Gedanken einer Ausländerin: Der unsichtbare Protest

Wir schreiben das Jahr 2020. In Deutschland beginnt bald der Herbst. Und das leider im wörtlichen und übertragenen Sinn. Am Samstag den 29.08.2020 ist die Demokratie unter den Knüppeln der Polizei in Berlin gestorben. Während die dem Staat hörigen Medien von nur 30.000 Demonstranten sprechen, hört sich das bei den Veranstalten ganz anders an. Wie schon am 01.08.2020 spielt es keine Rolle, ob in Berlin nun 300.000 oder 500.000 Menschen waren. Wichtig ist zu begreifen, dass die Medien falsche Informationen verbreiten.

Falsch berichtet wird auch, wenn es um den angeblichen „Sturm des Reichstags“ geht. Schon die Wortwahl zeigt die bewusste Fokussierung auf das Dritte Reich. Man will mit Gewalt eine „Rechte Szene“ schaffen, um die Demonstration in ein bestimmtes Licht zu rücken. Dass es in Berlin nicht eine sonder zig Demonstrationen gab, wird allerdings verschwiegen. Die Querdenker um Michael Ballweg, hatten mit den „Stürmern“ nichts zu tun. Aber waren das wirklich alles Reichsbürger und Nazis?

Die Falle

Bevor ich den Beitrag weiterschreibe, muss ich eine Zwischenbemerkung machen. Die Querdenker sind in eine taktische Falle der Behörden gelaufen. Wie die Organisatoren der Demonstration hatte man dort mehrere Wochen Zeit, um sich auf den 29.08.2020 vorzubereiten. Genau das hat man auch gemacht. Ballweg & Co. werden mit ihren angemeldeten Demonstrationen nicht mehr viel erreichen. Der Staat hat diese längst unterwandert und Gegenmaßnahmen getroffen.

Polizeiführung und Innensenator werden weiter für gezielte Provokationen sorgen und dafür auch einzelne Beamte quasi verheizen. Die Querdenker wären gut beraten, wenn sie einerseits Struktur in ihre Bewegung bringen und andererseits taktischer vorgehen. Sonst werden sie als kleines Häufchen Aufrechter enden und vielleicht noch in 5 Jahren auf der Straße stehen.

Die Fahne flattert

Ob es klug ist eine Fahne zu schwenken, die viel zu oft von Wirrköpfen benutzt worden ist, muss jeder für sich selbst entscheiden. Verboten ist diese Fahne nicht. Aber mit deutschen Fahnen hat diese Regierung ohnehin ein Problem. Unvergessen der Auftritt der Kanzlerin bei einem Wahlabend vor einigen Jahren, als sie einem Mitarbeiter die BRD-Fahne abgenommen hat. Deutlicher konnte diese Frau nicht zeigen, wie sehr sie diese Farben hasst. Deutlicher kann auch die fast gleichgeschaltete Politik kaum zeigen, wie sehr sie ihr eigenes Volk fürchtet und verachtet. Von „Bannmeile“ wird nun gesprochen und wie unerträglich der Anblick der alten Fahne gewesen ist.

Nun macht die Fahne des Kaiserreichs noch keinen Nazi. Meines Wissens sind die alten Nazis seit vielen Jahren tot. Auch der GröFaZ ist nicht wieder auferstanden und hat seine braunen Horden angeführt. Was sich auf den Stufen des Bundestags wegen der Falschinformation versammelte, dass Donald Trump dort sei, war eine bunte Mischung aus Chaoten, normalen Bürgern und einigen wenigen ewig Gestrigen. Die waren weder bewaffnet, noch wollten sie die Regierung stürzen. Stattdessen wurden mit den Handys Selfies gemacht. Brandgefährlich, in der Tat.

Gewalt ist (k)eine Lösung

Gab es Gewalt? Ja, aber die ging überwiegend von den Polizisten aus, die drohend ihre Schlagstöcke schwangen. Gegen wen oder was ist eine andere Frage. Vielleicht haben sie zu viele Martial Arts-Filme gesehen. Der Auftritt der Beamten war absurd und lächerlich. Was mich noch einmal zum Thema Provokation und Strategien bringt, die die Querdenker noch immer nicht verstanden haben. Man hat sie einmal mehr strategisch vorgeführt, das ist mein Fazit für diesen Tag. Die Berichte über den Reichstag verdecken die komplette Demonstration und schüren bewusste Angst bei der Bevölkerung. Die ohnehin durch die Corona-Pandemie verunsichert ist. Aber das Thema hatten wir schon.

Ich bin keine Deutsche mehr, aber ich mag die deutsche Tradition. Meine Heimat Japan hat noch immer einen Kaiser. Zumindest einige Deutsche erinnern sich daran, dass auch sie einst ein Kaiserreich waren. Mehr symbolisiert die alte Fahne in meinen Augen nicht. Dumm nur, dass sie quasi „verbrannt“ ist, da sie in der Vergangenheit von diversen „Rechten“ exzessiv benutzt worden ist. Aber Politik und Presse brauchen diese Bilder, um die wachsende Protestbewegung unsichtbar zu machen. Leider ist ihr das zum Teil auch gelungen, wie ich aus Deutschland erfahren habe. Das ist schade, aber kaum zu ändern.

Veränderungen

Fakt ist aber, dass Deutschland, dass die Bundesrepublik diese Veränderung braucht. Nein, nicht durch Nazis! Aber noch weniger durch Antifa und grüne Chaoten, die bereits die Finger nach möglichen Ministerposten ausstrecken. Was Deutschland braucht ist weniger Staat und mehr Mitbestimmung durch die Bürger. Was Deutschland auch braucht ist endlich echte Unabhängigkeit. Zur Zeit ist das Land nur ein Anhängsel der USA. Wie leider auch Japan, aber wir wehren uns dezent.

Wir schreiben das Jahr 2020. In Deutschland beginnt bald der Herbst. Und das leider im wörtlichen und übertragenen Sinn. Am Samstag den 29.08.2020 ist die Demokratie unter den Knüppeln der Polizei in Berlin gestorben. Aber wer weiß, vielleicht steht sie bei der nächsten Demonstration schon wieder auf. Die, das sollten sich die Querdenker dann auf Schwarz-Rot-Goldene Fahnen schreiben, schon bald kommen und ein Erfolg werden muss. Sonst weht über Deutschland vielleicht bald die Rote Fahne der neuen SED.

14 Kommentare zu “Gedanken einer Ausländerin: Der unsichtbare Protest

  1. Vor einer neuen SED fürchte ich mich genauso wenig wie vor einer neuen NSDAP, liebe Nandalya. Wir sind jetzt in einem anderen Abschnitt der Geschichte gelandet, da setzen sich andere Politikformen durch. Welche? Es hängt auch von uns ab. Ansonsten d’accord.

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    • Mir ging es um den Bezug der momentanen deutschen Einheitspolitik zur SED. Oder siehst du noch eine wirkliche Opposition im Bundestag? Das bisherige Alibi AfD wird zur Zeit entsorgt. Wohin die Reise gehen kann, habe ich bereits mehrfach angesprochen. Zur Zeit sieht es nicht gut für Deutschland aus.

      Stimmen wie unsere sind daher wichtig. Wir mögen anderer Meinung bei einigen Dingen sein, aber die Richtung auf Veränderung stimmt. Nun gilt es mehr Menschen davon zu überzeugen, dass Merkels Politik weder alternativlos noch gut für sie und Deutschland ist.

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      • Ich habe den Bezug schon verstanden, Nandalya, und er ist ja auch nicht falsch. Durch die Shutdowns sinddie Selbständigen stark getroffen worden, sogar in große Firmen hat sich der Staat „eingekauft“, und die Möglichkeit zur freien Geschäftstätigkeit ist deutlich verengt. Sehr viele der heutigen Bundesbürger scheinen „Mehr Staat“ auch zu begrüßen, würden am liebsten einen „Wohlfahrtsstaat“ ohne Konkurrenz und Eigenanstrengung entstehen sehen – wohlhabender und freier als die DDR war, aber im Prinzip doch dasselbe. Wenn ich schrieb „ich habe keine Angst…“, so ist das vielleicht inkorrekt: Denn es kann sehr wohl dahin kommen. Deutschland wird unter den beschriebenen Bedingungen einen solchen Verfalll der Wirtschaft erleben, wie ihn die DDR erlitt, und das erträumte Wunderreich, in dem jeder frei seinen Hobbys nachgehen kann, wird in einem Alptraum der Misere enden.
        Neu sind andere Merkmale der Entwicklung, die in der DDR so nicht gegeben waren, und hier besonders die technologischen Neuerungen und die steigende Drohung kriegerischer Auseinandestzungen.
        Alles wird drauf ankommen, wie sich das menschliche Bewusstsein entwickelt. Es gibt da einen Wettlauf, scheint mir, zwischen Aufklärung und Obskurantismus, der noch nicht entschieden ist. Hoffentllich.

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      • Danke für diesen langen Kommentar, Gerda. Er ist wichtig und richtig. Leider scheinen wir noch sehr wenige zu sein, die alles hinterfragen, die kritischer denken können oder wollen. Oder ist der Blick aus dem Ausland nur einfach schärfer? Müssen es unsere Worte richten, die scharf wie mein Katana sind?

        In der deutschen Polizei brodelt es. Das kann und darf ich an dieser Stelle verraten. Aber es sind noch zu wenige, die sich positionieren. In meinem nächsten Beitrag mehr davon.

        Yuki sitzt neben mir. Sie hat den Kopf geschüttelt, als sie die Bilder aus Berlin gesehen hat. Und doch versorgt sie mich weiter mit Mails und Links aus den Medien und Telegram. Auch meine verbliebenen deutschen Freundinnen sind weitgehend erwacht. Einige haben Angst. Aiko schläft bereits, es wird spät in Fukuoka.

        Linda hat angekündigt, dass sie mit Frau und einigen ihrer „Mädels“ zu den nächsten Demos gehen wird. Ich wäre gern dabei, aber das ist durch die „Pandemie“ zur Zeit wieder unmöglich. Zumindest lockt Schweden. Das WIE gilt es abzuklären.

        Abzuklären gilt es auch, wie ich, wie wir, wie alle Querdenker weiter und mehr Gehör bekommen. Nie vergessen, der Staat liest immer mit. Dort hat man mittlerweile nachgerüstet und kennt sich besser in den Sozialen Medien aus.

        Trotz der düsteren Prognosen, der dunklen Wolken am Himmel, möchte ich das Licht der Hoffnung verbreiten. Seine Flamme ist noch schwach, die Nahrung knapp. Aber mit jeder Seele die es nährt, wird sein Schein wachsen. Wir sind viele und wir werden immer mehr!

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  2. Liebe Nandalya, liebe Gerda,
    ich sehe es genauso wie ihr. Da ich live bei der Demo war, weiß ich auch genau, dass die Reichstagsdemo eine ganz andere war.

    Wenn sich dorthin auch Querdenker verlaufen haben, dann kann es daran gelegen haben, dass man nicht den direkten Weg über die Straßé mitten durch den Tiergarten von der Siegessäule zum Brandenburger Tor nehmen wollte (denn dort war es schon sehr voll).
    Mein Freund und ich nahmen auch die seitliche Route längs des Tiergartens, am Haus der Kulturen vorbei, um bis zum Brandenburger Tor zu kommen.

    Dort trafen wir quasi en passant auf diese merkwürdige Demo, die am Reichstag stattfand. Wir haben dort aus Neugierde auch kurz geschaut. Denn es war leider nicht sofort ersichtlich, dass diese Demo rechtsorientiert war. Es gab auch gerade kein Bühnenprogramm. Aber wie es so ist, wir schauten uns um und erhielten schnell die Anmutung, dass diese Demo absolut nichts mit unserer Demo zu tun hatte…..und dann verlässt man den Ort auch wieder sehr schnell weiter Richtung Brandenburger Tor.

    So wie uns ist es bestimmt auch weiteren Querdenkern ergangen, die aus Richtung Brandenburger Tor zur Kundgebung am Stern wollten und dann den seitlichen Weg am Reichstag vorbei genommen haben.

    Warum schreibe ich dies alles?
    Mich empört die Berichterstattung der MSM, aber erschrecken auch die tauben Ohren der angsterfüllten, völlig von ihrer Meinung und Sichtweise überzeugten Menschen.

    Und dennoch: Die Suche nach der Wahrheit lässt mich nicht los…
    Deshalb freut es mich auch hier zu lesen….

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    • Liebe Beate,

      vielen Dank für deinen Kommentar. Er greift dem vor, was ich in meinem neuen Beitrag aufgeschrieben habe. Wir haben die Demonstration so gut wie möglich durch diverse Streams verfolgt. Den Rest der Infos und Bilder, haben mir deutsche Freundinnen geschickt. Seit Jahren versuche ich, schon lange bevor ein Michael Ballweg „aufwachte“, quer zu denken und den Menschen beizubringen, dass die Medien lediglich eine fragmentierte Wahrheit zeigen. Genau das haben sie auch bei dieser Demonstration gemacht. Vielleicht decken sich die Informationen der unabhängigen Journalisten mit dem, was du erlebt und gesehen hast. Vielleicht helfen sie auch dabei aufzuzeigen, was dir entgangen ist.

      Du sprichst von der Wahrheit. Die absolute Wahrheit werden wir nicht finden. Aber wir sind nahe dran. Und das ganz ohne „böse Rechte“ oder „Covidioten“ zu sein. Was die „Meinung“ von Menschen betrifft, die wird gezielt von Politik und Medien gemacht. Das ist recht einfach. Es würde jeden Rahmen sprengen das hier zu erklären. Bei Interesse gebe ich dir weiterführende Links. Als Stichwort gebe ich dir aber den Hinweis auf in den Nachrichten verbreitete Propaganda. Die Nachrichten im Deutschen Fernsehen sind nichts weiter als Propaganda. Selbst der Wetterbericht.

      Liken

  3. Eine kleine Ergänzung, die sogar in den Staatsmedien angeführt worden ist. Es sollen neben den deutschen Reichsflaggen auch türkische und amerikanische Flaggen bei dem Versuch der „Stürmung“ des Reichstages dabei gewesen sein.

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