Karate, Kicks und Kumite

Karate, Kicks und Kumite

Dieser Beitrag ist zum größten Teil zwischen dem Herbst 2019 und Frühling 2020 entstanden. Durch „Corona“ und unseren Aufenthalt in Schweden, hatte sich die Fertigstellung verzögert. Aktuell trainiere ich natürlich wieder mit meinem Vater. Ohne Maske versteht sich, um unsere finsteren Blicke zu sehen. Das war natürlich Spaß. Aber Papa behauptet stets, dass ich unlautere Mittel anwende und ihn zum Schmunzeln bringen kann. Meine Schilderung mag scheinbar disziplinlos sein, das Gegenteil ist der Fall. Karate ist Disziplin in Vollendung.

Mein Vater war sieben Jahre alt, als sein Vater begann ihn in Gōjū-Ryū-Karate zu unterrichten. Gōjū-Ryū ist ein Karate-Stil mit lang zurückreichender Tradition, der besonders viele Elemente des ursprünglichen chinesischen Boxens des 17. bis 19. Jahrhunderts enthält und auf den sogenannten Kranich-Stil aus China zurückgeht. (Daitō-ryū) Aikijūjutsu, die Urform des Aikido, lernte er einige Jahre später. Ebenso Kenjutsu, den Schwertkampf. Wie mein Vater mich, hat auch mein Großvater ihn in Zen unterrichtet. Aber still zu sitzen und zu meditieren, war schwierig für mich. Musik half. Papa hatte mich unruhigen Geist „besiegt.“ Zumindest für einige Minuten. Danach soll ich ihm angeblich wieder Löcher in den Bauch gefragt haben.

Aikijūjutsu diente als waffenlose Selbstverteidigung der Samurai und war für das Schlachtfeld gedacht. Entsprechend hart sind seine Techniken. Verlor der Samurai sein Katana, wurde er durch einen Schlag entwaffnet, hat er sich natürlich zu verteidigen versucht. Dafür war Aikijūjutsu gedacht. Wie sinnvoll oder effektiv es ist sich unbewaffnet gegen einen Schwertkämpfer zu stellen, steht auf einem anderen Blatt. In Filmen geht das, in der Realität verliert man mindestens die Finger oder Hand.

Mein Vater hat mir viel von meinem Großvater erzählt, der leider viel zu früh gestorben ist. Das Schicksal geht oft eigene Wege, aber vermutlich hätte ich den Mann gemocht. „Dich nicht zu mögen ist schwer“, hat mein Vater mir einmal gesagt. „Auch wenn du alles dafür tust.“ Meine Antwort ist wenig druckreif, aber Papa hat auf sehr japanische Art gelacht. Für Japaner ist Karate viel mehr als „Prügel“ und „Gewalt.“ Leider scheint man das im Westen kaum zu verstehen. Viele verschwenden ihr Leben mit einer Suche, um die allerletzte Weisheit im (Stil der eigenen Wahl einsetzen) zu erlangen. Sie suchen den Zweikampf, die Auseinandersetzung und glauben, dass der „Sieg“ über einen Kontrahenten Ruhm und Ehre bringt.

Das Gegenteil ist der Fall. Ich lehne Gewalt ab und wollte mich als Kind niemals prügeln. Und doch habe ich die eine oder andere Auseinandersetzung gehabt. Eine ist mir ganz besonders in Erinnerung geblieben, der ich den Titel „Wer die Nachtigall stört“ gab. Vielleicht zeigt diese Szene ansatzweise, wie ich wirklich bin. Teenager zu sein, hat mich zum Agent Provocateur werden lassen. Ich habe keinen Streit gesucht, aber auch keinen vermieden. Heiße Ohren hatte ich stets im Sonderangebot. Meist blieb es bei scharfen Worten, die auch heute noch hilfreich sein.

Mein Vater hat mich in einer Mischform aus Karate und Aikido unterrichtet hat. Anfangs spielerisch sind die Techniken im Lauf der Zeit härter und komplexer geworden. Aus dem eher sanften Aikido, das lediglich freundschaftliche Partnerübungen kennt, ging es nahtlos in die zum Teil schmerzhaften Techniken des Aikijūjutsu über. Wer nun glaubt mein Vater habe mir Schmerzen zugefügt, der kennt ihn schlecht. Andererseits bin ich wenig empfindlich, wenn es im Training zu Kontakten kommt. Schon als Kind habe ich dadurch meinen Körper abgehärtet. Mein Vater ist ein Vertreter des klassischen Karate. Er lebt und atmet diese Kunst. Trotzdem wagt er den Blick über den Tellerrand, hat aber, im Gegensatz zu mir, keine anderen Kampfkünste aktiv trainiert. Überrascht bin ich immer, wenn er doch Antworten auf Techniken anderer Stile kennt. Auch mit fast Sechzig, ist er immer noch sehr gut und ein ausgezeichneter Lehrer.

Leider erinnere ich mich nicht mehr an die unzähligen Stunden in Keller-Dojo. Lediglich Einzelheiten tauchen aus dem Nebel der Erinnerung auf. Ab und zu waren auch andere Kinder zu Besuch, dann wurden wir gemeinsam unterrichtet. Es muss wohl durchaus spaßig gewesen sein, wenn wir mit einem Schaumstoff-Katana aufeinander losgegangen sind. Eine Szene ist mir im Gedächtnis geblieben, als wir Kinder meinen Vater „verprügeln“ durften. Wir haben so laut gelacht, dass auch meine Mutter in den Keller kam und ihn vor uns „gerettet“ hat. Hinterher gab es leckeren Kuchen. Läuft das eigentlich unter Bestechung?

Im Normalfall wird Aikido erst ab dem 14. Lebensjahr gelehrt, was durchaus sinnvoll ist. Mein Karate kennt Nah- und Bodenkampf. Das habe ich mit Aikijūjutsu kombiniert und meinen eigenen Stil entwickelt. Kyokushin-Karate, Taekwondo, Tai Chi, Hung Gar und Wing Chun, habe ich später gelernt. Ein Ausflug in den Kranich-Stil wird folgen. Um jedem Missverständnis vorzubeugen und die Frage zu beantworten, ob es einen „besten Stil“ gibt, werde ich es noch einmal erklären. Jeder Stil ist gut. In jedem Stil wird es hervorragende Kampfkünstler oder -sportler geben.

Im Schwertkampf ist mir mein Vater ab und zu noch überlegen. Als Kind hatte ich so meine Probleme damit. Ich erinnere mich an eine Szene, als wir die Zweischwert-Techniken übten. Ich hatte zwei Plastikschwerter, auf die ich mächtig stolz gewesen bin. Aber mein Vater schlug sie mir stets aus der Hand. Mayumi „wütend“ ist kein Spaß. Mit einem lauten Schrei habe ich das kürzere Schwert nach ihm geworfen. Miyamoto Musashi, Japans größter Samurai, hat das bei einem seiner legendären Zweikämpfe ebenfalls gemacht. Papa war überrascht und mir tat es sofort wieder leid. Ich habe mich danach doppelt angestrengt.

Aikijujutsu kennt kein Sparring. Wie in dem daraus entstandenen Aikido, werden dort lediglich Partnerübungen ausgeführt. Alles andere wäre viel zu gefährlich. Statt der weit ausholenden Aikido-Bewegung, wird eine Aktion im Aikijujutsu „kurz“ ausgeführt, was im Ernstfall zu Verletzungen bei einem Angreifer führt. Spaßig wird es, wenn wir eine Mischung aus Judo und JiuJitsu trainieren. Dabei geht es nie darum wer gewinnt oder verliert. Allerdings ärgert er mich gern, was meine Gegenreaktion provoziert. Aber egal wer zum Schluss am Boden liegt, im Endeffekt gewinnen wir beide.

Außenstehende verwechseln oft Kampfkunst und -sport. Im Sport geht es um Punkte, um den Sieg, um Preisgelder und Medaillen. Ein Sieg in der Auseinandersetzung zweier Kampfkünstler wäre eine Niederlage für beide. Der Gewinner würde sein Gesicht verlieren, der Verlierer wäre „tot.“ Sich aber auf freundschaftlicher Ebene auszutauschen, dem anderen Respekt zu zollen, ist legitim. Es sollte niemals so enden, wie das Erlebnis mit einem Karateka aus Okinawa zeigt.

Dazu noch ein Hinweis. Wer ursprüngliches Karate lernen möchte, der geht ohnehin nach Okinawa. Die dortigen Meister sind eine Klasse für sich, haben aber manchmal auch verschrobene Ideen. Wir hatten ein solches Exemplar vor einigen Monaten zu Gast. Der Mann ist über 70 Jahre alt und lehrt seinen eigenen Stil, den er vermutlich mit ins Grab nehmen wird. „Karate sollte man erst mit zwanzig Jahren lernen“, sagt er im Brustton der Überzeugung, als er uns mit Aiko trainieren sieht. „Sollten nicht schon Kinder Disziplin und Ausdauer lernen?“, kontere ich. „Genau dafür bietet sich Karate an.“

Der Meister, den ich Sensei Masada nennen möchte, schaut mich mit ausdruckslosen Augen an. In Aikos Gesicht lese ich Widerwillen. Tapfer bringt sie das Training zu Ende und geht dann mit Yuki nach Hause. Europäische Kinder hätten dem Sensei zum Abschied vielleicht die Zunge gezeigt, Aiko belässt es bei ihrem finstersten Blick. Mein Vater erzählt Sensei Masada stolz von meinen sportlichen Erfolgen und warum ich den 5. Dan bekommen habe. „Sportkarate verwässert die Tradition“, meint der alte Mann. Er deutet auf ein Bild von mir, das mich bei einem gesprungenen Drehkick zeigt.

„Ohne Kickboxen und Sportkarate, wäre das klassische Karate längst tot“, erwidere ich. „Vielleicht nicht ausgestorben, aber es hätte sich nie weltweit verbreitet.“ „Ist es erstrebenswert, dass die ganze Welt nun falsches Karate kann?“, will der Sensei wissen. „Sportkarate hat doch erst die Neugier auf die Tradition geweckt“, gebe ich zu bedenken. Japan, die ganze Karate-Welt besinnt sich zurück, der alte Weg wird wiederkommen. Ich stimme jedoch zu, dass klassisches Karate einer gewissen geistigen Reife bedarf. Wenn es an der Zeit ist, werden wir Aiko auch in Zen unterrichten.“

„Karate ist für Kinder zu gefährlich“, widerspricht der Sensei. „Sie haben noch keine Kontrolle über sich, wie leicht könnten sie andere verletzen. Ihnen fehlt der eiserne Wille, der zur Meisterung von Karate wichtig ist. Die Gefahr, dass sie das Erlernte falsch einsetzen ist groß.“ „Was wäre die Alternative?“, frage ich.Judo wäre für Kinder die bessere Wahl“, höre ich. Womit Sensei Masada durchaus recht hat. Was er nicht weiß, dass wir auch Würfe unterrichten. Noch weniger weiß er allerdings, dass unser Frechdachs jeden Wurf perfekt ausführen kann. Einige Jungs haben das schon am eigenen Leib erlebt.

Der Sensei hat einen Schüler mitgebracht, den ich Sasuke nennen möchte. Seine überhebliche Art weckt sofort meinen Widerwillen. Wir laufen einige Kata, es folgt das unvermeidliche Kumite. Sasuke ist größer und schwerer als ich. Ich ahne mehr als ich weiß, dass er seine körperliche Überlegenheit ausspielen will. Wir beginnen mit Sport Kumite. Dort werden Treffer lediglich angedeutet. Aber Sasuke will davon nichts wissen und sucht absichtlich den Kontakt.

Einen Zweikampf nur mit Worten zu beschreiben kann schwierig sein. Selbst im Video sieht er wesentlich schlechter aus, als in diversen Filmen. Dort wird ohnehin nur eine Art „Ballett“ gezeigt. Auf der Straße entscheiden etwa 9 Sekunden über „Leben und Tod“, um es salopp auszudrücken. Sasuke erweist sich als regelrechte Kampfmaschine. Unaufhörlich marschiert er nach vorn, es hagelt Tritte und Schläge, denen ich kaum ausweichen kann.

Als Frau bin ich gegenüber der Physis eines Mannes natürlich im Nachteil. Pure Kraft kann ich nur mit Schnelligkeit ausgleichen. Trifft mich ein harter Tritt, gehe ich zu Boden und / oder bin (schwer) verletzt. Hollywood- oder sogenannte „China-Filme“ zeigen nicht die Realität, wenn weibliche Hauptdarstellerinnen brutale Schläge von Männern verkraften können. Allerdings kann man durch Körperkontrolle, die Wucht eines Treffers abmildern.

Sasukes Grinsen verstärkt sich, als ein zu harter Tritt meine Bauchmuskeln trifft. Als Antwort kicke ich im Reflex ebenso hart in die Innenseite seines Oberschenkels, was ihm überhaupt nicht gefällt. Das versteinerte Gesicht meines Vaters spricht Bände. Ich sehe, wie sich seine Hände zu Fäusten ballen. Fast unmerklich schüttele ich den Kopf und provoziere Sasuke mit Worten. Seine Antwort ist ein sogenannter „Roundhouse-Kick“, der jedem anderen vermutlich die Rippen gebrochen hätte. Dieser Mann ist nicht reif für Karate, das beweise ich ihm sofort.

Ich bin im (Sport)Karate, was man beim Boxen eine Konterboxerin nennt. Meine Antwort auf Sasukes Tritt, ist ein gesprungener (Kyokoshin)Drehkick zu seinem Kopf, der das Duell abrupt beendet. Sasuke liegt benommen am Boden, Sensei Masadas Lippen werden schmal. Er ringt mit sich, der Vorfall ist ihm sichtlich unangenehm. „Das hätte auf keinen Fall geschehen dürfen“, sagt er. Wortlos geht er auf den noch immer benommenen Sasuke zu und hilft ihm auf die Beine zu kommen. Dann verlässt er mit ihm den Raum.

Sensei Masada hat meinem Vater später einen langen Brief geschrieben und sich in aller Form entschuldigt. Auch bei mir. „Geistige Reife“, schrieb er, „hat offensichtlich doch weniger mit dem Alter zu tun, als ich bisher angenommen habe. Das Verhalten meines ehemaligen Schülers fällt auf mich zurück, ich habe als Lehrer versagt.“ Soweit ich informiert bin, hat der Sensei sein Dojo mittlerweile geschlossen. Sasuke hat er noch am Tag des Vorfalls verstoßen.

Um ansatzweise deutlich zu machen wovon ich schrieb, habe ich ein Video aus dem Netz gesucht, das Kyokushin-Kicks in Vollendung zeigt. Diese Tritte habe ich vor Jahren beim Training mit meinem Cousin gelernt. Zarte Gemüter seien gewarnt. Solche Treffer können schmerzhaft für Leib und Seele sein.

 

 

Das ist Aikido!

Das Interesse an fernöstlichen Kampfkünsten ist ungebrochen. Leider liegt im Westen der Fokus zu stark auf dem körperlichen Aspekt. Hier gilt noch immer viel zu oft „Nur mit Kraft kommt man weiter.“ Und das ist nur selten richtig. Zum Glück gibt es In der Welt der Kampfkunst einen Stil, der die These der Kraft ad absurdum führt, das Aikidō.

Aikidō ist eine betont defensive moderne japanische Kampfkunst. Sie wurde Anfang des 20. Jahrhunderts von Ueshiba Morihei als Synthese unterschiedlicher Budō-Disziplinen entwickelt, insbesondere aus dem Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu. (Quelle Wikipedia)

Aikidō enthält neben waffenlosen Techniken auch den Umgang mit dem Langstock und dem japanischen Schwert, wodurch seine Wurzeln deutlich werden. Die zusammengenommene Bedeutung von Aikidō ist rückwärts gelesen „Der Weg durch Lebenskraft zur Harmonie.“ Und das passt wie ich finde wirklich gut.

Leider hat Aikidō keinen guten Ruf. Viele moderne Kampfsportler lehnen es als eine Art graziöser Gymnastik ab. Traditionelle Kampfkünstler wissen das besser. In den traditionellen Kampfkünsten schaltet man Gegner schnell und effektiv aus. Aber wie ist das im Aikidō?

„Funktioniert nicht“, höre ich oft. „Das ist jenseits aller Praxis!“ Und dann steht mir Mann dümmlich grinsend gegenüber und klopft nur Sekunden später ab, wenn ich seine Knochen verbiege. Na mein Junge, tut der Arm noch weh?

Amerikaner und Europäer vergessen gern die lange Entwicklung der alten Budoarten. Sie wollen klüger sein, als die Erfahrung aus vielen hundert Jahren. Vielleicht geht es auch ums schnelle Geld, wenn sie nun eine Art „Power Aikidō“ lehren und das als total effektiv anpreisen.

Aikidō kann auch den geschicktesten Gegner neutralisieren. Was natürlich auch und besonders für (mein) Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu gilt. Und das hat man durchaus bei echten Kämpfen benutzt. Aikidō im Unterschied bleibt stets defensiv und ist reine Selbstverteidigung.

Wo liegt nun der Fehler, woher stammt das Vorurteil vom untauglichen Aikidō? Aikidōka haben gleich zwei, aber essentielle Probleme. Im Training kämpft man einfach nicht. Es gibt lediglich Partnerübungen und der Partner wird immer als Freund gesehen.

Aber was wenn der nicht mitspielen will? Dann funktioniert die Technik nicht. Und schon höre ich das Lachen der BesserwisserInnen. „Das haben wir doch schon immer gewusst!“ Falsch, liebe LeserInnen. Der Fehler steckt im Detail.

Wenn ein trainierter Aikidōka einem anderen widersteht, so liegt das am eigenen Geschick. Beide blockieren sich also selbst mit ihrem Können. Der zweite Kritikpunkt „Du machst ja was ich will!“, richtet sich an die mühelosen Hebel und Würfe, durch die der Partner zu Boden geht.

Natürlich macht er das. Er will sich nicht verletzen und zeigt dabei doch, was im Aikidō möglich ist. Ein unvorbereiteter Angreifer wird natürlich auch vermeiden wollen, dass ihm Arm oder Finger gebrochen werden. Also fügt er sich und geht zu Boden. Widersteht er, wird es übelst knacken.

Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu, die Urform des Aikidō, geht aber noch einen Schritt weiter. Ein möglicher Gegner wird durchaus unsanft zu Boden gebracht und erhält dort noch den finalen Schlag. So haben Samurai gekämpft, wenn sie kein Schwert mehr hatten. Und die Shinobi (Ninja) sowieso.

Aikidō funktioniert. Andernfalls wären seine Techniken schon lange in Vergessenheit geraten. Aikidō funktioniert auch und besonders für Frauen, die körperlich schwächer als Männer sind. Das Hauptproblem dabei: Aikidōka haben nie gelernt Schmerzen zu ertragen.

Wird eine Frau am Kopf getroffen dreht sie sich oft um und weint. So geschehen bei der Deutschen Taekwon-Do Meisteschaft vor einigen Jahren. Das ist der Grund warum ich  meine SchülerInnen im Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu miteinander sparren lasse.

Aber selbst reine Aikidōka können Sieger bei einer Auseinandersetzung sein. Ihre Reflexe werden ihnen helfen, sie werden instinktiv richtig handeln. An jeweils zwei Beispielen möchte ich Aikidō und das von mir praktizierte Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu zeigen. Die Unterschiede mögen für Laien kaum erkennbar sein. Aber glaubt mir bitte, sie sind absolut vorhanden.

Noch ein letztes Wort zu Aikidō und Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu. Beide sind keine Gewalt- oder Kampfsportarten sondern klare Selbstverteidigung und im Notfall äußerst effektiv.

Hier ein Video vom Deutschen Aikido-Bund e.V.:

Video 2 ist mir sympathischer:

Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu Videos zu finden ist leicht. Leider sind einige davon sehr lang und oft auf japanisch. Daher zwei Beispiele, die selbsterklärend sind:

Die Effektivität von Daitō-Ryū Aiki-Jūjutsu wird in diesem Video besonders deutlich: