Gedanken einer Ausländerin: Die undemokratische Republik

Dieser Beitrag könnte unter vielen Überschriften laufen. Er soll einerseits zum eigenen Nachdenken anregen, ist aber auch (m)eine kleine Hommage an eine Frau, die ich seit Jahren schätze: Sahra Wagenknecht. Vielleicht werden sich nun einige LeserInnen verblüfft die Augen reiben oder fassungslos nach Luft ringen. Aber wo ist das Problem? Warum sollte es ein Fehler sein auf eine kluge Frau zu hören, deren Gedanken meinen oft sehr ähnlich sind?

Deine Partei, meine Partei

Die alte Parteienlandschaft hat ausgedient. Heutige Parteien sind zum Selbstzweck für jene Individuen verkommen, die lediglich an die Fleischtöpfe wollen. Diese Individuen haben keinen wirklich politischen Charakter, es geht ihnen lediglich um finanzielle Unabhängigkeit. Erkauft wird diese allerdings mit der Abhängigkeit von Lobbyisten, die sie offen oder heimlich finanzieren. Das gilt für jede Partei im Bundestag. Auch eine AfD ist davon nicht ausgenommen. Wer wirklich glaubt, die AfD sei Deutschlands „letzte Chance“, dem kann ich Wunschdenken attestieren.

Gleiches gilt für jene grünen Öko-Faschisten, deren „Coming Out“ offensichtlich ist. Satt und zufrieden sitzen sie seit Jahren in den Parlamenten und drehen ihr Fähnlein nach dem Wind. Mal ist es das Klima und der Diesel, dann wird gegen Kriege gehetzt. Um dann doch einem Einsatz der Bundeswehr im Ausland zuzustimmen, der mehr oder weniger wirtschaftliche Interessen vertritt. Sind sie in der Regierung, nicken die GRÜNEN alles ab. Als Opposition sind sie zwar dagegen, aber tragen trotzdem vieles mit.

Que(e)r gedacht

Würde ich wirklich an Politik glauben, könnte man mich als eine Art von sozial-liberal-konservativen Geist einordnen. Ich vertrete allerdings auch queere und feministische Ideen, aber ohne den links-grünen Genderismus. Was ein Übermaß an Staat anrichten kann, haben Faschismus und Kommunismus aufgezeigt. Die jetzige Staatsform, ist allerdings nur wenig besser. Der Neoliberalismus hat sie schon lange unterwandert. „Gott Geld“ regiert die Welt, das ist die Wahrheit und keine Verschwörungstheorie.

Womit wir auch schon bei einem Wort angekommen sind, dass wie „Nazi“ oder „Rechter“, zur Zeit inflationär die Runde macht. Diskurs-Verweigerer, die weder Intellekt noch Argumente haben, machen damit Kritiker der herrschenden Ordnung mundtot. Meist plappern diese Kleingeister nur nach, was ihnen die Medien in den Mund gelegt haben. Selbst denken war gestern, heute wird von als Journalisten getarnten politischen Aktivisten für den (un)mündigen Bürger gedacht.

Verschwörer wie wir

Ich musste herzlich lachen, als ich Sahra Wagenknechts neues Video sah. Unter anderem sprach sie dort von Verschwörungstheorien, die wirklich absurd und abwegig sind. Wobei ich das Wort weggelassen hätte. Wer möchte darf an eine „flache Erde“ glauben oder dass „Aliens in der Regierung sitzen.“ Wenn sogenannte „Reichsbürger“ in den eigenen vier Wänden an die „BRD-GmbH“ glauben, dann ist das allein deren Angelegenheit. Tragen sie diese Meinung jedoch mit Waffen(gewalt) nach außen, haben sie ein juristisches Problem.

Ein Staat, der die freie Meinung seiner Bürger unterdrückt, ist ein großes Problem. In der Corona-Krise wird offensichtlich, dass die Demokratie schon längst verloren hat. Böse Zungen sprechen bereits von einer „Demokratur.“ Nun ist es wirklich so, dass die Kritiker von Staat und Politik aus allen Löchern kriechen. Das Problem der breiten Masse: Wem können, wem sollen sie vertrauen? Für die meisten Bundesbürger ist die Antwort klar: Der Tagesschau oder dem Heute-Journal. Ich für meinen Teil blicke über deren Tellerrand.

Die Alternativen

Mit einer Sahra Wagenknecht zu diskutieren, wäre kein Problem für mich. Ich könnte mir sogar vorstellen mit dieser Frau zu arbeiten, wenn sie an einer Querfront-Regierung beteiligt wäre. Konstruktive Streitgespräche inklusive, aber keine persönliche Antipathie. Vielleicht müsste ich sie einbremsen, wenn es zu „marxistisch“ wird und über Geldpolitik kann man auch trefflich streiten. „Linke“ geben leider gern jenes Geld aus, das sie nicht haben. Das weiß ich etwas besser, das üben wir dann nochmal.

Ich „mag“ Frau Wagenknecht und ihre Sicht der Dinge. Die Partei „Die Linke“ sollte sie jedoch verlassen. Die Linke ist lediglich die umbenannte SED, deren undemokratische Herrschaft in der DDR offenbar viele vergessen haben. Ich erinnere an den Schießbefehl an der Berliner Mauer. An der Spitze einer reformierten SPD, wäre eine Sahra Wagenknecht meiner Meinung nach besser aufgehoben. Ein schöner Traum, das ist mir durchaus bewusst.

Die Extremisten

Zu meiner Lektüre gehört unter anderem „Der Freitag“, aber auch die „Junge Freiheit.“ Stellt man die Gedankengänge der jeweiligen Autoren einander gegenüber, wird offensichtlich, dass beide Seiten – Stichwort Hufeisentheorie – sich oft ähnlicher sind, als sie das selbst wahrhaben wollen. Vermieden werden sollte von den Journalisten die Auseinandersetzung auf der persönlichen Ebene. Wohin das führt, haben linksextremistische Angriffe der Antifa gezeigt.

Dass Deutschland ein Problem mit Extremisten hat, ist seit Jahren bekannt. Der viel zitierte „Braune Sumpf“ ist dabei nur ein kleines Problem, die wirkliche Gefahr liegt in der instrumentalisierten Antifa. Die feigen Täter von Stuttgart, die einen Mann ins Koma prügelten, müssen einerseits die ganze Härte des Gesetzes spüren, andererseits muss aber zwingend aufgedeckt werden, warum sich Menschen der Antifa anschließen. Gleiches gilt auch für die Ultras der Rechten, die mindestens so verblödet wir ihr Pendant auf der linken Seite sind.

Die undemokratische Republik

„Du übertreibst mal wieder!“, werden sich vielleicht einige LeserInnen denken, wenn sie den Titel meines Beitrags sehen. Damit haben sie recht. Aber wie sonst sind Menschen noch zu erreichen, deren geistiger Gartenzaun vielleicht ständig in die Höhe wächst? „Fest gemauert in der Erden …“, schrieb einst Friedrich Schiller als Einleitung seines Gedichts. Aber Zäune kann man einreißen, Mauern ebenso. Vielleicht reicht schon ein kleines Loch, ein zaghafter Schritt nach draußen, um eine andere Sicht auf diese Republik zu bekommen. Vielleicht wird dann eine bürgerliche Revolution aus der Mitte dafür sorgen, dass es eine wirklich demokratische Ordnung gibt.

Die Alternative ist ein totalitärer Staat, der sich bereits in Ansätzen unter dem Deckmantel von Corona-Maßnahmen zeigt. Aber vielleicht sehnt man sich in Deutschland wieder nach starken Führern. 1933 – 1945 war es ein gewisser Hitler, seit 2005 ist es (das System) Merkel. Deren Chancen auf eine weitere Amtszeit übrigens zur Zeit deutlich steigen. Armes Deutschland, wenn diese Frau weiterhin die Führerin ist.

Sahra Wagenknecht: Alles Verschwörungstheorien?!

11 Kommentare zu “Gedanken einer Ausländerin: Die undemokratische Republik

    • Gern, aber es ist keine Mühe eigene Gedanken in Worte zu fassen.

      Dieser Satz in dem Multipolar-Artikel bringt es auf den Punkt: „Um missliebige Äußerungen zu diskreditieren, werden sie mit dem Label Verschwörungstheorie gekennzeichnet. “

      Gefällt 3 Personen

  1. Ich habe von Sahra Wagenknecht noch nie dumme Äußerungen vernommen, aber sie ist eindeutig in der falschen Partei (aus mehreren Gründen) und mit dem falschen Mann erheiratet und da kennt die SPD keinen Spaß, denn bei Oskar gilt die Sippenhaft noch. Dieser Tage habe ich geschrieben, dass ich unser Land als undemokratisch empfinde, weil es zu viele Auswüchse nach oben und unten gibt. Ich bin kein selbstgerechter Sozialist und Arbeit, sowie gute Ausbildung soll sich lohnen, doch wer Milliarden anhäuft, hat mit dem System nichts mehr zu tun und so wird sich dann eben auch benommen. Erst werden die Lobbyisten von der Politik in Scharen eingelassen und am Ende sind sie dann selbst Lobbyisten mit all dem Wissen, welches notwendig ist, um den Staat (also uns) auszunutzen. Ich bin sicher, dass Merkel keine weitere Amtszeit mehr macht (auch versch. Gründe), doch die bisherigen Alternativen sind ebenso trostlos, wie unsere allseits beliebte Aussitzerin.

    Gefällt 4 Personen

  2. Sahra Wagenknecht traut sich jedenfalls unpopuläre Dinge anzusprechen, die nicht den Anschauungen des deutschen Mainstreams entsprechen. Dafür wurde sie von ihrer Partei und den Medien bereits vielfach kritisiert. Ich halte sie für mutig.

    Gefällt 1 Person

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