Auge um Auge, Zahn um Zahn

Deutschland, Europa und auch die USA sind überwiegend christlich geprägt. Christliche Werte bestimmen den Alltag und den (Aber)Glauben der Menschen. JapanerInnen haben damit kein Problem. Wir sind zwar überwiegend Buddhisten, aber irgendwo auch Shintoisten und christliche Bräuche mögen wir auch recht gern.

Als Buddhistin war ich vom Religionsunterricht befreit, habe mich aber freiwillig neben meine Freundin Nathalie gesetzt und den Geschichten um Jesus und seine Apostel gelauscht. Schon damals fielen mir gewisse Ähnlichkeiten mit dem Buddhismus auf. Ich mochte die friedlichen Christen.

Eine Japanerin (be)sucht Gott

Klein-Mayumi ist also tapfer mit in die Kirche marschiert und hat der Pfarrerin zugehört. Eines Tages, ganz meiner Natur entsprechend, hat sich mein Widerspruch geregt, als ich von den 10 Plagen gelesen habe. „Warum hat dieser Gott Kinder umgebracht?“, wollte ich wissen, „das war falsch!“ Die Pfarrerin erklärte mir, dass Gott sich niemals irre und wir ihn nicht mit menschlichen Maßstäben messen könnten.

Wenn ich mich richtig erinnere, ich war damals erst 9 Jahre alt, habe ich der Geistlichen heftig widersprochen und gesagt „Wenn dieser Gott wirklich so mächtig ist, wieso hat er die Juden nicht einfach aus Ägypten geführt? Wieso musste er diese 10 Plagen schicken?“ Wieso, weshalb, warum …?

„Buddha lehrt uns keine Gewalt auszuüben“, habe ich ihr erklärt, „er hätte das niemals getan!“ „Aber du hast doch auch schon Jungs verprügelt“, kam der schmunzelnde Konter. „Ich habe mich gewehrt!“, gab ich empört zurück. „Außerdem leben die ja noch und sie haben angefangen!“ Kindermund tut Wahrheit kund.

Friede sei mit euch!?

Die Frau hat mit viel Geduld versucht mich zu überzeugen und ist natürlich gescheitert. Danach empfand ich die Christen als weniger friedlich und ihr Gott war mir suspekt. Ich habe Nathalie in den buddhistischen Tempel in Düsseldorf mitgenommen, das fand sie richtig toll. Mit der Zeit hat sie beschlossen ihren eigenen Glauben zu pflegen. Buddha für immer.

Ich habe trotzdem in der Bibel gelesen und ab und an mit der Pfarrerin debattiert. Die Frau war nett, aber mir geistlich nicht gewachsen. Dabei sind Buddhas Lehren für jedermann. Aber offenbar nichts für evangelische Christen. Was mich zum eigentlichen Kern des Beitrags führt: Auge um Auge, Zahn um Zahn. Damit habe ich so mein Problem.

Da haben wir also dieses „Tier“ in Syrien, wie der Herr Trump den syrischen Herrscher bezeichnet hat. Der Herr Trump, das wissen wir alle, twittert für sein Leben gern. Und der Herr Trump ist auch der oberste Weltpolizist. Er und seine USA. Geht ja mal so überhaupt nicht, dass so ein Diktator wie der Herr Assad die eigene Bevölkerung massakriert! Das machen die Amerikaner zwar auch, aber die nennen das anders. Was macht das schon, wenn mal wieder ein Cop einen unschuldigen Schwarzen erschießt! Fair wäre es, wenn dann eine afrikanische Armee in die USA marschiert. Rufen wir doch mal im Kongo an.

The Good, the Bad and …?

Als guter Christ muss der Herr Trump also christliche Raketen schicken, die den Herrn Assad bestrafen. Zwar hat er keinerlei Beweise, aber als Weltpolizist ist er sowas wie Gott und der irrt sich bekanntlich nicht. Die Anschuldigung genügt sich also wieder einmal selbst, wie schon im Fall Skripal. Ich weiß nicht, welches Gift angeblich gegen den Mann eingesetzt worden ist, aber ich habe meinen Onkel, den Polizisten gefragt und der sein Team vom Labor.

Wenn es Nervengift war, so deren einhellige Meinung, war die Dosis minimal. Sonst wären Dutzende, vielleicht Hunderte gestorben. Das ist so bei Nervengift. Mal ehrlich, so stümperhaft kann kein Geheimdienst sein. Vielleicht war es auch nur eine Warnung? Nein, mit Nervengift spaßt man nicht. Auch minimale Spuren sind langfristig tödlich. Wobei lang relativ zu sehen ist. Aber die deutschen Medien verschweigen das. Oder sie haben mal wieder einen schlampigen Job gemacht. Kann ja mal passieren …

Überhaupt sollten die Medien hellhörig geworden sein, als die Amerikaner angebliche Forschungseinrichtungen der Syrer bombardierten. Man beschießt also Einrichtungen, in denen vermutlich chemische Kampfstoffe lagern und riskiert zig Tausend Tote? Wieso denkt eigentlich keiner nach bevor er den Mund aufmacht und solchen Quatsch verbreitet? Ich vergaß, weil die Medien das denken für die Bevölkerung übernehmen. Vielleicht ist es an der Zeit genau das zu ändern.

Ein bisschen Frieden

Nun sind auch BuddhistInnen nicht immer friedlich, wie man an meinem Beispiel gut erkennt. Nur schieben wir niemals den Glauben vor, wenn wir anderen den Hintern versohlen. Wir haben immer einen anderen Grund. Das Argument „Myanmar“ ist übrigens so dumm wie lächerlich. Was dort passiert ist purer Rassismus und hat nichts mit dem Glauben zu tun. Aber auch das hat wieder niemand gewusst.

Japan hat eine kriegerische Vergangenheit und auch mir sind Maßnahmen gegen Ungerechtigkeit nicht fremd. Nur kann ich unterscheiden wann es eine Backpfeife gibt und wann einen Tritt in den Hintern. Der Herr Trump, den seine ultrageheimen Geheimdienste auf Kurs gebracht haben, hat erneut überreagiert. Und morgen schießt er dann Raketen nach (Land deiner Wahl)?

Was die meisten übersehen, ein Präsident der USA ist nur für einige Jahre gewählt. Die Geheimdienste aber bleiben für immer. Vielleicht schaut der eine oder andere einmal nach dem Begriff „Tiefer Staat.“ Vielleicht gehen dann einigen die Augen auf. Aber vielleicht schlafen sie auch für immer.

The Bad, the Ugly and …?

Wer ist nun böse, wer zeigt der Welt wirklich die hässliche Fratze der Gewalt? Vielleicht sollte sich der Westen intensiver um die Weißhelme in Syrien kümmern und nachfragen wer die gegründet hat. Vielleicht wäre man überrascht, dass es ein britischer Ex-Söldner war. Vielleicht sollten sich deutsche MedienvertreterInnen fragen, warum deren Angehörige IS-Flaggen tragen, oder warum der IS oft nebenan residiert.

Vielleicht wäre die Öffentlichkeit auch überrascht, dass die USA die Weißhelme mit 23 Millionen US-Dollar und die Briten mit 32 Millionen Pfund unterstützen. Und vielleicht, aber nur vielleicht sollte man weniger Tagesschau glotzen und vielleicht auch keinen Antisemiten zujubeln, denen eine verblödete Musikindustrie auch noch Echos verleiht. (M)Ein Lob an Campino, der das sofort angesprochen hat.

Der Herr Assad ist nun mit Sicherheit kein Heiliger, so wenig wie das der Herr Putin ist. Und der Herr Trump ist auch kein Guter, aber das haben wir alle schon gewusst. Wer wirklich die Fäden zieht, was so in Syrien passiert, das füllt nun bereits mehrere Bücher, die natürlich alle von angeblichen Verschwörungstheoretikern geschrieben worden sind. Die könnte man auch lesen. Alternativ auch mich.

Es steht in der Zeitung, es ist also wahr!

Ich zitiere mich selbst aus meinem Beitrag vom letzten Jahr: „Unsere Medien werden zum größten Teil von nur drei globalen Nachrichtenagenturen gefüttert, mit Sitz in New York, London und Paris. Kein Redakteur einer Lokalzeitung war also jemals vor Ort in Kriegsgebieten oder hat mit einem Staatschef ein Interview geführt.

Daher sind die Überschriften oft nicht nur ähnlich, sie sind so identisch, als ob es sich um eineiige Zwillinge handelt. Eine Untersuchung  der Syrien-Berichterstattung von je drei führenden Tageszeitungen aus Deutschland, Österreich und der Schweiz illustriert diese Effekte deutlich: 78% aller Artikel basieren ganz oder teilweise auf Agenturmeldungen, jedoch 0% auf investigativer Recherche.

82% aller Kommentare und  Interviews sind USA/NATO-freundlich, während Propaganda ausschließlich der Gegenseite zugeordnet wird. So werden Meinungen gemacht, das neue Feindbild entsteht.

Die Namen der drei Agenturen kennt jeder: AP (Associated Press), mit weltweit über 4.000 Mitarbeitern und Sitz in New York. AP versorgt rund 12.000 Medien weltweit und erreicht so die Hälfte der Weltbevölkerung.

AFP (Agence France Press), mit Sitz in Paris, ist der zweite Kandidat. Auch hier man rund 4.000 Mitarbeiter beschäftigt und teilt sich den restlichen Markt mit Reuters in London, die etwas mehr als 3.000 Mitarbeiter hat.

DPA, SDA (Schweizerische Depeschenagentur), ADA (Austria Presse Agentur) sind nur relativ kleine (nationale) Lichter, wobei die Deutsche Presse Agentur führend ist und noch rund 1.000 eigene KorrespondentInnen unterhält.

Wenn man jetzt noch weiß, dass das amerikanische Pentagon mehr als 27.000 PR-Spezialisten beschäftigt, diese über ein jährliches Budget von rund 5 Milliarden Dollar verfügen, diese Spezialisten nichts anderes tun, als Geschichten zu verbreiten, ahnt man vielleicht das ganze Ausmaß der Manipulation.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen, niemand bezichtigt das Pentagon der Lüge, aber sie liefern Informationen an die drei Agenturen, die niemand nachprüfen kann. Also schlagen vielleicht „russische Rakten“ in Syrien ein und implizieren einen russischen Aggressor.

Dass die Raketen von den Rebellen stammen, sieht die Öffentlichkeit natürlich nicht. Und kein Journalist prüft es nach. Keiner? Wer es doch wagt, wer vielleicht arabisch spricht, wer eine andere Meinung propagiert, wird sofort als Lügner und Verschwörer abgestraft. Damit Putin „der Böse“ bleibt.“

Auge um Auge, Zahn um Zahn bekommt auf diese Weise eine völlig neue Bedeutung. Die Welt, das ist kein friedlicher Ort, die Welt, das ist in Wirklichkeit ein Dschungel, der von Raubtieren und Schafen bevölkert ist. Nur leider haben die Schafe vergessen, dass sie in der Überzahl sind. Endlich aufzuwachen wäre gut.

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Lesben sind die besseren Frauen

Dass ich die bekannteste Lesbe Deutschlands bin, haben meine LeserInnen schon immer gewusst, hat diese Tatsache doch längst zur Allgemeinbildung gehört. Vor einiger Zeit habe ich mir in den Kopf gesetzt noch bekannter zu werden. Dazu ist göttlicher Beistand angesagt, Eva Gott, die große Mutter, ist mir noch einen Gefallen schuldig.

Per Himmelsdrache, den ich mir vom japanischen Kaiserhof ausgeliehen habe, geht es schnurstracks nach oben zur Sonne, zur Freiheit und zum Licht. Vorbei an einem verblüfften Petrus, der schon wieder Probleme mit der Schließanlage hat.

Nun ist Frau Gott natürlich zeitlos, vielleicht hat sie deshalb so wenig davon. „Du nun wieder“, seufzt sie leise, um Adam nicht zu wecken. Der liegt ermattet auf dem Sofa, er hat mit Teufelchen „Ärgere die Menschheit“ gespielt.

Wir beraten kurz, was bei Göttern immer kritisch ist. „Mach dir mal keine Gedanken mein Kind“, sagt Eva, „ich habe dich vorübergehend zeitlos gemacht.“ „1000 Jahre soll sie leben“, höre ich Teufelchen zur Melodie der japanischen Nationalhymne singen, was ihm einen strafenden Blick seiner Mutter einbringt.

Und wirklich beraten wir 900 Jahre lang und laben uns zwischendurch an Manna. In den Pausen übe ich mit Teufelchen Schwing Um und lege den Kleinen immer wieder flach. Spielerisch natürlich! An meine zarte Haut kommt nur meine Frau, die mich natürlich begleitet hat.

In den nächsten 100 Jahren habe ich ein neues Buch geschrieben, das unter dem provokanten Titel „Lesben sind die besseren Frauen“ steht. Natürlich werden Himmelsjahre ganz anders gemessen, als ihr irdisches Pendant. Für Erdlinge war ich nur einige Tage weg.

Nach der Rückkehr in die lesbische Normalität, hat mich, neben der längst überfälligen Nennung im Time Magazine und der Verleihung des goldenen Bleistifts am gekräuselten Strumpfband, der allseits unbeliebte Laberus Schranz in seine Talkshow eingeladen.

Untermalt von Hardtechno Klängen betreten die DiskussionsteilnehmerInnen den Raum. Meine Biestigkeit sitzt neben Eva Gottlieb und ihrem als Frau verkleideten Erstgeborenen Lucie Ferrer. Natürlich weiß Schranz nicht wer die beiden wirklich sind und ich werde einen Teufel tun ihn darüber aufzuklären.

Offiziell, so hat es ihm Eva ins Stammhirn gesetzt, ist sie meine Verlegerin und Lucie meine langjährige Agentin. Biggi Schneller und Ally Weißlich sind auch mit von der Partie. Die beiden Ikonen des Überfeminismus in Deutschland dürfen niemals fehlen, wenn es um konterkarierte Ansichten geht.

„Wie schön alle hier zu sehen“, beginnt die Laberbacke und schaut lüstern auf die bestrumpfte Runde. Aber während Lucie mit den Wimpern klimpert, zeigt ihm Ally nur den Mittelfinger. „Frau Landar,“ wendet er das Blatt, „lassen Sie uns doch über das neue Buch sprechen. Wie nur kamen Sie auf einen solchen Titel?“

„Ich habe mir Debatten im Bundestag angeschaut“, antworte ich wahrheitsgemäß. „Was dortige Dämlichkeiten vom Stapel lassen, hat mein Kleinhirn animiert. Und so gab ein Wort das andere und formte sich zu kreativen Sätzen.“

Schranz nickt und versucht einen Blick in Lucies Ausschnitt zu erhaschen, was ihm böse Blicke von Biggi einbringt. Die, und das ist ein offenes Geheimnis, hat noch jeden Mann vernascht. Verbal natürlich, das aber mit Macht, was habt ihr denn nun gedacht.

„Lesben“, fahre ich fort, „sind Heten gegenüber im Vorteil. Die wollen nur ihren Männchen gefallen und ständig deren Kinder kriegen. Wir aber zeigen, dass es anders geht. Apropos anders, Herr Schranz. Ob sie wohl eine Spermaprobe für mich hätten?“

Ich mache eine Kunstpause und lasse die Worte wirken. Schranz wird blass und stottert, „Das … das war doch jetzt nur Spaß?“ „Ja“, erwidere ich mir süffisantem Lächeln. „Sie werden nie erfahren, wie man Lesben macht.“

Schranz blättert nervös in seinen Unterlagen. „Sie schreiben“, fährt er fort, „dass Lesben kreativer in allen Bereichen des täglichen Lebens sind und dort ihren Mann …, also die Frau stehen! Haben Sie einige Beispiele dafür?“ „Sehen Sie hier etwa Männer?“, frage ich. „Sie sind doch nur ein Schranz.“

Er schluckt, das war starker Tobak für den Ärmsten. „Ihr Buch steht schon auf Platz Sex der ewigen Erotikliste“, versucht er einen Konter. Eva schüttelt nur den Kopf und merkt kurz an. „Soeben hat Frau Landars Buch die Bestsellerliste gesprengt. Wollen Sie mal sehen?“

Sie gewährt dem Verblüfften einen Blick auf ein explodierendes Gebäude, die Gebühreneinzugszentrale GEZ. In den Medien wird darüber am nächsten Tag stehen, eine radikalisierte Schauspielerin habe diese mit dem Ruf „Metoo“ zum Einsturz gebracht. Auch eine Form der Wahrheit, das kann ja mal passieren.

„Was ich noch immer nicht verstehe“, geht Schranz in die finale Runde, „wieso Lesben nun so viel besser als andere Frauen sind.“ Er schaut mich triumphierend an. „Immerhin haben wir noch keine lesbische Bundeskanzlerin.“

„Na die Knitterbacke will doch selbst der Teufel nicht in der Hölle haben“, mischt sich Lucie ein und verzaubert den Schranz mit magischem Blick. „Frau Landar dagegen, die kann wirklich alles besser. Und in Sachen Liebe hat sie den 107. Dan.“

Natürlich ist es müßig zu sagen, dass die Sendung ein mittelschweres Gravitationsbeben in der Milchstraße hervorgerufen hat und sich der Ereignishorizont fast aller Schwarzen Löcher zu meinen Gunsten verschob. Im Galaktischen Boten, der Zeitschrift für Götter und SuperheldInnen, wird darüber stehen, man habe ein wahrhaft erschütterndes Coming Out gesehen.

Mein Buch hat in Überlichtgeschwindigkeit das bekannte Universum erobert und Teufelchen dazu bewogen nun immer öfter die Lucie zu geben. „Du musst unbedingt einen zweiten Teil schreiben, Frau Landar!“, lässt sie mich wissen. „Ich habe mich total in die Biggi verliebt!“

„Wie jetzt“, gebe ich mich verwundert. „Die ist zwar Feministin, aber steht total auf Männer.“ „Ja eben!“, mault Lucie, „daher schlage ich als Titel Männer sind die besseren Frauen vor.“ Muss ich erwähnen, dass Teufelchen daraufhin zur Hölle gefahren ist?

 

Denk ich an Deutschland in der Nacht

Seit drei Monaten sind wir nun in Japan, unser Leben hat sich normalisiert. Zwar vermissen wir liebgewordene Dinge, aber das gibt sich nach und nach. Wir leben im Haus meiner Eltern und haben dort unser eigenes Reich. Probleme? Fehlanzeige. Wir machen was wir wollen und das wird akzeptiert.

Was so rebellisch klingt, ist in Wirklichkeit ganz anders. Nach wie vor übernehme ich sämtliche Geschäfte meines Vaters und Yuki unterstützt mich dabei. Außerdem sind wir noch immer für eigene Projekte tätig. Und ganz nebenbei unterhalte ich diesen Blog.

Man (Frau!) hat mir die Frage gestellt, ob ich Deutschland vermisse. Die Antwort liefere ich gern. Etwas zu vermissen heißt, eine gewisse Art von Trauer zu empfinden. Dieses Gefühl ist mir fremd. Ich lebe in der Gegenwart und arbeite auf die Zukunft hin.

Aber 30 Jahre in einem Land zu leben, geht nie spurlos an einem Menschen vorbei. Daher verfolge ich noch immer das (politische) Geschehen in Deutschland und mische mich mit Worten ein. Ob das etwas ändert? Ja. Ein Schneeball löst eine Lawine aus.

Aktuell verfolge ich das Geschachere um mögliche Ministerposten und Merkels Rochade mit der netten Annegret Kramp-Karrenbauer (AKK). Die eher provinziell wirkende „Putzfrau aus Saarbrücken“ ins Kanzleramt zu holen zeigt, auf welches Niveau unsere PolitikerInnen gesunken sind.

Putzfrau ist keine Beleidigung, liebe LeserInnen. AKK hat diese Figur seit Jahren im Karneval gegeben. Jetzt hat man sie zur Ausputzerin in der Berliner Puppenkiste gemacht. Die Frage ist nur, wer dort die Fäden zieht.

Der gefallene (B)Engel Gabriel bewirbt sich erneut als Außenminister und holt den Deutschenhasser Deniz Yücel aus dem Knast. Zwar ist das zu begrüßen, aber der Jubel darüber mutet seltsam an. Yücel, der die deutsche und türkische Staatsbürgerschaft hat, ist in der Vergangenheit mehrfach durch wirklich üble Hetze aufgefallen. Guter Journalismus sieht anders aus.

Während er seinen Artikel in der taz „Super, Deutschland schafft sich ab!“ nach harscher Kritik als „Satire“ gesehen haben wollte, hat ihn bzw. seinen Arbeitgeber, die Bemerkung über Thilo Sarrazin 20.000 Euro gekostet. In der Türkei sieht man das vermutlich lockerer, hat ihn aber wegen „Terrorpropaganda“ angeklagt.

Vermutlich wird man das auch bald mit dem AfD-Mann Poggenburg praktizieren. Geht ja mal so überhaupt nicht, dass sich ein Mitglied der Köterrasse über Kümmelhändler echauffiert. Aber was ein türkischer GRÜNER darf, ist für den deutschen AfDler natürlich tabu. Willkommen in Absurdistan!

Dort, bzw. in Afghanistan, steht auch die Bundeswehr und müht sich ums tägliche Überleben. Aber die Kindergärtnerin Uschi hat etwas dagegen und die Bundeswehr kaputt gespart. „Deutschland sei zur Zeit Verteidigungsunfähig“, haben (angebliche) Experten dazu gesagt.

Der empörte Aufschrei darüber kommt zu Unrecht. Die Politik will der Bevölkerung einen höheren Wehrhaushalt schmackhaft machen. Dass der, wie von den USA gefordert, kommen wird ist klar. Wieder hat man die dummen Deutschen reingelegt.

Ein Ei ins Nest der Demokratie haben GRÜNE und LINKE gelegt, als sie (an der Spitze der Antifa) den Frauenmarsch in Berlin blockierten. Die absurde Begründung der Gegner „Man habe eine Asylpolitikfeindliche AfD-Demonstration gestoppt.“

Zwar ist die Initiatorin Mitglied der AfD, aber ohne politisches Mandat. Das scheint sie natürlich in den Augen der Linken zu einer Nazibraut zu machen, auch wenn sie eine zum Christentum konvertierte Kurdin ist. Das Motto der Demonstration „Es reicht!“, richtete sich gegen sexuelle Gewalt an Frauen. Linken, die eigene Vergewaltigungen durch Migranten verschweigen, ist das natürlich egal.

Man darf auf die juristischen Kniffe der Staatsanwaltschaften gespannt sein, bei denen es nun Strafanzeigen hagelte. Grünlinke Abgeordnete haben zumindest im Bundestag gelacht. Sie übersehen dabei, dass im Internetzeitalter nichts vergessen wird.

Die Lacher haben auch die JUSOS auf ihrer Seite, die einen Hund zum Mitglied machten. Aber Hunde sind bekanntlich die besseren Menschen und ihrem Besitzer treu bis in den Tod. Wie wäre es, liebe GenossInnen, holt auch den sagenhaften Yeti in Lohn und Brot.

Den deutschen Michel tangiert das alles wenig. Zwischen Tagesschau und Krimi wird schnell Liebe gemacht. Danach geht es flugs ins Lotterbettchen, um am nächsten Tag brav zur Maloche zu gehen. An Deutschlands Zukunft und die eigene, hat er dabei nicht gedacht.

Alice und die große Sause

Deutschland verkommt zum Tollhaus in diesen Tagen. Während der ZweKa (Zwergenkanal) die Dokumentation einer jungen Liebe zeigt, bei der der männliche Protagonist in Windeseile um drei Jahre altert, hat man im Klarland nun durch Handwurzel Lesungen ein anderes Bild von 35 Prozent der eingereisten Zwerge bekommen.

Des Rätsels Lösung wird durch die beiden Wissenschaftler Rawking und Dreistein erklärt. Zeitreisen sind auf der Erde möglich, endlich haben wir den Durchbruch geschafft! Man(n) muss nur vom Hindukusch nach Europa kommen und ist prompt um 15 Jahre jünger. Die Frage ist, ob das auch für Zwerginnen gilt.

Die breite Öffentlichkeit nimmt das natürlich gelassen. Sie, die schon länger hier wohnen, schauen gebannt aufs politologische Kasperletheater. Dort, so weiß man, wird es bald Korrelationsverbandlungen geben. Die „Große Sause“ kommt, Hurra!

Das muss ich natürlich genauer wissen und habe meinen Kumpel Teufelchen um Hilfe gefragt. „Wie jetzt, Frau Landar“, sagt er keck, „du willst wirklich zurück in die Zukunft reisen?“ „Kannst du das oder soll ich Gabriel McFly um Hilfe fragen?“, will ich wissen, „der ist mit seinen Red Socks schon überall hin.“

„Bist du doof?“, imitiert der Höllische meine Yuki, „das lasse ich jetzt nicht auf mir sitzen. Reich mir das eiskalte Händchen mein spätes Mädchen.“ Prompt fällt einige Lichtsekunden später mein Blick auf Alice aus dem weiten Land.

Teufelchen hat sich in eine Grinsekatze verwandelt und streicht ihr sofort um die Beine. „Hallo mein Häschen“, begrüßt mich Alice lüstern, „wieso kommst du schon vor den Iden des März?“ Leider unterbricht ihre Herzkönigin jeden weiteren Versuch mir den Bauch zu pinseln.

Merkwürdigerweise kann ich sogar als Hoppelhäschen sprechen, aber nur Teufelchen will mich verstehen. Während Alice sich mit Prinz Alexander über den Bestseller „Leben in Alternativen Universen“ unterhält, möchte ich meine Gegenwart wiedersehen. „Nee“, flüstert Teufelchen sofort, „wir sind gekommen um noch eine Weile zu bleiben.“

Notgedrungen füge ich mich und schaue einem Faktum zu, das kichernd über den doppelten Boden hüpft. „Man hat es zum Unwort des Jahres gewählt“, lässt mich Teufelchen wissen. „Nun will es bewiesen werden, aber wer macht das heute schon.“

„Silencium!“, ruft Alice plötzlich und schaltet den NoKo-Kanal der Glotze ein, „es folgt die Erika Merker Show. Heute gesteht sie dem Horstl ihre Affäre, das wird bestimmt total semantisch!“ Aber ein bärtiger Mann mit halber Glatze kündigt an, dass das Theaterstück leider ausfallen muss. „Heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder, keine Frage.“

„Credo equidem, nec vana fides, genus esse deorum!“, murmelt Teufelchen ins wunderliche Rund. „Ja, mich dünkt, und es ist kein Wahn, er ist göttlichen Ursprungs.“ „Wie bitte passt der ins Bild?“, will ich wissen. Teufelchen grinst und sagt „Der hat doch einen Rahmenvertrag mit Axel dem Springer.“

Wie die Geschichte endet wollt ihr nun wissen? Die und das wird bitter, hat der rote Robin schon bald neu aufgedeckt, mit viel Fratzen bei Gewitter.

Und jährlich grüßt das Murmeltier

2017 ist fast vergangen, das Jahr schien gewaltfrei zu Ende zu gehen. Gut, da gab es einige unbedeutende und meist regionale Übergriffe auf deutsche Kartoffeln, die meist auf das Konto von Traumatisierten gehen. Die Tagesschau hat nicht berichtet. Aber sonst war alles gut.

Unsere Angela ist noch immer die Kanzlerin der Herzen und freut sich, dass der Horst nun bald in Rente geht. Der Siggi spielt den Linksaußenminister und das macht er wirklich gut. Vielleicht sollte er im Ausland bleiben, dort braucht man fähige Köpfe wie ihn.

Sankt Martin, sein alter Genosse aus Brüsseler Tagen, hat 2017 seine Unschuld verloren. Das bisschen Bereicherung, ist doch alles nicht so schlimm! Nur Hochprozentiges war gestern. Vielleicht ist 2018 ein Gang in den Keller angesagt.

Die AfD ist nun doch ins deutsche Parlament gekommen, was dem FDP-Chef große Sorgen macht. Was soll er seinen WählerInnen nun verkünden, was nicht schon im Parteiprogramm der Populisten steht. Vielleicht mehr Mut zum ehrlichen Gesicht. Lange Bärte waren gestern.

Ein greiser Papst spricht von der Intelligenz des Teufels. Worüber sollte sich der Mann auch sonst Gedanken machen? Vielleicht über das Alter von jugendlichen Mördern, die nur zufällig auf ihre Opfer treffen. Mit Küchenmesser versteht sich, das macht Mann in Absurdistan so.

Unterdessen boomt in Deutschland seit Jahren ein Beruf, der sich psychopathologisch gestörter Erklärer nennt. Der Erklärer, meist ein scheuer Vertreter seiner Art, kommt immer dann aus der selbst gewählten Deckung, wenn es zum Schlachtfest geht.

Populär bleibt nach wie vor das Studienfach der Jurisprudenz, das (Be)Richter in Massen produziert. Die sind, seit der Senkung des Numerus clausus Oculus, auf beiden Augen blind. Auch 2017 im Westen nichts Neues. Und jährlich grüßt das Murmeltier.

Wenn der Buddha nach Deutschland kommt

Es ist kurz nach Mitternacht in Santa Barbara, als ein Erdbeben das ganze Haus erschüttert. Während Yuki noch erschrocken schaut und Schutz in meiner Nähe sucht, öffnet sich die Zimmertür mit lautem Getöse. „Du schon wieder!“, sage ich erbost, als der dicke Buddha vor mir steht.

„Mach mal halblang, Kindchen“, nuschelt er, und stampft in den Raum, „ich bin unterwegs in göttlicher Mission.“ „Wie jetzt“, will ich sofort wissen, „was hast du mit der Eva am Hut?“ Während der Schalk in seinen Augen blitzt und er sich die Glatze reibt, nimmt er ungefragt auf dem Sofa Platz.

„Die Eva habe ich schon mehr als ein Jahrhunderttausend nicht mehr gesehen“, lässt er mich wissen. „Sie war ja meine Jugendliebe, aber dann hat sie mir dieser Adam ausgespannt. Immerhin hat sie mir ihren Jüngsten in die Lehre geschickt, aber das weißt du bestimmt.“

Mir kommt ein Verdacht, den ich mit dem Satz „Was hast du nun bitte mit Jesus zu tun?“ in Worte fasse. „Ich war sein Lehrer“, erwidert Buddha, „woher glaubst du hat der seine Ideen. Aber er ist schon ein schlaues Kerlchen, nur diese Reality Show mit der Kreuzigung war irgendwie daneben.“

„Also lebt er doch noch?“, stelle ich die alles entscheidende Frage und der Dicke nickt vergnügt. „Logisch“, erwidert er, „wir haben damals diesen Pilatus bestochen und die ganze Welt hereingelegt. Warte nur, du wirst schon sehen.“

„Hallo, Frau Landar“, höre ich plötzlich eine Stimme und aus dem Nichts materialisiert sich Teufelchen. Aber er ist nicht allein, ein bärtiger Mann mit langen Haaren ist sein Begleiter. „Jesses nee!“, entfährt es mir, was mir einen tadelnden Blick von Buddha einbringt.

„Was wollt ihr hier?“, frage ich das Trio, „diese Bleibe ist männerfreie Zone.“ Also 1. bin ich kein normaler Mann“, empört sich Teufelchen sofort und 2. tut auch dir göttlicher Beistand gut.“ „Du bist kein Gott“, erwidere ich, du bist bekanntlich der Antichrist.“

„Das wüsste ich aber, Frau Landar“, mischt sich nun Jesus ein. „Mein Bruder ist vielleicht Legion, aber er war noch nie mein Feind.“ Während Teufelchen um zwei Zentimeter wächst, serviert Yuki leckeren Tee. Aber ihre Blicke verraten, dieser Besuch ist ihr suspekt.

„Schuhe aus!“, sagt sie und sofort zieht Jesus seine Latschen aus. Buddha hat noch nie welche getragen und Teufelchen bekanntlich einen Pferdefuß.

„Wir sind wegen dem Thomas hier“, beginnt Buddha und seine Begleiter nicken im Duett. „Der hat doch diesen tollen Vorschlag mit den Feiertagen gemacht.“ „Moment mal“, unterbreche ich die Rede des Dicken, „du findest de Maizières Idee wirklich gut?“

„Wer spricht denn noch von dem?“, entgegnet Teufelchen, „er hat den anderen Thomas von den Bayern gemeint, der hat doch den Herz-Jesu-Freitag in Bagdad verlangt.“ Selbst Buddha grinst, als ich schallend zu lachen beginne und mir ein „Das ist ja mal ’n Ding!“ aus der Kehle ringe.

„Du hast auch was gegen mich“, gibt Jesus den Beleidigten, „alle Welt hackt immer auf mir rum!“ „Nee, nee“, erwidere ich sofort, „mich hat der Satz nur arg verwundert. Die Supernase als Komiker, das hat irgendwie was.“

„Wie auch immer“, ergreift Buddha wieder das Wort, „ich möchte dass du mir einen großen Gefallen tust. Bei deinen Kontakten zur großen Politik sollte es dir problemlos gelingen, einen buddhistischen Feiertag für Deutschland durchzusetzen.“

Nun gibt es wenig was mich aus der Fassung bringt, aber nach einem Blick ins Buddhas Gesicht wird klar, der Dicke meint was er sagt! „Ich habe schon alles vorbereitet“, fährt er fort und reicht mir eine Prinzenrolle. Mir fallen sofort die Kanji-Zeichen auf, seit wann kann der Kerl japanisch?

„Alles glasklar und politisch korrekt verklausuliert“, verspricht er mir, „für Angiebaby wird das wie Zuckerwatte schmecken. „Und wie bitte soll ich ihr das übergeben?“, frage ich. „Soll ich wieder die Kunoichi wie damals in Sibirien geben?“

„Ach was“, meldet sich Teufelchen grinsend zu Wort, „aber toll wäre es! Nee, Brüderchen wird dich ins Zentrum der Macht begleiten. Ihm stehen bekanntlich nicht nur die Türen sondern auch die Herzen der Menschen offen. Du weißt ja, wenn ich eingreife macht Mama wieder Stress.“

Ich bleibe misstrauisch, dem Satansbraten traue ich einfach nicht. „Und was ist für dich drin?“, will ich von Jesus wissen, „oder bringst du nur einfach das Jüngste Gericht nach Berlin?“ Jesus murmelt etwas, das wie „Ihr solltet endlich aufhören diesen alten Schinken zu essen“, klingt, vielleicht hat er aber auch lesen gesagt.

„Ich, Frau Landar, um das klarzustellen, war immer nur an der Verbreitung meiner Lehre interessiert. Aber das meiste darin stammt nun mal von Onkel Buddha, der hat also noch etwas bei mir gut. Und ohne deine Hilfe sind wir aufgeschmissen.“

„Wirke doch ein Wunder“, sage ich mit boshaftem Unterton und ahne sofort, was ich angerichtet habe. „Mama hat das verboten“, murmelt Jesus, „sie hat gesagt, dass wir das klassisch regeln müssen. Aber du kannst doch Karate, ich habe das im Höllen-TV gesehen.“

Ich verzichte an dieser Stelle auf den Bericht, wie ich mich durch ganze Heerscharen von medial verstrahlten Wachen schlich und unerkannt ins Kanzleramt kam. Leider fand ich dort kein lebendes Wesen vor. Aber an einem runden Tisch saßen ein gutes Dutzend Marionetten, deren Holzköpfe von links nach rechts zur Mitte wackelten.

Leider blieben die Puppenspieler verborgen. Die im Dunkeln, die sieht man bekanntlich nicht. Aber offenbar haben sie wenigstens einen guten Geschmack und haben schon am nächsten Morgen den Hashtag #Buddhaforever online gestellt.

Und sie bewegt sich doch!

Die Welt steht still! Unglaubliches ist geschehen! Atemlos und wie gebannt schaut man auf die USA. Kein anderes Thema, kein anderes Land scheint die Menschheit so zu bewegen, wie ein älterer Herr mit blondierten Haaren. Sein Name: Donald Trump.

Ja, es ist unglaublich, die Amerikaner haben ihn zum Präsidenten gewählt. Alle Amerikaner? Nein. Wer das amerikanische Wahlsystem kennt weiß, dass Mehrheiten dort anders funktionieren. Wer das dortige Establishment kennt weiß auch, wie man seit Monaten fieberhaft nach einer Möglichkeit sucht, um den ungeliebten „Onkel Donald“ wieder abzusetzen.

Bisher vergeblich, dieser Onkel macht munter weiter und vertritt plötzlich einen für Partner und Feinde völlig unberechenbaren Kurs. „Wird Trump gefeuert?“, steht im CICERO und ein deutscher Wissenschaftler hofft in einer Talkshow nun ganz stark, dass der amerikanische Präsident „seines Amtes enthoben wird.“

Diese Hexenjagd kann bei niemand ohne Folgen bleiben. Sie erinnert stark an die Inquisition und wie man dort mit angeblichen Hexen umgegangen ist. Ein Dampflauderer aus Deutschland hält Trump sogar für brandgefährlich. Selbsternannte Feuerwehrleute plappern das gedankenlos nach.

Auch Vladimir Putin ist Im Visier der Jäger. Der „böse Russe“ will sich doch wirklich 2018 wieder zum Präsidenten wählen lassen. Vermutlich dann mit Hilfe von „Onkel Donald“, dem er angeblich ins Amt geholfen hat.

In Deutschland sind ganz (un)demokratisch bei der Auszählung der Landtagswahl einige tausend Stimmen für die AfD unterschlagen worden. Aber das macht ja nichts, das kann in den besten (Wahl)Kreisen schon mal passieren.

Immerhin besinnt sich Deutschland wieder auf seine christlichen Wurzeln, wie der evangelische Kirchentag zeigt. Zwar hatte man den Drohnenkönig Obama eingeladen, aber was macht das schon. Frieden schaffen, mit immer mehr Waffen, ist offenbar die neue Devise der EKD.

Vermutlich denken auch (Staats)Terroristen ähnlich, die mal so eben einige Dutzend Menschen in Stücke bomben. Ist klar, das macht man(n) so als infantiler Fanatiker. Unterdessen dreht die Welt sich weiter. So, als wäre nie etwas geschehen.

Deutschland geht zum Teufel

Unsanft werde ich von einem Glockenschlag geweckt. Es ist weit nach Mitternacht, aber mein Hellphone zeigt 6 Uhr 66. Kein gutes Zeichen sondern Alarmstufe Rot. „Der nun wieder!“, murmele ich, als Teufelchens Konterfei auf dem Display  erscheint. „Frau Landar, du musst mir helfen“, ruft er aufgeregt, „ich habe total den Ärger am Hals!“

Wer nun nicht weiß, was ein Hellphone ist, den kläre ich an dieser Stelle auf. Teufelchen ist Unternehmer geworden und hat die Firma VER-Äppel gegründet, die Hellphones herstellt. Bis auf die Uhrzeit App sind die Teile recht gut. Und zur Hölle fahren kann man damit auch.

„Also was ist los?“, will ich wissen, „was hast du wieder angestellt?“ „Wie jetzt?“, empört sich Teufelchen, „ich war voll lieb, aber bei dem Kim aus Mordkorea sieht das ganz anders aus.“ „Mordkorea?“, versichere ich mich, „habe ich richtig gehört?“ „Ja“, erwidert Teufelchen, „das Land heißt in der Hölle so.“

„Und was genau hat der Kim nun gemacht?“, frage ich nach und sehe drohendes Unheil kommen. „Also der Kim, der eigentlich mein Freund ist, der hat mir meine Spielfiguren weggenommen! Dabei hat mir der Don, der auch mein Freund ist, ein Mitspielrecht gegeben.“

„Wir sprechen von Kim Jong-un und Donald Trump?“, hake ich nach. „Bist du von allen guten Geistern verlassen?“ Teufelchen lacht laut und nickt. „Das hast du wirklich gut erkannt, Frau Landar. Immerhin habe ich einen gewissen Ruf zu verlieren. Aber ich fange mal von vorn an, ja?

Der olle Obama, der nie mein Freund war, hat mich nie mitspielen lassen! Der saß da nämlich immer allein im Pentagon und hat mit den Drohnen alles und jeden abgeschossen! Also habe ich Vlad kontaktiert und der hat mir dabei geholfen, den Don an die Macht zu bringen.“

„Vladimir Putin hat Donald Trump zum Präsidenten gemacht? Das kann ich mir nicht vorstellen!“, sage ich. „Das war schon ich“, gibt Teufelchen freimütig zu, „aber der Vlad hat mir gezeigt wie man das geschickt anstellt. Wenn ich das klassisch arrangiere, hätte ich dazu Pest und Cholera gewählt. Und die braucht doch heute keiner mehr.“

„Okay“, sage ich, „Don hat dir also erlaubt mit den Drohnen zu spielen, habe ich das richtig verstanden?“ Teufelchen strahlt. „Ja,“ erwidert er, „das hat auch echt Spaß gemacht. Der Kim und ich haben eine Weile World of Mordcraft gezockt. Auf der gleichen Seite versteht sich! Und jetzt rate, wer unsere Gegner waren.“

„Keine Ahnung“, sage ich wahrheitsgemäß, „die Amerikaner wohl kaum.“ „Nee, das stimmt“, sagt Teufelchen, „aber die irren Perser und den Sultan vom Bosporus habe ich da gesehen. Nur die Flinten-Uschi hat geschummelt und uns so einen altersschwachen Tornado geschickt.“

Ich brauche eine Weile, um Teufelchens Worte in die richtigen Bahnen zu lenken. Plötzlich kommt mir ein Verdacht. „Sag, hast du etwa mit den Irranern Geschäfte gemacht?“ „Das ist mein Mädchen!“, ruft Teufelchen entzückt und klatscht freudig in die Hände, „endlich habe ich dich auf meinen Diskurs gebracht.

Ja, den Irranern habe ich die Tage Kims Arschbomben verkauft, als der mir die Drohnen mopste! Ich habe einfach behauptet, dass die den neuen sozialen Fake-Sprengstoff, das „Kahanit“ enthalten und die haben das sofort geschluckt. Aber ein bisschen enttäuscht war ich dann doch, als die immer was von einem Laller riefen und auch noch Mama angezweifelt haben.

Weil die Lallers, die weiß ich in in Baden-Württemberg zu Hause. Bei denen war ich schon öfter mal zu Gast. Wonnetrunken versteht sich, was hast du nun wieder gedacht? Überhaupt bin ich gern in Deutschland unterwegs. Dort hat man mein Alter Ego „Teufel“ erfunden. Und den Erwin kenne ich ziemlich gut.“

„Oh Mann!“, entfährt es mir, um mich sofort selbst mit den Worten „Teufel auch!“, zu korrigieren. „Gibt es einen Ort auf der Welt ohne dich?“ „Ja“, erwidert er und grinst. „Ich war noch nie so wirklich in Sachsen. Weil, also na ja, die reden da glaube ich klingonisch!“

„Du willst doch nicht über die Sachsen sprechen?“, frage ich, „die sind eigentlich ganz nett. Wo liegt nun der Hase begraben, sprich!“ „Begraben weniger“, erwidert Teufelchen. „Und eigentlich ist sie ein süßes Häschen und liegt bei mir im Höllenbett. Und jetzt ist der Kim total eifersüchtig und will mir die Rübe abhacken.“

„Höllensumpf und Hexenkessel“, fluche ich ganz unjapanisch, „du willst mir weismachen, dass du Angst vor jemand hättest?“ Teufelchen schaut mich ernst an. „Ja, habe ich“, gibt er freimütig zu. „Vor dir! Deshalb rufe ich doch an, Frau Landar. Der Kim, also der hat gesagt, dass er dich angeworben hätte und du mir als Racheengel erscheinst. Ist da was dran?“

Ich erinnere mich an einen dubiosen Anruf mit unterdrückter Nummer. „Den habe ich weggedrückt“, sage ich und Teufelchen seufzt erleichtert. „Aber wenn nicht dich, wen dann? Vielleicht sollten wir Mama fragen“, denkt er laut nach. „Du kommst doch mit?“

Bevor ich etwas sagen kann finde ich mich bereits im Himmel wieder. Was angesichts meiner kurzen Pyjamahose vermutlich komisch auf die Anwesenden wirkt. „Scharfes Teil“, lästert Teufelchen und lässt dabei offen was oder wen er damit meint.

Aber er begibt sich auffällig schnell aus meiner Reichweite und strahlt seine Mama an. „Sorry für den Auftritt“, murmelt er, „hast du vielleicht mal eine Lichtminute?“ Eva, die über irgendwelchen alten Pergamenten sitzt, winkt mir freundlich zu, bevor sie sich wieder ihrem Erstgeborenen widmet, der ihr sofort sein Herz ausschüttet.

„Nein, Kim hat nicht Mayumi angeheuert“, spricht sie mich mit meinem richtigen Namen an, „im Gegenteil hat er eine andere Deutsche als Killerin ausgewählt. Die Geschichte wird sie später als Grenzfall kennen.“

„Angela?“, fragen Teufelchen und ich im Chor. „Kim will die Bundesmutti auf mich hetzen?“, will er wissen. Eva nickt und verrät uns noch, dass Frau Merkel sich nach göttlichem Beistand sehne. „Sie hat schon mehrfach um Rat nachgefragt. Aber so leid es mir auch tut, für diese Frau ist der Himmel leer.“

Teufelchens Grinsen friert ein. Er schluckt schwer. „Und was mache ich wenn die Deutschland zum Teufel schickt? Da muss es doch bitte eine Lösung geben! Die Hölle ist jetzt schon viel zu voll.“

„Vielleicht wäre ein Besuch des Don ein Signal für diese Frau“, sinniere ich und zwinkere Teufelchen zu. „Der könnte ihr einige Takte sagen. So ein kleiner Verwandlungszauber ist doch easy. Und im manipulieren bist du der ungeschlagene Meister.“

„Das habe ich nicht gehört“, lässt uns Eva wissen. „Aber einen Versuch ist es auf alle Fälle wert. Wehe, wenn du Unsinn machst. Und jetzt müsst ihr mich entschuldigen, ich habe ein Universum zu regieren.“

Zurück im heimischen Schlafzimmer schaut Elfchen konsterniert, als sie Teufelchen unvermittelt auf unserem Bett sitzen sieht. Aber sie kennt ihn schon und weiß, dass er harmlos ist.

„Ich muss euch was gestehen“, sagt Teufelchen unvermittelt. „Den Don, also Mr. President, den gibt es eigentlich nicht. Ich habe ihn schon vor Jahren durch einen Unterteufel ausgetauscht. Der echte sitzt in einer Zeitschleife fest und träumt von seinen Milliarden.“

„Und du hast die Kontrolle verloren?“, kommt mir ein Gedanke. „Ist doch so, oder?“ Teufelchens Gesicht sagt mehr, als alle Worte. „Ja, der Don macht jetzt was er will. „Aber du kannst den doch einfach wieder austauschen“, sage ich und ernte ein Kopfschütteln.

„Nee“, gesteht mir Teufelchen, „da hat der Vlad etwas dagegen. Weil der echte Don ja in Sibirien sitzt und Vlad mag ihn mir nicht mehr geben. Und was soll ich gegen Leute machen, die meine Existenz verleugnen? Ich habe doch nur Macht über jene, die an mich glauben.“

Ich tausche einen Blick mit Yuki und Elfchen nickt. „Lass uns das machen“, sage ich. „Die Superheroinen retten auch dich.“ „Wie soll das gehen?“, will Teufelchen sofort wissen. „Darf ich bitte mit?“ Er durfte. Zuschauen, was auch sonst?

Als ich einige Tage später einen Blick in den Höllenboten werfe, die Zeitung mit Feuer im Blatt, muss ich unwillkürlich lächeln. „Wintereinbruch in Sibirien“, lese ich und schaue auf das bezeichnende Titelbild.

„Der Redaktion bekannte Täter, haben einen antiken Gegenstand erfolgreich aus einem sibirischen Mausoleum entwendet und seiner wahren Bestimmung zugeführt. Wir beglückwünschen sie ausdrücklich zu diesem Coup und hoffen, auch beim nächsten Abenteuer wieder höllische Zeugen zu sein.“

Während meine Yuki-onna ihr eiskaltes Händchen auf meinen Unterarm legt und Cousin Fuyu Shogun sich lässig aufs Sofa lümmelt, sehe ich im Geist schon die nächste Schlagzeile des Höllenboten vor mir.

„Deutschland gerettet! Bundeskanzler Lu Zifers Partei, LfD = Licht für Deutschland, erzielte einen Erdrutschsieg mit 66 Prozent und wird für die nächsten Jahre mit Sicherheit regieren.“ Muss ich erwähnen, dass ich selten so laut lachte?

Theo und der braune Sumpf – Ein modernes Märchen

Im Bundesamt für Online Prävention, kurz STOP genannt, war Hochstimmung angesagt. STOP, die „Staatliche Online Prävention“, war ein Lieblingskind von Großinquisitor Heiko dem Maßlosen und seiner Busenfreundin Anetta Züngelschlange. Und der Zögling beider war hier Chef.

Eye of the Beholder

Theo B. Holder, war ein typischer Beamter. Der diplomierte Denunziant hatte es es vor allem unter Anetta zum Staatssekretär gebracht. Oder besser gesagt auf, der Absurdianer war nämlich bestens bestückt.

Im vorauseilenden Gehorsam, hatte Theo, der schon als Junge ein Fan Robertos des Blanken war, die  Taskforce „Weißes Netz“ gegründet. Automatisiert suchten dort diverse Programme, ob die Political Correctness eingehalten wurde.

Der Alarm kam an einem 13.Januar, um genau 5 Uhr 45. ADOLF., Automated Online Looking Flower, war fündig geworden. Ein Blog hatte die Aufmerksamkeit des Programms geweckt, ein Blog mit eindeutig rechten Parolen.

The Swamp

Theo fiel fast aus dem Bett, als ihn die Nachricht erreichte. Mit einigem Bedauern versprach er der schmollenden Anetta, sie später wieder zu beglücken. „Wir haben da nämlich was, meine Süße“, verkündete er. „Ein Treffer, der die Welt verändern wird!“

In seinem Büro angekommen starrte Theo zuerst fassungslos und dann mit immer breiterem Grinsen auf den Blog einer Frau aus Bananistan, die sich „Kandelaber“ nannte und dort auf einem Bein stehend, mit erhobenen Armen posierte.

„Die multikulturelle Gesellschaft hat keine lebensfähige Form des Zusammenlebens und das glaube ich auch“, war dort zu lesen. „Eindeutig ein Nazi-Spruch!“, rief Theo und notierte sich die Worte.

Noch bevor er weiter las, rief er beim Bundesamt für Sozialismus – BUMS – an und verlangte Heiko den Maßlosen zu sprechen. Aber der war in der Halle und übte dort eine Rede, versprach aber sich bald zu melden.

Heiko und der Armleuchter

Überhaupt wirkte der Blog recht wirr. Kandelaber war angeblich eine Meisterin des Spinnjitsu, einer verwobenen Kunst aus dem Mittelalter. Und sie schien eine Heikomanie zu haben. Überall waren kleine Verse, die den Großinquisitor betrafen.

Patriotin wollte die Kleine sein, wie alle Bananerinnen. „Patriotismus ist Liebe zu den Seinen, Nationalismus ist Hass auf die anderen“, konnte Theo lesen. Das war eindeutig ein rassistischer Spruch! „Brennen wirst du Hexe!“, geiferte Theo und leckte sich die Lippen.

Eine Lesbe war die Kandelaber auch, wie auf ihrer Seite stand. „Pah, Lesbe! Die braucht doch nur einen richtigen Kerl,“, knurrte Theo und malte sich aus, wie er sie … Aber das Telefon unterbrach seine Gedanken.

Rot ist die Liebe

Seine Sekretärin, Claudine Rothsocke, flötete ihm eine Nachricht ins lauschende Ohr. „Da sind zwei Herren, die sie dringend sprechen müssten, Herr Staatssekretär“, sagte sie, aber Theo hatte keinen Nerv für Kleinigkeiten. „Sollen später kommen oder warten“, erwiderte er. „Ich habe zu tun!“

„Jetzt habe ich dich!“, rief Theo zwei Minuten später und klatschte in die Hände, als er die nächsten Zeilen las. Das waren eindeutige Parolen. Klar, diese Kandelaber musste eine Rechte sein. „Verbieten!“, kreischte Theo, „diesen Blog werde ich mit Mann und Maus verbieten!“

Die Augen rechts!

Theo kopierte die folgenden Sätze. Alles klar, nur weitere Hetze! „Manche unserer Gegener können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die Rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen.

Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.“

Schande

Theo quollen fast die Augen aus dem Kopf, als er weitere Zitate las, die nur von einem rechten Wirrkopf kommen konnten, ja mussten! Vermutlich war diese Kandelaber eine Vortänzerin dieser Klientel. Aber das würde er, Theo, unterbinden!

„Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist.

Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.“

The Asylum

Theo sah sich schon verwöhnt im Ministersessel, umgeben von roten Strümpfen, als seine Träume jäh zerplatzten. Krachend flog die Tür auf und zwei Weißkittel stürmten in den Raum.

„Was …?“, rief Theo und spürte den Einstich einer Spritze. „Alles gut“, sagte der größere Mann, „morgen sieht die Welt schon wieder anders aus.“ Dann nahmen sie Theo mit. Und Claudine lächelte stumm.

Die Akte

Großinquisitor Heiko der Maßlose seufzte, als er Theos Akte schloss. „So ein Ärger“, murmelte er. „Jetzt habe ich meinen besten Mann verloren! Wie kann der auch die alten Zitate der Chefin mit rechten Parolen verwechseln. Kaum auszudenken, was die mit mir macht, wenn sie davon Wind bekäme!“

Heiko, der stets um Schadensbegrenzung bemüht war, rief dann doch bei „der Chefin“ an und informierte sie über Theos Kampf gegen den Rest der Welt. „Sorry Angie, der wird keinen Ärger mehr machen“, sagte er. „Und ich verfüge auch, dass deine alten Zöpfe entsorgt werden. Das ist dir doch angenehm.“ Und so hat er es gemacht.

Aufklärung

Um meine LeserInnen nicht völlig ahnungslos zu lassen, habe ich die Quellen der Zitate aufgelistet:

1. „Die mulitkulturelle Gesellschaft hat keine lebensfähige Form des Zusammenlebens und das glaube ich auch.“ (Angela Merkel, 2000)

2. „Patriotismus ist Liebe zu den Seinen, Nationalismus ist Hass auf die anderen.“ (Richard von Weizsäcker)

3. „Manche unserer Gegner können es sich nicht verkneifen, uns in der Zuwanderungsdiskussion in die Rechtsextreme Ecke zu rücken, nur weil wir im Zusammenhang mit der Zuwanderung auf die Gefahr von Parallelgesellschaften aufmerksam machen.

Das, liebe Freunde, ist der Gipfel der Verlogenheit, und eine solche Scheinheiligkeit wird vor den Menschen wie ein Kartenhaus in sich zusammenbrechen. Deshalb werden wir auch weiter eine geregelte Steuerung und Begrenzung von Zuwanderung fordern.“ (Angela Merkel, 2003)

4. „Nun soll in der Mitte der wiedergewonnenen Hauptstadt Berlin ein Mahnmal an unsere fortwährende Schande erinnern. Anderen Nationen wäre ein solcher Umgang mit ihrer Vergangenheit fremd. Man ahnt, daß dieses Schandmal gegen die Hauptstadt und das in Berlin sich neu formierende Deutschland gerichtet ist.

Man wird es aber nicht wagen, so sehr die Muskeln auch schwellen, mit Rücksicht auf die New Yorker Presse und die Haifische im Anwaltsgewand, die Mitte Berlins freizuhalten von solch einer Monstrosität.“ (Rudolf Augstein, 1998 – LINK ZUM ARTIKEL)

Grenzenlos

Grenzenlos bedeutet unendlich oder uneingeschränkt und steht als Wortspiel für offene Grenzen. Grenzenlos steht auch für die Naivität vieler Deutscher, die selbst nach den Morden in Freiburg und Berlin noch immer nicht aufgewacht sind.

Aber das muss man verstehen, so ein bisschen heile Welt ist wichtiger, als die Opfer. Abgestumpft von medialer Gewaltpräsenz und voll mit Gänsebraten, hat nur George Michaels Tod entsetzt. Der Sänger war bekanntlich eine Ikone, wen interessieren die Namenlosen aus Berlin.

Apropos Berlin! Direkt nach dem Fest muss eine neue Umfrage her, die nun die CDU im Aufwind sieht. Das sind doch wirklich tolle Neuigkeiten, 2017 wird die Bundesmutti erneut gewählt. Wer die Mörder ins Land ließ, hat der träge Normalo bis dahin längst vergessen.

Mutti, als Hüterin jener, die schon länger im Land der Bombenstimmung leben, hat dann schnell vom Thomas postulieren lassen, dass wir mit dem Terror leben müssen. Der Thomas, das ist nämlich ein guter Mensch, dem bald der kollaterale Terrororden am Lederstrumpf verliehen wird.

Wir wissen nun auch vom BKA, dass es Vergewaltiger schon vor der Flüchtlingswelle gab und diese netten jungen Männer nicht krimineller als (Bio)Deutsche sind. Sollten sie doch über die Stränge schlagen, wird das sofort entschuldigt. Das macht man(n) halt so in der Kultur von Asylistan!

Die deutsche Frau muss bereit sein ihr Opfer fürs Jungvolk zu bringen. Augen zu und ab dafür, der nächste Grapscher steht schon vor der Tür. 2017 werden Burka und Kopftuch auch für deutsche Frauen Pflicht. Und mit dem Schweinebraten ist auch bald Schicht.

Die Hauptmahlzeit wird 2017 Hammel sein. (Ab)Geschlachtet nach steinzeitlicher Sitte, wie es nur ein neuer Deutscher darf. Diese neuen Deutschen, das sind so richtig tolle Menschen! Ihrer Religion des Friedens huldigt gar die Antifa. Ist klar, die sind sich zu fein um Bomben zu werfen. Das machen dann die Männer ohne Nerven.

Noch 2016 hat es ein neuer Sport in die Medien geschafft. Live und in Farbe werden bevorzugt Frauen attackiert, die sich lustvoll jauchzend von Rolltreppen stürzen. Bricht dabei der Arm sind 100 Punkte fällig. Abzüge gibt’s für unverletzt.

Zum Jahresausklang noch eine wirkliche gute Rede, die so leider von keinem Politiker kam.