Religion als Waffe

Im Namen von Göttern, haben Menschen schon immer andere Menschen verfolgt. Sie haben Kreuzzüge gegen ihre Schwestern und Brüder geführt. Buddhisten sind kein Stück besser, als andere Religionen. Man denke nur an die Kriege in Asien.

Mit dem Unterschied, dass es dabei selten um den Glauben ging. Politische Interessen, die Suche nach Rohstoffen, haben Japans Samurai nach China gebracht. Die Chinesen nach Korea und und und …

Wer anders ist, wird gern verfolgt. „Und willst du nicht mein Bruder sein …“, stand auf so mancher Fahne. Auch in der heutigen Zeit ist das kaum besser. Die Welt brennt noch immer. Verbohrte Greise predigen Hass und schicken die Jugend in den Tod. Mit Bomben, Attentaten und Lügen. „Das Paradies erwartet euch!“

Angeblich haben sie mit „Gott“ gesprochen und der hat den Weg gezeigt. Jede Seite sieht sich als die einzig wahre an. Dabei bedeutet das Wort „Allah“ auch nur „Gott.“ Christen, Juden und Moslems streiten schon immer, weil (falsche) Prediger es so wollen. Aber Religion ist für alle Menschen da. Und ein Gott verbreitet keinen Hass.

Ein Missbrauch von Religion(en), ist so alt wie die Götter selbst. In ihrem Namen werden Wahrheiten verkündet, die Menschen aufgeschrieben haben. Diese Wahrheiten kosten andere Menschen das Leben. So, wie in Israel, Indonesien und dem Sudan. In Wirklichkeit geht es stets um weltliche Interessen. Um Rohstoffe, Macht und sehr viel Geld.

Dafür brennen Städte in Syrien, dafür sterben Menschen in der Türkei. Die Attentäter sterben mit. Ganze Generationen sind bereits verblutet. Politische Konstrukte, wie der Islamische Staat (IS), verbreiten Angst und Schrecken. Kein Gott hat das gewollt. Der Sinn des Lebens ist zu leben. Friedlich. Punkt!

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Von mitleidlosen Japanern und gefühlskalten Deutschen

Geschichten über Japan werden meist von Westeuropäern verbreitet, die wenig von der asiatischen Seele verstehen. Geprägt von westlicher Kultur und christlichem Glauben maßen sich diese Japan-Kenner Verständnis an. Und liegen oft völlig daneben.

Immer wieder weise ich auf die großen Unterschiede hin, die zwischen Japan und Deutschland (Europa) bestehen. Und auch in China, oder Korea, ist das kaum anders. Am Beispiel „Mitleid“ möchte ich eine Sichtweise zeigen, die Westeuropäer so völlig anders sehen.

Angeblich zeigen Asiaten kaum Mitleid, wenn ihnen von Unfällen berichtet wird. Das Schicksal des Einzelnen scheint sie nicht zu interessieren. Und hier haben wir schon jenen Unterschied, den ich bereits angesprochen habe.

Die empathische Bindung gegenüber der eigenen Nation hat in Japan und ganz Asien oft einen höheren Stellenwert als im Westen. Anders ist die Opferbereitschaft der Helfer im Atomkraftwerk Fukushima kaum zu erklären. Die Helfer handelten zum Wohl der Nation. Und sind dafür gestorben.

Japaner zeigen wenig Gefühle, das gehört sich einfach nicht. Kawaisou – Du Armer!, wird in Japan ungern gesagt. Das Wort wird meist als arrogant empfunden. Und Japaner sind sehr empfindlich und auch sehr schnell verletzt. Um das zu vermeiden schweigen sie oft und zeigen das berühmte Lächeln, was oft als grausam und mitleidlos bezeichnet wird.

In Asien gibt es noch weitaus tiefere familiäre Bindungen, als es in Deutschland der Fall ist. Dort kümmert man sich um bedürftige Angehörige. In Deutschland kommen sie ins Altersheim. Und Besuch gibt’s einmal im Jahr. Wie war das mit dem Mitleid noch?

Als gefühlskalt und wenig empathisch werden Japaner gern bezeichnet. Dabei ist das genaue Gegenteil der Fall. Japaner empfinden Europäer oft als ebenso wenig empathisch. Zumindest bei Erstbegegnungen. Wie der Japaner denkt soll ein Beispiel zeigen, das meine Mutter mir erzählte.

Als junges Mädchen hatte sie einen Studentenjob und eines Tages fürchterliche Rückenschmerzen. Trotzdem ging sie pflichtbewusst zur Arbeit, bis die Schmerzen unerträglich wurden. Sie ging zum Chef, um sich für den Tag krank zu melden. Aber statt Verständnis zu zeigen reagierte der ungehalten.

Ihr Verhalten sei inakzeptabel bekam sie zu hören. Und sie solle mit ihrem Vater sprechen, der ihr korrektes Benehmen beibringen solle. Und wer nun ihre Arbeit machen solle, er habe sonst niemanden mehr. Sie bekam zwar frei, musste den Tag aber nacharbeiten. Unmenschlich, mitleidlos?

Auf den ersten Blick ist der Chef ein Monster, ein herzloser Kerl. Aber meine Mutter war am Vortag Schlittschuhe laufen und hat sich dort die Bandscheibe verrenkt. Das hatte sie in ihrer Naivität noch kommuniziert. Und deshalb war der Chef ungehalten. In Japan wird von Arbeitnehmern erwartet, dass sie an ihren freien Tagen auf ihre Gesundheit zum Wohl der Firma achten. Ist das falsch?

Zugegeben ist der Kerl für mich ein Arsch, das kann ich hier ganz deutlich sagen. Von mir hätte er den Mittelfinger bekommen und den verbalen Tritt ans Knie. Aber es geht um kulturelle Unterschiede. Und auch in Deutschland reagieren Chefs ungehalten, wenn sich der Prokurist in seiner Freizeit betrinkt und dabei die Finger bricht.

Das Bild vom mitleidlosen Japaner ist so falsch, wie das des Deutschen in Lederhosen. In beiden Fällen ist es ein dummes Klischee. Aber wer weiß, vielleicht wollten die Japaner nur kein Mitleid zeigen, wenn sie närrische Jodel-Bayern sehen.

Japanerinnen und Gaijin – Wenn sich Frauen trauen

Bei westlichen Männern geht die Legende, dass Japanerinnen einfach zu haben sind. Gezielt kommen Sex-Touristen nach Japan, um dort die sanfte Frau fürs Bett zu treffen. Und fahren meist enttäuscht wieder ab. So einfach ist das nicht mit der willigen Japanerin.

Woher stammt nun die Legende? Sind daran wieder Pick-Up-Artists schuld? Junge Japanerinnen sind oft anders, als es noch ihre Mütter waren. Deutlich an Europa, oder den USA interessiert, öffnen sie den Horizont für neue Kontakte. Nicht die Schenkel meine Herren. Das machen wirklich nur die Schlampen. Und die gibt es in jedem Land.

Englisch als Sprache steht in Japan hoch im Kurs. Aber die Umsetzung ist oft schwierig. Das gilt auch für Deutsch, oder Spanisch. Alles Sprachen, die für JapanerInnen nicht ganz einfach sind. Und doch kann Frau sie lernen. Und macht es mehr als Mann.

Ja, es gibt in Japan die „Gaijin-Jägerinnen.“ (Junge) Frauen, die gezielt mit westlichen Männern schlafen. Darüber möchte ich kein Wort verlieren. Irrungen und Wirrungen gibt es auf der ganzen Welt. Ich möchte von der normalen Japanerin erzählen, die vielleicht etwas mehr an Bildung hat und schon im Ausland war.

Das japanische Wort Gaijin (Mensch von draußen) wird vorwiegend für westliche (weiße) Ausländer verwendet. Niemals für einen anderen Asiaten, oder im Ausland lebenden Japaner. Laut wikipedia ist das Wort am schwinden, was ich bezweifeln möchte. Es wird noch sehr häufig genutzt. Und eigentlich heißt es Gaikokujin, wird aber immer abgekürzt.

In der Regel wirken Japanerinnen schüchtern. Was in der Tradition begründet liegt. Aber manche bringen durchaus den Mut auf und sprechen westliche Männer an. Nicht um Sex zu haben, pure Neugier steht im Vordergrund. Oft ist es auch eine völlig falsche Vorstellung von der fremden Kultur, die Japanerinnen so handeln lässt.

So gelten Italiener als romantisch, Spanier als leidenschaftlich und Deutsche werden als zuverlässig klassifiziert. In Bars, Clubs, oder Vereinen, gibt es regelmäßige Sprachabende für Lernwillige, die gern andere Menschen treffen. Alles ganz harmlos und ohne Zwang. Aber durchaus mit Konsequenzen. Liebe kennt keine Grenzen, das ist auch in Japan so.

Aber die japanische Höflichkeit verwirrt oft Männer und lässt sie die Dinge anders sehen. Ein zartes Lächeln, ein scheuer Blick, wird sofort als Versprechen für mehr genommen. Ein möglicher Kontakt zwischen Gaijin und Japanerin muss langsam wachsen. Wählt Mann sie nur wegen der Mandelaugen aus, so wird sie das schnell bemerken und jedes Interesse verlieren.

Die kulturrellen Unterschiede sind oft riesig. Und es bedarf einer Menge Toleranz, Verständnis und Respekt, um dem jeweils anderen Partner dauerhaft ins fremde Land zu folgen. Einfacher, aber nie ganz einfach, ist es im Ausland lebende Japanerinnen zu treffen und vor den Traualtar zu führen. Nur mich und Yuki nicht. Wir haben uns bereits gefunden und sind ein Ehepaar.

Fazit: Wer ein zartes, scheues Sex-Püppchen sucht, der ist in Japan falsch. Eigentlich in ganz Asien und auf der ganzen Welt. Aber das habt ihr bestimmt alles schon gewusst.

Die Gesichter der Welt

Schon oft hat man mich nach den Unterscheidungsmerkmalen von Asiaten gefragt und ob es die überhaupt gibt. Für Europäer ist es schwer aisatische Gesichter zu erkennen. Dabei kann das so einfach sein! Als kleiner Tipp für Ratewillige sei noch gesagt, dass es den typischen Asiaten nicht gibt. Wie hilft das der Frage weiter?

Ich, als geborene Expertin für Japan und Japaner, bin zu einer umfassenden Aufklärung natürlich prädestiniert. Einmal mehr erklärt Frau Dr. Landar Japan und Japaner. Und China und Korea gleich mit. Nur Thais sehen dann doch etwas anders aus. Es sei denn, dass es dort lebende Chinesen sind. Alles klar?

Was unterscheidet nun den typischen Japaner vom Koreaner und was macht einen Chinesen aus? Ist die Hautfarbe anders, die Nasenform? Sind es noch schmalere Augen, noch höhere Wangenknochen? Von sogenannten Experten wird behauptet, dass Japaner am kleinsten sind. Unsere Hautfarbe sei heller und unsere Augen runder. Aber dieses Gerücht stammt vermutlich aus der Manga-Ecke. Da gibt es Kulleraugen zuhauf.

Koreaner sind angeblich alle dünn und groß. Und die Augen sind ganz schmal. Vermutlich weil sie stets übers Meer blicken, ob nicht Japans Flotte wieder kommt. Chinesen wird eine „gelbliche“ Hautfarbe angedichtet. Im Westen spricht man gern von der „gelben Gefahr.“ Dabei ist auch das nur Blödsinn pur.

Was ist nun Wahrheit und was Legende? Und essen alle Deutschen wirklich Sauerkraut? Tragen die Franzosen alle noch Schnauzer und sind Italiener alle 1 Meter 50 groß? All das ist so großer Quatsch, wie die Legenden über Asien. Aber das habt ihr bestimmt alles schon gewusst.

Speziell in China gibt es eine ganze Reihe verschiedener Völker, die sich durchaus unterscheiden. Und auch in Japan gibt es Unterschiede. So, wie in Deutschland auch. Und warum sollte es in Korea anders sein? Kleidung, Sprache und Frisuren können die Unterschiede viel deutlicher machen, als es Gesichter tun.

Ich für mein Teil kann Unterschiede durchaus erkennen. Aber auch völlig daneben liegen. Wie bei einer in Japan lebenden Koreanerin, die chinesische Wurzeln hat. Aber sie spricht die drei Sprachen fließend. Und das ist voll gemein! Die Gesichter der Welt unterscheiden sich durchaus. Aber letztlich sind alle Menschen Brüder. Oder Schwestern, weil mir die weibliche Form einfach besser gefällt. Aber auch das habt ihr schon gewusst.

Von Liebe reden wir später

Die Titel meiner Texte begegnen mir an den unterschiedlichsten Stellen. So auch mit dieser Überschrift geschehen. Entdeckt habe ich sie auf einem Blog für Kino-Klassiker und mir haben die Titel durchaus gefallen. Die Filme selbst werde ich nicht anschauen, die gehören in eine andere Welt. Vom Titel eine Assoziation zu realen Personen zu schaffen, hat dann eine andere Qualität. Oft ist es der Zufall, der die entscheidende Rolle spielt. Daher schreibe ich heute über Liebe und wie asiatische Frauen diese sehen.

Wenn man (Mann) zu asiatischen Frauen von Liebe spricht, wird ein Lächeln die Antwort sein. Die Rede ist nicht vom Sextourismus, aber Ehen in Asien sind auch heute oft noch arrangiert. Natürlich träumen auch asiatische Mädchen gern vom Märchenprinz. Aber wenn er nur Hotelbesitzer ist, so nehmen sie ihn auch gern mit. Liebe in Asien ist anders.

Bewusst nenne ich kein Land, bewusst verzichte ich auf Namen. Diese andere Form der „Liebe“, zieht sich durch fast alle Kulturen. Nun könnten Europäer glauben, dass Frau in Asien sich verkauft. Das mag aus der Not geboren auch so sein, ist aber nicht die Norm. Leider verkaufen in gewissen Ländern Eltern ihre Kinder und die gehen dann zwangsweise auf den Strich.

Die Rede ist hier aber von der normalen Frau, die Schulbildung und Beruf ihr eigen nennt. Auch die sieht die Liebe oft pragmatisch. Mann hat Geld, stammt aus guter Familie und sieht vielleicht auch noch gut aus. Dann fällt Frau die Wahl sehr leicht und das Höschen gleich mit. Klingt böse? Nein, das ist Realität. Machen es deutsche Frauen so viel anders?

Dies ist die halb fiktive Geschichte einer Thailänderin, die ich Sanny (von Wasana – Glück und Geborgenheit) nennen möchte. Sie lebt seit zwanzig Jahren in Deutschland und das noch immer mit dem gleichen Mann. Auch mit fast Fünfzig ist sie keine alte Frau und könnte doch fast meine Mutter sein. Sanny hat bereits zwei Kinder, als sie damals auf Alwin trifft.

Die Kinder stammen aus der ersten Ehe, mit ihrem viel zu früh verstorbenen thailändischen Ehemann. Der war Polizist und ein Verbrecher hat ihn erschossen. Alltag in Thailand. Sanny hat ihn geliebt. Das hat sie mehrfach erzählt und mir Bilder gezeigt. Ein junger, sympathischer Mann und viel zu ehrlich für den Beruf.

Alwin war kein Sextourist. Er war auf Asienreise und hat Sanny im Hotel kennengelernt. Sie war an der Rezeption und ihr Englisch besser als Alwins mühsame Brocken. Dann hat sie ihn mit gebrochenem Deutsch überrascht. Und schon war die Basis geschaffen.

„Du hast ihn dir also eingefangen“, sage ich und zwinkere Sanny zu.
Aber sie lächelt, wie die Sphinx es kaum besser kann.
„Er war ein Gast“, erwidert sie. „Und ich wollte freundlich sein. Aber er sah auch sehr gut aus!“
Das Glück entsteht im Augenblick.

Alwin hat sich in Sanny verliebt und ist er ist immer wieder gekommen.
„Sex? Nein, den hatten wir erst zwei Jahre später“, hat sie auf meine Frage erwidert. „Ich musste doch wissen, ob er es ehrlich meint.“
Alwin ist über 70 und 25 Jahre älter als Sanny. Ein freundlicher, älterer Herr, der früher Buchhalter gewesen ist. Und nach der Scheidung von seiner ersten Frau, ist er auf Weltreise gegangen. Jedes Jahr, immer in ein anderes Land. Bis er Sanny getroffen hat.

„Liebe“, hat er mir erzählt“, ist eine komplizierte Sache. „Als junger Mensch bist du Feuer und Flamme für einen Partner, die Realität lässt die Glut aber schnell erlöschen. Was dann vielleicht bleibt, ist der Respekt. Ist auch der weg, so geht man besser eigene Wege.“
„Aber du liebst doch deine Frau?“, will ich wissen. „Oder ist diese Ehe nur arrangiert?“
Alwin lacht.
„Natürlich liebe ich Sanny“, sagt er. „Die Frage ist nur, ob sie mich ebenso liebt.“
Männer haben einen komischen Humor.

Bei Sanny nachgefragt ernte ich ein weiteres Lächeln.
„Alwin ist ein guter Mann“, erklärt sie mir. „Er hat sich um mich und meine Kinder gesorgt. Das macht nicht jeder Mann so selbstverständlich.“
„Aber du liebst ihn nicht wirklich?“, will ich wissen und ahne fast was kommt.“
„Ich respektiere ihn sehr“, erwidert Sanny. „Und so lange er gut zu mir ist, werde ich bei ihm bleiben.“
Sie zögert einen Moment bevor sie mit leiser Stimme sagt: „Von Liebe reden wir später.“

Diese Geschichte ist nicht völlig erfunden. Nur den letzten Satz hat Sanny so nicht gesagt. Aber sie hat ihn angedeutet und wie sie die Liebe sieht. Und das ist sehr pragmatisch und für mich sehr interessant. Liebe, als Kalkül? Liebe, als Geschäft?

Nun bin auch ich mit einer asiatischen Frau liiert und muss natürlich wissen, wie sie zur Liebe steht. Spontan lasse ich Yuki die Geschichte lesen.
„Könntest du dir vorstellen, wie Sanny zu handeln?“, will ich wissen. „Dich einfach so zu arrangieren?“
„Aber das habe ich doch bereits“, bekomme ich zu hören. „Oder glaubst du wirklich, dass ich dich einfach so genommen hätte?“
Yuki pur, das Zimmer ist erfüllt von Elfenlachen.
Ich spiele beleidigt und sofort fliegt Yuki in meinen Arm.
„Ich mag dich jetzt küssen“, flüstert sie. „Von Liebe reden wir dann später.“
Und das hat sie wirklich getan.