Gedanken einer Ausländerin: Sturm über Deutschland

Relativ entspannt und doch in gewisser Weise traurig, schaue ich mir im fernen Japan die Stürme in Deutschland an. Einerseits gab es das Orkantief „Sabine“, das LKW umkippen ließ und für windige Spitzengeschwindigkeiten sorgte. Andererseits fegte ein politischer Orkan durch Thüringen, der nun auch Annegret Kramp-Karrenbauer ins Abseits befördert hat. Beide Stürme entlarven die Verletzlichkeit eines Landes, das 30 Jahre lang meine Heimat war.

(Direkte) Demokratie Fehlanzeige

Sabine ist lediglich ein Naturphänomen. Über Deutschland und die EU werden schon bald weitere Polit-Stürme fegen, gegen die „Sabine“ nur ein laues Lüftchen war. Gegen die Natur kann der Mensch wenig unternehmen, den Stürmen in der Politik kann er theoretisch trotzen. Praktisch und faktisch wird das von den Parteien unmöglich gemacht, die im Auftrag des US-Imperiums Demokratie in Deutschland machen. Bewusst schreibe ich machen, es gibt in Deutschland keine wirkliche Demokratie.

2017 schrieb Professor Dr. Andreas Wirsching in der FAZ: „Im internationalen Vergleich steht die deutsche Demokratie stabil da; ihre Repräsentanten sind geachtet; Kontinuität und Berechenbarkeit zeichnen die deutsche Regierungspolitik aus, und das unabhängig von ihrer Parteifarbe. In den internationalen Beziehungen spiegelt sich dies in Ansehen und Einfluss wider, über den die Bundesrepublik verfügt.“ Diese Worte muten in der posttraumatischen Thüringen-Ära seltsam an. Ich sage: „Parlamentarische Demokratie war gestern, willkommen in der Merkel-Autokratie.“

Die Getriebene(n)

„Merkel muss weg!“, wird seit Jahren auf Demonstrationen skandiert. Leider ist das deutlich zu kurz gedacht. Merkel ist eine Getriebene, die ihre Seele in die Hände „teuflischer Mächte“ gegeben hat. Nein, damit ist nicht der (erfundene) Höllenfürst gemeint, die Rede ist von den Finanz-Eliten. Sie und niemand sonst bestimmen die Agenda der Altparteien. Und so (wenig) leid es mir für die AfD-AnhängerInnen tut, auch diese Partei hat man lediglich zur Volksverdummung erschaffen.

An dieser stelle wage ich die Prognose, dass man in einigen Jahren AfD-Beteiligungen in Landtagen sehen wird. Indirekt regieren diese „bösen Faschisten“ ohnehin schon mit. Schaut man genauer hin, so ist der angebliche Tabubruch von Thüringen nur eine vorgeschobene Farce. In meiner alten Heimat Baden Würtemberg etwa, haben GRÜNE, CDU und AfD für die Abschiebung von gut integrierten Flüchtlingen gestimmt. SPD und FDP forderten ein Bleiberecht. Nach der in Thüringen benutzten Logik, wäre diese Entscheidung sofort „rückgängig zu machen.

Der Plan

Hannibal Smith vom A-Team, einer US-TV-Serie, sagte immer: „Ich liebe es, wenn ein Plan funktioniert!“ Dieser Plan funktioniert nicht erst seit jenen 15 Jahren, als Angela Merkel die Regierung in Deutschland übernommen hat. Alle deutschen Regierungen, auch die von vielen so hoch gelobten SPD-Kanzler, waren daran beteiligt. Was hätten sie auch anders machen sollen, Deutschland war und ist ein von den USA abhängiges Land.

Merkels (vorgegebener) Plan, Deutschland völlig umzubauen, geht auf. Mit der Schaffung bzw. Duldung der AfD, dem Fokus auf diesen “ bösen Faschisten“, werden die Deutschen von genau diesem Plan abgelenkt. Der altbewährte Trick: Man hetzt die Anhänger verschiedener Ideologien oder Religionen aufeinander. Während sich nun also Lieschen und Franz Müller über Tagespolitik streiten, werden in Washington, Berlin und Brüssel Nägel mit Köpfen gemacht. Vor allem die US-Strategen lachen, das Imperium hat erneut gesiegt.

Die EU(RO)-Krise

Böse Zungen behaupten, dass der EU-Ein- und Austritt Großbritanniens ein abgekartetes Spiel der USA gewesen sei, um die Vereinigten Staaten von Europa zu verhindern. Aber was wäre, wenn das die Wahrheit ist? Wem nützt ein wirtschaftlich schwaches Europa? Warum ist ein (angeblich) gefeuerter Chef-Stratege Donald Trumps in Europa unterwegs und berät dort die „Rechten Parteien?“ Wäre es denkbar, dass die USA, bzw. der militärisch-industrielle Komplex (Finanz-Eliten), eher konservative Parteien und Regierungen in Europa präferieren?

Aber wie hängt das mit Thüringen oder der AfD zusammen, die doch angeblich der Grund für die Spaltung der Bevölkerung ist? Divide et impera ist eine Sache. Damit wird verhindert, dass der „Partner“ nicht stärker als man selbst werden kann. Die in den USA selbst ablaufende Polit-Show, sollte man als genau diese ansehen. Andererseits brauchen die USA natürlich Europa und vor allem Deutschland, um dem Erzfeind Russland einen Schlag zu versetzen. Wer sich nun fragt warum oder ob ich etwa den Verstand verloren habe, der sollte sich die Gas- und Erdöl-Reserven in Russland ansehen und über die US-Begehrlichkeiten informieren.

They want War!

Die USA wollen natürlich (nicht!) zum Wohl für alle, diese Ressourcen unter die eigene Kontrolle bringen. Dass man vorher ca. 150 Millionen Russen um die Ecke bringen müsste, spielt dabei keine Rolle. Noch besser für die USA wäre es, wenn sich Russen und Europäer (Deutsche) wieder die Köpfe einschlagen und Onkel Sam dann erneut zu Hilfe kommt. Allerdings dürfte von Europa nach einem Dritten Weltkrieg kaum noch etwas übrig bleiben und nur in Sibirien werden vielleicht einige Russen überleben.

Eingeschleuste Migranten wären dann in Europa als billige Arbeitskräfte und / oder Neubevölkerung willkommen. Der Plan der USA wäre damit aufgegangen und die imperiale Herrschaft für eine weitere Dekade gesichert. Ob es so kommt? Steigende Militärausgaben in Europa lassen zumindest Zweifel am Sinn aufkommen. Wer sollte Europa angreifen? China und Russland zumindest nicht. Der wahre Feind sind jene Finanz-Eliten, die immer nur den eigenen Vorteil sehen.

16 Kommentare zu “Gedanken einer Ausländerin: Sturm über Deutschland

  1. Unglaublich ist es, was ich tagtäglich in Gespräch mit Kollegen, als Beobachterin im allgemeinem Straßenbild erlebe.

    Es ist wahrhaftig geschafft, die meisten Bürger dieses Landes und damit meine ich keinesfalls hellhäutig hier geborene Menschen, dazu zu bringen sich einlullen und ablenken zu lassen.

    Frühstücksfernsehen, statt Frühstück im austauschendem Gespräch. Tageszeitungen die diesen Namen nicht verdienen.

    Das ist nicht mehr wegzufegen ( für die Meisten ).

    Bildung??? Nö, ich Kauf mir lieber was.

    Momentan könnte ich gerade sehr böse reagieren, besuche aber lieber japanische Badelandschaften ( inzwischen wöchentlich) und übe mich in Achtsamkeit.

    Es ist wichtig, so sehr, dass du weiter schreibst.

    • Vielleicht erinnerst du dich noch an meine Beiträge aus dem Jahr 2016, als ich unter anderem über den „Staatsfunk“ referiert habe. Prompt hat sich auch bei meinen LeserInnen, die Spreu vom Weizen getrennt. Das zeigt aber deutlich, dass die Spaltung funktioniert und der Plan aufgegangen ist. Jeder, der nicht Mainstream ist, wird automatisch denunziert. Dass es kritischen Stimmen oft nur um „Recht“ geht, haben die Systemlinge nie begriffen. Problematisch wird es auch, wenn man die Schubladenbegriffe „Links“ und „Rechts“ ablehnt. Viele reagieren dann ungehalten, wenn ihr bisheriges Weltbild in Scherben liegt und klammern sich mit Gewalt an alten Begriffen fest. Diese Masse ist wesentlich gefährlicher, als etwa die Schläger der Antifa oder der Glatzen. Letzteren kannst du ausweichen oder Paroli bieten, bei der Masse gelingt das oft nicht. Dieses „dumme Wahlvieh“ wird so lange manipuliert und belogen, bis sie z. B. eine Angela Merkel, als „alternativlos“ ansehen.

  2. Der Trump ist einer von den Guten.
    Er arbeitet daran, in den USA die wirkliche Macht zu übernehmen. Der Tiefe Staat wehrt sich nach Kräften, aber jetzt kann man erkennen, wie ihm mehr und mehr die Luft ausgeht. Siehe Impeachment Verfahren, das groß gescheitert ist. Worüber die angeblich so freie und gut informierte Presse in D. fast gar nichts hat verlauten lassen…
    Trump hat eine so große Begeisterung unter den Amerikanern ausgelöst, daß ich davon ausgehe, daß er wieder gewählt wird.
    Putin ist übrigens auch einer von den Guten und die beiden spielen beide heimlich in derselben Mannschaft.
    Und dazu kommt noch der nächste schräge Vogel, Boris Johnson von GB.
    Auch in Japan sieht es sehr nach Umbruch aus.
    Nur Murksel und die französische Makrone spielen noch für die alten Machthaber, aber nicht mehr lange…

    • Trumps Rolle in diesem globalen Spiel ist schwer zu durchschauen. Es gibt mehrere Szenarien, was und wer er wirklich ist. Stellt er sich wirklich (zum Teil) gegen die Finanz-Eliten oder erleben wir in den USA nur eine gigantische Show? Streiten sich also die Demokraten und Republikaner wirklich um die Vorherrschaft? Das kann sein, am Ergebnis, der aggressiven amerikanischen Außenpolitik, ändert das wenig. Während aber die Demokraten gern Krieg führen, geht Trump sanfter vor und droht lediglich mit Strafzöllen. In den USA genießt Trump eine breite Zustimmung in der Bevölkerung. Sofern er keinen Fehler macht, wird er vermutlich erneut gewählt. Ich kann darüber „exklusiver“ berichten, wenn ich wieder in Santa Barbara bin.

      Ob Putin und Trump wirklich immer in der gleichen Mannschaft spielen ist fraglich. Sie gehen konträr, wenn es um Chinas Projekt „Neue Seidenstraße“ geht. Deutschland musste als „braves Hündchen“ der USA, den Ausbau von Nordstream 2 einstellen. Den übernimmt nun Russland selbst. Der von Nigel Farage (ein Freund der Familie Mercer, die Trumps Wahlkampf mit finanzierte) gestützte Johnson, sieht sich in England vor dem gleichen Problem, wie Trump in den USA. Es bleibt spannend, ich werde weiter berichten.

      • Ich lese viel, was mir bekannt vorkommt, schlüssig ist und auch meinen Erwartungen entspricht. Die Weichen dieses Landes sind auf Niedergang gestellt, energetisch, wirtschaftlich und auch aus Sicht der Lebensqualität für den „normalen“ Bürger.

        Die Linksausrichtung der „Altparteien“ ist offensichtlich und bedient sich kruden Methoden. Was daraus folgt, ist Denunziation, Überwachung, Gleichschaltung. Wer fleißig und strebsam ist, wird täglich bestraft und ausgenommen, das Leistungs-und Innovationsprinzig hat ausgedient. Jeder ist sich der Nächste und Ellenbogen und Neid vergiften das Miteinander.

  3. Liebe Mayumi,
    Hab jetzt eine Weile und ein gutes Stück bei Dir gelesen, da ich einige Zeit nicht mehr hier war.
    Ich kann, so wie Du es schreibst, gut nachvollziehen, was Du meinst – auch wenn ich hoffe, dass manches sich doch anders gestalten möge.
    Auf jeden Fall ist es gut die Augen offen zu halten – denn wie es auf den ersten Blick aussieht, ist nichts mehr, wie es anfänglich scheint.
    Ich denke, Thüringen wird einiges in der Republik verändern – und diesmal ist es nicht einfach vorauszusehen, wohin wir gesteuert werden.
    Mal sehen.
    Alles Liebe
    Michael

    • Die Briten gingen bereits als Mitglied der EU ihren eigenen Weg. Daran wird sich auch in Zukunft wenig ändern. Lediglich die EU-PolitdarstellerInnen sehen das anders. Mit dem Brexit schwinden nämlich ihre Chancen, einen europäischen Bundesstaat zu gründen.

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