Gedanken einer Ausländerin: Wie Donald Trump (angeblich) die USA in Schutt und Asche legt

Nachdem ich in den letzten Wochen viel und oft provokativ über die „Corona-Krise“ geschrieben habe, möchte ich erneut den Blick auf die USA richten, die Donald Trump angeblich in Schutt und Asche legt. So zumindest titelt der Spiegel. Wörtlich: „Der Feuerteufel. Ein Präsident setzt sein Land in Brand.“ Als ich das las musste ich sofort hinterfragen, ob Claas Relotius wieder für den Spiegel schreibt.

Fakes und Fakten

Die deutschen Medien werfen Präsident Trump unter anderem vor, dass er das Militär gegen friedliche Demonstranten einsetzen wolle. Die Journalisten verschweigen bewusst, dass es sich dabei lediglich um die Nationalgarde handelt, die dem Gouverneur des jeweiligen Bundesstaates untersteht. Dieser und nicht der Präsident setzt sie ein. Wie etwas im Jahr 2014 in Ferguson, als der Afro-Amerikaner Michael Brown von einem Polizisten erschossen worden ist.

Damals war der Demokrat Obama Präsident der USA und der Demokrat Jay Nixon Gouverneur, des US-Bundesstaates Missouri. Als es zu gewaltsamen Ausschreitungen kam, setzte Nixon die Nationalgarde zur Unterstützung der örtlichen Sicherheitskräfte ein. Im April 2015 kam es in Baltimore zu gewaltsamen Unruhen, als der Afro-Amerikaner Freddie Grey in Polizeigewahrsam umgekommen ist. Der republikanische Gouverneur setzte die Nationalgarde ein. Präsident Obama zeigte kein Verständnis für die (schwarzen) Plünderer.

Die wahren Brandstifter

Diese Beispiele lassen sich beliebig fortführen. Ob man es mag oder nicht, die Nationalgarde wird in den USA unter anderem bei Unruhen eingesetzt. Daraus nun einen allein durch Präsident Trump befohlenen Einsatz zu machen, ist falsch. Nun könnte man problemlos eine Allianz aus „Black Lives Matter-„, Antifa-Aktivisten und US-Demokraten als die wahren Brandstifter nennen. Aber das wäre viel zu kurz gedacht. Es spielt keine Rolle welcher Partei der Präsident angehört, so lange der Neoliberalismus „regiert“ und die Kluft zwischen Arm und Reich ständig größer wird.

Es sind die amerikanischen Finanz-Eliten, die die wahren Brandstifter sind. Die Gier nach Profit, der Griff nach den letzten Ressourcen der Welt, lässt die Menschen überall auf der Welt als Verlierer zurück. Donald Trump ist diesen Eliten ein Dorn im Auge, da er nicht zu 100% nach ihrer Pfeife tanzt. Also werden emotional geführte Kampagnen gegen ihn gestartet, die die Bevölkerung in Lager spalten. Auch die sogenannte „Polizeigewalt“ in den USA muss man genau vor diesem Hintergrund sehen. Dann wären da noch wirkliche Rassisten.

Die wahren Rassisten

Proud Boys, Ku-Klux-Klan, Black Lives Matter und Antifa sind nur einige Namen von Organisationen, die in den USA zu Hause sind. Dort gibt es neben diversen Nazi-Parteien auch die amerikanischen Kommunisten. Oft tummeln sich in den Reihen dieser Organisationen Menschen, die wirklichen Rassenhass verbreiten. Wer nun aber glaubt, dass ethnischer Hass nur ein Problem von „Weißen“ ist, der liegt total daneben. Fremden- oder Rassenhass gibt es überall auf der Welt.

Als Japanerin, als Asiatin stößt mir der Slogan „Black Lives Matter“ sauer auf. Vor allem im Kontext mit ausgelebter Gewalt gegen andere Menschen. Jedes Leben zählt! Das sollte selbstverständlich sein. Wer andere Ethnien ausgrenzt, wer sich moralisch über sie erhebt, wer Unschuldige tötet, der ist selbst ein Rassist. Die Hautfarbe spielt dabei keine Rolle.

18 Kommentare zu “Gedanken einer Ausländerin: Wie Donald Trump (angeblich) die USA in Schutt und Asche legt

  1. Gerade heute habe ich auf FB geschrieben Alllivesmatter, weil mir diese einseitige zur Schaustellung von Opfer und Täter zu flach ist. Ob das gerade Trump entlastet, was du schreibst, bezweifle ich, denn er wollte sich gegen den Willen der Governeure auf die NG stürzen, natürlich alles im Namen von Recht und Gesetz, wie er immer so schön sagt. Eines der großen Mankos von Trump ist seine Nichtbildung, weil er sowieso immer recht hat, denkt er, muss er auch nichts wissen und für die meisten Amerikaner macht ihn sein niedriges Bildungsniveau noch symphatisch, aber um gute politische Entscheidungen zu treffen, sollte man etwas im Kopf haben. Ob dann auch noch ein Funken Moral vorhanden ist, kann bei fast jedem bisherigen Präsidenten bezweifelt werden, gerade wegen deines beschriebenen Neoliberalismus.

    Gefällt 2 Personen

    • Gebildete Afro-Amerikaner lehnen „Black Lives Matter“ ohnehin ab, da sie ebenfalls die Einseitigkeit erkennen.

      Welche „Schuld“ hat Trump auf sich geladen, wenn du nun von „entlasten“ schreibst? Magst du mir das beantworten? Vorab, um Entlastung ging es mir nicht.

      Amerikanische Präsidenten sind austauschbar und zum größten Teil nur Marionetten der US-Finanz-Eliten. Der amerikanische Präsident hat keine Allmacht und „kämpft“ in wörtlichen Sinn um seine Wiederwahl. Das bedarf markiger Worte, die beim Volk ankommen, wie Umfragen zum Einsatz der Nationalgarde bestätigen. Obama stand übrigens auch stets hinter dem Einsatz der Nationalgarde bei den Unruhen. Er verbarg das nur geschickt. Seine Aussagen dazu lassen sich mit wenig Mühe finden.

      Mich amüsiert dein / euer „Hass“ auf Trump seit Jahren. Ich analysiere was er sagt und was er dann tatsächlich macht, da es auch Auswirkungen auf Japan und Deutschland hat. Mich amüsiert noch mehr, dass Obama als „Heiliger“ gilt. Ja, er war gebildeter als Trump und hat seine Taten hinter schönen Worten versteckt. Zum Beispiel hat er, im Auftrag der US-Finanz-Eliten der Saudis und Qatar, unter anderem den Krieg in Syrien angezettelt und Libyen ins Chaos gestürzt. Trump hat Kriege bisher vermieden. Ziemlich clever für einen so dummen Kerl, der immerhin Milliardär geworden ist.

      Gefällt 4 Personen

      • Nicht zu vergessen den Drohnenkrieg in Obamas Amtszeit!
        Differenziert zu berichten, ist wichtig! und so empfand ich es beim Lesen Deines Beitrages!
        Obama ein Heiliger und Trump ein Teufel ist mir auch zu wenig!
        Die ganzen Wahrheiten werden vielleicht mal in 100 Jahren rauskommen, vielleicht auch früher!
        🤔

        Gefällt 3 Personen

      • Man sollte Trump, wie die ganze US-(Außen)Politik stets mit kritischer Distanz hinterfragen. Pauschalurteile, die sich z. B. auf „Äußerlichkeiten“ stützen, schaden mehr, als sie dem Kritiker nützen.

        Gefällt 2 Personen

      • Die deutschen Leitmedien geben sich alle Mühe, stereotyp zu informieren. Trump ist der Depp, wurde schon als Kandidat verlacht, mit dem Erfolg, dass Trump genau weiß, was unsere Regierung von ihm hält.
        Aber wie es so ist im Leben, wer zuletzt lacht, lacht am besten.

        Gefällt 3 Personen

      • Ich hasse grundsätzlich niemanden, denn so etwas frisst einen innerlich auf. Obama war kein Heiliger und den Friedensnobelpreis hatte er nie verdient und wußte es auch. Trump ist zwar gegen die Eliten und macht nur sein eigenes Ding, aber das entlastet ihn nicht als Wirtschaftspräsident, weil seine Handlungen trotzdem negative Auswirkungen auf die Bevölkerung hat. Trump wäre nur gut gewesen, wenn sich die EU abgenabelt hätte, aber wir warten lieber auf den nächsten Schrat aus USA 😉

        Gefällt 2 Personen

      • Natürlich ist Trump ein absoluter Kapitalist. Den Rest habe ich schon in der Antwort an Houdini erklärt. Trump ist aber kein Feuerteufel, wie der Spiegel behauptet hat. Der Spiegel selbst, respektive seine sogenannten Journalisten, spielt mit diesem Feuer und zündelt seit vielen Jahren. Augstein Junior hat das offensichtlich auch erkannt.

        Vielleicht sollten sich all die Leute, die Trump nicht mögen und sich täglich über ihn lustig machen, lieber mit deutscher Politik beschäftigen und mit einer schlecht gekleideten Kanzlerin. Deren Bildung mag zwar höher als Trumps sein, aber in dessen Liga spielt sie nicht.

        Gefällt 2 Personen

  2. Deine Meinung teile ich voll. Es gibt Stimmen, die sagen, auch Trump werde von der „Elite“ geführt und sei ein actor wie andere Potus vor ihm. Er mag nicht gebildet erscheinen, wen interessiert das. Street smart braucht keine Bildung. Seine oft silly erscheinenden Aussagen, Twits und unverständlichen Anordnungen könnten auch auf Absicht gründen. Diejenigen, welche die Proteste fördern, könnten auch, oder erst recht, von den Mächtigen gesteuert sein. Divide et impera.
    Die Stimmen, die obiges verbreiten, denken, es gehe um die Errichtung einer NWO mit zentraler Welt-Regierung, volle Globalisierung.

    Gefällt 1 Person

    • Wer Trumps 1. Wahlkampf verfolgt hat, wird schnell auf einige sehr reiche Hintermänner stoßen. Da wäre Robert Mercer, der „Schatten-Milliardär, Breitbart-Financier und persönlicher Freund von Nigel Farage. Mercer, der 2018 die finanzielle Unterstützung von Trump eingestellt hatte, ist wieder mit im Boot. Der gleiche Mercer, der auch Steve Bannon finanzierte und an Cambridge Analytica beteiligt war, die mit für Trumps Wahlsieg verantwortlich sind.

      Kein Dummkopf kann Milliardär werden. Dazu muss man aber auch kein zweiter Einstein sein. Natürlich ist Trump ein Mitglied der Eliten, das war er immer schon. Aber die sind sich doch selbst nicht einig. Das waren sie noch nie. Trump will „seine“ USA erhalten. Die Demokraten, bzw. jene Eliten dahinter, wollen das nicht. Das Endergebnis ist bei beiden Seiten gleich: Die absolute Weltherrschaft und Kontrolle über die Ressourcen. Darüber muss man nicht groß diskutieren, wenn man sich die Kriege der USA ansieht. Divide et impera wird dazu genutzt, um das dumme Wahlvolk zu spalten. Ich bezweifle aber, dass Trump auch dafür verantwortlich ist. Er kämpft an allen Fronten. Ob er gewinnen kann, weiß ich nicht. Man sollte den Blick trotzdem aber auf jene Republikaner in der zweiten und dritten Reihe richten. Dort gibt es interessante Personen, die langsam aus der Deckung kommen und sich als mögliche Nachfolger Trumps präsentieren werden.

      Gefällt 1 Person

  3. Auf YouTube gefunden, und auf bumibahagia:

    „Black Lives Matters is a Joke“ – Mit diesem Worten konfrontiert eine mutige junge Afroamerikanerin die ultralinke Bewegung mit deren rassistischen, menschenverachtenden und brutalen Ideologien ebenso, wie die Mainstreammedien, die diese Indoktrination mitspielen und somit die Demokratie sehenden Auges in höchste Gefahr bringen.

    Ausschnitte aus dem Gespräch zwischen Nestride Yumga, einer aus Afrika migrierte US-Amerikanerin, und den Demonstranten der ultralinken Bewegung „Black Lives Matters“

    „Wo seid Ihr, wenn in Chicago, wo jeden Tag Menschen getötet werden? Wo sind Eure Schreie und Entsetzen wenn Schwarze Schwarze töten? Ihr reagiert nur, wenn Weiße töten. Ihr seid die Rassisten! Natürlich töten weiße Polizisten Schwarze und das ist schrecklich aber warum nur da werdet Ihr laut und nicht wenn umgekehrt ist?“

    Und als sie gefragt wurde, warum sie bei der Demo sei, antwortete diese mutig:

    „weil ich für Gerechtigkeit kämpfe und nicht für Verurteilung von Weißen, weil sie weiß sind.“

    Und sie ergänzt:

    „Ich bin schwarz, ja schwarz, aber stellt Euch vor, ich werde nicht unterdrückt und ich bin frei. Ich kann tun, was ich will, arbeiten wie und wo ich will und ich kann alle Möglichkeiten nutzen.

    Hört auf, mich als Unterdrückte darzustellen. Hört auf!

    Gewalt ist abscheulich, aber das hat nichts mit schwarz und weiß zu tun! Hört endlich auf!

    Auch Weiße werden getötet und dennoch habe ich noch nie von „White lives Matter“ gehört, weil die Opfer weiß waren. Niemand tötet Schwarze mehr als Schwarze selbst, wo ist Eure Organisation „Black lives Matter“, wenn Morde an Schwarze durch Schwarz verübt werden?

    Hört auf mit eurem Blödsinn, hört auf! “

    Gefällt 3 Personen

    • Vielen Dank. Ich kenne das Interview. Auf Telegram werde ich mit Footage von „Black Power“, die sich gegen alles und jeden richtet überflutet. Aber auch kritische Stimme werden laut. So wie meine! Auch wenn ich die Wut, den Frust der Afro-Amerikaner gut nachvollziehen kann: All Lives matter!

      Gefällt 2 Personen

  4. In vielen Städten der USA und in D wurden „Baustellen“ eingerichtet, die eher an Steinwaffen-Lager erinnern. Oder es stehen/liegen Steine einfach so rum, zu Selbstbedienung. Und von behördlicher Seite wird das zur Kenntnis genommen, aber die Steine werden nicht entfernt.

    Dazu gibt es einige Berichte und Fotos im Web, auch auf bumibahagia.

    Bereitgestellte Munition für gewalttätige „Demonstranten“, so wirkt das auf mich.

    Mir fällt dazu nur ein, dass es da wohl Kräfte geben muss, die uns in den Bürgerkrieg treiben wollen. Und dass diese Kräfte die Schalthebel der Macht bedienen. Noch.

    Gefällt 1 Person

    • Vieles was wir zur Zeit sehen und uns von den „üblichen Verdächtigen“ präsentiert wird, ist reine Propaganda. Du wirst in vielen Städten Baustellen finden. Die fotografiert man dann, addiert ein bisschen „Verschwörung“ und fertig ist die neue Hetze. Mir fehlen die absoluten Beweise, dass diese Steine absichtlich dort abgelegt worden sind. Daher ignoriere ich solche Bilder. Siehe auch meine Kommentare bei Houdini und Arno. Dort habe ich einiges in Sachen „Kräfte, Schalthebel“ beantwortet. Ob das alles stimmt kann ich nicht sagen. Vermutlich kratzen wir trotz vieler Infos nur an der Oberfläche der Wahrheit. Es hilft aber, wenn man Distanz zu Dingen bewahrt und sich nicht emotional involvieren lässt. Das fehlt mir bei der momentanen „Opposition“ in Deutschland, die immer nur den Blick auf ihre Befindlichkeiten richten: Maske weg z. B. Ich sage: Schaut tiefer! Wem nützt es? Das gilt auch für Trumps Wahlkampf und die Attacken der Antifa etc.

      Gefällt 2 Personen

      • Ich hab die 25 Jahre meines Lebens mitten im Ruhrgebiet gelebt und Baustellen fand ich immer sehr interessant, sogar heute noch.
        Daher weiß ich genau, dass auf den Fotos, die ich gesehen habe, keine normalen Baustellen abgebildet waren.
        Und ja, die Antifa ist nur ein kleiner sichtbarer Teil des Tiefen Staates.
        Interessanterweise hat Trump diese Gesellen jetzt als terroristische Vereinigung klassifiziert. Wann ist es in D endlich soweit?

        Gefällt 1 Person

      • Die meisten Antifa-Aktivisten sind indoktrinierte Mitläufer. Es wäre wichtig hinter die Kulissen zu sehen und die Anführer zu finden. „Folge der Spur des Geldes“ gilt auch für die Antifa. Ohne Geld, kein Protest.

        Gefällt 1 Person

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s