Täglich nachgedacht: Hier kommt der Hass

Als meine (kleine) Reihe „Täglich nachgedacht“ begann, waren nur wenige Beiträge geplant. Aktuell wäre dieser bereits Teil 20. Nun bin ich kein Nummerngirl, das können andere besser. Daher werde ich ab sofort statt einer Zahl ein Thema einsetzen.

Hass!?

Als Japanerin in Deutschland zu leben, war stets angenehm und schön. Vorurteile wegen meiner Herkunft habe ich kaum erlebt. Eher war das Gegenteil der Fall. Aber noch bevor ich wieder nach Japan ging, ist mir zunehmender Hass auf „alte weiße Männer“ aufgefallen. In Deutschland und den USA, werden sie für alles verantwortlich gemacht, was linken Ideologen zuwider ist. Aber von einem durchaus berechtigten Protest gegen die Finanz-Eliten dieser Welt, ist es nur ein kleiner Schritt zu wirklichem Rassenhass.

Rassisten, die andere Ethnien hassen, stoßen mich ebenso ab, wie jene Szenen, die zur Zeit in den USA zu sehen sind. Dabei spielt es keine Rolle, ob die Gewalt von brutalen Polizisten, ideologisch verblendeten Antifa-Aktivisten oder Ku-Klux-Klan-Mitgliedern ausgeht. Mit dem Tod von George Floyd haben die Szenen ohnehin nichts zu tun, die Plünderungen sind gesteuert.

Extremisten

Rechte Aktivisten in den USA werten den Tod des Mannes ab oder feiern ihn sogar. Ihr linkes Pendant ist allerdings keinen Deut besser. Jagd auf unschuldige weiße Amerikaner zu machen oder gar ihre Geschäfte zu plündern, ist ein Akt der Barbarei. Die Aussage von Prominenten in Deutschland und den USA, dass sie solidarisch mit den Linksextremisten der Antifa sind, wirft ein bezeichnendes Bild auf den Geisteszustand dieser Menschen. Wer sich solidarisch mit Extremisten erklärt, wird selbst zum Täter.

Natürlich ist der Tod eines Menschen tragisch und übertriebene Polizeigewalt immer ein Thema. Dass George Floyd ein mehrfach vorbestrafter Krimineller war, der laut Obduktion (angeblich) unter dem Einfluss von Drogen stand, macht die Sache auch nicht besser. Wo aber nun die Entschuldigung dafür ist, den Tod des Mannes für Plünderungen auszunutzen, bleibt unverständlich für mich. Sehen wir hier nur eine schlechte Reality-Show?

Die Täter

Genau das wird von mehreren Seiten behauptet. Wechselweise sollen Undercover-Cops, Ku-Klux-Klan-Mitglieder oder Antifa-Aktivisten für die Ausschreitungen verantwortlich sein. Was in den USA geschieht und auch nach Europa schwappen kann, ist Wahlkampf im wörtlichen Sinn. In den USA haben Republikaner und Demokraten ihre „Truppen“ losgeschickt, um sich einen Vorteil zu sichern. Präsident Trump mag zwar umstritten sein, allerdings ist es schwer vorstellbar, dass sich der Hass gegen die Institution „Präsident“ richtet.

Dass die USA zum Teil noch immer ein Problem mit den verschiedenen Ethnien haben, ist unbestritten. Falsch dagegen ist, dass Polizisten ständig (unbewaffnete) Afro-Amerikaner erschießen. Rein statistisch mag der Anteil höher sein, da es weniger Afro-Amerikaner gibt. Durch die übertriebene Berichterstattung der US-Medien kann dieser Eindruck ebenfalls entstehen. Falsch ist auch der vermittelte Eindruck, dass stets weiße Polizisten die „Täter“ sind.

Das Ende der Freiheit

Die Kluft zwischen Arm und Reich ist gigantisch in den USA. Aber Hass, Rassismus und jede Art von Ausgrenzung sind keine guten Grundlagen für das friedliche Zusammenleben verschiedener Ethnien. Interessant wäre die Antwort auf die Frage, wer den Zündfunken gelegt hat, um das Pulverfass USA in die Luft zu sprengen. Niemand sollte vergessen, dass eine Explosion oft eine Kettenreaktion auslösen kann (soll!). Die Antwort des Staates darauf kann der Schlüssel für die Vorfälle sein. Ein Opfer steht bereits fest: Die Freiheit.

7 Kommentare zu “Täglich nachgedacht: Hier kommt der Hass

  1. Dass der Tod von GF von vielen Seiten inzwischen instrumentalisiert wird, wird wohl jedem klar, der sich in den US Medien umschaut. Selbst die Autopsie wird in Frage gestellt, hier „begutachtet“ derjenige, der bezahlt wird. Ich persönlich glaube dem Verband der Coroner eher als einem privat angeheuerten Pathologen.

    Schaue ich mir an, welche bürgerkriegsartigen Zustände des Nachts stattfinden, verstehe ich, warum die Gouveneurs und auch Trump diesen Plünderern und Brandschatzern auf den Pelz rücken wird. Zurecht. In den USA ist es die verdammte Pflicht der Polizei, Eigentum zu schützen. In NY ist es nicht passiert und die Kritik ist umfassend.

    Die Schere zwischen arm und reich ist groß, die Arbeitslosigkeit aufgrund Covid-19 ebenso und so zündeln nicht wenige Anarchisten am Fall einer Gesellschaft. Am Ende wird es Trump nützen, denn er palavert nicht lange, sondern handelt, weil er handeln muss.

    Etwas amüsiert bin ich über die US-Moralapostel, deren Rassismus größer scheint als unser je war. Indianer, Schwarze, Chinesen, etc fristen seit je her ein spezielles Dasein. Aber vielleicht ist die Gleichheit aller Menschen auch nur ein Lebenstraum von Idealisten, denn ich kenne kein Volk, das wirklich ohne Vorbehalte ist.

    Ein blutiges Ende ist zu erwarten. George F. ist nicht der einzige Tote. Inzwischen sind es mehrere auf Seiten von Unbeteiligten und auch der Polizei.

    Leider ist die Berichterstattung deutscher „Leitmedien“ vollständig, noch überparteilich und unsere Politiker mischen in dieser roten Sauce kräftig mit.

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    • Ich verfolge auf Telegram und anderen Plattformen, inklusive Berichten amerikanischer Freunde, was in den USA geschieht, bzw. geschehen ist. Vorab: Der Tod eines Menschen ist immer tragisch. Floyd hat offenbar mit Falschgeld bezahlt, der Ladenbesitzer hat das erkannt und die Polizei gerufen. Du kennst vermutlich das Ergebnis der 1. Obduktion. Demnach hatte Floyd erhebliche Mengen Drogen im Blut und starb an einem Herzinfarkt. Das kann stimmen, das kann auch falsch sein. Ebenso die 2. Obduktion. Mich erinnert das an einen Vorfall vor einigen Jahren, als ein junger Deutscher zu Tode geprügelt worden ist, der allerdings schwer Herzkrank war und daher lediglich an Herzversagen starb. Ein Drogensüchtiger, der angeblich noch mit dem Corona-Virus infiziert war, der möglicherweise schon über Jahre Drogen konsumierte (Crystal Meth), kann durchaus eine Vorschädigung haben und durch den Stress keine Luft zu bekommen, diesen Herzinfarkt erleiden. Vermutlich wird die Verteidigung des Polizisten so oder ähnlich argumentieren.

      Das macht aber den Tod von Floyd nicht besser. Punkt. Es wird auch nicht besser, wenn nun sein Tod dazu missbraucht wird, um im wortwörtlichen Sinn Wahlkampf zu machen und / oder von Kriminellen bzw. Extremisten dazu missbraucht wird, um ihre eigenen Ziele durchzusetzen.

      Man muss Trump nicht mögen, aber er ist nun mal der gewählte Präsident der USA und die oberste Autorität. Die vornehmlich linken Medien in den USA, haben kein Interesse ihn in welcher Krise auch immer, gut aussehen zu lassen. Daher werden die entsprechenden Bilder präsentiert, die zum Teil Fake sind und auch vom Obama-Clinton-Gate ablenken sollen.

      Ich habe selbst einige Zeit in den USA gelebt und war auch kurz in einem Ghetto unterwegs. Es ist übel dort, das ist keine Frage. Die Afro-Amerikaner sind selbst ihre größte Feinde und bringen sich reihenweise gegenseitig um. Man kann sich das in Deutschland und anderen Ländern kaum vorstellen.

      Trump hat natürlich Berater, die ihn in der Krise unterstützen. Er hat bereits taktisch gehandelt und die einzelnen Gouverneure unter Zugzwang gesetzt. Einzig der Bürgermeister von NYC sträubt sich offenbar (Stand 03. Juni 2020), die Nationalgarde zu aktivieren. Das Ergebnis waren massive Plünderungen. Taktisch gesehen könnte das Trump in die Karten spielen. Aber nur dann, wenn er selbst handelt, wenn er ein „Jobwunder“ nach Corona schafft und die Machenschaften der Obama-Administration aufdecken kann.

      Deutsche Medien berichten noch immer zu zaghaft und einseitig über die gesteuerten Rassenunruhen. Ja, ich nenne das genau so! Es ist auch Rassismus, wenn nun Afro-Amerikaner Weiße verfolgen und töten. Es gibt keine Entschuldigung für Gewalt.

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  2. Ich finde gut, dass sich die anderen drei Polizisten nun auch vor Gericht verantworten müssen, denn ich kann wirklich nicht begreifen, warum sie nicht eingeschritten sind.
    Die Gewalt und Plünderungen der „Demonstranten“ finden hoffentlich bald ein Ende. Die Protestbewegung diskreditiert sich sonst selbst.
    Die Wähler von Trump werden mit seinem harschen Vorgehen zufrieden sein. Mir wäre ein Präsident, der in solchen Situationen einlenkt lieber. Da ich aber nichts von Trump halte, bin ich nun auch nicht über sein Vorgehen überrascht.

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    • Die emotionale Berichterstattung über den Tod von Floyd zeigt wieder einmal die gewünschte Wirkung. Fakt ist, den meisten Menschen fehlt die Fähigkeit emotionale Distanz zu wahren. Es mag menschlich sein, den (Einzel)Täter als Bestie zu sehen. Aber wer oder was hat ihn dazu gemacht? Was waren seine Motive? Warum stellt keiner die richtigen Fragen? Die wahren „Täter“ lachen, man hat sie erneut unsichtbar gemacht.

      Wer in den USA Präsident ist, spielt nur eine Nebenrolle. Der „Massenmörder“ Obama hätte in der Sache, Plünderungen niederschlagen, Rassenunruhen etc, ebenso reagiert. Einzig seine Wortwahl wäre anders. Gebildete Afro-Amerikaner kritisieren übrigens den einseitigen Slogan „Black Lives matter“ seit Jahren. Er spaltet noch mehr. Jedes Leben zählt. Das sollte selbstverständlich sein.

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