Nicht ohne meine (Enkel)Tochter!

Nicht ohne meine (Enkel)Tochter!

Was macht Frau, wenn sie 17 Stunden im Flieger sitzt? Sie schreibt Artikel für den Blog. Ich hatte schon vorab Notizen gemacht und auch meine WordPress Inbox geleert. Dort hat noch mehrfach ein gewisser „Rick“ gewütet, der sich als (hoch aggressiver) Buddhist und Dr. phil. geoutet hat und meinen Beitrag „Abenteuer Internet“ offenbar allein auf sich bezogen hat. Das in Japan für Ausländer durchaus noch gebräuchliche Wort „Gaijin“ hat bereits ausgereicht, um diesen angeblich friedlichen Menschen zur Furie werden zu lassen. Soviel zum Thema Experte. Einem wahren Meister der Kampfkunst wäre das nicht passiert.

Nicht ohne meine (Enkel)Tochter!

Apropos Karate! Papa Sensei ist mit von der Partie, angeblich muss er Aiko unterrichten. Ich sei viel zu beschäftigt, fügt er schmunzelnd hinzu. „Damit deine Firma vor dem Konkurs zu retten!“, ist mein Konter. „Wer hat sich denn zur Ruhe gesetzt und mich zur Geschäftsführerin gemacht?“ Mama hat gelächelt, sie kennt unsere nie ernst gemeinten Streitereien seit Jahren. Ich bin meinen Eltern wirklich dankbar, dass sie mit auf die Reise kommen. Selbstverständlich ist das nicht.

Aiko findet das natürlich toll und spannend. Allerdings braucht sie auch Kinder in ihrem Alter. Schon jetzt vermisst sie ihren kleinen Freund. Zum Glück haben die Ingenieure der Tuningschmiede ihre Familien mit nach Schweden gebracht. Einige haben bereits jetzt erklärt, dass sie für immer in Schweden bleiben. Die Germanen kehren also in ihre ursprüngliche Heimat zurück. Ob dann bald wieder die Wikinger nach Süden fahren?

Batman forever

Während Hollywood an der nächsten Auflage der Batman-Legende strickt, deutet sich im Fall von Corona, das Ende der Fledermaus an. Es wird immer wahrscheinlicher, dass SARS-CoV-2 ein künstlich hergestelltes Virus ist. Ich kann nicht sagen, ob es sich dabei um Propaganda handelt. Eine Menge Dinge deuten aber darauf hin, dass die Pandemie geplant worden ist. Bei BionTech hat man schon Ende 2019 dafür die Weichen gestellt. Lesen, anschauen und staunen: Pandemie Vorbereitungen schon Ende 2019

Es gibt noch andere Theorien, die man durchaus diskutieren kann. Eine ist, dass es kein SARS-CoV-2 Virus gibt. Wissenschaftlich ist das übrigens korrekt, da kein Land der Welt ein vollständig isoliertes Virus vorweisen kann. Wer sich nun fragt woran die Menschen vor der sogenannten Impfung starben, könnte bei einer aggressiveren Influenza-Variante fündig werden. Die nun Erkrankten, waren zum größten Teil doppelt geimpft. Ein durch die experimentellen Medikamente zerstörtes oder geschwächtes Immunsystem, wird dann auch bei einer normalen Erkältung versagen. Ergebnis: Schwere Verläufe oder Tod.

Ausgegrenzt

In Deutschland werden Ungeimpfte massiv unter Druck gesetzt und ausgegrenzt. Der Vergleich mit Hitlerdeutschland und Juden(Stern) bietet sich förmlich an. In Australien werden bereits Lager für Ungeimpfte errichtet. Der Gesundheits-Faschismus marschiert. Wann werden die ersten Verweigerer erschossen? Die schon vor Jahren von der Regierung weitestgehend entwaffnete Bevölkerung Australiens wehrt sich zwar, wird aber von der eigenen Polizei brutal niedergeknüppelt. Auch diese, dem Staat hörigen Diener, wird man eines Tages zur Rechenschaft ziehen.

Zwar wird auch in Schweden die Impfung gegen Corona eingesetzt, bisher allerdings auf freiwilliger Basis. Bis auf einige grüne Öko-Spinner, sind die Schweden völlig entspannt. Unterdessen bereitet man sich in Deutschland auf 4 weitere Jahre Chaos vor. Die Grünen wollen endlich mitregieren. Zwar werden sie keinen Kanzler stellen, aber als Vize lebt es sich auch ganz ungeniert. Immer mit einem Auge auf Christian Lindner, der FDP-Chef ist den Grünen suspekt. Ich finde es zum Schreien komisch, wenn sich diese Neo-Marxisten und Neo-Liberalen gegenüber stehen. Gewinner wird einmal mehr die globale Finanzelite sein.

Der Fall Kimmich

Lauterbach tobt, Experten schäumen, ein deutscher Nationalspieler verweigert sich der Impfung! Ich warte schon darauf, dass man ihn als „Nazi“ deklariert und aus der Mannschaft wirft. Dabei sind seine Gründe nachvollziehbar verständlich: „Weil ich warten will, was Langzeitstudien angeht. Ich glaube, es gibt auch ein paar andere Menschen zu Hause, die einfach ein paar Bedenken haben, was auch immer die für Gründe haben. Und ich finde, auch das sollte man respektieren.“ So sieht das auch Oskar Lafontaine.

Genau diesen Respekt vermisse ich bei den Polit-Darstellern und den GEZ-Medien. Man sollte sie genau im Auge behalten und sofort den Alarmknopf drücken, wenn „plötzlich“ ein Ehemaliger zu BionTech oder Pfizer wechselt. Der Fall Kimmich ist nichts weiter als eine Nebelkerze, die einerseits die Spaltung der Gesellschaft fördert und andererseits die Entscheidungen der Regierung verschleiern soll.

Fahren wir!?

Yuki und ich werden bald diverse Neuentwicklungen fahren, solage das in Schweden noch möglich ist. Nach diesen ersten Tests müssen wir aber auf den Winter warten. Fahreinsätze in extremer Kälte, haben deutlich mehr Aussagekraft. Bis dahin werden wir eine Art Arbeitsurlaub machen und schwedische Köstlichkeiten (ver)naschen. Hoffentlich hat jeder den Gag erkannt.

Auf meinem Blog wird es daher ruhiger werden, aber zumindest gute Musik kann ich mit euch teilen. Momentan sind wir alle ziemlich erschlagen, die Zeitumstellung schlaucht. Aber selbst Aiko bleibt tapfer wach. Sie erinnert sich an Schweden und möchte auf Entdeckungsreise gehen. (M)Ein rotes Auto wartet vor der Tür.  Wolf hat wirklich den 370Z nach Schweden gebracht. Langjährige Leser erinnern sich bestimmt. Schweden, wir kommen!

Fremdes Japan – Lieder aus der Vergangenheit

Fremdes Japan – Lieder aus der Vergangenheit

Es gibt Lieder, die einfach Evergreens sind. Zumindest für meinen Vater trifft das bei dem folgenden Lied zu. Er scheint mittlerweile Gefallen daran gefunden zu haben, auch Aiko für diese Musik zu interessieren. Ich kannte die meisten dieser Lieder schon. Unser Frechdachs ist bei allem Respekt ihrem Großvater gegenüber aber schlau genug, um sich die Ohren zuzuhalten oder wegzulaufen. Zumindest bei einigen der alten Songs. Diesen hat sie sich mehrfach angehört.

 

Black Rain reloaded

Black Rain reloaded

Regen hat eine symbolische Kraft. Regen wäscht alle Sorgen fort. Die Kurzgeschichte „Black Rain“ hat zwei Mütter. Eine zumindest halbwegs wahre Geschichte und das gleichnamige Lied. Vor einigen Jahren habe ich viel mehr geschrieben. Oft blutigen Horror, was mir ein schmunzelndes Kopfschütteln von Yuki einbrachte. Keine Ahnung was die immer hat.

Geschichte(n) die das Leben schrieb

Aber für Japaner sind das einfach nur Geschichten, die keiner ernst nehmen wird. In U-Bahnen sieht man oft Manga lesende Manager sitzen. Niemand stört das. Japaner sind nun mal so. Auch „Gewalt“ kommt durchaus in meinen Texten vor. Einiges habe ich selbst erlebt, aber literarisch abgeändert.

Ich mag gern über (japanische) Geister und Dämonen schreiben. Besonders die Göttin Inari und die Yuki-onna haben es mir angetan. Das nicht erst seit dem Tag, als Yuki in mein Leben trat. Sie, das wisst ihr bestimmt alle, ist eine Elfe und hauchzart. Es sei denn, dass sie mir auf den Hintern haut.

Gelebte Träume

Ein Wort, Musik, ein Sonnenaufgang, das sind meine zu Papier gebrachten Träume. Manchmal helfen sie einem Alltag zu entfliehen, der alles andere als träumerisch ist. Mein Alltag ist oft von eisiger Kälte bestimmt. Ich tanze auf brüchigem Eis, die Raubtiere warten schon. Sie heißen Hass, Neid und Gier. Ich werde auch sie besiegen.

Meine Welt ist so ganz anders, als viele glauben. (Finanz)Geschäfte in Asien zu machen kann anstrengend sein. Besonders in Zeiten von „Corona.“ Aktuell bereiten wir die Reise nach Schweden vor. Wir sind dort herzlich willkommen. Papa Sensei ziert sich noch. Aber schon jetzt steht für ihn fest „Nicht ohne meine (Enkel)Tochter.“ Eltern können einfach (und!) schwierig sein.

Black Rain reloaded

Regen hat eine symbolische Kraft. Regen wäscht alle Sorgen fort. Vor einigen Tagen habe ich Aiko vor dem Haus gesehen, die Arme ausgebreitet im warmen Regen. „Der Himmel weint!“, rief sie mir zu und ihre Augen waren voller Trauer. Ich habe mich neben sie gestellt und ihre kleine Hand genommen. Aiko hat mich angeschaut und alles war gut.

 

 

 

Black Rain

Black Rain

Das Lachen war verhallt. Tränen hatten die Freude ersetzt. Japan verblasste zu einer Erinnerung, als Kagome nach vielen Jahren wieder amerikanischen Boden betrat. „Ahmya“, flüsterte sie, aber schwarzer Regen schwemmte die Worte hinweg.

Kagome war die Tochter eines amerikanischen Marineoffiziers und einer Japanerin. Fünf Jahre hatten sie in Fukuoka gelebt. Kagomes Vater, Colonel Walter P. Miles, war der amerikanische Verbindungsoffizier im US-Generalkonsulat. Er sprach fließend japanisch, was seine Tätigkeiten einfach machte. Dass er in Wirklichkeit beim US-Marinegeheimdienst war, wusste nur der Botschafter.

Kagome war in Japan geboren, hatte aber die ersten Jahre ihrer Kindheit in den USA verbracht. Die Rückkehr nach Japan war daher ein kleiner Schock. Manchmal reicht es nicht aus eine Sprache zu sprechen, wenn die kulturellen Unterschiede riesig sind. Überwiegend neugierige aber auch ablehnende Blicke schlugen Kagome entgegen, als sie das Klassenzimmer ihrer neuen Schule betrat. Kinder können grausam sein.

Hilflos sah sich Kagome um, die Lehrerin lächelte freundlich. „Bitte nimm dort neben Ahmya Platz“, sagte sie. Kagomes Blick fiel auf ein bildhübsches Mädchen, das in der letzten Reihe saß. Namenlose Furcht krallte sich in ihren Bauch, als Ahmya sie kurz anschaute. Kalte Augen musterten Kagome, die instinktiv die Luft anhielt. Plötzlich lächelte Ahmya. „Komm schon“, sagte sie mit sanfter Stimme. „Ich beiße nicht.“

Ein achtjähriges Mädchen allein in einer fremden Klasse hat nicht viele Freunde. Einige Kinder zeigten Interesse, aber es blieb nur bei flüchtigen Gesprächen. „Nimm dich vor Tanaka in Acht“, hatte Ahmya gewarnt. „Er meint er könne uns alle beherrschen.“ Sie hatte bei diesen Worten gelacht. Kagome fiel schnell auf, dass alle Kinder ihre Nachbarin mieden. Warum das so war erfuhr sie bald.

Es dauert nur wenige Tage und eine Gruppe von Jungen hielt Kagome auf dem Pausenhof auf. „Wir mögen hier keine Gaijin“, sagte einer beiläufig. „Wie wäre es, wenn du wieder verschwindest.“ Kagome erkannte erst jetzt wer der Sprecher war. „Bitte, ich mag keinen Ärger haben“, sagte sie und verbeugte sich. „Ich habe euch doch nichts getan.“

„Du bist hier“, erwiderte Tanaka, „das ist bereits ärgerlich genug.“ Er machte einen Schritt auf Kagome zu und erstarrte, als wie aus dem Nichts Ahmya vor ihm stand. Ihre Augen waren tiefschwarze Löcher und bildeten einen scharfen Kontrast zu ihrer für Japanerinnen ungewöhnlich hellen Haut. „Willst du wieder spielen?“, fragte sie leise. „Ich rate dir lass sie in Ruhe!“

„Du Bastard hast mir nichts zu …!“ Weiter kam Tanaka nicht. Ahmyas brutaler Tritt landete zwischen seinen Beinen. Einem zweiten Jungen schlug sie auf die Nase, der Rest der Gruppe rannte davon. Japans Sonne ging auf, als Ahmya sich zu Kagome umdrehte und lächelte. „Komm“, sagte sie, „ich bringe dich nach Hause.“ Von diesem Tag an waren die beiden beste Freundinnen und unzertrennlich. Ahmya lebte allein mit ihrer Mutter, ihr Vater war ein Yakuza.

„Papa ist ein Sensei, er unterrichtet mich in Karate“, hatte Ahmya ihrer Freundin eines Tages stolz erklärt. „Ich nehme dich mit, vielleicht wird er dich auch unterrichten.“ Kagomes Eltern waren wenig begeistert, tolerierten aber die Entscheidung seiner Tochter. „Warum nur muss es ausgerechnet die Tochter eines Yakuza sein“, hatte der Oberst gesagt. „Ach lass die beiden doch“, erwiderte Kagomes Mutter. „Ich habe das Mädchen schon kennengelernt. Sie ist vielleicht etwas wild, aber sonst ganz lieb.“ 

Fünf Jahre später. Kagome war dreizehn geworden, als ihr Vater die Abberufung erhielt. „Es tut mir leid“, sagte er, „aber wir müssen in die USA zurück.“ Der Himmel verhüllte sein Gesicht, Regen prasselte auf die todunglückliche Kagome herab. „Schwarzer Regen“, sagte sie, die Trauer hat viele Gesichter. Kagome und Ahmya schrieben sich. Aber zwei Jahre später blieb der elektronische Briefkasten leer. Erneut hatte Kagome das Gefühl, jemand würde ihr das Herz aus dem Leibe reißen.

Die Jahre flogen dahin. Aus dem schüchternen Mädchen wurde eine schüchterne Frau. Allerdings mit Doktortitel. Auf einer Party lernte Kagome schließlich Edward kennen. Er war groß, muskulös und gutaussehend. Vom Typ her ein kalifornischer Sonnyboy. Nach einigen Verabredungen lud er Kagome zu sich nach Hause ein. Dort warteten bereits mehrere halbnackte Männer. Kagome ahnte was das zu bedeuten hatte. Sie wehrte sich so gut sie konnte. Aber die Männer waren zu stark für sie.

Edward riss ihr die Kleider vom Leib. „Ich habe den ersten Stich“, lachte er und zog seine Hose aus. Das waren seine letzten Worte. Es war ein kurzes ploppen, dem ein Wehlaut folgte. Das Loch in Edwards Stirn war tödlich. „Komm!“, hörte Kagome eine vertraute Stimme. „Du weißt doch ich beiße nicht.“ Ahmya zwinkerte ihr zu. Sie war größer, als Kagome sie in Erinnerung hatte. Aber vielleicht lag das auch an der Pistole.

Zwei weitere Männer bezahlten mit dem Leben, als sie nicht schnell genug zur Seite gingen. Ahmya brachte die weinende Kagome aus der Wohnung. Vor dem Haus wartete ein dunkler Wagen. „Nach Hause!“, zischte sie den Fahrer an, der sofort gehorchte. „Was … wie … ich verstehe das alles nicht“, stammelte Kagome. „Wo kommst du so plötzlich her und wo warst du all die Jahre? Ich ich habe dich so vermisst!“

Zwanzig Minuten später hielt der Wagen vor einem Haus, vor dem mehrere dunkel gekleidete Japaner standen. Sie verbeugten sich vor Ahmya, die ihre zitternde Freundin in den Arm genommen hatte. Zwei Japanerinnen eilten aus dem Haus, eine hatte eine Decke die sie um Kagomes Schultern legte. Die andere brachte Kleidung, die Kagome wie angegossen passte. Was ging hier vor?

„Wir mussten damals Fukuoka verlassen“, erzählte sie Ahmya. „Papa hatte Schwierigkeiten. Mehr musst du nicht wissen. Es wäre zu gefährlich gewesen weiter Kontakt zu halten. Über die Verbindung zur dir, hätten sie uns gefunden.“ In Kagomes Kopf schwirrten die Gedanken. „Aber wieso warst du in der Wohnung und die Pistole? Wer … was bist du?“

„Deine beste Freundin“, erwiderte Ahmya lakonisch. „Wir haben immer auf dich aufgepasst. Einer unserer Männer war stets in deiner Nähe. Als er mir von diesem Edward berichtete, habe ich Nachforschungen angestellt. Der Typ ist ein Zuhälter und wollte dich gefügig machen. Nach dieser Nacht hättest du für ihn angeschafft. Das konnte ich nicht zulassen. Und die Pistole … Weißt du, ich bin nun auch eine Yakuza.“

Kagomes Bauch hüpfte vor Freude. Oder war da noch mehr? Völlig verwirrt badete sie in Gefühlen, die ihr bisher unbekannt waren. Bisher waren ihr Männer gleichgültig gewesen. Edward hatte sie lediglich als Freund gemocht. Aber wenn sie nun ihre Freundin ansah, spürte sie ein unbekanntes und doch wissendes Ziehen im Unterbauch. Plötzlich erinnerte sie sich wieder an den Abschiedskuss. Wie Feuer hatte er auf ihren Lippen gebrannt und sich tief in ihr Herz gebohrt.

„Ich liebe Ahmya!“, zuckte ein Gedanke durch ihren Kopf. „Klar machst du das“, lachte Ahmya und gab ihr einen Kuss. „Warum glaubst du bin ich hier?“ Erst in diesem Moment begriff Kagome, dass sie den Satz laut ausgesprochen hatte. „Ich habe das schon immer gewusst“, erzählte Ahmya. „Aber was hätte ich machen sollen? Ich war noch ein Kind! Aber ich habe immerhin Papa überzeugt.“ Sie lachte bei diesen Worten. „So ganz glücklich darüber war er nicht eine lesbische Tochter zu haben. Mama hat es sowieso schon gewusst.“ 

„Aber was soll nun werden?“, wollte Kagome wissen. „Wie soll das funktionieren? Ich weiß nicht ob ich lesbisch …“ Ahmya Kuss verschloss ihre Lippen. „Glaub mir meine Blume, du bist es“, flüsterte sie. „Und mach dir keine Gedanken um die drei Toten. Niemand wird die jemals finden. Meine Männer haben bereits aufgeräumt. Und was dich und mich betrifft, die alten Probleme sind seit einigen Tagen erledigt. Meine Familie ist nun wieder frei.“ 

Die Tränen waren getrocknet. Freude hatte die Trauer ersetzt. Ihr altes Leben verblasste zu einer Erinnerung, als Kagome in den Armen ihrer Freundin lag. „Ahmya“, flüsterte sie immer wieder. Draußen wich der Regen dem Sonnenschein.

China Nights

China Nights

Der Humor meines Vaters ist weitaus schräger, als ich ihn auf diesem Blog wiedergeben kann. Nach dem Nagasaki-Zwischenspiel, hat er einige Tage später noch weitere Oldies ausgegraben. Aikos Reaktion war sich die Ohren zuzuhalten oder laut zu lachen. Bei dem Titel „China Nights“ hat sie allerdings getanzt. Da vermutlich die wenigsten Japanisch sprechen, habe ich neben der Originalaufnahme auch eine Version mit Englischen Untertiteln herausgesucht.

Gemeinsamkeiten

Ohnehin haben China und Japan mehr gemeinsam, als man gegenseitig zugeben will. Zwar halte ich Taiwan für das bessere China, aber das liegt am politischen System. Über Skype rede ich am Abend oft mit meiner chinesischen Freundin Lia, die nun in Taiwan lebt. Ihr Tai Chi hat sich weiter verbessert, auch sie ist nun eine Lehrerin.

Ihre Tante hat ihr ein neues Jian-Schwert zum Geburtstag geschenkt, das sie mir stolz per Webcam zeigt. Dass Lia perfekt damit umgehen kann weiß ich. Wir philosophieren über chinesische und japanische Schwertkunst und machen uns über die Koreaner lustig. Die, da sind wir uns auf humorvolle Weise einig, können weder Karate noch Kung Fu.

Sieger

Was so abwertend klingt ist reiner Spaß. Ich habe lange und oft Taekwondo trainiert und weiß um die Fähigkeiten koreanischer Meister. Die vermutlich vielen auf der Zunge brennende Frage, welche Schwerttechnik nun besser ist, hat sich mir nie gestellt. Allein der Anblick Japanischer Samurai hat in China und Korea Angst und Schrecken verbreitet. Allerdings gehe ich davon aus, dass selbst ein durchschnittlicher Samurai einem chinesischen oder koreanischen Gegner überlegen war.

Koreaner und Chinesen sehen das vermutlich anders. Daher arbeiten sie seit vielen Jahren ihre Niederlagen mit Filmen auf. Dort siegen durch die Lüfte fliegende Helden. Die Wahrheit sieht ein wenig aus. Es ist schwer zu sagen, inwieweit der Hass zwischen den Nationen noch ein Thema ist. Mit Chinesen hatte ich noch nie Probleme. Dass ich vor einigen Jahren eine angetrunkene Koreanerin in die Schranken weisen musste, ist unerheblich. (Süd)Korea ist für mich kein feindliches Land.

China Nights

Ohne Corona, wäre ich schon letztes Jahr in Taiwan gewesen. Auch Lia möchte uns gern in Japan besuchen. Zur Zeit arbeiten wir daran, das ohne Probleme zu realisieren. (Fake)Meldungen diverser Nachrichtenagenturen, dass sich zwei asiatische Kampfkünstlerinnen duellierten, bitte ich in diesem Fall zu ignorieren.

Aiko, die gute Fortschritte bei Hiragana und Kanji macht, schaut mir beim bloggen gern über die Schulter. Sie will stets wissen was ich schreibe und wann sie diese „komischen Zeichen“ auch erlernen darf. In einem Anfall von Humor habe ich ihr das Wort „Frechdachs“ beigebracht. Yuki hat nur den Kopf geschüttelt. Keine Ahnung, was das nun wieder bedeuten soll.

Mein deutsches Leben

Mein deutsches Leben

Vor einigen Tagen las ich den Bericht einer Japanerin, die sich unwillkommen in Deutschland fühlte. Die deutsche Direktheit war für sie ebenso ein Problem, wie die mangelnde Hygiene öffentlicher Toiletten. Das erinnerte mich an den Bericht einer Deutschen, die eine Weile in Japan lebte und deren Bericht nur aus Nörgeleien über Japan bestand. Beide Frauen, das sage ich ganz offen, haben sich offensichtlich kaum mit ihrem Reiseland beschäftigt.

Mit Kinderaugen

Auch meine ersten Monate in Deutschland waren schwierig. Meine Eltern sprachen bereits Deutsch, ich konnte lediglich einige Worte. Zwar fühlte ich mich abseits meiner eigenen Kultur etwas verloren, aber meine Neugier auf alles Neue überwog. Im Unterschied zu den angesprochenen Frauen ist mein Glas stets halb voll. Wurde es leer, habe ich es wieder aufgefüllt.

Ich habe Deutschland angenommen, mir fällt kein anderes Wort dafür ein. Die Mentalität der Menschen mochte anders sein, aber ich war noch ein Kind und habe es kaum besser gewusst. Mit einem Wort: Deutschland hat mich fasziniert. Als ich älter wurde sah ich gern den Schiffen zu oder ging am Rheinufer entlang. In Düsseldorf fallen Japaner kaum auf, aber ich erinnere mich an viele freundliche Gesichter. Das Leben in Deutschland kann so einfach sein.

Der Himmel über Düsseldorf

Die Häuser, die Sprache, auch das Wetter und selbst der Himmel über Düsseldorf, das alles ist anders als in Fukuoka. Und doch ist vieles gleich. In beiden Städten leben freundliche Menschen. Meine Reise durch die Herzen vieler Deutscher stand stets unter einem guten Stern. Sie brachten mir Herzlichkeit entgegen, die ich erwidert habe. Auf meine Weise versteht sich. Innige Umarmungen waren noch nie mein Ding.

Freunde zu finden, den Kontakt mit anderen zu suchen, ist kein Problem für mich. Kinder sind ohnehin neugierig, den Rest hat mein exotisches Aussehen besorgt. Unüblich für Mädchen, habe ich selten Kleider getragen. Zum Glück haben mich meine Eltern nie als Prinzessin gesehen. Die Farbe rosa ist mir bei Kleidung ohnehin zuwider. Trotzdem gab es den einen oder anderen Disput darüber, was ich anzuziehen hatte. Gerüchten zufolge, hat meine Mutter mich dann mit Süßigkeiten bestochen. Darauf angesprochen schmunzelt sie heute noch.

Keine Kompromisse

Deutsch zu lernen, die Sprache perfekt und ohne Akzent zu sprechen, ist die vermutlich größte Leistung meines Kinderlebens. Kompromisslos für meine Freunde einzustehen, mich wo immer nötig durchzusetzen, ist ein weiterer angeblich interessanter Punkt. Ich dagegen halte es für normal, sich schützend vor andere zu stellen.

Deutschland im Sturm zu erobern, war nie mein Plan. Es hat sich einfach so ergeben. Den (Zwinker)Smiley kann sich an dieser Stelle jeder denken. Ohnehin ist mein (japanischer) Humor oft etwas schräg. Japaner haben eine Menge davon, aber das kann nun mal nicht jeder verstehen. Als Kind fand ich es durchaus lustig meinen Freundinnen japanische Schimpfworte beizubringen. Das hätte doch bestimmt jeder andere auch gemacht.

Mein Deutschland

Deutschland zu erleben, selbst Deutsche zu sein, hat mich lange Zeit glücklich gemacht. Dass wir bei der Einbürgerung etwas gemogelt haben, möge man mir bitte verzeihen. Ich hatte stets auch einen japanischen Pass. Mit der Rückgabe der deutschen Staatsbürgerschaft, habe ich ein Zeichen gegen die Politik der Regierung Merkel gesetzt. Aber vielleicht komme ich eines Tages wieder.

Deutschland in einer Zeit nach Corona wieder zu besuchen, wird vermutlich eine Weile schwierig sein. Es sei denn, dass ein wie auch immer geartetes Wunder geschieht und die Verantwortlichen der Krise auf der Anklagebank sitzen. Aber mein Bauchgefühl sagt mir, dass die Öffentlichkeit weiter im Dunkeln tappen wird und der eines Tages erfolgende Durchbruch bei Corona, auf die Maßnahmen und die Impfung geschoben wird. Keine Lüge könnte größer sein.