Warum ich ein wilder Feger bin – Suchbegriffe im Januar

Jeden Monat neu gibt es Suchbegriffe zu bewundern. Gut, wirklich neu sind die nun wirklich nicht. Die Themen ähneln sich schon sehr. Und wer der (Be)Sucher ist, wird auch schnell klar. Zwar macht es durchaus Spaß sich lustig zu machen, aber manche Themen verdienen mehr Aufmerksamkeit. Entsprechend kommentiere ich diese. Wer’s lesen mag:

1. – nandalya / nandalya wordpress: Bookmarks liebste (du weißt schon wer)

2. – haiku familie: Haiku-Papa, Haiku-Mama, Haiku-Kind, fertig ist der Text geschwind.

3. – roboneko regenbogenblog: Der ist hier zu finden: https://robobaby.wordpress.com/ und immer einen Besuch wert. Nicht nur wegen der kleinen Kickboxerin.

4. – lesben satire: Kann ich schreiben. Soll ich?

5. – japanische lesben beim küssen: Also die machen das ebenso, wie deutsche, fanzösische, oder amerikanische Lesben.

6. – lesbensex geschichten: Gibt’s auf diesem Blog keine. Die Pornoblogs sind nebenan.

7. – hete verliebt in eine lesbe / ich habe mich auf eine heterofrau eingelassen: Zu diesem Thema habe ich schon mehrfach Stellung bezogen. Und hier sollte immer der Einzelfall gesehen werden. Pauschal zu sagen „Das funktioniert nicht“, ist daneben. Ich kenne Beispiele, die positiv endeten. Eins davon wird es in Kürze auf diesem Blog geben. Die beiden Frauen haben einer Veröffentlichung zugestimmt. Hinzufügen möchte ich noch, dass die Chance auf Erfolg nicht sehr hoch ist. Nur die wenigsten Heten werden sich dauerhaft auf eine Lesbe einlassen. Wenn, so waren sie schon vorher bi. Es gibt die „Neugier-Beziehung“, die junge Frauen gern haben. Das ist meist nur Spiel und kann tief verletzen. Gehe ich mit emotionaler Distanz zur Sache, ist alles wieder gut. Nur ist das dann keine Liebe sondern einfach Sex.

7.1 – ich weiblich habe mich in eine frau verliebt: Absichtlich habe ich den Begriff als Unterpunkt gewählt. Weiter oben ginge er unter. Ich gehe davon aus, dass „du“ vorher noch keine Erfahrung mit Frauen hattest. Das ist nicht weiter schlimm. Klar sein sollte dir, ob es sich dabei wirklich um die berühmten Schmetterlinge, oder um reine Freundschaft handelt. Schwierig wird es auch, wenn das Gegenüber die Gefühle nicht erwidert. Und das ist meistens der Fall. Aber ich würde die Flinte nicht gleich ins Korn werfen, aber blind nach vorn marschieren, ist auch verkehrt. Für mich ist es einfach zu erkennen, ob eine andere Frau Interesse hat. Achte auf ihr Verhalten, welche FreundInnen sie hat, vielleicht ein entsprechendes Tattoo, oder ein Regenbogen-Armband. Sprich beiläufig den Fall einer Bekannten an, die sich in eine Frau verliebt hat. Schau, wie sie darauf reagiert. Viel Glück!

8. – aikido lernen mit hueftproblemen: Genau mein Thema. Aber was soll ich sagen? Ich kenne die Hüftprobleme nicht. Bei fortgeschrittener Arthrose rate ich eher ab. Bei einer einfachen Fehlstellung, die kaum Probleme macht, ist Aikido eine gute Wahl. Im Zweifelsfall den Sportarzt des Vertrauens fragen.

9. scharfe maedchen: Wo?

10. – kurzgeschichten lesb: Vermutlich sollte das „lesben“ heißen. Und ja, die schreibe ich. Hoffentlich haben sie dir gefallen. Wenn nicht ist es auch egal.

11. – blonde kämpferim selbstverteidigung für frauen: Warum immer nur blond? Ich habe dunkle Haare und biete selbstverteidigung für Frauen an. Darf ich?

12. – gay tragen lippgloss: Falls damit schwule Männer gemeint sind? Ja, manche machen das.

13. – sexflaute in lesben beziehung: Mich stört das Wort „Sexflaute.“ Es impliziert, dass Lesben ständig Sex haben. Und das ist völliger Quatsch! Aus Pornos, Serien wie „The L-Word“, oder „Lip-Service“ entnimmt man(n) gern, dass alle Lesben notgeile Schlampen sind, die hemmungslos mit jeder Frau Sex haben wollen. Klar gibt es die Swingerinnen, die Aufreißerinnen, aber noch viel öfter wird Treue groß geschrieben. Bei mir zumindest. In reinen Frauen-Beziehungen überwiegen oft die gemeinschaftlichen Interessen, die innige Verbundenheit. Der reine Akt tritt oft etwas in den Hintergrund und ist nur als Krönung des Ganzen anzusehen. Wir sind keine Männer, die täglich ihre paar Zentimeter mehr in Frau stoßen müssen, um sich abzureagieren. Arm in Arm, eng umschlungen einzuschlafen, zärtliche Küsse, all das ist so viel mehr. Aber wenn absolut nichts mehr läuft bei Frau, dann gilt es das zu hinterfragen. Oft hat das nicht einmal etwas damit zu tun, dass die Liebe fehlt. Meist ist es die fehlende Kommunikation, die es auch zwischen Frauen gibt.

Und hier ist er wieder, der monatliche Höhepunkt meiner Suchbegriffe:

14. – lesbensex mit besenstiel / besenstiellesbe / sex mit besenstiel. Ich rufe nach Yuki während ich diese Zeilen tippe. Und Elfchen fliegt zu mir. Auf mich sowieso, aber das habt ihr doch gewusst.
„Schon wieder?“, ist ihr seufzender Kommentar.
Als ich nicke verschwindet sie im Flur und kommt mit dem Besen zurück.
„Los, das testen wir jetzt aus“, sagt sie lachend und drückt ihn mir in die kleine Hand. „Los Wohnung fegen, aber zackig! Du bist doch meine wilde Fegerin.“
Humor ist, wenn auch die Mayumi lacht.

Falls jemand den 1. Beitrag über „Besenstile“ lesen möchte, dem sei dieser Link ans Herz gelegt:

Lesben, Sex und Besenstile

Lesben, Sex und Besenstiele

Manchmal frage ich mich, was Frau und Mann im Netz so suchen. Suchen in Bezug auf Begriffe. Ich finde es immer recht spannend, im Adminbereich meines Blogs, auf die Suche meiner Leser zu achten. Im Normalfall ist die harmlos, es wird lediglich nach Namen geschaut, die zu älteren Beiträgen führen. Aber vor einigen Tagen sticht mir ein Suchbegriff ins Auge, der mich laut auflachen lässt. „lesben selbstbefriedigung mit besen“, prangt dort in großen Lettern.

Das muss ich sofort Yuki zeigen!
„Elfchen!“, rufe ich. „Komm schnell, in meinem Blog gibt’s was zu sehen.“
Yuki setzt sich neben mich. Dann weiten sich ihre Augen und sie prustet los.
„Total schräg“, sagt sie noch immer lachend.
Plötztlich blitzt der Schalk in ihren Augen.
„Sag mal Süße, weißt du wo der Besen geblieben ist?“
„Na warte“, erwidere ich und will nach ihr greifen, aber sie ist schon weg.
„Schreib doch einen Artikel darüber“, höre ich sie aus dem Badezimmer rufen.
Ich überlege, wer der unbekannte Sucher ist und was ihn dazu bewogen hat. Erst vor kurzem habe ich gelesen, dass Sex und Pornoseiten im Internet eine große Rolle spielen. Auch Kontaktbörsen erfreuen sich großer Beliebtheit. Sofort fällt mir eine andere Suchanfrage ein, die letztes Jahr auf meinem Blog zu lesen war: „Können Lesben Männer lieben“, wollte der Suchende wissen. Nein, das können sie nicht. Zumindest nicht, wenn es wirkliche Lesben und keine bisexuellen Frauen sind. Und Lesben befriedigen sich auch nicht mit einem Besen. Das zeigt mir wieder, wessen Geistes Kind so mancher Suchende ist.

Yuki ist wieder da und kitzelt mich frech.
„Hast du schon etwas geschrieben?“, will sie wissen.
„Ich überlege noch“, antworte ich wahrheitsgemäß. „So toll ist der Suchbegriff nun nicht. Und was soll ich auch darüber schreiben?“
„Du könntest eine heiße Liebesgeschichte über dich und den Besen schreiben“, sagt sie und fängt wieder an zu lachen.
Diesmal kann sie nicht entkommen und wir albern herum. Aber der Suchbegriff lässt mich nicht los.
„Ich hab’s!“, rufe ich und Yuki schmunzelt.
„Na dann los Süße“, sagt sie und lässt mich los.
„Lesben, Sex und Besenstiele“, tippe ich.
Yuki fängt wieder an zu lachen.
„Du bist unmöglich“, prustet sie. „Aber genau deshalb liebe ich dich. Und dass du mir nicht mit dem Besen untreu wirst, hörst du?“
„Ach woher denn“, erwidere ich belustigt. „Der Besen, der bin ich doch selbst.“
„Eher der heiße Feger“, sagt Yuki trocken. „Und du bist heute mit der Hausarbeit dran.“
Ich seufze ergeben und erinnere mich. Und jetzt weiß ich auch wieder, wo der Besen ist. Ich habe ihn als Trainingswaffe benutzt. Nur werde ich das Yuki nicht sagen. Aber vielleicht interessiert es den unbekannten Besucher meiner Seite, was eine Lesbe mit einem Besenstiel so alles anstellen kann. Als Waffe versteht sich. Im Stil von Kendo. Und das ist dann wirklich meine Form von „Selbstbefriedigung.“ Fraglich nur, ob Mann die mögen wird.