1, 2 oder 3

1, 2 oder 3

Michael Schanze habe ich nie live erlebt, Elton dagegen schon. Aber es geht nicht um eine Kindershow, deren erste Zuschauer heute Erwachsene sind. Der Titel des Beitrags bezieht sich einmal mehr auf die sogenannte „Corona-Impfung“, deren Nutzlosigkeit immer offensichtlicher wird. Aber der Bundes-Jens will davon nichts wissen. Er bietet nun die Impf-Aktionswoche(n) an.

Ein Kessel Bund(es)

Nein liebe Leser, ich habe keinen Tippfehler gemacht. Aber das wiedererwachte Sprachrohr der Nation, auch BILD genannt, hatte aus dem neuen Fußball Bundestrainer Hans(i) Flick, den Bundes-Hansi gemacht. BILD-Redakteure machen das gern, ich erinnere mich noch an den von Alexander Gerst verkörperten Astro-Alex. Vermutlich kennen nur die wenigsten diesen Mann, der im Jahr 2014 an Bord einer russischen Sojus-Rakete zur Raumstation ISS geflogen ist.

Nach den immer wirrer werdenden Aussagen von Jens Spahn, meiner Assoziation mit einem Kessel Buntes, habe ich den Millionen-Boy zum Bundes-Jens(i) gemacht. Eine Lachnummer ist er sowieso. Aber vielleicht war es seine Absicht die CDU in den Umfragekeller zu hieven, um dann mit der Impf-Aktionswoche wieder ans Tageslicht zu kommen. Allein mir fehlt der Glaube, dass diese Aktion gelingt. Die CDU dümpelt irgendwo zwischen 23 und 25%.

Ein Scholz wird kommen

Nach dem wieder in der politischen Bedeutungslosigkeit verschwundenen Schulz, soll es nun der Bundes-Olaf richten. Das verkannte Finanzgenie hat zwar schon die Hansestadt Hamburg finanziell ruiniert, aber was sind schon einige Milliarden! Woher das Geld kommt, hat SPD-Politiker noch nie interessiert. Sie geben es mit vollen Händen aus.

Immerhin, da bin ich ehrlich, ist mir Scholz lieber als die Bundes-Leni. Deren offen zur Schau gestellte Ahnungslosigkeit tut mir in der Seele weh. Spiel doch bitte wieder mit deinen Kindern liebe Schwester und misch dich nicht in die Geschäfte der Erwachsenen ein. Was auch für Bundes-Robert gilt. Nur so als Tipp lieber Genosse, bei Aktionswochen könnten auch „Naturprodukte“ und geistreiche Flüssigkeiten im Angebot sein.

1, 2 oder 3

Pfiffige Leser ahnen es schon, die Überschrift bezieht sich auf die Bundes-Spritzen. Vermutlich wird Jensi die zum Vorzugspreis bekommen, Provision inklusive. Eine Villa ist bekanntlich teuer. Der Unterhalt sowieso. Aber dafür gibt es feurige Funken von der Sonne, die wärmen so manchen Bänker-Sohn. Apropos Sonne! Da soll es doch wirklich eine neue Studie geben, die den himmlischen Heizkörper als Klimakiller ausgemacht hat.

Diese epochale Neuigkeit ist vermutlich das Produkt von geistig regen Menschen, die Daten besser lesen können als die Ahnungslosen der IPCC. 1, 2 oder 3 – letzte Chance – vorbei! So wird es bald aus deutschen Flimmerkisten schallen, wenn man euch nach der Wahl erneut den Mittelfinger zeigt und den nächsten Lockdown beschließt. Gerüchten zufolge soll Elton dann die Bundeshow moderieren, die täglich aus dem Reichstag kommt. Impfungen werden dann im Dutzend angeboten. Ich wünsche viel Spaß in der bunten Republik.

Täglich nachgedacht: Auf dem Weg zum unfreien Bürger

Täglich nachgedacht: Auf dem Weg zum unfreien Bürger

Alternative Medien und sogar die BILD stimmen darin überein, dass der deutsche Staat mit der indirekten Zwangsimpfung zu weit gegangen ist. „Impfbusse“ vor Schulen sind ein Druckmittel für die Kinder, das kann man nicht anders sehen.

Die bleierne Zeit

Die Ideologin Merkel hat Deutschland nicht gut getan. Deutschland ist in einer Art bleiernen Zeit versunken. Mit aller Gewalt klammert sich Merkel seit Jahren an die verbliebene Macht. „Corona“ hat ihr letztmalig die Chance eingeräumt, ihr unheiliges Werk für sie und ihre Geldgeber erfolgreich zu beenden. Eine befreundete Psychologin, hat Merkel sogar als „Psychopathin“ klassifiziert.

Psychopathen haben keine oder kaum Empathie, darin unterscheiden sie sich kaum von Soziopathen. Sie empfinden weder Schuld, noch können sie echte Gefühle nachvollziehen. Allenfalls imitieren, um weniger aufzufallen. Soziopathen können Schuld empfinden wenn sie Unrecht tun, dieses Gefühl wird sie trotzdem nicht stoppen.

Kinderseelen

Dass es Verschwörungen gibt ist unbestritten. Zumindest bei den aufgeklärten Menschen dieser Welt. Die sie leugnen, die in ihrer Parallelwelt leben, sind der staatlichen Propaganda verfallen und hochgradig indoktriniert. Diese Menschen, egal wie alt oder intelligent sie auch sind, haben meist die Sicht von Kindern auf die Welt.

Kinder besitzen ein Urvertrauen in ihre Umwelt, in ihre Eltern. Wird dieses Urvertrauen zerstört oder geschädigt, richtet das oft irreparable Schäden an. Kinder neigen aber auch dazu sich gegen Unterdrücker zu wehren. Sie wenden Gewalt auch gegen die an, die ihnen ihr „Spielzeug“ wegnehmen wollen. So sehe ich Deutschland zur Zeit.

Der unfreie Bürger

Viele Deutsche, deren Gedankenwelt oft denen von Kindern gleicht, vertrauen noch immer einem Staat, der sie seit Jahren bevormundet und belügt. In den Querdenkern, in angeblichen „Corona Leugnern“ oder Impfunwilligen, haben diese Deutschen mit kindlichem Eifer einen Gefährder ihrer heilen Welt ausgemacht, den es zu beseitigen gilt.

Denunzieren, Existenzen zerstören, sogar körperliche Gewalt sind die Mittel dieser Menschen, um der Wahrheit nicht ins Gesicht zu blicken. Schon die Aussage, dass die Corona Krise lediglich eine (PCR)Testpandemie gewesen ist, wird als Sakrileg bezeichnet und entsprechend verfolgt. Ehemals angesehene Ärzte werden virtuell an die Wand gestellt und nur dem System treue Wissenschaftler gehört. Deutschland ist auf dem Weg zurück ins Jahr 1933, aber nur wenige wollen das sehen.

Tichys Einblick

Roland Tichys Blog „Tichys Einblick“ lese ich seit Jahren. Der Journalist hat oft aber meiner Meinung nach nicht immer recht. Zur Polizeigewalt in Berlin findet er aber klare Worte, die ich unterschreiben kann. Ich kann den Beitrag empfehlen, er bringt fast alles auf den Punkt:

Mit der Zwangsimpfung fällt die letzte Schranke vor der Unfreiheit

Dass auch BILD-Chef Julian Reichelt immer öfter gegen die Maßnahmen der Regierung antritt, ist möglicherweise ein Signal aus den USA und dem Mehrheitseigentümer am Springer Verlag, der Firma KKR. Ich hatte bereits darüber berichtet. Egal welche politische Agenda sich dahinter verbirgt, diese Stimmen sind richtig und wichtig.

Mayumis Ausblick

Meine Sicht auf Deutschland und seine Menschen hat sich verändert. Früher war ich stolz darauf Deutsche zu sein. Heute blicke ich kritisch auf ein Land und seine Bürger, das sich zum Teil ängstlich vor den Herrschenden duckt. Andersdenkende werden verfolgt oder mundtot gemacht. Selbst in den Sozialen Medien werden sie attackiert.

Diese Spaltung ist ebenfalls ein Werk Merkelscher Politik. Nudging, Framing gehören zum Handwerkszeug der Herrschenden. Die, das haben die meisten vergessen, aber nur „Angestellte“ der Bürger sind. Ich kann und werde euch nicht sagen, was ihr unternehmen oder wen ihr wählen sollt. Das müsst ihr selbst entscheiden. Ich zumindest würde keinem Abgeordneten vertrauen, der geliehene Millionen verpulvert, um sich eine Villa zu kaufen. So wenig wie einem Kinderbuchautor oder einem gescheiterten Finanzgenie, das sich Vizekanzler nennt.

Täglich nachgedacht #6

Täglich nachgedacht #6

In Deutschland, dem Land der unzähligen Bundestrainer, sind unzählige Corona-Experten auferstanden. Gefühlt zumindest. In Wirklichkeit sind es nur wenige, wie der hochgelobte Professor Drosten, die ständig ihre Meinung sagen. Dass Herr Drosten sich öfter widerspricht, scheint an den Menschen vorbeizugehen. Dabei ist zuhören so einfach. Verstehen offensichtlich nicht. Zugehört habe ich erneut Professor Bhakdi, dem ich mehr vertraue, als den sogenannten Experten der deutschen Politik. (1)

Experte vs Experte 

Die deutsche Politik, der in dieser „Krise“ jegliches Maß verloren geht, fördert geschickt die Spaltung der Gesellschaft. Dabei bedient sie sich willfähriger Medien, die sie per GEZ finanziert. Selbst Blog-Betreiber fallen geifernd übereinander her und beschimpfen sich abwechselnd als rechte oder linke Spinner. Einigkeit und Recht und Freiheit war gestern. Heute gibt es wieder „Kampf.“

Was Merkel diesmal angerichtet hat, wird sie endgültig zur Unperson des Jahrhunderts küren. Leider wollen oder können die meisten Deutschen nicht verstehen, was zur Zeit mit ihren Grundrechten geschieht. Fing der Aufstieg Hitlers nicht ähnlich an? Werden wir schon morgen einer GröFaZ in den Untergang folgen? Im Gleichschritt Marsch!

Die Stimmung wird kippen

Die Stimmung wird kippen, ist eine Schlagzeile der Berliner Zeitung. (2) Der Autor geht hart mit dem Berliner Senat ins Gericht. „Die aus den Fugen geratene Politik gibt keine Hoffnung“, heißt es in dem Artikel, was man 1:1 auf die Bundesregierung übertragen kann. Die besorgten Gesichter, der wie aus dem Ei gepellten PolitdarstellerInnen, läuten die scheinbare Apokalypse ein. Warum steht niemand dagegen auf? Warum wehrt sich keiner? Warum schaut eine ganze Nation tatenlos zu, wie ihre in Jahrhunderten erkämpften Rechte, mit einem Federstrich abgeschafft werden?

Was wird geschehen, wenn Millionen Deutsche ohne Arbeit auf der Straße stehen? Was wird geschehen, wenn die sogenannten „Hygiene-Demos“ nicht mehr friedlich sind und in einem Anfall von Verzweiflung zig Tausende mit Knüppeln kommen? Wird dann die Bundeswehr aufmarschieren und die Demonstranten niederschießen? Habt ihr darüber schon nachgedacht?

Nachdenklich

Julian Reichelt, der Chefredakteur der BILD, hat offensichtlich nachgedacht. Vielleicht wird ihn das den Job kosten, aber vielleicht läutet er auch Merkels Ende ein. (3) Ich bin kein besonders gläubiger Mensch, der Buddhismus ist auch keine Religion. Aber in diesen Tagen ertappe ich mich dabei, wie ich insgeheim für die Freiheit „bete.“ Ich habe einen Traum in dem Millionen gegen die von Virologen verordnete Diktatur aufstehen. Friedlich versteht sich, „Linke“ und „Rechte“ zum Schutz der Freiheit vereint. Sachlich über die Zukunft streiten kann man sich später immer noch.

Vergessen wir für den Moment die Atlantik-Brücke, die deutschen (europäischen) Medien die USA-Meinung diktiert und richten die Augen auf die scheinbar neutrale Schweiz. Ein Artikel in der NZZ (Neue Züricher Zeitung) spricht von der Stunde der Star-Virologen und nimmt dabei erneut Drosten aufs Korn. (4) Wann endlich wird man in Deutschland auch auf andere Virologen hören, die diese „Krise“ wesentlich gelassener sehen?

1. Youtube-Kanal Punkt.Preradovic: Impfung gegen Covid-19 sinnlos.

2. Berliner Zeitung: Die Stimmung wird kippen

3. BILD: Schluss mit Starrsinn in der Corona-Politik! 

4. NZZ: Es schlägt die Stunde der Star-Virologen

Gedanken einer Ausländerin: Weckruf für Deutschland

Gedanken einer Ausländerin: Weckruf für Deutschland

Nun ist es so, dass ich zu Politik und der sogenannten Demokratie eine eigene Meinung habe, die sich nur wenig mit der anderer Menschen deckt. Die meisten Politiker halte ich für hochbezahlte Schauspieler, die lediglich die Interessen der Finanz-Eliten vertreten. Das ist keine Verschwörungstheorie, die Fakten liegen klar auf dem Tisch. Wer sie nicht sehen möchte, wer lieber eine rosarote Brille trägt, darf gern in der eigenen Traumwelt leben. Das Erwachen wird um so bitterer sein.

Erwachet!

Zwar bin ich nicht zu den Zeugen Jehovas gewechselt, doch mein Weckruf für Deutschland schallt seit Jahren durch dieses Land. Aber wie erreicht Frau die von medialen Schlafmitteln vernebelten Hirne von Menschen, die von kunterbunten Städten träumen, jedoch die eigene Haustür für Neuankömmlinge fest verschlossen halten.

Aber der Slogan „Mein Haus, mein Boot“ könnte schon bald Vergangenheit sein, wenn es nach dem Willen der GRÜNEN geht. Die möchten auch gern den Text der deutschen Nationalhymne ändern. Konkret stört sich die Partei an den Begriffen „Vaterland“ und „brüderlich.“ Ich bin davon überzeugt, liebe GRÜNE, dass dies nur ein erster Schritt sein kann! Morgen schaffen wir dann den Namen Deutschland ab und erklären die „Hirnbefreite Zone.“

Flagge zeigen

Eine Meldung, die mir soeben auf den Desktop flatterte, ließ mich kurz fassungslos zurück. Sie lautet: „Der Kurznachrichtendienst WhatsApp will die Deutschlandflagge aus der Liste seiner Emojicons streichen. Als Grund teilte das Unternehmen mit, es handle sich bei der schwarzrotgoldenen Fahne um ein bei Rechtspopulisten beliebtes Symbol.“ Nun ist es also amtlich, die Nazis haben erneut die Macht übernommen, vermutlich ist auch der GröFaZ bald zurück.

Die WhatsApp-Meldung geht noch weiter: „So würden vor allem AfD-Politiker aber auch andere Rechtspopulisten das Deutschlandflaggen-Emojicon in sozialen Netzwerken als geheimes Erkennungszeichen untereinander nutzen. Bei einigen sei die Fahne sogar Bestandteil des Benutzernamens“ An dieser Stelle behaupte ich, dass wirkliche „Rechte“ – siehe NPD & Konsorten – eigene Flaggen benutzen. Alles andere ist durch das Grundgesetz Artikel 22 gedeckt. Ich darf zitieren:

(1) Die Hauptstadt der Bundesrepublik Deutschland ist Berlin. Die Repräsentation des Gesamtstaates in der Hauptstadt ist Aufgabe des Bundes. Das Nähere wird durch Bundesgesetz geregelt.

(2) Die Bundesflagge ist schwarz-rot-gold.

Mietfrei

Die sogenannte Corona-Krise, hat vielen Menschen einen Strich durch die Rechnung gemacht. Heiraten werden verschoben, bei Selbstständigen werden die finanziellen Mittel knapp. Der Modekonzern C&A muss – besser gesagt will – aber vorerst keine Miete mehr für seine Filialen zahlen, laut „Business Insider“, hat man sich nämlich in eine Krise manövriert. Da fragt sich doch der deutsche Michel, ob seine Wohnung nun auch mietfrei ist. Vielleicht gibt es bald kostenlose Lebensmittel für alle, nur für Atemschutzmasken wird sehr viel Geld bezahlt.

Einen Strich durch die Rechnung, hat man man auch Japan gemacht, die Olympischen Spiele werden um ein Jahr verschoben. Für die Athleten ist das bitter, vier Jahre Vorbereitung waren umsonst. Japan kann und wird davon jedoch profitieren, die Spiele 2021 werden ganz bestimmt zur Sensation. Trotz Corona werden wir beweisen, wie Wasserstoff die Welt verändern kann. Aber vielleicht hat die Verschiebung der Spiele auch einen positiven Effekt. Wer, wie Deutschland, auf Elektromobilität setzt, wird auf dem Weg in die Zukunft länger unterwegs sein. Mit Wasserstoff wäre der Tank viel schneller voll.

Innovation? Nein Danke!

Aber Deutschland hat die Zukunft leider verschlafen. Innovation war gestern, in diesen Tagen regiert erneut der Muff aus 1.000 Jahren. Deutschland ist zu einem Wartezimmer verkommen, das notwendige Reformen mangels fähigen Machern, auf die lange Bank geschoben hat. Haushaltslöcher werden mit abenteuerlichen Mitteln verschleiert, Corona und davor der Klimawandel, haben perfekt in diese Agenda gepasst. Endlich darf man die Bürger wieder zur Kasse bitten, denen wird das natürlich anders verkauft.

Verkauft hat der (Vize)Kanzler in spe, Jens Spahn, der staunenden Öffentlichkeit die Ankündigung, Corona-Infizierte per Handy orten zu lassen. Was vor einem Jahr nicht gelang, soll nun mit Hilfe von Notstandsgesetzen an Frau und Mann gebracht werden. George Orwell lässt schön grüßen. Übrigens regt man sich in Berlin zur Zeit künstlich über Viktor Orbán auf. Die allseits beliebte BILD schreibt: „Wie sich Orbán jetzt zum Diktator aufschwingt.“ Ich sage: Wer im Glashaus sitzt, der sollte nicht mir Steinen werfen. Was ist die angebliche Demokratie Deutschlands in der Corona-Krise noch wert?

Gedanken einer Ausländerin: Gesichter der Wahrheit

Gedanken einer Ausländerin: Gesichter der Wahrheit

„Wer die Wahrheit nicht weiß, der ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß, und sie eine Lüge nennt, der ist ein Verbrecher!“ (Bertolt Brecht)

Es gibt drei Arten der Wahrheit heißt es: Deine, meine und die Wahrheit. Im vorliegenden Fall ist es die Wahrheit der BILD, präsentiert von Chefredakteur Julian Reichelt. Vier Jahre nach Merkels Alleingang bei der sogenannten Grenzöffnung, vier Jahre nach ungebremster und unkontrollierter Einwanderungspolitik, vier Jahre und eine gespaltene Gesellschaft später, steigt nun ausgerechnet der Chef des größten deutschen Schmierblatts in den Ring, um Merkel scheinbar den Todesstoß zu versetzen. Durchsichtiger geht es kaum.

Lügen! Lügen?

Unter dem Motto „Angela Merkel: Lügen, so durchsichtig wie Frischhaltefolie“ fährt der Mann schwere Geschütze auf. Die Zielgruppe ist klar. Sie reicht von der schweigenden Masse, auch Lämmer genannt, bis hin zu jenen Beschränkten, die täglich am geistigen Gartenzaun stehen und das Brett vor dem eigenen Kopf nicht sehen. Noch schlimmer und brandgefährlich sind all jene, die durchaus einen Teil der Wahrheit erkennen, aber nur noch ihre selbst gewählte Ruhe wollen. „Das wird schon alles wieder werden,“ heißt es dort. Ja, das wird es. Aber anders, als sie sich erhoffen.

Dass ich trotz politischer Skepsis eine gewisse Genugtuung empfand, als zum ersten Mal eine Frau das Amt der Kanzlerin übernahm, habe ich bereits mehrfach formuliert. Diesen Fehler habe ich nie wieder begangen und „Politik“ sehr schnell wieder mit nüchternen Augen gesehen. Auf diese Weise lese ich auch die Halbwahrheiten des Julian Reichelt, von denen ich einige analysieren will.

Merkel muss weg!

Dass man Angela Merkel zumindest eine Mitschuld am Aufstieg der AfD unterstellen kann, wird nur noch von wirklichen Dummköpfen geleugnet. Den Rest haben ihre Vasallen besorgt, die auf der Schleimspur der Kanzlerin kriechen. Noch wagen sie keinen Aufstand. Selbst Friedrich Merz spielt nur (s)eine Rolle und wird dafür mit Sicherheit fürstlich entlohnt. Ob nun die Putzfrau aus dem Saarland oder der lasche Laschet die CDU in den Abgrund führen wird spielt keine Rolle. Das Drehbuch ist längst geschrieben, „The Show must go on!“

Die Armeen der Raubtierkapitalisten sind gut aufgestellt. Auch eine AfD wird daran nichts ändern. Mit Herzenslust wird auf diese „Faschisten“ eingeprügelt, die in den Augen der Beschränkten den GröFaZ repräsentieren. Dreht man den Spieß um und deutet auf die „linke Seite“, taucht dort die mörderische Fratze von Stalin auf. Aber die Systeme der beiden Massenmörder sind gescheitert, nun wird der Komödie nächster Akt inszeniert.

BILDer der Wahrheit

Die BILD verkauft „Lügen, Hass und Titten.“ Zwar weniger erfolgreich als noch vor Jahren, ist dieses Blatt noch immer ein Garant für Meinungsmache. Die, das sollte jeder wissen, kommt über die Atlantik-Brücke in deutsche Redaktionen gekrochen. Dort verkauft man die Wahrheit der US-Demokraten, denen der Republikaner Trump ein Dorn im Auge ist. Wobei Demokraten und Republikaner nur Synonyme für jene Finanzeliten sind, die in Wirklichkeit mit dem Trick „Teile und herrsche“ regieren.

Trump spielt allerdings zum Teil sein eigenes Spiel, das behaupte ich an dieser Stelle ganz naiv. Aber auch er wird letztlich die Interessen der US-Eliten vertreten, die in Konkurrenz zu jenen aus Europa und Asien stehen. Und damit habe ich vorweg genommen, um was es in der Politik schon immer geht. Die (Um)Verteilung der Ressourcen, um Macht und sehr viel Geld.

Machtkämpfe der Eliten

Reichelt schreibt: „Lieber Ruhe daheim als Risiko in fernen Ländern – bis das Risiko schließlich nach Deutschland kam!“, sei immer Merkels Motto gewesen. Der erste Teil des Satzes ist richtig, der zweite nur die typisch manipulative Halbwahrheit. Merkel selbst war es, die das Risiko in Form von jungen Männern nach Deutschland geholt hat, bzw. holen musste. Aber diese Wahrheit werden wir nie erfahren. Die bleibt hinter hohen Mauern verborgen. Auch vor den Augen jener am geistigen Gartenzaun.

„In der Energiepolitik habe Merkel Deutschland von Russland abhängig gemacht“, wettert Reichelt und folgt damit den ihm von den Finanzeliten der USA eingeflüsterten Worten, die gern (teures) amerikanisches Gas in deutschen Haushalten sehen. Durchaus berechtigt ist der Vorwurf, dass Merkel Deutschland beim 5G-Netz in die Abhängigkeit des aus China stammenden, totalitären Überwachungsgiganten Huawei führe. Was er vergaß zu erwähnen, wer bisher das Internet und die Mobilfunknetze kontrolliert.

Kritik (un)erwünscht

An Reichelts Artikel gibt es viel zu kritisieren. Hauptsächlich dass US-Präsident Obama ein guter Mann gewesen sei. Gut war er im töten von Menschen. Dafür, unter dem Deckmantel humanitärer Hilfe, hat man ihn zum Friedensnobelpreisträger auserkoren. Merke: Die Spielregeln werden von den Siegern gemacht.

Meine Wahrheit, die niemand glauben muss, zumindest aber lesen kann, zeigt das Bild einer Politshow auf, die aus stets wechselnden DarstellerInnen besteht. Die, das wissen wir, gern von den kommenden, schlechten Zeiten sprechen und dass „wir“ den Gürtel enger schnallen müssen. Mit „wir“ ist aber lediglich die Bevölkerung gemeint. Darsteller und Regisseure der Show werden weiter kräftig abkassieren. Um das zu verschleiern, hat man Feindbilder erschaffen und prompt schlagen sich „Brüder und Schwestern“ die Schädel ein. Dümmer geht es nimmer.

 

Bild: Pixabay

Hier geht es zum Artikel der BILD: Die bittere Bilanz von Merkels Außenpolitik 

Die Twitter-Trolle – BILD gegen den Rest der Welt

Manche Artikel sind so gut geschrieben, dass man sie mehrfach lesen kann. Manche Artikel sind so gut geschrieben, dass man sie unbedingt teilen muss! Eine solche Perle ist mir wieder einmal über den Weg gelaufen, was viel zu selten geworden ist.

Der Autor heißt Jens Berger und schreibt für die Nachdenkseiten. „Wehe dem, der gegen den Strom schwimmt“, ist ein Meisterwerk journalistischer Kunst, das die Schmierfinken von BILD und FOCUS gnadenlos entlarvt und auch dem ZDF die Rote Karte zeigt.

Es gäbe noch eine Menge mehr zu den Herren Reichelt, Röpcke und Stritzelt zu sagen und auch über den Intendanten des ZDF. Wie eigentlich über den ganzen von der GEZ finanzierten Staatsfunk, der sich nur noch selten eine differenzierte Meinung leisten kann. Den FOCUS konnte man schon immer vergessen.

Unabhängig davon, was nun wirklich in Syrien geschehen ist, zeigt der Schnappatmer-Reflex der drei BILD-Trolle deutlich, wie dünn die Luft um den angeblichen Giftgasangriff geworden ist. Vielen Dank, Herr Berger, für diese treffende Bezeichnung.

Dünn ist übrigens auch die Auflage der BILD geworden. Immer weniger BundesbürgerInnen greifen zu diesem Schmuddelpapier. Vielleicht erklärt das den vehementen Einsatz der drei Schreiberlinge, die nun auf Twitter für mehr Aufmerksamkeit buhlen müssen.

„Noch 1,4 Millionen verkauft BILD gemeinsam mit dem Ableger Fußball-BILD, etwa ein Drittel seiner früheren Erfolgszahlen; fast 200.000 Leser haben im Vergleich zum 4. Quartal im 1. Quartal dieses Jahres auf den Kauf verzichtet.“, hat Roland Tichy recherchiert.

Ich habe schon seit Jahren eine eigene Meinung zum angeblichen Syrien-Konflikt, die sich ebenfalls nicht mit dem Bild von NATO, USA und der EU deckt. Die über den angeblichen Giftgasanschlag ähnelt durchaus der, die der nun zu Unrecht gescholtene Journalist des ZDF vorgestellt hat.

Im Gegensatz zu ihm gibt es bei mir keinen Intendant und keine Atlantik-Brücke, die mich zurück auf den Kurs des Westens schicken wollen. Aber das habt ihr bestimmt gewusst.

Die Lügen(der)Presse

Deutschland und vermutlich die ganze Welt hat ein Problem, das sich Presse nennt. Politisch beeinflusst und auf Kommerz getrimmt, werden den BürgerInnen Sensationen verkauft. Viel zu oft Halbwahrheiten. Und manchmal lügen die Medien auch bewusst.

„Die Regierung soll durch die Presse ebensogut belehrt werden, als die Privaten, also kann die Regierung auf die Presse keinen Einfluß ausüben.“ – Franz Grillparzer

Väterlich wirkende Männer erklären uns die Welt und warum Deutschland auf den „Welcome Zug“ aufgesprungen ist. Wer da wirklich am Bahnhof stand war ein linksgrüner Mob, dessen Verstand sowieso nur bis zum nächsten Parteitag reicht. Auf dem dann endgültig Drogen legalisiert werden sollen und die Vergewaltigung von Kindern.

Kurze Pause, harter Schnitt. Glaubt jemand diesen Quatsch? Ja? Klar, der Satz steht doch geschrieben und muss also die Wahrheit sein. Nur von welcher Wahrheit reden wir? Menschen mit Halbwahrheiten zu täuschen ist einfach. Zitate werden aus dem Kontext gerissen und nur verstümmelt an die Öffentlichkeit gebracht.

Wenn man keine Zeitung liest, ist man uninformiert. Wenn man Zeitung liest, ist man desinformiert. – Mark Twain

Mark Twain hatte recht. Eine unabhängige Zeitung ist das, was ich mir wirklich wünsche. Kritische Berichterstattung und gute Recherchen. Vor allem den investigativen Journalismus der Vergangenheit. Irgendwann ist der verschwunden. Im Meer der Werbeeinnahmen und Sponsorengelder. Auf die man nun natürlich Rücksicht nehmen muss. Wirklich?

„Bei einer Zeitung stehen die einzigen Wahrheiten, auf die du vertrauen kannst, in den Anzeigen.“ – Thomas Jefferson

Giovanni di Lorenzo, ZEIT-Chefredakteur, gibt plötzlich Fehler zu. Wörtlich sagte er in einem Interview: „Ich glaube, dass wir eine ganze Weile zu sehr dazu tendiert haben, uns zu Mitgestaltern dieser Flüchtlingsbewegung und nicht uns konzentriert haben, auf die Rolle der Beobachtung. Und das haben uns Leute übel genommen.“ Das ganze Interview findet sich hier:

Dieses Umdenken lässt aufhorchen. Taktischer Rückzug oder schon der Blick nach vorn, auf die Zeit nach Frau Merkel. Auch das ZDF hat schon im Juni 2016 scheinbar kritischer über die Flüchtlingskanzlerin berichtet, die den Verantwortlichen der Sendung nicht zur Verfügung stand. Scheinbar deshalb, weil das ZDF auch nur CDU-TV ist. War das nun eine Lüge?

Ist der Bericht im ZDF schon der beginnende Abgesang auf Frau Merkel  oder nur eine Vorbereitung auf die Zukunft? Wolfgang Schäubles Worte könnte man so deuten. Schäuble wörtlich: „In einigen Jahren wird man eben sehen, das war, so geht es in der Geschichte oftmals, ein erst … (Schäuble unterbricht sich und wirkt erschrocken, als er weiter spricht) der Beginn einer neuen Zeit. Europa ist nicht mehr in einer Nische und Deutschland auch nicht.“ Was wollte er wirklich sagen? Vielleicht „Ein erster Schritt zur Neuordnung Europas, Deutschlands, der Welt.“

Solche Äußerungen tragen kaum dazu bei, das Vertrauen der BürgerInnen (neu) zu gewinnen oder zu erhalten. Bürger geraten darüber in Wut und protestieren. Zwar finde ich es gut, dass eine neue Opposition entsteht, die alte Zöpfe abschneiden will, aber müssen das unbedingt ewig Konservative sein?

„In früheren Zeiten bediente man sich der Folter. Heutzutage bedient man sich der Presse. Das ist gewiß ein Fortschritt. Aber es ist auch ein großes Übel; es schädigt und demoralisiert uns.“ – Oscar Wilde

Wenn man sich die Medienlandschaft in Deutschland betrachtet, kommen wir an der BILD kaum vorbei. Mit dem Axel Springer Verlag im Rücken, haben schon viele Politiker regiert. Dass in diesem Schmierblatt meist nur Hass und Halbwahrheiten stehen, wird dabei gern übersehen.

Ich erwarte von der Presse Aufklärung und Information. In Kommentaren darf es auch gern die persönliche Meinung des Journalisten sein. Aber wer sich hinter eine deutsches Recht brechende Kanzlerin stellt oder besser noch vor sie, muss sich auch dem Zorn der Menschen – LeserInnen stellen.

Das Heulen und Zähneklappern ist nun groß, die Auflagen schwinden. Geht es JournalistInnen wirklich nur noch um Geld? Haben sie wirklich ihre eigentliche Aufgabe vergessen, die auch kritisches Beobachten ist? Einige wenige Publikationen halten dagegen und werden gezielt diffamiert. Das ist Deutschland 2016 und eine Presse die sich blamiert.

Sozialen Netzwerken, so sie nicht von bezahlten Schreiberlingen oder Psychopathen unterwandert sind, fällt in diesen Zeiten eine besondere Aufgabe zu. Nämlich unverfälscht jene Wahrheit zu berichten, die sich Realität in Deutschland nennt.

Ich will so bleiben, wie ich bin

Ein Wort, ein Satz löst bei mir Denkprozesse aus. Jede Art von Musik kann mich inspirieren. Ein gewisser Don Camillo, im Bloggerleben theomix genannt, hat mich auf den Weg zu diesen Zeilen gebracht. Und dafür möchte ich ihm gern danken. Seine Gedanken sind immer einen Besuch wert.

„Ich glaube, du bist völlig anders als der Mensch, den ich vor Augen habe“, hat er gesagt. Was mich zu der Frage bringt, wie andere Menschen mich sehen. „Überheblich, zickig, männerfeindlich“, sind nur einige Dinge, die Mann mir im Lauf der Jahre an den Kopf geworfen hat. „Unsensibel, kalt, egoistisch“, kam es von Frau.

Aber bin ich das wirklich, muss ich jedem Klischee entsprechen? Von Mann bin ich Angriffe seit Kindertagen gewohnt. Die gingen nie gut für ihn aus. Vor allem dann nicht, wenn er „Dreckslesbe“ sagte. Aber das kam erst nach den Kindertagen. Beleidigungen gab es auch per Mail und Kommentarfunktion im Blog. Da fühlen die Herrlichkeiten sich wohl. Entertaste drücken und ab dafür.

Frau hat mir die Freundin geneidet, oder mich mit Eifersucht bedacht. Liebesdramen aus den alten Tagen, darüber habe ich meist nur gelacht. Ich habe begonnen und beendet. So, wie es mir gefiel und  nicht den anderen. Ich war immer so, wie ich nun mal bin. Anders und so will ich bleiben.

Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich zum Biest werde, wenn die Situation es erfordert. Und ich schlage (mit Worten) schneller, als so mancher sprechen kann. Aber ich bin auch eine Clownin, die gern lacht. Nie bösartig, aber immer mit schrägem Humor. Ironisch, sarakstisch, auch gern als Satire pur. Nur verstanden werde ich oft nicht. Ob das an meinem Japanisch liegt?

Und dann gibt es noch jenes zarte Feenwesen, das sein Reich mit allen Mitteln schützt. Aber Feen sterben oft einsam hoch droben im Elfenbeinturm. Ich aber stieg herab und habe die Fenster einen Spalt weit geöffnet. Nun könnt ihr die Welt des Regenbogens schauen und euch an den leuchtenden Farben erfreuen.

All das und noch viel mehr bin ich. All das, was keinem Bild jemals entspricht. Eine dichtende Kriegerin. Nur echt mit Elfe. Auch das hat der theo gesagt. Und wieder denke ich schmunzelnd an „Don Camillo und Peppone“, den Film den ich letzte Woche lachend sah.

Aber wenn der theo der Don ist, so muss ich wohl die Peppina sein. Nur spielen meine Geschichten nicht am Po und auch in keiner Ebene. Und von Niederungen sind sie so weit entfernt, wie so mancher Geist von der Erde. Und das habe ich nun bewusst abgehoben gesagt.

Es gab Menschen, die mich ändern wollten. Menschen, deren Weltbild ich kaum entspreche. Eingepfercht in den Käfig der Konventionen, haben sie ihr Urteil über mich gefällt. Schräge Blicke, Hetze. Die da, die andere, wispert es durchs Netz. Denen schenke ich ein Lächeln, notorischen Dummköpfen den Mittelfinger. Ob sie jemals verstehen?

Wie ich wirklich bin, das wird kein Blogger je erfahren. Dieses Bild teile ich nicht mit euch. Aber ihr könntet zwischen den Zeilen lesen, oder meine Elfe fragen. Die kennt mich sehr genau. Bei ihr muss ich mich nicht ändern. Bei ihr darf ich so bleiben, wie ich bin.

Liebesbrief an eine Frau

Verrücke Ideen waren schon immer meine Spezialität. Verrückt zu sein muss nicht bedeuten, im Sommer barfuß durch den Regen zu gehen. Das ist eher normal für mich. Aber an die eigene Frau einen Liebesbrief zu schreiben, das ist dann vielleicht doch etwas verrückt. Aber was soll ich machen, ich habe solche Ideen. Diesmal war der Auslöser von ganz besonderer Art. Und darüber möchte ich heute schreiben.

Vor einigen Jahren bin ich auf youtube unter einem Video über den vielleicht romantischsten Eintrag meines Lebens gestolpert. Ein (junger) Mann erklärt der Kontoinhaberin darin, wie sehr er sich Sorgen um sie mache.  Meine weibliche Neugier war sofort geweckt und ich googelte ihr Profil. Sie war eine junge Frau von 21. Eigentlich noch ein Mädchen. Tief verletzt und traurig. Ihre Liebe war zerbrochen und all ihr Leben ohne Sinn. Auf ihrer Webseite schrieb sie sogar von Suizid, was mich besonders traurig machte.

Ihr Name war Anne und sie hatte die vermutlich wundervollste Sammlung von mystischer Musik auf ihrer Seite, die ich jemals gesehen bzw. gehört hatte. In wirklich herzbewegenden Kommentaren offenbarte sich ihr der an Leukämie erkrankte junge Mann. Beide waren Amerikaner, wenn auch aus unterschiedlichen Bundesstaaten. Kennengelernt hatten sie sich offenbar schon vor einer Weile in einem Forum für Fantasy-Geschichten und er war ihr nun auch zu youtube gefolgt.

„Liebe Anne“, schrieb er ihr.

„Wir haben uns noch nie getroffen. Aber wir kennen uns doch schon eine Weile.
Ich habe dir diesen Brief geschrieben und ihn mit einen Umschlag aus Liebe verpackt.
Hab bitte keine Angst, ich will dir kein Leid zufügen. Ich weiß genau, was du durchmachst und wie verletzt du zur Zeit bist.
Du fragst dich, warum du noch weiterleben sollst. Für wen. Wer sich noch für dich interessiert.
Liebe Anne, auch wenn wir uns nicht persönlich kennen: ich interessiere mich für dich! Gib bitte nicht auf, hörst du?
Wirf dein kostbares Leben nicht weg. Halte durch! Für mich!
Ich kämpfe seit 5 Jahren um mein Leben und kenne alle Höhen und Tiefen dieser Welt. Ich bin zur Zeit im Krankenhaus und werde im Dezember entlassen.
Wie du weißt, habe ich Leukämie und kann nicht geheilt werden. Aber ich schaue nach vorn. Zu dir. Wirst du auf mich warten? Bitte!
Lass mich dich treffen, wenn die Zeit gekommen ist. Lass mich dir die Schönheit dieser Welt zeigen. Magst du sie nicht durch meine Augen sehen?

In Liebe

Jeff

Obwohl ich nicht so leicht in rührselige Stimmung zu versetzen bin, schossen mir die Tränen in die Augen. Dieser kleine Liebesbrief war vor zwei Jahren im September 2011 geschrieben worden. Anne hatte ihm einige Tage später geantworet.

„Lieber Jeff,

ich schaue immer wieder auf deinen Brief. Nie zuvor habe ich einen Umschlag wie diesen gesehen. Und doch ist er vertraut. Ich fürchte mich davor ihn zu öffnen. Etwas tief in mir warnt mich vor der Gefahr. Und dann ist da diese andere Stimme. Sie sagt mir ich müsse mich nicht fürchten. Ich schaue auf dein Bild und frage mich, ob in diesem Brief nicht Antworten liegen. Jene Antworten, die ich so sehr ersehne und brauche. Ich frage mich immer wieder, ob ich ihn öffnen soll.

Liebe Grüße

Anne

Ich musste tief Luft holen. Mach ihn auf, wollte ich rufen, aber die Vergangenheit ändern kann ich nicht.

Anne hat den Brief dann doch geöffnet. Symbolisch. Ihre und Jeffs Korrespondenz blieb auch weiter öffentlich. Und aus dem traurigen Mädchen wurde plötzlich eine wundervolle Frau. Auf ihrer Homepage war dann nachzulesen, wie sie Jeff getroffen hatte. Bilder, die Freunde gemacht hatten, zeigten zwei glückliche Menschen. Aus Unbekannten waren Freunde geworden. Annes youtube-Kanal und ihre Webseite gehörte 2 Jahre lang zu meinen regelmäßig besuchten Favoriten. Jeff hat es mit seinem Lebenswillen geschafft Anne das Leben zu retten. Selbst überlebt hat er leider nicht. Er ist vor einer Woche im Alter von 24 Jahren gestorben. Anne hat gestern ihren youtube-Kanal gelöscht. Auf ihrer mittlerweile ebenfalls gelöschten Webseite schrieb sie, was ihr Jeff bedeutet hatte. Und wie sehr er sie beinflusst hat. Und dass sie niemals wieder an Selbstmord denken wird.
„Wenn die Zeit gekommen ist, werde wir uns wiedersehen“, waren ihre letzten Worte. „Bis dahin lebe ich. Durch dich.“

Gestern Abend, als Yuki in der Küche war griff ich zu einem Blatt Papier und schrieb 愛してる。darauf. Ich steckte es in einen Umschlag und rief nach ihr.
„Ein Brief? Für mich?“
Ich nickte und strahlte sie an.
„Was steht drin?“ wollte Yuki wissen.
„Mach halt auf“, erwiderte ich.
„Du bist doof“, kam der übliche Kommentar.
Vorsichtig öffnete sie den Brief, man kann einen Umschlag ja mehrfach verwenden.
„Ich liebe dich auch“, sagte sie dann und fiel mir um den Hals.

Vielleicht sollte ich meiner Frau öfter solche Briefe schreiben. Denn ohne sie kann ich auch nicht leben.