Gedanken einer Ausländerin: Die Angstmacher

Als Ausländerin in Deutschland und Kind zweier Welten, habe ich stets eine andere Sicht der Dinge gehabt. Mir fehlt jene kleinbürgerliche Beschränktheit, die in vielen Wohnzimmern zu Hause ist. BILD war nie meine Quelle, wenn ich wirkliche Nachrichten suchte. Und Hass auf (Wort der eigenen Wahl einsetzen), hat keinen Platz in meinem Sprachgebrauch.

Wenn die Angst regiert

Folgt man der uns von Staat und Medien oktroyierten Meinung, so geht die nackte Angst in Deutschland um. An jeder Ecke lauern böse Nazis, die hilfsbedürftige Flüchtlinge oder Ausländer abgrundtief hassen. Und im Bundestag sitzen die nun auch! Sagen die Medien und PolitikerInnen und nicken dazu im Takt.

Wie durchsetzt die Altparteien nach 1945 mit (ehemaligen) Nazis waren, haben sie offenbar vergessen. Aber es ist bekanntlich einfacher den Nachbarn zu kritisieren, als den Dreck vor der eigenen Haustür zu sehen. Wer das nicht glauben will, ein Klick hilft beim Geschichtsunterricht:

Liste ehemaliger NSDAP-Mitglieder, die nach Mai 1945 politisch tätig waren

Ich habe 30 Jahre in Deutschland gelebt und bin diesem angeblichen Hass auf Ausländer nie begegnet. Spinnern ja, aber die hatten weniger eine politische, als vielmehr eine sexuelle Orientierung. Und manche waren einfach nur dumm.

Mein asiatisches Aussehen hat mich mehrfach in den Fokus männlicher Lust gerückt und als lesbische Frau bin ich in dieser Hinsicht besonders empfindlich. Kein Mann fasst mich an oder macht mir Avancen, ohne die Konsequenzen zu ziehen.

Die Frankfurter Schule

Adorno und Horckheimer gelten als Vorreiter der Studentenbewegung, die sich gegen den „Muff von 1000 Jahren“ wandte. Immer wieder gibt es Gerüchte, „man“ habe diese Herren nur eingesetzt, um die Deutschen umzuerziehen.

Fakt ist, der erfolgreiche Marsch der 68iger durch die Institutionen hat stattgefunden. Adorno hatte damit nichts zu tun. Linke haben seine Worte lediglich umgedeutet. Wer dahinter steckt, ist für diesen Beitrag unerheblich.

Diese Abrechnung der Kinder mit ihren Eltern hat Züge angenommen, unter denen Deutschland seit Jahrzehnten ächzt. Und schon der nächsten Generation wird wieder eingebläut, dass alle Deutschen in kollektiver Erbschuld leben. Das ist so dumm wie falsch. Sich zu erinnern, aber den Blick nach vorn zu richten. ist die bessere Methode. Andere Nationen machen uns das vor.

Der Wind dreht sich

Offenem Rassismus bin ich nie begegnet. Was kaum verwundert, JapanerInnen sind in Deutschland schon immer willkommen. Aber wie sieht das bei den sogenannten Rechten aus?

Angeblich wird Düsseldorf-Garath von Neo-Nazis beherrscht und ist zur „No-Go-Area mutiert.“ Aber im Gegensatz zum Maghreb-Viertel, hat mich dort keiner offen angemacht. Sind Rechte also besser als die Kollegen von der Antifa? Kaum.

Aber um diese Frage wirklich zu beantworten müsste man erst klären, was ein „Rechter“ ist. Konservative, wie CDU/CSU, die sich als Parteien der Mitte sehen, gehören per Definition auch dazu. Eigentlich alle bürgerlichen Parteien. Nur für Deutschland gilt das scheinbar nicht.

Natürlich gibt es diese ewig Gestrigen, die von germanischen Reichen träumen und dabei meist (Frei)Bier konsumieren. Sie hören Rockmusik und verhalten sich ansonsten recht prollig. Die gewaltbereiten Extremisten sind Polizei und Verfassungsschutz bekannt und beim NPD-Verbot winken selbst Verfassungsrichter ab.

Nichtsdestotrotz gibt es steigende Übergriffe auf Flüchtlinge und deren Unterkünfte, die das BKA kritisch bewertet und trotzdem von „persönlichen Motiven“ der Täter spricht. Gleichzeitig warnt die Behörde davor, dass diese Gewalt zunehmen kann und vermutlich auch wird. Merkel & Co. haben auch dieses Problem geschaffen.

Der undifferenzierte Umgang mit den Migranten ist das Kernproblem in Deutschland, dessen linker Geist sich über alles Konservative entsetzt und sofort in Nazinähe rückt. Aber die Mehrheit der nach Deutschland eingereisten Menschen sind keine Flüchtlinge sondern Migranten, die in den meisten Fällen keine Perspektive in Deutschland haben.

Dagegen wehren sich neben besorgten BürgerInnen auch besagte Rechte, die allerdings zu anderen Mitteln greifen. Und so werden aus friedlichen Demonstrationen plötzlich Steine geworfen. Die Polizei sieht nur „PEGIDA“, die wahren Täter bleiben unbekannt.

Die (Anti)Faschisten

Die (gewaltbereite) linke Szene, ist ebenso groß wie ihr rechtes Pendant, aber wesentlich aktiver. Zählt man die meist linksgrünen Medien und jenen Teil der Bevölkerung hinzu, der GRÜNE, Linke und Sozis wählt, gibt es ein riesiges Ungleichgewicht. Siehe den Hamburger G20-Gipfel. Da hat die Antifa randaliert. Gegen alles und jeden und gegen sich selbst. Wer Deutschland abschaffen will, der sollte es in ein Land seiner Wahl verlassen.

In genau diesem Deutschland haben besorgte Gutmenschen eine wortgewaltige Streitmacht erstellt und säubern mit fanatischem Eifer das Netz und ihre private Umgebung vom braunen Schmutz, der meist nur in ihrer Einbildung existiert. Aber auf dem linken Auge sind sie blind.

Mit wahrem Fanatismus und einem schon fast krankhaft zu nennenden Sendungsbewusstsein werden selbst Freunde und Familienmitglieder bis aufs Blut bekämpft, wenn die politische Richtung anders ist. Dabei wenden sie genau die Mittel an, die ab 1933 in Deutschland zum Einsatz kamen.

Im Gegensatz zu den pseudolinken Brüllkindern der Antifa, habe ich immer und gern auf hohem Niveau diskutiert. Die prügelnde Sprachlosigkeit der Linken ist mir mittlerweile ebenso zuwider, wie es Stammtischparolen schwingende Rechte schon immer waren.

Diskurs statt Gewalt

Proteste, Widerstand, Aktionen, die aus der Mitte der Gesellschaft stammen, unterscheiden sich eklatant vom Populismus ideologisch motivierter Gruppen, in denen die wahren Angstmacher zu finden sind. Ihr blinder Eifer, ihre Belehrungswut spaltet die Gesellschaft, die langsam genug davon hat.

So war das auch 1933, als Rotfront gegen die Braunhemden marschierte. Schon damals hat man beide Seiten aufgehetzt und Brüder haben sich die Zähne eingeschlagen. Am Ende stand eine Diktatur, die Millionen ins Chaos stürzte. Aber wir leben in anderen Zeiten, die Menschen sollten klüger sein.

„Man muss den Anfängen wehren!“, ist ein Argument, das ich zwar unterstütze, aber dazu andere Mittel wähle. Eine Demokratie lebt vom Diskurs, von sachlich vorgetragenen Thesen. Geifernder Hass trägt wenig zum gegenseitigen Verständnis bei.

„Man kann mit Rechten / Linken nicht reden, die haben nur ihre dumpfen Parolen!“, wird oft behauptet und prompt betätigen sich beide Seiten als infantile Plärrer. Meine abschließende Frage an diese Lager lautet: „Was wäre, wenn ihr wieder miteinander sprecht, statt Fäuste und Trillerpfeifen einzusetzen?“ 

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Unter falscher Flagge – Syrien: Der Krieg, der keiner ist

„Giftgas Angriff in Syrien, Assad hat wieder Unschuldige ermordet!“, raunte es vor einigen Wochen durch den deutschen Medienwald. Schon Minuten nachdem der Vorfall bekannt wird steht für PolitikerInnen und JournalistInnen fest, wer der Täter ist.

Auch Donald Trump stellt sich vor laufende Kameras und verkündet, dass ihm Angriffe gegen Kinder persönlich nahe gehen. Das ist verständlich und menschlich, unverständlich bleibt sein folgender Befehl, der Raketen völkerrechtswidrig auf Syrien abschießt.

Sogenannte Experten überschlagen sich mit Erklärungen und Rechtfertigungen, wieso Trump so handeln musste. Allen voran der Geostratege George Friedman, der den Luftschlag natürlich begrüßt. Vermutlich weil er hellseherische Fähigkeiten hat, die Täter also kennt.

Auch die deutsche Verteidigungsministerin stößt ins gleiche Horn und rechtfertigt, als treue Verbündete, den Angriffskrieg der USA gegen Syrien. Dumm nur, dass bei einem Mord die Polizei oft Tage und Wochen braucht, um den Täter zu ermitteln. Vielleicht sollte man dort zukünftig den politisch-medialen Komplex der USA und Deutschlands fragen.

Assad, der Gute

„Moment mal!“, höre ich nun LeserInnen rufen, „der Assad ist doch ein übles Monster! Der schlachtet die eigene Bevölkerung und die muss vor ihm fliehen!“ An dieser Stelle kommt mein berühmter harter Schnitt. Ich hole tief Luft und erkläre einmal mehr die Welt. Mit Informationen, die sich jeder selbst hätte beschaffen können.

Assad ist kein Heiliger, das ist unbestritten. Aber das waren Saddam Hussein und Gaddafi ebenfalls nicht und „man“ hat sie Jahrzehnte im Amt geduldet. Wer? Die USA, die selbsternannte Weltpolizei, die, vertreten durch die CIA, schon 1949 die syrische Regierung stürzte.

Der Grund ist einfach, im März 1949 zögerte der demokratisch gewählte Präsident von Syrien, Shukri al-Quwatli, die Transarabische Pipeline zu genehmigen – ein amerikanisches Projekt, das die Ölfelder von Saudi-Arabien über Syrien mit den Häfen des Libanon verbinden sollte.

Zum Leidwesen der CIA war dieser Umsturz nicht von Dauer, weitere Putschversuche der CIA scheiterten und alle weiteren syrischen Regierungen suchten und fanden politische und militärische Unterstützung bei der Sowjetunion. Aber was hat das mit Assad zu tun?

Assad ist der momentan letzte Herrscher einer Reihe von Präsidenten, die wenig Sympathie für die USA empfinden. Und doch war es der gleiche Assad, der dem Westen jahrelang beim Kampf gegen Djihadisten zur Seite stand.

Assad, der Böse

Alles änderte sich, als Assad 2009 den „unverzeihlichen Fehler“ beging, dem Bau einer Gaspipeline von Katar nach Europa nicht zuzustimmen. Nun begann im Verborgenen, was im Syrienkrieg enden würde. Vielleicht hätten Katar, die Saudis und die USA Assads Haltung akzeptiert, aber sein nächster „Fehler“, war die Zustimmung einer „islamischen Pipeline“ aus dem Iran.

Dazu muss man wissen, dass sich Katar und der Iran das weltweit größte Naturgasvorkommen teilen. Aber im Iran ist die Mehrheit der Bevölkerung Shiiten und bekanntlich ist der Iran ein „Feind“ der USA. Bashar al-Assads Familie gehört zu den Alawiten, einer muslimischen Strömung, die dem schiitischen Lager zugerechnet wird. Dämmert langsam was?

Die Saudis (Sunniten) und Katar fahren auf dem neoliberalen Zug. Sie wollen Geld und ihren Einfluss stärken. Und sie mögen die Shiiten nicht. Zusammen mit ihren „Brüdern im Geiste“, den Eliten der USA und Europas, schmiedeten sie einen Plan zum Sturz Assads. Aus dem, für arabische Verhältnisse, liberalen Herrscher, wurde ein Schlächter des eigenen Volkes gemacht.

Warum liberal? Im Westen und den USA glaubt man wirklich, das moralische Recht zur Durchsetzung der Demokratie zu haben. Im Namen eines Gottes, haben Europäer ganze Völker umgebracht.

Dass wir eigentlich von einer Oligarchie sprechen müssten, wird dabei gern übersehen. Der durch die Reformation und Aufklärung verweichlichte Westen prangert also Folter und harte Strafen in jenen Ländern an, die außerhalb der Phalanx amerikanischer Vasallenstaaten stehen.

Stattdessen frönen sie dem amerikanischen Staatsterrorismus, den wir seit Jahrzehnten sehen. Und wenn im saudischen Fernsehen Hinrichtungen übertragen werden, wird das im Westen verschwiegen. Das ist bei „Freunden“ so üblich. Geld (Öl) regiert nun mal die Welt.

Der Journalist, Bob Parry, hat seine eigene Einschätzung von Assad: „Niemand in dieser Region hat saubere Hände, aber in den Bereichen Folter, Massentötungen, Unterdrücken bürgerlicher Freiheiten und Unterstützen von Terrorismus ist Assad viel besser als die Saudis.“

Der Krieg beginnt

Im Frühjahr 2011 gab es kleine, friedliche Demonstrationen in Damaskus gegen die Repressionen des Assad-Regimes, die überwiegend Ausläufer des Arabischen Frühlings waren. Die CIA war damals bereits in Syrien und dürfte zum Teil hinter diesen Demonstrationen stecken.

Nun kam es zu der Idee, aus diesen Demonstrationen einen bewaffneten Aufstand zu machen. Katar investierte drei Milliarden Dollar in den Aufbau des Aufstands und lud die USA ein, Aufständische in den US-Militärbasen in Katar zu trainieren.

Auf Wikileaks veröffentlichte Dokumente des saudischen Geheimdienstes zeigen, dass die Türkei, Saudi Arabien und Katar ab 2012 radikale sunnitische Djihadisten aus Syrien, dem Irak und anderen Ländern bewaffneten, trainierten und finanzierten, um einen Sturz von Assad zu erreichen.

Das ging soweit, dass am 4. September 2013 der amerikanische Außenminister John Kerry bei einer Anhörung im Kongress erklärte , dass sich die sunnitischen Königreiche angeboten hätten, die Kosten für eine US-Invasion in Syrien zu übernehmen, um Assad zu stürzen.

Der politisch-mediale Komplex verkaufte das ganz anders. Dort war es „das syrische Volk“, das sich gegen Assad erhob. Aber die Syrer haben mit diesem Krieg kaum etwas zu tun. In ihrem Land wird lediglich ein Stellvertreterkrieg geführt. Unterhält man sich mit gebildeten Syrern wird schnell klar, dass sie zwar Assad nicht mögen, aber in den USA den wahren Feind sehen.

Im Westen nichts Neues

„Dumm geboren und nichts dazu gelernt!“, ist ein Satz, der bei hitzigen Auseinandersetzungen gern fällt und den ich so für den Westen, für Deutschland übernehmen muss. Zwar werden wir seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs entsprechend konditioniert, aber Manipulationen bleiben immer durchschaubar.

Um das zu verhindern springen die Medien ein, die uns bunte Fernsehbilder von „glücklichen Familien“ liefern. Gern auch Quotenqueer, das trifft den Zeitgeist wunderbar. Schlagersternchen trällern ihre Lieder und Prostata Portalis nimmt uns mit ins Schnattercamp. Selbst denken? Fehlanzeige! „Ich kann nur Handy und Facebook, Alder!“

Beste Voraussetzungen dafür, nun deutsche Soldaten nach Syrien zu schicken. Als Alibi dient(e) auch der sogenannte Islamische Staat (IS). Der Westen muss also aus moralischen und humanitären Gründen einerseits gegen Assad und andererseits gegen (die vom Westen und der Türkei mit Waffen versorgten und aus dem Ruder gelaufenen) Kämpfer des IS vorgehen.

Der ehemalige US-Präsident Obama hat das nicht gemusst. Und wenn, dann war es halbherzig. Im Gegensatz zu Trump, der die CIA massiv attackierte, hat die nämlich Obama vor einem Einsatz gegen Assad gewarnt, als 2013 ein Angriff mit Giftgas gegen die Bevölkerung erfolgte. Heute ist klar warum. Viele Indizien deuten darauf hin, dass der türkische Geheimdienst das Gas an die Terrororganisation Al-Nusra lieferte. Die damit Kurden töteten. Und das ist im türkischen Interesse.

Trump ist scheinbar in die Falle der CIA (Eliten) gelaufen, die wussten wie impulsiv er reagieren wird. Ob man seinen Angriff auch als Drohung bzw. Machtdemonstration in Richtung Chinas deuten kann, ist eine weitere Überlegung wert. Aber die ist dann nicht in Trumps eigener Denkfabrik entstanden. Hinterfragen kann man auch, warum die Hälfte der Raketen ihr Ziel „verfehlte.“

Die russische Rolle

Russland beliefert Europa mit Gas und hat kein großes Interesse an der „Katar-Pipeline.“ Man fürchtet finanzielle Einbußen. Der „Iran-Pipeline“ hätte man vermutlich zugestimmt, in diesem Fall hätte es Preisabsprachen gegeben.

Russland, China und der Iran fürchten den Einfluss des Westens beim Fall Assads. Daher halten sie ihn mit allen Mitteln an der Macht. Gleichzeitig müssen sie aber auch den IS bekämpfen, radikale Djihadisten braucht kein Land. Dass die syrischen Rebellen überwiegend aus Djihadisten bestehen, wird im Westen gern übersehen.

Russland, das nur über wenige Militärbasen auf der Welt verfügt, hat zwei Stützpunkte in Syrien. Auch die werden mit dem Einsatz russischer Bomber geschützt. Leidtragender ist oft die syrische Bevölkerung. Aber amerikanische Flugzeuge töten noch mehr Syrer, was im Westen verschwiegen wird. Aus der bombardierten Schule macht man dann eine Brutstätte für Terroristen. Zynischer geht es kaum noch.

Wer bei diesem kleinen Überblick den Durchblick verloren hat, der ist in bester Gesellschaft. Man muss sich eigentlich nur so viel merken, dass es um geopolitische Interessen, etwas religiösen Wahn und sehr viel Geld geht und der „Krieg“ in Syrien niemals einen humanitären Hintergrund hatte.

Die Extremisten – Gedanken zur Meinungsfreiheit

Schon seit einer Weile mache ich mir Sorgen um die Meinungsfreiheit in Deutschland. Selbst ich als Japanerin darf das, auch wenn es nicht im Grundgesetz steht. Oder möchte mir dieses Recht jemand nehmen?

Meinungsfreiheit ist wichtig! Zur Zeit erleben wir wieder den gesteuerten Hass der Ideologien, die Menschen aufeinander hetzt. Während Politdarsteller das Volk als „Pack“ bezeichnen und ein Stück „Dunkeldeutschland“ sehen, skandiert man in Teilen Deutschlands „Merkel muss weg!“

Letzteres ist Ausdruck einer Meinung, die im Rahmen politischer Auseinandersetzung bleibt. Zwar Polemik, aber „Pack“ ist an der Grenze zur Beleidigung. Was wäre, wenn beide Seiten wieder miteinander reden und die Kluft von Volk und Eliten überwinden könnten?

Mich kostet es wenig Überwindung, mit anderen über bestimmte Themen zu sprechen. Leider haben Homophobe und Rassisten damit ein massives Problem. Und trotz gegenteiliger Beteuerungen von Politik und Medien, ausgestorben sind die noch lange nicht.

Zurück zu unbequemen Fakten, die oft die rosarote Filterblase stören. Die Intoleranz in Deutschland wächst und hat mittlerweile Züge angenommen, die man klar faschistisch nennen kann. Die Staatszensur in sozialen Medien, ist dabei nur der offensichtliche Teil.

Der Artikel 5 des Grundgesetzes, ist offenbar in Vergessenheit geraten. Der Diskurs bleibt auf der Strecke, die Sprachlosigkeit wächst. Niemand sieht die Gefahr in der wir uns damit befinden. Sprachloser Hass erzeugt immer auch Gewalt.

In Deutschland herrscht mittlerweile Meinungsterror, der nicht eindeutig von den (Pseudo)Linken stammt, auch rechte Parolenbrüller stoßen ins gleiche Horn. Seit Ende 2015, hat sich das Klima noch verschärft und beide Lager rufen zum Klassenkampf.

Warum das so ist, habe ich in einem anderen Beitrag geschrieben. Heute beschäftige ich mich mit den Auswirkungen. Fakt ist, wir haben Extremisten in Deutschland, die zwar in der Minderheit, aber ganz groß bei Krawallen sind. Als Beispiel kann man den „Schwarzen Block“ der Antifa(schisten) nennen oder die „Hammerskins“ der rechten Szene.

Für beide Seiten auffällig, ist die schnelle Mobilisierung ihrer Anhänger, die gezielt gegen Aktionen des jeweils anderen Lagers aufmarschieren und zum Teil Gewalt ausüben. Das halte ich für bedenklich. Hat man im Land der „Dichter und Denker“ die Diskussionskultur abgeschafft?

Recht wirr wird die krude Argumentation dieser Gruppen, wenn sie sich einerseits als Opfer und andererseits als Retter Deutschlands sehen, die einen moralischen und politischen Auftrag für sich in Anspruch nehmen. Den Anspruch oder Intellekt miteinander zu reden, haben diese nicht.

Zwar ist es meine Meinung, dass (Pseudo)Linke oft hoffnungslose SozialromantikerInnen sind und Rechte in einer postfaktischen Welt ihr Dasein fristen, aber was hindert die beiden Lager am Diskurs? Hat die kognitive Mentalvergiftung des politisch-medialen Komplexes doch Früchte getragen? Fast scheint es so.

Wir alle wissen, dass Politik und Religion Reizthemen sind, an denen sich schnell die Gemüter erhitzen. Das Spektrum der Reaktionen reicht von Beleidigungen bis zur Androhung körperlicher Gewalt.

Wo sind die zwar hitzigen Debatten, die hart in der Sache, aber in der Summe fair geblieben sind? Vermutlich mit Goethe ausgestorben und „Neusprech“ nun der Weisheit letzter Schluss. Sind wir ein Volk von „kläffenden Kötern“, das keine gute Ausdrucksweise hat?

Was „Geistigen Dünnschiss produzierende Pisskajole“ mit Diskussionskultur und sachlicher Kritik zu tun hat, erschließt sich mir leider nicht. Kann mir dabei jemand helfen? Das ist die geistig hochtrabende Essenz dessen, was ich an Kommentaren bekomme, die nie das Licht erblicken. Oder wäre ein „Best of“ lesenswert?

Die Sprachlosigkeit dieser Typen wäre lustig, wenn sie keinen ernsten Hintergrund hätte. Es geht nur noch darum andere Meinungen zu diskreditieren und jeden Diskurs schon im Keim zu ersticken. Zur Not plärrt man noch „Verschwörungstheorie!“

„Verschwörungstheorie“ ist ein gern genommenes Wort. Man(n) verweist dabei gern auf sogenannte Fakten, die auch in Wikipedia stehen. Aber Wikipedia Inhalte kann jeder schreiben. Verschwörungstheorien auch.

Apropos Wikipedia! Wir haben hier eine Plattform, die wir kritisch betrachten sollten. Dort wird massiv Meinungsmache gegen bestimmte Personen und Gruppen betrieben, die von anonymen Administratoren stammt. Berichte über wissenschaftliche Fakten sind dagegen fälschungssicher. Die kann man überprüfen. Bei Verleumdungen sieht das anders aus.

„Du teilst doch auch aus!“, höre ich oft. „Schon“, ist meine Antwort, „aber ich versuche sachlich zu bleiben. Und wenn ich einer Kanzlerin die Mitschuld an den Morden und Terrorakten in Deutschland gebe, ist das in meinen Augen legitim.“

Ich bin sogar für einen Untersuchungsausschuss, der hoffentlich nach der nächsten Wahl einberufen wird. Ob wir dann wirklich Strafen gegen PolitikerInnen erleben, bleibt abzuwarten. Frau Merkel verurteilt hätte was. Ulli Hoeneß Zelle wäre frei.

„Die Meinungsfreiheit ist die Mutter aller Freiheiten“, hat Salman Rushdie in seiner Rede zur Eröffnung der Frankfurter Buchmesse gesagt. Genau diese Freiheit fordere ich vehement.

Und ich stelle mich in eine Reihe mit Hamed Abdel-Samad der sagt: „Aber ich habe da meine Zweifel, ob viele Deutsche diese Meinungsfreiheit tatsächlich so sehr schätzen, wie oft propagiert wird, oder?“ Hat jemand eine Meinung dazu?

 

Das Schweigen der Lämmer

Mit meinen beiden Artikeln „Der programmierte Mensch“ und „Hier spricht der Staatsfunk!“, habe ich bewusst für Widerspruch gesorgt. Mir war schon vor der Veröffentlichung klar, welche Argumente (nicht) kommen. Und ich hatte recht.

Heute, mit etwas Abstand zu den Artikeln, werde ich erneut über Manipulation schreiben und wie uns die (politische) Elite an der Nase herumführt. Genau genommen, wird das schon immer gemacht und ist im Lauf der Zeit lediglich verfeinert worden.

Wir leben in (k)einer Demokratie

Wir leben in einer Demokratie. Kurze Pause. Schon an dieser Stelle müssten gut informierte LeserInnen lachen. Warum? Wir leben nicht in einer Demokratie. Das wird uns nur seit Jahrzehnten so verkauft. Spätestens seit Frau Merkels Alleingang in der Flüchtlingspolitik sollte klar geworden sein, wie Entscheidungen getroffen werden. Wobei ich mir noch immer nicht sicher bin, ob es Merkels freier Wille war oder nur der Wille des (Ersten) Mannes aus den USA. Dazu später mehr.

Den BürgerInnen Deutschlands werden täglich Bilder und Neuigkeiten präsentiert. Und was die Presse schreibt, das stimmt! Der Trick dabei ist einfach. Wiederholt man etwas lange genug, wird es als Wahrheit angesehen. „Rechtspopulist“ ist so ein Wort. Ist dieses Stigma erst einmal vergeben, wird man es so schnell nicht mehr los.

Das Wort an sich, ist kaum der Rede wert. Aber es wird stets in einem gewissem Kontext und damit wertend gebraucht. LINKE, GRÜNE und SPD sind übrigens Linkspopulisten. Aber dass schreibt (fast) keiner.

Damit die Massen sich nicht erinnern oder besser weiter schweigen, werden ihnen gezielt Halbwahrheiten oder Lügen präsentiert. Oder anders gesagt Fakten als Meinung verkauft. Wobei es keine Lüge ist, dass in Aleppo Menschen sterben. Die Lüge ist meist wer das ist. Zivilisten, klar! Wirklich? Assad vernichtet also die eigene Bevölkerung?

Die Medien präsentieren uns auf Druck (Stichwort GEZ + Verwaltungsrat) der politischen Elite nur eine fragmentierte Wahrheit. Diese Bruchstücke dienen dazu, den wahren Sachverhalt unsichtbar zu machen. In Syrien tobt ein Kampf um die Macht. Assad ist Alawit und repräsentiert damit nur 8% der syrischen Bevölkerung.

Ob er gut oder schlecht ist, soll nicht bewertet werden. Auch er hielt und hält sich durch Manipulation an der Macht. Und durch die Unterstützung von bis zu 70.000 Kämpfern aus dem Iran. Aber das haben informierte LeserInnen bestimmt schon gewusst. Dem Regime im Iran geht es nicht um Assad. Sie schützen lediglich ihre Interessen. Assad ist austauschbar, die Machtverhältnisse nicht.

Deutsche und auch zum Teil ausländische Medien verkaufen uns den sogenannten Islamischen Staat als Oberbösewicht in Syrien. Auch das ist wieder nur ein Fragment, um die Realität zu verschleiern. Ja, es gibt den IS. Aber er ist in Syrien nur eine Randerscheinung. Die wahren Rebellen sehen anders aus.

Im Westen (USA + Europa), braucht man nach 9/11 und dem Tod von (Fake) Osama bin Laden, neue Schuldige, um die Waffenindustrie bei Laune zu halten. Deren sprudelnde Gelder versickern zwar irgendwie, aber das zu bewerten spielt hier keine Rolle.

Die fragmentierte Wahrheit

Das Fragment „Russland ist böse“ und „Putin ist ein Monster“, wird immer wieder gern präsentiert. Natürlich ist Putin kein Heiliger, welcher Politiker ist das schon. Aber ist er wirklich der grausame Despot und Kriegstreiber, als den man ihn im Westen sieht? Hat nicht die NATO bestehende Zusagen gebrochen und sich nach Osten ausgedehnt?

Die Besetzung der Krim durch die Russen, ja da hat Putin anfangs geflunkert, war nur logische Konsequenz. 1. wollte und musste er russische BürgerInnen schützen und 2. den Zugang zum Schwarzen Meer. Und dass dort amerikanische Black Ops, deutsche KSK und britische SAS gegen russische Speznas standen, hat nur Eingeweihte interessiert.

Mit all diesen Fragmenten, die aus dem Zusammenhang gerissen niemals klare Bilder geben, wird Meinung und Stimmung gemacht. Mit großem Erfolg, wie „Umfragen“ zeigen. So hat unsere Kanzlerin bei ihrer Politik angeblich die Mehrheit der Bevölkerung hinter sich und Präsident Obama ist der neue Messias. Wirklich?

Zurück zu den unsichtbar gemachten Sachverhalten. Wer steckt dahinter und für wen wird das gemacht? Wir, das Volk, werden von Politikern gern als „Pack“ bezeichnet. Im eigentlichen Sprachgebrauch sind wir „die Herde.“ Und die schweigt besser still. Die Masse ist das, was den Eliten Angst einflößt. Unsere irrationalen Handlungen müssen verhindert werden.

Leider funktioniert das nicht immer. Der weltweit aufkommende Nationalismus scheint das zu bestätigen. Plötzlich erstarken (wieder) überall die Konservativen, die dafür reflexartig als „Rechte“ bezeichnet werden. Allerdings könnte man nun ausführen, dass das nur ein Trick sei, um „Rot Front“ zu verhindern.

Das Schweigen der Lämmer

Für die Eliten ist es wichtig, dass sie auch das Schweigen der Massen richtig interpretieren. (Zumbrunnen, J.G., Silence and Democracy. Athenian Politics in Thucydides’ History, 2008.) Der damalige Präsident Richard Nixon, hat das Schweigen seiner Lämmer als Zustimmung für den Krieg in Vietnam interpretiert.

John Zumbrunnen stellt in seinem Werk die Thesen des Griechen Thucydides vor. Der Einfachheit halber werde ich die englische Schreibweise benutzen. Der giechische Flottenkommandant und Historiker wusste sehr genau um die menschlichen Schwächen und hat sie klar formuliert.

Nach Thucydides zeigt die Masse eine verstärkte Neigung zu Affekten und Leidenschaft. Seiner Meinung nach werden Politische Führer von ihrem Verlangen nach Macht geleitet, um den eigenen Ehrgeiz zu befriedigen. Schaut man sich die Mächtigen an, wird man schnell fündig werden. Erdogan und Merkel sind dabei nur zwei Namen, die austauschbar sind.

Jede gute Organisationsform einer Gesellschaft muss den Schwachstellen der menschlichen Natur Rechnung tragen. Auch das hat Thucydides gesagt und damit nicht die Demokratie gemeint. Zwar schlug er vor, dass es zumindest dem Namen nach eine Art Demokratie sein solle, aber in Wirklichkeit die „Herrschaft des weisen bzw. Ersten Mannes.“ Fallen wem Beispiele dazu ein? Ach die Herren Putin und Obama, ist klar.

Die erodierte Demokratie

Schon Aristoteles sah in der Demokratie eine Gefahr. Er bevorzugte die Timokratie (Herrschaft der Angesehen und Besitzenden). Ihre Verfallsform sei die Demokratie. So könne es in einer Demokratie passieren, dass die Armen, weil sie die Mehrheit bildeten, das Vermögen der Reichen unter sich teilten. Und das sah der gute Mann als Unrecht an.

Wer die amerikanische Verfassung kennt, wird vielleicht stutzig werden, wenn er folgende Passage liest, die von James Madison stammt: The primary of government is to protect the minority of the opulent against the majority. Jede Regierungsform muss so gestaltet sein, dass sie die Minorität der Reichen gegen die Majorität (der Armen) schützt.

Dieser Schutz zieht sich wie ein Roter Faden durch die Geschichte. Eine Minderheit (Der Adel) herrscht, die Masse leidet Hunger. Kontrolliert durch eben jenen Adel, bzw. heute die Elite/n, die das wieder mit Mitgliedern aus der einfachen Masse tun und ihnen Sonderleistungen vergibt. Sprich Medien (GEZ, Zangssteuer) und Polizei / Soldaten, die man geschickt per Eid auf Kurs einschwört.

Madisons Lösungsvorschlag war einfach. Man solle eine repräsentative Demokratie mit oligarchischen Strukturen zur Eigensicherung der Interessen der „Minority“ schaffen. Und genau das hat man dann auch gemacht. Die Kaiser und Könige hat man dabei zwar vordergründig abgelöst, aber zumindest in Europa regiert im Hintergrund noch immer der Adel mit.

Wir, Deutsche, Europäer, Amerikaner, werden vom Großkapital regiert. Spätestens mit TTIP sollte das jedem klar geworden sein. Warum nun Trump plötzlich dagegen ist? Vielleicht ist er vom Kapital unabhängig. Der Mann ist Milliardär. Oder er hat andere Ideen. Die spannende Frage hierbei lautet, ist er nur Teil des Systems oder sein schärfster Widersacher.

Unsere scheinbare Demokratie ist alles andere als das. Eigentlich verdient sie diesen Namen nicht. Die Herrschenden haben dieses Wort nur gewählt, um ihre Herrschaft zu legitimieren. Stichwort: Wahl und Wähler. Eine Diktatur kennt das nicht.

Der amerikanische Theologe, Philosoph und Politikwissenschaftler Reinhold Niebur schrieb dazu: „Die Idee der Demokratie gehöre zu den notwendigen Illusionen, welche von herrschenden Eliten in der Bevölkerung erzeugt werden müssten, um eine Stabilität des gegenwärtigen Zustands zu gewährleisten.

Gleichzeitig bemühen sich die (jeweils) herrschenden Eliten darum, demokratische Strukturen in einer für die Bevölkerung möglichst unsichtbaren Weise zu erodieren.“ Wieder als Beispiel TTIP, die Weltbank, der Griechenland Rettungsschirm (Troika). Man kann auch die Flüchtlingskrise so sehen. Bei der Diskussion (Fragment!), wird die eigentliche Ursache verschleiert und so das Gesamtbild nicht gesehen.

Die Herrschaft der Eliten

Mit dieser Erodierung, wird das Risiko einer Demokratie minimalisiert. Schaut man sich die momentane Entwicklung an, werden uns Stück für Stück die Freiheiten genommen. Das Justizministerium in Gestalt von Heiko Maas, lässt die Ex-Stasi Mitarbeiterin Kahane Zensurmaßnahmen durchführen. Oder ist auch das nur (r)eine Verschwörungstheorie?

Nach einer Studie von Gilens und Page sind westliche Demokratien in Wahrheit Oligarchien, also die Herrschaft einer kleinen Gruppe (des Ersten Mannes). Besonders deutlich wird das in den USA. Arend Oetker, Konzernchef, Lobbyist und ehemaliger Chef der Atlantik-Brücke hat dazu folgenden Satz gesagt: „Die USA wird von 200 Familien regiert und zu denen wollen wir gute Kontakte haben.“

Die Atlantik-Brücke wurde 1952 als private, überparteiliche und gemeinnützige Organisation mit dem Ziel gegründet, eine wirtschafts-, finanz-, bildungs- und militärpolitische Brücke zwischen der Siegermacht USA und der Bundesrepublik Deutschland zu schlagen. Zu ihren Mitgliedern zählen heute über 500 führende Persönlichkeiten aus Bank- und Finanzwesen, Wirtschaft, Politik, Medien und Wissenschaft. Die Atlantik-Brücke fungiert als Netzwerk und privates Politikberatungsinstitut. (Quelle Wikipedia)

Gilens und Page haben auch untersucht welchen Einfluss die Stimme eines normalen Amerikaners auf die Politik hat. 70% der (armen) Bevölkerung haben demnach keinerlei Einfluss auf politische Entscheidungen. Das sieht in Deutschland ähnlich aus. Mit dem wegbrechenden Mittelstand, wird sich diese Zahl noch erhöhen. Der Einfluss geht also gegen Null.

Demokratie ist nur zulässig, solange die Wirtschaft (Der Neoliberalismus) von demokratischen Entscheidungsprozessen verschont bleibt, hat sinngemäß Milton Friedman gesagt. Eine Demokratie darf also keine sein, wie wir immer öfter sehen. Falls wir wollen. Aber genau das wollen wir nicht!

Wir wollen lieber vor der Glotze sitzen und unserer Sportgesellschaft huldigen. Kontrolliert und zensiert von den Eliten, die sich in Reichtum und Wohlstand sonnen. Oma Lieschen wird dagegen aus der Wohnung geklagt. So macht man das aus Eigenbedarf.

Apropos Glotze, die uns gern die sogenannte Zuschauerdemokratie verkauft. Auch mit dem Fernsehen und mit schnellem Internet, ist eine weitgehend entpolitisierte und von Apathie und Zynismus befallene Gesellschaft geschaffen worden. Und das trifft genau den berühmten Punkt.

Der Bevölkerung werden (durch die Medien) gezielt Ängste vermittelt. Flüchtlingskrise, Terror, Krieg, um nur drei Schlagworte zu nennen. Man könnte sie auch mit fehlender finanzieller Altersvorsorge und Gesundheitsrisiko austauschen. Angst bleibt Angst. Und Angst lähmt die Menschen. Sie werden apathisch und noch leichter manipulierbar.

Nachzulesen ist das in „The Crisis of Democracy, Report of the Tirlateral Commission.“ Veröffentlicht 1975, also schon eine Weile her. Nur weiß das wieder keiner, die Fragmentierung der Realität greift auch hier. Wieder fällt mir dazu nur der Begriff „Brot und Spiele“ ein. Futter für die Massen. Ja.

Die Geister der Technik

„Die ich rief, die Geister, werd‘ ich nun nicht los!“, schrieb Goethe schon im Zauberlehrling. Wir haben die Technik gerufen und zugelassen, dass sie uns täglich mehr dominiert. Der intelligente Kühlschrank, der eigenständig beim billigsten Anbieter die fehlende Butter bestellt, ist nur noch eine Frage der Zeit.

Gleichzeitig werden wir mit Meinungstechniken weiter manipuliert. „Meinungsmanagement ist billiger als Gewalt“ hat Harold Dwight Lasswell, ein US-amerikanischer Politikwissenschaftler und Kommunikationstheoretiker gesagt. Und wir in Deutschland finanzieren dieses Meinungsmanagement per GEZ.

Das bedeutet im Klartext, dass eine (Schein)Demokratie Vorteile gegenüber einer Diktatur aufweist, die oft auf Gewalt basiert. Mit ein Grund sie auch (scheinbar) in Russland einzusetzen. (Zar) Putin regiert dort schon und vermutlich noch sehr lange.

Die Aussage von Edward L. Bernays, einem Neffen Sigmund Freuds, der als Vater der Public Relations gilt und in Deutschland nahezu unbekannt ist, trifft es wunderbar. „Die bewusste und intelligente Manipulation der Verhaltensweisen und Einstellungen der Massen ist ein wesentlicher Bestandteil demokratischer Gesellschaften.

Organisationen die im Verborgenen arbeiten, lenken die gesellschaftlichen Abläufe. Sie bilden eine unsichtbare Regierung (Konzerne), welche die wahre Herrschermacht unseres Landes sind.“ Gemeint waren natürlich die USA und Bernays beschreibt einen Ist-Zustand seiner Zeit, nämlich 1928. Geändert hat sich daran bis heute nichts. Ganz im Gegenteil.

Wie ich bereits erwähnte, sind die Massenmedien für solche Manipulationen erste Wahl. Paul Felix Lazarsfeld, ein österreichisch-amerikanischer Soziologe, beschreibt das so: „Man muss die Bürger mit einer Flut von Informationen überziehen, so dass sie die Illusion der Informiertheit haben.“

Die Informationsdroge

Wie macht man das? „Man“ informiert sich bereits zum Frühstück per Handy App über das Wetter und die Aktienkurse von Tokio, hört sich im Autoradio neue Horrormeldungen an, liest in der Mittagspause (heimlich) per Firmen PC den SPON, Focus und BLÖD und verdummt sich dann am Abend noch mit Tagesguck und Beute Journal. Hurra, wir wissen endlich wie die Welt funktioniert!

In Wirklichkeit wissen wir nichts. Man hat uns wieder nur mit Fragmenten befeuert, die den Blick auf die Realität vernebeln. So, wie Frau Merkel das gern macht, wenn sie ihre Nebelkerzen zündet und die Bundesmutti gibt. „Die Bürger müssten von dem Gefühl der Informiertheit derart überwältigt sein“, schreibt Lazarsfeld, „dass sie die Krankheit an der sie leiden nicht einmal mehr erkennen können.“

Die Massenmedien dienen als soziale Narkotika. Und das machen sie richtig gut. Hilfreich dabei sind jene Menschen, die ich Gläubige nennen möchte, die jedes, jemals von der Presse gedruckte Wort vehement verteidigen und für die ARD und ZDF heilige Kühe sind. Stichwort: „Es steht doch in der Zeitung!“

Schaut man sich die ehemaligen und nun geächteten Chefs und Mitarbeiter einiger Medien an, kann einem mulmig werden. Ein falscher Satz, ein NEIN und die Karriere ist beendet. Schon bleiben die Fleischtöpfe verschlossen und der ehemals geachtete Journalist, wird nun als Verschwörungstheoretiker gehandelt.

Witzigerweise hat man das auch schon bei mir versucht. So gelte ich als arrogant, dickköpfig, nationalistisch und anders sowieso. Mann und Frau haben es schon immer gewusst, dass „diese Lesben“ komisch sind. Ja, ja, so ist das im postfaktischen Deutschland des Jahres 2016. Merke: die Droge hat gewirkt.

Die meisten Menschen fischen in aller Regel lieber nach Informationen, die ihre Weltsicht stützen, als nach solchen, die sie ins Wanken bringen. Ich habe das Gegenteil gemacht und bin von der bösen BWL abgerückt und benutze sie nur noch um Leben zu retten. Aber das nur nebenbei.

Wie nun funktioniert Meinungsmanagement? Man zeigt Menschen genau das, was sie sehen / lesen / hören wollen. Wie eine Kanzlerin vor der Kulisse bayrischer Alpen, die mit ausgebreiteten Armen dort steht und einem lässig auf einer Bank sitzenden Präsident Obama, die heile Muttiwelt erklärt. Das Bild suggeriert, das alles in besten Händen ist.

Das ist auf den ersten Blick nicht verwerflich und auch durchaus legitim. Schlimm wird es, wenn das Meinungsmanagement gezielt dafür benutzt wird, um einen Krieg vorzubereiten oder gravierende Entscheidungen zu treffen, die die öffentliche Sicherheit gefährden. (Flüchtlingskrise, Import von Terror, Mord und Vergewaltigung)

Wir haben bereits gelernt, dass Angst ein wichtiger Bestandteil des politischen Geschäfts ist. (Siehe John J. Mearsheimer, Why leaders lie) Mutti hat uns Angst gemacht und wird sie uns nun (erneute Kandidatur, mehr Abschiebung, Euro Rettung) wieder nehmen. Prompt jubeln ihr die Massen zu. Aber es ist wieder nur eine Nebelkerze, die das eigentliche Problem verschleiert und nicht löst.

Kognitive Techniken des Meinungsmanagements

Im Anschluss zeige ich gängige und einfache Techniken des Meinungsmanagements.

1. deklariere Fakten / Tatsachen als Meinungen.

2. fragementiere die Darstellung eigentlich zusammenhängender Fakten so, dass der Sinnzusammenhang (z. B. geschichtliche Kontinuität) verloren geht.

3. dekontextualisiere Fakten. Mit dieser Methode werden Fakten aus dem Zusammenhang gerissen, der allein ihr Verständnis erlaubt. Somit werden sie zu isolierten Einzelfällen ohne politische oder moralische Implikationen.

4. rekontextualisiere Fakten. Mit dieser Methode werden Fakten in einen fremden Sinnzusammenhang eingebettet, der sie als etwas anderes erscheinen lässt, als sie tatsächlich sind. Als Beispiel kann man hier Folter und Menschenrechtsverletzungen (der USA) nennen, die durch den Kampf gegen den weltweiten Terror legitimiert worden sind. Aber Folter bleibt Folter. Sie macht keinen Unterschied.

Diese vier Techniken sind hinreichend bekannt und es bedarf dazu keiner Psychologie. Psychologisch wird es, wenn die „Troika“ von den reformunwilligen Griechen spricht und die Presse das täglich wiederholt. Prompt wird es wahr. Aber stimmt es wirklich? Wenn ich Dinge wiederhole steigt der gefühlte Wahrheitsgehalt. Selbst wenn es eine Lüge ist. Das hat man in Studien bereits getestet.

Nicht jeder ist ein Experte auf jedem Gebiet. Mein Gebiet ist BWL und Karate. Da kenne ich mich aus. Aber bei theoretischer Informatik müsste ich passen und mir aus vielen Meinungen ein Urteil bilden. Da ich die Qualität dieser Meinungen nicht beurteilen kann, würde ich sie als gleichberechtigt ansehen. Und das wäre ein großer Fehler.

Bei einer Meinung oder These filtern wir allzu extreme Dinge und suchen instinktiv nach der goldenen Mitte, die uns besser passt. Die Wahrheit kann also durchaus in der extremen Meinung liegen, aber die mögen wir nicht.

Also gibt es weiter Massenvernichtungswaffen in (Land der Wahl einsetzen) und der freie Journalist hat keine Ahnung, wenn er das Gegenteil schreibt. Zwar war er vor Ort, aber er gilt als Vertrauter Putins und kann also nur ein Lügner sein. Aber was wenn nicht? (Siehe Mahmoodi, Bang, Olsen, Frith et al. / Equality bias impairs collective decision-making across cultures.)

Das Resultat des Meinungsmanagements

Keine Wirkung ohne Nebenwirkung, ist ein bekannter Spruch. Und das stimmt auch beim Meinungsmanagement. Dass es wirkt ist unbestritten. Wir haben es alle schon bewusst oder unbewusst erlebt. In diesem Fall ist die Nebenwirkung die gewünschte Wirkung und eine Nation wird für einen Krieg gegen den Terror eingestimmt.

Als in Paris die Bomben explodierten, hat die französische Luftwaffe Stellungen des IS bombardiert. Sofort starten amerikanische Bomber, wenn irgendwo ein Amerikaner durch Terror stirbt. Und Tagesguck präsentiert seinen Gläubigen perfekte Bilder, wie … was eigentlich explodiert?

Was ich damit sagen will ist einfach. Die Eliten haben die Massen (die BürgerInnen) derart manipuliert, dass die auch einem Völkermord zustimmen. Die Mehrheit sähe es also als legitim an, z. B. Damaskus dem Erdboden gleich zu machen. Egal, ob dabei 100.000 Unschuldige zu Tode kämen. Hauptsache der Schlächter Assad und seine Schergen wären weg.

Es ist ein offenes Geheimnis, dass Israel brandneue F35 Flugzeuge bekommen hat. Und Syrien ist nur einen Steinwurf entfernt. Es ist auch ein offenes Geheimnis, dass die Israelis gern den Iran bombardieren würden, sie es aber bisher nicht durften. Die USA (Der Erste Mann) haben das bisher verhindert.

Ich habe das Beispiel Israels willkürlich und doch bewusst gewählt. Zulässig wäre auch jedes andere Land. Aber Israel befindet sich praktisch immer im Krieg. Der Tod gehört dort zum Geschäft.

Aber wenn Nationen im Namen der Menschlichkeit morden, ist das ebenfalls ein Resultat des Meinungsmanagements. Die Eliten (Medien), haben Fakten / Folgen unsichtbar gemacht. Und diese Fakten sind Tod, Elend, Zerstörung und vielleicht eine neue Flüchtlingskrise.

Wir neigen dazu allzu abstrakte Dinge, wie strukturelle Gewalt, zu übersehen, sie werden quasi unsichtbar. Wenn überall in der Presse steht, dass die Weltbank in Afrika Armutsviertel niederwalzt und das zum Teil noch ohne Warnung, werden nur wenige irritiert schauen. Die Weltbank, das ist auch so ein abstrakter Begriff, dass ihn nur die wenigsten deuten können. Aber das Resultat haben wir nun vor der eigenen Tür. Und die Angst durch Mutti.

Bei konkreter Gewalt fällt die Verschleierung schwerer. Als Beispiel dient Saudi Arabien und Usbekistan. Die Saudis köpfen mal so eben öffentlich Frauen, hacken Diebe die Hände ab und in Usbekistan wird gefoltert. Zu beiden Staaten pflegt Deutschland wirtschaftliche Beziehungen.

Zwar berichtet die Presse, aber nicht wirklich scharf. Wichtiger ist der Blick aufs eigene Gehalt und die Worte des Außenministers (Steinmeier), „der die Dinge gern differenzierter sieht.“ Da nickt der Journalist und schweigt.

Der Zaubertrick

In mehreren Büchern und Dokumentationen ist belegt (Siehe z. B. Tirman, 2011, The deaths of others: the fate of civilans in America’s wars), dass die USA seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs für den Tod von mehr als 20 Millionen Menschen verantwortlich sind. Man spricht sogar von bis zu 30 Millionen.

Aber die Welt schweigt, wir schweigen. Also meistens. Die Zeit der Friedensbewegung ist längst vorbei, die Eliten haben per Meinungsmanagement gesiegt. Heute ballern schon Jugendliche mit virtuellen Gewehren auf Zombies am PC. Was also macht es für einen Unterschied, wenn in irgendwelchen Staaten richtige Menschen durch Bomben sterben. Das bleibt abstrakt und wird unsichtbar.

Nelson Mandela und Martin Luther King waren Menschen, die den Vorhang des Schweigens lüfteten. Mandela hat man ins Gefängnis gesteckt, was so abstrakt war, dass man es zwar in der Zeitung las, aber die Realität dahinter niemals realisierte. Herrn King hat man erschossen. Das macht man in Amerika so. Man hat ihn dadurch unsichtbar gemacht.

Die Öffentlichkeit ignoriert Fakten, die sie nicht selbst betrifft. Das Abendessen und der neue Stürmer beim FC sind wichtiger, als tote Kinder im Mittelmeer. Diese Fragmente, dieses unsichtbar machen von Fakten, wird gezielt eingesetzt, um die Meinung der Öffentlichkeit zu kontrollieren und zu unterdrücken. Im Vietnam Krieg ging das schief, seitdem haben die USA (Eliten) dazu gelernt.

Indem man z. B. das Wort Terrorstaat (Wiederholung) ständig benutzt, wird eine für die Regierung positive Meinung gebildet. Und schon können die Bomben fallen und wir alle schauen weg. Geht das schief, ja das  passiert, benutzt man gern das Empörungsmanagement. Plötzlich werden Fakten präsentiert, die auf die Tränendrüsen drücken und alles rechtfertigen können. (Massenvergewaltigungen, Chemische Waffen)

Das plötzlich unliebsame (Assad, Gaddafi) Regime, wird vielleicht für „Terror“ verantwortlich gemacht. Aber was ist Terror überhaupt? Terrorismus ist nicht legitimierte Gewalt, um die Bevölkerung in Schrecken zu versetzen und um politische und ideologische Ziele zu erreichen.

Nichts anderes machen die USA und die EU (NATO). Sie destabilisieren im Namen der Menschlichkeit andere Länder und benutzen dabei terroristische Techniken. (Drohnen, Morde durch Agenten) Der Unterschied zum „Terrorregime“ ist der, dass wir, die nach unserer Definition die moralisch Guten sind, diese Taten nun begehen und den „Tod“ damit unsichtbar machen.

Wir unterstützten natürlich auch „Freiheitskämpfer“ (Syrien, Ukraine), die zwar Gräueltaten begehen, aber „nur“ gegen Feinde. Sterben doch Zivilisten, wird das schöngeredet oder der Gegenseite in die Schuhe geschoben. Genannt wird das „Counter Terrorism“ und auf diese Weise legalisiert (unsichtbar gemacht).

Um das zu realisieren müssten wir die impliziten Prämissen unserer Begrifflichkeit untersuchen. Wir müssten fragen welche Art von Vorannahmen darin stecken. Aus Bequemlichkeit (Apathie) und bedingt durch das gezielte Meinungs- und Empörungsmanagement, wird das nicht gemacht.

Dinge unsichtbar zu machen funktioniert auch mit dem Zaubertrick der Umbenennung. Es klingt viel besser von Aufstandsbekämpfung zu sprechen, als von Maßnahmen gegen Proteste. Aufständische sind in diesem Fall jene Bösewichte, die aus Sicht der (einer) Regierung gegen etwas kämpfen.

Kämpfen nun Menschen gegen eine verfeindete Regierung, werden sie zu Freiheitskämpfern. Aber sie bleiben trotzdem Mörder und Terroristen. Nur wird das unsichtbar gemacht. Beide Worte, Aufstandsbekämpfung und Terrorismus, sind zutiefst ideologisch getränkte Begriffe, die gezielt zur Manipulation benutzt werden.

Die Tötungsmaschinenerie

Krieg zu führen, ist für die USA normal. Die Waffenindustrie lebt davon. Um das Wort Krieg zu vermeiden und keinen Aufstand der Bevölkerung zu riskieren, werden nun „Drohnen“ eingesetzt, die gezielte Aktionen gegen „Terroristen“ durchführen können. Schon wird der Tod wieder unsichtbar und wir spielen weiter Pokemon.

Es ist vor allem der amerikanische Auslandsgeheimdienst CIA, der beim Counter Terrorism, dem Empörungsmanagement und der Aufstandsbekämpfung eine besondere Rolle spielt. Wer sich darüber informieren möchte, sollte sich nach „JSOC – Joint Special Operations Command“ umsehen. Vielleicht gehen dann einigen die Augen auf.

Die New York Times schreibt 2013 von einer „globalen Tötungsmaschinerie“, die weltweit Menschen (Zivilisten) schlachtet. Und obwohl es doch in der Zeitung steht, ist der Begriff CIA schon wieder so abstrakt, dass die Masse (Mehrheit) ihn ignoriert. Football und das Familienfest ist wichtiger. Das kann man sehen, fühlen und begreifen.

Im Vietnam Krieg gab es die sogenannte Tiger Force. Die im Einsatz durchschnittlich rund 45 Mann starke Teilgruppe existierte von 1965 bis 1970 und verübte von Mai bis November 1967 in den südvietnamesischen Provinzen Quảng Ngãi und Quảng Tin nahe der Demarkationslinie am 17. Breitengrad eine Reihe von Kriegsverbrechen.

Die Zahl ihrer Opfer lag im dreistelligen, möglicherweise vierstelligen Bereich. Hinweise auf diese Gräueltaten führten zu armeeinternen Nachforschungen, die sich von Februar 1971 bis Juni 1975 hinzogen – die längste Ermittlung während des Vietnamkrieges.Von den tatverdächtigen Mannschaften und Offizieren wurde niemand angeklagt.(Quelle Wikipedia)

Diese Einheiten waren keine Einzelfälle. Auch wenn sie immer wieder (Fragmentierung) als Einzelfälle dargestellt worden sind. Aber so funktioniert Meinungsmanagement. Aus freigegebenen Dokumenten ist mittlerweile bekannt, dass der damalige amerikanische Oberbefehlshaber, General Westmoreland, diese Schlachtfeste angeordnet hat.

Vielleicht werden sich nun einige LeserInnen über diese Fakten empören. Das ist zwar gut, aber reicht nicht aus. Übersehen wird dabei vielleicht die geschichtliche Kontinuität solcher Ereignisse. Im Klartext, sie fanden und finden immer noch statt. Durch die Fragmentierung wird das unsichtbar gemacht.

Übersehen wird auch, dass Teile des Empörungsmanagements privatisiert worden sind. Über das warum darf sich jeder selbst Gedanken machen. Ein Name fällt dabei immer wieder auf, er lautet Burson & Marstaller, die dieses Geschäft schon seit den 1970er Jahren betreiben und auch mit für die Ukraine verantwortlich sind.

(Siehe dazu den Artikel in Spiegel-Online, bezogen auf die Ukraine, über „Robert Helvey: Der Umsturzhelfer“, 21.11.2005 (Helvey, ehemaliger CIA-Agent, der Handbücher für bunte Revolutionen geschrieben hat).

Unterstützung bekommen die Eliten (in den USA) z. B. von der American Psychologial Assocication (APA), der größten Psychologen Organisation der Welt. So will die APA neue Methoden entwickelt haben, mit denen man die Bevölkerung gezielt täuschen und damit manipulieren kann.

Diese Psychologen wissen um die Schwachstellen des menschlichen Geistes und erforschen genau, wie man sie ausnutzen und dadurch den Mensch manipulieren kann. (Siehe dazu „The Art of Deception“m ein Manual des britischen Geheimdienstes GCHQ (Government Communications Headquarters). Dabei handelt es sich um eine Sammlung von Techniken mit dem Ziel, Menschen so zu täuschen, dass sie nicht bemerken getäuscht zu werden.)

Wichtig dabei ist, dass selbst wenn wir wissen, wie diese Techniken funktionieren, wir nicht gegen sie gefeit sind. Diese Dinge laufen unbewusst, unsichtbar für uns ab, wir schaffen es nicht, ihnen zu entgehen. Und wer nun glaubt, nach der Lektüre dieses Artikels gegen solche Dinge gewappnet zu sein, der liegt falsch. Jeder kann jederzeit manipuliert werden, wenn man die richtige Karte spielt.

Der Schutz

Völligen Schutz gibt es nicht. Weder gegen das Wetter noch gegen Eliten, die uns gezielt manipulieren. Aber wenn wir aufmerksam sind, wenn wir die Mechanismen aufdecken, wenn wir uns immer wieder bewusst machen, dass wir in einem Manipulationskontext sind und diesen Kontext aktiv vermeiden, haben wir eine Chance, uns zu schützen.

Sapere Aude – Wage es, zu erkennen!, sollte (wieder) unsere Losung sein. Das ist keine leichte Aufgabe. Aber wir haben keine andere Wahl, wenn wir nicht völlig verblöden wollen. Jeder hat die freie Entscheidung sich zu informieren und vielleicht dadurch etwas zu verändern. Sonst werden wir weiter der Illusion der Informiertheit verfallen und sie über die Wahrheitsfindung stellen.

Dieser Beitrag basiert zum größten Teil auf einem Vortrag von Professor Dr. Rainer Mausfeld von der Christian Albrechts Universität in Kiel. Als Quelle möchte ich auch die Nachdenkseiten nennen. Der Rest sind eigene Recherchen. Danke fürs lesen.

Damals in Japan – Teil 2: Yakuza

Die Familie freut sich uns zu sehen. Ich diskutiere angeregt mit meinem Onkel. Der Mann ist Polizist. Interessant sind für ihn Zahlen und Fakten zur deutschen Kriminalität. Und die ist um Welten höher, als in meinem Heimatland.

Kriminalität wird in Japan klein geschrieben. Angeblich ist sie kaum noch existent. Die Wahrheit sieht anders aus, auch in Japan gibt es Gewalt und Morde. Aber gemessen an der Zahl von 126 Millionen Japanern eher wenig. In Deutschland werden mehr Menschen umgebracht.

Dumm nur, dass die Strafverfolger in Osaka einräumen mussten, in den Jahren 2008 bis 2012 insgesamt 81.000 Verbrechen nicht in die nationale Kriminalitätsdatenbank eingetragen zu haben. Osaka ist keine sichere Stadt.

Schuld daran sind die Yakuza, auch japanische Mafia genannt. Sie beherrschen alle illegalen Geschäfte von Drogen bis zur Prostitution. Und sie sind seit Jahrhunderten Teil der japanischen Gesellschaft und oft bis in höchste Kreise mit ihr verflochten.

Genau das macht(e) es so schwer sie zu zerschlagen. Wobei sich Ausländer nicht vor ihnen fürchten müssen. Yakuza sind meist mit sich selbst beschäftigt. Aber manchmal sieht das anders aus, wie die folgende Geschichte zeigt, die einige Tage nach unserer Ankunft passierte.

Wir sind mit Ken und seinem neuen Freund Jiro im Nachtleben von Fukuoka unterwegs. Jiro ist Arzt, super nett und total verliebt. Auch Ken strahlt mit der Sonne um die Wette. Ich freue mich, mein Cousin hat das Glück verdient.

Als wir noch überlegen, ob wir lieber tanzen oder in eine Karaoke Bar gehen, gibt es in einer Seitenstraße plötzlich einen Tumult. Zwei Gaijin, die ich für Europäer halte, laufen in Panik auf uns zu. Der eine blutet aus der Nase, sein Begleiter hält sich den Bauch. „Aiuto!“, höre ich, was italienisch für Hilfe ist.

Ich wechsele einen Blick mit Ken, wir verstehen uns wie immer blind. Mein Cousin stellt sich neben mich. An dem kommt so schnell keiner vorbei. „Stop!“, rufe ich den Männern zu. „Do you speak any English?“ Sie nicken. „Yes we do …!“

Mehr Zeit bleibt uns nicht, drei Japaner laufen auf uns zu. „Yakuza!“, zischt Ken, „ich kenne die!“ Die Männer sind noch jung, vielleicht Anfang Zwanzig. Legere Kleidung, deutlich sichtbare Tattoos.

„Was wollt ihr von den Gaijin?“, frage ich. „Gibt es einen Grund sie zu verfolgen?“ Der Anführer mustert mich kalt, dann sieht er Ken. Er zögert, das ist ein halber Sieg. Ken ist bekannt bei den Yakuza. Sie wissen auch, dass er gut kicken kann.

„Die haben nicht bezahlt“, höre ich. „Sie schulden uns Geld.“ „Die Männer sagen, dass ihr die Rechnung nicht bezahlt habt, stimmt das?“, frage ich die  Italiener auf Englisch. Beide verneinen und erzählen eine andere Version.

Ein Taxifahrer habe sie in einen neuen Nachtclub gefahren. Sie hatten einige Getränke und den Striptease einer Frau. Dafür wollte man ihnen dann umgerechnet 1.000 US Dollar abziehen. Eher unüblich, aber es ist leider passiert.

„Das ist keine Werbung für Japan“, packe ich die Männer bei ihrer Ehre. „Gut, sie haben getrunken, das müssen sie auch zahlen. Da bin ich ganz bei euch. Die Frau möchte bestimmt auch Geld für ihren Tanz. Auch das ist in Ordnung. Aber vielleicht hat sich jemand bei der Summe verrechnet?“

Der Yakuza mustert mich finster. Eine Frau als Wortführerin geht über seinen Verstand. „Vielleicht willst du die Rechnung übernehmen?“, fragt er lauernd. Seine Kumpane lachen und ich mache einen Schritt auf den Sprecher zu. „Gern, wenn du meine Währung akzeptierst“, erwidere ich kalt.

Vielleicht werden mir nun einige LeserInnen Leichtsinn vorwerfen oder entsetzt die Luft anhalten. Aber wovor sollte ich mich fürchten? Die drei Witzfiguren sind keine Gegner für mich. Und vor Männern habe ich sowieso keine Angst.

„Baka!“, schimpft der Yakuza und schlägt nach mir, was ihm einen Tritt zwischen die Beine beschert. Hart geht er zu Boden und bekommt noch einen Tritt. Das mag hart und unfair klingen, aber hier geht es darum sich Respekt zu verschaffen.

Die anderen Yakuza weichen zurück. Plötzlich ein lauter Pfiff, ein Unterboss taucht auf. Ken kennt ihn gut. Er habe Bilder von den Yakuza gemacht, erzählt er später. Ein halbes Dutzend weitere Yakuza umzingeln uns, die alle ein anderes Kaliber als die drei Schläger sind.

Der martialische Auftritt ist reines Imponiergehabe. Es besteht keine Gefahr, wenn wir die Spielregeln beachten. Auch Yakuza sind nicht dumm. Der Mann nickt Ken zu. „Verschwindet ihr Affen“, sagt er zu den drei Schlägern. „Wir sprechen uns später noch.“

„Wer bist du?“, fragt er mich. „Guter Kick, hat mir gefallen.“ Er imitiert ihn und lacht, aber seine Augen bleiben dunkel. Wie meine. Eisige Schwärze übernimmt.

„Offenbar gab es ein Missverständnis mit diesen beiden Gajin“, erwidere ich. „Sie wollen bezahlen. Aber nur, was sie auch verzehrten. Und natürlich auch für den Tanz der Frau. Wie hoch war die Summe?“

„Das ist meine Cousine“, höre ich Ken sagen. „Sie hat mir viel beigebracht.“ „Ich verstehe“, erwidert der Unterboss. Sein Tonfall ändert sich, die Schultern sinken. Der Mann ist verunsichert. „Wir wollen natürlich keinen Ärger“, sagt er. „Aber die beiden müssen bezahlen!“

„Wie viel Geld habt ihr dabei?“, frage ich die Italiener. Die verängstigten Männer kramen etwa 20.000 Yen hervor, was mehr oder weniger 200 Euro sind. Ich nehme sie ihnen ab und reiche sie dem Unterboss.

„Mehr ist von den beiden nicht zu haben“, sage ich. „Von mir schon.“ „Genau die Summe, die sie uns schuldeten“, höre ich nach einem Moment bleierner Stille. Der Unterboss lächelt. „Vielleicht haben sie unsere Sprache nicht richtig verstanden.“

„Zum Glück verstehen wir uns gut“, erwidere ich. „Das ist sehr wichtig, wie ich finde. Das hilft eventuelle Missverständnisse zu vermeiden.“ Er zuckt unmerklich zusammen, hat sich aber sofort wieder im Griff und noch eine Überraschung für mich.

Er reicht mir eine VIP-Karte. „Damit habt ihr freien Eintritt in unseren Club“, sagt er und deutet eine Verbeugung an. „Wir wollen keinen Ärger. Danke, dass ihr geholfen habt.“ Die Yakuza ziehen ab. Keiner hat sein Gesicht verloren. Das war wichtig in dieser Situation.

Auf eine Konfrontation mit den Yakuza habe ich bewusst verzichtet. Jiro kann kein Karate. Yuki schon. Aber ich scheue mich davor, Elfchen einer Gefahr auszusetzen.

„Du bist unmöglich!“, sagt Yuki prompt und nimmt mich in den Arm. „Das hätte schief gehen können.“ „Für die“, erwidere ich. „Ich war doch richtig nett.“

Den Italienern gebe ich den guten Rat mit auf den Weg, sich von gewissen Etablissements fernzuhalten. „Seht es als Lehre an. Das Geld könnt ihr bestimmt verkraften.“

Wir sind zwei Tage später wirklich in den Club gegangen und hatten eine Menge Spaß, als die Polizei dort eine Razzia machte und die Yakuza dingfest machte. So ist das eben, wenn man einen Polizeibeamten als Onkel hat, der, wie ich auch, keine Yakuza mag.

Die Idealisierung des Fremden

Wer als JapanerIn nach Deutschland kommt, hat Glück. Es gibt kaum Vorurteile oder Hass. Ganz im Gegenteil sind JapanerInnen gern gesehene Gäste, die sich vor allem zu benehmen wissen. Deutsche StaatsbürgerInnen werden die wenigsten. Selbst wer wie ich über einen deutschen Pass verfügt, wird nie seine Identität aufgeben. Und doch bin ich ziemlich deutsch und stolz in diesem Land zu leben.

Leider kann man das nicht von allen Migranten sagen. Es ist klar erwiesen, dass die deutsche Politik in Sachen Integration versagt hat. Und es wird auch nicht besser, wenn die von Linken und Grünen beherrschte Presse das Gegenteil propagiert. Deutschland hat ein enormes Fremdenproblem.

Schon allein diese Worte im Freundeskreis auszusprechen, sie dann noch aufzuschreiben und an die Öffentlichkeit zu bringen, wird sofort einen Sturm der Entrüstung entfachen. Gutmenschen und ich wähle ganz bewusst dieses Wort, werden die Nazi- und Rassismus Keule schwingen, um jeden unliebsamen Kritiker ganz schnell mundtot zu machen.

Die Kultur der Angst

Es gibt eine neue Kultur in Deutschland, die man getrost als Kultur der Angst bezeichnen kann und die aus der Diktatur der herrschenden Meinung hervorgegangen ist. Diese Meinung wird von dem politisch vorherrschenden Einheitsbrei aus RotGrünSchwarz befohlen und von der Presse mit Halbwahrheiten und Denunziationen durchgesetzt. Über bestimmte Themen spricht der Deutsche nicht.

Wer die „Welcome Euphorie“ nicht teilt, wer sich gegen Merkels „Wir schaffen das“ Doktrin stellt, wird gnadenlos abgestraft. Das hat mittlerweile Formen angenommen, die an die Inquisition des Mittelalters erinnern. Linke geifern schnappatmend gegen alles und jeden. Diskussionskultur? Fehlanzeige!

Selbst Blogger und Forenbetreiber stoßen ins gleiche Horn. Der Stuhlkreis gegen Rechts rückt immer mehr zur linken Seite. Dumm nur, dass Stuhl meist eine braune Farbe hat und der faschistische Virus auch Linksgrüne befällt. Dass die Antifa(schisten) selbst die Faschisten sind, wird viel zu oft übersehen.

Dass Problem vieler Deutscher ist ihnen dabei selbst kaum bewusst. Es ist der eigene Selbsthass und die Angst als Fremdenfeindlich zu gelten. Daher wird nun jeder Fremde idealisiert. Vorreiter sind aber nicht die BürgerInnen dieses Landes. Denen wird nämlich von der linken Presse täglich das Gehirn gewaschen.

Türkischstämmige Freundinnen schütteln nur ratlos ihren Kopf, wenn sie die neu entfachten Islamkritiken sehen. Aus Angst schweigen sie. Sie, die völlig unpolitisch sind und für die der Islam nur eine vage, schon lange vergessene Vorstellung ist. Wie übrigens auch das Christentum für viele Christen. Man ist zwar getauft und damit ist es gut.

Die Idealisierung des Fremden

Wir erinnern uns alle noch an die ersten Bilder verzweifelter Flüchtlinge. Meist waren es weinende Kinder und Frauen. Geschickt eingefangen von Kameras, in Szene gesetzt und als Tantiemenbringende Wahrheit verkauft. Aber die Masse sind trotzdem junge, allein reisende Männer, was immer offensichtlicher wird.

Wer nun nach Beweisen ruft, der sollte einfach die Augen öffnen und durch deutsche Innenstädte gehen. Die dort in Rotten herumlungernden Männer sind meist Armutsmigranten, die man nur in den seltensten Fällen integrieren kann. Oder trotz mehrfacher Straffälligkeit nicht abschieben will.

„Was fremd ist muss gut sein“, kommt mir immer in den Sinn, wenn ich die verklärten Gesichter vom letzten Herbst vor mir sehe, mit denen die Menschen, Flüchtlinge begrüßten. Aber das war vor der Silvesternacht. Die Stimmung ist längst gekippt. Wen man sich wirklich ins Land holte zeigte sich schnell, auch Attentäter waren mit dabei.

Der in Syrien geborene Politikwissenschaftler, Bassam Tibi, dessen Worte Gewicht haben und der einiges deutlich anders sieht, hat in einem Interview auch dazu Stellung bezogen. Ich kann nur empfehlen es zu lesen. Eigentlich alles, was Professor Tibi sagt. Das Interview findet sich HIER.

Zitat: „Ich habe sicherlich in den letzten eineinhalb Jahren mit mehreren Tausend Syrern gesprochen, ob in Göttingen, Frankfurt, Berlin, München. Die meisten von ihnen, habe ich am Dialekt festgestellt, sind keine Städter, sondern vom Land. Und unter ihnen gibt es viele Antisemiten. Dieser Kultur habe ich mich sehr entfremdet. Unter all den Leuten, die ich sprach, war übrigens kein einziger Arzt und auch kein Ingenieur.“ Zitat Ende

In einem Essay, das ganz bezeichnend nicht in der deutschen Presse erschien, geht Professor Tibi noch einen Schritt weiter. „Unter den Leuten aus meiner Heimat Syrien, die nach  Deutschland flüchten, befinden sich auch manche, die zuvor ihre Nachbarn ermordet haben – nicht alle sind Engel, Ingenieure und hochgebildete Akademiker, wie deutsche Medien suggerieren.“

Die vermiedene Diskussion

Bisher vollkommen unpolitischen, wie unvoreingenommen BürgerInnen Fremdenfeindlichkeit vorzuwerfen, wenn sie sich bei abendlichen Spaziergängen fremd im eigenen Land fühlen, ist ein schäbiger Trick von Medien und Politik. Sporthallen und Hotels sind überfüllt mit Menschen, die vor keinem Krieg geflohen sind.

Tausend Fremde in einem kleinen Dorf unterzubringen weckt natürlich Ängste bei der Bevölkerung. Das ist vergleichbar mit fremden Campern im heimischen Garten, denen man in der Not geholfen hat und die nun noch Geld fordern oder Zutritt ins Haus verlangen.

Syrern und wirklich Verfolgten zu helfen, wäre nie ein Problem gewesen. Das Problem hat erst eine Kanzlerin geschaffen, die mit der Öffnung der Grenzen Rechtsbruch beging und unkontrolliert Fremde ins Land gelassen hat. Aber statt Fehler zu korrigieren, die man aus Angst vor schlechter Presse und diversen Zentralräten nicht zugeben möchte, werden Durchhalteparolen gesendet.

Das erinnert stark an die Propaganda der DDR. Aber Frau Merkel ist genau dort aufgewachsen. Sie kennt also alle Tricks und Kniffe, wie man (s)ein Volk manipuliert. Vermiedene Diskussionen, Totschlagargumente und Nazikeule tragen mit dazu bei, dass eine Gruppe das Thema wirklich auf ihre Fahnen schreibt. Und die sind wirklich Rechts.

Deutschland muss endlich mit seiner Vergangenheit abschließen und den Blick nach vorn in die Zukunft blicken. Die Menschen müssen offen und ohne staatlich diktierte Angst über ihre Sorgen und Ängste reden. Auch über Asylgesetze und Einwanderung. Was auch für die PolitikerInnen gilt.

So wäre die Gratwanderung der AfD, die auch am rechten Rand nach Menschen fischt, in dem Moment zu Ende, wenn regierende Politiker wieder Bürgernähe zeigen und die Sorgen der Menschen begreifen. Dann wird sich zeigen, ob wirklich genug Substanz hinter den Protestlern steckt oder ob die Partei wie ein Luftballon zerplatzt.

Die Flucht in den Wohlstand

Für die meisten (Armuts)Migranten ist Deutschland das Paradies. Aber nicht sie, die ihren Teil vom Kuchen haben wollen, haben Schuld an der momentanen Situation. Wenn überhaupt von Schuld gesprochen werden kann, so ist es klar das nicht vorhandene, deutsche Einwanderungskonzept.

Schon vor fünfzig Jahren hat man versäumt, die ersten türkischen Gastarbeiter wirklich zu integrieren. Dieser Fehler rächt sich nun bitter. Weltweit sind mehr als 60 Millionen Menschen auf der Flucht. Die wenigsten davon passen kulturell nach Europa. Und eigentlich wollen sie auch nicht hierher, aber es lockt das schnelle Geld.

Europa und vor allem Deutschland muss, statt weitere Millionen Migranten aufzunehmen, endlich Farbe bekennen, klare Maßnahmen gegen Armut und Terror ergreifen und den Flüchtlingen in ihrer Heimat eine Zukunft bieten. Europa und Deutschland muss aber auch klare Grenzen setzen, was wirkliche Einwanderung und Strafen gegen Kriminelle betrifft.

Wer sich nicht an deutsche Gesetze hält, wer Gewalt (gegen Frauen) auf seinen Fahnen führt, wer Hass predigt und verbreitet, der hat sein Aufenthaltsrecht verwirkt. Und wenn Philosophen blauäugig schwadronieren, dass geschlossene Grenzen den Tod der Flüchtenden bedeuten, so kontere ich mit dem Hinweis auf den Menschenhandel, den die falsch verstandene Migration erst möglich macht.

 

Deutschland, das Land der Opfer

„Köln“ ist erst einige Monate her. Die Bilder der Silvesternacht noch unvergessen. Aber es ist wieder passiert, wenn auch nur auf kleinerem Niveau. In Darmstadt, auf einem Musikfestival, haben Asylbewerber Frauen sexuell belästigt. Auch das ein Ergebnis von Merkels Willkommenskultur.

Laut Polizeibericht stammen zwei der bisher festgenommenen Männer aus Pakistan. Natürlich sind sie wieder auf freiem Fuß, grapschen ist keine strafbare Handlung in diesem Land. Das müssen deutsche Frauen nun aushalten, nachdem sie von einer irren Kanzlerin zum Freiwild für (Schein)Asylanten erklärt worden sind. Wo sind jetzt die Fahnenschwenker?

Ich kenne solche Szenen nur zu gut. Sie waren oft genug Teil (m)eines Alltags, wenn ich unterwegs gewesen bin. Angemacht und gegrabscht, wird dabei gern in Shopping Passagen, am Bahnhof, oder vor Clubs. Und viel zu oft waren es muslimische Migranten, die keinen Respekt vor Frauen haben. In NRW ist das schon normal.

Deutsche (Männer) befinden sich meist in der Opferrolle. Selbsthass, verleugnete Wurzeln, Nazi-Keule und ein scheinbar übermächtiger Staat, haben sie dazu gemacht. Aber ist das wirklich gut? Haben Deutsche verlernt sich gegen Gewalt zu wehren? Werden deutsche Frauen dem Neubürger auf einem silbernen Tablett serviert?

Der Historiker Jörg Baberowski hat beim Philosophie-Festival Phil.Cologne in Köln gedagt: „Wir sehen, dass Männer in Deutschland gar nicht mehr wissen, wie man mit Gewalt umgeht. Gottseidank.“ Hat der Typ einen Schuss?

Natürlich ist es zu begrüßen, dass wir in einer weitestgehend gewaltfreien Gesellschaft leben. Wer will sich schon täglich mit anderen hauen. Auf der anderen Seite ist es ein normaler Instinkt seine Familie und Freunde vor Gewalt zu schützen. Jedenfalls für mich. Aber als (japanische) Frau darf ich das ganz offensichtlich.

Deutsche Männer vertrauen laut Baberowski lieber auf den Staat. Nur hilft ihnen der bei Gewalttaten wenig. Wehren sie sich doch gegen einen Ausländer, werden in der Regel sie bestraft. Der Deutsche muss sich ducken, auch das ist Teil der Willkommenskultur. Wer muckt ist automatisch ein Rechter.

Die meisten Flüchtlinge und Asylbewerber kommen aus Ländern in denen die Gewalt zum Alltag gehört. Nun jedem gleich ein gewalttätiges Verhalten anzudichten, ist so dumm wie falsch. Aber der Prozentsatz von Gewalttätern solcher Gruppen ist deutlich zu hoch. Und die Hemmschwelle zur Anwendung von Gewalt entsprechend niedrig.

Bestärkt werden ausländische Kriminelle durch lasches deutsches Strafrecht und eine von Rot-Grün beherrschte Justiz. Ein türkischer Geschäftsmann, den ich seit meiner Kindheit kenne, hat das so formuliert: „Steckt sie in den Knast, prügelt sie windelweich und sie lernen. So macht man das in der Türkei.“

Ich will ihn Onkel Ahmed nennen, wie ich schon immer zu ihm sage. Er kam als junger Mann nach Deutschland, hat Abitur und schon als Junge im Geschäft seiner Eltern ausgeholfen. Er ist gebildet, lustig und wirklich nett. Dem Islam hat er schon lange abgeschworen. Der sei überholt, hat er gesagt. Er brauche keinen Koran, der ihm Vorschriften mache.

Wir krank Deutschland ist, wird an meinem Beispiel deutlich. Als Japanerinnen genießen auch wir Sonderrechte. Die Polizei hat Yuki und mich schon mehrfach zur Seite genommen, wenn wir bei Gewalttaten eingegriffen haben. Weder gab es Anzeigen noch Rügen. Nur ein (verlegenes) Lächeln meist. Und ein leises Danke.

Auf keinen Fall will ich diese Zeilen als Aufruf zur Gewalt verstanden wissen. Aber als Ermahnung zu mehr Zivilcourage. Jeder Mensch kann Handy. Ein Bild von den Tätern, ein Video, ein Anruf bei der Polizei ist immer drin. Und wenn es um eine Vergewaltigung geht, darf sich auch ein Anzugträger prügeln.

Baberowskis Meinung, die Kölner Übergriffe hätten nichts mit dem Islam zu tun, kann ich nicht teilen. Wer nur sich selbst als wahren Gläubigen sieht, wer seinen Frauen das Kopftuch als Zeichen der Züchtigkeit vorschreibt, wird alle anderen Frauen als Freiwild ansehen. Deutsche Huren darf ein Moslem also ficken.

Ich kann schon die gerümpften Nasen mancher LeserInnen sehen, die stets nur das Gute im Menschen erkennen. Die stets abwiegeln müssen, um ihr Gutmenschentum nicht zu gefährden. Kann ja nicht angehen, dass „die Japanerin“ recht behalten hat. Hat sie aber. Und was machen wir jetzt?

Was hier so radikal und rassistisch klingt, ist alles andere als das. Es ist nur meine eigene Meinung, die ich als Japanerin mit deutschem Pass vertrete. Aber vielleicht sollte ich den abgeben und die Mitgliedschaft im Club der Dichter und Denker kündigen. In Japan wäre der Vorfall nicht passiert.

Die Autorin und Journalistin Birgit Kelle, von der ich nun wirklich keine Freundin bin, hat zumindest einmal meinen Respekt verdient. Im Focus hat sie einen bemerkenswerten Artikel geschrieben, aus dem ich folgende Aussage zitiere und der sich auf Köln, Übergriffe gegen Frauen und das Verhalten deutscher Männer bezieht.

„Aus Frauensicht sieht das so aus, meine Herren: Wir erwarten keine garantierten Siege, denn wir wollen realistisch sein. Aber lassen Sie sich eines gesagt sein: Wir Frauen erwarten nach wie vor, dass Sie es zumindest versuchen. Wir wollen Helden.“

Da stimme ich Frau Kelle ausnahmsweise zu. Auch wenn das Männer für mich nicht sexy macht. Aber sie ernten dafür Respekt. Und das zählt noch viel mehr.

Aber du kannst doch Karate!

„Aber du kannst doch Karate!“, ereifert sich Carola und stemmt die Arme in die Hüften. Ich schenke ihr ein Lächeln und verlegen schaut sie weg. Was schwerer wirkt, die bleierne Stille, oder jener Satz, ist schwer zu sagen. Dass er daneben ist steht für mich fest. Aber ich will erzählen, wie es dazu kam.

Carola gehört zu meinem Bekanntenkreis. Sie ist die Schwester einer Freundin, Sozialpädagogin und eine Seele von Mensch. Aber auch lustig und kämpferisch, wenn es um Frauenrechte geht. Carola ist eine Grüne und vertritt schon fast sklavisch die Politik im Ländle. Und auch Mutti Merkels Willkommenskultur.

Wir sprechen über Köln und andere Städte, über schlechte Erfahrungen mit Männern und sexuelle Gewalt gegen Frauen. Gebetsmühlenartig wiederholt Carola immer wieder, man könne nicht alle Flüchtlinge über einen Kamm scheren und Deutschland habe die moralische Verpflichtung Menschen auf der Flucht zu helfen.

Nun hat niemand in unserer Runde etwas gegen Flüchtlinge gesagt. Niemand ist gegen hilfsbedürftige Frauen und Kinder. „Aber es kann doch nicht sein, dass so viele allein reisende junge Männer sind, die definitiv nicht aus Syrien stammen!“, sagt Linda und entfacht ein Feuer damit.

„Das stimmt aber so nicht!“, widerspricht Carola sofort. „Ich selbst bin als Helferin tätig und sehe das Elend …“ „Sieht du auch die Männer?“, fragt Linda. „Und weißt du auch woher die kommen?“ „Ja, nein“, kommt es von Carola. „Also die meisten haben ja alles verloren. Und klar haben die keine Papiere mehr. Aber die kommen alle aus …“

„… Nordafrika“, vollendet Linda den Satz, „Afghanistan und dem Irak. Deren einzige Absicht ist ein angenehmes Leben in Europa zu haben, wo bekanntlich Milch und Honig fließen und angeblich jede Menge leicht zu habende Frauen sind.“ „Du klingst wie eine Rechte!“, giftet Carola. „Das hätte ich nicht von dir gedacht!“

„Wieder das typische Totschlagargument“, mische ich mich ein. „Alle sind Rechte, die die Wahrheit sagen. „Was wisst ihr denn schon?“, sprudelt es mit Macht aus Carola, „wart ihr schon in Flüchtlingsheimen und …“ „Ja“, erwidere ich eisig. „Linda und ich waren aus beruflichen Gründen dort. „Und was wir gesehen haben, war nicht sehr schön.“

„Wie jetzt, beruflich?“, fragt Carola leicht verdattert und Linda holt tief Luft. „Ich habe eine Security Firma, meine Süße, du erinnerst dich vielleicht? Man hatte mich um Hilfe gebeten, aber wir können das nicht leisten. Diese Gier, diese Blicke, haben mich erschreckt.“ Und das will bei Linda etwas heißen.

„Willst du damit sagen, dass du gegen diese Menschen bist?“, will Carola wissen und springt empört von ihrem Stuhl. „Wir Deutschen haben die moralische Pflicht zu helfen …“ „Weil?“, unterbreche ich sie. „Auf diese Begründung bin ich nun gespannt.“ Die plötzliche Stille verunsichert Carola und fünf Augenpaare richten sich auf sie.

„Ja, aber wir haben doch …, also was ich meine ist …, also der Krieg …“ „Was für ein Krieg?“, will ich wissen. „Ich wüsste nicht, dass wir uns im Krieg befinden. Oder sprichst du von den Nazis? Das meine Süße ist seit 1945 vorbei. Falls es dir entgangen ist, wir schreiben das Jahr 2016. Und Deutschland hat mehr als genug dafür bezahlt.“

Der Effekt meiner Worte kommt einer geplatzten Bombe gleich. Tief bohren sich die Splitter in Carolas Seele und böse schaut sie mich an. „Du bist doch noch nicht mal Deutsche!“, faucht sie, „was bildest du dir eigentlich ein!“ „Und deine Eltern sind in Russland geboren“, kontere ich. „Zu was macht dich das?“

Carola beißt sich auf die Lippen und schaut kurz zu Boden. „Das … das habe ich nicht so gemeint“, sagt sie verlegen. „Entschuldigung!“ Ich bin ihr nicht böse, mit solchen Attacken bin ich aufgewachsen. Sie prallen an mir ab und zeigen nur das wahre Gesicht jener Menschen, die diese Worte gegen mich benutzen.

„Könnten wir jetzt bitte wieder alle friedlich werden?“, ergreift Yuki das Wort. Gleichzeitig drückt sie meine Hand. Sei lieb bedeutet das. „Wir haben doch über die Politik gesprochen und den unkontrollierten Zustrom von Menschen, die klar falsch in Deutschland sind. Und auch du kannst mir nicht erzählen, dass Köln spurlos an dir vorbei gegangen ist.“

„Natürlich nicht“, gibt Carola zu, um sofort wieder mit der alten Leier zu beginnen. „Aber wir dürfen nicht alle über einen Kamm scheren …“ „Niemand macht das“, unterbreche ich sie erneut. „Du versteckst dich hinter solchen Sätzen wie unsere Politker, die auch kaum etwas sagen.“ Yukis Hand drückt fester zu, aber ich weiß was ich mache.

„Es gibt keinen Rechtsanspruch für diese Menschenmassen nach Deutschland einzureisen. Du kannst das gern im Gesetz nachlesen, sofern du es verstehst. Und du selbst hast doch vor einigen Tagen noch über deine Angst gesprochen, dass Dinge wie in Köln wieder und noch öfter passieren“, sage ich. „Du hast also Angst. Und selbst ich habe ein ungutes Gefühl.“

„Aber du kannst doch Karate!“, ereifert sich Carola. „Ja, ich kann Karate“, erwidere ich. „Aber hilft mir Karate, die Probleme auf der Welt zu lösen? Soll ich mich nun täglich mit Männern prügeln, die in mir die billige Hure sehen? Machst du bitte die Augen auf? Wir sind Lesben! Wir stehen an der Front und sind doppelt betroffen.“

Carola schluckt, ihre Schultern sinken nach vorn. „Ja, es stimmt, in Köln ist eine Form von sexualisierter Gewalt offensichtlich geworden, die bisher unbekannt war“, sagt sie leise. „Niemand war darauf vorbereitet und …“

„… ist nun schockiert darüber, dass die heile Welt zerbrochen ist“, unterbreche ich sie kalt. „In Köln hat sich nur offenbart, was jeden Tag in der arabischen Welt passiert und was naive Menschen nicht sehen wollen.“

„Aber die Syrer …“, wirft Carola ein und wird nun von Yuki unterbrochen. „Willst du es eigentlich nicht verstehen?“, fragt sie böse. „Deutschland hat ein massives Problem mit Asylbewerbern, die ein völlig anderes Frauenbild haben. Und niemand hat nur von Syrern gesprochen!“

„Du erinnerst dich an die Razzia im Düsseldorfer Maghreb Viertel?“, frage ich. Ich bin in Düsseldorf aufgewachsen und kenne alle Ecken dieser Stadt. Aber selbst ich gehe nicht allein in dieses Viertel!

Die Medien haben das Problem dort bisher verschwiegen und die Polizei hat auf Anweisung weggeschaut. Geändert hat sich nichts durch die Razzia, das war nur eine für die Öffentlichkeit inszenierte Show.

Düsseldorf Maghreb und Dusiburg Marxloh sind nur zwei Namen, die eine andere Seite Deutschlands zeigen. Dort herrschen Clans und Banden, die auf deutsche Gesetze spucken. Aber die Öffentlichkeit schaut weg. So, wie du.“

„Aber du kannst doch Karate!“, ist mit der dümmste Satz, den ich bisher zu Köln & Co. hörte. Er impliziert klar, dass Frauen sich mit einer veränderten Sicherheitslage auseinandersetzen müssen. Und das ist krass. Hinsehen statt wegschauen, hätte mehr gebracht.

Närrisch

Es ist beschlossen und hiermit verkündet, dass ihre Biestigkeit Mayumi I. samt Prinzessin Yuki und weiteren Hofdamen, den Kölner Karneval besuchen wird. Als Teenager war ich ein größerer Fan von solchen tollen Tagen. Heute meide ich diesen Trubel gern. Frau wird weise. Nur leise, werde ich nie.

Aber Köln hat für uns zentrale Bedeutung. Wir Frauen zeigen Präsenz und lassen uns von Grapschern nicht erschrecken. Und egal ob Minirock oder neckische Bluse, unser Körper ist allein unser Revier! Klare Ansage an diverse Narren, die in Frauen nur Huren sehen, wer uns anfasst hat ein Problem!

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat klare Worte gefunden. „Es ist wichtig, dass wir jetzt keine Debatte darüber anstoßen, ob Frauen ihr Verhalten ändern müssen, sondern die Männer, die übergriffig werden, müssen ihr Verhalten ändern und vor allem zur Rechenschaft gezogen werden“, hat sie gesagt.

„Die Zeiten, wo wir Frauen uns nicht frei bewegen dürfen, wo wir Frauen keine Miniröcke tragen sollen, die sind vorbei“, kam auch von ihr. Das klingt besser, als Frau Rekers Blödsinn, „Fremde auf Armlänge entfernt zu halten.“ Gut gemeint, aber naiv. Von Gewalt hat die Frau wenig Ahnung, obwohl sie schon selbst Opfer war.

Ob und wie ich mich verkleide wollt ihr wissen? Elfchen lacht frech und sagt „Als Miss Köln!“ Nun musste ich diesen Artikel wirklich unterbrechen und meiner Süßen die Leviten lesen. Also so ein bisschen, na ja fast. Weil eine Düsseldorferin bekanntlich keine Miss Köln sein kann. Das geht mal so überhaupt und niemals nicht!

In Wirklichkeit hat sie mich mit Küssen bestochen und noch Schokolade draufgelegt. Elfenglück. Liebe, die ich meine. Aber zurück zu den Kostümen. Falls wer eine Catwoman sieht, die von Batgirl begleitet wird, habt ihr eine Idee, was und wer wir sind. Und der Rest der Truppe ist auch sehr bunt.

Dieser Blog wird also bis zum Aschermittwoch Pause haben. Dann werde ich wieder berichten. Kölle wir kommen! Alaaf und Helau!

Köln und die Folgen – Teil 3: Das Kartell des (Ver)Schweigens

Ein dritter Teil von „Köln“ war nicht geplant. Aber ich muss meinem Unmut einfach Luft machen und werde nicht abwarten, oder zum Alltag übergehen.

Politiker und Medien haben immer dann Sternstunden, wenn es um das Verschweigen von Fakten geht. Wer das nach den Vorfällen in Köln noch nicht begriffen hat, dem ist kaum noch zu helfen. (Mein) NRW blamiert sich dabei ein ums andere Mal. Egal, ob in der Gestalt von Herrn Jäger, oder von Frau Kraft.

Wo die beiden leben, in welcher, der Realität fernen Welt, hat Frau Krafts peinlicher Auftritt in der Sendung „Hart aber fair“ gezeigt. „Köln“, so sagte sie, „hätte nicht passieren dürfen.“ Ein guter Satz für den sie Beifall bekam. Aber so inhaltsleer und dumm, wie das ganze rot-grüne Gefasel, das seit Jahren durch die Parlamente weht.

Das zu sagen tut mir weh. Bisher sah ich mich in dieser Ecke gut aufgehoben. Aber ich wäge meine Interessen nun gegen die aller Frauen ab. Und Frau Kraft, die Polizei in NRW, sie konnte diese Interessen nicht schützen. Ihr tut es auch weh, wie sie betroffen formuliert. Aber daher hat man ja den Polizeipräsident von Köln „rausgeschmissen.“ Das heilt das Leid der Dummen in diesem Land.

Frau Künast, von der ich einmal viel gehalten habe, hätte vielleicht einfach den Mund halten sollen. Sie hat schon die erste Frage, wem die Füße gehörten, die in Köln „getreten“ haben, nicht beantworten wollen. Um sich dann sofort in typischen, politischen Formulierungen zu verlieren und den Fokus schnell weg von den Tätern, auf die „sexuelle Gewalt in Deutschland“ zu richten. Wie arm ist das?

Liebe Frau Künast, Frau Kraft, liebe Leserinnen und Leser meines Blogs: Sexuelle Gewalt, Übergriffe gegen Frauen, sind Alltag in den arabischen Staaten. Wer das verschweigt, wer dieses Bild nicht sieht, den kann ich nur Lügner nennen. Aber Deutschlands linkes Auge, ist dafür blind. Diese jungen Männer, die gezielt gegen Frauen und ganz Deutschland agierten, haben ein anderes Bild der Welt.

„Rechte Hetze!“, höre ich schon den Ruf. Und „Das hätte ich von dir nicht erwartet!“ „Blanker Populismus, Rechtes Gedankengut!“ Diese typischen linken Totschlagargumente, sind mir seit Jahren bekannt. Alles ist sofort „Rechts“, was scheinbar gegen (Vorzeige)Moslems und den Islam aufsteht. Aber es geht nicht um Hetze gegen eine Religion, es geht um Köln, es geht um reale Gewalt. Und als Japanerin, als Migrantin, bin ich das erklärte Ziel von Rechtsextremisten.

„Aber die Hooligans von der Pegida …!“ In SWR3, ist dieses Thema heute behandelt worden. Mit Genugtuung habe ich auch von Ausschreitungen der Linken gehört, die immer bei solchen Aktionen vertreten sind. Endlich fällt die Augenklappe. Der Terror ist kein „Rechtsproblem.“ Beide Seiten wollen die Lage für eigene Interessen nutzen, um mehr Einfluss zu bekommen. Dabei hauen sie sich auch gegenseitig „die Köppe“ ein.

Frau Kraft und Frau Künasts schöne Reden können nur noch Dumme täuschen. Beide Frauen verschließen die Augen vor einer Katastrophe, die sich schon seit Jahren abgezeichnet hat. Jeder macht das, der zu Hause bequem im Sessel sitzt und Durchhalteparolen spricht. Klar, dem fasst niemand in den Schritt.

Frau Künasts einseitige Sicht der Dinge wird klar, wenn sie die Versammlung der jungen Männer von Köln sofort mit denen von „Hooligans“ kontert. Offensichtlicher kann man sich nicht mehr äußern. Es soll verschwiegen werden, was nicht mehr zu verschweigen ist. Willkommen beim Kartell des Verschweigens.

In Deutschland wird am Bürger vorbei regiert, der soll nur noch sein Kreuzchen machen. Dann wird er geschröpft und zur Kassse gebeten. Aber den wahren Preis zahlen die Mächtigen nie. Sie sitzen sicher und geschützt in Glaspalästen. Geschützt durch Verfassungsschutz und BKA.

Das Jahr 2016 wird ein Schicksalsjahr für Deutschland und Europa. Wer jetzt nur redet und nicht endlich handelt, wird das bitter erleben. Mir kann es egal sein, ich habe wieder einen japanischen Pass und kann dieses Land jederzeit verlassen. Aber mir liegt etwas an Deutschland, an seinen Menschen. Und dafür kämpfe ich mit Worten.