfungen mehr in Karate und Aikido gemacht. Das soll nun wieder anders werden und das hat einen Grund.

Im Karate habe ich den 2. Dan, den zweiten Schwarzen Gürtel. Mehr braucht kein Mensch. Aber mit dem 1. Dan darf ich lehren und das kann ich richtig gut. Vor allem Frauen und Kinder. Im Aikido habe ich keinen Meistergrad. Zumindest nicht auf dem Papier. Aber ich mag auch in dieser Sportart lehren. Und ein 1. Dan gehört dazu.

Yuki wird mich wie immer unterstützen und auch eine Prüfung machen. Aber vom 1. Dan in Karate, oder Aikido ist sie noch ein ganzes Stück entfernt. Aber niemand sollte meine Elfe jemals unterschätzen. Auch ohne Gürtel ist sie gut.

Im Unterschied zu mir ist für sie alles Spaß und Spiel. Sie scheint die Techniken zu tanzen, so zumindest sieht das bei ihr aus. Ich dagegen schlage zu. Dynamik gegen Eleganz. Als Duo unschlagbar. Zwei Seelen, eine Idee. Natürlich ist mein Papa begeistert, als ich ihm die Neuigkeit erzähle. Er wird mich gründlich vorbereiten und bei der Prüfung anwesend sein.

Im Aikido gibt es normalerweise keine Gürtel. Dort trägt man nur Oberteil und Hosenrock. Der 1. Dan wird lediglich symbolisch verliehen. Auch, wenn man das in Europa und Amerika ganz anders sieht. Aber was interessieren mich westliche Neuerungen, wenn ich einen japanischen (Groß)Meister zum Vater habe?

Der Sinneswandel kommt nicht von ungefähr und hat sich schon länger angedeutet. Linda hat Anteil an meinem neuen Denken. Sie braucht eine Trainerin. Und für immer will ich meine freie Zeit nicht in getunten Autos verbringen. Das macht Spaß und auch durchaus Sinn. Nur eben nicht auf Dauer. Da fehlt mir dann der Faktor Mensch.

Um Geld geht es dabei nicht. Das kann ich anders besser verdienen. Aber Frauen und Kindern zu helfen ist mir wichtig. Und da gehört auch Training mit dazu. Es fördert Fitness, aber auch den Geist. Und es ist gut gegen jede Art von Gewalt. Klassisches Aikido werde ich nicht unterrichten. Mein Stil wird angelehnt an Daitō-ryū Aiki-jūjutsu sein. Und das ist mit Jiu Jitsu verwandt.

Nach der Aikido-Tradition wird Kindern Aikido erst ab vierzehn Jahren vermittelt. Und das halte ich für falsch. Aber ich halte so einige Sachen der traditionellen Meister für überholt. Selbstverteidigung hat sich verändert, was zum Glück auch Linda so sieht. Zwar sind Traditionen wie Meditation durchaus wichtig, sie fördern die Konzentration. Aber im Straßenkampf gilt es blitzschnell zu reagieren.

Vielleicht werden sich nun viele LeserInnen fragen, wann ich das alles machen will. Und was aus meinem Wing Chun Training wird. Die Antwort ist so einfach, wie unkompliziert. Zur Zeit haben wir Semesterferien und ein Studium dauert kaum den ganzen Tag. Auch im Wing Chun strebe ich die Lehrerwürde an. Aber bis zu dem Tag ist es noch etwas hin.

Mir ist schon mehrfach die Frage gestellt worden, wie ich die drei Stile kombiniere. Von unmöglich war die Rede und dass ich niemals so gut sein könne, wie ein Meister in nur einer Sportart. Für diese Aussage habe ich nur ein japanisches Lächeln. Denn es geht sehr gut. Nur fehlt vielen Leuten genau dieses Talent.

Drei Schwarze Gürtel sind keine Besonderheit. Mein Papa hat noch einige mehr. Für mich sind sie lediglich Farben. Für ihn ein tieferer Sinn. Den kann ich sehen, mag aber seinen Weg nicht gehen. Aber der Geist des Budo lebt auch in mir. Ich bin eine Regenbogenkriegerin.

Fitness mit Nandalya – Workout für mehr Lust

Wir haben es doch schon immer gewusst: trainierte Frauen haben mehr Lust. Lust Kinder zu kriegen, Lust zu kochen, Lust dem Ehemann Lust zu bereiten … STOP! Das ist irgendwie so gar nicht lustig. Ich fange noch mal an.

Frauen in diesen Tagen haben keine Lust. Das mag am Wetter und am Hüftgold liegen. Vielleicht auch an der Psyche. Dagegen hilft Sonne, oder blaues Licht. Oder ein Workout für mehr Lust. Natürlich geleitet von der Diplom Lustologin Frau Dr. libido Landar. Das Lustradio (LR) hat ein Interview mit der Sexpertin geführt.

LR: „Guten Tag Frau Dr. Landar. Wie kommt eine junge Frau wie Sie eigentlich zum Sex?“
Ich werfe dem Fragesteller einen bösen Blick zu und er schrumpft um einige Zentimeter.
LR: „Also … äh … ich meine wie sind sie zur Sexologin geworden? Und bitte erzählen Sie doch etwas über die von ihnen entwickelte Sex-Technik.“
Das klingt schon viel besser und schmeichelt meinem Ego.
Ich spreize die Finger und mache eine wichtige Mi(e)ne, die leider sofort explodiert.
„Ich bin durch andauernde Lustlosigkeit vor einigen Jahren auf die Sextinische Kapelle gestoßen. Dort gibt es die sogenannten Sextantinnen. Das sind keine Nonnen, aber durchaus geheiligte Frauen, die sich über alles lustig machen.“
„Aber Frau Dr. Landar“, wirft der Interviewer ein. „Verwechseln sie da nicht Lust mit lustig?“
Ich schaue den Fragesteller belustigt an. Der Kerl hat von nix eine Ahnung, aber davon viel.
„Wichtig für mehr weibliche Lust ist ein gesunder Beckenboden“, fahre ich ungerührt fort. „Der sollte täglich gewienert werden. Sozusagen immer gut bescheuert sein. Ein Besuch in der von mir gegründeten Lustbude hilft da sehr! Frau wird dort von meinen Sexpertinnen auf ihre täglich zu erbringende Lustigkeit vorbereitet. Natürlich bevorzugt auf den Knien.“

Der Reporter wird rot und dann leichenblass.
Habe ich etwas falsches gesagt?
„Und … und es dürfen nur Frauen in dieser … Lustbude sein?“, stammelt er und greift sich an den vermutlich zu eng gewordenen Kragen.
„Na meinen Sie Männer seien dort willkommen?“, fauche ich ihn an. „Es geht hier um lustgeplagte Frauen.“
LR: „Ja, Entschuldigung, Frau Dr. Landar. Vielleicht wollen Sie näher auf ihren Kurs eingehen?“
Ich nicke und bin schon wieder halb versöhnt.
„Meist fangen wir mit einer Aufwärmübung an“, sage ich. „Frau wird geneigt. Also vornüber gebeugt. Das fördert ihre Launenhaftigkeit. Nach einer Weile hat sie dann so richtig Bock.“
Ich mache eine kurze Pause.
Warum steht dem Reporter nun der Schweiß auf der Stirn? Ein komischer Kerl ist das.

„Wir belassen Frau etwa eine halbe Stunde in dieser Stellung. Danach wird diese in Wohlgefallen aufgelöst. Dann folgen zwei, oder auch drei Sätze Begierde. Frau steht dabei möglichst nah an einem umgebauten Herd, der ihr das Verlangen auf die roten Wangen treibt. Um ihre Lust weiter zu fördern gibt es anschließend eine kurze Pause, in der sie eiskalt duschen muss. Dabei wird sie allein gelassen. Wie von ihrem Mann. Glauben Sie mir, die Mädels stehen voll darauf!“
Der Reporter schluckt. Es geht ihm sichtlich schlecht.
Ist der Mann etwa krank?

„Es folgt dann wieder eine halbe Stunde aktive Geneigtheit. Frau muss sich launig ihren Gelüsten hingeben. Glückstaler-Schokolade liegt ständig bereit, denn ohne Glück bückt Frau sich nicht.“
Der Typ kapiert aber auch gar nix, wie seine nächste Frage beweist.
LR: „Und das ist dann wirklich schon das ganze … äh … Rezept zur Lust?“
„Nee“, erwidere ich. „Die so belustigte Frau wird nun auf den Partner losgelassen, um ihr ins Unermessliche gestiegenes Verlangen nach Ruhe zu stillen.“
Der Reporter starrt mich entgeistert an. Endlich hat er verstanden.
„Ich glaube sie haben sich lustig gemacht“, murmelt er.“
„Es war mir ein Bedürfnis“, erwidere ich sanft.
Dann gehe ich belustigt nach Hause. Natürlich auf dem Weg zur Lust.