Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 3: Im Zeichen der Burka

Vor einigen Monaten, hatte ich zwei zum Teil kontrovers diskutierte Artikel über den Islam, die Scharia und das Kopftuch geschrieben, die sich einerseits auf Studien stützen und zum Teil meine eigene Meinung sind.

Wie immer haben Gutmenschen das weitgehend ignoriert. Das macht man so, als Linke(r). Diskussionskultur Fehlanzeige. Aber das hatten wir alles schon. Wer sie noch nicht kennt und / oder erneut lesen mag:

TEIL 1

TEIL 2

An meiner damaligen Meinung hat sich nichts geändert. Sie hat sich im Gegenteil noch verschärft. Vor allem nach diversen Versuchen junger Muslimas, nun auch die Burka als offizielles Kleidungsstück im Schulunterricht durchzusetzen.

Einen kleinen Lichtblick im Meer der Absurditäten, hat es an der Stuttgarter Universität gegeben. Nachdem studierende Muslime die Bibliothek als Betraum benutzten und anderen Studenten den Zugang verweigerten, hat der Rektor klargemacht, dass die Uni kein Ort zum Beten sei.

Ein Sprecher der Universität wörtlich: „Die Universität ist ein säkularer Lernort. Möglichkeiten zum Beten bestehen in Räumen der Stille am ökumenischen Zentrum und in den campusnahen Kirchen und Moscheen.“

Die Lüge von der Selbstbestimmung

Ich stehe seit Jahren für sie Selbstbestimmung von Frauen. Und ich erwarte einfach, dass Mann das akzeptiert. Aber was hat eine Frau hinter einem Schleier mit Selbstbestimmung zu tun? Dieser Schleier wird von alten Männern gefordert, die eine überholte Ideologie verehren und ihre Frauen und Töchter unter die Knute der Burka zwingen.

Nun sehe ich schon die (G)Eiferer in die Hände spucken und heftige Worte gegen mich finden oder mich als böse Ketzerin mit dem Tod bedrohen. Wende ich mich doch gegen die Worte ihres allmächtigen Gottes. Dumm nur, dass der nicht existiert.

Dumm auch, dass der Koran niemals eine Verschleierung forderte. Die entsprechende Sure ist Auslegungssache und nach Ansicht moderner Muslime schon lange nicht mehr zeitgemäß.

„Wenn Gott gewollte hätte, dass wir (Frauen) uns völlig verschleiern, hätte er das dann nicht explizit im Koran geschrieben?“, hat eine junge Türkin gefragt und für Entsetzen bei ihrer Familie gesorgt.

„Kopftuch, Burka, Niqab sind Symbole, die aus einer altvorderen Zeit und Denkweise stammen“, hat sie weiter gesagt und dafür sowohl Applaus wie Drohungen bekommen. Sie geht in die Moschee, aber frömmelt nicht. Und sie zwingt keinem ihren Glauben auf.

Ins gleiche Horn stieß vor einigen Jahren die mittlerweile umstrittene Lamya Kaddor. In einem Artikel für das Goethe Institut stellte sie die Frage, ob die im Koran geforderte Verschleierung des Kopfes noch ihren ursprünglichen Zweck erfülle.

Der Zweck sei (damals) gewesen, die Frauen vor den Begehrlichkeiten der Männer zu schützen. Im Deutschland der Gegenwart erfülle die Verschleierung den ursprünglichen Zweck des Schutzes nicht mehr. Sie sorge sogar eher für das Gegenteil dessen, was Gott beabsichtigt habe, indem sie ihre Trägerin Nachteilen, etwa durch Diskriminierungen, aussetze.

Der Koran und die Verschleierung

Wie sehr muss es radikale Muslime und deutsche Gutmenschen getroffen haben, als Scheikh Khaled Omran von der Universität Kairo in einem Interview der ARD sagte:

„Ein Kleidungsstück darf nicht körperbetont, nicht enthüllend und nicht eng anliegend sein. Das sind die drei Kriterien. Dazu kommt jedoch, dass die Kleidung die Hände und das Gesicht nicht bedecken darf.

Zwar seien die Frauen des Propheten Mohammed laut Omran dazu verpflichtet gewesen, einen Gesichtsschleier zu tragen. Doch diese Ausnahmen würden keine Rechtfertigung für Nachahmung bieten. Vollverschleierung sei lediglich eine Tradition.“

Lamya Kaddor schreibt zur Verschleierung: „Aus Sicht einer gläubigen Frau bedeutet das, jene Bereiche des weiblichen Körpers, die hinsichtlich möglicher Sexualkontakte heutzutage elektrisierend wirken, nach wie vor ordentlich unter der heute üblichen Kleidung zu bedecken.

Was wiederum ordentlich, angemessen oder anständig ist, ist der Vernunft jeder einzelnen mündigen Bürgerin unterworfen, da es für die Gegenwart keine konkreten Vorgaben seitens der islamischen Quellen gibt.“

Und damit ist die Lüge der Vollverschleierung bereits entlarvt, die lediglich der Macht von Männern über Frauen dient. Aber jeder darf eine andere Meinung haben. Aufzwingen sollte er sie anderen aber nicht.

Leider tun das viel zu viele Muslime, bei jungen Frauen gibt es einen deutlichen Gruppenzwang. Sie werden von Freundinnen zum Kopftuch gedrängt. Weigern wird mit Ächtung bestraft, der absolute Horror für eine Frau.

Besonders hervor tun sich einmal mehr deutsche Konvertiten, die alles besser wissen und am frömmsten sind. Diese Menschen verraten ihr eigenes Land und wenden sich einer Götzenverehrung zu, die noch immer am Rand der Steinzeit lebt.

Tradition und Moderne

Niemand hat etwas gegen Traditionen. Ich weiß von türkischen Freundinnen, dass sie in der Moschee Kopftuch tragen. Sie besuchen sie aber oft nicht aus religiöser Überzeugung, sondern „weil man das eben so macht.“ Wie die Christen, die auch oft nur widerwillig in die Kirche gehen.

Ich will noch einmal Onkel Ahmed zitieren, den alten, türkischstämmigen Ladenbesitzer aus Düsseldorf, den ich schon fast mein ganzes Leben kenne. Er, der schon lange nicht mehr wirklich gläubig ist, geht trotzdem ab und zu in die Moschee.

„Ich treffe dort alte Freunde“, sagt er und lacht verschmitzt. „Und hinterher trinken wir ein Bier.“ Auf meine Bemerkung hin, dass Alkohol doch verboten sei, hat er die Augen verdreht.

„Die meisten von uns sehen das nicht so eng“, sagt er. „Bier ist gesund und die Moschee für uns nur eine Ort der Begegnung. Wir reden über alte Zeiten, Fußball und haben Spaß, weil der Iman für eine andere Mannschaft schwärmt.“

Was so einfach klingt, ist auch für Onkel Ahmed ein Reifeprozess gewesen. Ich habe ihn dazu befragt und einen Artikel darüber verfasst, den ich in den kommenden Wochen veröffentlichen werde.

Schleier über Deutschland

Über Deutschland liegt ein Schleier, der schon in den Köpfen mancher Menschen beginnt. So hat der Kulturausschuss des niedersächsischen Landtags einer 16jähringen Schülerin erlaubt, mit Niqab, der Vollverschleierung, am Unterricht teilzunehmen.

Damit hebelt der Ausschuss das Landesschulgesetz aus. Zwar betonte man, dass es sich dabei lediglich um eine einmalige Ausnahme handele, aber der Schaden für ganze Deutschland ist bereits angerichtet.

Alexander Marguier, Chefredakteur beim Magazin CICERO, hat es klar formuliert. „Natürlich sei es bereits eine Groteske, die Vollverschleierung im Unterricht mit dem Hinweis auf den Integrationsprozess zu rechtfertigen. Denn sowohl Niqab wie auch Burka seien augenfällige Symbole einer totalen Integrationsverweigerung – deren staatliche Duldung der Desintegration gewaltigen Vorschub leiste.

Sie müsse nämlich als eine Ermunterung an sämtliche in Deutschland lebenden islamischen Fundamentalisten verstanden werden, ihre Töchter ebenfalls in einem Gewand zur Schule zu schicken, das sie zu Außenseiterinnen stigmatisiere und ihnen darüber hinaus eine aktive Teilnahme am Unterricht praktisch unmöglich mache“

Dieses Mädchen hat damit einen Sieg für eine Ideologie errungen, die dem mittelalterlichen Denken alter Männer entspricht. Zwar hat sie sich scheinbar selbst verwirklicht, aber ist das wirklich so? Hat sie nicht vielmehr als williges Instrument gehandelt, das sich langsam radikalisiert?

Aber Deutschland schaut gern weg, wenn es um die Befindlichkeiten von Islamisten geht. Aydan Özoguz, die Integrationsbeauftragte der Bundesregierung, hat sogar „Augenmaß beim Umgang mit Islamisten“ gefordert. Ist die Frau noch normal? Sieht niemand, wie sehr die deutsche Politik bereits von Muslimen unterwandert ist, die ihre kruden Thesen gezielt vertreten?

Die Herrschaft der Alten

Als Kinder lernen wir, die Eltern zu ehren. Die Eltern hießen früher „die Ältern / Aeltern.“ Das Wort stammt aus dem 8. Jahrhundert und lautete dort Eltiron / Altiron. Und vor diesen Älter(e)n haben Menschen stets Respekt. Gelten sie doch als gütig und weise.

In meinen Augen sind das viele Ältere nicht. Das mag Teil meines rebellischen Geistes sein oder ist meinem Alter geschuldet. Wie kann es weise sein Frauen in schwarze Säcke zu stecken?

In kriegerischen Zeiten, vor tausend und noch mehr Jahren, als der Trieb die Moral bestimmte und der Mann seine „Blume“ (Frau / Tochter) vor den Augen Fremder schützte, mag ein Kopftuch oder ein verhüllendes Gewand angebracht gewesen sein. Ein Sack war das nie.

Aber kein Gott hat das gefordert, das waren klar Menschen ihrer Zeit. Menschen haben Talmud, Bibel und den Koran geschrieben und dann Religion damit „gemacht.“ Das wäre alles gut, wenn diese Religion immer friedlich wäre.

Aber so wenig wie Menschen miteinander in Frieden leben können, wird es „ein rachsüchtiger Übervater“ tun. Menschen haben ihn und seine Worte erfunden und benutzt, um die Massen zu beherrschen. Der Buddha hat das nicht gemacht.

Es sind diese Alten, die eine Jugend verhetzen, die ohne Identität aufwächst. Es sind diese Alten, die junge Mädchen Zeit ihres Lebens mit einem Ziel erziehen, gläubige, gottesfürchtige (Ehe)Frauen zu sein. Natürlich dem Willen des Mannes untertan, der sie nach Lust und Laune benutzen kann.

Der Staat und die Religion

Der deutsche Staat, die Behörden, die PolitikerInnen, alles duckt sich vor dem politischen Islam. Die Entscheidung aus Niedersachsen ist Munition für die rechte Szene und weckt bei vielen Deutschen Unverständnis.

Diese Schülerin wird vielleicht ihren Abschluss machen. Was danach mit ihr passiert? Nicht mehr viel. Sie wird keine Stelle finden, niemand wird sie als Studentin akzeptieren. Es sei denn, dass ganz Deutschland langsam verblödet und zum Islam konvertiert.

Erste Schritte scheint es bereits zu geben. Das Schweinefleisch in Schulen und Kindergärten ist verpönt, christliche Lieder werden zum Teil nicht mehr gesungen, wenn Muslime in der Gruppe sind. Christliche Würdenträger nehmen die Kreuze ab, wenn sie eine Moschee betreten. Und die Polizei zieht dort bei einer Razzia die Stiefel aus.

Weigert sich aber ein deutscher Schüler eine Moschee zu betreten, wird ihm von der Schule ein Bußgeld auferlegt. Irgendetwas stimmt nicht mehr in diesem Land. Der Rechtsstaat führt sich weiter ad absurdum, wie er das bereits seit Jahren macht. Quo vadis Deutschland, wohin führt dich dein Weg?

 

 

 

 

 

 

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Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 2: Die Scharia gehört zu Deutschland

Zumindest in Deutschland und Europa, hat das Kopftuch noch eine andere Bedeutung. Es wird immer mehr zum Symbol für eine politische Überzeugung. Und die steht im scharfen Gegensatz zum deutschen Grundgesetz und zur Demokratie. Wer also das Kopftuch toleriert, hofiert auch die Scharia.

Und genau diese Scharia, hat sich der streitlustige Publizist Henryk M. Broder auf die Fahne geschrieben und ein Essay in der WELT verfasst.

„Wer also der Meinung ist, der Islam gehöre zu Deutschland, sollte nicht zögern, einen Schritt weitergehen und erklären: Auch die Scharia gehört zu Deutschland. Denn ohne die Scharia gibt es keinen authentischen Islam.“

Sarkastisch schreibt Broder über die Einführung der Scharia: „Es wäre auch das Ende aller Debatten – über die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, Ehe für alle, Kopftücher im öffentlichen Dienst, Gewaltenteilung in der Politik, Trennung von Staat und Kirche, Karikaturen und Satiren.“

Von Deutschen hört man oft, dass auch sie ab und zu Kopftuch tragen. Ja, zum Schutz vor Sonne oder Regen oder bei der Arbeit. Aber eben nicht als Ausdruck gelebter Religion, die übrigens Privatsache ist.

Kein normaler Buddhist käme auf die Idee nun eine Statue vor sich her zu tragen. Die Kleidung buddhistischer Mönche spielt dabei keine Rolle. Auch Pfarrer kleiden sich anders. Im Gegensatz dazu sind es normale Muslime die vehement fordern, dass sie ihre Religion zum Ausdruck bringen können.

Oft verweisen sie dabei auf christliche Nonnen, die ebenfalls „Kopftuch“ trügen. Was sie dabei vergessen, dass es im Islam keine Nonnen gibt. Das hat diese von Männern geschaffene Ideologie nie vorgesehen. Es ist nur der Mann der zählt.

Politische Befürworter des Islam verweisen gern auf die Religionsfreiheit. Aber Religionsfreiheit bedeutet nicht, dass jeder Angehörige einer Religionsgemeinschaft in Deutschland nun tun und lassen darf was er möchte. Religion ist und bleibt eine Privatsache.

Wenn sie dagegen, wie in den arabischen Ländern üblich, zur Staatsreligion erklärt, wird sie zur einer rein politischen Ideologie, mit allen damit verbundenen negativen Eigenschaften. Der Staat wird dann diese Ideologie für seine Ziele benutzen. Im Nahen Osten ist das die klare Kontrolle der Massen und Festigung der Diktaturen.

Wer den Islam kritisiert, egal ob es sich dabei um Deutsche oder Araber handelt, wird gern als Rassist gesehen. Diese schon fast reflexartige Anschuldigung ist völlig absurd und zeigt, wie wenig Menschen von Religion(en) verstehen.

Den viel zitierten „Antimuslimischen Rassismus“, gibt es nicht. Weder beim Islam noch beim Christen- oder Judentum handelt es sich um eine Rasse. Kritik am Islam kann also niemals rassistisch sein.

„Du bist ein Nazi / Rassist!“, ist ein Totschlagargument von Leuten, die keine Diskussionen führen wollen. Gleiches gilt für das Wort „Rechtspopulist“, das immer wieder abwertend gebraucht wird, um unliebsame Mahner mundtot zu machen. Ein billiger Trick, aber mittlerweile abgenutzt.

Nachfolgend ein Beispiel aus dem Koran zur Stellung der Frau in der arabischen Welt, was so viele Deutsche gern übersehen. Hinzugefügt werden muss aber der Fairness halber, dass der Koran auch Frauen lobt. Nur um sich dann selbst zu widersprechen und das Gegenteil zu fordern.

„Die Männer haben Vollmacht gegenüber den Frauen, weil Allah die einen vor den anderen bevorzugt hat. Und weil die Männer von ihrem Vermögen für die Frauen ausgeben. Die rechtschaffenen Frauen sind demütig ergeben und bewahren die Geheimnisse ihrer Gatten, da Allah sie geheim hält. Ermahnt diejenigen, von denen ihr Widerspruch befürchtet, sperrt sie in die Schlafgemächer und schlagt sie. Wenn sie euch gehorchen, dann wendet nichts Weiteres gegen sie an. Allah ist erhaben und groß (Sure 4,38)“

Demütig und dem Mann untertan müssen Frauen also sein. Und damit sie das auch bleiben, werden sie verhüllt. Sex vor der Ehe ist nicht erlaubt, die Frau hat als Jungfrau zur Hochzeit zu gehen.

Weigert sie sich oder wird wie bereits geschehen Opfer einer Vergewaltigung, wird, wie schon mehrfach geschehen, zuerst an ihr der „Ehrenmord“ begangen und später vielleicht der Geliebte oder Täter hingerichtet. Wer diese Art zu denken toleriert, wird der Unterdrückung und Pervertierung aller Vorschub leisten.

Auf der Webseite des „Arbeitskreis der Evangelischen Allianz“ findet sich ein bemerkenswerter Beitrag zum Islam, aus dem ein Teil zitiert werden soll. Unter anderem heißt es dort:

Die Verschleierung ist weit mehr als nur ein Kleidungsstück zum Schutz der Frau.

Nach traditionell-islamischer Vorstellung ist die weibliche Sexualität destruktiv. Sie kann Chaos und Unordnung schaffen. Die Sexualität an sich wird nicht verurteilt, denn sie zählt zu den paradiesischen Vorfreuden der Muslime, aber die Weiblichkeit muss kontrolliert werden, sonst ist sie zerstörerisch.

Vor dieser Gefahr müssen die Männer sich schützen. (Kopftuch, Burka) Damit wird der Ausschluss dieses mächtigen Störpotentials aus der Öffentlichkeit gerechtfertigt. Schon Blickkontakte werden erotisch gedeutet. Millionen islamischer Frauen leben in einer Rolle, die ihnen schon seit Jahrhunderten zugeschrieben wurde. Ohne Schulbildung und ohne Möglichkeit, Geld zu verdienen, sind sie zeitlebens ökonomisch abhängig und an ihre Mutterrolle gebunden.

Naiv und geradezu Frauenfeindlich ist dann aber der Satz, dass Frauen in ihrer Mutterrolle „ihre Identität und Sicherheit gefunden hätten. Er toleriert ein System, das absolute Unterdrückung gegenüber Frauen propagiert. Wie die aussieht soll ein Beispiel zeigen.

„Nach einer Untersuchung des marokkanischen Menschenrechtsrates vom Oktober 2015 werden sechs Millionen Frauen im Land – mehr als ein Drittel – regelmäßig Opfer von Gewalt. Die meisten Übergriffe werden von Ehemännern verübt. Vergewaltigung in der Ehe stellt im marokkanischen Gesetz bislang kein Verbrechen dar.“

Nun gibt es in Deutschland Stimmen, die auch Christen des Terrors und der Gewalt bezichtigten. Ja, auch deutsche Männer schlagen Frauen oder vergewaltigen sie, das ist unbestritten. Aber im großen Stil organisierte Massenvergewaltigungen gab in unserem Land bisher nicht. Apropos „Christlicher Terror.“ Die Irisch Republikanische Armee (IRA), hat schon eine Weile nicht mehr gebombt. Sie hat sich vor mehr als 10 Jahren aufgelöst.

Zurück zu Broder und seinen provokanten Thesen. „In Deutschland“, schreibt er, „fände längst ein schädlicher Kulturkampf statt. Die weltliche Kultur müsse sich gegen zahllose Verbote mühsam durchsetzen. Dabei gehe es stets um kulturelle und religiöse Empfindlichkeiten von Muslimen. Andere Gruppen wie etwa die Sikh oder Armenier zeigten, dass es auch möglich sei, eigene Bräuche zu pflegen, ohne sie anderen aufzwingen zu wollen.“

Genau diesen Satz sollten sich Muslime auf ihre Fahnen schreiben und ihn immer wieder lesen. Oder doch von Buddhisten lernen. Die kennen weder Terror noch Scharia.

Islam, Scharia, Kopftuch – Teil 1: Die gescheiterte Integration

Die Debatte um Zuwanderung und den Islam in Deutschland reißt nicht ab. Fast täglich gibt es kontroverse Stimmen, die dafür oder dagegen sind. Die Naivität vieler Menschen ist dabei erschreckend. Sie, die kaum den Inhalt der eigenen Bibel kennen, hofieren den immer aggressiver auftretenden Islam. Was auch für Muslime gilt, die in Deutschland geboren worden sind.

Das Kopftuch ist dabei zum Symbol für den Kampf der Kulturen geworden. Junge Muslimas tragen es scheinbar voller Stolz. Zum Teil ist das richtig, hat aber einen besonderen Hintergrund. Vor allem junge Türkinnen sind oft auf der Suche nach ihrer Identität und fühlen sich nicht anerkannt. Genau das bestätigt eine neue Studie des Religionssoziologen Professor Dr. Detlef Pollack. Wörtlich heißt es: „Woran es aber unter den in Deutschland lebenden Türkeistämmigen mangelt, ist das Gefühl, willkommen geheißen und anerkannt zu sein.

Gut die Hälfte der Zuwanderer aus der Türkei und ihrer Nachkommen fühlen sich als Bürger zweiter Klasse, egal wie sehr sie sich anstrengen dazuzugehören. Auffällig ist die teilweise vehemente Verteidigung des Islam unter dieser Gruppe,“ so Professor Pollack. „Im scharfen Gegensatz zur Haltung der Mehrheitsbevölkerung schreiben die Türkeistämmigen dem Islam vor allem positive Eigenschaften wie Solidarität, Toleranz und Friedfertigkeit zu.

83 Prozent der Zuwanderer und ihrer Nachkommen erklären, es mache sie wütend, wenn nach einem Terroranschlag als erstes Muslime verdächtigt werden. Drei Viertel plädieren für ein Verbot von Büchern und Filmen, die die Gefühle tief religiöser Menschen verletzen. Zwei Drittel der Befragten denken, der Islam passe durchaus in die westliche Welt, während 73 Prozent der Gesamtbevölkerung in Deutschland das Gegenteil meinen.“

Die Studie steht dabei zum Teil in krassem Gegensatz zu Aussagen von Politikern, dass vor allem Türkeistämmige in Deutschland voll integriert worden sind. Die Wahrheit scheitert an den Befindlichkeiten von Muslimen, die sich stets und ständig beleidigt fühlen. Schon einfache Diskussionen über Religion sind oft kaum möglich, da ihr Allah bekanntlich über allem steht.

Genau das bestätigt auch Professor Pollack. „Seine Ergebnisse ließen einen beträchtlichen Anteil an islamisch-fundamentalistischen Einstellungen erkennen,“ so der Soziologe. „Und die ließen sich nur schwer mit den Prinzipien moderner Gesellschaften zu vereinen sind. 47 Prozent halten die Befolgung der Islam-Gebote für wichtiger als die deutschen Gesetze. Ein Drittel meint, Muslime sollten zur Gesellschaftsordnung aus Mohammeds Zeiten zurückkehren. 36 Prozent sind überzeugt, nur der Islam könne die Probleme der Zeit lösen.“

Es ist genau diese gefährliche Tendenz, die weder deutsche Politiker noch die Kirchen sehen wollen. Die eigene Ab- und Ausgrenzung vieler Muslime fängt schon bei der Wortwahl an, mit der sie den Rest der Bevölkerung bezeichnen. „Altdeutsche“ werden diese genannt. Ein Wort, das aufhorchen lässt. Professor Pollack erklärt weiter, „der Anteil derer mit verfestigtem fundamentalistischem Weltbild liege immerhin bei 13 Prozent.“

Vor diesem Hintergrund muss man das Kopftuch kritischer betrachten. Seine Trägerinnen hofieren damit zum Teil unbewusst die Scharia, die Unterdrückung ihrer Glaubensschwestern und auch die Mörderbanden des IS. Muslime sollten ihr verzerrtes Weltbild schleunigst gerade rücken. Mit leugnen stoppt man keinen Terror, der klar auf das Konto fanatischer Islamisten geht. Aber vielleicht gibt es beim IS überhaupt keine Muslime und der Feind Amerika hat hat in Brüssel und Paris gebombt.

Das Kopftuch löst keine Probleme. Im Gegenteil werden sie dadurch erst neu geschaffen und die ohnehin vorhandene Kluft zwischen Muslimen und Christen noch tiefer aufgerissen. Diese Mädchen werden dann von ihren Töchtern ebenfalls verlangen, dass sie sich verhüllen. Und so wird es immer weiter gehen. Integration Fehlanzeige. Aber es gibt auch jene Frauen, die heute noch von ihren Eltern zum Kopftuch gezwungen werden. Spuren sie nicht gibt es Strafen und Schläge. Die Scharia erlaubt das im Islam.

In „Arabien“ fehlt vielen Frauen das Wissen über ihre Rechte. Sie werden oft dumm gehalten und brutal misshandelt, wenn sie sich dem Mann verweigern. Pakistan steht dabei mit an vorderster Stelle. Auch das wird gern übersehen, wenn von dem friedlichen Islam gesprochen wird. Angeblich positive Beispiele stellen die absolute Minderheit dar. Die Frau in „Arabien“ bleibt ein Mensch zweiter Klasse.

In Teil 2 geht es um die Scharia und ob sie (bereits) zu Deutschland gehört.

Närrisch

Es ist beschlossen und hiermit verkündet, dass ihre Biestigkeit Mayumi I. samt Prinzessin Yuki und weiteren Hofdamen, den Kölner Karneval besuchen wird. Als Teenager war ich ein größerer Fan von solchen tollen Tagen. Heute meide ich diesen Trubel gern. Frau wird weise. Nur leise, werde ich nie.

Aber Köln hat für uns zentrale Bedeutung. Wir Frauen zeigen Präsenz und lassen uns von Grapschern nicht erschrecken. Und egal ob Minirock oder neckische Bluse, unser Körper ist allein unser Revier! Klare Ansage an diverse Narren, die in Frauen nur Huren sehen, wer uns anfasst hat ein Problem!

Bundesfrauenministerin Manuela Schwesig hat klare Worte gefunden. „Es ist wichtig, dass wir jetzt keine Debatte darüber anstoßen, ob Frauen ihr Verhalten ändern müssen, sondern die Männer, die übergriffig werden, müssen ihr Verhalten ändern und vor allem zur Rechenschaft gezogen werden“, hat sie gesagt.

„Die Zeiten, wo wir Frauen uns nicht frei bewegen dürfen, wo wir Frauen keine Miniröcke tragen sollen, die sind vorbei“, kam auch von ihr. Das klingt besser, als Frau Rekers Blödsinn, „Fremde auf Armlänge entfernt zu halten.“ Gut gemeint, aber naiv. Von Gewalt hat die Frau wenig Ahnung, obwohl sie schon selbst Opfer war.

Ob und wie ich mich verkleide wollt ihr wissen? Elfchen lacht frech und sagt „Als Miss Köln!“ Nun musste ich diesen Artikel wirklich unterbrechen und meiner Süßen die Leviten lesen. Also so ein bisschen, na ja fast. Weil eine Düsseldorferin bekanntlich keine Miss Köln sein kann. Das geht mal so überhaupt und niemals nicht!

In Wirklichkeit hat sie mich mit Küssen bestochen und noch Schokolade draufgelegt. Elfenglück. Liebe, die ich meine. Aber zurück zu den Kostümen. Falls wer eine Catwoman sieht, die von Batgirl begleitet wird, habt ihr eine Idee, was und wer wir sind. Und der Rest der Truppe ist auch sehr bunt.

Dieser Blog wird also bis zum Aschermittwoch Pause haben. Dann werde ich wieder berichten. Kölle wir kommen! Alaaf und Helau!

Mögen Lesben keine Männer?

„Mögen Lesben keine Männer?“, hat ein Besucher dieses Blogs gefragt und sofort meine Schreibfinger animiert. Wie ist das eigentlich, werden sich viele LeserInnen fragen, mögen Lesben wirklich keinen Mann?

Die Antwort ist nicht ganz einfach. Nein, wenn es um Partnerschaften geht. Ja, wenn es sich um Familie, oder Freunde handelt. Aber die Wirklichkeit ist noch komplexer. Hier (m)eine kurze Analyse.

Homosexualität, ist die Liebe zum gleichen Geschlecht. Daran ist nichts krankhaftes, Menschen werden so geboren. Aber sie sind noch immer Menschen und nicht etwa „falsch gepolt“, wie mir Mann einst schrieb.

Vermutlich hat der Gute das nicht mal böse gemeint und ist nur unachtsam mit seinen Worten gewesen. Kann ja mal passieren und ich werde ihn daher keinen homophoben Schwachkopf nennen. Das gehört sich für eine Mayumi nicht.

Und schon sind wir mitten beim Thema, schon sieht man(n) in mir die Männerhasserin. Was blanker Unsinn ist. Im November 2013 habe ich einen Artikel geschrieben, der mein Verhältnis zu Mann beschreibt. Wer ihn lesen mag, hier ist der Link. Der Artikel heißt: Mein Frieden mit Mann. 

Aber beim Thema Männer verhärten sich die Fronten schnell. Während (die meisten) Männer mit meinen Sprüchen können, machen ihre Frauen Front gegen mich. Offenbar hat Mann das in Zeiten der Genderkrise nötig. Ehrlich Jungs, wo ist euer Humor?

Schon mehrfach habe ich von meinem „Anti Männer Gen“ berichtet. Das ist halb Spaß, mit einen ernsten Hintergrund. So, wie Männer den „Geruch“ anderer Männer als abstoßend empfinden können, ist das auch bei mir.

Männliche Pheromone (starker Schweißgeruch) lösen meist Übelkeit und Abwehrverhalten bei mir aus. Ist das nun endlich angekommen? Wer das nicht glauben will, der sollte sich erkundigen. Es gibt Studien, die geanu das belegen.

Was ich nicht mag ist Gewalt gegen Frauen, die ich sofort bekämpfe. Ich kreide Patriarchen in gewissen Ländern ihr Verhalten gegen Frauen an. Und jedem Prügler in Deutschland, der Frauen als Objekte sieht.

Männer respektiere ich immer dann, wenn sie mir mit Respekt begegnen. Wer mich „kleine Frau“, oder „Schätzchen“ nennt, hat bei mir verloren. Und wer mir an die Wäsche will, der darf mit Konsequenzen rechnen.

Meine Erfahrungen sind keine pauschale Verurteilung der Spezies Mann. Aber so, wie sie über Frauen lästern, lästern wir Lesben über Kerle. Gleiches Recht für alle, wo ist das Problem? Mit „meinen Männern“, den Ingenieuren der Tuning-Firma, kann ich wunderbar. Ich bestimme und sie machen mit.

Unterscheiden kann ich durchaus zwischen dem Täter und einem liebenden Ehemann und Vater. Und von Dwayne Johnson (The Rock) bin ich Fan. Lesben mögen also durchaus Männer. Aber anders, als diese denken.

 

Frauen, Männer, Feminismus

Feminismus ist vielen Menschen suspekt. Die Rede ist nicht nur von Männern. Auch Frauen wehren sich oft vehement gegen den „feministischen Alleinvertretungsanspruch.“ Aber ist das nicht kontraproduktiv? Es ist leider so, dass viele Köche einen Brei verderben können. Jeder köchelt nach eigenem Rezept.

Viele Menschen, viele Meinungen, dieser Spruch kommt nicht von ungefähr. Aber ehrlich, liebe Mädels, wo wäre die Welt ohne starke Frauen? Und doch lese ich immer wieder Argumente, die Frauen gegen Feministinnen Front machen lassen. Wobei man fairerweise sagen sollte, dass es „den Feminismus“ überhaupt nicht gibt.

Die Bewegung ist zutiefst zerstritten. Von radikal bis überintellektuell. Viele Frauen finden sich in keinem dieser Lager wieder und gehen auf Distanz zu ihren Schwestern. Mit Parolen wie „Lieber am Herd, als in der Chefetage“, haben sie eine neue Front geschaffen. Das geht soweit, dass Feministinnen offen abgestemeplt werden.

Frauen sind oft die größten Feindinnen anderer Frauen. Manche aus purer Eifersucht, oder Neid. Aber sie spielen damit jenen Männern in die Hände, die Frauen noch immer als „Frauchen“ sehen. Willige Dienerinnen, aber die Sklaverei ist lange abgeschafft.

Nicht alle Feministinnen sind männerfeindlich. Aber der Versuch, Mann in die Bewegung einzubinden, ging gewaltig schief. Männer vertreten eigene Positionen und dominieren noch immer gern. Und doch sind Männer wichtig, um Gleichberechtigung nicht zur Farce zu machen. Frauen wollen niemand dominieren. Wir bestimmen auf unsere Art.

Ein Mann hat einmal gesagt, dass er Feminismus brauche, weil Männer nicht stärker oder klüger seien als Frauen. Damit hat er recht. Dicke Muskeln taugen wenig, wenn Mann ein Kind auf dem Arm tragen soll. Weibliche Ausdauer ist gefragt und runde Hüften. Danke dafür an Mutter Natur.

Wir brauchen Feminismus aus vielen und ganz verschiedenen Gründen. Aber wir brauchen keinen Streit darüber, wer die besten Argumente hat. Feminismus ist letztlich ein Plus für alle Menschen. Auch Männer können davon profitieren. Und Frauen sie dafür lieben. Egal, ob Vater, Ehemann, oder Freund.

Sind so kleine Hände

Doro ist neu an der Schule. Die junge Lehrerin unterrichtet Sport und Mathe. Eine ungewöhnliche Kombination für eine ungewöhnliche Frau. Beim Sport fällt ihr ein blasses Mädchen auf. Seltsam verkrümmt steht sie meist da. Sie läuft, als habe sie Schmerzen. Dabei trainiert sie tapfer mit. Talent hat sie, das ist keine Frage. Ihre Mutter bringt und holt sie stets ab. Eine kleine Frau, die bessere Zeiten sah. Ein schüchternes Nicken, dann schweben sie davon. Wie sich ihre Schritte gleichen.

Saskia heißt die Kleine und sie ist wirklich superlieb. Mit ihrem großen Herz für Kinder kümmert sich Doro etwas mehr um sie. Als sie Saskia am Stufenbarren hilft zuckt sie zurück. Die Augen füllen sich mit Tränen. Die Saat des Verdachts erwacht in Doro. Kind, was ist passiert?

Im Umkleideraum schaut Doro genauer hin. Die Arme des Mädchens sind grün und blau geschlagen. Ihren Rücken zieren Striemen. Als sie den Blick ihrer Lehrerin bemerkt verbirgt sie schnell die böse Tat.

Sind so kleine Hände, winz`ge Finger dran
Darf man nie drauf schlagen, die zerbrechen dann

Doro konfrontiert die Mutter, auf die ihr eigene und sehr direkte Art. Aber die weicht aus und Doro fällt eine Narbe am Auge auf. Die ist nicht alt und auch die Frau noch jung. „Werden Saskia und sie misshandelt?“, fragt Doro wieder. „Sie können es mir sagen, ich kann helfen!“ Aber die Frau schüttelt den Kopf. „Bitte, ich kann nicht darüber reden!“, flüstert sie. Fluchtartig verlässt sie den Raum.

Am nächsten Tag fehlt Saskia beim Unterricht. In Doro schrillen die Alarmsignale. Aber es liegt eine Entschuldigung vor, die für die ganze Woche gilt. Erkältung steht dort geschrieben. Krank im Sommer bei 30 Grad. Doro wartet nicht, sie ahnt was geschehen ist. Sie besorgt sich die Adresse und fährt einfach los. Kalter Zorn ist ihre Motivation und der Wunsch zu helfen.

Sind so kleine Füsse, mit so kleinen Zeh`n
Darf man nie drauf treten, könn`sie sonst nicht geh`n

Eine verschüchterte Saskia öffnet. Das Gesicht schillert in allen Farben. Hinter ihr steht ihre Mutter, deren Augen dick geschwollen sind. Langsam atmet Doro aus, ihre kleinen Fäuste sind geballt. „Hat das ihr Mann getan?“, will sie von Saskias Mutter wissen. Die Frau nickt und Saskia bricht in Tränen aus. „Papa ist immer so gemein!“

Sind so schöne Münder, sprechen alles aus
Darf man nie verbieten, kommt sonst nichts mehr raus

Fast 2 Stunden spricht Doro mit den beiden, die Zeit vergeht wie im Flug. „Sie müssen hier raus“, sagt Doro immer wieder. „Vertrauen Sie mir doch bitte, Frau Schmitt. Sie trifft keine Schuld, Sie haben nichts falsch gemacht. Gehen Sie, bevor es noch viel schlimmer wird.“

Sind so klare Augen, die noch alles seh`n
Darf man nie verbinden, könn`n sie nichts versteh`n

Doro weiß wovon sie spricht, sie hat einst ähnliches erlebt. Auch sie hat damals Hilfe von einer ganz besonderen Frau bekommen. Doro überlegt kurz. Das Frauenhaus ist eine Option, aber sie kennt eine bessere Adresse. Sie ist privat und blebt es auch. Die Hilfe ist dort effektiver.

Doro überzeugt Saskias Mutter ihr zu folgen. Und auch die Kleine nickt. Hoffnung, die zu Vertrauen wird. Im Weg steht nur der Ehemann. „Wer sind Sie?“, dröhnt seine dunkle Stimme. Wirre Haare, Schweißgeruch. Ein Klischee in tumper Gestalt. „Was willst du hier, häh?“, blafft er Doro an. „Was hast du mit meiner Frau zu tun?“

„Ich bin Saskias Lehrerin“, erwidert Doro und kann sich nur mühsam beherrschen. „Ich nehme sie und ihre Mutter mit. Sollten Sie versuchen uns aufzuhalten, werde ich die Polizei …“ „Bist du bekloppt du Kuh?“, schreit Saskias Vater. „Niemand verlässt dieses Haus, ist das klar? Saskia, hol mir ein Bier! Sofort!“

Sind so kleine Ohren, scharf und ihr erlaubt
Darf man nie zerbrüllen, werden davon taub

Doros Gefühle erstarren zu Eis, als ihr Fuß nach vorn zuckt. Ein Kick, der die Hölle auf Erden bringt. Ächzend geht der Kerl zu Boden. Er übergibt sich und winselt jämmerlich. „Du schlägst deine Frau nie wieder!“, sagt Doro und holt ihr Handy aus der Tasche. „Michi, ich bins. Ja, alles gut bei mir. Aber hör mal, ich habe da ein Problem …“ Michi, das ist die ehemalige Schwester Michaela und nun Doros Ehefrau.

Sind so kleine Seelen, offen und ganz frei
Darf man niemals quälen, geh`n kaputt dabei

Es war Liebe auf den ersten Blick, die Michaela damals für Doro fühlte. Eine Liebe, die sie den Orden verlassen ließ, dem sie erst weniger Jahre angehörte. Und auch Doro traf es wie ein Blitz, als Schwester Michaela ihren Freund zu Boden warf. Wer hätte auch eine Judo-Meisterin in Nonnentracht vermutet. Heute leitet Michaela ein privates Frauenhaus, das Platz für Prügelopfer bietet.

Ist so`n kleines Rückgrat, sieht man fast noch nicht
Darf man niemals beugen, weil es sonst zerbricht

Die Frauen fahren in die Nacht, Saskia und ihre Mutter haben Angst. Nur das Nötigste ist gepackt, Doro wollte nichts riskieren. Angst vor der Polizei? Der Schläger wird sie kaum informieren. So dumm ist selbst der nicht. Aber bei Doro steht sie auf dem Plan.

Grade klare Menschen, wär`n ein schönes Ziel
Leute ohne Rückgrat, hab`n wir schon zuviel (*)

Michaelas Gesicht versteinert, als sie den Zustand von Mutter und Tochter sieht. Sie nimmt die beiden herzlich auf. Hier wird Frauen kein Leid geschehen. Mit Doros Hilfe traut sich Saskias Mutter dann zur Polizei. Und zum Jugendamt. Ein ärztliches Attest bringt das Ende für den prügelnden Ehemann. Noch am gleichen Tag wird er verhaftet. Das Urteil des Gerichts ist so klar, wie die die Scheidung richtig ist.

(*) Lyrics Bettina Wegener

Diese Geschichte basiert auf Tatsachen, lediglich die Namen sind geändert. Passiert ist sie in Düsseldorf vor einigen Jahren, als ich Doros Trainerin war. Leider gibt es nicht überall eine Doro, oder mich.

Aus dem Leben einer Alpha-Frau

Ich habe nie ein Hehl daraus gemacht, dass ich anders als andere Frauen bin. Extrovertiert, selbstbewusst, zielorientiert sind nur drei Faktoren, die mich recht gut beschreiben. Eine Alpha eben. Aber kommt da noch mehr?

Alpha-Frauen haben mehr vom Leben. Den besten Job, die besten Freunde und in der Liebe klappt es sowieso. So das Klischee, das andere bedienen sollen. Aber eine Kleinigkeit ist immer dran. Was mich als Alpha anders macht: ich denke logisch und emotional. Mein Vorteil Mann gegenüber, dessen Ratio sein Leben dominiert.

„Mit einem Beta-Mann erspart sich die Alpha-Frau viel Ärger“, hat ein Journalist geschrieben. Dumm nur, dass der Spruch kaum für Lesben gilt. Wir bevorzugen Frauen, die auf Augenhöhe sind. Wie meine Yuki. Zusammen sind wir „Alpha-Beta positiv.“

Ich höre oft, dass ich Yuki angeblich dominiere. Wer das denkt, kennt meine Elfe schlecht. Ruhige Wasser sind tief und kennen doch Tsunami. Yuki ist emotionaler und kann doch auch strikt logisch sein. Aber sie mag das nicht wirklich und überlässt mir diesen Part. Auch logisch, dass ich sie daher „Teilzeit-Alpha“ nenne. Humor auf unsere Art.

Mit meinem Hang zu Ironie, Sarkasmus und Spott stoße ich oft auf Unverständnis. Viele Menschen können dem nicht folgen. Auch mit meiner Art kritische Fragen zu stellen sind sie schnell überfordert. Nachzudenken haben sie als Talent verloren. Die breite Masse läuft nur mit. Wie Lemminge hüpfen sie dem Leithammel hinterher. Springt ihr Narren, da unten wartet mehr!

Männern bin ich entweder suspekt, oder sie akzeptieren mich nach einer Weile. Witzig, dass ich mit Wolf und seinen Ingenieuren kann. Fachlich! Klare Ansagen zu Motoren und Mann versteht. Und wenn ich als Unternehmensberaterin harte Zahlen präsentiere, ist es auch Mann der nickt.

Viele Frauen, so weiß ich, fühlen sich von mir oft überfahren. Ich passe wenig in ihr rosa Wattebildchen, das zwischen Smalltalk, Beruf und Haushalt liegt. Natürlich wissen diese Damen besser, was Sache im Leben ist. Daher suchen sie auch Rat und Schutz bei Lesben, wenn der häusliche Segen kippt.

Aber kommt das Thema auf Karate, wird sofort das feine Näschen gerümpft. Selbstverteidigung lernen? Nein, Frauen schlagen nicht! Sie lassen es lieber über sich ergehen. Und werden von irgendwelchen Helden retten, die meist weiblich sind. Ja, moderne Heldinnen leiten Frauenhäuser und das Jugendamt

Als Sensei im Karate bin ich Gehorsam gewohnt. Und das setzt sich auch im normalen Leben fort. Zwar toleriere ich jede andere Meinung, aber nicht auf meinem eigenen Terrain, der BWL. Wer mir bei einer Diskussion als Argument mit Statistiken kommt, wird meist gnadenlos abserviert.

Bei WordPress gebe ich mich toleranter, als ich es im realen Leben bin. Und doch spiegeln meine Worte oft nicht wieder, was wirklich in mir steckt. Sie erschaffen Bilder und Emotionen, die in die Irre führen.

Menschen sehen mich als gewaltbereite Lesbe, die allen Männern an den Kragen will. Das ist so dumm wie falsch. Aber selbstbewusste Frauen machen anderen Menschen Angst. Fakt ist, wer mein Werk behindert, der bekommt einen gnadenlosen Tritt. Meist verbal. Das reicht völlig und hält meine Alphaseele fit.

 

Die Amazonen – Legende und Wirklichkeit

Wenn Mann zu Frau „Du Amazone!“ sagt, ist das meist abwertend gemeint. So gelten Lesben oft als Amazonen, da sie von Mann unabhängig sind. Zwar ist das gut, aber Kriege führen wir keine. Sieht man von dem der Worte ab. Aber ist ein Kampf die Lösung?

Amazonen gelten als wehrhafte Frauen, die Mann nur als Samenspender nutzten und in einer matriarchalen Struktur miteinander lebten. Aber ist das wirklich so? Hat es Amazonen gegeben, oder sind sie Ausgeburt männlich-dichterischer Fantasie?

Um mehr über diese sagenhaften Frauen zu lernen, müssen wir eine Zeitreise machen. Durch die Dunkelheit der Jahrhunderte und das Schweigen der Vergangenheit. Die heute dominierende Gesellschaftsform, das Patriarchat, hat es nicht immer gegeben. Einst haben Frauen das Bild der Welt bestimmt.

Schon höre ich meine männlichen Leser stöhnen. Ist es wirklich so schwer vorstellbar, dass wir das Feuer hüten? Zwar sind Männer meist körperlich stärker. Mental? Das bezweifle ich. Aber wir dürfen heutige Menschen ohnehin nicht mit denen der Urzeit vergleichen. Da war Frau viel stärker und kein verweichlichtes Ding.

Matriarchat bedeutet übersetzt nicht „Herrschaft der Mütter.“ Die Matriarchatsforscherinnen Barbara G. Walker, Claudia von Werlhof und Heide Göttner-Abendroth sagen, dass es „Am Anfang die Mütter“ heißt. Und das ist richtig gut. Auch, wenn das andere Forscherinnen wieder anders sehen. Aber so ist das mit den Meinungen. Alle haben recht.

Wie hat nun das Matriarchat funktioniert? Überwiegend gewaltfrei, ist die Antwort. Frauen lösten Konflikte anders. Sie hatten begriffen, dass Gewalt keine Lösung von Problemen ist. Gewalt, ist anders als die heutige Meinung, Menschen nicht angeboren. Zwar hat es über viele Jahre immer wieder schreckliche Kriege gegeben, aber in Friedenszeiten flogen wir zum Mond. Mit einer für den Krieg erfundenen Rakete. Männer sind manchmal komisch.

Als Kennzeichen matriarchalen Lebens gelten Anpassung an die Umwelt, ein friedliches Miteinander, Konsensfindung, Rücksichtnahme und Kreativität. Die meist Männern zugeschriebenen Eigenschaften aggressiv zu sein, kämpferisch, wettbewerbsorientiert, hierarchisch, wortkarg, sind nicht angeboren.

Die Matriarchatsforscherin und Autorin Irene Fleiss, hat es anders ausgedrückt.Frauen, wie auch Männer, werden in unserer heutigen Kultur einer Gehirnwäsche unterzogen und nach dem Willen des Patriarchats geformt.“ So einfach ist das. Und alle marschieren mit.

Alle? Nein! Einige wenige Volksgruppen, haben sich eine Art von Unabhängigkeit bewahrt. Wie die Mosuo in Südchina. Dort lebt man miteinander. Friedlich. In der von Männern geprägten Wissenschaft kommt das Matriarchat weniger gut an. Es wird gern als „utopischer Urzustand der Gesellschaft“ oder abwertend als „rückschrittliche Kulturstufe“ gedeutet. (Quelle Wikipedia)

Es ist klar zu sehen, dass Männer Angst vor starken Frauen haben. Speziell vor Lesben, die sie nicht sexuell dominieren. Kritische Frauen werden daher gern lächerlich gemacht, um alte Pfründe zu sichern. Und die Frauchen laufen wieder mit.

Die heutzutage gern zitierte Genderkrise, sehe ich als Chance für die Welt. Männer müssen wieder erkennen, dass sie nicht Maß aller Dinge sind. Und Frauen sollten die Unterschiede von Matriarchat und patriarchalen Weibchen verstehen. Denn das sind die meisten heute.

Böse Nandalya, höre ich sofort. Wie kannst du nur! Glaubst du, du bist besser? Auch ich bin ein Produkt des Patriarchats, das vermag ich kaum zu leugnen. Aber ein Weibchen war ich nie. Nur eine rebellische Tochter und eine stets selbstbewusste Frau. Eine Amazone im klassischen Sinn. Das hat mein Vater längst erkannt. Aber er hat mich niemals zum kämpfen animiert. Das war allein meine Idee. Meine Reaktion, auf die Aggression von Mann.

Womit ich den Bogen von der „Großen Mutter“, zu den kämpferischen Schwestern schlage. Ich denke, dass Amazonen existierten. Lesbisch werden die wenigsten gewesen sein. Aber frei, um zu entscheiden, wie sie lebten und mit wem. Vermutlich sind Amazonen die Antwort auf das sich ausbreitende Patriarchat. Der letzte Versuch von Frauen, die Unabhängigkeit zu bewahren.

Jene Kriegerinnen, die für und mit Männern für deren Reiche kämpften, wie die germanischen und keltischen Frauen, haben mit Amazonen nichts zu tun. Frau hat sich untergeordnet und ihre wahre Kraft vergessen. Sie ist die Mutter, das Leben. Frauen bringen keinen Tod. Aber das Wissen von Frauen um Geburt und Fruchtbarkeit, war vielen Männern suspekt. Als Teufelswerk verdammt, haben sie Wissen und Frauen verbrannt.

Die Legende der „brutalen“ Amazonen dürfte der Versuch von Männern gewesen sein, die noch bestehenden Matriarchate, zu diskreditieren. Was leider gelungen ist. Ebenso die Verleugnung ihrer Existenz. Eine Frau als „Chefin?“ Das darf es niemals geben! Ich finde es schade, dass Frau sich aufgegeben hatte und erst langsam ihr alter Geist erwacht. Immer mehr Mädchen und Frauen stehen für ihre Rechte auf. Und das ist gut.

Über die Jahrhunderte haben wir aus zweiter Reihe, das Schicksal der Menschheit mitbestimmt. Und gelitten. Sinnlose Kriege haben alte Männer geführt. Und die Jugend der Welt ist verblutet. Die bedeutende Matriarchatsforscherin Gerda Weiler hat einmal gesagt „Nur wenn Frauen im Zentrum stehen und alle politischen Entscheidungen von weiblichen Lebenszusammenhängen bestimmt werden, kann die Zukunft der Menschheit am Leben orientiert sein, statt an Gewalt, Macht und Krieg.“

Wirkliche matriarchale Macht, wenn wir davon überhaupt sprechen können, funktioniert anders, als patriarchale Strukturen. Sie niemals autoritär, sondern partnerschaftlich. Selbst heute noch suchen Frauen meist nach einer Lösung bei Konflikten, die allen gerecht werden kann. Männer bestimmen. Punkt.

Frauen in matriarchalen Gesellschaften, hatten eine natürliche Autorität, die auf Vertrauen, Kompetenz und Integrationsfähigkeit beruhte. Männer, im aufkommden Patriarchat, lehnten diese Autorität gern ab,  es hat sie oft nur der Körper von Frauen interessiert. Falsch angewandte Religion, Lügen und Hass, haben Frau in eine Rolle gedrängt, die sie nie besetzen sollte.

Männer, leider auch Frauen, haben oft ein völlig falsches Bild von matriarchalen Strukturen. Vermutlich geprägt von Büchern, oder Filmen, die Mann als (Lust)Sklaven zeigen. So reizvoll der Gedanke für manche sein mag, mit dem Matriarchat hat das nichts zu tun. Hier gab es ein Miteinander. Und das war gut.

Selbst ich habe wenig Probleme mit Männern, die auf meiner Wellenlänge sind. Wolf und seine Crew (Die Ingenieure der Tuning-Firma), um nur ein Beispiel zu nennen. Wir arbeiten und entwickeln gemeinsam. Als Team. Und meine Meinung zählt.

„Wie kannst du (als Lesbe) dir anmaßen solche Aussagen zu machen“, wird Frau mich fragen. „Wie kannst du für alle Frauen sprechen!“ Ich kann, liebe Schwestern. Und ich werde. Weil ich erkannt habe, was und wer ich bin. Aktiv, kreativ, stark und unabhängig. Und kein Anhängsel von Mann.

Die Amazonen mögen nun Geschichte sein. Vieles, was wir über sie wissen, ist erfunden. Aber in einigen Frauen lebt ihr Geist noch immer. Wir kämpfen. Weil wir müssen. Es liegt in unserer Natur. Für eine bessere Welt, in der wir wieder alle Schwestern (und Brüder) sind (Zitat Irene Fleiss).

 

Auslaufmodell Ehe

Dieser Artikel ist nach dem Kommentar einer Leserin entstanden, die sich über die konservative Haltung gleichgeschlechtlicher Paare wunderte, wenn es um die Ehe geht. Und wirklich, hat die Ehe an Bedeutung verloren. Aber was ist die Ehe überhaupt, wer hat sie erfunden?

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Ehe zunächst eine Art Friedens- und Bündnisvertrag zwischen Sippen war. Sie verband unterschiedliche Clans oder Familien und sicherte so beiderseitiges Überleben. Promimente Beispiele sind die miteinander verwandten Königshäuser auf der Welt. So hat man (noch mehr) Kriege verhindert.

Mit dem aufkommenden Christentum und dem immer stärkeren Einfluss der katholischen Kirche, hat die Ehe eine andere Bedeutung bekommen. Plötzlich standen Monogamie, Unauflöslichkeit und der eigentliche Zweck der Ehe, die Zeugung von Kindern im Vordergrund.

„Bis dass der Tod euch scheidet“, ist keine romantische Liebeserklärung. Auch dieser Spruch stammt von der Kirche, die ihn mal eben so erfunden hat. Die Ehe war nun der kirchlichen Gerichtsbarkeit unterstellt. Frauen blieben Mittel zum Zweck, um die Erbfolge zu sichern.

Seit dem 12. Jahrhundert gibt es das kirchliche Eherechtsmonopol. Damit setzte sich die christliche Heirat gegen lokale Traditionen durch. Eine schöne Umschreibung für Heiden, die es immer weniger gab. Gleichzeitig wandelte sich das Gesicht der Ehe. Ihr Fokus lag auf der Zweierbeziehung zwischen den Eheleuten und nicht mehr auf der Beziehung zum Clan.

Mit Liebe hatte diese Ehe wenig zu tun. Liebe und Sexualität, waren außereheliche Angelegenheiten. Erst die Romantik und das aufkommende Bürgertum des 18. Jahrhunderts, haben die Liebesehe erschaffen. Womit ich einen Bogen zu meinem Artikel der Gleichberechtigung von Frauen schlage. Die Zwangsheirat wich langsam der Liebesehe. Auch das ist Fakt.

Als Niedergang der Ehe kann die sexuelle Revolution im späten 20. Jahrhundert angesehen werden. Außereheliche Lebensgemeinschaften standen nun im Vordergrund. In Deutschland nimmt die Zahl der Scheidungen zu, bei gleichzeitig immer weniger Eheschließungen. Hat die Ehe ausgedient?

Vielleicht hat sie das. Wenn es da nicht ein kleines Häuflein regenbogenbunter Menschen gäbe, das gegen diesen Trend marschiert. Vehement kämpft die LGBT-Gemeinde für die Gleichstellung der Ehe und erringt Sieg um Sieg. Gleichzeitig sind viele lesbische Frauen überzeugte Feministinnen, die für Frauenrechte kämpfen. Ein widerspruch?

Immerhin hat die Gesellschaft lange von einer Frau erwartet, dass sie verheiratet war, Kinder hatte und dem Ehegatten treu. Kuckuckskinder haben doch immer nur die anderen. Warum also nun machen Homosexuelle diesen Schritt zurück? Die Antwort ist einfach und auch wieder nicht.

Die Gleichstellung der Ehe gilt uns als Signal für Anerkennung. Endlich werden wir nicht mehr ausgegrenzt. Kein Gott hat jemals verlangt, dass Frauen nur Männer heiraten. Die Ehe ist aber auch eine Art von offenem Protest gegen eine noch immer homophobe Gesellschaft. Wir zeigen Flagge! Wir sind wie ihr! Wir können auch heiraten!

Auch, wenn es nach dem Gesetz nur eine eingetragene Lebensgemeinschaft ist, so bleibt Yuki doch was sie schon immer ist: meine Frau! Und sie ist kein Auslaufmodell. Liebe und Yuki, ist das gleiche Wort. Und wenn in einigen Jahren die Gleichstellung der Ehe kommt, werde ich meine Elfe noch einmal heiraten. Und so ist es gut.