Gedanken einer Ausländerin: Eine Chance für Europa

„Das alte Europa liegt auf dem Sterbebett“, haben pseudolinke Journalisten schon vor Jahren geschrieben. Auch angeblich Konservative stießen ins gleiche Horn. Das sollte die Auflage ihrer Schmierblätter steigern und Klicks bei den Online-Medien generieren. Zum Glück ging der Schuss daneben. Europa gibt es immer noch. Dass dagegen die EU eine Totgeburt ist, die nur noch zwangsweise am Leben gehalten wird, wollen viele nicht verstehen.

Brennen sollst du!

Dass Notre-Dame brennt erfahre ich auf der Autobahn. Meine Freundin Karin hat mich per SMS informiert. Ohne den Hintergrund zu kennen, wird mir sofort die Symbolkraft des Brandes bewusst. Aber verstehen das auch alle Europäer? „Die brennende Kathedrale (von Notre-Dame) ist mehr als nur ein kultureller Verlust. Es ist ein Fanal für den Zustand Europas“, hat ein Gastautor auf Tichys Einblick am nächsten Tag geschrieben. Das trifft den Nagel auf den Kopf.

Ein Blick auf Notre-Dame zeigt das ganze Außmaß der Katrastrophe. Die Kathedrale steht jedoch nur für einen anderen Verlust. Europa verliert bereits seit Jahren seine Identität. Man könnte auch sagen, dass Europa schon seit vielen Jahren brennt. Aber nie waren die Flammen derart hoch. Bisher gab es nur ein wenig Glut, die an den Wurzeln nagte. Nun hat man Europas Herz verbrannt.

Welche Art Mensch

„Welche Art Mensch bist du eigentlich, Mayumi?“, hat mich eine Bekannte aus Stuttgart gefragt. „Du bist doch Buddhistin und setzt dich für ein uraltes christliches Bauwerk ein, das man wieder aufbauen kann.“ „Wäre es für dich in Ordnung, wenn Borobudur, einer der größten buddhistischen Tempel Südostasiens zerstört würde?“, will ich wissen und ernte einen entsetzen Blick.

„Natürlich nicht, sagt sie schnell, das ist doch Weltkulturerbe und …“ Sie beißt sich auf die Unterlippe, als sie ihren Fehler erkennt. „Eben“, sage ich. „Aber Notre-Dame ist Nazi, da es von alten weißen Männern gebaut worden ist. Und das ist bekanntlich uncool in der heutigen Zeit. Wie sehr musst du dich und deine Kultur hassen, wenn du alles Fremde in den Himmel hebst.“ Die Antwort blieb sie mir schuldig.

Brandstifter

Es spielt keine Rolle ob Notre-Dame ein Unfall oder Brandstiftung war. Gezündelt wird seit Jahren. Populisten auf beiden Seiten des politischen Spektrums schlagen sich verbal die Köpfe ein und schrecken auch vor Gewalt nicht zurück. Aus geopolitischen Gründen werden Völker und Religionen aufeinander gehetzt, um einen Grund für den Einsatz von Bomben zu bekommen. Aus humanitären Gründen versteht sich! Aber Bomben haben keine Moral. So wenig wie jene Politdarsteller, die als angebliche Volksvertreter in den Parlamenten sitzen.

Diese Menschen sind in Wahrheit nur Marionetten jener (Finanz)Eliten, die auch hinter „Fridays for Future“ stehen. Aber indoktrinierte Journalisten und Kinder jubeln lieber einem autistischen Mädchen zu, statt sich Gedanken um den CO2-Ausstoß bei der Produktion von Smartphones und Elektro-Autos zu machen. Der ist wesentlich höher als der von Diesel-Fahrzeugen. Aber das hat nur Hans-Werner Sinn gewusst. Mit Klimaschutz ist sehr viel Geld zu machen, das habe ich schon vor einer Weile erkannt.

Eine Chance für Europa

Das Fanal von Paris, die brennende Kathedrale von Notre-Dame, hat ein Zeichen gesetzt. Dieses Feuer hat Europas Seele einmal mehr verletzt. In den Gesichtern vieler Franzosen ist tiefe Betroffenheit zu sehen, auch Tränen fließen. In Sichtweite der Kathedrale singen Menschen. Der Geist Europas hat sich über die tobenden Flammen gesetzt.

Ja, Europa lebt und jede Nacht endet, wenn das helle Licht der Sonne die Dunkelheit ersetzt. Das wird dauern, aber letztlich erfolgreich sein. Jene Wirrköpfe, die nun die Sozialen Netzwerke mit Häme fluten und sich über den Brand lustig machen, sind eine Randerscheinung. Vollidioten gibt es in jedem Land der Welt.

Wenn Götter streiten – Die Islam-Debatte

Die Erde ist natürlich eine Scheibe und CSU-Chef Horst Seehofer der Retter der Nation. Wer den Fehler findet, der darf gern drei Kreuze in der Kommentarspalte machen oder alternativ zum Buddhismus übertreten. Der, im Gegensatz zu Christentum und Islam, hat wenigstens kein unbeweisbares Schöpferwesen als Gott.

Buddha war ein Mensch, wenn auch sehr weise. Horst Seehofer ist kein Buddha. Er ist Bayer und das mit Leib und Seele. Beim christlichen bin ich mir nicht wirklich sicher. Immerhin und das erachte ich für wichtig, hat er die Islam-Debatte neu aufgelegt. Gegen Merkel, die in dieser Ideologie offenbar etwas Gutes sieht.

Christoph Schwennicke, der Chefredakteur des CICERO, vergleicht Seehofers „Nein“ und Merkels „Ja“, mit dem Gehabe zweier Kleinkinder im Kindergarten. Genau das sehe ich anders. Was wir erleben ist Seehofer im Wahlkampfmodus, Seehofer gibt die AfD.

Gibt es nun Entsetzen pur über meine Worte? Bin ich nun völlig durchgeknallt? Schaut man sich die CSU genauer an, wird man kaum Unterschiede zur AfD feststellen. Man gibt sich lediglich moderater und hat sich der ungeliebten Schwester CDU zwecks Machterhalt angepasst.

Die CSU besteht aus den gleichen „bösen Rechten“ (Konservativen), die Linke sonst nur in der AfD verorten. Ich könnte darauf wetten, dass Franz-Josef Strauß sie 2015, spätestens aber 2016, bundesweit und gegen Merkel ins Feld geführt hätte und die AfD in der Bedeutungslosigkeit verschwunden wäre. Wettet jemand mit?

Der Unterschied beider Parteien liegt im Personal. Während die AfD davon nur wenig hat, das aber immer mehr an Profil gewinnt, verfügt die CSU, als alteingessene Partei, über mehr alte Haudegen, die so gut wie jedes Fachgebiet abdecken könnten. Die Frage, ob sie das auch mit Bravour hinbekämen, soll heute kein Thema sein.

Gehört nun der Islam zu Deutschland oder bleibt er eim Fremdkörper in diesem Land? Mir als Buddhistin könnte die Antwort darauf herzlich egal sein. Als lesbische Frau habe ich jedoch mit Religionen oder Ideologien ein Problem, wenn sie meine sexuelle Orientierung oder meine Freiheit als Frau unterdrücken.

Die meisten Deutschen sehen das im Bezug auf den Islam ähnlich. Egal was PolitikerInnen von sich geben, Deutschland ist christlich, der Islam gehört nicht zu diesem Land. Damit wäre die Diskussion bereits beendet. Wenn, ja wenn da nicht jene Kanzlerin wäre, die niemand will und keiner braucht.

Vielleicht legt Seehofer es darauf an die Koalition platzen zu lassen, vielleicht erleben wir nur wieder ein abgekartetes Spiel. Auch wenn ich Strategien mag, bei diesem Spiel geht es um das Leben von Menschen. Tausende ertrinken im Mittelmeer, andere werden aus Eifersucht ermordet.

Als reiches Land sind wir in der Lage Hungernden vor Ort zu helfen. Und zwar mit einem Bruchteil der jetzt eingesetzten Mittel. Die, das muss man klar erkennen, wären als dringend notwendige Investitionen im Inland nötig gewesen.

Die Deutschen sollten mit Neid und auch mit ein wenig Stolz auf ihre Vettern in Österreich schauen. 100 Tage Kurz haben bereis erste Wirkungen gezeigt. In Deutschland sucht man diesen Typus (noch) vergeblich. Hier gibt es nur Parteisoldaten.

Wenn die Japanerin ihr Höschen zeigt – Suchbegriffe im Oktober 2017

Oktober 2017, die Tage werden kühler. Nur das Feuer der Lust brennt munter weiter. Daher drehen sich die meisten Suchanfragen um „Lesben“, „Sex“ und „Japanerin.“ Zusammengefasst scheint also das Interesse des meist deutschen Voyeurs auf Sex mit lesbischen Japanerinnen zu liegen.

1. – hausfrauen versuchen mit mann lesbisch – Erst nach einem Blick in meine Glaskugel, habe ich dieses Gestammel verstanden. Mein erstes Bild war ein Mann im kurzen Rock.

2. – zeigen japanerinnen gern ihr höschen – Auf jeden Fall! Wir laufen bekanntlich selbst im dicksten Winter im Schulmädchenlook und knappen String Tangas umher. Auf Wunsch verkaufen wir die Höschen auch an diverse Schnüffler. Dufte, oder?

3. – lesben männer – Der dümmste Spruch von Männern, wenn sie auf eine Lesbe treffen: „Ich bin auch lesbisch!“

4. – was mögen japanerinnen – Siehe Punkt 2. Und dann wären da noch all die netten Klischees, die in den Medien stehen. Noch Fragen?

5. – wen wählst du ? – Meine Elfe natürlich! Das ist alternativlos für mich.

6. – japanisches haiku liebe – Klickst du HIER

7. – japanerin kontakte – Wegen der getragenen Höschen, ja? Also: 0800-Sex-Sex-Sex

8. – lesbischer sex mit langen fingernägeln – Endet vermutlich in der Notaufnahme.

9. – wie fühlt sich scissoring an – „Du“ nimmst eine Schere und schneidest dir in den Finger. Oder habe ich das jetzt falsch verstanden?

10. – buddhismus und gewalt – Es gibt keine Gewalt im Buddhismus. Aber es gibt Buddhisten, die Gewalt ausüben, was aber nichts mit ihrem Glauben zu tun hat. Und wer nun mit dem Thema Birma / Myanmar kontert, der sollte sich besser informieren.

11. – sexdienstleistungen in japan für frauen – Gibt es bestimmt. Soll ich mich für „dich“ erkundigen?

12. – grün war meine hoffnung – Ja, das war meine auch. Bis sie in den Gräbern von Soldaten verloren ging, die Deutschlands Grenzen am Hindukusch verteidigt haben.

13. – beziehung mit japanerin – Habe ich. Wer noch?

14. – maria ladenburger – Maria ist von dem Migranten Hussein Khavari, der sich als 17jähriger Flüchtling ausgab, ermordet worden. Linksgrüne Medien versuchen bereits Einfluss auf den Prozess zu nehmen, um ein möglichst mildes Urteil zu erwirken. Vermutlich wird auch ein Psychiater zu dem Schluss kommen, dass der „arme Junge“ so traumatisiert beim Anblick von Maria war, dass er sie sofort töten musste. Er darf dann vermutlich eine Lehre als Metzger machen.

15. – lesben komplimente – Die gibt es? Wo? Was kosten die? Ich nehme dann 1 Kilo, nee 2 …

17. – verstehen japaner chinesisch – Nein. Aber wir können zum Teil die Kanji-Zeichen lesen, was eine Verständigung ansatzweise möglich macht.

18. – unterschied gesichter japaner und chinesen – Viel Glück beim raten. Europäer werden nur selten Unterschiede auf den ersten Blick erkennen und selbst ich liege ab und zu falsch. Das liegt auch am Schönheitswahn vieler Südkoreanerinnen und Chinesinnen, die sich das Gesicht verändern lassen.

19. – alle religionen haben immer terror und gewalt produziert – Von jeher haben Menschen Religionen dazu benutzt, um andere Menschen zu beherrschen. Das funktioniert besonders gut, wenn ein Gott, ein höheres Wesen vorgeschoben wird. Das Wort eines unbeweisbaren Gottes wird also benutzt und zum Teil bewusst falsch ausgelegt. Was vergessen wird: Kein Gott hat Religionen erschaffen, das waren stets Menschen ihrer Zeit.

20. – europäische frauen in tokio treffen – Gibt es in Europa keine mehr, ist Tokio das neue Berlin? Dort, so habe ich mir sagen lassen, gibt es immer weniger Deutsche.

Europa unterm Halbmond – Ist der Islam gefährlich?

Islamkritik ist in diesen Tagen kein gern gesehenes Thema. Wer diese Ideologie kritisiert, wird sofort kriminalisiert und / oder als RassistIn dargestellt. Schon diese Wortwahl zeigt, wie unsachlich Staat und Medien reagieren und wie sehr sie Menschen beeinflussen wollen. Der Islam ist keine Rasse, folglich kann ein Islamkritiker keine rassistischen Aussagen machen, wenn er den Islam kritisiert. Rassistisch ist die Ansicht, dass Menschen einer bestimmten Rasse weniger wert sind als andere, und dass ihre politische und soziale Unterdrückung deshalb gerechtfertigt ist.

Islamkritik unerwünscht

Die unerwünschte Islamkritik, hat noch einen ganz anderen Hintergrund, den die meisten nicht auf der Rechnung haben. Ich spreche vom Neoliberalismus und den Großkonzernen, die sehr gute Geschäfte mit islamischen Ländern machen. Es ist daher verständlich, dass Kritik am Handelspartner unerwünscht bleibt, um weiter „Waffen gegen Erdöl“ zu tauschen. Wer sich die Mühe macht und über die Verflechtungen der EU und der USA mit den Golfstaaten recherchiert, wird nicht nur fündig sondern vielleicht auch wach.

Bei mir zu Hause liegen neben buddhistischen Werken auch jüdische, die Bibel und der Koran. Aus Interesse, ich weiß gern worüber andere sprechen. Als Zen-Buddhistin habe ich mich seit Jahren als tolerant anderen gegenüber gesehen. Aber Buddhas Lehre ist nicht alles, ich gehe auch (m)einen eigenen Weg. Und dieser Weg heißt Kritik an Menschen und ihren Vorschriften zu üben, wenn sie meiner Freiheit als Frau widersprechen oder für menschenverachtende Ideologien stehen.

Als in Deutschland lebende Japanerin, die mehr oder weniger westlich sozialisiert worden ist, habe ich mir eine andere Sicht der Dinge bewahrt, die vielen in Deutschland Geborenen völlig fehlt. So kann ich auch in der Bibel Textpassagen finden, die sofort meinen Widerspruch erregen. Aber im Gegensatz zum Koran, der mehr als 200 Textpassagen hat, die offen zur Gewalt aufrufen, werden diese im Westen nicht gelebt.

„Aber im Alten Testament steht doch auch Auge um Auge, Zahn um Zahn“, höre ich sofort die KritikerInnen. Max Küchler, emeritierter Professor für Neues Testament und Biblische Umwelt an der Universität Freiburg, hat dazu folgendes gesagt: „Das Zitat besage nicht, dass eine Untat immer wieder mit einer weiteren vergolten werde, sondern vielmehr, dass die Kette der Vergeltungen unterbrochen werde, sobald Genugtuung geleistet worden sei.“

In welchem christlichen Land der Erde wird die Bibel als Vorwand benutzt, um Menschen öffentlich zu enthaupten? Der Koran sei sowohl eine Botschaft des Friedens, wie des Krieges, lautet ein Zitat. Für mich ist dieses Werk noch mehr, es sind die Fantasien eines Mannes, der die Welt erobern will. Kritisiert man ihn oder seine Schriften, wird man streng bestraft. Und das ist finsterstes Mittelalter.

Die unpolitischen Deutschen

Der Deutsche, eigentlich eher unpolitisch, hat mehr als 70 Jahre in einer Filterblase gelebt und will diesen Zustand aufrecht erhalten. Gleichzeitig wählt er aber – aus Unkenntnis – Parteien, die Deutschlands Soldaten in Kriegsgebiete führen, die totalitären Regimen Waffen liefern und arabischen / afrikanischen Staaten die Entwicklungshilfe streichen.

Die Folge war (ist!) eine zum Teil gelenkte Flüchtlingswelle, die gegen Europa brandet und Millionen Menschen muslimischen Glaubens über offene Grenzen spült. Angela Merkels Entscheidung, „die Grenzen zu öffnen“, ihr Satz „Wir schaffen das!“ und der fehlende Hilfeplan der deutschen Regierung, haben für Unruhe im Land der Dichter und Denker gesorgt. Aber nicht nur das, auch die AfD, eine längst abgeschlagene Partei, hat sich im Fahrwasser aufkommenden Protestes, aus den eigenen Ruinen ins Licht katapultiert.

Wie real diese Flüchtlinge sind, um wen es sich bei den Massen oft wirklich handelt, hat der im Libanon geborene Filmemacher Imad Karim im CICERO aufgedeckt. „Von den tatsächlich aus Syrien stammenden Migranten sind fast zu 90 Prozent keine Flüchtlinge. Weder sind es Asylsuchende gemäß Artikel 16 des Grundgesetzes noch Kriegsflüchtlinge im Sinne der UN Flüchtlingskonvention.

Von Ausnahmen wie geflüchteten Atheisten, Christen oder anderen verfolgten Minderheiten wie Homo- oder Transsexuellen abgesehen, handelt es sich bei den allermeisten um Wirtschaftsmigranten: Menschen, die seit Jahren im Libanon, in Jordanien oder in der Türkei lebten, dort ihre gemieteten Wohnungen hatten und ihre Geschäfte betrieben.

Es sind auch Menschen, die seit Jahrzehnten in den Golfstaaten als Gastarbeiter lebten und jetzt die große Chance sahen, nach Deutschland zu kommen. Von den potenziell „richtigen“ Flüchtlingen in Syrien hätten nur die wenigsten überhaupt die Möglichkeit gehabt, die Schlepper und die Reisekosten zu zahlen. Darüber aber wollen aber die Pro-Asyl-Organisationen nicht sprechen.“

Warum das so ist, habe ich schon vor fast einem Jahr beschrieben. Wer es nachlesen möchte, der klickt HIER.  Der „Flüchtling“ ist längst zur Ware geworden und man verdient gut mit ihm.

Schon der in Syrien geborene Professor Bassam Tibi wies mehrfach darauf hin, um wen es sich bei den meisten nach Deutschland geflohenen Syrern wirklich handelt. „Unter den Leuten aus meiner Heimat Syrien, die nach  Deutschland flüchten, befinden sich auch manche, die zuvor ihre Nachbarn ermordet haben – nicht alle sind Engel, Ingenieure und hochgebildete Akademiker, wie deutsche Medien suggerieren.“

Was Imad Karim schreibt, wird für die Masse unsichtbar bleiben, der größte Teil der Presse verschweigt seine Worte geschickt. Meiner Meinung nach begeht er einen Rechenfehler, wenn er die in seinem Artikel angesprochenen Mitglieder von drei Facebook Gruppen einfach addiert, die dort ganz offen über Sozialmissbrauch sprechen und wie sie Deutschland islamisieren wollen.

Es ist mehr als nur wahrscheinlich, dass es sich bei den rund 560.000 Mitgliedern um Mehrfachregistrierungen handelt und die tatsächliche Zahl niedriger ist. Trotzdem existieren diese Gruppen und werden im Ausland gezielt verfolgt. Sperrung durch Facebook? Fehlanzeige!

Kritisiert aber die Journalistin Anabel Schunke die Zuwanderungspolitik, wird sie sofort (mehrfach) von Facebook mundtot gemacht. Aber vielleicht kann man dort kein arabisch lesen. Oder gibt es doch einen anderen Grund?

Keine Aufklärung im Islam

„Man darf den Islam nicht wörtlich nehmen“, lautet eine Nebelkerze, die gern von angeblich aufgeklärten Muslimen geworfen wird. Was sie verschweigen und was brutale Realität in arabischen Ländern ist, es darf keinen Zweifel am Wort Allahs geben. Jegliche Interpretation ist strikt untersagt und wird zum Teil streng bestraft. Als Beispiel führe ich die 1.000 Peitschenhiebe gegen den Saudi Raif Badawi an. Auch im Westen sind diese Strafen mittlerweile angekommen. Von der Politik (Wirtschaft) hagelt es Verbote, Justizminister Maas lässt herzlich grüßen.

Aber zurück zum Islam und zu Menschen, die, losgelöst aus ihrer alten Heimat, ihr Glück in Deutschland suchen. Jeder der in Not und Armut lebt, wird die Gründe für eine Heimatflucht anerkennen. Man denke nur an all die Pioniere, die Nordamerika erobert haben. Erobert ist in diesem Kontext wörtlich gemeint und richtet sich als Kritik gegen die Vernichtung amerikanischer Ureinwohner, fälschlich Indianer genannt.

Seit Jahrzehnten versuchen vornehmlich muslimische Migranten – bewusst wird auf die feineren Unterschiede verzichtet -, ihrem neuen Heimatland den Stempel aufzudrücken. „Deutschland müsse sich ändern“, heißt es gern und „offener für fremde Kulturen werden.“ Mit genau diesem Zitat habe ich ein massives Problem. Warum muss sich für den „Türken, Afghanen, Syrer“ Deutschland ändern, wenn es der Fremde ist, der sich zu ändern hat.

Sich zu ändern bedeutet auf keinen Fall, die eigene Herkunft oder Sprache zu vergessen. So bleibe ich immer eine Japanerin. In einem anderen Land zu leben bedeutet Anpassung an dortige Werte und Gesetze. Aber wer die Scharia über das deutsche Grundgesetz stellt, ist falsch in diesem Land. JapanerInnen etwa zwingen keinem Deutschen den buddhistischen Glauben auf oder rufen „Buddha ist groß!“ Sie lächeln freundlich und alle lächeln mit.

Die wissenschaftliche Analyse

Buddha hat Toleranz und Achtsamkeit gelehrt und war gegen Mord, Krieg und Gewalt. Und doch ist der Buddhismus keine Ideologie, der man sklavisch folgen muss. Eine Religion ist er ohnehin nicht. Der Islam lässt seinen Anhängern keine andere Chance, als „Allah“ anzubeten und in Mohammed dessen Propheten zu sehen.

Mir ist das egal, Religion ist Privatsache. Aber wer sie öffentlich macht und religiöse oder in diesem Fall ideologische Forderungen stellt, der betreibt Politik. Wenn diese Politik nun versucht Einfluss auf meine Freiheit als Frau zu nehmen oder mich abwertet und mundtot machen will, widerspreche ich vehement. Das betrifft sowohl Muslime, wie Homophobe jeglicher Coleur.

Wir haben nun schon gelernt, dass Debatten über den politischen Islam auch aus wirtschaftlichen Gründen unerwünscht sind. Muslime selbst, bzw. deren Sprachrohr in Form von Islamverbänden, betreiben zusätzlich eine subtile, aber gezielte und zentrale Blockade einer sachgerechten Islamdebatte.

Diese wird durch die von dem Sozial- und Erziehungswissenschaftler Hartmut Krauss angesprochene „Verwirrung der Islamthematik auf der klassischen Rechts-Links-Achse“ verhindert. Wörtlich hat er gesagt: „Wer den Islam aus dem Standort einer fortschrittlich-emanzipatorischen Grundposition kritisiert, läuft sofort Gefahr von rechten Kräften vereinnahmt und von angeblich linken Kräften verleugnet zu werden.“ Kommt bekannt vor, oder?

Krauss in einem Vortrag weiter: „Für das pseudolinke Spektrum, das sich hier in entlarvender Übereinstimmung mit den herrschenden politischen Kräften und Medien befindet, ist automatisch jeder ein Rechter, ein Rassist, fremdenfeindlich, der den Islam kritisiert.“ Hartmut Krauss ist Marxist. Von seinem Standpunkt hat er recht, GRÜNE, LINKE und SPD haben mit wirklichem Marxismus überhaupt nichts mehr zu tun.

Krauss: „Fortschrittlich-emanzipatorische Humanisten hingegen, fokussieren den irrationalen, reaktionären, repressiven und fundamental antiemanzipatorischen Charakter des Islam. Gleichzeitig erkennen sie, dass der Kulturrelativismus und der postmoderne Fetisch der Vielfalt und Andersheit, die neuen Leitideologien des globalen Kapitalismus sind. (Anmerkung: Hier ist der Neoliberalismus gemeint) Egal ob die Frauen ganzkörperverschleiert in Riad, nabelfrei in Saint Tropez, mit Kopftuch in Istanbul oder mit Jeans bekleidet in Hongkong einkaufen. Hauptsache der Absatz und die Profitrate stimmen.“

Die Abwehrmechanismen

Krauss spricht davon, dass die apologetische Ideologie des Islam ein ganzes Abwehrsystem in Stellung gebracht habe, um ein angemessenes Begreifen des Erkenntnisgegenstandes Islam schon im Ansatz zu verhindern. Primär sei das die Leugnung des Islam im Singular. Stichwort: Den Islam gibt es nicht! Es gäbe nur „Islame.“

Von „Islamen“ zu sprechen und sich damit von jeglicher Schuld an Gräueltaten zu befreien, ist ein gern ausgespielter Schachzug vieler Muslime, die auch den Islamismus als etwas nicht zum Islam gehörendes sehen. Auch das ist falsch. Der Islamismus ist der politisch-militärische Arm einer Ideologie, die sich die Weltherrschaft auf ihre Fahnen schrieb. Der Islamismus ist nicht erst, wie Muslime gern behaupten, in der Kolonialzeit entstanden, um sich vom Joch des Westens zu befreien, den Islamismus gibt es seit Mohammed.

Richtig ist, dass der Islamismus in seiner jetzigen Form, Stichwort Terrorismus, erst seit einigen Jahrzehnten existiert. Was ihn noch immer zum Teil des Islam und der Muslime macht. Auch die Kreuzzüge sind für immer Teil des Christentums. Das hat noch kein Christ geleugnet und von einem nicht zum Christentum gehörenden „Christianismus“ gesprochen.

Markus Lanz, dessen arrogante Selbstgefälligkeit ich nur schwer ertragen kann, hat sich in seiner Sendung vom 2. März vehement gegen „pauschale Ansichten über den Islam und Muslime“ gewehrt. So will er etwa in Afrika einen völlig anderen Muslim gesehen haben, als etwa in der Türkei. Das mag vom reinen Aussehen her richtig sein, ist aber völlig falsch, wenn es um den Glauben geht.

Hartmut Krauss: „Es gibt Unterschiede, ja, aber diese betreffen eben gerade nicht den Wesenskern und die relevanten Grundinhalte des islamischen Weltanschauungssystems. Erkenntnistheoretisch betrachtet handelt es sich hierbei um die Eliminierung des Allgemein-Wesentlichen bei gleichzeitiger Verabsolutierung des Einzelnen und Besonderen im Sinne einer völlig abwegigen erkenntnistheoretischen Desorientierungsstrategie.“

Aber nicht nur Hartmut Krauss stellt fest, dass es im Islam ein einheitlich, normatives Fundament gäbe, auf das sich alle Muslime beziehen, der promovierte Orientalist und Volkswirt Dr. H. P. Raddatz, hat ähnliche Worte zur Scharia formuliert, die natürlich zum Islam (Singular) gehört.

Raddatz: „Die Scharia umfaßt als unfehlbare Pflichtenlehre, das gesamte religiöse, politische, soziale, häusliche und individuelle Leben der Bekenner des Islam, in vollem Umfang, ohne Einschränkung.“

Hartmut Krauss spricht vom absoluten Herrschaftsanspruch des Islam, der sich auf einen nicht beweisbaren Schöpfergott stützt. Wörtlich: „Als Sonderform einer monotheistischen Weltanschauung ist der Islam nicht einfach eine „Religion“, sondern eine religiöse Ideologieform, die den Glauben an einen Schöpfergott mit einem absoluten Herrschaftsanspruch verbindet.

Im Einzelnen weist diese monotheistische Ideologieform drei konstitutionslogische Grundkomponenten auf: (a) die unbewiesene/unbeweisbare Behauptung der Existenz eines Schöpfergottes; (b) die Behauptung einer Offenbarung des Willens dieser angeblich existierenden Gottheit sowie (c) den Drang nach weltlicher (diesseitiger) Normierung der Gesellschaft und der Individuen gemäß dieser unbewiesenen/unbeweisbaren Willensoffenbarung.

D. h: Aus der unbewiesenen Gottesbehauptung wird ein absolut und universell verbindlicher Vorschriftenkatalog abgeleitet, dem sich alle Menschen unterwerfen müssen. Dabei lautet die für die islamische Herrschaftsideologie spezifische Prämisse bzw. Basisbehauptung: Allah (der „Weltenherr“) existiert, er hat die Welt erschaffen und sein Wille geschehe.“

Onkel Ahmed, der türkische (Geschäfts)Freund meines Vaters, darauf angesprochen, nickt: „Der Islam ist eine Ideologie, die zur Religion aufgewertet worden ist und den Glauben an einen Gott mit einem absoluten Herrschaftsanspruch verbindet. Wer das nicht sehen will, ist blind.“

Der österreichische Kabarettist Werner Schneyder: „Wir haben mit dem Islam eine Religion, die sich als politische Partei begreift.“ Klare Worte, über die jeder nachdenken sollte. Auch darüber, wer den Islam (in Deutschland) repräsentiert. (Zentralrat, Vereine)

Die fehlende Reform

„Im Unterschied zum Christentum habe der Islam weder eine Zeit der Reformation noch der Aufklärung erfahren, die dazu führte, dass heute die heiligen Schriften «in ihrer Geschichtlichkeit erkannt und unter Berücksichtigung des historischen Kontexts gelesen werden»“, sagt Max Küchler.

Weiter sagt er: „Was im damaligen geschichtlichen Kontext gesagt wurde, dürfe nicht einfach auf heute übertragen werden. Fundamentalistische Kreise jüdischer, muslimischer und christlicher Prägung machten es sich zu einfach, wenn sie sich auf eine so genannt wörtliche Anwendung einer heiligen Schrift festlegten.

Im Grunde bestehe nicht ein Kampf zwischen den Religionen, sondern ein Kampf zwischen den Auslegungen heiliger Schriften. Die Christen würden mit dem Neuen Testament «gut weg» kommen. Denn Jesus habe nie dazu aufgerufen, andere zu töten. Aber auch das Neue Testament enthalte brachiale Gewalt.“

Küchler verweist auf die Apokalypse des Johannes. „Dieser apokalyptische Text des Neuen Testaments werde jedoch von vielen Christen heute als Nebensache gewertet oder gar nicht wahrgenommen.“

Ich gehe noch einen Schritt weiter und sage, dass dieser „Kampf“ gesteuert ist. Wie werden Massen kontrolliert und die wahren Hintergründe verschleiert? Indem man z. B. Anhänger von Religionen gegeneinander hetzt. Beim Islam ist das viel einfacher, als beim Juden- oder Christentum. Darüber und über die gezielte Manipulation der Massen, wird es noch einen separaten Beitrag geben.

Max Küchler hat zwar recht, aber im Fall des Islam macht er es sich so einfach, wie ein Großteil der Muslime. Dazu wieder Hartmut Krauss, der von einer <<irreführenden Vertauschung bzw. Vermengung der Ebenen Islam und Muslime, verbunden mit dem Hang, den Islam vollständig im subjektivistischen Nebel aufzulösen>> spricht.

Krauss wörtlich: „Islam ist demnach das, was sich einzelne Muslime willkürlich zusammenreimen. Dahinter steckt die realitätswidrige Kontingenzbehauptung, wonach der Islam subjektiv beliebig auslegbar sei.“

Die Kopftuch Debatte(n)

Zana Ramadani, die selbst Muslimin und CDU-Mitglied ist, nimmt in ihrem Buch „Die verschleierte Gefahr“ kein Blatt vor den Mund und kritisiert das Kopftuch scharf. Paradoxerweise wird sie dabei von deutschen Feministinnen attackiert, die in dem Kopftuch ein Stück Emanzipation und Selbstverwirklichung sehen. Diese nur naiv zu nennende Sichtweise ist typisch für grün-linke Gutmenschen, deren Verstand ideologisch vernebelt ist.

Obwohl die Zahl der muslimischen IslamkritikerInnen wächst, hören deutsche PolitikerInnen ihnen kaum noch zu. Das war früher anders, heute winkt man nur noch ab. Dabei ist es mehr als nur wichtig, was Professor Bassam Tibi, Ahmad Mansour, Hamed Abdel-Samad, Zana Ramadani und Imad Karim zu sagen haben, um nur einige zu nennen.

In ihrem Buch schreibt Zana Ramadani über lachende Frauen und Männer in Manbidsch (Syrien), die von kurdischen Soldaten befreit, „Bart und Burka (Niqab)“ ablegten. „Sie alle waren offensichtlich glücklich darüber, sich nicht mehr dem mit brutaler Gewalt durchgesetzten religiösen Zwang beugen zu müssen. Gibt es einen schreienderen Gegenbeweis für die Behauptung, Frauen verhüllten sich freiwillig?“

Deutsche Feministinnen sehen das natürlich anders und faseln von der Selbstbestimmung jeder Frau. Aber wie verträgt sich das mit dem bereits angesprochenen Zwang? Zana Ramadani: „Der Zwang ist offensichtlich. Und wenn die stolzen Kopftuchträgerinnen hierzulande sich das endlich eingestehen könnten, dann müssten sie sagen: Ich nehme das Ding ab, als Feministin kann ich gar nicht anders. Und wie kann es eine Muslimin, die ihren Glauben so sehr liebt, ertragen, dass das religiöse Symbol mit Zwang durchgesetzt wird? Hat das noch etwas mit Religion zu tun?“

Auf meine entsprechende Frage, hat Onkel Ahmed folgendes gesagt: „Das Kopftuch hat Symbolcharakter. Junge muslimische Frauen und Mädchen grenzen sich zum Teil bewusst gegen Deutsche, gegen den Westen ab. Sehr her, wir sind anders, sagen sie damit. So demonstrieren sie ihre Macht über Deutsche, die in ihren Augen ungläubig und minderwertig sind. Spüren sie Widerstand, wird die Rassismuskarte gezogen und so lange als Trumpf gespielt, bis sie einen echten Widersacher finden, oder dieser klein beigibt.

Man muss das Verhalten dieser Frauen auch vor dem Hintergrund einer gescheiterten Integration in die deutsche oder westliche Gesellschaft sehen. Sie suchen nach ihrer Identität und verfallen jenem Typ von Hassprediger, vor dem ihre Eltern vielleicht nach Deutschland flohen.“

Zana Ramadani: „Hier sammelt sich ichbezogener Pseudofeminismus hinter der Fahne der Religion. Und damit decken sie die Untaten einer religiös begründeten Menschenfeindlichkeit. Diese ignoranten Kopftuchfrauen sind Teil einer Islamistenlobby, der es gelungen ist, die Solidarität nicht nur linker Feministinnen zu erschleichen.

Alle sind sie den muslimischen Fake-Feministinnen von Gümüsay bis Ulusoy auf den Leim gegangen. Der Berliner Philosoph Byung-Chul Han sagte im Interview mit ZEIT online: <<Wenn man den Zwang, dem man unbewusst unterworfen ist, als Freiheit empfindet, ist das das Ende der Freiheit.>> Wo aber die Freiheit zu Ende ist und Zwang regiert, da ist Widerstand nicht mehr möglich.“

Die schweigenden Muslime

Ich habe mich mit türkischen Freundinnen und auch Onkel Ahmed darüber unterhalten, wie Muslime weltweit ihren eigenen Glauben sehen. Übereinstimmend waren sie der Meinung, dass die wahren Scharfmacher nicht in der normalen Bevölkerung zu suchen sind, sondern bei Geistlichen und den jeweiligen Regierungen. (Eliten)

Die Mehrheit der Muslime sei friedlich. In die Moschee ginge man zwar, aber trinke trotzdem Bier und kümmere sich sonst kaum um irgendwelche Vorschriften. Alles quasi so, wie auch im modernen Christentum. Trotzdem schwiegen sie, wenn islamischer Terror die Welt überziehe. Teils aus Unkenntnis über die wahren Hintergründe, aber auch aus Angst vor den Fundamentalisten.

„Über die Frauen und nur über sie, kann ein reformierter Islam entstehen“, hat Onkel Ahmed mir gesagt. „Noch scheitert das, an der schon jungen Mädchen eingetrichterten Ideologie, aber das muss nicht so bleiben.

Als meine jüngste Enkelin einst aus der Schule kam, Freundinnen hatten sie beschimpft weil sie kein Kopftuch trägt, und sich nun auch  verhüllen wollte, haben wir ihr Bilder aus den arabischen Staaten gezeigt und wie Männer dort Frauen be- oder besser gesagt misshandeln. Sie hat sehr schnell verstanden, sich von diesen Freundinnen distanziert und ist heute erklärte Feministin, wie du sehr gut weißt.“

Islamkritik ist in diesen Tagen kein gern gesehenes Thema. Ich übe sie trotzdem und weise auf genaue jene alten Patriarchen und Eliten hin, die Hass und Intoleranz zum eigenen Vorteil lehren. Und ich kritisiere eben jene schweigende Mehrheit der Muslime, die sich nicht genau dagegen wehren und dabei helfen, die Welt endlich zu einem friedlichen Ort für alle zu machen.

Die Gewalt im Buddhismus

Schon die Überschrift wirkt provokant. Gewalt im Buddhismus, wie soll das gehen? Ist der Buddhismus nicht absolut friedlich und ruft zu Güte und Achtsamkeit auf? Die Antwort liegt auch hier nicht an der Oberfläche sondern ist wie bei vielen Dingen im Detail versteckt.

Um die Frage wirklich zu beantworten muss man sich zwingend auch mit den beiden großen, monotheistischen Religionen beschäftigen, die ihren Herrschaftsanspruch mit dem Glauben an einen „einzig wahren Gott“ begründen. Wobei Herrschaft durchaus wörtlich zu nehmen ist.

Konflikte zwischen Christentum und dem Islam waren also vorprogrammiert. Im Namen ihres Gottes schlagen sich beide Parteien seit vielen Jahren die Köpfe ein. Darauf angesprochen kommen Verfechter beider Lager gern aus der Deckung und zeigen mit dem Finger auf Japan und das alte China. Haben dort Buddhisten nicht auch Menschen umgebracht?

Ja, das haben sie. Auf grausamste Art und Weise. Aber niemals im Namen Buddhas. Es ging stets um politische und wirtschaftliche Interessen. Vielleicht auch um Antipathie. Die verfeindeten Brüder Japan und China haben sich nie wirklich gemocht.

In der Bibel und dem Koran gibt es zahlreiche Stellen, die explizit zur Gewalt aufrufen. Gegen Verbrecher oder Andersgläubige, die Grenzen bleiben fließend. Der Buddhismus dagegen verbreitet keine Gewalt in seinen Schriften. Wenn Buddhisten töten, hat das meist einen weltlichen Hintergrund.

Und schon wird nahezu hämisch der Finger gehoben und auf Birma – Myanmar gezeigt. Die Presse hat mehrfach darüber berichtet. So ist unter anderen auf ZEIT Online ein Artikel mit der reißerischen Überschrift „Der Zorn der Mönche“ erschienen Wer ihn lesen mag klickt HIER.

Nun muss man wissen, dass Myanmar stets eine Sonderstellung in der buddhistischen Welt hatte. Vor Jahrhunderten bildete sich innerhalb der buddhistischen Gemeinde Birmas allmählich eine strikte Hierarchie heraus, die kaum der von Buddha festgelegten Gleichberechtigung aller Mitglieder entsprach.

Es gab dort einen „Wächter der Religion“, was starke Ähnlichkeit mit dem islamischen Glauben hat. Dieser Wächter, der von bis zu zwölf weiteren, älteren Mönchen unterstützt wurde, befand sich in direktem Austausch mit dem König. Aber die Mönche waren mehr, als nur reine Befehlsempfänger. Sie haben auch den König kontrolliert.

Dabei ging es nicht immer um die Einhaltung des Glaubens, die Mönche traten auch als Sittenwächter auf. Vom König wurden sie als Diplomaten eingesetzt, sie kontrollierten Steuerzahlungen und die Einhaltung der Gesetze. Auch das Schulwesen lag in ihrer Hand.

Jeder männliche Einwohner Birmas inklusive des Königs, musste einen Teil seiner Jugend im Kloster verbringen. Dort brachten die Mönche den Kindern Schreiben bei und unterrichteten sie in religiösen Themen. Diese gegenüber anderen Ländern großen Unterschiede hoben die Grenzen zwischen den Menschen auf. Der Bauer wurde zum Teilzeit-Mönch. Ein Effekt, der im Islam noch immer vorherrscht.

Dieser enorme Einfluss der Mönche hat sich nie ganz abgeschwächt. Selbst heute spielen sie noch eine entscheidende Rolle, wenn es um die politische Entwicklung des Landes geht. Die Motive der mordenden Mönche sind eher politisch, vielleicht sogar persönlich-rassistisch. Der Buddhismus wird dabei nur vorgeschoben.

Gleiches gilt für die christlichen Kreuzzüge und späteren Glaubenskriege des Islam. Da spielte die Gier nach Macht keine unwesentliche Rolle. Natürlich ist es nicht entschuldbar, wenn Menschen getötet werden. Aber in dem Artikel wird nicht zwischen Glauben und den (wahren Motiven) Menschen unterschieden.

Der Artikel auf ZEIT Online ist auch lediglich ein Auszug aus einem Buch, das sich viel tiefgehender mit der Problematik beschäftigt hat. Auch mit den vielen Minderheiten des Landes, die stets Probleme miteinander hatten. Wer Fragen zu dem Konflikt hat, wer mehr über die Hintergünde und Motive erfahren möchte, darf sich gern an die Regierung von Myanmar wenden oder vielleicht den Dalai Lama kontaktieren. Zu geistlichen Fragen wird anderswo auch ein Priester befragt.

Wirklich interessant und aufschlussreich ist die Verbreitungsgeschichte der Religionen. Während Christentum und Islam sich auf dem Wege von Kolonisation und Zwangsmissionierung weltweit verbreitet haben, hat der Buddhismus neue Länder meist gewaltlos für sich gewonnen.

Meist deshalb, da Herrscher ihn durchaus „gewaltsam“ durchgesetzt haben. Aber hier ist von einer Doktrin die Rede und nicht von echter Gewalt. Den Buddhismus dann anzunehmen war stets ein freiwilliger Akt. Und kein Mensch hat sich dabei jemals wehgetan.

Nun gibt es die These, dass vom Buddhismus stark geprägte Gesellschaften deutlich weniger zu Gewalt und Kriegen neigen. Als Beispiele werden die Mongolei und Tibet angeführt, die beide vor Annahme des Buddhismus höchst expansive Mächte waren.

Japan bildet, wie so oft, die Ausnahme, was an der besonderen Sicht- und Denkweise der JapanerInnen liegt. Der Buddhismus in Japan ist staatlichen Interessen untergeordnet worden und war nie wirklich prägend für die Gläubigen.

Man hat ihn angenommen und trotzdem den Shintoismus weiter gepflegt. Und wenn die Fürsten Krieg befahlen, hat man sich gegenseitig umgebracht. In nur wenigen Fällen ging es dabei um innerreligiöse Gründe. Auf keinen Fall sind sie mit den verheerenden früheren Religionskriegen des Abendlandes zu vergleichen.

Vergeblich wird man daher nach Quellen suchen, die dem Buddhismus Gewalt attestieren. Vergleicht man seine Geschichte mit den monotheistischen Religionen bis hin zur Neuzeit, wird der Unterschied noch deutlicher. Selbst heute noch wird im Namen des „einen Gottes“ gefochten.

Die Sicht vieler Gläubiger war und ist dabei erschreckend. Allein die Vorstellung, dass ein Gott eines Blutopfers bedarf, um Sünde vergeben zu können, zeugt von einem perversen, in jedem Fall aber infantilen Gottesbild. Buddha hat Tieropfer stets abgelehnt. Für ihn war das reiner Aberglaube.

Es ist daher auch heute kaum vorstellbar, dass Buddhisten mit Feuer und Schwert ihren Glauben verbreiten. Buddha eignet sich dafür einfach nicht. Seine Lehren sind friedlich. DIE Gewalt im Buddhismus gibt es also nicht. Sie geht immer von Menschen aus, die eigene Motive verfolgen. Würden das die Anhänger von Christentum und Islam auch endlich erkennen, die Welt wäre ein friedlicherer Ort.