Deutschland, deine Medien

Deutschland, deine Medien

Deutsche „Qualitätsmedien“ haben schon immer gewusst, dass im Osten das Böse existiert. Normalerweise ist Russlands Präsident das Ziel westlicher Attacken. Egal was Putin macht, man lässt kein gutes Haar an dem Mann. Aktuell ist aber Weißrusslands Präsident der Bösewicht. Will er doch trotz vom Westen gesteuerter Opposition nicht weichen.

Das Spiel beginnt

Man muss kein Hellseher sein, um die Handschrift der CIA hinter den seit Monaten anhaltenden Protesten in Belarus zu vermuten. Nachdem vor Jahren der Ukraine-Deal fehlgeschlagen ist, will man nun Weißrussland politisch erobern. Daher passt es wunderbar ins Bild, dass, wie der SPIEGEL schrieb, der Diktator Lukaschenko mit einem Kampfjet eine Ryanair-Maschine zur Landung in Belarus zwang, um den oppositionellen Blogger Roman Protasewitsch festzunehmen.

Die Empörung im Westen folgt auf dem Fuß. Mit den üblichen Statements wird Betroffenheit suggeriert, um die eigenen Bürger auf Kurs zu bringen. Das lenkt von der Corona-P(l)andemie ab und richtet den Fokus auf den bösen Lukaschenko. Diverse Blogger hatten vor einem Jahr berichtet, dass eben dieser Lukaschenko, den an einen Lockdown geknüpften Kredit des IWF abgelehnt habe.

Fakten! Fakten?

Die selbsternannten Faktenchecker von CORRECTIV, haben diese Meldung als überwiegend falsch aufgedeckt. Lukaschenko selbst habe um einen Schnellkredit gebeten, was offenbar richtig ist. Der IWF verweigerte aber eine Antwort darauf, ob der Kredit an Bedingungen geknüpft gewesen sei. Auf die Frage, ob der IWF die Genehmigung eines Schnellkredits an die Bedingung eines „Lockdowns“ geknüpft habe, erhielt CORRECTIV keine direkte Antwort.

Die Aussage eines IWF-Sprechers weckt zumindest Zweifel an der Darstellung, dass es keine Bedingung gegeben habe. Das RFI (Rapid Financing Instrument) verlange angemessene Maßnahmen zur Rechenschaftslegung und Transparenz, durch die sichergestellt werden könne, dass die finanziellen Mittel ordnungsgemäß verwendet werden. Für mich klingt das durchaus nach Bedingungen.

Bomben über Belarus

Den „oppositionellen Blogger Roman Protasewitsch“, haben vermutlich nur wenige im Westen gekannt. Nun wird er zum Märtyrer aufgebaut, um Lukaschenko zu stürzen. Norbert Röttgen, der Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses des Bundestages, hält eine Beteiligung Russlands nicht für ausgeschlossen: „Es ist mindestens davon auszugehen, dass die staatliche Entführung des Flugzeuges vom Kreml abgesegnet war, wenn es nicht sogar auch operative Unterstützung seitens Russlands gegeben hat.“

Ich lasse das unkommentiert. Aber mit müheloser Recherche kann man den mittlerweile veröffentlichten Funkverkehr der Ryanair-Maschine mit dem Fluglotsen finden. Demnach gab es eine Bombendrohung und die Piloten haben sich für eine Landung in Minsk entschieden. Das ist die Kurzfassung. Die Langversion kann jeder selbst nachlesen, der auf der verlinkten Seite nach unten scrollt. Ob es einen Kampfjet gab wird dort nicht erwähnt. Im Fall einer Bombendrohung halte ich eine Begleitmaschine für normal.

Deutschland, deine Medien

Wer nun lügt oder die Wahrheit sagt, wer vielleicht nur Propaganda verbreitet, ist schwer zu sagen. Zumindest kann man Zweifel an der Ehrlichkeit der offiziellen Berichterstattung haben. Ich selbst habe wenige Minuten gebraucht, um eine andere Version des Ereignisses zu finden. Die breite Öffentlichkeit wird davon nichts erfahren.

Dass die USA seit Jahren und unter jeder Administration, die Konfrontation mit Russland suchen, ist ein offenes Geheimnis. Putin soll weg, man will an Russlands Bodenschätze. Fällt Russland, ist China das nächste Ziel. Die Richtung ist klar, nur der Weg bleibt nebulös. Die Medien leisten Schützenhilfe. Der politische Einfluss (aus den USA) ist dabei klar.

Das nächste Kapitel

Ich bin keine Hellseherin und meine Zeit für Recherchen ist begrenzt. Nachdem sich aber „Corona“ langsam dem Ende zuneigt, nachdem die Pharmaindustrie Milliardengewinne durch sogenannte Impfungen zu verzeichnen hat, kehrt wieder der politische Alltag ein. Die Falken im Weißen Haus rasseln scheinbar offen mit den Säbeln und träumen von einem (konventionellen) Krieg gegen die Russische Föderation.

Ich glaube an keinen Krieg. Selbst konventionell geführt gäbe es keinen Gewinner. Der wahre Krieg spielt sich hinter den Kulissen und in Form von Propaganda ab. Die durch Corona entrechtete Bevölkerung wird jede Pille schlucken. Also sind Putin und Lukaschenko böse, wen interessiert das bei Otto Normalverbraucher schon. Hauptsache (neue) Normalität und die Biergärten werden bald wieder geöffnet. Da sage ich doch Prost!

 

 

Die Welt im Spiegel

Die Welt im Spiegel

Ich mag Wortspiele. Aus diesem Grund habe ich die Überschrift genau so gewählt. Sie soll auf die allzu einseitige Berichterstattung der deutschen Medien hinweisen. Nehmen wir als Beispiel das ehemalige Sturmgeschütz der Demokratie, den SPIEGEL. Addieren wir nun DIE WELT und wir haben (k)eine wahrhaft seriöse Berichterstattung, die uns umfassend informiert. An dieser Stelle darf sich jeder einen Lacher gönnen.

Der Blick in den Spiegel

Am Beispiel meines gestrigen Haiku, bzw. dem Artikel von Boris Reitschuster und den Aussagen des Pflegers, wird allzu deutlich was ich meine. Der SPIEGEL verschweigt seinen Lesern sämtliche kritischen Äußerungen und folgt damit stramm dem politischen Kurs. Aber Spahn hatte keine Argumente, er ging krachend auf die Bretter.

Wer weiß, vielleicht wachsen den Spiegel-Redakteuren bereits kleine Oberlippen-Bärtchen oder sie lesen täglich die Schriften von Karl Marx. Irgendwoher müssen sie schließlich ihre wirren Eingebungen bekommen, die sie mit heiligem Eifer unter die Leute bringen. Vielleicht liegt es auch an den Gates-Millionen, die der ehemalige Software-Hersteller und selbsternannte Impfpapst dem Magazin gespendet hat.

Corona und kein Ende

Viren mutieren, das ist ein alter Hut. Die jetzt entwickelten vorbeugenden Medikamente, Impfstoff/e genannt, sind daher quasi nutzlos für die Bevölkerung. Selbst mir als medizinischem Laien ist klar, dass wenn überhaupt, nur ein geringer Schutz existiert, der vermutlich halbjährlich erneuert werden muss. Vielleicht auch nur jährlich und in Verbindung mit einer Impfung gegen Influenza. Die, das ist den meisten ebenfalls unbekannt, auch nur einen geringen Schutzwert bietet.

Nützlich ist die „Corona-Impfung“ allerdings für die Kassen der Pharmaindustrie, die seit Monaten heftig klingeln. So heftig, dass man Polit-Darstellern mal so eben mit netten Sümmchen „unter die Arme greifen“ kann. Das Gerede von neuen Wellen und Corona-Mutanten soll weiter Angst und Panik unter den Menschen schüren. Im Hinterzimmer wird derweil die (Welt)Wirtschaft umgebaut.

Heil(t) Corona!

Manchmal frage ich mich, ob ein Großteil der deutschen Bevölkerung (wieder) mit ausgestrecktem rechten Arm vorm „Spiegel“ steht und statt dem GröFaZ nun dem neuen Gott Corona huldigt. Vermutlich würden sie alles „schlucken“, wenn es nur wieder den ach so ersehnten Frieden bringt. Bis dahin wird Oma Lieschen denunziert, wenn sie Besuch von der eigenen Familie hat. Besucht sie die Familie, ist das kein Problem. Deutsche Beamtenlogik eben. Aber die hat auch schon 1933 funktioniert.

In Großbritannien scheint man mittlerweile umzudenken. Die Regierung will offenbar aus der Corona-Falle heraus, in die sich selbst manövriert hat. Ich verzichte an dieser Stelle auf Spekulationen warum das so ist. Aber man scheint von „der Pille gegen Corona“ auszugehen, was durchaus denkbar ist. Zwei gibt es schon, weltweit wird heftig an weiteren geforscht. Dass man unter anderem auch mit Aspirin, Vitamin D3 und Zink einer Infektion vorbeugen oder sie zum Teil abmildern kann, bleibt meist unerwähnt. Selbst handelsübliche Mundwasser oder Nasensprays können Viren „töten.“ Aber das hat bestimmt mal wieder keiner gewusst.

Corona-Leugner

Die Bezeichnung Corona-Leugner ist ein billiger Versuch, um kritische Stimmen zum Schweigen zu bringen. Kombiniert mit Nazi, Reichsbürger oder Antisemit, wird jede skeptische Stimme damit im Keim erstickt. Wer sich also wie ich skeptisch über die Corona-Maßnahmen äußert, wird schnell in diverse Ecken manövriert.

Bevorzugt in linke oder rechte. Das macht man so, wenn man argumentativ unterlegen ist. Ich hätte diesen Denunzianten noch die antifeministische Ecke anzubieten, in der mich linkgrüne „Schwestern“ mittlerweile sehen. Mein Vergehen, ich habe Beiträge ohne Gendersternchen verfasst.

Geschäftsmodell Corona

Die Corona-Impfung ist der gelungene Versuch der Pharmaindustrie, um schnell an frisches Geld zu kommen. Vielleicht ist für den einen oder anderen meiner Leser interessant, woran die Unternehmen noch so forschen. Das kann jeder selbst in wenigen Minuten recherchieren. Alternativ habe ich am Ende des Beitrags einen Link eingestellt.

Ich für meinen Teil bin skeptisch, was die Gutherzigkeit solcher Forschungen betrifft. Wenn nämlich die „Impfung“ letztlich scheitert, werden vielleicht die dann entwickelten Medikamente eingesetzt. Bis das nächste Virus kommt und das Spiel mit der Impfung von vorn losgeht. Aber vermutlich ist das nur eine weitere Verschwörungstheorie:

Therapeutische Medikamente gegen die Coronavirusinfektion Covid-19

Ein Land schreibt sich schön

Im (vor)weihnachtlichen Deutschland tobt seit Tagen ein Sturm der Entrüstung, es rauscht gewaltig im Blätterwald. Der zum Hurrikan gewordene Nordwind Claas, seinem Wesen nach ein streichelweiches Vorzeige-Lüftchen, ist mit Vehemenz ins Innere des Spiegelpalastes gekrochen und hat dort eine Menge Glas zerschlagen. Wie nur konnte das geschehen?

Wessen Brot ich esse, dessen Lied ich singe?

Wenn es so einfach wie diese Zwischenüberschrift wäre, wenn besagter Claas Relotius wirklich nur dem Druck des eigenen Anspruchs, oder dem seines Arbeitgebers gerecht werden wollte, wenn er in panischer Versagensangst immer weitere Lügengebilde aus dem Wolkenkuckucksheim literarischer Finessen entführt hätte, man könnte den nun in Ungnade Gefallenen irgendwann wieder rehabilitieren. Aber genau hier liegt der Fehler.

Deutschland, die (Alternativen) Medien, alle prügeln nun mit einer gewissen Häme auf den Schreiberling ein, der als Journalist versagt, als Fake News-Autor aber Bestseller geschrieben hat. Schaut man sich die Berichterstattung der letzten Jahre in Deutschland an, besonders ab dem Herbst 2015, als eine gewisse Angela Merkel Millionen von Menschen die Einreise nach Deutschland ermöglichte, fallen viele solcher Beiträge im Stil von Herrn Relotius auf.

Relotius ist nur die Spitze des Eisbergs. Ohne Namen zu nennen, kritische LeserInnen wissen wen ich meine, finden sich in fast allen deutschen Medien ähnlich positive Berichte, die auf mich schon immer wie Groschenromane wirkten. Von „Reugees welcome“ über „In China fällt ein Sack Reis vom Himmel“, gibt es dort alles zu lesen. Wobei wir natürlich alle wissen, dass das nur Fake-Reis gewesen sein kann.

„Die Sache ist so selbstentlarvend wie nur irgendwas. Ein Fest für die, die es schon geahnt hatten“, hat ein Leser meines Blogs als Kommentar zum SPIEGEL-Haiku geschrieben, das diesem Beitrag vorausgegangen ist. Heißt das nun, dass alle Medien lügen? Niemand hat das jemals behauptet. Aber wie kann es sein, dass ein einzelner Journalist unbemerkt Lügen in Deutschlands ehemals besten Nachrichtenmagazin verbreiten kann?

Lügen fürs System

Als ich vor zwei Jahren mit meinen Reportagen über die Beeinflussung durch die Medien begann, war die Skepsis vieler LeserInnen groß. Von ungläubigem Staunen bis zu offener Ablehnung, habe ich die ganze Palette der Emotionen erlebt. Jene, die mich als „Verschwörungstheoretikerin“ bezeichnet haben, sind längst ihrer Wege gegangen und leben vermutlich noch immer in ihrem rosa Wolkenkuckucksheim. Andere nicken wissend und fallen doch nur wieder auf neue Fake-News herein. „Aber der Sprecher von der Tagesschau hat doch gesagt …!“

Den einzelnen Reporter trifft keine Schuld, auch Relotius ist ein Opfer. Ein Opfer, das auch über in der Atlantik-Brücke (Vorsitzender Friedrich Merz) vernetzte Chefredakteure und Intendanten geschaffen worden ist. Den USA genehme Nachrichten, werden auf diese Weise an deutsche Redaktionen vermittelt. Die Mitglieder der Atlantik-Brücke sind frei recherchierbar. Anschauen, staunen und dann erst wissend nicken.

Diese Vernetzung findet natürlich auch mit deutschen PolitikerInnen statt, denen deutsche MedienvertreterInnen gern am Rockzipfel hängen. Wer weiß, ob sonst die GEZ-Milliarden weiter sprudeln. Aussteiger werden gnadenlos in Grund und Boden denunziert und um ihre berufliche und persönliche Existenz gebracht. Des Deutschen größter Feind war immer schon der Deutsche. Nein, ich bin kein Feind der Deutschen und auch nicht von Claas Relotius. Ich werde letztlich nur in meiner Medienkritik bestätigt.

Mut zur Demut

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, Amerika ist auf keinen Fall das Reich des Bösen. Ich habe die Menschen als freundlich erlebt. Bei amerikanischer (Geo)Politik sieht das schon wieder anders aus. Die ist für den Normalbürger entweder unsichtbar, oder sehr schwer zu verstehen. Stichwort „Die Eliten (Hochfinanz) hinter der Politik.“ Und die nimmt über die Atlantik-Brücke Einfluss auf deutsche Redaktionen. Das gilt es im Hinterkopf zu behalten.

Zurück zum SPIEGEL, der den Deutschen nun verkauft, dass man Relotius intern entlarvt habe. Warum glauben LeserInnen das? Darf zum Beispiel eine Polizeibehörde gegen den eigenen Präsidenten ermitteln? Ist es nicht vielmehr so, dass dann das Landeskriminalamt (LKA) eingreift? Die SPIEGEL-Redaktion gibt sich demütig und gelobt Aufklärung für diesen Fall, natürlich auch zukünftig eine bessere Kontrolle. Aber wer kontrolliert die Kontrolleure?

Man könnte dem SPIEGEL nun unterstellen, dass man absichtlich mit der Enthüllung der Geschichte bis kurz vor Weihnachten gewartet hätte. Jeder ist mit Vorbereitungen beschäftigt, letzte Geschenke werden von vergesslichen Männern gekauft. Die Menschen wollen Abstand vom Alltag. Chepeau SPIEGEL, dumm ist anders! Aber die Wahrheit sieht wie immer ganz anders aus. Wer (gut) Englisch kann, dem empfehle ich diese Webseite zu lesen. Dort findet sich die eigentliche Quelle des Skandals. Wer lieber heimische Zeichen lesen möchte, könnte sich auch diesen deutschen Beitrag genehmigen. Oder sind auch das nur Lügen, die dem SPIEGEL schaden wollen?

Helden wie wir

Beim SPIEGEL wird die „Causa Relotius“ anders dargestellt. Ein neuer Held, Juan Moreno, der angebliche Enthüller des Skandals, ist bereits gefunden. Wäre ich SPIEGEL-ChefredakteurIn, es gäbe nun einen Mehrteiler zu lesen, der Vertrauen ohne Grenzen schafft. Meiner Meinung nach hat der SPIEGEL fertig, meiner Meinung nach ist das Sturmgeschütz der Demokratie ohnehin schon seit Jahren verstummt. Aber vielleicht kommt die Aufklärung von der BILD, dort hat man schon immer alles besser gewusst.

Auch wenn noch die entsprechenden Beweise fehlen, Claas Relotius dürfte kein Einzelfall gewesen sein. Der politisch-mediale Komplex, gern auch System Merkel genannt, weiß was er tut, das hat man aus der DDR mit in den (goldenen) Westen gebracht. Aber Merkel ist und war keine goldene Henne, ihre den Deutschen massenhaft ins Nest gelegten faulen Eier stinken erbärmlich. So, wie diese SPIEGEL-Geschichte. Ein Land schreibt sich schön, wäre der bessere Titel der Enthüllungen gewesen. So sieht die Wahrheit ab dem Jahr 2015 aus.

Der Merkel-Plan

Diesen und alle meine politischen Beiträge schreibe ich unter der für die meisten Menschen geltenden Prämisse, dass wir in einer Demokratie leben, die von freien Wahlen getragen wird. 

„Konservativ ist das neue cool“, heißt es in den USA. Die CSU hat daraus „sexy“ gemacht. Zwar hat die Union viele Stimmen an AfD und FDP verloren, aber Merkels Plan hat trotzdem funktioniert. Rot-Rot-Grün zu verhindern war immer das klare Ziel. Und angeblich hat das wieder keiner gewusst.

Zwar hat die Union einige Fehler gemacht und die AfD nicht wirklich ernst genommen, aber dumm sein ist anders. Als klar erkennbar war, dass eine neue konservative Kraft entsteht, hat man das als Strategie genutzt und vielleicht eigene Leute eingeschleust.

Der Journalist Robin Alexander, der schon mit seinem Buch „Die Getriebenen“ für einen Paukenschlag sorgte, hat von einer Strategiekonferenz der CDU im April 2016 berichtet. Damals habe man die AfD nicht als Gefahr, sondern als Chance erkannt, um Rot-Rot-Grün zu verhindern, und dafür zu sorgen, dass ohne die Union keine Regierung gebildet werden kann.

Merkels Wunschkandidat hieß natürlich Christian Lindner. Auf den kann sie bauen, die FDP dreht gern ihr Fähnlein nach dem Wind. Zu den GRÜNEN steht sie skeptisch, so lange die Realos nicht in der Mehrzahl sind.

Merkel hat nun Seehofer wieder auf Kurs gebracht. Er, der Angst vor dem Abgang hat, will auch weiter an den Fleischtöpfen sitzen. Die Einigung um die Obergrenze mutiert zur Farce. In Wahrheit ist sie bereits im Oktober für 2017 weit überschritten.

Unterdessen schachern die GRÜNEN, die Jakob Augstein zu den liberalen Eliten zählt, bereits um mögliche Ministerposten. Augstein wörtlich: „Die Grünen, die man getrost zu den liberalen Eliten zählen darf, sind auf der falschen Seite der Geschichte gelandet: Sie sind mit ihrem Verständnis von Freiheit inzwischen Verbündete des Konzernkapitals.“

„Konservativ ist das neue cool“, heißt es in den USA. Die CSU hat daraus „sexy“ gemacht. Frau Merkels Plan ist aufgegangen. Rot-Rot-Grün zu verhindern war immer das klare Ziel. Und angeblich hat das wieder keiner gewusst.

Wenn Sexismus in die falsche Richtung geht

Dass Sexismus nicht nur ein Hirngespinst ist zeigt ein am Dienstag bei youtube veröffentlichtes Video. Darin ist die Schauspielerin Shoshana Roberts zu sehen, wie sie beim normalen Schlendern durch New York von Männern angesprochen und (sexuell) belästigt wird.

Vielen Dank an dieser Stelle an die „Lesbomatin“, die auf ihrem Blog bereits auf das Video aufmerksam machte. Bei meiner Online-Recherche bin ich dann auf einen Bericht von SPIEGEL-Online gestoßen, der von Morddrohungen gegen die Schauspielerin berichtet.

Auch, wenn sich das Video nicht 1:1 auf Deutschland übertragen lässt, hat jede Frau schon Bemerkungen wie diese erlebt. Besonders krass ist der die Schauspielerin verfolgende Afro-Amerikaner, der dies mehr als fünf Minuten tat. Und das am helllichten Tag! Für ein solches offen ausgelebtes sexistisches Verhalten fehlt mir jegliches Verständnis.

Zum Originalpost der Lesbomatin geht es hier:  KLICK MICH

Auf den Link zum SPIEGEL verzichte ich. Ich bin überzeugt davon, dass meine LeserInnen den Weg dorthin selbst finden.

Skandal um Sibylle Lewitscharoff – Büchner-Preisträgerin wettert gegen künstliche Befruchtung

Prominente werden gern nach ihrer Meinung gefragt und Schriftsteller oft über den Grünen Klee gelobt und auch hofiert. So geschehen mit Sybille Lewitscharoff.
Kennt ihr nicht? Dann darf ich euch die Dame vorstellen, die 2013 mit dem Büchnerpreis ausgezeichnet worden ist.  Zu Recht? Nun damals war sie scheinbar noch halbwegs bei Sinnen. Am Sonntag bei ihrer Dresdner Rede nicht.

In ihrer Rede über „Geburt und Tod“ hat Lewitscharoff die künstliche Befruchtung verurteilt und äußerte sich voller „Abscheu“ über Kinder, die auf solch „abartigen Wegen“ entstanden seien. Damit nicht genug hat sie solche Kinder als „Halbwesen“ bezeichnet, „zweifelhafte Geschöpfe, halb Mensch, halb künstliches Weißnichtwas“. „Das ist gewiss ungerecht, weil es den Kindern etwas anlastet, wofür sie rein gar nichts können. Aber meine Abscheu ist in solchen Fällen stärker als die Vernunft“, sagte Lewitscharoff.

Meine Abscheu vor der alten Dame wächst. Mit jeder Minute, jedem Atemzug. Lewitscharoff findet auch ein „Onanieverbot“ weise. Wenn Sperma zur künstlichen Befruchtung eingesetzt werde, sei ihr das „nicht nur suspekt“, es erscheine ihr „absolut widerwärtig“. „Mit Verlaub, angesichts dieser Entwicklungen kommen mir die Kopulationsheime, welche die Nationalsozialisten einst eingerichtet haben, um blonde Frauen mit dem Samen von blonden blauäugigen SS-Männern zu versorgen, fast wie harmlose Übungsspiele vor“, sagte Lewitscharoff.

Boldidenbedingt habe ich erst spät von dem Skandal erfahren, den ich aber nicht unkommentiert lassen möchte. Nur gehe ich diesmal einen anderen Weg und möchte einige Links zu Online-Magazinen posten. Vor allem der SPIEGEL bringt es auf den Punkt und dafür muss ich mich bei Georg Diez bedanken. Normalerweise hätte ich ihn für seine Äußerungen Frau gegenüber in der Luft zerrissen, aber in dem Fall hat er Recht. Herrenreiterin des Kleingeists nennt er Lewitscharoff. Und das tut richtig gut.

http://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/georg-diez-ueber-die-lewitscharoff-rede-zu-befruchtung-und-onanie-a-957342.html

Massive Kritik hagelt es auch von der taz. „Was für eine schreckliche, menschenverachtende Tirade!“, heißt es dort.

http://www.taz.de/Rede-von-Sibylle-Lewitscharoff/!134309/

Natürlich fällt „DIE ZEIT“ wieder aus dem Rahmen und bringt lediglich eine kleine Pressemeldung. Auch wenn mein besonderer Freund David Hugendick schnell noch eine Glosse schreibt. Aber die wirkt halbherzig und ist kaum der Rede wert. Wer es lesen mag darf das gerne tun, aber auf die ZEIT verlinke ich nicht.

Auch die FAZ bringt einen sehr guten Artikel:

http://www.faz.net/aktuell/feuilleton/buecher/autoren/sibylle-lewitscharoffs-rede-hoeren-sie-nicht-auf-frau-doktor-frankenstein-12835253.html

Das Dresdner Schauspielhaus distanzierte sich als Mitveranstalter in einem offenen Brief sofort von Lewitscharoffs Aussagen. Der Chefdramaturg Robert Koall hat ihn geschrieben. Und das macht er richtig gut. Einen Satz, der schon in der Presse stand, möchte ich ebenfalls erwähnen:

„Es gibt einen Punkt, der die Dresdner Rede vom 2. März gefährlich macht. Das ist das Tendenziöse, die Stimmungsmache, das tropfenweise verabreichte Gift.“

http://www.staatsschauspiel-dresden.de/spielplan/und_ausserdem/dresdner_reden_2014/offener_brief_an_sibylle_lewitscharoff/

Sibylle Lewitscharoff verteidigte sich gegenüber der Kritik mit dem Hinweis auf ihren Vater, einen Gynäkologen, der sich in ihrer Kindheit das Leben genommen hatte. Aufgrund dieser Geschichten sei sie bei solchen Themen schärfer und persönlicher. Sie wolle die Thesen nicht zurücknehmen. „Darf ich in einer Rede nicht sagen, was ich denke? Ich verlange doch keine sofortige Gesetzesänderung oder derartiges“, sagte Lewitscharoff der FAZ.

Sie dürfen sagen, was Sie denken werte Dame. Das darf ich aber auch. Und ich werde. Und ich bim ebenfalls nicht nett. Sie Frau Lewitscharoff sind eine Brandstifterin, mit der ich nicht in einem Haus leben will. Wie Robert Koall schon schrieb: „Ihre Worte sind nicht harmlos, Frau Lewitscharoff. Aus falschen Worten wird falsches Denken. Und dem folgen Taten. Deshalb sind es gefährliche Worte.“ Für mich zumindest sind Sie tot, Frau Lewitscharoff. Und das nehme ich ebenfalls nicht zurück.

Georg Diez hat richtig scharf geschossen, mit seinem allerletzten Satz: „Sibylle Lewitscharoff ist eine schlimme Kulturkriegerin, und wer jetzt noch ein Buch von ihr liest, kann nicht mehr behaupten, er habe von nichts gewusst.“

Die Manipulation der Presse – Von Urteilen und Volkes Zorn

Als ich zum ersten Mal vom Missbrauch an Dylan Farrow hörte, war ich schlichtweg entsetzt. Mein Kämpferinnenherz erwachte und ich wollte Herrn Allen in den Hintern treten. Und wer mich kennt weiß, dass ich das kann. Nun ist Woody Allen sicher in den USA und ich werde kaum einen Mann wie ihn verprügeln. Was hätte ich davon? Aber symbolisch und mit Worten kann ich ihn attackieren.

Das aber habe ich bisher nicht im großen Stil getan. Im Gegenteil habe ich versucht mich zu informieren und wollte Hintergründe wissen. Denn schon einmal gab es Farrow gegen Allen, vor genau 21 Jahren. Damals die Trennung von Mia and Woody, mit anschließender Schlammschlacht. Absurd und widerlich. Ich war damals 9 Jahre alt und hatte andere Interessen. Aber wer sucht, der wird finden. Und das habe ich getan.

Meine LeserInnen wissen, dass ich keine Freundin des SPIEGEL bin und so meine Probleme mit deren Hetzkampagnen habe. Aber den Ausschlag dieses Artikels gab wieder ein Bericht im SPIEGEL, „Farrow vs. Allen: Schuld und Bühne“, von Frank Patalong. Den kenne ich schon eine Weile. Was er schreibt hat meist Hand und Fuß, selbst wenn auch er letztlich nur ein Sprachrohr des SPIEGEL ist.

Es geht mir bei diesem Artikel auch weniger um Woody Allen, sondern primär darum, wie manipulierbar wir doch alle sind. Emotionen sind von der Presse schnell geweckt. Jeder halbwegs gute Schreiber kann dies bei Lesern erreichen. Und wenn Emotionen regieren, dann handeln wir anders. Dann wird nicht nachgedacht, dann spricht „Volkes Zorn.“ Und der ist durchaus gefährlich.

Als Meisterin im Karate und Aikido weiß ich wovon ich spreche. Werde ich bei einem Gegner wütend verliere ich das Duell. Nur, wenn ich die Übersicht behalte kann ich siegen. Siegen kann bei Farrow gegen Allen keine Seite. Sowohl Mia, Dylan, wie auch Woody, haben längst verloren: die Unschuld eines reinen Herzens. Das nämlich ist besudelt mit dem Dreck, den sie gegenseitig aufeinander werfen.

Ich weiß nicht, ob es in dieser Sache einen Schuldigen gibt. Natürlich tendiere ich rein emotional zu Dylans Version, Fälle von Missbrauch sind mir bekannt. Und Gewalt gegen Frauen ist mir ein Gräuel! Da sehe ich Rot, aber gezielt! Blindwütig schlage ich niemals zu. Was gern vergessen wird bei solchen Diskussionen, dass auch Frauen Täterinnen sein können.

Aber schaut man sich die Kriminalstatistik des BKA an, so ist die recht aufschlussreich. Viele Frauen kommen da nicht vor. Wirklich nur, weil alle schweigen? Aber es gibt sie, diese Frauen, die Kinder missbrauchen, Pädophilie hat kein Geschlecht.

Ein gewisser Alexander Markus Homes hat darüber sogar ein Buch geschrieben. Dem geht es aber mehr darum, die spätere Täterrolle von Mann zu entschuldigen, der von der eigenen Mutter missbraucht worden ist. Logisch für Homes, dass Mann dann pädophil wird. Und wie kann Frau dann Mann noch verdammen, wenn “sie” es selbst tut?

Frank Patalong schreibt, dass wir zu Mitspielern einer medial vermittelten Manipulation werden. Und damit hat er natürlich Recht! Nur was macht er, was macht der SPIEGEL? Manipuliert letztlich nicht auch er? Ist es überhaupt möglich neutral zu bleiben, wenn es um Vergewaltigungen und Missbrauch bei Frauen und Kindern geht?

Ich war noch nicht geboren, als Marianne Bachmeier 1981 den Mörder ihrer Tochter erschossen hat. Als Teenager habe ich zum ersten Mal bewusst von dem Fall gehört. Ich war 13 Jahre alt und tief betroffen. War es das verletzte Herz einer Mutter, oder eiskalter Mord? Ich weiß es nicht.

Mia Farrow hat Woody Allen nicht erschossen. Und auch Dylan nicht. Aber alle Seiten sind bis an die Zähne mit Worten bewaffnet und wir als Zuschauer auf dem Schlachtfeld mit dabei. Männer, die Kinder missbrauchen, haben von mir keine Gnade zu erwarten. Sollten Yuki und ich jemals Kinder haben, werden wir sie auf diese Welt vorbereiten. Und auf die Lust von Mann. Aber auch, auf die Manipulation der Presse. Und darauf, die Dinge kritisch zu hinterfragen.

„Stellung zu beziehen, Meinungen zu bilden, Urteile zu fällen und Steine zu werfen, ist oft gerade dann die einfachere Option, wenn die Entscheidungsgrundlage fehlt“, schreibt Frank Patalong. Und da pflichte ich ihm bei. Wie er weiß ich nicht, wem man bei Farrow gegen Allen glauben kann. Daher fällt es mir schwer ein Urteil zu fällen. Das sollte wenn, die alte Dame Justitia machen. Aber die ist leider blind.

Vertreibung aus dem Wunderland – Der tiefe Fall der Alice Schwarzer

Uli Hoeneß hats getan und Alice Schwarzer auch: Steuern hinterzogen. Die Gegner jubeln, die Ikonen sind gefallen. Bei Uli Hoeneß wird das eher toleriert. Der Übermensch des FC Bayern ist eine Legende. Klar gibt es Häme und Recht war es nicht. Aber nun hat sich auch Alice Schwarzer angezeigt. Natürlich hat der SPIEGEL das sofort öffentlich gemacht. Alice muss raus aus ihrem Wunderland. Zurück in die kalte Realität.

Aufklären wollen Journalisten. Und das um jeden Preis. Ohne Rücksicht auf Verluste, oder Persönlichkeitsrechte anderer Menschen. Irgendwer hat sich strafbar gemacht. Die Verletzung des Steuergeheimnisses ist kein Kavaliersdelikt. Das sollte auch der SPIEGEL wissen. Aber der blanke Hass auf Alice Schwarzer, auf die Ikone deutscher Feministinnen, hat hier eindeutig regiert. Was sind da schon im Gesetz festgeschriebene zwei Jahre Freiheitsentzug, wenn man vermutlich mit einer Geldstrafe davonkommen wird.

Mit welcher Wolllust sich die Redakteure auf Frau Schwarzer stürzten wird schnell offenbar. Endlich kann man es ihr heimzahlen, sie vielleicht endgültig vernichten. Das wird so nicht geschrieben, nur dezent verpackt. Alice mundtot machen, das wäre was! Immerhin wettert, schmimpft und fabuliert die Frau nun seit Jahrzehnten. Immer für das Recht von Frau. Aus ihrer Sicht. Aber auch, wenn Frau Schwarzer nicht immer weise war, eine bessere Alice im Wunderland hatten wir in Deutschland nicht.

Vielleicht wird sich das in Zukunft ändern. Aber ein Land, in dem selbst straffällig gewordene Politiker munter weiter auf der Bühne stehen, wird doch einer Alice Schwarzer auch verzeihen. Und Uli Hoeneß vermutlich auch. Und jedem anderen prominenten Steuersünder. Da fällt mir meine eigene Steuererklärung ein. Nur habe ich kein Konto in der Schweiz. Dafür Eltern und (m)eine Frau. Das macht mich reicher und kostet nix.

Ich finde es nicht gut, wenn Menschen Steuern hinterziehen. Aber Alice Schwarzer hat bereut und das Geld nachgezahlt. Alles legal. Der Fall war damit erledigt. Nur für die Presse nicht. Die Hetzjagd hat eine neue Qualität bekommen, den Fall der Alice S. Und den finde ich nicht gut.

In der Hitze der Nacht

Der Beitrag einer geschätzten Blog-Kollegin, hat mich auf die Idee zu diesem Beitrag gebracht. Aber auch mein Zorn, der über Nacht gewachsen ist. Schon in „Liebe unterm Regenbogen“, hatte ich über Thomas Hitzlspergers Coming Out geschrieben und mich bei dem Ex-Profi bedankt. Eine weitere geschätzte Blog-Kollegin gab zu bedenken „Warum erst nach Karriereende?“ Und irgendwo hat sie da Recht. Vor allem wenn man sich die Reaktionen auf das Coming Out anschaut.

Definitiv den Vogel schießt dabei ein Journalist der FAZ ab. Sein hochtrabender Name: Jasper von Altenbockum. Unter dem Titel „Die Rocky Horror Hitzlsperger Show“ lässt er sich über Thomas Hitzlsperger aus. Dabei ist allein schon der Titel bezeichnend und zeigt welcher Gesinnung der Schreiber ist. Bezeichnend auch, was als Einleitung unter dem Titel steht: Es sollte in Deutschland nicht so weit kommen, dass Mut dazu gehört zu sagen: „Ich bin heterosexuell, und das ist auch gut so.“ Ich muss den Artikel nicht einmal lesen, um zu wissen in welche Richtung er geht. Das ist Stammtischniveau, armselige Bierseeligkeit.

Der werte Herr von Altenbockum, hat da nicht nur einen Bock, sondern einen kapitalen Hirsch geschossen. Über das Ziel hinaus auf jeden Fall. „Für die große Mehrheit der Deutschen, die mit Homosexuellen so normal umgeht wie mit Heterosexuellen, ist das ein Schlag ins Gesicht“, schreibt er zum Coming Out. Und da muss ich dann bitter lachen. Die Mehrheit der Deutschen, ja der ganzen Welt, ist noch immer homophob. Und daran wird sich so schnell nichts ändern, wenn es Kommentatoren wie den Herrn von Altenbockum gibt.

Nüchtern betrachtet und mit dem Abstand von nun zwei Tagen, stehe ich Thomas Hitzlsperger kritisch gegenüber. Warum erst nach Karriereende, muss auch ich mich fragen. Die Antwort ist einfach: Weil sie sonst schon vor Jahren zu Ende gewesen wäre! Und das ist bezeichnend und widerspricht dem Kommentar der FAZ. Eine vermuteten sexuellen Gesinnung widersprochen, hat auch der Ex-Profi Arne Friedrich. Er beeilte sich sehr schnell nach dem Coming Out seines Freundes und früheren Kollegen, auf seine Heterosexualität hinzuweisen.

Vor allen Männer haben ein Problem mit Homosexualität. Aber vorwiegend dann, wenn sich um ihrer eigene Art handelt. Bei Frauen wird das eher toleriert und milde belächelt. Auch mit gewisser Lüsternheit. Mann träumt ja gern vom „Dreier“, auch wenn er kaum die eigene Frau befriedigen kann. Lust reduziert auf 10 – 15 Zentimeter ist es eben nicht. Auch Christoph Ruf im SPON lässt sie über Hitzlsperger aus. Oder besser gesagt über die Talkshow von Maybritt Illner, deren zentrales Thema das Coming Out gewesen ist. Auch dieser Herr wird seinem Nachnamen nicht gerecht, auch wenn er es versucht. Die Ironie in seinen Zeilen ist klar erkennbar. Unverkrampft ist auch dieser Schreiber nicht.

Aber was Sie können meine Herren, das kann ich auch. Vielleicht hitziger und mit mehr Emotion. Aber dafür bin ich Frau. Und lesbisch. Und ich habe mich schon als Teenager geoutet. Ohne Angst vor Eltern und Karriere, vor einer homophoben Welt. Und in der Hitze der Nacht ist in mir ein Entschluss gewachsen, noch mehr als bisher aufzuklären. Mich Leuten wie dem Bockschießer und Rufenden zu stellen. An jeder Front. Ganz vorn, statt nur irgendwo dabei. Damit Liebe endlich für alle Menschen ist. Guten Tag!