Gedanken einer Ausländerin: Kein einig Volk von Brüdern

Der Volksmund hat es schon immer gewusst: Deutsche Sprache, schwere Sprache! Für mich war sie einfach zu lernen, andere taten sich damit schwer. Offensichtlich trifft das auch auf Robert Habeck zu, den Bundesvorsitzenden der GRÜNEN. Eigentlich sollte er die Sprache perfekt beherrschen, der Mann hat Philosophie, Germanistik und Philologie studiert. In einem Interview, das eine Art Assoziationssppiel war, hat Habeck Dinge gesagt, die man als Dummheit oder genialen Schachzug sehen kann. Vielleicht trifft beides zu.

 

Der Volksverräter

Einiges möchte ich aufgreifen und kommentieren. Bei der FDP hat Habeck durchaus recht. Den Bitcoin könnte ich ihm erklären, man kann (konnte!), Cleverness vorausgesetzt, wirklich reich werden damit.

Habeck: Stolz = Gefährlich

Mayumi: Stolz = Jeder darf stolz auf die eigene Leistung sein, wenn dies nicht in Überheblichkeit mündet.

Habeck: Europa = Interrail und Reisen

Mayumi: Ein Subkontinent. Die unterschiedlichen „Völker“ / Kulturen sind einzigartig auf der Welt.

Habeck: Heimat = Super, um die Rechte zu provozieren

Mayumi: Heimat = Identität.

Habeck: Islam = Spannungen, aber eine bunte Gesellschaft

Mayumi: Islam = Der Islam ist eine unreformierte und zur Religion erhobene politische Ideologie, die einen absoluten Herrschaftsanspruch hat.

Habeck: Volksverräter = Ist ein Nazibegriff. Es gibt kein Volk und es gibt deswegen auch keinen Verrat am Volk. Sondern das ist ein böser Satz um Menschen auszugrenzen und zu stigmatisieren.

Mayumi: Volksverräter = Der Volksverräter wie auch das Wort Lügenpresse stammen aus dem 19. Jahrhundert. Allerdings sind beide Worte von den Nationalsozialisten kontaminiert worden, was ihren Gebrauchswert in der Umgangssprache einschränkt und schwierig macht.

Das Volk vs. völkisch

Linksgrünes Sprachverständnis scheitert offensichtlich an einer geistigen Blockade, die man bei dieser Klientel für die Zeit ab 1933 errichtet hat. Ab diesem Jahr ist alles „Nazi“, was nicht in die eigene Denke passt. Und wehe man ist anderer Meinung! Dann trifft der heilige Zorn dieser Truppe jeden, der auch nur ansatzweise konservativer wählt.

Das Volk ist eine durch dieselbe Geschichte, Sprache und Kultur verbundene Gemeinschaft von Menschen, die in einem politischen System zusammenleben. Angehörige eines Volkes können und dürfen stolz auf die Errungenschaften ihrer Kultur sein. Auch dann, wenn dieses Volk auf dem Subkontinent Europa lebt. Die Europäische Union ist etwas anderes.

Nun ist freie Meinungsäußerung ebenso wichtig, wie der Diskurs mit einer gegnerischen Partei. Aber niemand muss eine Meinung teilen, die so völlig realitätsfern und abgehoben ist, wie die Äußerungen von Robert Habeck, der auch noch ein vom Volk gewählter Minister (Abgeordneter) im Schleswig-Holsteinischen Landtag ist.

Provokation wirkt (nicht)

Meine Kommentare scheinen einem Treffer Habecks zu signalisieren. Ist das wirklich so? Als langjährige GRÜNE weiß ich lediglich, wie diese denken. In einem Satz: Ziemlich schräg.

Habeck hat sich seine eigene Welt erschaffen, die er mit der Realität verwechselt. Dort haben sich alle lieb und alles ist bunt und gut. Ein Irrglaube, wie wir mittlerweile wissen.

Habeck ist weit davon entfernt dumm zu sein, aber von Politik versteht er wenig. Ein Teil seiner Äußerungen sind Wasser auf die Mühlen von AfD und PEGIDA. Jeder Deutsche sollte Habecks Äußerungen zumindest kritisch sehen.

Irrungen und Wirrungen

Vielleicht war er sich der Tragweite seiner Worte nicht bewusst. Aber Provokation hin oder her, mit seinem „coolen Populismus“ betreibt Habeck Schützenhilfe beim politischen Gegner. Er hätte Schriftsteller bleiben sollen.

Menschen wie Robert Habeck gehören in kein politisches Amt. Menschen wie er sind hoffnungslose Sozialromantiker, die in abstrusen Scheinwelten zu Hause sind und 67 verschiedene Geschlechter erfinden. Warum bitte wählt man solche Typen noch?

Gleiches gilt auch für den JUSO-Vorsitzenden Kevin Kühnert, dessen Äußerungen einem ähnlichen Duktus entsprechen. Wenn auch weniger schräg.

Kevin allein zu Hause 

„Eine Gesellschaft besteht für mich aus den Leuten die hier leben, die hier arbeiten, die hier zur Schule gehen. In einer Welt, in der Menschen mobil sind und Grenzen glücklicherweise eine zunehmend geringeren Rolle spielen, ist die Frage, wer hier zum Staatsvolk irgendwie dazugehört, für mich eine, die ganz schön an der Zeit vorbeifliegt.“

Mit „hier“ ist natürlich die Bundesrepublik Deutschland gemeint und mit den Leuten die hier leben, arbeiten und zur Schule gehen, das Volk, lieber Kevin. Jenes Volk, das auch dich alimentiert. Aber das hast du bestimmt gewusst.

Immerhin will Kevin kein Berufspolitiker werden, dieser Kelch geht hoffentlich an Deutschland vorüber. Das Volk wird sich bestimmt darüber freuen, wenn du kein JUSO-Vorsitzender mehr bist.

 

Kein einig Volk von Brüdern

Deutsche müssen endlich begreifen, dass die linken Parteien am Ende sind. Sie brauchen eine grundlegende Reform und frische PolitikerInnen, was man auch für die CDU/CSU sagen kann. Die FDP hat sich schon wieder ins Aus manövriert und wildert verzweifelt in den Gewässern der AfD. Die sucht noch nach einer  klaren Linie, mischt aber die Altparteien schon kräftig auf.

Deutschland soll abgeschafft werden. Ob das aus dem Gefühl der Erbschuld entsteht oder andere Gründe hat, haben andere schon umfassend ausgeführt. Eine Minderheit will eine Mehrheit dazu zwingen, den bunten Tatsachen ins Auge zu blicken.

Wohin das führt sieht man am Beispiel der USA. Dort ist das Experiment schon längst gescheitert. Aber die Verwerfungen in Deutschland werden als marginale Einzelfälle deklariert. Wen interessieren schon ermordete Mädchen, wenn ihr Tod dem großen Ganzen dient.

Lieber Robert, lieber Kevin, das von euch ach so verschmähte Volk ist es, das für die fetten Diäten von Abgeordneten und Ministern sorgt. Da es nach eurem Verständnis kein Volk gibt, fordere ich euch hiermit zur Rückgabe eurer Mandate auf. Überlasst klügeren Menschen das Feld. Das deutsche Volk wird es euch danken.

Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland

Art 20

(1) Die Bundesrepublik Deutschland ist ein demokratischer und sozialer Bundesstaat.
(2) Alle Staatsgewalt geht vom Volke aus. Sie wird vom Volke in Wahlen und Abstimmungen und durch besondere Organe der Gesetzgebung, der vollziehenden Gewalt und der Rechtsprechung ausgeübt.
(3) Die Gesetzgebung ist an die verfassungsmäßige Ordnung, die vollziehende Gewalt und die Rechtsprechung sind an Gesetz und Recht gebunden.
(4) Gegen jeden, der es unternimmt, diese Ordnung zu beseitigen, haben alle Deutschen das Recht zum Widerstand, wenn andere Abhilfe nicht möglich ist.

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6 Kommentare zu “Gedanken einer Ausländerin: Kein einig Volk von Brüdern

  1. Sozialromantiker, wie in den 70ern (da gab es noch Grund zur Romantik), trifft es ganz gut, denn es scheint mir, dass beide zu weit vom nicht existierenden Menschenhaufen (Volk) entfernt sind und vielleicht ebenfalls von Wirtschaft zu wenig Ahnung haben, um Realpolitik zu betreiben. Beide verlassen sich auf ihre Gefühlswirkung bei den Wählern, was anscheinend ja auch hilft, sonst wären die Zwei nicht so oft auf der Mattscheibe zu sehen. Kühnert wird sicher Berufspolitiker, aber es ist sicher auch eine Frage der Perspektive, doch es gibt genug, die ihn da sehen wollen, sobald die alte Tante SPD auf der Intensivstation liegt.

    • Man könnte die Äußerungen auch Kulturmarxismus nennen, was angeblich ein Schlagwort der neuen Rechten in den USA ist. Aber das Wort gibt es schon länger, als die existent sind. Ich habe seinen Gebrauch stets abgelehnt.

      Marxistische Ideen zu haben, anderen denen es schlechter geht zu helfen, hat für mich nichts mit Selbsthass zu tun. Ich liebe meine beiden Heimatländer. In Japan gibt es solche Diskussionen wie in Deutschland nicht. Aber trotz neuer Regierung ist auch Österreich kaum besser. Kurz und Strache haben noch einen langen Weg zu gehen.

      Habeck ist Schriftsteller. Schreiben kann er. Das sollte er in Buchform weiter machen. Zumindest er hat also einen „Beruf.“ Kühnert (noch) nicht.

      Kevins Äußerungen wirken ziemlich konstruiert, wie vieles von den Linken. Man kann einige Dutzend Nationen und Sprachen nicht einfach so (ver)einen, ohne dass es soziale Spannungen gibt. Das Endergebnis wäre ein totalitärer Bundesstaat mit deutsch-britischer Polizei und Überwachung.

      Die wirklichen SozialdemokratInnen der SPD sind zu bedauern. Typisch, wie sie sich nun vor einer Nahles oder einem Scholz ducken, keiner der jetzt noch Unbekannten aus der Deckung kommt, um diese mittelmäßige Truppe in die Rente zu schicken.

      • Marxismus wird immer unter dem Deckmantel einer faulen Gesellschaft ohne jeglichen Willen vorwärtskommen zu wollen. Klar ist das dem Kapitalismus ein Dorn im Auge. Wenn aber seit 1970 die Finanzwirtschaft um das vierfache gestiegen ist gegenüber der Realwirtschaft, ist es nur eine Frage der Zeit bis das Geld nach oben fertig verteilt ist und spätestens dann haben weder neue noch alte Politiker eine Antwort für den Wirtschaftszusammenbruch, egal wie man ein System benennt, denn nicht der Name macht den Unterschied, sondern nur die Taten.

      • Zur Zeit wird das Geld massiv umverteilt, aber viele bemerken das nicht. Einigen ist es egal, sie schneiden sich noch schnell ihr Krümelchen vom Kuchen ab. Denn mehr als Almosen werden das nicht. Linksgrüne, fett gewordene Pöstchenbesetzer, wollen auch nur ihr Leben in Ruhe fortsetzen. Hätten die mal vor Jahren in Bitcoins investiert. Ohne Ahnung würde ich aber wirklich die Finger davon lassen.

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