Der Untergang des Journalismus – Eine Branche schafft sich ab

Von deutschen, europäischen, aber auch amerikanischen Journalisten-Darstellern, habe ich keine gute Meinung mehr. Vorbei sind die Zeiten guter Recherchen, die Skandale aufdeckten oder einer Regierung die Leviten lasen. Seit einigen Jahren gibt es nur noch medialen Gleichschritt. Wer sich die Atlantik-Brücke anschaut, die Verbindungen deutscher Chef-Redakteure zu ihren amerikanischen Kollegen, der wird vielleicht nachdenklich oder stutzig werden. Sieht so unabhängiger Journalismus aus?

Fette Gehälter, Einheitsmeinung, zum Teil erfundene oder lückenhaft verbreitete Geschichten, all das macht den Journalisten-Darsteller dieser Tage aus. Beispiele gibt es genug. In Berlin hat diese „Lückenpresse“ wieder zugeschlagen, als man aus mehreren hunderttausend Demonstranten, 17 – 20.000 machte. Gelogen ist das nicht, es wurde einfach nur ein Teil der Demonstration gezeigt. Die dazugehörigen Bilder hat man mehrere Stunden vor der Großkundgebung aufgenommen und medial verbreitet. Dass private Geldgeber wie etwa Bill Gates, den „notleidenden“ SPIEGEL mit Millionen unterstützen, ist natürlich kein Beleg für die einseitige Berichterstattung des ehemals kritischsten Blattes der Nation.

FOX-News, der einzige verbliebene konservative Sender der USA, will sein Angebot erweitern und auch deutsche Zuschauer und Leser erreichen. Nun mag ich Vielfalt, also begrüße ich diesen Schritt. Gespannt bin ich darauf, wie viele Steine man FOX in den Weg legen wird, um diese Erweiterung zu verhindern. Aber wo ist das Problem? Wer möchte kann sich schon jetzt im Internet bei FOX-News darüber informieren, dass Donald Trump zwar ein „Alphatier“ aber kein Monster ist, das die USA in den Untergang führen möchte. Zwar sehe auch ich Trump zum Teil kritisch, aber gegenüber dem halb senilen Biden ist er noch immer die bessere Wahl.

Deutsche Journalisten-Darsteller, wie etwa ein gewisser Joachim Müller-Jung von der FAZ, haben sich nun Professor Dr. Sucharit Bhakdi als Zielscheibe vorgenommen. Da hat es der Professor doch wirklich gewagt, dem vorgegebenen Corona-Narrativ mehrfach zu widersprechen! Das ist natürlich verboten in der sozialistischen Republik Deutschland. Also muss man den Professor in Grund und Boden schreiben. „Pseudoexperten, die pausenlos Unsinn verzapfen, können durchaus auch Leute vom Fach sein“, schreibt Jung. Wer hat Jung die Legitimation erteilt, den Professor derart zu beleidigen? Als „Pseudoexperte“ bezeichnet zu werden, würde ich mir als Top-Virologe nicht gefallen lassen. Aber genau das ist die Masche der Journalisten-Darsteller. Sie denunzieren, ohne selbst Fakten vorzubringen. Wie sollten sie auch, die haben sie nicht.

Boris Reitschuster, der viele Jahre für den FOCUS tätig war und den ich noch als echten Journalisten bezeichne, hat Professor Bhakdi kürzlich interviewt. Sehr fair wie ich finde. Prompt hat Youtube das Video gelöscht.

Corona–Zensur: Hier das von Youtube gelöschte Bhakdi-Interview

Die „Freien Medien“ sollten in diesen Tagen erste Anlaufstellen sein, wenn es um gute und sachliche Informationen geht. Was ich zum Beispiel bei KenFM, Rubikon, Achgut und Tichys Einblick lese, hat wirkliche Qualität und stellt keine Einheitsmeinung dar. Allenfalls sind sich alle mit ihrer Kritik am „System Merkel“ einig. Womit sie in guter Gesellschaft sind. Die Branche selbst verliert ständig Leser. Wer braucht noch FAZ oder SPIEGEL, wenn dort nur Merkels Wahrheit steht.

15 Kommentare zu “Der Untergang des Journalismus – Eine Branche schafft sich ab

  1. Das Problem ist, dass die Journalisten heute in derselben Fabrik nach demselben Muster hergestellt werden wir die Politiker. So ist zB der Pharma-Lobbiist und Impfminister Jens Spahn ebenfalls ein Produkt der Atlantik-Brücke. (Kann man bei Wiki nachlesen).

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    • Auch bei https://lobbypedia.de/wiki/Hauptseite wird man in Sachen Spahn schnell fündig. Dieser Mensch löst Übelkeit bei mir aus. Er war und ist mir zuwider.

      Wenn ich Journalisten sehen möchte, dann ist momentan der Rubikon für mich erste Wahl. Nein, dort schreiben keine „Edelfedern“, wie etwa Fleischhauer oder Augstein welche sind. Aber genau das macht die Autoren so sympathisch. Hoffentlich halten sie das lange durch. Wir, ja wir brauchen solche Menschen.

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      • Mir geht es (leider) mit Spahn genauso wie dir. Ich werde aggressiv, mir wird übel. Das gefällt mir freilich nicht, ist zu emotional. Auch zum übrigen meine Zustimmung: wir brauchen gute Journalisten mehr denn je! Und ich bin froh und dankbar, dass es noch einige gibt, die ihren Kopf einsetzen – in der doppelten Wortbedeutung.

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      • Solange es den Menschen nicht an ihre Ersparnisse geht, laufen sie den Rattenfängern blind hinterher. Die Situation wird bei der kommenden Wirtschaftskrise und hoher Arbeitslosigkeit kippen. Die Situation erinnert an die 30er Jahre.

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      • Ja, ja und ja. Aber auch an die Studentenunruhen von 1968. Das große Problem heute, die Menschen wissen nicht wem sie vertrauen sollen / können. Daher halten sie an dem fest, was sie kennen: Dem System Merkel.

        Schau dir die Parteien in Deutschland an. Welche könntest du mit gutem Gewissen wählen? Ich wüsste keine, aber ich bin auch keine Deutsche mehr. Wir2020 oder Widerstand2020, stecken noch in den Kinderschuhen. Politisch bewegen die sich irgendwo im grün-sozial-liberalen Niveau. Das kann allerdings eine Chance dafür sein, Rot-Rot-Grün a. zu verhindern und b. bei Wahlen entscheidend zu schwächen. Aber was dann?

        Lindner kämpft seinen letzten Kampf und versucht sich nun dem Zeitgeist anzudienen, sprich er schielt auf ein mögliches Bündnis mit den „linken Parteien.“ Er hält sich aber durchaus noch die Option CDU/CSU offen. Die Umfragewerte für die FDP sind allerdings katastrophal.

        Die AfD kommt nicht zur Ruhe, liegt bei etwa 11% und wird kaum Akzente setzen. Eventuell verschwindet sie in den nächsten Jahren in der Bedeutungslosigkeit. Zumindest im Westen. Ihre einzige Chance für mehr politisches Gewicht, wäre ein Zusammenschluss mit der CDU-Werteunion und liberal-Konservativen der FDP. Das System Merkel wird das mit medialen Schlägen und subtilen Drohungen verhindern. Noch zumindest.

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      • Wir haben fast die gleiche Situation wie in den 30ern. Ein Vielparteiensystem, allgemeines Chaos, schlechte Wirtschaftsprognosen. Die aktuelle Börse ist absolut überbewertet, denn die Zahlen der Konzerne sind abgrundtief rot. Bald setzt die Insolvenzwelle ein und es geht abwärts. Merkel tritt dann hoffentlich ab und prahlt, mit mir wär das nicht passisert. Arbeitslosigkeit wird an der Tagesorgnung sein, Hypotheken und Kredite platzen. Geht dann die Börse ab, ist das Chaos vorprogrammiert.

        Gute Nacht Deutschland.

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  2. Der ehemalige Biologe Müller-Jung mag Reptilien in Madagaskar kennen, dem Thema Corona aber hat er anscheinend wenige Gedanken gewidmet, plappert brav im Sinne seiner Brotgeber und wird dabei noch unverschämt, wenn er dem (vorher) anerkannten Immunologen Bhakdi unterstellt, pausenlos Unsinn zu reden. Allerdings macht Bhakdi in diesem Interview auch nicht den sichersten Eindruck (Sars-CoV-2 sind nicht da, andere Coronaviren sind überall, etc.)

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    • Das Problem, das ich bei dem Professor erkenne, die Anfeindungen treffen ihn emotional. Er gehört, wie ehemals auch Reitschuster, zu den „Gläubigen“, den „Schlafschafen“, die Deutschland für eine echte Demokratie hielten und allem folgten, was „von oben“ kam. Hinzu kommt, dass Deutsch nicht die Muttersprache von Professor Bhakdi ist. Was er nicht glaubte, bisher zumindest, dass das System Merkel so gnadenlos stur sein kann und die Maßnahmen einfach weiter verlängert, ohne bei anderen, anerkannten, wirklichen Experten nachzufragen.

      Drosten ist ein Labor-Virologe, der wahrscheinlich nie kranke Menschen gesehen hat und eine Erkältung kaum von einer Lungenentzündung unterscheiden kann. Wenn ich eine Risikobewertung für ein Unternehmen mache, oder einfach nur ein Finanzkonzept erstelle, werde ich bestimmt nicht, wie Herr Drosten das tat, in den Sozialen Medien nachlesen, wie es um das Unternehmen steht. Ich brauche die Bilanzen, die Fakten! Sonst fahre ich mit halbgaren Tipps das Unternehmen an die Wand.

      Dieser Schreiberling von der FAZ schreibt natürlich im Sinn seiner Brötchengeber. Auch in dem Bewusstsein, dass seine Meinung gehört wird und hängenbleiben wird. Dr. Wodarg hat man schon, Professor Bhakdi will man nun medial „vernichten.“ Die anderen Professoren / Kritiker, werden nach und nach folgen.

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  3. Die Berichterstattung der sogenannten Qualitätsmedien löst bei mir seit Monaten nur noch Übelkeit aus. Ich bin unendlich froh, dass ich deine Artikel schon seit Jahren lese, sonst wären mir die Alternativen wohl länger entgangen!
    Danke!

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    • Gern. Der „Trick“, wenn man es so nennen mag, ist zwischen den Zeilen der Medien zu lesen. Selbst ein Jakob Augstein (Spiegel Erbe), hat seine lichten Momente, die an seinen Ziehvater Rudolf Augstein erinnern. Den kenne ich aber nur aus Archivbeiträgen.

      Auch wenn ich zum Beispiel Ken Jebsens Format mag, so bin ich nicht mit allen dort verbreiteten Meinungen einverstanden. Muss ich auch nicht. Aber diese andere Sicht der Dinge ist bereichernd. Genau darum geht es. Deutschland braucht wieder eine echte Debattenkultur. Die vermisse ich seit Jahren schmerzlich. Also warum kein deutscher Ableger von Fox-News oder etwas ähnliches? Wo ist das Problem eine andere Meinung zu haben?

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