Gedanken einer Ausländerin: Eine Chance für Europa

„Das alte Europa liegt auf dem Sterbebett“, haben pseudolinke Journalisten schon vor Jahren geschrieben. Auch angeblich Konservative stießen ins gleiche Horn. Das sollte die Auflage ihrer Schmierblätter steigern und Klicks bei den Online-Medien generieren. Zum Glück ging der Schuss daneben. Europa gibt es immer noch. Dass dagegen die EU eine Totgeburt ist, die nur noch zwangsweise am Leben gehalten wird, wollen viele nicht verstehen.

Brennen sollst du!

Dass Notre-Dame brennt erfahre ich auf der Autobahn. Meine Freundin Karin hat mich per SMS informiert. Ohne den Hintergrund zu kennen, wird mir sofort die Symbolkraft des Brandes bewusst. Aber verstehen das auch alle Europäer? „Die brennende Kathedrale (von Notre-Dame) ist mehr als nur ein kultureller Verlust. Es ist ein Fanal für den Zustand Europas“, hat ein Gastautor auf Tichys Einblick am nächsten Tag geschrieben. Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Ein Blick auf Notre-Dame zeigt das ganze Außmaß der Katrastrophe. Die Kathedrale steht jedoch nur für einen anderen Verlust. Europa verliert bereits seit Jahren seine Identität. Man könnte auch sagen, dass Europa schon seit vielen Jahren brennt. Aber nie waren die Flammen derart hoch. Bisher gab es nur ein wenig Glut, die an den Wurzeln nagte. Nun hat man Europas Herz verbrannt.

Welche Art Mensch

„Welche Art Mensch bist du eigentlich, Mayumi?“, hat mich eine Bekannte aus Stuttgart gefragt. „Du bist doch Buddhistin und setzt dich für ein uraltes christliches Bauwerk ein, das man wieder aufbauen kann.“ „Wäre es für dich in Ordnung, wenn Borobudur, einer der größten buddhistischen Tempel Südostasiens zerstört würde?“, will ich wissen und ernte einen entsetzen Blick.

„Natürlich nicht, sagt sie schnell, das ist doch Weltkulturerbe und …“ Sie beißt sich auf die Unterlippe, als sie ihren Fehler erkennt. „Eben“, sage ich. „Aber Notre-Dame ist Nazi, da es von alten weißen Männern gebaut worden ist. Und das ist bekanntlich uncool in der heutigen Zeit. Wie sehr musst du dich und deine Kultur hassen, wenn du alles Fremde in den Himmel hebst.“ Die Antwort blieb sie mir schuldig.

Brandstifter

Es spielt keine Rolle ob Notre-Dame ein Unfall oder Brandstiftung war. Gezündelt wird seit Jahren. Populisten auf beiden Seiten des politischen Spektrums schlagen sich verbal die Köpfe ein und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück. Aus geopolitischen Gründen werden Völker und Religionen aufeinander gehetzt, um einen Grund für den Einsatz von Bomben zu bekommen. Aus humanitären Gründen versteht sich! Aber Bomben haben keine Moral. So wenig wie jene Politdarsteller, die als angebliche Volksvertreter in den Parlamenten sitzen.

Diese Menschen sind in Wahrheit nur Marionetten jener (Finanz)Eliten, die auch hinter „Fridays for Future“ stehen. Aber indoktrinierte Journalisten und Kinder jubeln lieber einem autistischen Mädchen zu, statt sich Gedanken um den CO2-Ausstoß bei der Produktion von Smartphones und Elektro-Autos zu machen. Der ist wesentlich höher als der von Diesel-Fahrzeugen. Aber das hat nur Hans-Werner Sinn gewusst. Mit Klimaschutz ist sehr viel Geld zu machen, das habe ich schon vor einer Weile erkannt.

Eine Chance für Europa

Das Fanal von Paris, die brennende Kathedrale von Notre-Dame, hat ein Zeichen gesetzt. Dieses Feuer hat Europas Seele einmal mehr verletzt. In den Gesichtern vieler Franzosen ist tiefe Betroffenheit zu sehen, auch Tränen fließen. In Sichtweite der Kathedrale singen Menschen. Der Geist Europas hat sich über die tobenden Flammen gesetzt.

Ja, Europa lebt und jede Nacht endet, wenn das helle Licht der Sonne die Dunkelheit ersetzt. Das wird dauern, aber letztlich erfolgreich sein. Jene Wirrköpfe, die nun die Sozialen Netzwerke mit Häme fluten und sich über den Brand lustig machen, sind eine Randerscheinung. Vollidioten gibt es in jedem Land der Welt.

Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 2: Die Scharia gehört zu Deutschland

Zumindest in Deutschland und Europa, hat das Kopftuch noch eine andere Bedeutung. Es wird immer mehr zum Symbol für eine politische Überzeugung. Und die steht im scharfen Gegensatz zum deutschen Grundgesetz und zur Demokratie. Wer also das Kopftuch toleriert, hofiert auch die Scharia.

Und genau diese Scharia, hat sich der streitlustige Publizist Henryk M. Broder auf die Fahne geschrieben und ein Essay in der WELT verfasst.

„Wer also der Meinung ist, der Islam gehöre zu Deutschland, sollte nicht zögern, einen Schritt weitergehen und erklären: Auch die Scharia gehört zu Deutschland. Denn ohne die Scharia gibt es keinen authentischen Islam.“

Sarkastisch schreibt Broder über die Einführung der Scharia: „Es wäre auch das Ende aller Debatten – über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, Ehe für alle, Kopftücher im öffentlichen Dienst, Gewaltenteilung in der Politik, Trennung von Staat und Kirche, Karikaturen und Satiren.“

Von Deutschen hört man oft, dass auch sie ab und zu Kopftuch tragen. Ja, zum Schutz vor Sonne oder Regen oder bei der Arbeit. Aber eben nicht als Ausdruck gelebter Religion, die übrigens Privatsache ist.

Kein normaler Buddhist käme auf die Idee nun eine Statue vor sich her zu tragen. Die Kleidung buddhistischer Mönche spielt dabei keine Rolle. Auch Pfarrer kleiden sich anders. Im Gegensatz dazu sind es normale Muslime die vehement fordern, dass sie ihre Religion zum Ausdruck bringen können.

Oft verweisen sie dabei auf christliche Nonnen, die ebenfalls „Kopftuch“ trügen. Was sie dabei vergessen, dass es im Islam keine Nonnen gibt. Das hat diese von Männern geschaffene Ideologie nie vorgesehen. Es ist nur der Mann der zählt.

Politische Befürworter des Islam verweisen gern auf die Religionsfreiheit. Aber Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass jeder Angehörige einer Religionsgemeinschaft in Deutschland nun tun und lassen darf was er möchte. Religion ist und bleibt eine Privatsache.

Wenn sie dagegen, wie in den arabischen Ländern üblich, zur Staatsreligion erklärt, wird sie zur einer rein politischen Ideologie, mit allen damit verbundenen negativen Eigenschaften. Der Staat wird dann diese Ideologie für seine Ziele benutzen. Im Nahen Osten ist das die klare Kontrolle der Massen und Festigung der Diktaturen.

Wer den Islam kritisiert, egal ob es sich dabei um Deutsche oder Araber handelt, wird gern als Rassist gesehen. Diese schon fast reflexartige Anschuldigung ist völlig absurd und zeigt, wie wenig Menschen von Religion(en) verstehen.

Den viel zitierten „Antimuslimischen Rassismus“, gibt es nicht. Weder beim Islam noch beim Christen- oder Judentum handelt es sich um eine Rasse. Kritik am Islam kann also niemals rassistisch sein.

„Du bist ein Nazi / Rassist!“, ist ein Totschlagargument von Leuten, die keine Diskussionen führen wollen. Gleiches gilt für das Wort „Rechtspopulist“, das immer wieder abwertend gebraucht wird, um unliebsame Mahner mundtot zu machen. Ein billiger Trick, aber mittlerweile abgenutzt.

Nachfolgend ein Beispiel aus dem Koran zur Stellung der Frau in der arabischen Welt, was so viele Deutsche gern übersehen. Hinzugefügt werden muss aber der Fairness halber, dass der Koran auch Frauen lobt. Nur um sich dann selbst zu widersprechen und das Gegenteil zu fordern.

„Die Männer haben Vollmacht gegenüber den Frauen, weil Allah die einen vor den anderen bevorzugt hat. Und weil die Männer von ihrem Vermögen für die Frauen ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und bewahren die Geheimnisse ihrer Gatten, da Allah sie geheim hält. Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspruch befürchtet, sperrt sie in die Schlafgemächer und schlagt sie. Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen sie an. Allah ist erhaben und groß (Sure 4,38)“

Demütig und dem Mann untertan müssen Frauen also sein. Und damit sie das auch bleiben, werden sie verhüllt. Sex vor der Ehe ist nicht erlaubt, die Frau hat als Jungfrau zur Hochzeit zu gehen.

Weigert sie sich oder wird wie bereits geschehen Opfer einer Vergewaltigung, wird, wie schon mehrfach geschehen, zuerst an ihr der „Ehrenmord“ begangen und später vielleicht der Geliebte oder Täter hingerichtet. Wer diese Art zu denken toleriert, wird der Unterdrückung und Pervertierung aller Vorschub leisten.

Auf der Webseite des „Arbeitskreis der Evangelischen Allianz“ findet sich ein bemerkenswerter Beitrag zum Islam, aus dem ein Teil zitiert werden soll. Unter anderem heißt es dort:

Die Verschleierung ist weit mehr als nur ein Kleidungsstück zum Schutz der Frau.

Nach traditionell-islamischer Vorstellung ist die weibliche Sexualität destruktiv. Sie kann Chaos und Unordnung schaffen. Die Sexualität an sich wird nicht verurteilt, denn sie zählt zu den paradiesischen Vorfreuden der Muslime, aber die Weiblichkeit muss kontrolliert werden, sonst ist sie zerstörerisch.

Vor dieser Gefahr müssen die Männer sich schützen. (Kopftuch, Burka) Damit wird der Ausschluss dieses mächtigen Störpotentials aus der Öffentlichkeit gerechtfertigt. Schon Blickkontakte werden erotisch gedeutet. Millionen islamischer Frauen leben in einer Rolle, die ihnen schon seit Jahrhunderten zugeschrieben wurde. Ohne Schulbildung und ohne Möglichkeit, Geld zu verdienen, sind sie zeitlebens ökonomisch abhängig und an ihre Mutterrolle gebunden.

Naiv und geradezu Frauenfeindlich ist dann aber der Satz, dass Frauen in ihrer Mutterrolle „ihre Identität und Sicherheit gefunden hätten. Er toleriert ein System, das absolute Unterdrückung gegenüber Frauen propagiert. Wie die aussieht soll ein Beispiel zeigen.

„Nach einer Untersuchung des marokkanischen Menschenrechtsrates vom Oktober 2015 werden sechs Millionen Frauen im Land – mehr als ein Drittel – regelmäßig Opfer von Gewalt. Die meisten Übergriffe werden von Ehemännern verübt. Vergewaltigung in der Ehe stellt im marokkanischen Gesetz bislang kein Verbrechen dar.“

Nun gibt es in Deutschland Stimmen, die auch Christen des Terrors und der Gewalt bezichtigten. Ja, auch deutsche Männer schlagen Frauen oder vergewaltigen sie, das ist unbestritten. Aber im großen Stil organisierte Massenvergewaltigungen gab in unserem Land bisher nicht. Apropos „Christlicher Terror.“ Die Irisch Republikanische Armee (IRA), hat schon eine Weile nicht mehr gebombt. Sie hat sich vor mehr als 10 Jahren aufgelöst.

Zurück zu Broder und seinen provokanten Thesen. „In Deutschland“, schreibt er, „fände längst ein schädlicher Kulturkampf statt. Die weltliche Kultur müsse sich gegen zahllose Verbote mühsam durchsetzen. Dabei gehe es stets um kulturelle und religiöse Empfindlichkeiten von Muslimen. Andere Gruppen wie etwa die Sikh oder Armenier zeigten, dass es auch möglich sei, eigene Bräuche zu pflegen, ohne sie anderen aufzwingen zu wollen.“

Genau diesen Satz sollten sich Muslime auf ihre Fahnen schreiben und ihn immer wieder lesen. Oder doch von Buddhisten lernen. Die kennen weder Terror noch Scharia.

Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 1: Die gescheiterte Integration

Die Debatte um Zuwanderung und den Islam in Deutschland reißt nicht ab. Fast täglich gibt es kontroverse Stimmen, die dafür oder dagegen sind. Die Naivität vieler Menschen ist dabei erschreckend. Sie, die kaum den Inhalt der eigenen Bibel kennen, hofieren den immer aggressiver auftretenden Islam. Was auch für Muslime gilt, die in Deutschland geboren worden sind.

Das Kopftuch ist dabei zum Symbol für den Kampf der Kulturen geworden. Junge Muslimas tragen es scheinbar voller Stolz. Zum Teil ist das richtig, hat aber einen besonderen Hintergrund. Vor allem junge Türkinnen sind oft auf der Suche nach ihrer Identität und fühlen sich nicht anerkannt. Genau das bestätigt eine neue Studie des Religionssoziologen Professor Dr. Detlef Pollack. Wörtlich heißt es: „Woran es aber unter den in Deutschland lebenden Türkeistämmigen mangelt, ist das Gefühl, willkommen geheißen und anerkannt zu sein.

Gut die Hälfte der Zuwanderer aus der Türkei und ihrer Nachkommen fühlen sich als Bürger zweiter Klasse, egal wie sehr sie sich anstrengen dazuzugehören. Auffällig ist die teilweise vehemente Verteidigung des Islam unter dieser Gruppe,“ so Professor Pollack. „Im scharfen Gegensatz zur Haltung der Mehrheitsbevölkerung schreiben die Türkeistämmigen dem Islam vor allem positive Eigenschaften wie Solidarität, Toleranz und Friedfertigkeit zu.

83 Prozent der Zuwanderer und ihrer Nachkommen erklären, es mache sie wütend, wenn nach einem Terroranschlag als erstes Muslime verdächtigt werden. Drei Viertel plädieren für ein Verbot von Büchern und Filmen, die die Gefühle tief religiöser Menschen verletzen. Zwei Drittel der Befragten denken, der Islam passe durchaus in die westliche Welt, während 73 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland das Gegenteil meinen.“

Die Studie steht dabei zum Teil in krassem Gegensatz zu Aussagen von Politikern, dass vor allem Türkeistämmige in Deutschland voll integriert worden sind. Die Wahrheit scheitert an den Befindlichkeiten von Muslimen, die sich stets und ständig beleidigt fühlen. Schon einfache Diskussionen über Religion sind oft kaum möglich, da ihr Allah bekanntlich über allem steht.

Genau das bestätigt auch Professor Pollack. „Seine Ergebnisse ließen einen beträchtlichen Anteil an islamisch-fundamentalistischen Einstellungen erkennen,“ so der Soziologe. „Und die ließen sich nur schwer mit den Prinzipien moderner Gesellschaften zu vereinen sind. 47 Prozent halten die Befolgung der Islam-Gebote für wichtiger als die deutschen Gesetze. Ein Drittel meint, Muslime sollten zur Gesellschaftsordnung aus Mohammeds Zeiten zurückkehren. 36 Prozent sind überzeugt, nur der Islam könne die Probleme der Zeit lösen.“

Es ist genau diese gefährliche Tendenz, die weder deutsche Politiker noch die Kirchen sehen wollen. Die eigene Ab- und Ausgrenzung vieler Muslime fängt schon bei der Wortwahl an, mit der sie den Rest der Bevölkerung bezeichnen. „Altdeutsche“ werden diese genannt. Ein Wort, das aufhorchen lässt. Professor Pollack erklärt weiter, „der Anteil derer mit verfestigtem fundamentalistischem Weltbild liege immerhin bei 13 Prozent.“

Vor diesem Hintergrund muss man das Kopftuch kritischer betrachten. Seine Trägerinnen hofieren damit zum Teil unbewusst die Scharia, die Unterdrückung ihrer Glaubensschwestern und auch die Mörderbanden des IS. Muslime sollten ihr verzerrtes Weltbild schleunigst gerade rücken. Mit leugnen stoppt man keinen Terror, der klar auf das Konto fanatischer Islamisten geht. Aber vielleicht gibt es beim IS überhaupt keine Muslime und der Feind Amerika hat hat in Brüssel und Paris gebombt.

Das Kopftuch löst keine Probleme. Im Gegenteil werden sie dadurch erst neu geschaffen und die ohnehin vorhandene Kluft zwischen Muslimen und Christen noch tiefer aufgerissen. Diese Mädchen werden dann von ihren Töchtern ebenfalls verlangen, dass sie sich verhüllen. Und so wird es immer weiter gehen. Integration Fehlanzeige. Aber es gibt auch jene Frauen, die heute noch von ihren Eltern zum Kopftuch gezwungen werden. Spuren sie nicht gibt es Strafen und Schläge. Die Scharia erlaubt das im Islam.

In „Arabien“ fehlt vielen Frauen das Wissen über ihre Rechte. Sie werden oft dumm gehalten und brutal misshandelt, wenn sie sich dem Mann verweigern. Pakistan steht dabei mit an vorderster Stelle. Auch das wird gern übersehen, wenn von dem friedlichen Islam gesprochen wird. Angeblich positive Beispiele stellen die absolute Minderheit dar. Die Frau in „Arabien“ bleibt ein Mensch zweiter Klasse.

In Teil 2 geht es um die Scharia und ob sie (bereits) zu Deutschland gehört.

Friede sei mit euch – Der Islam und die Gewalt

Japanische Buddhisten haben keine Berührungsängste mit anderen Religionen. Glaubenskriege gab es in Japan noch nie. Anders als in Europa und den arabischen Staaten, hat man in Japans Kriegen nie einen Gott fürs töten Tausender bemüht. Es waren immer politische Gründe.

Deutschlands Geschichte ähnelt der Japans sehr. Mit dem (f)einen Unterschied, dass man in Deutschland im Namen eines Gottes Menschen erschlug. Verantwortlich waren die damaligen Machthaber der noch unreformierten katholischen Kirche. Mit Religion und wahrem Glauben, hatte das wenig zu tun.

Apropos Religion! Theologen hinterfragen auch die Existenz von Jesus. War er nur ein Mythos, oder doch eine historische Gestalt? Ich habe kein Problem mit seiner Existenz. Für mich war Jesus ein jüdischer Prediger, der buddhistische Thesen in leicht abgewandelter Form verbreitet hat.

Den jüdischen Priestern war das ein Dorm im Auge. Daher haben sie ihn bei den römischen Besatzern angeschwärzt und man hat ihn umgebracht. Der Rest ist bloße Legende. Auferstanden ist Jesus nie. Ketzerei? Nur meine Sicht der Dinge, die ich ohne Todesdrohung sagen darf.

Die Trennung von Staat und Kirche, war für Deutschland ein Segen. Und natürlich Martin Luther, der mit seinen Thesen kanpp dem Tod entging. Die Vorstellung lässt schaudern, was im Fall von Luthers Ermordung geschehen wäre. Wäre Deutschland dann ein Gottesstaat?

In der islamischen Welt ticken die Uhren noch immer anders. Deren Ideologie steckt im siebten Jahrhundert fest. Worte wie Scharia und Dschihad lassen selbst westlich geprägte Muslime noch verstummen. Sie ducken sich vor einem überholten System.

Aus dessen Mitte kommen jene Gotteskrieger, die mit Mord und Feuer durch die Lande ziehen. Das Problem aller friedlichen Muslime liegt in ihrem Verständnis des Islam. Als Menschen gelten demnach nur Muslime. Andere Religionen sieht man als minderwertig an. Islam, das heißt übersetzt Unterwerfung. Und nach diesem Prinzip wird seit Jahrhunderten gehandelt.

Dumm nur, dass sich im Koran viele Zitate zu biblischen Texten finden. Und die Bibel, das wissen wir, hat einen jüdischen Hintergrund. Allah heißt auch nur Gott, das vergessen Muslime gern. Und ihre Gebetsschnur entspricht dem christlichen Rosenkranz. Und die haben ihn den Buddhisten und Hinduisten abgeschaut.

Die Arroganz des einzig wahren Glaubens besaßen einst auch Katholiken. Dank Luther, ist das längst vorbei. Nicht so im unreformierten Islam. Dort gelten lange überholte Werte. Arabische Terroristen können sich daher oft problemlos unter ihresgleichen verstecken. Einen Moslembruder verrät man nicht.

Weder das Christentum noch der Islam können als friedlich und gewaltlos bezeichnet werden. Wobei im Islam alles noch viel schlimmer ist. Gläubige Muslime dürfen demnach Ungläubigen den Kopf abschneiden und handeln damit im Einklang mit Allah. Solche Taten sind Mord. Und Schriften die das tolerieren Volksverhetzung.

Die Doppelmoral vieler Muslime wird besonders deutlich, wenn der Zentralrat der Muslime Deutschlands seine Stimme erhebt. Meist in Gestalt seines Vorsitzenden versteht sich, der alle seine Glaubensbrüder nun als Sündenböcke sieht, wenn die Rede auf Köln und die Vorfälle an Silvester kommt.

Da helfen auch keine Worte wie „unislamisches Verhalten“, die er zu den Tätern sagt. Was fehlt ist die klare Abgrenzung zur allgegenwärtigen Gewalt im Islam. Stattdessen grenzen sich Muslime oft in Parallelgesellschaften aus, die Brutstätten für radikale Islamisten sind.

Aber man muss den Koran und seine Ideologie kritisch betrachten. Und genau diese Kritik lassen Fanatiker nicht zu. Schon geringste Zweifel an Mohammed werden mit dem Tod bestraft. Die Beispiele sind bestimmt bekannt.

Es ist bei Strafe verboten Mohammed in Zweifel zu ziehen, oder negativ über den Islam zu sprechen. Schließlich, so denken Muslime, ist der Koran das von Allah an den Propheten gegebene Wort, das auf keinen Fall verändert werden darf.

Mohammed war kein friedlicher Mann. Er war ein Feldherr, der seine Ideologie mit dem Schwert verbreitet hat. Der Einwand vieler Muslime, auch Christen hätten Glaubenskriege geführt ist zwar richtig, aber nach Luther haben sie damit langsam aufgehört.

Wie unterschiedlich die beiden Ideologien sind, wird am Fall einer Ehebrecherin deutlich. „Der werfe den ersten Stein, der ohne Sünde hat“, sagt Jesus. Mohammed dagegen „Steinigt sie!“ Buddha hat lediglich vor den Konsequenzen gewarnt, die durch den Ehebruch entstehen.

Aber Mohammed, das sagen mittlerweile selbst Islamwissenschaftler, hat den Koran keinesfalls allein verfasst. Wie schon bei den Evangelien der Bibel, haben andere vieles nach dem Tod von Jesus und Mohammed aufgeschrieben und dabei stets den momentanen Zeitgeist gespiegelt. Und vermutlich eigene Interessen.

Zwar gehen Wissenschaftler davon aus, dass der heutige Koran zun größten Teil mit dem Text identisch ist, den Mohammed einst verfasste, aber so ganz sicher sind sie nicht. Mehrere Versionen des Werks, verschwundene Suren, sprechen eine andere Sprache. Wer die Bibel schrieb das weiß ich nicht. Aber es war kein Gott, das waren Menschen ihrer Zeit.

Unterscheiden muss man im Islam, wie im Christentum auch, zwischen dem theologischen und volkstümlichen (Aber)Glauben. Einfache Menschen bilden Mythen um Götter und legen viele Dinge anders aus. Das ist durchaus normal. Auf keinen Fall normal ist die Verbreitung einer Ideologie mit Feuer und Schwert.

In diesem Kontext muss man auch das Handeln von Christen kritisch betrachten. Die waren auch nicht immer nett. Mit dem feinen Unterschied, dass, bewusst übertrieben ausgedrückt, in islamischen Ländern keine christlichen Fanatiker durch die Straßen ziehen, um dort ihren Glauben zu verbreiten. Im Gegenteil werden Christen dort meist als Menschen zweiter Klasse unterdrückt, wie das Beispiel der Kopten in Ägypten zeigt.

Bewusst verzichte ich beim Islam auf den Begriff Religion. Er ist eine politisch geprägte Ideologie, die den Anspruch hat die Welt zu beherrschen. Wobei das Wort Welt mit Vorsicht zu betrachten ist, wie alles in solch alten Schriften. Die Welt von Jesus und Mohammed war recht klein.

Bibel und Koran sind archaische Dokumente aus einer Zeit, die lange vergangen ist. Und mit ihr die Menschen, die diese Schriften erst verfassten. Oft waren es Fanatiker, aber mit Sicherheit hat es auch friedliche Gläubige gegeben. Nur hat man die offenbar vergessen.

Die Sprüche „Auge um Auge, Zahn um Zahn“, der Bibel und „Tötet die Ungläubigen wo ihr sie findet“, aus dem Koran, müssen zwingend vor dem Hintergrund der damaligen Zeit gesehen und verstanden werden. Daraus nun „Heilige Kriege“ abzuleiten ist total daneben.

Islamischen Terroristen ist das egal. Sie ermorden im Namen Allahs Ungläubige. Was fehlt sind dann scharfe Verurteilungen dieser Taten von jenen Staaten, die den Islam als Staatsideologie haben. Und da haben wir erneut die Doppelmoral. Warum protestiert bei Terroakten nicht die friedliche islamische Welt?

Mit dem Zustrom von (Wirtschafts)Flüchtlingen nach Europa, könnte das Gewaltproblem des Islam weiter eskalieren. Wir wir mittlerweile wissen, haben sich unter ihnen Fanatiker und Terroristen versteckt. Einer der Attentäter von Paris, hat in deutschen Flüchtlingsheimen gelebt.

Es ist ein gefährlicher Irrglaube, dass immer mehr Moslems in christlichen Ländern, für Frieden und Verständnis der Kulturen sorgen. Genau das Gegenteil ist der Fall. Schuld daran sind zum größten Teil Politiker, die, übertrieben ausgedrückt, den Kniefall machen, wenn Muslime sich beleidigt fühlen und auf die Straße gehen, oder gewalttätig werden.

„Muslime sollten Rücksicht auf die Grundprinzipien der freien Welt nehmen, wenn sie darin leben wollen“, habe ich in einer Diskussion gehört. Wobei ich „sollten“ durch „müssen“ ersetze. Die Wirklichkeit sieht leider anders aus.

In öffentlichen Debatten werden nur jene Menschen verdammt, die Gebrauch von ihren Freiheiten machen. Der Gewalttäter wird mit Nachsicht behandelt, stammt er doch aus einem zerbombten Land. Die Meinungsfreiheit wird geopfert und der eigene Bürger niedergemacht.

Schon jetzt warnt das BKA vor einer Radikalisierung muslimischer Migranten, die willige Rekruten für gewaltbereite Islamisten sind. Paradoxerweise die gleichen Islamisten, vor denen sie (angeblich) aus ihrer Heimat flohen. Willig deshalb, da es wenig Perspektiven für sie geben wird. Sie sind Versprechungen gefolgt, die niemand erfüllen kann und will.

Nun ist es nicht so, dass niemand Muslime in Europa haben will. Ich sehe Multikulti noch immer als Bereicherung. Aber nur bis zu einem gewissen Maß. Oder randalieren Japaner in Düsseldorfs Straßen, um ihren Zwist mit Chinesen wegen irgendwelcher Inseln auszutragen?

Was der Islam, was die Welt braucht, sind endlich Zugeständnisse islamischer Geistlicher, den Koran nicht mehr wörtlich zu nehmen. Was die islamische Welt braucht sind Veränderungen, die ehrlich und nicht nur halbherzig sind. Aber wer Menschen noch immer öffentlich enthauptet, hat wenig dazu gelernt.

Nur wenn es progressiven Kräften im Islam gelingt, die Oberhand zu erlangen, wenn die Fanatiker endlich in ihre Schranken gewiesen werden, wenn die Masse der Moslems akzeptieren kann, dass auch andere Menschen einen Glauben haben, ist der Weg zur friedlichen Koexistenz aller Religionen frei.

 

Sei du selbst!

Weisheit bezeichnet vorrangig ein tiefgehendes Verständnis von Zusammenhängen in Natur, Leben und Gesellschaft sowie die Fähigkeit, bei Problemen und Herausforderungen die jeweils schlüssigste und sinnvollste Handlungsweise zu identifizieren. (Quelle Wikipedia)

Auf der Suche nach Weisheit leben Menschen als Eremit, oder gehen auf große Pilgerfahrt. Sie fasten vielleicht, oder legen Schweigegelübde ab. Aber macht das alles Sinn? Als kleines Mädchen habe ich viele Fragen gestellt, die meist mein Vater beantwortet hat. „Was ist Zen?“, wollte ich wissen. „Wie lerne ich das? Warum muss ich still sitzen?“

„Magst du lieber nach draußen gehen und laufen?“, hat er mich gefragt. Als ich bejahe, haben wir uns umgezogen und einen Waldlauf gemacht. Danach war es zu spät für die Karate Stunde. Und ich habe eine Lektion gelernt. Am nächsten Tag sind wir nicht gelaufen und haben meditiert und Karate geübt.

Laut meinem Vater soll ich die ausgefallene Stunde um Mitternacht und im Pyjama eigenständig nachgeholt haben. Meine Mutter und er haben mich dann schlafend im Keller-Dojo entdeckt und mich ins Bett gebracht. Damals war ich sechs Jahre alt. Und mein Vater hat eine Lektion gelernt.

Zen-Buddhismus, der japanische Weg, kann nie mit Gewalt vermittelt werden. Zen-Buddhismus zu verstehen, ist eine Lebensaufgabe. Manche scheitern gleich zu Beginn. Bevor jemand Zen studiert, sind Berge einfach Berge und Wasser ist Wasser. Das ist so, daran gibt es nichts zu ändern.

Aber Zen-Schüler sind klug und nach einem ersten Blick in die Wahrheit des Zen sind Berge nicht mehr Berge, und Wasser ist nicht länger Wasser. Plötzlich sind sie durchdrungen von spirituellen Wahrheiten und einem tieferen Sinn. Wird aus einem Schüler ein Meister, der Erleuchtung erreicht, sind Berge wieder Berge, und Wasser ist wieder Wasser. Das ist so, daran gibt es nichts zu ändern.

In vielen Filmen und Darstellungen sieht man scheinbar hochvergeistigte Mönche, die würdevoll durch alte Tempel schreiten. Keine Mine regt sich in ihrem Gesicht, das wie aus Stein gemeißelt wirkt. Und dann taucht der Dalai Lama im Fernsehen auf und räumt lachend mit diesem Unsinn auf.

Zwar ist der Dalai Lama kein Zen-Buddhist, aber er gilt als die Respektperson unter allen Buddhisten. JapanerInnen kennen mehrere Religionen. Japaner vermischen Shintoismus, Buddhismus und christliche Elemente zu einer eigenen Form des Glaubens. Und über allem schwebt augenzwinkernder Humor.

Diesen Humor, habe ich schon als Kind in christlichen Kirchen vermisst. Warum muss ich mich vor einem Gott fürchten? Kein Buddhist fürchtet Buddha. Der hätte über diese Vorstellung schallend gelacht.

Gefragt was es bedeutet Buddha zu sein, hat der japanische Zen-Meister Kodo Sawaki folgendes gesagt. „Buddha zu sein bedeutet ganz du selbst zu sein – hier und jetzt. Ganz in diesem Moment zu sein. Ganz eins zu sein mit dem, was du tust. An diesem Ort ganz eins zu sein mit allen Aspekten deines täglichen Lebens.“

Den meisten Menschen wird das nie gelingen. Eingespannt, in den unerträglichen Lärm der Zivilisation, vergeuden sie ihr wahres Potenzial. Vielleicht streben sie nach Macht, Reichtum und Besitz. Vielleicht danach, wie ihre Idole zu sein. Aber Idole fallen oft vom Sockel, auf den Menschen sie gestellt haben. „Ich will besser sein!“, sagt der Herausforderer zum Weltmeister. Aber der Gegner ist immer das eigene Ich. Das gilt es zu überwinden.

„Ich will wie du sein!“, habe ich als Mädchen zu meinem Vater gesagt und tapfer Karate geübt. Sein Lächeln habe ich damals nicht verstanden und auch seine Worte gaben mir Rätsel auf. „Warum willst du wie ich sein, wenn du du selbst sein kannst“, hat er gesagt.

Warum in Deutschland wieder Eiszeit ist

Eine neue Kältewelle ist über Deutschland hereingebrochen. Vielleicht liegt es am Winter, aber die Herzen der Menschen erscheinen mir kalt. Missmut, Neid und Hass bestimmen das Bild. Deutschland macht Front gegen den Islam. Ganz Deutschland? Nein! Es sind nur wenige hohle Köpfe, die Front gegen Andersdenkende machen. Aber in einer Zeit des Werteverfalls, einer Zeit ohne Perspektiven, kann man hohle Köpfe mit kranken Ideen füllen. Und die Front marschiert.

Leider, und an dieser Stelle muss ich das überdeutlich sagen, bieten gläubige Moslems oft kein einheitliches Bild. Statt sich gegen Radikale in den eigenen Reihen zu stellen, werden diese oft toleriert. Erst jetzt, nachdem der IS-Terror die Welt vergiftet, wird sich halbherzig aus der Deckung gewagt. Das wirkt auf mich wenig überzeugend. Ganz ehrlich: Wenn ihr es ernst meint, so werft diese Störenfriede aus den Moscheen raus!

„Du bist mal wieder radikal, Mayumi!“, höre ich nun die Leute sagen. „Das sind doch auch Menschen, die nur vom Weg abgekommen sind.“
Ja, das  sind sie. Menschen, die zum Teil Hass predigen und in Syrien töten. Krass dabei, sie töten das eigene Volk. Dieser völlig absurde Krieg des Glaubens will nicht in meinen Kopf. Man stelle sich nur vor, dass sich der Dalai Lama nun gegen andere Richtungen im Buddhismus stellt. Aber Buddhisten führen keine Glaubenskriege. Das haben sie noch nie getan. Christen und Moslems schon. Die haben sich schon immer selbst dezimiert.

Und nun gibt es die PEGIDA. „Patriotische Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“, wollen ihre Anhänger sein. Nun ist es nicht so, das hinter PEGIDA nur Provokateure stecken. Da sind helle Köpfe mit dabei. Aber ob es wirklich gegen einen „radikalen Islamismus“ geht, das wird mir nicht klar. Gegen Merkel, gegen die Regierung, gegen die Herrschenden, ist die Devise. Proteste unter falscher Flagge? Die Hooligans zumindest laufen mit. Und die braune Brut der NPD.

Vorwerfen muss man der Politik, dass sie auf breiter Front versagt hat. In dieses Horn stimme ich mit ein. Anders, als meine in Deutschland arbeitenden Eltern, sind viele Einwanderer auch nach Jahrzehnten nicht integriert. Subkulturen sind entstanden in denen Hass gegen Deutsche verbreitet wird. Und gegen ein ungeliebtes Land, das angeblich keine Chancen bietet. Aber wer immer nur in seiner Straße flaniert, wer lieber Gewalt lebt und nie studiert, der bleibt in jedem Land der Welt ein Außenseiter. Und ist selbst daran schuld.

Ja, es ist Winter in Deutschland. Und er hat die Herzen der Menschen befallen. Eine neue Eiszeit der Toleranz steht bevor. Und vielleicht bald Straßenschlachten. Man könnte nun vermuten, dies alles sei so gewollt. Notstandsgesetze sind schnell erlassen und das Volk wird wieder kontrolliert. Aber damit liege ich natürlich falsch, das ist doch nur eine absurde Theorie. Ich für mein Teil wünsche mir mehr friedliches Miteinander und keinen Hass. Ich bin für Toleranz, für Frieden. Und zur Not kämpfe ich dafür.

Japan, deine Religionen!

Japaner sind Buddhisten, das weiß doch jedes Kind. Weit über 80 Prozent der Bevölkerung gehören diesem Glauben an. Japaner sind aber auch Shintoisten. Und auch diese Zahl liegt bei weit über 80 Prozent. Ein Widerspruch, gar eine Lüge? Nein! Frau Dr. Landar erklärt, wie Religion in Japan funktioniert.

Aber zurück zu den Prozenten, die eine statistische Unmöglichkeit sind. Auch in Japan gibt es keine Sonderrechnung, wenn man die beiden Zahlen addiert. Aber zu 100 Prozent steht fest, dass Japaner sehr pragmatisch sind. Und das gilt auch bei Religion. Als Mädchen habe ich den Buddhismus erfahren und wie die alten Weisen ticken. Und dass der Shintoismus über allem steht.

Im Westen ist man meist Christ und wird im Sinn der Bibel erzogen. Dass die christliche Kirche heidnische Wurzeln hat, wird gern übersehen. Ich will hier nur das Osterfest, den Weihnachtsbaum und Allerheiligen nennen. Und, dass Kirchen oft auf heidnischen Kultplätzen stehen. Alles kein Problem, wenn man ehrlich ist.

Der Japaner hat kein Problem damit, sich aus dem (Über)Angebot der Religionen das zu herauszuholen, was ihm passt. Beispiel gefällig? Kinder werden shintoistisch getauft, wobei Taufe nur ein Vergleichswort zur Beschreibung der Zeremonie ist. Geheiratet wird in Japan gern nach christlichem Vorbild und gestorben buddhistisch. Alles klar?

Ich selbst bin mit Hausgöttern, Yokai und Geistern aufgewachsen, die für mich selbstverständlich sind. Und Buddha ist und war kein Gott. Für einen Mann, war er recht weise. Und Fehler hatte er natürlich auch. Als Vertreterin des Zen-Buddhismus bin ich bekanntlich sehr kämpferisch unterwegs. Mein Weg, nicht der des Buddha.

Was Japaner nicht kennen, ist die im Westen vorherrschende Trauerkultur, diese viele Menschen lähmende Angst vor Teufel, Tod und Sündenfall. Das hat die unreformierte Kirche damals nur erfunden, um ihre Schäfchen besser zu kontrollieren. Wer in Angst lebt, der braucht einen Erlöser. Wer in Angst lebt, der zahlt. Und Rom bleibt an der Macht.

Japaner verehren ihre Ahnen in einer Weise, wie es auch Chinesen tun. Selbst japanische Christen haben kein Problem damit, diese Sitte weiter zu pflegen. Aber Christen sind und bleiben die Minderheit in Japan, das waren sie immer schon. Sie mixen munter die Sitten und werden dafür gern kritisiert. Aber wo ist das Problem?

Man kann sagen, dass sich in Japan viele Religionen vermischen und so eine eigene Form des Glaubens erschaffen haben. Shintoismus und Buddhismus ebenso, wie der Taoismus und Konfuzius Lehren. Ein weiser Mensch hat einmal Synkretismus dazu gesagt, was es vermutlich trifft. Aber die Menschen glauben. Und das ist alles was zählt.

„Japan, deine Religionen!“, habe ich bewusst als Überschrift gewählt. Aber sie spiegelt kaum wieder, wie Japan wirklich ist. Faszinierend auf alle Fälle, egal ob Buddhist, oder Shintoist über den Köpfen der Menschen steht. Ich bete übrigens meine Elfe an. Und das mindestens zu 1000 Prozent. Aber das habt ihr bestimmt gewusst.

Warum ich nicht (typisch) deutsch bin

Um Deutsche zu verstehen muss, man kein Deutscher sein. Aber es hilft. So lange ich zurückdenken kann bin ich Deutsche. Das steht auch so in meinem Pass. Da steht aber auch, dass ich in Fukuoka geboren worden bin. Genau das macht mich wieder zur Japanerin, was ich nun beweisen werde. Dabei geht es auch um Religion und deren Unterschiede. Tiefreligiöse Menschen sollten diesen Beitrag vielleicht meiden. Weder ist es meine Absicht religiöse Gefühle zu verletzen, noch werde ich mich auf Grundsatzdiskussionen über Religion einlassen. Aber ich sage was ich denke. Und bei aller Toleranz, ist das ist mein gutes Recht.

Gestern habe ich über Japan und Japaner geschrieben und sie milde kritisiert. Ja, ich finde Deutschland in vielen Punkten besser. Aber es gibt auch in diesem Land Dinge, die meine Toleranz belasten. Dinge, die ich anders mache und zur Not auch kritisiere. Als Kind zweier Welten mache ich keinen Spagat. Ich bin einfach so, wie ich bin. Aber wie sehe ich meine Deutschen, was macht mich so undeutsch?

Dazu muss der geneigte Leser wissen, dass ich Buddhistin bin. Mit anderen Religionen habe ich wenig am Hut. In deren Namen haben die Menschen viel Leid über ihresgleichen gebracht. Man denke nur an die Christenverfolgungen der Antike, die Expansionskriege des Islam und die Kreuzzüge der Christen ins Heilige Land. Toleranz ist anders. Aber wie ich bereits mehrfach schrieb: Die Bibel und auch den Koran hat kein Gott geschrieben. Das waren Menschen ihrer Zeit. Und die legen Religion nach Gutdünken aus. Oder um es anders zu formulieren: Menschen haben Religion erfunden. Und auch Buddha war kein Gott.

Bibel, Kirche und Religion haben in Deutschland ein Weltbild geschaffen, das es in Japan nicht gibt. Die Rede ist von der Einstellung der Deutschen zu Tod und Vergänglichkeit. Aber das ist bei so ziemlich allen Christen weltweit der Fall. Hölle, Fegefeuer, Sündenfall sind Worte, die fremd für mich sind. Und auch wenn ich Kirchen als Orte der Begegnung mag, so kann ich den Lehren nicht folgen. Japans größte Religion ist der Buddhismus. Dort spricht man von einem ewigen Kreislauf aus Tod und Wiedergeburt. Verlust und Vergänglichkeit gelten als natürliche Bestandteile dieses Kreislaufs und damit alles Lebens. Warum kann das nicht auch bei Deutschen so sein?

Im Gegensatz zum Japaner jammert der Deutsche auf meist hohem Niveau. Egal ob über das Wetter, oder die eigene Person, ständig wird lamentiert und geheult. Und auch das Selbstbild westlicher Menschen ist oft Erziehungssache. Die eigene Person als Mittelpunkt zu sehen, das wird dem Kind schon anerzogen. Ebenso der Egoismus, der abstruse Formen annehmen kann. Deutsche sind lauter als Japaner. Und das in allen Lebenslagen. Gefühle zeigen gehört zum guten Ton. Vor allem, wenn man im Fußball gewonnen hat. Das ist nicht negativ, aber positiv ist anders. Vor allem deutsche Männer fand ich immer ungehobelt. Und das hat mein Bild von Mann mit geprägt.

Körperhygiene und Sauberkeit haben im Westen eine andere Tradition, als im überreinlichen Japan. Während ich bei Deutschen an verschiedenen Tagen durchaus die gleichen Kleidungsstücke bemerken durfte, gibt es das im Haus Mayumi nicht. Es wäre mir nie in den Sinn gekommen, die gleiche Hose, das gleiche T-Shirt, an zwei Tagen zu tragen. Das gilt auch für die Unterwäsche, die ich an heißen Tagen auch mehrfach wechsele. Und Deo ist für mich Pflicht. Leider sieht das ein Teil der hiesigen Bevölkerung anders. Entsprechend atemraubend ist deren Körperduft.

Geld und Besitz spielt in Deutschland eine große Rolle. Der Satz „Mein Haus, mein Boot, mein Pferd“, ist legendär. Dieses Verhalten ist mir zuwider. Ich protze nicht mit Geld. Jahrelang bin ich statt Sportwagen nur Corolla gefahren. Aber noch in diesem Jahr gönne ich mir den eigenen Z. Die Firma Porsche wird es mit Sicherheit verschmerzen. Alles gut. Alkohol, speziell Bier, hat in Deutschland Tradition. Aber schon der Geruch ist mir zuwider. Und von Wein wird mir schlecht. Lieber bleibe ich bei Saft, oder Wasser, was mich wieder zur Außenseiterin macht.

Die deutsche Sprache hat so ihre Tücken. Ich mag sie durchaus und auch wieder nicht. Sie ist hart, direkt. In Japan spricht man mehr indirekt. Beides hat Vorteile. Aber Amerikaner finde ich oft höflicher, als den durchschnittlichen Deutschen. Meine Sprache ist zum Teil komprimiert und auf das Wesentliche reduziert. Haiku-Stil, hat Yuki das genannt.

Deutsche vertreten ihre Meinung gern mit Nachdruck. Sie möchten (mit Gewalt!) andere überzeugen. So wenig ich die indirekte japanische Art mag, so wenig mag ich Zwang. Und genau den spüre ich, wenn ich diskutiere. Mann und auch Frau, wollen mir ihre Sicht der Dinge aufzwingen. Nur, wo bleibt der Resepekt? Richtig, er ist meist nicht vorhanden. Und das werfe ich meinen Deutschen vor. Seine Meinung zu vertreten ist okay. Aber es kommt auf das „wie“ an. Und da liegen viele Menschen voll daneben.

Was mir in Deutschland fehlt, ist mehr Nationalstolz. Ich persönlich bin stolz darauf in diesem Land zu leben und mich Deutsche zu nennen. Nur sehen das nicht alle Deutschen so. Fest eingebunden in Europa und doch zum Teil argwöhnisch von Nachbarstaaten beäugt, katzbuckeln sie seit vielen Jahren. Sie ducken sich vor Zentralräten und dem großen Bruder USA. Nur nichts falsches sagen, es könnte Konsequenzen haben! Na und? Ich erlaube mir ganz offen politische Systeme und deren Handlungen zu kritisieren. Egal ob in Israel, oder den USA. Wo ist das Problem? Wir sind alle Menschen. Schwestern, Brüder, Freunde. Und Freunde dürfen auch Kritik üben. Nur ausspionieren sollten sie sich nicht.

Am Ende dieses Artikels komme ich zu deutschem Essen, das mir schwer im Magen liegt. Ja, auch Klein-Mayumi musste Hamburger probieren und sich den Magen damit verderben. Wir kochen meist japanische (asiatische) Gerichte, experimentieren aber auch sehr gern. Aber Schweinshaxen und Schnitzel gibt es bei uns nicht. Und auch sonst kein fettiges, opulentes Essen. Die deutsche Küche kann durchaus mehr! Nur leider wird das immer seltener genutzt. Ausnahmen finde ich in diversen Blogs. Dortige Gerichte sind durchaus lecker.

Mit meiner forschen Art ecke ich oft an. In Japan werde ich als Deutsche angesehen, in Deutschland bleibe ich immer die Japanerin. Auch, weil ich in kein Schema passe. Nur habe ich damit kein Problem. Aber ich bin damit untypisch deutsch (und japanisch) geworden. Und das wird sich nie ändern.

Reizthema Religion – Sind wir wirklich tolerant?

Fanatiker sehen sich als göttlich inspirierte Menschen. Zumindest wenn sie ihre Religion vertreten. Als Buddhistin stehe ich jedem anderen Glauben offen gegenüber. Aber religiöse Fanatiker, die mag ich nicht. Die folgende Geschichte ist genau so passiert. Aber literarisch aufgearbeitet. Manchmal ist es hilfreich Stichworte zu notieren. Weniger hilfreich, sie dann zu verlegen. Aber mein altes Zimmer im Düsseldorfer Elternhaus gibt es noch. Und dort habe ich vor einer Weile wahre Wortschätze gefunden.

November 2007. Draußen ist es bereits dunkel. Das Wetter ist unangenehm und recht kalt. Der Tag an der Uni war lang, heute waren die Vorlesungen Pflicht. Das Karate-Training verspricht Entspannung. Und Spaß, den habe ich. Mit meinen Mädels mache ich Sparring, danach leite ich die Kindergruppe. Die Kleinen sind süß und teilweise sehr begabt. Am Ende der Halle trainieren die Männer. Ein dunkelhaariger Neuling fällt mir auf. Geschätzte 30 Jahre alt. Er wirkt übereifrig und hat einen stechenden Blick, mit dem er alle Frauen mustert.
Sofort wächst mein Widerwille.

„Wer ist das?“, frage ich die Haupttrainerin Adele in einer ruhigen Minute.
„Der ist neu“, sagt Adele und zuckt die Schultern. „Ägypter sagt er. Sein Name ist Pierre. Hat dort angeblich den Braunen Gürtel gemacht. Aber davon war nicht viel zu sehen. Ich habe ihm gesagt wenn er mir entsprechende Papiere bringt und die Katas laufen kann, erkennen wir den an. Bis dahin darf er ihn nicht tragen.“
„Welchen der drei Gürtel denn?“, will ich wissen.
Braungurte gibt es vom 3. bis 1. Kyu. Wobei der 1. höher ist.
„Natürlich den 1.“, sagt Adele und schmunzelt. „Du weißt doch meine Süße, sie sind alle furchtbar gut.“
Maulhelden aller Länder vereinigt euch.

Adele ist halbe Französin, farbig und zehn Jahre älter als ich. Ihr Vater stammt aus Afrika, die Mutter aus Paris. Aber die Familie lebt seit Ewigkeiten in Düsseldorf.
Adele liebt Karate über alles. Und ihren deutschen Ehemann. Und sie ist einige der wenigen Frauen, die mich Süße nennen dürfen.
Die Info reicht mir. Aber ich habe kein gutes Gefühl bei Pierre. Immer wieder sehe ich ihn zu den Mädels gieren. Ich blende ihn vorerst aus und kümmere mich um die Kids, die mit wildem Eifer bei der Sache sind. Nach dem Training bildet sich eine lockere Gruppe. Frauen und Männer, die über dies und jenes sprechen.
Auch Pierre ist dabei und redet einige Sätze mit. Bis die Sache eskaliert.
Diskussionkultur ist anders.

Pierre ist zwar Ägypter, aber französische Vornamen haben in seiner Familie Tradition. Und er ist koptischer Christ, was er unaufgefordert erzählt. Auch von den Übergriffen auf Kopten im Mai 2007 in Bamha, einer Stadt südlich von Kairo.
„Meine Familie lebt dort noch immer“, erklärt er uns mit leichtem Akzent. „Radikale Moslems haben meine Schwester verletzt. Und die Polizei hat weggeschaut. Kopten haben nur Nachteile in Ägypten. Daher habe ich auch in Deutschland studiert.“
Selin, ein in Deutschland geborenes türkisches Mädchen schaut betroffen.
„Ich bin auch Muslimin“, sagt sie leise. „Aber diese Radikalen mag ich nicht.
Das finde ich gut.

Kurz darauf entbrennt eine Diskussion über Religionen und Gott, die ich nur mit halbem Ohr verfolge.
Ich spreche mich mit Adele über das nächste Training ab.
Selin ist es egal, ob jemand Jude, Christ oder Hindu ist. Für sie sind alle Menschen gleich.
„Ich verstehe diese Aufregung um Religion nicht“, fügt sie hinzu. „Wir meinen doch alle das Gleiche.“
„Ich glaube nicht an Gott, oder die Bibel“, wirft Judith ein. „Ich bin auch nicht getauft.“
Pierre giftet los, Auftritt des Narren.

„Dann werden Sie jetzt mit mir ein Problem haben!“, sagt er mit lauter Stimme und macht einen halben Schritt auf die erschrockene Judith zu.
Ich wittere Gefahr und bin mit einem Satz bei der Gruppe und stelle mich schützend vor Judith. 1,62 Meter Mayumi Power pur gegen locker 1,85 Maulheld Pierre.
„Welches Problem soll sie haben?“, frage ich ihn sanft. „In diesem Dojo gilt Respekt. Und den lässt du zur Zeit vermissen.“
„Ich glaube an Gott!“, lässt Pierre mich wissen und seine Augen funkeln. „Und das muss jeder respektieren!“
„Niemand hat etwas gegen Gott und deinen Glauben gesagt“, erkläre ich ihm. „Aber Judith glaubt an keinen Gott. Und das hast auch du zu respektieren. Das nennt man Toleranz.“
Aber Pierre lässt das nicht gelten und holt zum religiösen Rundumschlag aus. Mit sich überschlagender Stimme bringt er seine Argumente vor.
Bin ich im falschen Film?

„Stop!“, rufe ich und unterbreche seinen Redefluss. „Hast du mir überhaupt zugehört?“
Aber mit dem Mann ist nicht zu reden. Reizthema Religion, ich sehe schon.
„Ich bin Buddhistin“, sage ich. „Aber ich toleriere jede Religion. Hast du damit auch ein Problem?“
Pierre hat und das lässt er mich wissen. Er hat sich in Rage geredet, Schweiß steht auf seiner Stirn. Der Mann wirkt angespannt, er ist Fanatiker. Und das ist niemals gut.
„Ich will, dass sie sich bei mir entschuldigt“, geifert er. „Sie hat meinen Gott beleidigt. Und du geh mir aus dem Weg!“
Er macht den Fehler, den die meisten nur einmal machen, und greift nach mir.
Woher soll der Maulheld wissen, dass ich auch Aikido kann?
Auf die Knie ihr Bauern, Japan ist zu Gast.

Ich fixiere Pierre am Boden und er kreischt und zetert überlaut.
Aber er kann sich nicht rühren. Und er ist clever genug und versucht es auch nicht.
Aikido in Reinkultur, Pierre ist besiegt von seiner Kraft.
Adele samt Dojo-Besitzer sind neben mir und fordern Pierre zum gehen auf. Ich lasse ihn los und wie ein geprügelter Hund dackelt er davon.
„Dieser Verein braucht keine Fanatiker“, gibt ihm Adele mit auf den Weg. „Wir sind alle Schwestern und Brüder. Egal ob Moslem, Buddhist, Hindu oder Christ.“
Toleranz kann so einfach sein.