Und sie bewegt sich doch!

Die Welt steht still! Unglaubliches ist geschehen! Atemlos und wie gebannt schaut man auf die USA. Kein anderes Thema, kein anderes Land scheint die Menschheit so zu bewegen, wie ein älterer Herr mit blondierten Haaren. Sein Name: Donald Trump.

Ja, es ist unglaublich, die Amerikaner haben ihn zum Präsidenten gewählt. Alle Amerikaner? Nein. Wer das amerikanische Wahlsystem kennt weiß, dass Mehrheiten dort anders funktionieren. Wer das dortige Establishment kennt weiß auch, wie man seit Monaten fieberhaft nach einer Möglichkeit sucht, um den ungeliebten „Onkel Donald“ wieder abzusetzen.

Bisher vergeblich, dieser Onkel macht munter weiter und vertritt plötzlich einen für Partner und Feinde völlig unberechenbaren Kurs. „Wird Trump gefeuert?“, steht im CICERO und ein deutscher Wissenschaftler hofft in einer Talkshow nun ganz stark, dass der amerikanische Präsident „seines Amtes enthoben wird.“

Diese Hexenjagd kann bei niemand ohne Folgen bleiben. Sie erinnert stark an die Inquisition und wie man dort mit angeblichen Hexen umgegangen ist. Ein Dampflauderer aus Deutschland hält Trump sogar für brandgefährlich. Selbsternannte Feuerwehrleute plappern das gedankenlos nach.

Auch Vladimir Putin ist Im Visier der Jäger. Der „böse Russe“ will sich doch wirklich 2018 wieder zum Präsidenten wählen lassen. Vermutlich dann mit Hilfe von „Onkel Donald“, dem er angeblich ins Amt geholfen hat.

In Deutschland sind ganz (un)demokratisch bei der Auszählung der Landtagswahl einige tausend Stimmen für die AfD unterschlagen worden. Aber das macht ja nichts, das kann in den besten (Wahl)Kreisen schon mal passieren.

Immerhin besinnt sich Deutschland wieder auf seine christlichen Wurzeln, wie der evangelische Kirchentag zeigt. Zwar hatte man den Drohnenkönig Obama eingeladen, aber was macht das schon. Frieden schaffen, mit immer mehr Waffen, ist offenbar die neue Devise der EKD.

Vermutlich denken auch (Staats)Terroristen ähnlich, die mal so eben einige Dutzend Menschen in Stücke bomben. Ist klar, das macht man(n) so als infantiler Fanatiker. Unterdessen dreht die Welt sich weiter. So, als wäre nie etwas geschehen.

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Deutschland geht zum Teufel

Unsanft werde ich von einem Glockenschlag geweckt. Es ist weit nach Mitternacht, aber mein Hellphone zeigt 6 Uhr 66. Kein gutes Zeichen sondern Alarmstufe Rot. „Der nun wieder!“, murmele ich, als Teufelchens Konterfei auf dem Display  erscheint. „Frau Landar, du musst mir helfen“, ruft er aufgeregt, „ich habe total den Ärger am Hals!“

Wer nun nicht weiß, was ein Hellphone ist, den kläre ich an dieser Stelle auf. Teufelchen ist Unternehmer geworden und hat die Firma VER-Äppel gegründet, die Hellphones herstellt. Bis auf die Uhrzeit App sind die Teile recht gut. Und zur Hölle fahren kann man damit auch.

„Also was ist los?“, will ich wissen, „was hast du wieder angestellt?“ „Wie jetzt?“, empört sich Teufelchen, „ich war voll lieb, aber bei dem Kim aus Mordkorea sieht das ganz anders aus.“ „Mordkorea?“, versichere ich mich, „habe ich richtig gehört?“ „Ja“, erwidert Teufelchen, „das Land heißt in der Hölle so.“

„Und was genau hat der Kim nun gemacht?“, frage ich nach und sehe drohendes Unheil kommen. „Also der Kim, der eigentlich mein Freund ist, der hat mir meine Spielfiguren weggenommen! Dabei hat mir der Don, der auch mein Freund ist, ein Mitspielrecht gegeben.“

„Wir sprechen von Kim Jong-un und Donald Trump?“, hake ich nach. „Bist du von allen guten Geistern verlassen?“ Teufelchen lacht laut und nickt. „Das hast du wirklich gut erkannt, Frau Landar. Immerhin habe ich einen gewissen Ruf zu verlieren. Aber ich fange mal von vorn an, ja?

Der olle Obama, der nie mein Freund war, hat mich nie mitspielen lassen! Der saß da nämlich immer allein im Pentagon und hat mit den Drohnen alles und jeden abgeschossen! Also habe ich Vlad kontaktiert und der hat mir dabei geholfen, den Don an die Macht zu bringen.“

„Vladimir Putin hat Donald Trump zum Präsidenten gemacht? Das kann ich mir nicht vorstellen!“, sage ich. „Das war schon ich“, gibt Teufelchen freimütig zu, „aber der Vlad hat mir gezeigt wie man das geschickt anstellt. Wenn ich das klassisch arrangiere, hätte ich dazu Pest und Cholera gewählt. Und die braucht doch heute keiner mehr.“

„Okay“, sage ich, „Don hat dir also erlaubt mit den Drohnen zu spielen, habe ich das richtig verstanden?“ Teufelchen strahlt. „Ja,“ erwidert er, „das hat auch echt Spaß gemacht. Der Kim und ich haben eine Weile World of Mordcraft gezockt. Auf der gleichen Seite versteht sich! Und jetzt rate, wer unsere Gegner waren.“

„Keine Ahnung“, sage ich wahrheitsgemäß, „die Amerikaner wohl kaum.“ „Nee, das stimmt“, sagt Teufelchen, „aber die irren Perser und den Sultan vom Bosporus habe ich da gesehen. Nur die Flinten-Uschi hat geschummelt und uns so einen altersschwachen Tornado geschickt.“

Ich brauche eine Weile, um Teufelchens Worte in die richtigen Bahnen zu lenken. Plötzlich kommt mir ein Verdacht. „Sag, hast du etwa mit den Irranern Geschäfte gemacht?“ „Das ist mein Mädchen!“, ruft Teufelchen entzückt und klatscht freudig in die Hände, „endlich habe ich dich auf meinen Diskurs gebracht.

Ja, den Irranern habe ich die Tage Kims Arschbomben verkauft, als der mir die Drohnen mopste! Ich habe einfach behauptet, dass die den neuen sozialen Fake-Sprengstoff, das „Kahanit“ enthalten und die haben das sofort geschluckt. Aber ein bisschen enttäuscht war ich dann doch, als die immer was von einem Laller riefen und auch noch Mama angezweifelt haben.

Weil die Lallers, die weiß ich in in Baden-Württemberg zu Hause. Bei denen war ich schon öfter mal zu Gast. Wonnetrunken versteht sich, was hast du nun wieder gedacht? Überhaupt bin ich gern in Deutschland unterwegs. Dort hat man mein Alter Ego „Teufel“ erfunden. Und den Erwin kenne ich ziemlich gut.“

„Oh Mann!“, entfährt es mir, um mich sofort selbst mit den Worten „Teufel auch!“, zu korrigieren. „Gibt es einen Ort auf der Welt ohne dich?“ „Ja“, erwidert er und grinst. „Ich war noch nie so wirklich in Sachsen. Weil, also na ja, die reden da glaube ich klingonisch!“

„Du willst doch nicht über die Sachsen sprechen?“, frage ich, „die sind eigentlich ganz nett. Wo liegt nun der Hase begraben, sprich!“ „Begraben weniger“, erwidert Teufelchen. „Und eigentlich ist sie ein süßes Häschen und liegt bei mir im Höllenbett. Und jetzt ist der Kim total eifersüchtig und will mir die Rübe abhacken.“

„Höllensumpf und Hexenkessel“, fluche ich ganz unjapanisch, „du willst mir weismachen, dass du Angst vor jemand hättest?“ Teufelchen schaut mich ernst an. „Ja, habe ich“, gibt er freimütig zu. „Vor dir! Deshalb rufe ich doch an, Frau Landar. Der Kim, also der hat gesagt, dass er dich angeworben hätte und du mir als Racheengel erscheinst. Ist da was dran?“

Ich erinnere mich an einen dubiosen Anruf mit unterdrückter Nummer. „Den habe ich weggedrückt“, sage ich und Teufelchen seufzt erleichtert. „Aber wenn nicht dich, wen dann? Vielleicht sollten wir Mama fragen“, denkt er laut nach. „Du kommst doch mit?“

Bevor ich etwas sagen kann finde ich mich bereits im Himmel wieder. Was angesichts meiner kurzen Pyjamahose vermutlich komisch auf die Anwesenden wirkt. „Scharfes Teil“, lästert Teufelchen und lässt dabei offen was oder wen er damit meint.

Aber er begibt sich auffällig schnell aus meiner Reichweite und strahlt seine Mama an. „Sorry für den Auftritt“, murmelt er, „hast du vielleicht mal eine Lichtminute?“ Eva, die über irgendwelchen alten Pergamenten sitzt, winkt mir freundlich zu, bevor sie sich wieder ihrem Erstgeborenen widmet, der ihr sofort sein Herz ausschüttet.

„Nein, Kim hat nicht Mayumi angeheuert“, spricht sie mich mit meinem richtigen Namen an, „im Gegenteil hat er eine andere Deutsche als Killerin ausgewählt. Die Geschichte wird sie später als Grenzfall kennen.“

„Angela?“, fragen Teufelchen und ich im Chor. „Kim will die Bundesmutti auf mich hetzen?“, will er wissen. Eva nickt und verrät uns noch, dass Frau Merkel sich nach göttlichem Beistand sehne. „Sie hat schon mehrfach um Rat nachgefragt. Aber so leid es mir auch tut, für diese Frau ist der Himmel leer.“

Teufelchens Grinsen friert ein. Er schluckt schwer. „Und was mache ich wenn die Deutschland zum Teufel schickt? Da muss es doch bitte eine Lösung geben! Die Hölle ist jetzt schon viel zu voll.“

„Vielleicht wäre ein Besuch des Don ein Signal für diese Frau“, sinniere ich und zwinkere Teufelchen zu. „Der könnte ihr einige Takte sagen. So ein kleiner Verwandlungszauber ist doch easy. Und im manipulieren bist du der ungeschlagene Meister.“

„Das habe ich nicht gehört“, lässt uns Eva wissen. „Aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert. Wehe, wenn du Unsinn machst. Und jetzt müsst ihr mich entschuldigen, ich habe ein Universum zu regieren.“

Zurück im heimischen Schlafzimmer schaut Elfchen konsterniert, als sie Teufelchen unvermittelt auf unserem Bett sitzen sieht. Aber sie kennt ihn schon und weiß, dass er harmlos ist.

„Ich muss euch was gestehen“, sagt Teufelchen unvermittelt. „Den Don, also Mr. President, den gibt es eigentlich nicht. Ich habe ihn schon vor Jahren durch einen Unterteufel ausgetauscht. Der echte sitzt in einer Zeitschleife fest und träumt von seinen Milliarden.“

„Und du hast die Kontrolle verloren?“, kommt mir ein Gedanke. „Ist doch so, oder?“ Teufelchens Gesicht sagt mehr, als alle Worte. „Ja, der Don macht jetzt was er will. „Aber du kannst den doch einfach wieder austauschen“, sage ich und ernte ein Kopfschütteln.

„Nee“, gesteht mir Teufelchen, „da hat der Vlad etwas dagegen. Weil der echte Don ja in Sibirien sitzt und Vlad mag ihn mir nicht mehr geben. Und was soll ich gegen Leute machen, die meine Existenz verleugnen? Ich habe doch nur Macht über jene, die an mich glauben.“

Ich tausche einen Blick mit Yuki und Elfchen nickt. „Lass uns das machen“, sage ich. „Die Superheroinen retten auch dich.“ „Wie soll das gehen?“, will Teufelchen sofort wissen. „Darf ich bitte mit?“ Er durfte. Zuschauen, was auch sonst?

Als ich einige Tage später einen Blick in den Höllenboten werfe, die Zeitung mit Feuer im Blatt, muss ich unwillkürlich lächeln. „Wintereinbruch in Sibirien“, lese ich und schaue auf das bezeichnende Titelbild.

„Der Redaktion bekannte Täter, haben einen antiken Gegenstand erfolgreich aus einem sibirischen Mausoleum entwendet und seiner wahren Bestimmung zugeführt. Wir beglückwünschen sie ausdrücklich zu diesem Coup und hoffen, auch beim nächsten Abenteuer wieder höllische Zeugen zu sein.“

Während meine Yuki-onna ihr eiskaltes Händchen auf meinen Unterarm legt und Cousin Fuyu Shogun sich lässig aufs Sofa lümmelt, sehe ich im Geist schon die nächste Schlagzeile des Höllenboten vor mir.

„Deutschland gerettet! Bundeskanzler Lu Zifers Partei, LfD = Licht für Deutschland, erzielte einen Erdrutschsieg mit 66 Prozent und wird für die nächsten Jahre mit Sicherheit regieren.“ Muss ich erwähnen, dass ich selten so laut lachte?

Theo und der braune Sumpf – Ein modernes Märchen

Im Bundesamt für Online Prävention, kurz STOP genannt, war Hochstimmung angesagt. STOP, die „Staatliche Online Prävention“, war ein Lieblingskind von Großinquisitor Heiko dem Maßlosen und seiner Busenfreundin Anetta Züngelschlange. Und der Zögling beider war hier Chef.

Eye of the Beholder

Theo B. Holder, war ein typischer Beamter. Der diplomierte Denunziant hatte es es vor allem unter Anetta zum Staatssekretär gebracht. Oder besser gesagt auf, der Absurdianer war nämlich bestens bestückt.

Im vorauseilenden Gehorsam, hatte Theo, der schon als Junge ein Fan Robertos des Blanken war, die  Taskforce „Weißes Netz“ gegründet. Automatisiert suchten dort diverse Programme, ob die Political Correctness eingehalten wurde.

Der Alarm kam an einem 13.Januar, um genau 5 Uhr 45. ADOLF., Automated Online Looking Flower, war fündig geworden. Ein Blog hatte die Aufmerksamkeit des Programms geweckt, ein Blog mit eindeutig rechten Parolen.

The Swamp

Theo fiel fast aus dem Bett, als ihn die Nachricht erreichte. Mit einigem Bedauern versprach er der schmollenden Anetta, sie später wieder zu beglücken. „Wir haben da nämlich was, meine Süße“, verkündete er. „Ein Treffer, der die Welt verändern wird!“

In seinem Büro angekommen starrte Theo zuerst fassungslos und dann mit immer breiterem Grinsen auf den Blog einer Frau aus Bananistan, die sich „Kandelaber“ nannte und dort auf einem Bein stehend, mit erhobenen Armen posierte.

„Die multikulturelle Gesellschaft hat keine lebensfähige Form des Zusammenlebens und das glaube ich auch“, war dort zu lesen. „Eindeutig ein Nazi-Spruch!“, rief Theo und notierte sich die Worte.

Noch bevor er weiter las, rief er beim Bundesamt für Sozialismus – BUMS – an und verlangte Heiko den Maßlosen zu sprechen. Aber der war in der Halle und übte dort eine Rede, versprach aber sich bald zu melden.

Heiko und der Armleuchter

Überhaupt wirkte der Blog recht wirr. Kandelaber war angeblich eine Meisterin des Spinnjitsu, einer verwobenen Kunst aus dem Mittelalter. Und sie schien eine Heikomanie zu haben. Überall waren kleine Verse, die den Großinquisitor betrafen.

Patriotin wollte die Kleine sein, wie alle Bananerinnen. „Patriotismus ist Liebe zu den Seinen, Nationalismus ist Hass auf die anderen“, konnte Theo lesen. Das war eindeutig ein rassistischer Spruch! „Brennen wirst du Hexe!“, geiferte Theo und leckte sich die Lippen.

Eine Lesbe war die Kandelaber auch, wie auf ihrer Seite stand. „Pah, Lesbe! Die braucht doch nur einen richtigen Kerl,“, knurrte Theo und malte sich aus, wie er sie … Aber das Telefon unterbrach seine Gedanken.

Rot ist die Liebe

Seine Sekretärin, Claudine Rothsocke, flötete ihm eine Nachricht ins lauschende Ohr. „Da sind zwei Herren, die sie dringend sprechen müssten, Herr Staatssekretär“, sagte sie, aber Theo hatte keinen Nerv für Kleinigkeiten. „Sollen später kommen oder warten“, erwiderte er. „Ich habe zu tun!“

„Jetzt habe ich dich!“, rief Theo zwei Minuten später und klatschte in die Hände, als er die nächsten Zeilen las. Das waren eindeutige Parolen. Klar, diese Kandelaber musste eine Rechte sein. „Verbieten!“, kreischte Theo, „diesen Blog werde ich mit Mann und Maus verbieten!“

Die Augen rechts!

Theo kopierte die folgenden Sätze. Alles klar, nur weitere Hetze! „Manche unserer Gegener können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die Rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen.

Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.“

Schande

Theo quollen fast die Augen aus dem Kopf, als er weitere Zitate las, die nur von einem rechten Wirrkopf kommen konnten, ja mussten! Vermutlich war diese Kandelaber eine Vortänzerin dieser Klientel. Aber das würde er, Theo, unterbinden!

„Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist.

Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.“

The Asylum

Theo sah sich schon verwöhnt im Ministersessel, umgeben von roten Strümpfen, als seine Träume jäh zerplatzten. Krachend flog die Tür auf und zwei Weißkittel stürmten in den Raum.

„Was …?“, rief Theo und spürte den Einstich einer Spritze. „Alles gut“, sagte der größere Mann, „morgen sieht die Welt schon wieder anders aus.“ Dann nahmen sie Theo mit. Und Claudine lächelte stumm.

Die Akte

Großinquisitor Heiko der Maßlose seufzte, als er Theos Akte schloss. „So ein Ärger“, murmelte er. „Jetzt habe ich meinen besten Mann verloren! Wie kann der auch die alten Zitate der Chefin mit rechten Parolen verwechseln. Kaum auszudenken, was die mit mir macht, wenn sie davon Wind bekäme!“

Heiko, der stets um Schadensbegrenzung bemüht war, rief dann doch bei „der Chefin“ an und informierte sie über Theos Kampf gegen den Rest der Welt. „Sorry Angie, der wird keinen Ärger mehr machen“, sagte er. „Und ich verfüge auch, dass deine alten Zöpfe entsorgt werden. Das ist dir doch angenehm.“ Und so hat er es gemacht.

Aufklärung

Um meine LeserInnen nicht völlig ahnungslos zu lassen, habe ich die Quellen der Zitate aufgelistet:

1. „Die mulitkulturelle Gesellschaft hat keine lebensfähige Form des Zusammenlebens und das glaube ich auch.“ (Angela Merkel, 2000)

2. „Patriotismus ist Liebe zu den Seinen, Nationalismus ist Hass auf die anderen.“ (Richard von Weizsäcker)

3. „Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die Rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen.

Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.“ (Angela Merkel, 2003)

4. „Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist.

Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.“ (Rudolf Augstein, 1998 – LINK ZUM ARTIKEL)

Grenzenlos

Grenzenlos bedeutet unendlich oder uneingeschränkt und steht als Wortspiel für offene Grenzen. Grenzenlos steht auch für die Naivität vieler Deutscher, die selbst nach den Morden in Freiburg und Berlin noch immer nicht aufgewacht sind.

Aber das muss man verstehen, so ein bisschen heile Welt ist wichtiger, als die Opfer. Abgestumpft von medialer Gewaltpräsenz und voll mit Gänsebraten, hat nur George Michaels Tod entsetzt. Der Sänger war bekanntlich eine Ikone, wen interessieren die Namenlosen aus Berlin.

Apropos Berlin! Direkt nach dem Fest muss eine neue Umfrage her, die nun die CDU im Aufwind sieht. Das sind doch wirklich tolle Neuigkeiten, 2017 wird die Bundesmutti erneut gewählt. Wer die Mörder ins Land ließ, hat der träge Normalo bis dahin längst vergessen.

Mutti, als Hüterin jener, die schon länger im Land der Bombenstimmung leben, hat dann schnell vom Thomas postulieren lassen, dass wir mit dem Terror leben müssen. Der Thomas, das ist nämlich ein guter Mensch, dem bald der kollaterale Terrororden am Lederstrumpf verliehen wird.

Wir wissen nun auch vom BKA, dass es Vergewaltiger schon vor der Flüchtlingswelle gab und diese netten jungen Männer nicht krimineller als (Bio)Deutsche sind. Sollten sie doch über die Stränge schlagen, wird das sofort entschuldigt. Das macht man(n) halt so in der Kultur von Asylistan!

Die deutsche Frau muss bereit sein ihr Opfer fürs Jungvolk zu bringen. Augen zu und ab dafür, der nächste Grapscher steht schon vor der Tür. 2017 werden Burka und Kopftuch auch für deutsche Frauen Pflicht. Und mit dem Schweinebraten ist auch bald Schicht.

Die Hauptmahlzeit wird 2017 Hammel sein. (Ab)Geschlachtet nach steinzeitlicher Sitte, wie es nur ein neuer Deutscher darf. Diese neuen Deutschen, das sind so richtig tolle Menschen! Ihrer Religion des Friedens huldigt gar die Antifa. Ist klar, die sind sich zu fein um Bomben zu werfen. Das machen dann die Männer ohne Nerven.

Noch 2016 hat es ein neuer Sport in die Medien geschafft. Live und in Farbe werden bevorzugt Frauen attackiert, die sich lustvoll jauchzend von Rolltreppen stürzen. Bricht dabei der Arm sind 100 Punkte fällig. Abzüge gibt’s für unverletzt.

Zum Jahresausklang noch eine wirkliche gute Rede, die so leider von keinem Politiker kam.

Warum Amerikaner gut und Russen immer böse sind

Russland gilt seit vielen Jahren als „Reich des Bösen.“ Militärische Konflikte und Diktatoren, haben viel zu diesem Bild beigetragen. Und heute „Zar Putin.“ Aber ist der russische Präsident wirklich so böse, wie ihn uns die USA und die Presse verkaufen?

Schaut man sich das Bild vom Russen aus den letzten paar Jahrzehnten an, wird sich schnell das Klischee vom mit dem Säbel rasselnden Bolschewiken durchsetzen, der die ganze Welt erobern will. Für Mütterchen Russland und den Kommunismus versteht sich. Vorwärts, die Rote Front marschiert!

Der Amerikaner, ein Patriot und Freiheitskämpfer, hat sich bekanntlich von England abgesetzt und mit ein wenig (viel!) preußischer Hilfe gegen dessen Militärmacht durchgesetzt. Ein paar Indianer, die den Weg nach Westen versperrten, hat er so nebenbei zur Seite geräumt. Das macht man dort so und heute irgendwie immer noch.

Der „Ami“, wie ihn Europäer liebevoll nennen, hat gleich zweimal die Deutschen verhauen. Und die Japaner gleich mit. Nur weg mit den Achsenmächten! So wirklich klar verständlich ist dieses Handeln aber nicht, sollten die Deutschen doch „das Bollwerk gegen den Kommunismus“ sein.

Den „Ami“, den kennen wir auch aus den Western und dort meist in Gestalt von John Wayne. Der war zwar ein Rassist, aber seine Filme waren schön. Sagt Mann zumindest und der muss es ja wissen. Der „Russe“ hat unterdessen eine Mauer in Berlin gebaut und einen „Eisernen Vorhang“ im Osten gewebt.

Gut, das ist alles schon eine Weile her und selbst den KGB hat das Ende der UdSSR kalt erwischt. Dessen Ex-Agenten sind heute entweder reiche Oligarchen, noch reichere Verbrecher oder sogar russischer Präsident. Womit wir schon beim „bösen Zaren Putin“ wären, der die Welt das Fürchten lehrt.

Und schon habe ich ein gewaltiges Problem, der letzte Satz ist nämlich eine glatte Lüge. Genau diese Lüge, aus Misstrauen, Hass und hörigem, staatlich finanziertem und gelenktem Journalismus entsprungen, verfolgt uns seit geraumer Zeit. Und sie überdeckt jede Berichterstattung, die aus dem neuen Reich des Bösen kommt.

Nein, ich bin keine Linke und werde niemals eine sein. Aber ich stamme aus einem Land, das noch östlicher als Russland liegt. Vielleicht hat mir das eine andere Sichtweise beschert, die nicht aus dem guten Ami und dem bösen Russen besteht. Beide Begriffe sind so dumm wie falsch.

Die USA verfolgen seit Jahrzehnten ihre eigene Politik, die sie zur absoluten Supermacht und Weltpolizei machte. Ihrem Verständnis von Demokratie mussten alle anderen folgen. Taten sie das nicht, wurden sie eiskalt abserviert. Die USA als Chef der NATO steht nun Gewehr bei Fuß vor Russlands Tür. Die Frage ist warum machen die das?

Wenn wir auf Putins 1. und 2. Amtszeit blicken, werden wir unzählige Signale in Richtung Westen sehen. Seine Rede im Bundestag ist legendär. Gebracht hat sie Deutschland und Russland leider nichts. Die Dummheit deutscher PolitikerInnen, der Druck der USA, hat eine deutsch-russische Wirtschaftsunion verhindert.

Die Gefahr einer russischen Dominanz, eine pro-russische Diktatur in diesem Land, ist so total aus der Luft gegriffen, dass man schreien möchte. Russland (Putin) hat zwar durchaus Interesse an Europa, sprich hier seinen Einfluss auszuweiten, aber das muss nicht mit jenen negativen Konsequenzen verbunden sein, die uns Presse und Amerika gern erzählen.

Die guten USA, das wissen wir, hören bekanntlich nur die Kanzlerin ab, spioniert(en) ungehindert bei deutschen Unternehmen, operieren von Ramstein aus mit Drohnen, die in „Arabien“ Menschen töten und stationieren nun sogar wieder Atomwaffen in Deutschland. Oder waren die immer noch da?

Die guten USA und die noch besseren Europäer, sind auch so ein bisschen in Syrien einmarschiert. Also so quasi, irgendwie, mit Bombern und dafür ausgebildeten Kurden, die sogar gegen den (von den USA und den Saudis unterstützten) IS kämpfen.

Den bösen Russen ist dann irgendwann der Kragen geplatzt und sie haben Teile von Syrien in die Steinzeit gebombt. Klar, da Putin und Assad doch dicke Freunde sind. An der Stelle sollte weltweit ein riesiger Lacher folgen, denn Putin und den meisten Russen, ist Assad ziemlich egal.

Aber die Russen wissen im Gegensatz zum größten Teil der (freien) Welt, was Instabilität bedeutet, wenn eine Union, ein Staat zerfällt. Und sie haben Interessen an der Region, um sie vor noch mehr Terror zu schützen, der dann auch in Richtung Russland marschiert.

Also haben sie eingegriffen und versuchen zu stoppen, was eigentlich nur ein mittelalterlicher Glaubenskrieg zwischen den verschiedenen Strömungen des noch immer nicht reformierten Islam ist. Eine Lösung ist nicht in Sicht und Gewalt (gegen Zivilisten) ist sowieso falsch.

Aber statt Tagesschau und Heute-Journal zu verfolgen und deren gelenkte Lügen anzusehen, sollten sich die BürgerInnen Deutschlands lieber fragen, wer von diesem Krieg wirklich profitiert. Und wer die Fernsehbilder liefert, die immer dann erscheinen, wenn es um (russische) Bomben gegen gute Syrer geht.

Auch wenn ich Assad nicht besonders traue, welcher Politiker ist schon ehrlich, seine Gegenfrage während eines Interviews, wieso die syrische Armee denn bitte den Eingeschlossenen von Aleppo die Nahrung verweigere, die Waffenlieferungen dort aber ungehindert ankämen, sollte jeden kritischen Bürger nachdenklich machen.

Russland, Putin ist so wenig böse, wie die USA die Guten sind. Vielleicht hätte es bei mehr Freundschaft mit Russland, die aktuellen Probleme nie gegeben. Vielleicht hieße dann das Reich des Bösen Amerika.

 

Die unmündigen Zwillinge

In meiner Eigenschaft als Televisionärin, habe ich mir das Fernsehen vorgeknöpft. Bewaffnet mit Fernbedienung und Handy, habe ich trendig durch die Kanäle gezappt. Nun bin ich voll im BILDe und ihr seit das bald auch.

Der Tag der deutschen Einheit ist Geschichte und „das Pack“ hat in Dresden protestiert. Der Claudia hat das nicht sonderlich gefallen. Sie schimpft und geifert wieder wirr. Aber das kennt man schon von dieser Dame. Mehr braucht es nicht um GRÜN zu sein.

Der Bruno, das war früher mal ein Netter, den aber heute keiner mehr sehen will. Daher wird er nun von linken Staatsfunk eingeladen, um über das Volk als Problem zu wettern. Dem Markus gefällt das. Vor allem gefällt er sich selbst. Daher bricht er auch immer (s)eine Lanze. Die Wahrheit bleibt dabei außen vor.

Nach der Meinung diverser Experten steht nun also fest, der Deutsche kann keine Demokratie. Erst die Alliierten haben sie Deutschland als „Geschenk“ gebracht. Zwar haben die Weimar vergessen, das macht aber nix. Kann ja jedem LINKEN mal passieren.

Der Deutsche, der ist nämlich immer noch ein „später Nazi“, wenn man diversen Medien Glauben schenken soll. Das liegt daran, dass er nie erwachsen wird. Seit vielen Jahren wird er von Mutti drangsaliregiert. Das hat totale Tradition im deutschen Land und kommt niemals aus der Mode.

Mode sind auch Muttis grünrotschwarze Jäckchen, die ihren Zeitgeist karikieren. Bisher konnte sie geschickt verbergen, dass der marxistisch-leninistisch ist. So ist das eben als Kind des Kaders. Aber das hat nur Mielke gewusst.

Mutti hat zwei Kinder, die zum Problem geworden sind. Sie heißen Wessi und Ossi und sind eigentlich Zwillinge von Geburt. Aber der Wessi ist fett geworden und irgendwie lethargisch. Zumindest wenn es um politische Fragen geht.

Sein Ossi Bruder ist anders. Der geht Montags auf die Straße und spielt bei der Willkommenskultur nicht mit. Mutti hat das irritiert. Weiß sie doch was gut für ihre Kinder ist. Also hat sie eine Doktrin erlassen und „Wir schaffen das!“, gesagt.

Und damit ihre Doktrin auch eingehalten wird, hat sie den Heiko und den Thomas eingesetzt. Die maßregeln alles von innen nach außen und zensieren gleich noch mit. Wessi hat fleißig genickt und ist zur Arbeit gegangen. Um brav seine Steuern zu bezahlen, die unsere Andrea dann verprasst.

Die Andrea, das ist nämlich eine Gute! Die will, dass Muttis Kinder länger malochen und noch mehr Steuern abdrücken. Damit die Rentenformel weiter stimmt und wir Muttis uneheliche Kinder finanzieren. Davon hat sie nämlich eine Menge, was sie bisher verheimlicht hat.

Wessi zahlt brav für deren neue Kleider, bis er selbst bald nichts mehr hat. Dem Ossi hat das nicht gefallen und er hat den Mund weit aufgemacht. Aus Angst, er könne seinen trägen Bruder auch verderben, wird er (weg)gezüchtigt. Mutti schafft auch das.

Ich schaffe an dieser Stelle den Kunstgriff von der Satire zur Realität und möchte mit zwei Zitaten von Theodor W. Adorno enden über die jeder selbst nachdenken kann.

Kritik ist aller Demokratie wesentlich. Nicht nur verlangt Demokratie Freiheit zur Kritik und bedarf kritischer Impulse. Sie wird durch Kritik geradezu definiert …

Mit der Voraussetzung von Demokratie, Mündigkeit, gehört Kritik zusammen. Mündig ist der, der für sich selbst spricht, weil er für sich selbst gedacht hat und nicht bloß nachredet; der nicht bevormundet wird.

Das erweist sich aber in der Kraft zum Widerstand gegen vorgegebene Meinungen und, in eins damit, auch gegen nun einmal vorhandene Institutionen, gegen alles bloß Gesetzte, das mit seinem Dasein sich rechtfertigt.

Wenn der GRÜNE Vogel zwitschert

GRÜNE sind anders. Das haben wir immer schon gewusst. Da sitzen in den Parlamenten so komische Typen, die Haschisch rauchen und lange Haare haben. Und Mama Alice Grün stillt derweil ungeniert ihr Baby, dessen Vater irgendwo am Hindukusch kämpft.

Bei den GRÜNEN herrschen andere Sitten, als beim Rest der politischen Welt. So darf der Cem, Deutschtürke und Erdgoan Feind, nach korrupter Verbannung nun so eine Art Chefsprecher sein. Das macht er auch richtig gut. Vor allem seit er unter Polizeischutz steht.

Dann gibts da noch die Rote Claudia. Gut, die ist eigentlich recht blond. So wie die Renate, die immer kühn zu Twitter und Facebook hastet. Die Claudia, das ist eine Gute! Aber vermutlich doch in der falschen Partei. Vielleicht gehört sie doch in die SFPCDSU.

Aber zurück zu Renatchen, dem eigentlichen Star dieses launigen Schriebs. Die Renate, die hat nämlich am Montag einen Fauxpas gemacht. Das Vögelchen, das sie statt schwerer Hirnmasse hat, ließ sie einen tollen Text zum Attentat in Würzburg twittern.

„Tragisch und wir hoffen für die Verletzten. Wieso konnte der Angreifer nicht angriffsunfähig geschossen werden???? Fragen!“ Nun isses ja so in Deutschland, dass die GRÜNEN grundsätzlich gegen alles sind. Aber für sich natürlich und für dicke Dienstwagen und für ein tolles Gehalt. So auch die Renate. Ja ne, IS klar!

Aber Polizisten sind ja alle Mörder, die man am liebsten alle entlassen will. Und die Bundeswehr auflösen sowieso. Damit die Grenzen endlich offen sind und der Schleier des einzig wahren Glaubens für immer über uns fällt. Dann haben sich alle ganz doll lieb und die Renate wird Familienministerin.

Der Hintergrund vom Renatischen Ausraster, ist so ein armer Kerl aus Asylantien gewesen, besser als Afghanistan bekannt. Natürlich war der traumatisiert, weil er keinen Porsche bei der Ankunft in Deutschland bekam und bei einer doofen Gastfamilie sein Leben fristen musste. Bei Wasser und Hammel versteht sich. Schweinshaxen isst selbst der GRÜN(st)E Türke nicht.

Unser Traumatisierter, der noch süße 17 Jahre zählte, war über die schlechte Behandlung im grünen Deutschland und dem Einfall chinesicher Touriterroristen so empört, dass er sich prompt eine Axt schnappte und mit Hilfe seines einzig wahren Gottes, einige massakrieren wollte.

Das muss man als (aus)gebildeter Deutscher natürlich verstehen und ihm seinen jugendlichen Zorneswillen lassen. Was ist auch schon dabei, wenn man einen von 1,5 Milliarden Chinesen killt? Und noch ein paar Deutsche gleich mit. Damit unser Traumatisierter endlich Arbeit und den versprochenen Porsche bekommt.

Aber eigentlich war das ja alles nur Spaß! Der Trauma-Asylantier, hat ja keinen umgebracht! Es war doch nur (s)ein Schrei nach Liebe. Vermutlich hat sich das auch die Renate gedacht, als ihr Vögelchen zwitscherte. Wie kann auch so ein Doofmann von Polizist, den armen Jungen einfach erschießen?

Der ist doch freundlich und mit blutverschmierter Axt, auf den Beamten und seine Kumpels zugelaufen. Damit die auch was davon haben. „Ach warte noch ein Weilchen, dann kommt der Afghane mit dem Beilchen.“

Tatort Istambul – Der inszenierte Putsch

Freitag, 15.07.2016. Während das deutsche Staatsfernsehen eisern schweigt, fallen in der Türkei Schüsse. Ein (angeblicher) Putsch gegen Präsident Erdogan erschüttert das Land. Im KanzlerInnenamt schrillen die Telefone, die ARD und ZDF Oberen rufen an. „Sag Mutti, was sollen wir jetzt machen?“

Natürlich ist das gelogen. Die Medien sind doch (un)frei! Es gab Tote in der Türkei. Aber das erfahren Deutsche erst Stunden später. Die BBC und CNN konnten das wie immer besser. Vielleicht zahlt man denen auch mehr Geld. Ich meine was sind schon 8 Milliarden für die Öffentlich Rechtlichen pro Jahr?

Wieder waren es die sozialen Netzwerke, die berichtet haben. Live, während die deutschen Reporter in den Betten lagen. Oder erst am nächsten Morgen gegen 9 Uhr wie Phoenix aus der Nachrichtenasche kamen. Kann ja mal passieren.

Wer steckt hinter den Schüssen? Klar, es waren natürlich böse Soldaten, die unzufrieden mit dem guten Sultan Erdogan gewesen sind. Bestimmt waren sie verblendet und Hirngewaschen. Das kennt man doch aus Filmen, wie das vor sicht geht.

Statt die Regierung festzusetzen, hat man Fernsehsender gestürmt und ein Statement verlesen. Ob die Soldaten da wohl etwas verwechselt hatten? Aber vielleicht war das nur eine Übung. Oder doch die Show mit Telefonjoker, den der fast gestürzte Erdogan nun gab. Das (Wahl)Volk als zweite Chance. Der hat’s drauf der Mann!

Man muss kein Hellseher sein um zu begreifen, wie stümperhaft die (angeblichen) Putschisten vorgegangen sind. Und welche Chance sie dem Sultan vom Bosporus nun gaben. Vor allem wie schnell der handelte und gegen wen. Tschüss ihr Kritiker, die Gefängnisse warte(te)n schon.

Auch wenn jede Show ein Ende hat, so geht die in der Türkei noch weiter. Nur die DarstellerInnen werden andere sein. Vielleicht (wieder) kurdische Frauen und Kinder, die vor Erdogans Panzern fliehen. Ihre Männer hat der Obertürke längst kalt gemacht.

Ein Engel für Deutschland

Es gibt Tage, an denen mich wirklich der Teufel reitet. Zumindest bildlich gesprochen. Als prominenteste Lesbe Deutschlands, habe ich bekanntlich kein Interesse an irgendwelchen Kerlen. Aber wie anders sähe mein Leben aus, wenn ich eine Blondine wäre.

Aber wie verwandelt sich eine dunkelhaarige Japanerin in eine unterkühlte Schönheit? Diese Antwort wissen nur diverse Götter. Und von denen kenne ich mehr als genug. Dumm nur, die himmlische Hotline ist besetzt. Klar, da rufen auch Millionen an. Aber Eva Gotts geheime Nummer rettet mir den Tag.

„Yumi“, das ist aber schön deine Stimme zu hören“, flötet mir Frau Gott ins japanische Ohr. „Eben noch haben wir von dir gesprochen.“ „Quatsch mal nicht rum“, unterbreche ich ihren Redefluss, „ich hätte da gern mal ein Problem!“

Hätte nun Captain Kirk „Scotty, beamen!“, gesagt, ich wäre kaum überraschter gewesen. So aber finde ich mich prompt im Bernsteinzimmer wieder. Umgeben von einer wahrhaft himmlischen Schar. Eva und Adam sitzen Hand in Hand, ihnen gegenüber die Zwillinge Gabriel und Michael, die mich finster mustern.

Was vielleicht an Teufelchen liegt, der ihnen Honig auf die Stühle klebte. „Sorry Mama“, murmelt er in Richtung Eva und winkt mir danach fröhlich zu. „Frau Landar!“, ruft er ausgelassen, „was bringt dich in diese Schlangengrube?“

„Mit dir habe ich noch ein Hühnchen zu rupfen“, sage ich, „Buddha ist immer noch total besoffen. Wie konntest du ihm auch nur ein ganzes Fass reinen Wein einschenken? Der verträgt doch höchstens 15 Liter. Jetzt flirtet er mit Shiva, die sich kaum noch vor ihm retten kann.“

„Was können wir für dich tun?“, will Adam wissen, der wirklich wie das fleischgewordene Bild von da Vinci aussieht. „Dem Leo habe ich Modell gestanden“, gibt er flüsternd zu.“ Ich schnaufe erbost, jetzt kann der Kerl auch noch Gedanken lesen!

„Na ich wäre gern mal eine Deutsche“, sage ich trotzdem keck. „Ihr wisst schon, so mit langen Beinen und Körbchengröße 80 C.“ „Du willst größer werden?“, vergewissert sich Adam. „Den deutschen Pass hast du doch schon.“ „Mann!“, empöre ich mich gekonnt. „Ich rede von blauen Augen und blondem Haar!“

„Wozu soll das gut sein?“, fragt Gabriel, der sich noch immer den Hintern mit grünen Papierservietten wischt. Klar, er hatte auch eine wahrhaft teuflische Niederlage. „Oder willst du für die CDU kandidieren?“

„Nein danke!“, erwidere ich und spüre eine Gänsehaut auf meinem Rücken. „Die haben doch schon ihre blonden Hoffnungen verheizt. Ich will einfach nur wissen, wie das so ist. Kann mir dabei denn keiner helfen?“

„Ich, hier ich!“, ruft Teufelchen und schnipst mit dem Finger. „Sag Mama darf ich? Das ist doch genau mein Ding!“ „Du willst Leute veralbern?“, will nun Eva wissen, „oder wie sonst darf ich deinen Wunsch verstehen?“ „Als pure Neugier“, erwidere ich. „Albern sind nur die anderen, das weißt du doch.“

„Einen Tag und keine Sekunde länger“, beschließt Eva und zieht sich mit Adam in den Garten Eden zurück. „Wehe ihr haltet euch nicht dran“, ruft sie noch. „Dann grüßt euch jeden Tag das Murmeltier für die nächsten Jahre.“

„Die gehen schon wieder Kinder machen“, verrät mir Teufelchen frech. „Komm mit, wir müssen in die Hölle. Hier oben fehlt mir die Luft zum zaubern.“ Gesagt, getan und eine Lichtsekunde später bestaune ich mein neues Spiegelbild. Claudia Schiffer wäre ein Mauerblümchen gegen mich.

„Boah siehst du krass aus!“, schwärmt Teufelchen und leckt sich lüstern seine Lippen. „Zu dumm, dass du nur auf Frauen stehst.“ Als ich die Nase rümpfe korrigiert er seinen Fehler schnell. „Aber ich könnte meine weibliche Seite zeigen“, bietet er mir an. „Der Teufel ist doch auch nur eine Entität.“

Mein ausgestreckter Mittelfinger lässt ihn schallend lachen. „So mag ich dich, Blondie. Und jetzt lass uns zu Vadder Abraham gehen!“ Ich überlege kurz und nicke. „Dann los du Schlumpf. Aber denk dran, da ist nix mit bücken!“

Weniger himmlische, als vielmehr teuflische Kontakte, haben mir eine Stunde später den Zugang zu einer Casting Show verschafft. „Ein Engel für Deutschland“, heißt die Chose, die von Diedär B. Nixzuholen geleitet wird. Und „The Diedär“, wie ihn Freunde auch gern nennen, steht total auf blonde Frauen.

Schlagfertig überstehe ich die erste Runde. Und plötzlich haben alle Mädels blaue Augen. Teufelchen fällt fast um vor Lachen. „Das war großes Karate!“, ruft er immer wieder und versucht mich zu imitieren. „Los, jetzt mischen wir den Diedär auf.“

Heels und seidige Strümpfe lassen meine Beine noch länger wirken. Diedär schwitzt, der alte Schwerenöter ist heute schon bei den anderen Mädels abgeblitzt. In mir sieht er seine letzte Chance. Aber als Teufelchen in Gestalt einer Rothaarigen die Szene betritt, bin ich fast vergessen.

Es ist Vadder Abraham, der mir den Abend rettet. Der Schussel vergibt alle Punkte an mich und geht dann Boxen kucken. Arthur, sein Ziehsohn hat gerufen. Und ich nehme den Titel „Engel für Deutschland“ mit. Im Rausch der Sinne will ich jubeln, als die Szene plötzlich wechselt und Teufelchen mich schnell zurück ins heimische Wohnzimmer schubst.

Gerade rechtzeitig! Schon läuft mir ein Schauer über den Rücken, als eine eiskalte Hand mein Gesicht berührt. Es ist Yuki, die ihrem Namen alle Ehre macht. „Kommst du zum Essen?“, fragt sie lieb. „Es gibt Bohnen. Die kannst auch du (B)Engelchen essen.“

Die Leiden der Frau Gott

Ich komme kaum zur Ruhe in diesen Tagen. Ständig rufen Prominente bei mir an, die Rat und Hilfe wollen. Von Trump bis Böhmermann sind alle dabei. Irgendwie scheinen Männer auf mich zu stehen. Was wenig verwunderlich ist, da ich Deutschlands lesbische Hoffnung bin.

Aber so komme ich nie zu meinem neuen Buch. Wer soll die Rechnungen bezahlen? Immerhin durfte ich einen Blick in den Lesbenhimmel werfen und bin noch immer angenehm überrascht. Teufelchen und der Rat der Engel sind zufrieden. Im Handumdrehen habe ich die himmlischen Finanzen saniert.

„Was überrascht dich so mein Kind?“, erklingt eine angenehme Frauenstimme. Ich schrecke hoch und sehe Frau Gott vor mir. Kurze Pause, harter Schnitt. Woher kann ich wissen wer sie ist? Natürlich ist Buddha schuld, mit dem ich gestern ein Arbeitsessen hatte.

„Weißt du“, hat er zwischen zwei Bissen Brust oder Keule gesagt, „ich muss dir was erzählen. Dieser Christengott, also du weißt schon wer, hat euch jetzt mehr als zwei Jahrtausende an der Nase herumgeführt. „Ich glaube du verwechselt da was“, unterbreche ich ihn ruppig. „Ich bin keine Christin sondern Zen-Buddhistin!“

Aber der Dicke schmunzelt nur und langt weiter zu. „Ob du noch etwas Braten hättest?“ Nachdem auch der und jede Menge Nachtisch in seinem Kugelbauch verschwunden ist, lehnt sich Buddha seufzend zurück. „Das war jetzt echt gut“, sagt er. „Gibt’s auch noch was zu trinken?“

Fünf Liter Reiswein später schwebt Buddha nun auf Wolke 7. „So“, lallt er, „wo warsch schtään gebliebhän?“ „Oh Gott!“, entfährt es mir. „Nun isser auch noch besoffen.“ „Gott, tschawoll ja“, sagt Buddha und schlägt sich auf den Bauch. „Weissu, der … also die Alte, die ist auch nur ’ne Frau.“

Müßig zu sagen, dass ich Chauvi zu ihm sage, was ihn beleidigt zum Teufel gehen lässt. „Hammisch eingeladen“, ruft er mir zum Abschied zu. „Issän äscht nettär Kärl.“ „Du mich auch!“, gebe ich ihm mit auf seinen Weg. „Komm erst wieder, wenn du nüchtern bist und Satori wieder aus dir spricht.“

Frau Gott lächelt fein, als sie mir in die Augen schaut. „Wieso siehst du so aus wie ich?“, will ich wissen und bin kein bisschen überrascht. „Das Göttliche steckt in jedem Mensch“, erwidert sie orakelhaft. „Hast du das noch nicht gewusst? Ich bin du und du bist ich.“

„Setz dich“, sage ich und deute auf den Sessel neben mir. „Du willst mir doch kaum erzählen, dass du mich abwerben willst? Und könntest du damit aufhören in Rätseln zu sprechen? Das habe ich bei Buddha auch schon exorziert.“

Frau Gott setzt sich und ich schaue sie mir genauer an. Vor mir sitzt meine exakte Kopie. „Soll ich dir auch die Bücher machen?“, frage ich und spiele auf den Wunsch des Himmels an. „Und was willst du eigentlich hier? Solltest du nicht auf der universellen Götterkonferenz abgeblieben sein?“

Sie winkt ab und sieht plötzlich ganz traurig aus. „Die quatschen jetzt seit 5 Milliarden Jahren“, erwidert sie. „Weiter als bis zum „who is who“ sind wir noch nicht gekommen. Verstehst du jetzt, warum es auf der Erde so gottlos ist?“

„Moment mal“, unterbreche ich. „Du hast doch die Menschen angeblich erst vor kurzer Zeit erschaffen!“ „Wer ich?“, empört sich Frau Gott sofort. „Ey hast du ’ne Meise, oder was? „Ich habe damit eigentlich gar nix zu tun, ja? Aber was kann ich dafür, wenn Adam so ’nen tollen Body hat.“

„Wie jetzt?“, frage ich verwirrt. „Du hattest was mit Adam?“ Frau Gott wird wirklich rot und nickt. „Ja“, flüstert sie. „Findest du das schlimm?“ „Ja, also nein“, murmele ich und schüttele den Kopf. „Aber ich dachte seine Frau sei Eva?“ „Aber ich bin doch die Eva!“, höre ich. „Ich bin die absolute Weiblichkeit.“

„Oh Mann!“, entfährt es mir, „das ist ja alles total kompliziert. „Und wer war dann die Schlange und was ist mit Kain und Abel? Hast du Teufelchen wirklich in die Hölle geschafft und …“ Ich unterbreche meine Rede und schaue Eva an. Was hat sie mir zu sagen?

„Es gab keine Schlange“, erklärt mir Eva leise. „Die habe ich erfunden nachdem ich schwanger war. Du kannst dir kaum vorstellen, was die Menschen so alles von mir glauben, wenn ich das wirklich will.“ „Waren Kain und Abel deine Kinder?“, will ich wissen. „Und was ist eigentlich mit Adam geschehen?“

„Quatsch!“, sagt Eva und winkt ab. „Teufelchen ist mein erstgeborener Sohn. Was glaubst denn du warum der sonst in den Himmel darf? Aber die Zwillinge Gabriel und Michael sind total neidisch auf ihn. Und der Rest der Familie irgendwie auch. Er ist der Größte. Auch wenn er viel kleiner ist.“

Eva macht eine kurze Pause und sieht sich in meiner Wohnung um. „Schön hast du es hier“, lobt sie mich. „Ich würde auch gern bei dir wohnen. Aber und das finde ich total witzig, in deinem Herzen hat nur dieser dicke Buddha Platz. Wie passt der da eigentlich rein?“

Sie erwartet keine Antwort und lächelt verschmitzt. Auch das hat sie von mir abgeschaut. „Adam vertritt mich als Platzhalter bei der Konferenz“, fährt sie dann fort. „Und nicht nur dort. Wir haben ihn als Vorbild für den lieben Gott genommen. Mich würden die ja olle Zicke nennen, oder Biest.“

Wir müssen beide lachen, der Witz ist angekommen. Was mich erneut zur Frage der Menschen bringt und ihren geistigen (Ver)Führern. „Ich wäre kaum so blöd und würde Menschen nach meinem Ebenbild erschaffen“, sagt Eva. „Eines Tages waren die da. Vielleicht habe ich sie geträumt. Kann ja mal passieren, oder?“

„Und was ist mit Jesus?“, will ich wissen. „Kennst du den, war der wirklich dein lieber Sohn?“ „Darüber möchte ich doch lieber schweigen“, sagt Eva und schaut mich nachdenklich an. „Andererseits ist es schon erschreckend, was die Menschen aus ihm machten. Ich fand das nie besonders gut.“

„Und warum hast du nicht eingegriffen?“, will ich wissen und ahne die Antwort schon. „Habe ich doch! Was glaubst du denn, wer Maria Magdalena war? Hm? Aber diese alten Patriarchen haben sie verleugnet und zur Sünderin gemacht. Und ich hatte weder Zeit noch Lust mich mit denen weiter zu streiten.“

„Warum bist du wirklich hier?“, frage ich. „Du hast doch was auf dem Herzen?“ „Ich lese dein Blogjournal“, gesteht sie mir. „Auch Eva Gott ist im Heute angekommen! Ich finde es gut, wie sehr du dich für Frauenrechte engagierst. Das wollte ich dir einfach nur mal sagen.“

Plötzlich beugt sie sich vor und blinzelt verschwörerisch. „Und ich fand es herzerfrischend, wie du Teufelchen an den … äh … Hörnern gepackt hattest. Der braucht manchmal eine harte Frauenhand, um ihm den Weg zu weisen …“

„Was machst du denn, mit wem sprichst du?“, höre ich Yukis Stimme und prompt schwebt Elfchen neben mich. Wild schaut sie sich um. „Ich hätte schwören können, dass du eine andere Frau bei dir hattest! „Ja“, mein Spiegelbild“, sage ich sanft und ziehe meine Süße auf den Schoß. „Und eine wahrhaft göttliche Idee.“ Hat sie euch gefallen?