Verliebt in eine Lesbe – Suchbegriffe zwischen Lust und Schmerz

Liebe unbekannte BesucherInnen meines Blogs,

hier und heute möchte ich mich artigst für die zum Teil einfallslosen Suchbegriffe bedanken, mit denen ihr meinen Blog beehrt. Oder sollte ich doch besudelt schreiben? Aber als bekannteste Lesbe Deutschlands stehe ich Fragen stets aufgeschlossen gegenüber. Schweigen, das machen nur die anderen.

Wenig überraschend „Nandalya“ gibt es als Suchbegriff sehr oft. Es folgen die üblichen „Lesbensex / Japanerin“ Begriffe. Ist klar, dass alle Japanerinnen Lesben sind und auf Dreier, mit bevorzugt deutschen Männern, stehen. Aber vielleicht mache ich mich einfach nur lustig über Begriffe, die meinen Humor strapazieren.

1. – ich bin von normaler frau zur swingerin geworden – Wenn das deine Erfüllung ist?

2. – cyndie allemann lesbe – Was bitte habt ihr immer mit der Cyndie? Das ist eine tolle Frau, die einen heißen Reifen fährt. Und wen sie liebt und warum, ist ihre Privatsache. Punkt!

3. – beste kampfsportlerin der welt – Wie definiert man „beste Kampfsportlerin?“ Ronda Rousey ist gut. Laila Ali auch. Und dann gäbe es noch so viele tolle Frauen, von denen eine mein besonderes Vorbild ist: Sensei Yoko Okamoto.

4. – lustvoll@alphafrau.de – Soll ich die anschreiben, um auch voll lustig zu werden?

5. – lesbisch und endometriose – Lesben, liebe(r) BesucherIn, sind ganz normale Frauen. Und haben auch ganz nornale Probleme, wie Endometriose. Ich habe / hatte das. Nach Hormonbehandlung und Operation ist es besser.

6. – lesbische liebe wer hat den part von mann – Eine der typischen und meist von Männern gestellten Fragen. Warum sollte eine der beiden Frauen ein Mann sein wollen? Das macht null Sinn und zeigt nur wieder in welchen überholten Schablonen manche Menschen denken.

7. – alphafrau betamann – Auch Hetero-Alphafrauen mögen Sex. Und es gibt bestimmt auch Männer, die nicht immer stark sein müssen.

8. – verliebt in großcousin – Auf meinem Blog? Nee, oder?

9. – warum gibt es in japan so viele sexfilme – Es gibt in Japan nicht mehr Sexfilme, als anderswo. Aber offenbar stehst du auf den Kram, lieber Besucher.

10. – wenn frauen hassen – … sollten Männer in Deckung gehen. Sie können das wirklich gut.

11. – lesben und männer – Haben wir! Unsere Väter, Brüder, Cousins. Und wie lautet die nächste Frage?

12. – japanenrinnern – Eine neue Spezies Frau? Wo leben die, wie sehen die aus? Darf ich auch eine haben? Fragen über Fragen, ach …

13. – japanische frauen und der sex – Ist das ein neuer Film? Wer hat Regie geführt und warum? Spaß beiseite, den haben sie bestimmt. „Du“ hast vermutlich keinen.

14. – mit gewalt beine breit beim sex – Wie wäre es wenn du die Beine breit machst, lieber Besucher. Damit Frau dir einen gezielten Tritt geben kann.

15. – japanerinnen flirten – Machen sie. Auf süße und etwas schüchterne Art.

16. – wenn frauen frauen lieben – Dann wird es sehr emotional!

17. – profi bodybuilder geständnis testo – Kann man(n) z. B. hier nachlesen: Doping, Eisen, dicke  Muskeln – Geständnisse eines Bodybuilders

18. – stadt der engel atemlos – Darüber habe ich HIER geschrieben.

19. – ich bin nicht lesbisch – Ich schon. Und nun?

20. – lesbensexvideo 1. erfahrung – Solche Videos sind völliger Blödsinn und gaukeln ein falsches Bild von Lesben vor. Es gibt aber gut gemachte, normale „Coming Out“ Filme von Frauen, die wirklich sehenswert sind und mit den Klischees aufräumen.

21. – auf was stehen japanische frauen beim sex – Auf Männer(n) natürlich, die dabei lustvoll stöhnen. So ein High Heel Tritt weckt bestimmt Gefühle.

22. – warum bist du fremd gegangen – Falscher Blog. Für mich und Yuki gilt dieser Satz: Liebe ist, wenn Treue Spaß macht. Das (er)leben wir seit nun fast 8 Jahren.

23. – hetero in lesbische frau verliebt – Das halte ich für unwahrscheinlich. „Du“ bist mindestens bisexuell, wenn du auf andere Frauen stehst. Dieses Verleugnen der eigenen Sexualität ist schwer zu begreifen. Warum macht Frau das?

24. – meine freundin wird angemacht lesben – Bist du neidisch?

25. – lesbisch das gaydar – Manche haben es, manche nicht. Ich habe mich noch nie geirrt, wenn ich eine Schwester traf.

26. – okinawa te in deutschland – Echtes, traditionelles Okinawa-Te (Karate) ist außerhalb von Okinawa kaum zu finden. Es gibt angeblich in Wattenscheid ein Dojo. Aber ich bezweifle die Authentizität.

27. – verhalten verliebter lesben – Sie gehen Hand in Hand und küssen sich. Kommt bekannt vor, oder?

28. – hetero frau und lesbe freundinnen – Meistens problemlos möglich. Lesbisch zu sein heißt nicht, dass wir über jede Frau herfallen.

29. – typische lesben – Was sind typische Heteros? Es gibt in der LGBT-Szene Mädels, die mit Kurzhhaarschnitt und burschikosem Auftreten glänzen. Aber auch jede Menge Frauen, die lange Haare haben. Gleiches gilt für Heten. Der Tomboy Look ist dort schon lange angekommen.

30. – lesben-japan dracula – Japan kannte bis vor einigen Jahrzehnten keine Vampire. Diese Spezies haben westliche Filme importiert. Da wir aber bereits gelernt haben, dass alle Japanerinnen auch lesbisch sind, ist Gräfin Draculinchen bestimmt eine heiß begehrte Beißerin.

31. – afd frau an den herd – Frauke Petry als Köchin hätte was. Aber ich vermute, die kann auch nur Buchstabensuppe und Einheitsbrei.

 

Ein bisschen Bi schadet nie!

Dass Lesben keine Heiligen sind, haben bestimmt viele meiner LeserInnen gewusst. Und dass wir durchaus Vorurteile haben, ist ebenfalls ein alter Hut. Der folgende Artikel ist keine Diskriminierung von Bisexuellen. Er soll der Aufklärung dienen und zeigen, welche Probleme es zwischen Bi-Girls und Lesben geben kann.

„Sexuelle Orientierung ist angeboren“, haben Wissenschaftler gesagt. Auch, dass die meisten Menschen vermutlich bisexuell sind. Aber stimmt das so, kann Frau das so einfach sagen? Auffällig für mich ist der Fokus vieler Frauen auf den Penis. Wird hier Sex mit Liebe verwechselt? Braucht Frau die paar Zentimeter Mann? Und wie ist das mit Lesben und Bi-Girls wirklich? Macht hier die Liebe Sinn?

Es gibt durchaus Frauen, die (noch nicht operierte) transsexuelle Partnerinnen haben. Theoretisch funktioniert deren Penis noch. Fraglich nur, ob Frau ihn einsetzen wird. Lesben im klassischen Sinn sind beide nicht. Für mich ist diese Konstellation ebenfalls „Bi.“ Alles gut, wenn es Liebe ist.

Aber ich muss das genauer wissen und rufe meine Mädels zusammen. Hier nun, was sie zu sagen haben.
„Bi-Frauen sind mir suspekt“, lässt mich Rachel wissen.“
„Hast du Angst verlassen zu werden?“, frage ich. „Oder ist es Biphobie?“
Rachel lacht herzlich. „Mich verlassen? Nie!“, sagt sie überzeugt. „Aber wer spielen will, ist bei mir falsch.“
Und damit kommen wir genau zu dem Punkt, den viel Lesben zeigen, spricht man sie auf Bisexuelle an.

Ähnlich äußern sich auch Ilka und Amelie. Beide waren schon intim mit Männern. Die wenigsten Lesben wussten von Beginn an was sie sind.
„Meiner Erfahrung nach wirst du irgendwann einfach verlassen“, erzählt Amelie. „Oder nach einem Dreier mit Mann gefragt.“
Den Punkt kann ich bestätigen, diese Offerten gab es auch bei mir.
„Aber sind Lesben nicht intolerant und diskriminieren andere Frauen, wenn sie keine Bisexuelle als Partnerinnen wollen?“, bohre ich weiter. „Liebe ist doch für alle da.“ „Liebe schon“, erklärt mir Linda. „Aber ich bin kein Versuchsobjekt.“

(Frau Dr.) Karin (Sommer) stößt ins gleiche Horn. Meine beste Freundin war schon immer „straight.“
„Ich kann mit Menschen nichts anfangen, die sich ihrer selbst unsicher sind“, sagt sie mir. „All dieses Rumgemache, dieses taumeln von Bett zu Bett finde ich daneben. Die meisten Bi-Frauen spielen nur und wollen letztlich doch den Penis.“
„Aber ein Strapon täte es doch auch bei denen“, necke ich sie und wackele mit dem Po. „Stell dir das nur bildlich vor, wie du sie hart von hinten …“
Empörte Blicke aus der Runde, wie kannst du nur, Mayumi!

Yukis kleine Hand verschließt meinen Mund und spielerisch beiße ich in ihre Finger.
„Technisch gesehen bin ich auch bisexuell“, erklärt Elfchen und haut mir auf den Po. „Zumindest bin ich es gewesen.“
„Aber heute stehst du auf Straponspiele“, nuschele ich in ihre Hand, was für Gelächter in der Frauenrunde sorgt.
„Ja sicher, Dicke“, kontert Yuki ungerührt. „Du hast meine Stöße doch genossen.“
Vertauschte Rollen. Elfchen spielt das Biest. Humor, wie wir ihn mögen.

„Was mir immer wieder auffällt sind Flirtversuche von sogenannten „Heten“, fährt sie fort. „Mein Gaydar ist nicht so besonders, aber das bekomme ich locker mit. Bevor ich Mayumi kannte, habe ich schon gern und heftig geflirtet. Aber viele Frauen scheuen den letzten Schritt. Küssen geht oft, das machen Mädels.“

„Was meinst du mit sogenannten Heten?“, will ich wissen. Wobei ich die Antwort lange kenne. „Na, die Neugierigen“, erwidert Yuki. „Die, die alle Bi-Frauen in Verruf bringen.“ „Spielerinnen also“, stelle ich trocken fest. „Und dann gibt’s da noch jene Frauchen, die für ihren Kerl Lesben rekrutieren. Oder besser Frauen, die zumindest lesbisch tun.“

„Viele Bi-Girls bedienen ein Klischee, das vor allem Mann falsch versteht“, meint Eva. „Die meisten Kerle nehmen Homosexualität nicht ernst. Nur wenns um den eigenen Hintern geht zicken sie. Aber zwei Frauen im Bett finden sie geil. Einige Bi-Mädels vermitteln Männern ein falsches Bild von Lesben. Und diese billigen Fake-Pornos auch!“
Das kann ich unterschreiben, Lesben haben keinen Sex mit Mann.

„Ich hatte schon einige Freundinnen, die sich selbst als Hete sehen“, fährt Eva fort und zwinkert. „Ich finde es immer schade, wenn Frauen nicht zu ihrer Neigung stehen.“ „Ist klar, du nimmst sie alle mit“, necke ich sie und flüchte, als Eva mich zum Spaß kitzeln will. „Wie waren deine Erfahrungen?“, will ich wissen, als wir wieder friedlich sind. „Durchaus positiv“, sagt Eva. „Du musst nur wissen, dass du ein Risiko eingehst.“

„Du denkst also, dass alle Bi-Frauen sofort mit den nächstbesten Kerl ins Bett hüpfen?“, bohre ich weiter. Eva schnauft und die Runde feixt. Mayumi in Reinkultur, als Advocatus Diaboli. „Nee, so funktioniert Bisexualität nicht“, erklärt Eva weiter. „Vielleicht sollten wir Ela fragen. Die hat ja öfter was mit Mann.“ Michaela, von Eva kurz Ela genannt, ist ihre Freundin, Kumpelin, Geliebte. Die beiden sind seit Jahren eng befreundet, aber so richtig klappt es nie. Phasen innigster Zweisamkeit folgt immer wieder eine Eiszeit. Dann hat Ela was mit Mann.

Aber nicht alle Frauen handeln so. Liebe ist Liebe, die kennt nun mal kein Geschlecht. Und ich kenne einige Fälle von Bi-Girls, die glücklich mit ihrer „Lesbe“ sind. Die Meinung vieler, dass sie beim Anblick des nächstbesten Mannes mit diesem ins Bett hüpfe, ist so falsch wie dumm. So funktioniert die Liebe nicht.

Als Fazit bleibt zu sagen, dass es durchaus Grenzen in der Liebe gibt. Das hat diese kleine Umfrage deutlich gezeigt. Ich selbst mag jeden Menschen, der mich und mein Leben respektiert. Am liebsten mag ich meine Elfe. Aber das habt ihr bestimmt schon längst gewusst.

 

Wenn die Monster zur Japanerin kommen – Suchbegriffe im Juni

Man(n) sucht gern im Internet. Und oft wird man(n) auch fündig. Hier nun 14 Fragen, die die Welt nicht braucht. Und auch keine Antworten von mir. Wer sie trotzdem lesen mag, wird nachfolgend fündig. Habt Spaß und tragt es mit Humor. Meiner ist immer hintergründig.

1. – lesben fragen – (S)Experten antworten. Zumindest hat man(n) sich das so gedacht.

2. – cindy allemann lesbisch – Alle, aber auch wirklich alle Frauen sind lesbisch. Nur nicht Mutti Merkel. Die steht auf Ball ..acks. Oder so.

3. – lesbisch spielen männer anmachen – Es gibt (heterosexuelle) Frauen, die heftigst miteinander knutschen, um so Mannes Interesse zu wecken. Das kann gewaltig schief gehen. Auch, der angeblich so tolle Dreier.

4. – in eine frau verliebt sich als lesbisch outen – Frauen stehen ihren Gefühlen anders gegenüber, als Männer. Wir sind emotionaler, was sich oft in spontanen Liebesbeweisen zeigt. Sehr junge Frauen / Mädchen, mit wenig sexueller Erfahrung, haben daher schon ihre „erste Liebe“ mit einer Frau gehabt. Lesbisch ist das meist nicht. Wenn dann Bisexuell. Wenn aber das wirkliche Verlangen, die permanente Sehnsucht nach einem anderen weiblichen Körper erwacht, hat das eine andere Qualität. Dann sollten Frauen auch den letzten Schritt wagen und sich als lesbisch outen. Für die Liebe, für die (mögliche) Partnerin.

5. – krav magna kämpferin aus usa – Hier haben wir schon wieder ein Verständnisproblem. Krav Maga heißt zwar Kontaktkampf, aber KämpferInnen, wie etwa beim Sport-Karate, gibt es dort nicht. Krav Maga ist reine Selbstverteidigung, die sehr gut auch von Frauen erlernt werden kann. Leider kenne ich persönlich keine Amerikanerin, die Krav Maga trainiert.

6. – wie ist sex mit japanerin – Das ist so: du musst sie natürlich fesseln, weil sie ja so total schüchtern ist. Dann rufst du schleimige Tentakelmonster, die sie so richtig … du weißt schon! Dann, aber erst wirklich dann ist sie willig und du kannst ganz geilen Sex mit ihr haben.

7. – warum werde ich oft von lesben angemacht – Weil du (vermutlich) hübsch bist und Lesben nun mal auf Frauen stehen. Oder du ihnen (un)bewusst Signale gibst. Ja, Heten flirten gern, um dann zu kneifen. Weil sie ja Gott Penis regiert.

8. – hetero frau liebt lesbe – Gibt es. Aber eher selten. Die Frage ist auch welche Art von Liebe das ist und ob Sex dabei eine Rolle spielt. Ich kenne solche Fälle. Wobei ich da keine reine Hete sehe.

9. – als lesbe sex mit mann – Wenn du als Frau fragst bist du keine Lesbe sondern Bisexuell. Lesben haben keinen Sex mit Mann. Punkt.

10. – tokio ausländer bar japanerin – Diese Bars gibt es. Und als Gaijin kann man dort auch Japanerinnen kennenlernen. Auch hier stellt sich die Frage, welche Absicht dahinter steckt. Seine Japanischkenntnisse vertieft man(n) nicht mit Sex.

11. – leben lesben mit schein mann – Gab und gibt es immer noch. Vor allem in Asien wurde das oft praktiziert. Schwule Männer und lesbische Frauen gründeten dort Familien und haben sogar Kinder. Ohne Sex versteht sich. Es gibt auch Frauen, die mit einem Hetero-Mann leben und verschweigen, was sie wirklich sind. Aus Angst, Scham.

12. – yuki omura düsseldorf – Die mag es dort geben. Meine Yuki ist das aber nicht.

13. – typische lesben verhalten – Also das ist so: Lesben laufen natürlich immer krass tätowiert, unrasierten Achseln und Bierflasche in der Hand durch die Gegend. Jedes Mädel wird sofort von ihnen angebaggert und in die Büsche gezerrt. Ist klar, oder?

14. – wer hat schon mit einer japanerien geschlafen – Ich. Details? Das ist so: wir gehen ins Bett und … schlafen. Geil, oder? Für ’nen Fuffi gebe ich dann noch die (Schlaf)Positionen bekannt.

Es gab noch weitere Suchbegriffe, die ich unveröffentlicht lasse. Besser ist das.

Ich bin nicht lesbisch!

Ich lebe offen lesbisch, das sollten mittlerweile alle meine LeserInnen wissen. Ursprünglich habe ich diesen Blog gestartet, um über Homosexualität aufzuklären und anderen Frauen zur Seite zu stehen, die noch immer nicht zu sich selbst gefunden haben. Dabei spielt die Sexualität keine Rolle. Frau ist Frau. Und das ist gut.

Aber solche Blogs gibt es haufenweise. Ich dagegen stehe für mehr Normalität. Weniger für Mainstream. Orginalität ist mehr mein Ding. Nach fast 2 Jahren ist es an der Zeit ein kleines Fazit zu ziehen. Und auch über die mögliche Richtung dieses Blogs nachzudenken, ob er sich vielleicht ändern soll. Ich zumindest bleibe wie ich bin.

Und es bleibt mir auch im Bewusstsein, wie Deutschland, wie die Welt mit Menschen umgeht, die keiner Norm entsprechen. „Die da, die andere, die lesbische Japanerin“, wird oft heimlich gemunkelt. Wirklich akzeptiert bin ich noch lange nicht. Akzeptanz gibt es nur in Märchen. Dort ist (fast!) immer alles gut.

In den Medien steht Homosexualität immer mehr im Vordergrund. Lesben und Schwule scheinen besser toleriert zu werden. Ist das schon die erhoffte Akzeptanz auf breiter Front? Nein, sage ich ganz offen. Genau das ist sie nicht. Deutschland ist noch immer ziemlich homophob und viele Menschen haben Angst vor uns.

Worin nun liegt diese Angst begründet? In Gesprächen mit Frauen fällt oft schon zu Beginn der Satz „Ich bin aber nicht lesbisch!“ Diese zum Teil unbewusste Abwehr, dieser Schritt zurück, zeigt deutlich, wo die Menschen wirklich stehen: Noch immer auf zwei Seiten.

Der Satz „Ich bin aber nicht lesbisch!“, hat mehrere Gründe. Erfahren Frauen von meiner Orientierung läuten die Alarmglocken Sturm. Sofort wird im hübschen Köpfchen hinterfragt: „Ob die was von mir will?“ Aber warum sollte ich, warum solten es andere Lesben?

Ja, wir lieben Frauen! Aber nicht jede Frau. So wenig, wie eine Hete jeden Mann begehrenswert findet. Da gibt es keinen Unterschied. Viele Lesben haben heterosexuelle (beste) Freundinnen. Mit meiner besten Freundin, habe ich auch nach meinem Coming Out auf dem Bett gechilled. Es hat sich nichts verändert, wir hatten niemals Sex.

Als angebliche Männerhasserin stehe ich scheinbar Frauen offener gegenüber. Humbug erster Klasse! Der Unterschied liegt einmal mehr in der Sprache, im Umgang miteinander. Oft ist es so, dass ich die direkte Art von Mann mehr mag, als das inhaltslose Geschwafel der modischen Zicke. Zum Teil kann ich beide Geschlechter verstehen. Nie völlig, aber das ist klar.

„Das vorschnelle „Ich bin aber nicht lesbisch!“, kommt auch von Frauen, die nicht zu ihrer Orientierung stehen. Oft sind sie bisexuell, oder lesbisch, pflegen aber das klassische Mann-Frau-Modell. Aus Angst vor der Gesellschaft, vor dem Karriereknick. Es kommt sogar vor, dass genau diese Frauen unsere größten Gegnerinnen sind und uns bis aufs Blut bekämpfen.

In den USA gibt es den oft verlogenen Satz „We support you!“, den Menschen zu Homosexuellen sagen. Ähnliche Aussagen finden sich auch in Deutschland und anderen Ländern. Offene Anfeindungen? Nee, das macht man nicht! Lieber lächelt man verlogen und lästert heimlich ab.

Starker Tobak? Nein, nur meine Wahrheit und wie ich die Dinge sehe. Aber wer weiß, vielleicht habe ich doch Recht. So ein bisschen zumindest. Ansatzweise. Könnte doch sein. Aufzeigen werde ich das noch in Form eines Artikels, der an einer Uni spielt. Die angebliche Toleranz der Studenten ist so wenig vorhanden, wie das Modell „Gleicheit und Brüderlichkit“ funktioniert.

Mehr Neuigkeiten vom „Beast from the East“ dann in Kürze. Nur exklusiv auf diesem Blog. Danke fürs lesen!

Die Baby-Dykes – Neue Lesben braucht das Land

Als „Baby-Dyke“ bezeichnen Lesben gern frisch geoutete (junge) Frauen, die meist einen „Tomboy-Look“ oder „Butch-Charakter“ haben. Die Fachbegriffe finden sich bei google, oder Wikipedia. Aber muss ich die wirklich noch erklären?

In letzter Zeit fallen mir zunehmend junge Frauen „Baby-Dykes“ auf, die „lesbische Erfahrungen“ machen wollen. In Queer-Clubs, Foren und bei Tumblr gibt es sie zuhauf. Dazu ein Wort von mir. Lesbisch sein ist keine Wahl. Frau ist es oder eben nicht. Dass Frauen weniger Berührungsängste mit dem gleichen Geschlecht haben, steht dabei auf einem anderen Blatt.

Bisexualität ist weiter verbreitet, als bisher angenommen. Vor allem bei Frauen, die einen eigenen Weg gehen wollen. Prinzipiell bin ich für die Selbstverwirklichung von Frau(en). Sie sollte machen können, was sie will. Aber als geborene Lesbe, die nie mit einem Mann zusammen war, sind mir diese „Baby-Dykes“ suspekt.

Baby-Dykes kleiden sich nicht nur lesbischer als jede Lesbe, ihr ganzes Verhalten ist laut und viel zu schrill. Für mich sind diese Mädels reine Spielerinnen, die nur Herzen brechen. Die wenigsten werden lesbisch bleiben und flüchten nach einer Phase (wieder) in die Arme von Mann. Zurück bleiben gebrochene Herzen.

Schon sehe ich die KritikerInnen mit dem Finger auf mich zeigen. „Du hast doch auch schon Heten verführt, Mayumi!“ Ja, das habe ich. Aber dazu gehören immer Zwei. Ich habe nie Liebe geheuchelt oder Ehen zerstört. Es war Spiel, Spaß, auf beiden Seiten. Und es war immer gut.

„Warst du nicht auch mal eine „Baby-Dyke?“, mag die nächste Frage sein. Und da muss ich leise lachen. Ich bin eine Alpha und keine Butch. Lange Haare, wenig Schminke, aber meist ein Tomboy-Look. Und maskulin habe ich noch nie gewirkt. Immer japanisch, frech und hübsch.

In einer sich wandelnden Gesellschaft zeigt diese neue Lust von Frau, wo wir wirklich stehen. Und obwohl ich einerseits froh darüber bin, dass Homosexualität sichtbarer wird, so stehe ich dieser Hype auch skeptisch gegenüber. Und da bin ich nicht allein.

In meinem Bekanntenkreis sehen die Mädels das ähnlich. Zwar nehmen manche das „Frischfleisch“ gern mit, aber langfristiger Spaß ist anders. Plötzlich entstehen wieder Lager, die bereits halb in Vergessenheit geraten waren. „Echte Lesben“ gegen „Baby-Dykes.“ Und das ist ein ziemlich schlechter Film.

Gesucht – Gefunden

Es ist wieder soweit. Frau Dr. Landar, die bekennende Humorologin, präsentiert die Suchbegriffe im November. Wobei man vielleicht auch von „Suchtbegriffen“ sprechen könnte. Zu eindeutig sind die Anfragen, zu sehr auf Sex getrimmt. Und Sex mit Lesben, oder zwei Frauen zu beobachten, steht offenbar ganz hoch im Kurs.

1. – tokio ubahn grapschen – Ja, das machen japanische Männer noch immer gern. Aber immer mehr Frauen wehren sich und blamieren so den Grapscher. Das finde ich gut.

2. – neue frau probleme in der lesbenszene – Ja, „Neue“ haben durchaus Probleme. Sie werden von einem Teil der Szene einfach als „Frischfleisch“ abgetan und gern vernascht. Zum Teil schlägt Frau auch offene Ablehnung entgegen, das kommt immer auf die Gruppe an. Bei meinem Erstbesuch in einer Szenebar vor vielen Jahren, habe ich einer „Grapscherin“ die Hand verdreht. Probleme hatte dann die andere und ich die Lacher auf meiner Seite.

3. – schwarze lesben beim friseur – Damit sind vermutlich Schwestern aus Afrika gemeint. Ja, die haben auch Haare und sind gepflegt. Ergo geht Frau auch dort zum Friseur.

4. – lesbe gibt ihre freundin für sex andere lesbe – Auch unter Lesben gibt es Swingerinnen. Ich halte den Prozentsatz aber für gering.

5. – lesbe und hete – Vermutlich impliziert das eine Beziehung, oder Liebelei. Ja, Lesben verlieben sich in Heten. Funktioniert aber meist nicht.

6. – verliebt in lesbische freundin – Eigentlich wäre das 5.a. und ist nicht wirklich ungewöhnlich. Ich habe die Neugier von Heten, oder Bi-Frauen am eigenen Leib erlebt. Echte Liebe war das nicht, es blieben Abenteuer. Meist habe ich abgelehnt. Frauen stehen aber nun einmal näher zu ihren Gefühlen, als die oft rational und gefühlsarm agierende Spezies Mann. Und wenn eine Hete sich in eine Lesbe verliebt und die Gefühle erwidert werden, so kann dies der Anfang einer großen Liebe sein. Ich kenne einen ganz besonderen Fall. Die beiden Frauen sind superglücklich und nun schon einige Jahre zusammen. Und die „Hete“ sieht sich noch immer so. Nur, dass sie eben in ihre Frau verliebt ist. Aber niemals in irgendeine andere. Hier haben sich Menschen gefunden, verwandte Seelen. Und nicht das gleiche Geschlecht.

7. – wie viele silben hat lesbia – Drei. Das macht dann Zwo Fuffzisch, nach Graf Zahl.

8. – romantische liebesbeweise fantasygeschichten – Schreibe ich. Mag ich. Wer noch?

9. wenn lesben sex mit maennern haben – Haben sie nicht! Liebe, von einem gewissen Körperteil, triebgesteuerte Besucher meines Blogs: Lesben lieben NUR Frauen! Die diversen Lesben-Filmchen werden von Männern für Männer und mit (meist) Heten-Darstellerinnen gedreht. Die meisten Manchwerke sind ätzend und entspringen Krankhirnen.

10. – teraka warrior – Nee, der Aka Teraka hat ’nen eigenen Blog. Und der ist ziemlich unkriegerisch.

11. – was bedeutet: die liebe findet immer einen weg – Der Satz ist selbsterklärend. Finde ich.

12. – haiku über familie und freunde – Gibt es nicht. Das wären dann Senryū und wird gern verwechselt. Haiku sind mehr der Natur zugewandt, das Senryū mehr mit dem Persönlichen, dem Emotionalen. Also auch Familie und Freunden.

13. – brief verletzt liebe – Scharfe Worte können zarte Seelen verletzen.

14. lesbisch frau ansprechen – Als Mann: Vergiss es, wenn es um ein Date geht. Als Freund (Kumpel) ist Mann aber ebenso willkommen, wie andere Frauen. Als Hete: Bi-Neugierige verstehen oft nicht, dass Lesben wenig Neigungen auf One Night Stands haben. Warum sollten sie auch? Was hast „du“ zu bieten, was sie nicht längst kennen und hatten?

15. – hetero frau nach date fragen – Die Erfolgschance halte ich für verschwindend gering, falls „du“ lesbisch bist. Aber wenn sie dir Avancen macht? Du entscheidest. Es ist dein Leben.

16. – japanerin fur sex gesucht – Bitte nicht bei mir! Vielleicht als Hinweis an meine männlichen Leser: Es ist nicht so ganz einfach, die enormen kulturellen Unterschiede zu überwinden. Die typische Japanerin mag scheu sein, aber weiß genau was sie will. Und wen. Mit westlicher Denke kommen Japanerinnen oft nicht klar. Und devote japanische Püppchen gibt es nur in Mannes Hirn.

17. – trainierte frauen poppen in berlin – Den Satz halte ich für doppelsinnig. Hirnrissig sowieso.

18. – hetero frauen verhalten sich anders zu lesben – Ach ja? Wie denn genau? Klärt mich mal wer auf? Bisher habe ich wenig, bis keine Vorurteile von Frauen mir gegenüber erlebt.

Über die restlichen Suchbegriffe habe ich schon mehrfach geschrieben. Spitzenreiter bleibt dabei „Sex mit Besenstil.“ Ich empfehle dem Sucher das vielleicht am eignen Leib zu testen. Wer weiß, vielleicht kommst „du“ so zu einem Superorgasmus. Könnte doch sein.

Wie Lesben wirklich sind!

Im Gespräch mit Mann taucht oft die Frage auf, wie Lesben auf hetero Frauen reagieren. Mann scheint dabei der Meinung zu sein, dass jede Lesbe sich zu jeder Frau hingezogen fühlt, oder sofort Sex mit mir will. Und das ist totaler Quatsch! Mannes Meinung hat er oft aus billigen Porno-Filmen, die aber überwiegend mit Heten gedreht worden sind.

Ja, ich habe mir solche Filme angeschaut und regelmäßig Schreikrämpfe vor Lachen bekommen. Die meisten dieser Streifen sollten unter der Rubrik „Comedy“ laufen. Ernst nehmen kann Frau die nicht. Die Zielgruppe ist eindeutig Mann. Gute Filme von Frauen für Frauen sind eher selten. Und Pornografie nicht jeder Lesbe Ding.

„The L-Word“, ist meine Schmerzgrenze, wenn es um Liebe auf der Leinwand geht. „Lip Service“, war mir persönlich schon zu hart. Auch, wenn die Story passte. Dem klassischen Hetero-Mann ist die Liebe zwischen Frauen suspekt. Zwar wächst die (scheinbare) Toleranz, aber insgeheim werden Lesben meist belächelt.

Die Gründe sind vielschichtig und einfach erklärt: Frau ist die natürliche „Beute“ von Mann. Mit ihr kann er Nachkommen zeugen und Spaß haben. Und mit zwei Frauen gleich noch mehr. So zumindest die Denkweise mancher Männer. Nur haben Lesben keinen Sex mit Mann, das gibt es einfach nicht.

Immer wieder brüstet Mann sich damit eine Lesbe „umgedreht“ zu haben. Schaut man dann genauer hin, so entpuppt sich die angebliche Lesbe schnell als bisexuell. In meinem Bekanntenkreis ist noch keine Lesbe einem Mann erlegen. Und für Yuki und mich schließe ich das ebenfalls aus.

„Wie ist das eigentlich“, hat mich vor Jahren ein Student gefragt, findest du jede Frau attraktiv?“
„Wie ist das bei dir?“, kontere ich. „Magst du jede Frau?“
„Äh … natürlich nicht“, stottert er verlegen. „Ich habe so meine Vorlieben.“
„Na also“, sage ich und lächele. „Und so ist das auch bei mir. Nur achte ich nicht so sehr auf Äußerlichkeiten, meine Freundin muss nicht Miss Düsseldorf sein.“
Treffer, versenkt!

Auch Frau ist oft neugierig, wie eine Lesbe auf sie reagiert. Mit wesentlich mehr Toleranz als Mann ausgestattet, gibt sie sich schon mal hin.
Nun ist nicht jede Lesbe eine Womanizerin und auf der Suche nach One Night Stands. Und wer uns nur auf Sexualität reduziert, ist keine Partnerschaft wert.
Es ist die gleiche Runde, der gleiche Studentenkreis. Ein Studentin macht mir offen schöne Augen und räkelt sich schon fast lasziv im Stuhl.
Aber im Unterschied zu dem männlichen Studenten kann ich auch weiterhin klar denken. Lange Beine verdrehen mir nicht den Verstand.
„Was fasziniert dich an Frauen?“, will das Mädel wissen. „Bei mir ist es die weiche Haut.“
Stoppelbeine haben nur die anderen. Ihre sind wirklich glatt rasiert.

„Ich gehe meist nach Gefühl“, erwidere ich. „Klar entscheidet auch ein Blick, aber nicht jede hübsche Larve ist zum Schmetterling geboren.“
„Wie meinst du das?“, giftet sie zurück und ihre Miene verfinstert sich.
„Aussehen ist nicht alles“, sage ich trocken und schenke ihr das Lächeln einer Sphynx. „Für mich müssen Frauen etwas Besonderes haben. Aber die meisten gehören in eine andere Kategorie.“
„Das heißt du stehst nur auf bestimmte Frauen?“, fragt sie weiter.
„Ja“, erwidere ich sanft. „Und du gehörst nicht dazu.“
Ring frei zur nächsten Runde.

Menschen sind neugierig und ich beantworte Fragen gern. Ehrliche Antworten helfen Verständnis zu schaffen.
„Kannst du einfach so mit einer Hete befreundet sein?“, hat mich eine Freundin einst gefragt. „Ich meine so einfach als Frau mit Frau. Also du weißt schon!“
Ich musste damals lachen und sie gleich mit. Lachen hilft immer und es reißt oft Grenzen ein.
„Ich habe mit meinen beiden besten Freundinnen – Karin und Natalie – schon im gleichen Bett geschlafen“, erkläre ich ihr. „Karin ist auch lesbisch und Natalie hetero. Und es ist nie etwas passiert. Wir lieben uns, aber wie Geschwister. Rein körperliche Anziehung gibt es nicht.“
Lügen haben Stoppelbeine und meine sind von Geburt an glatt.

Um es auf den Punkt zu bringen: Lesben sind nicht viel anders als Heten. Wir sind Frauen, Menschen mit Gefühlen, die andere Menschen mit Gefühlen lieben. Aber so, wie nicht jede Frau jeden Mann begehrt, stehen wir auch nicht auf jede Frau. Normale Freundschaften zwischen Lesben und Heten gibt es. Sexualität, Begehren, spielt dabei, zumindest für mich, keine Rolle.