Gedanken einer Ausländerin: Der fehlende Diskurs

Staat heißt das kälteste aller kalten Ungeheuer. Kalt lügt es auch; und diese Lüge kriecht aus seinem Munde: „Ich, der Staat, bin das Volk.“ Lüge ist’s! Schaffende waren es, die schufen die Völker und hängten einen Glauben und eine Liebe über sie hin: also dienten sie dem Leben. (Friedrich Nietzsche)

„Der Nationalstaat hat ausgedient!“, tönt es in diesen Tagen. „Die Welt ist bunt und Vielfalt unumgänglich.“ Wenn ich solche Parolen höre, sehe ich wahlweise kommunistische oder faschistische Populisten vor mir stehen, die um die Gunst der Masse buhlen. Beide Systeme lehne ich entschieden ab, sie haben genug Leid über die Menschheit gebracht. Warum nun mit den GRÜNEN ein neuer Sozialismus auferstehen soll bleibt mir allerdings verborgen. Möglicherweise ist es das letzte Aufbäumen der linken Hegemonie, die vor dem Untergang steht.

Linke gegen Rechte

Wie bereits kurz vor Hitlers Machtergreifung und zur Zeit der Studentenbewegung, ist der absurde Kampf der Ideologien wieder voll entbrannt. Wie damals schlagen sich auch heute wieder Schwestern und Brüder (verbal) die Köpfe ein. Familien sind tief gespalten und werfen sich gegenseitig Hass und Hetze vor. Der (tiefe) Staat dagegen lacht im Chor. Teile und herrsche hat schon immer funktioniert.

Vor allem in Deutschland dominiert die Debatte wer denn bitteschön „rechts“ sei, den intellektuellen Diskurs. Jeder, der eine andere Meinung als der Mainstream hat, wer auch nur zaghaft die Flüchtlingskrise oder die Gefahr von „links“ ansprechen will, wird von selbsternannten Meinungspolizisten als „Nazi“ denunziert. Dass es in einer Demokratie auch andere Meinungen geben muss, haben diese Moralisten vergessen. Ihr Argument ist immer gleich: „Mit Nazis reden wir nicht!“ Dumm nur, dass sie in ihrem heiligen Eifer selbst totalitäre Methoden anwenden.

Gutmenschen gegen Rechts

Mehr als 70 Jahre linke Indoktrination, haben aus vielen Deutschen die sogenannten Gutmenschen gemacht, die sich im Sud eines kollektiven Schuldbewusstseins suhlen. Diese Massenpsychose hat natürlich Folgen, wie man in diesen Tagen deutlich sehen kann. Kontaminiert und von innerer Leere zerfressen, suchen sie ihre Erfüllung in der Verfolgung Andersdenkender. Nur das gibt ihrem kleinbürgerlichen Leben einen Sinn, nur dann wachsen diese Zwerge über sich hinaus und werden zu scheinheiligen Riesen.

Jenseits von Religiosität, auch das haben die Linken ihnen genommen, wird der Neoliberalismus zu ihrem Gott. Gierig hecheln sie dem schnöden Mammon hinterher und habe doch keine Chance an viel Geld zu kommen. Wie auch, der Staat nimmt es ihnen als Steuern wieder weg. Als Kompensation werden Kritiker des Systems mit einer Inbrunst gejagt, die erschreckend ist. Deutschland, so scheint es mir, ist nur noch einen Schritt vom totalitären Staat entfernt.

Nazis! Nazis?

Jüngstes Opfer gutmenschlicher Hetze, ist ausgerechnet der wegen seiner deutlichen Worte über angebliche Hetzjagden in Chemnitz in Ungnade gefallene ehemalige Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen. Vor einigen Tagen habe ich ein weiteres Interview mit ihm gelesen. Auch wenn ich ihm keinen Meter über den Weg traue, ist mir der Mann sympathischer, als die Bundeskanzlerin Angela Merkel.

Das liegt vor allem an seiner klaren Haltung gegen Extremisten und Gefährder. Und zwar unabhängig davon, aus welchem politischen Lager sie sind oder welcher Religion sie angehören. Während von Merkel nur hohle Phrasen kommen weiß Maaßen wovon er spricht. Klar, dass er für die linksgrüne Front nun auch ein „Nazi“ ist. „Menschen, die sich nicht im politisch-medialen Mainstream bewegen, haben es schwer. Sie werden mitunter als rechts oder rechtspopulistisch stigmatisiert“, weiß der oberste Spion des Landes, das lange meine Heimat war. „Mein Großvater ist von den Nazis misshandelt worden, mein Onkel wurde von ihnen verfolgt, ausgerechnet mich in die rechte Ecke zu stellen, empfinde ich als unverschämt“, so Maaßen weiter.

Der fehlende Diskurs

Linken Ideologen sind solche Worte egal. Sie träumen von einem grünen Deutschland, das als Retter fürs Klima auftreten soll. Dabei wird dann gern gemeinsame Sache mit Extremisten gemacht, was die Klima-Aktivistin Luisa Neubauer gern leugnet. In einem Interview des ZDF sieht sie die Gruppe „Ende Gelände“ als Partner im Kampf für den Klimaschutz und findet es sogar legitim, wenn diese „andere Aktionsformen wählt.“

Wie diese „anderen Aktionsformen“ aussehen, hat nicht nur jener Bauer gesehen, dessen Ernte zertrampelt worden ist, auch der Verfassungsschutz interessiert sich seit Jahren für die gewaltbereiten Extremisten. Dabei wird „Ende Gelände“ in einem Atemzug mit der „Interventionistischen Linken“ genannt, über die ich ich bereits in meinem Beitrag „Der Links-Staat“ geschrieben hatte. Dass Deutschland ein Problem mit Extremisten beider Lager hat, ist mehr als offensichtlich. Der Unwille darüber zu reden oder Mahner abzustempeln zeigt deutlich wohin die Reise geht.

Das linke Narrativ

Linke Populisten, die auf „Multikulti“ und „bunte Vielfalt“ setzen, legen bei intellektuellen Auseinandersetzungen oft eine infantile Einfalt an den Tag, die ihresgleichen sucht. Ihre begrenzte Denkweise, die ihnen als geistiger Gartenzaun dient, schützt sie vor Störern aller Couleur. Derart abgeschottet sonnen sie sich im fahlen Schein von Marx und Engels, die wie Fixsterne am roten Himmel stehen.

All das wäre kein Problem, wenn diese geistigen Gartenzwerge nicht noch Hilfe hätten. Wieder zitiere ich Hans-Georg Maaßen, der klare Worte dafür findet. Nach seiner Aussage bezeichnen sich mehr als 70 Prozent der deutschen Journalisten politisch den Grünen und der SPD nahestehend. Der CDU gegenüber seien es aber nur elf Prozent. Er sieht das als besonders problematisch bei den öffentlich-rechtlichen Sendern, die zur Meinungsvielfalt verpflichtet sind.

Schlag mich tot!

Wissen Linke nicht weiter, wird gern und oft ein Totschlagargument benutzt. Da sich „Nazi“ dazu immer weniger eignet, werden politische Gegner oft unglaubwürdig gemacht. Allerdings zeigt sich in der Benutzung des Wortes „Verschwörungstheoretiker“ einmal mehr die Einfalt dieser Ideologen. Auch Hans-Georg Maaßen ist erstaunt, mit welcher Selbstverständlichkeit das Wort ins Standardvokabular deutscher Journalisten aufgenommen worden ist.

Maaßen wörtlich: „Der Ausdruck ‚Verschwörungstheoretiker‘ ist von bestimmten ausländischen Geheimdiensten erfunden und verwendet worden, um politische Gegner zu diskreditieren.“ Höflich ausgelassen hat er, dass er damit die Central Intelligence Agency (CIA) meint. Dass Diskurs in einer Demokratie wichtig und richtig ist, sollte sich jeder vor Augen halten, der in keiner Diktatur landen will.

Teile und herrsche

Wer den Beitrag bis zu diesem Satz gelesen hat und meine Provokationen schon eine Weile kennt, den werden die folgenden Worte wenig überraschen. Fakt ist, dass ich weder an Politik noch an Linke oder Rechte glaube. Beide sind nur Darsteller in einer für die Masse inszenierten Show. In Wirklichkeit geht es um jene Finanz-Eliten, die für die Ausbeutung von uns allen verantwortlich sind.

Es geht auch um „Teile und herrsche.“ Also jenen Trick, der die Massen gegeneinander hetzt und somit dem Ungeheuer Staat letztlich gefügig macht. Diesen Zustand gilt es zu überwinden. Das ist alles andere als eine Verschwörungstheorie. Wer intensiv darüber nachdenkt, wird selbst zu dieser Erkenntnis kommen. Allerdings setzt das voraus, den Gartenzaun der geistigen Begrenztheit zu überwinden oder gleich völlig abzureißen. Das dazu nötige Werkzeug hat jeder im Haus.

 

Beitragsbild: Pixabay

Werbeanzeigen

11 Kommentare zu “Gedanken einer Ausländerin: Der fehlende Diskurs

  1. Vielleicht, aber nur vielleicht hättest du den letzten Abschnitt an den Anfang setzen sollen, doch gerne gelesen hab ich deinen Beitrag trotzdem. Übrigens habe ich keinen Zaun mehr, da der zu viel Schatten auf meinen Vorgarten warf 😉

  2. Das Übel ist nicht mehr abzuwenden.
    Wenn es kracht, kracht es so laut und geht so steil rechts wie in den 30ern.
    An den Börsen geht es auch überhitzt zu, so dass die gleichen Voraussetzungen für einen Abrutsch gegeben sind.

    Schon in den Schulen wurden mit den 68ern die Weichen gesetzt, schlimmer als in der DDR. Die Ideologien sind in den Köpfen der Menschen verdrahtet und die Menschen haben aufgehört zu denken und nachzufragen.

    Zu spät. Zu hörig. Zu satt.

    • Ja, es gibt durchaus Ähnlichkeiten mit der Weimarer Republik. Aber der Faschismus wie auch der Kommunismus waren Experimente, die gescheitert oder aus dem Ruder gelaufen sind. Fazit: Unbrauchbar. Die (Finanz)Eliten müssen aber die Massen weiter kontrollieren, also wird nun eine neue Ideologie aus dem Boden gestampft und das Klima geschützt. Wie lächerlich das ist, wie unmöglich, scheinen die meisten nicht zu verstehen. Wie schützt man die Erde vor ihrer eigenen Sonne? Umweltschutz, ist wieder eine andere Sache. Das wird gern vermischt und Experten präsentieren Computermodelle, die vom Untergang der Erde sprechen. Dass die in etwa so aussagekräftig wie die Wettervorhersage sind, verschweigen sie geschickt.

      Deutschland ist auf dem Weg in einen totalitären Staat, das habe ich bereits vor Jahren angemerkt. Mit „Rechts“ oder „Links“ hat das nichts zu tun. Diese Gruppen hetzt man nur aufeinander, um die eigenen Pläne in Ruhe auszuführen. Damit das nicht auffällt, werden auch Christen gegen Muslime gehetzt und umgekehrt. Die nützlichen Idioten von Antifa und Glatzen, werden der ahnungslosen Öffentlichkeit dann als Schuldige präsentiert. Wobei Deutschland, wegen seiner Vergangenheit, ein Sonderfall ist und der „Kampf gegen die Rechten“ im Fokus steht.

      Von vielen Seiten ist auch zu hören, dass nun bald der Börsencrash kommen wird und Anleger sich doch bitte an den „Investor“ ihres Vertrauens wenden sollen. Im Idealfall natürlich an genau den, der die Unkenrufe macht. Merke: Mit Angst hält man die Massen prima in Schach. Das funktioniert wunderbar, warum wollen das nur die wenigsten sehen?

      Deutschen, Europäern (nicht allen) geht es „gut.“ Sie bekommen Brot und Spiele vorgesetzt, also schweigen sie oder bekämpfen sich wahlweise selbst. Ihr müsst und könnt diese Spirale durchbrechen und zumindest für eine Weile die Gewinner sein. Bis auch ein neues System untergeht und wieder eine neue Ordnung entsteht. Das ist der Lauf der Welt. Aufzugeben ist allerdings keine Option.

  3. Eine Zeit ist’s her, dass ich bei Dir las. Gut geschrieben hast Du auch hier wieder und inhaltlich ganz auf meiner Linie. Ich sah einen Deiner Kommentare anderswo und erinnerte mich an Deine guten Inhalte. Ab heute werde ich wieder per E-Mail informiert 😉
    PS: Fährst Du immer noch so schnell?

    • Einige Jahre ist es her, mein lieber Zauberer! Wo warst du so lange? Nach all der Zeit findest du eine Menge Lesestoff auf meinem Blog, sofern dich die Beiträge interessieren.

      Deutschland, Europa, hat sich stark verändert in den letzten Jahren. Der Umgangston ist härter geworden, andere Meinungen werden unterdrückt.

      Ja, ich fahre noch immer schnell und habe vor einiger Zeit ein Wasserstoffauto getestet. Allerdings war es ein Hybrid.

      • Danke für die Antwort. Ich lebe mein 2. Leben in Thailand, geniesse unsere 6-jährige Tochter und werde in einigen Tagen 70, so hoffe ich 🙂

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s