Die Lügen(der)Presse

Deutschland und vermutlich die ganze Welt hat ein Problem, das sich Presse nennt. Politisch beeinflusst und auf Kommerz getrimmt, werden den BürgerInnen Sensationen verkauft. Viel zu oft Halbwahrheiten. Und manchmal lügen die Medien auch bewusst.

„Die Regierung soll durch die Presse ebensogut belehrt werden, als die Privaten, also kann die Regierung auf die Presse keinen Einfluß ausüben.“ – Franz Grillparzer

Väterlich wirkende Männer erklären uns die Welt und warum Deutschland auf den „Welcome Zug“ aufgesprungen ist. Wer da wirklich am Bahnhof stand war ein linksgrüner Mob, dessen Verstand sowieso nur bis zum nächsten Parteitag reicht. Auf dem dann endgültig Drogen legalisiert werden sollen und die Vergewaltigung von Kindern.

Kurze Pause, harter Schnitt. Glaubt jemand diesen Quatsch? Ja? Klar, der Satz steht doch geschrieben und muss also die Wahrheit sein. Nur von welcher Wahrheit reden wir? Menschen mit Halbwahrheiten zu täuschen ist einfach. Zitate werden aus dem Kontext gerissen und nur verstümmelt an die Öffentlichkeit gebracht.

Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert. – Mark Twain

Mark Twain hatte recht. Eine unabhängige Zeitung ist das, was ich mir wirklich wünsche. Kritische Berichterstattung und gute Recherchen. Vor allem den investigativen Journalismus der Vergangenheit. Irgendwann ist der verschwunden. Im Meer der Werbeeinnahmen und Sponsorengelder. Auf die man nun natürlich Rücksicht nehmen muss. Wirklich?

„Bei einer Zeitung stehen die einzigen Wahrheiten, auf die du vertrauen kannst, in den Anzeigen.“ – Thomas Jefferson

Giovanni di Lorenzo, ZEIT-Chefredakteur, gibt plötzlich Fehler zu. Wörtlich sagte er in einem Interview: „Ich glaube, dass wir eine ganze Weile zu sehr dazu tendiert haben, uns zu Mitgestaltern dieser Flüchtlingsbewegung und nicht uns konzentriert haben, auf die Rolle der Beobachtung. Und das haben uns Leute übel genommen.“ Das ganze Interview findet sich hier:

Dieses Umdenken lässt aufhorchen. Taktischer Rückzug oder schon der Blick nach vorn, auf die Zeit nach Frau Merkel. Auch das ZDF hat schon im Juni 2016 scheinbar kritischer über die Flüchtlingskanzlerin berichtet, die den Verantwortlichen der Sendung nicht zur Verfügung stand. Scheinbar deshalb, weil das ZDF auch nur CDU-TV ist. War das nun eine Lüge?

Ist der Bericht im ZDF schon der beginnende Abgesang auf Frau Merkel  oder nur eine Vorbereitung auf die Zukunft? Wolfgang Schäubles Worte könnte man so deuten. Schäuble wörtlich: „In einigen Jahren wird man eben sehen, das war, so geht es in der Geschichte oftmals, ein erst … (Schäuble unterbricht sich und wirkt erschrocken, als er weiter spricht) der Beginn einer neuen Zeit. Europa ist nicht mehr in einer Nische und Deutschland auch nicht.“ Was wollte er wirklich sagen? Vielleicht „Ein erster Schritt zur Neuordnung Europas, Deutschlands, der Welt.“

Solche Äußerungen tragen kaum dazu bei, das Vertrauen der BürgerInnen (neu) zu gewinnen oder zu erhalten. Bürger geraten darüber in Wut und protestieren. Zwar finde ich es gut, dass eine neue Opposition entsteht, die alte Zöpfe abschneiden will, aber müssen das unbedingt ewig Konservative sein?

„In früheren Zeiten bediente man sich der Folter. Heutzutage bedient man sich der Presse. Das ist gewiß ein Fortschritt. Aber es ist auch ein großes Übel; es schädigt und demoralisiert uns.“ – Oscar Wilde

Wenn man sich die Medienlandschaft in Deutschland betrachtet, kommen wir an der BILD kaum vorbei. Mit dem Axel Springer Verlag im Rücken, haben schon viele Politiker regiert. Dass in diesem Schmierblatt meist nur Hass und Halbwahrheiten stehen, wird dabei gern übersehen.

Ich erwarte von der Presse Aufklärung und Information. In Kommentaren darf es auch gern die persönliche Meinung des Journalisten sein. Aber wer sich hinter eine deutsches Recht brechende Kanzlerin stellt oder besser noch vor sie, muss sich auch dem Zorn der Menschen – LeserInnen stellen.

Das Heulen und Zähneklappern ist nun groß, die Auflagen schwinden. Geht es JournalistInnen wirklich nur noch um Geld? Haben sie wirklich ihre eigentliche Aufgabe vergessen, die auch kritisches Beobachten ist? Einige wenige Publikationen halten dagegen und werden gezielt diffamiert. Das ist Deutschland 2016 und eine Presse die sich blamiert.

Sozialen Netzwerken, so sie nicht von bezahlten Schreiberlingen oder Psychopathen unterwandert sind, fällt in diesen Zeiten eine besondere Aufgabe zu. Nämlich unverfälscht jene Wahrheit zu berichten, die sich Realität in Deutschland nennt.

Die Vorbeterin

Selbst in Schwedens Norden, hat(te) mich die Politik eingeholt. Und eine Kanzlerin, die zur Vorbeterin der Nation geworden ist. Wie sonst soll man ihren Auftritt bei Anne Will erklären, der mehr einer protestantischen Predigt glich.

Christoph Schwennicke, der Chefredakteur des Magazins Cicero, hat interessante Fakten geliefert. Die Kanzlerin habe das Wort ich, inklusive der Spielarten mein, mir, mich, 257 Mal in ihrer Rede genutzt. Also alle 14 Sekunden.

Man muss keine Psychologin sein, um klar narzisstische Grundtendenzen bei Merkel zu bemerken. Diese Frau hat den Blick für die Realität schon längst verloren. Sie hat keinen Plan, den hatte sie nie. Nur einen eisernen Willen und ein Durchhaltevermögen, mit dem sie ihre GegnerInnen stets verblüffte.

Mir stellt sich seit einer Weile die Frage, wer Merkel leitet. Woher bezieht sie ihre wirren Ideen? Vor allem Merkels Kehrtwende in Sachen Migration und Flüchtlingspolitik gibt dabei Rätsel auf. „Der Ansatz für Multikulti ist gescheitert, absolut gescheitert!“, hat Angela Merkel 2010 gesagt. Kann jeder nachlesen, der es nicht glaubt.

Horst Seehofer stieß ins gleiche Horn. „Wir als Union treten für die deutsche Leitkultur und gegen Multikulti ein – Multikulti ist tot.“ Aber Seehofer ist nur ein Schmusetiger. Er springt hoch ab und landet weich als Bettvorleger.

Merkel rein menschliche Motive zu unterstellen, ist so falsch wie dumm. Die Bundesmutti weiß genau was Europa braucht. Etwa den Islam, der bekanntlich zu Deutschland gehört. Oder (billige) Arbeitskräfte, um den ungeliebten Mindestlohn wieder zu kippen.

Mit Entsetzen schauen Millionen schlecht bezahlter Menschen nach Berlin, wenn sie solche Vorschläge hören. Die, die man jahrelang allein gelassen hat, sehen sich nun plötzlich noch der Konkurrenz von Millionen Neuankömmlingen gegenüber. Plötzlich sprudeln Milliarden für Menschen, von denen deutsche Langzeitarbeitslose nur zu träumen wagten.

Die AfD frohlockt und sammelt weiter Punkte. Nun ist die AfD alles andere, als mein Favorit. Aber die Block-Parteien brauchen ihre Lektion. Wer noch immer für die Etablierten ist, wählt Merkels falschen Kurs. Er stimmt ihm zu und signalisiert einer starrsinnigen Frau, dass sie alles richtig macht.

Aber Merkels Experiment, Europa auf Kurs zu bringen, ist klar gescheitert. Im Bundestag träumt sie von 90 Prozent der Deutschen, die ihren Kurs unterstützen. Das ist wie immer schön gerechnet, die Wahrheit sieht anders aus.

Wie man Statistiken schönt, hat jeder BWL Student schon früh gelernt. Und das wird überall und ständig gemacht. Ich kann nur vermuten woher diese 90 Prozent stammen. Vielleicht sind es alle deutschen Dackel, die gern Muttis selbstgemachte Häppchen essen. Wie schwer die auf Jahre hinaus im Magen liegen, wird sich bald zeigen. Ich wünsche einen „Guten Appetit.“

Der neue Ostblock macht unterdessen die Grenzen zu und lässt sich von Deutschland nicht länger erpressen. Griechenland in Gestalt seines Ministerpräsidenten tobt. Wäre er ehrlich, er würde es Merkel-Doktrin nennen. Schon der durchsichtige Versuch beim letzten EU-Gipfel mit Blockade zu drohen, deutete auf Merkels Handschrift hin.

Gut, vielleicht irre ich. Aber die Kader-Prinzessin weiß, wie sie manipulieren kann. Das hat sie in der DDR gelernt. Und so wird sie unbeirrbar weiter ihre Thesen predigen und die Gläubigen an ihren Lippen kleben. Bis der letzte Vorhang fällt.

10 Jahre Bundesmutti – Ein Rückblick auf die Vermerkelung

Seit ich denken kann stehe ich für die Rechte von Frauen ein. Für meine eigenen und für die der anderen. Schon als Teenager bin ich auf dem feministischen Weg gewandelt. Aber anders, als es Alice (Schwarzer) gefiel. Mehr Frauen gehören an die Macht und in Positionen, die Patriarchen einst besetzten. Was mich zum 22. November 2005 bringt, als Angela Merkel Bundeskanzlerin wird.

Nein, ich mag keine CDU. Diese muffig-konservative Bande tut niemand gut. Und ich mag auch nicht alle Frauen. Aber die Idee einer Kanzlerin fand ich damals klasse. Emotional gedacht. Kann ja mal passieren. 10 Jahre ist das nun her. Jahre, in denen die „Bundesmutti“ Deutschland neu erfunden hat. Nüchtern und ohne Schnörkel. Alles gut, Frau Merkel?

Werfen wir einen Blick auf ihr Werk und was die Frau geleistet hat. Wie alle Mütter, hat sie unartige Kinder bestraft, die im Sandkasten spielen wollten. Aber der ist Muttis Revier! Da spielt sie mit den Förmchen. Und so mussten die „Jungen Wilden“ gehen und anderwo spielen. Mutti hat derweil Deutschland geformt.

Ja, Mutti versteht etwas von (Re)Formen. Und verbale Attacken hat Frau Merkel locker weggesteckt und den Ball(ack) 2006 nach Deutschland geholt. Dort war sie Frau, dort durfte sie unter „echten Kerlen“ sein. Sogar in der Kabine. Mutti fand ihre Jungs schon immer supergut.

Mit eisernem Willen und Selbstdisziplin, hat sie das Wahlvolk für dumm verkauft. Aber bei Deutschen im Westen ist das easy. Die haben sich längst ihre Meinung geBILDet und unter der „Nazi-Keule“ geduckt. Schuldig auf ewig. Bitte, wofür?

Und doch habe ich Frau Merkel eine Weile bewundert. Parallelen zu mir gab es zuhauf. Dann kam die (T)Eurokrise, der (Fast)Crash der Börsen. Von da an war mir Frau Merkels Politik mehr als nur suspekt. Jeder halbwegs Intelligente muss langsam begriffen haben, dass wir mit geborgten Milliarden jonglieren.

Frau Merkels Reden wirkten durchaus souverän. Eine Weile. Also so ein wenig. Fast. Aber statt wirklich Politik zu machen, hat sie lieber ihre Feinde umgebracht. Sinnbildlich versteht sich. So, wie Mädchen als Teenager das gern tun. Und auf diesem Niveau bewegt sich die Dame seit geraumer Zeit. Das Mädchen unter lauter Kerlen. Küsschen, Mr. President!

Die Frau ist Wissenschaftlerin, das merkt man deutlich. Mit sprödem Charme und aufgesetztem Lächeln, hat sie uns ihre Zahlen präsentiert. Zu Ebola, der EU und nun rechnet sie mit Deutschland ab. Und zwar so richtig. Nur nicht mit dem Osten, dem „Pack.“ Aber das hat ja der Gabriel gesagt.

Frau Merkel hat etwas geschafft, woran ganze Nationen gescheitert sind: Deutschland an den Rand des Abgrunds zu führen. Finanziell stehen wir auf tönernen Füßen, die Sozialsysteme brechen auch bald weg. Die Deutschen werden zur Zeit umerzogen. Europäer sollen sie sein. Oder werden. Also bald.

Ob wir das wollen? Darum geht es nicht. Wir müssen wollen. Sollen. Weil Mutti das möchte. Und wehe die bösen Kinderchen hören ihr nicht zu. Dann gibt’s keinen Nachtisch mehr! Warum sie das macht? Und hat sie überhaupt einen Plan? Ja, den an der Macht zu bleiben. Na, ein Leckerchen fürs liebe Kind?

Ich gebe jedem Menschen eine Chance. Eine! Frau Merkel hat diese Chance längst verspielt. Und doch bleibt sie Kanzlerin. Aus Mangel an Alternativen. Die hat sie alle abgeschafft. Apropos Macht. Es geht auch um die Machtverteilung in der Welt und um die Sicherung der Ressourcen. Das „Schwarze Gold“, wird noch auf lange Jahre unsere Lebensader sein. Also muss man diese Länder bei Laune halten. Bomben werfen? Macht Deutschland nicht!

Deutschland macht lieber die Türen auf und sorgt für frisches Blut im Land. Unsere Kultur muss bereichert werden. Farbiger werden. Ist das kein schönes Bild? Als Frau, Lesbe und voll integrierte Japanerin mit deutschem Pass, stehe ich dem sehr skeptisch gegenüber. Hier treffen Welten aufeinander, die keine Gemeinsamkeiten kennen. Weder in Sachen Demokratie, noch Respekt vor Frauen. Aber Bundesmutti schert das nicht. Sie besucht Duisburg-Marxloh und findet alles gut.

Deutschland brauche Zuwanderung und qualifizierte Arbeitskräfte, haben angebliche Experten uns gesagt. Kurz zu den Fakten: Die am dichtesten bevölkerten Länder Europas sind die Niederlande, Belgien, das Vereinigte Königreich von Großbritannien und Nordirland sowie Deutschland.

Aber es gibt ja noch die leeren Wälder. Da ist genug Platz für Spitzenkräfte. Und Arbeit gibt’s da bestimmt auch. Was wohl Millionen deutsche Arbeitslose dazu sagen? Ach so, die sind bekanntlich selbst an ihrem Elend schuld und sowieso nicht qualifiziert. Vielleicht wandern die ja nun ebenfalls aus. Katar braucht immer Arbeitskräfte. Um Fußballstadien zu bauen. Ja, Brot und Spiele braucht die Welt.

Deutschland steht vor einer sozialen Katastrophe, die ihresgleichen sucht. Das ist durchaus gewollt. Omas Sparstrumpf soll endlich weg. Und die aufmüpfige Mittelschicht. Was wir (wieder!) brauchen sind billige Lohnempfänger, die putzen, bauen und uns Tee servieren. Dichter und Denker? Um Himmels Willen! Aber ein IQ von 80 wird gern toleriert. Von einer „geistigen Elite“, die am Volk vorbei regiert.

Böse Zungen behaupten, dass Frau Merkel sich als Großkanzlerin Europas sähe. Aber Träume platzen oft, wie Seifenblasen. Und Angie gehen langsam jene Argumente aus, die sie niemals hatte. Vielleicht schweigt sie daher so heftig und wartet auf den göttlichen Wind. Das deutsche Wort für Kamikaze, das auch ein Synonym für Selbstmord ist.

Frau Merkel betreibe eine „Autistische Machtpolitik“, hat die Schriftstellerin Marion Maron gesagt und sich die Pegida angeschaut. Ich muss keine Pegida mögen, oder eine AfD, um nach einer wirklichen Alternative für Deutschland zu rufen.

Mutti zumindest ist durch in diesem Land. Das hat sie nur noch nicht begriffen. Von Herrn Gauck ganz zu schweigen. Der sieht sowieso alles anders. Und „Dunkeldeutschland“ mag er nicht. Klar, wer im Palast residiert, wird nie real die dunklen Hinterhöfe sehen. Und die Armut in Altersheimen, in denen auch seine Generation vegetiert.

Die wortlose Kanzlerin verstrickt sich immer mehr in Lügen. Aber das Volk nimmt noch immer hin, wie sie regiert. Abgestumpft von Internet und schlechten Filmen, hat die „Generation App“ schon lange resigniert. Opium fürs Volk, Lügen für die Massen. Onkel Putin spielt derweil sein eigenes Spiel. Aber ab und zu ruft er bei Mutti an. Und Angie spielt dann (nicht) mit.