Gedanken einer Ausländerin: Ein Schleier für Deutschland

Dinge zu verhüllen, ja ganze Gebäude zu verschleiern, hat einem Mann Weltruhm eingebracht. Die Rede ist von dem Verpackungskünstler Christo. Im politischen Diskurs werden auch gern Dinge verschleiert, aber das hat eine ganz andere Qualität. So wie der Schleier für Frauen, von dem heute die Rede sein soll. Denn in Deutschland werden immer mehr junge Muslima dazu gebracht sich ebenfalls zu verhüllen. Angeblich stehe das so im Koran, der das Wort eines unbeweisbaren Schöpfergottes sein soll.

Ich habe tief Luft geholt, als ich von der Aktion „Nicht ohne mein Kopftuch!“ hörte, die von Salafisten ins Leben gerufen worden ist. Ja, Salafisten, was den Hetzer und Hassprediger Pierre Vogel natürlich freut, der mein besonderer Liebling ist. Nun leben wir in einer Demokratie und auch ein Wirrkopf wie Herr Vogel darf eine Meinung haben. Niemand will ihm die verbieten. Aber muss man auch die ständige Erniedrigung von Frauen zulassen, die besagter Herr seit Jahren propagiert?

Muss man es zulassen, wenn Feinde der demokratischen Grundordnung Deutschlands in aller Öffentlichkeit zum Hass oder zur Gewalt aufrufen, wenn sie fordern Frauen zu schlagen, die „ungehorsam“ sind? Mit Sicherheit gibt es auch deutsche Flachhirne, die Frauen auf diese Weise sehen. Die kann Frau dann verlassen. Eine Muslima wird dann hingerichtet. Die Medien sind voll davon.

Mit Sicherheit

Japan gilt (ist!) als eines der sichersten Länder der Welt. Das ist wirklich so. Zwar gibt es auch in Japan Kriminelle, aber die Chance einen Raubüberfall zu erleben geht in Japan gegen Null. Gleiches gilt für Vergewaltigungen oder Messerattacken. Dafür wird in Japan gern gegrapscht.

Ein Grund warum Japan wenig Kriminelle hat, ist das japanische Schamgefühl. Ein verurteilter Straftäter verliert in der Regel seinen Arbeitsplatz und wird nur schwerlich einen neuen finden. In Deutschland, das unter der anerzogenen Erbschuld von zwei Weltkriegen leidet, dürfen Fremde fast alles. Fremde steht in diesem Fall für alle AusländerInnen. Ich weiß wovon ich spreche, ich bin Japanerin.

Radikale Salafisten zu dulden, islamistische Extremisten lediglich zu beobachten, ist die falsche Toleranz Menschen gegenüber, die auf deutsche Werte spucken. Sie sind die Keimzelle von Terror und Hass, der sich wie ein Krebsgeschwür durch Deutschland frisst. Sie sind die Volksverhetzer, die muslimische Jugendliche auf ihre Seite ziehen.

Der Kniefall

Deutsche PolitikerInnen, die längst den Bezug zur Realität verloren haben, gehen vor dem Islam auf die Knie. Ihrer unangebrachten Toleranz gegenüber einer zur Religion aufgewerteten politischen Ideologie ist es zu verdanken, dass sich Menschen wie Pierre Vogel so aufführen, wie sie es tun. Halbgebildete linksgrüne SozialromantikerInnen sorgen mit dafür, dass bereits kleine muslimische Mädchen unter dem Joch alter Patriarchen stehen.

Als ich vor einigen Jahren erstmals über den Islam, die Scharia und das Kopftuch schrieb, als ich sagte dass nichts davon zu Deutschland gehört, als ich von der gescheiterten Integration der Muslime sprach, haben sich erzürnte LeserInnen in heiliger Inbrunst auf mich gestürzt. Die meisten hat die Realität längst eingeholt.

Einige würden sich noch heute auf Professor Bassam Tibi oder Hamed Abdel-Samad stürzen, der wieder ein Buch geschrieben hat. Der Titel ist bezeichnend: „Integration – Ein Protokoll des Scheiterns.“ Dumm nur, Hamed hat recht. Und die Realität zeigt leider täglich, wie Integration am Unwillen vieler Muslime scheitert.

Nur ein Stück Stoff!?

Die Journalistin Anabel Schunke hat in einem Artikel deutliche Worte zum Kopftuch gefunden. So deutlich, dass ich sie an dieser Stelle kurz vorstellen will:

„Denn nein, das Kopftuch ist nicht einfach ein „Stück Stoff“. Oder eine Kopfbedeckung wie jede andere auch. Wenn dem so wäre, würde man es genau wie eine Cap oder einen Hut im Dienst abnehmen.“

Anabel Schunke bringt auf den Punkt, was eine naive Leserin meines Blogs sinngemäß so formulierte:

„Aber meine Oma hat bei der Feldarbeit auch Kopftuch getragen.“ Eine andere kam mit dem Argument: „Aber Nonnen sind doch auch verhüllt!“ Beide Argumente sind völlig absurd und zeigen nur, dass die wahre Natur des Kopftuchs nicht verstanden worden ist. Die Oma hat das Kopftuch zum Schutz vor der Sonne getragen und muslimische Frauen sind keine Nonnen. Damit ist das Thema auch schon durch.

Verhüllt sie!

Die absurde Argumentation muslimischer Machos, dass sich die Frau zu verhüllen habe um keine sexuellen Reize auszusenden zeigt, wie armselig solche Männchen denken. In Berufung auf den Koran und die Hadithen knechten sie Frauen. Angeblich habe ein unbeweisbarer Gott das Mohammed ins Ohr geflüstert.

Was wäre, wenn man diese Männer auch verhüllte, wie die Berber es einst zum Schutz vor Sonne in der Wüste taten? Was wäre, wenn man sie für jedes sichtbare Stück Haut verprügeln würde? Stockhiebe auf die Fußsohlen haben in diesem Kulturkreis Tradition.

Der Aufschrei in der Welt wäre riesig, hirnlose Pseudolinke würden sofort „Rassismus!“ schreien. Was wäre, wenn diese aus Solidarität auch Burka trügen? Das macht diese Klientel gleich viel erträglicher. Ihr Anblick tut sonst meiner zarten Seele weh.

Ein Symbol der Unterdrückung

Anabel Schunke: „Es ist, was es ist: Ein Symbol der Unterdrückung der Frau. Selbst wenn manch eine Frau so gefangen in ihrer eigenen Ideologie zu sein scheint, dass sie dies nicht wahrnimmt. Es ist ein politisches Symbol und hat in einem Land, in dem die Gleichberechtigung von Frau und Mann qua Grundgesetz gilt, nichts zu suchen – schon gar nicht an einem Ort wie der Schule, in dem Kinder zu einem Großteil auch aufwachsen und sozialisiert werden.“

Zana Ramadani, streitbare Ex-Feme, aktuell zum Kopftuchverbot: „Selbstverständlich. Und längst überfällig. Wir müssen davon ausgehen, dass wir bereits eine neue Generation an Kopftuch-Trägerinnen durch unser Wegschauen verloren haben. Denn dass das Kopftuch nicht einfach nur ein Stück Tuch ist, oder nur als Zeichen der Demut gegenüber Allah ist, hätte jeder wissen können. Das Kopftuch ist von Anfang an das, was es auch heute ist: Ein Mittel und Zeichen der Diskriminierung der Frau, der Sexualisierung der Frau, der Unterdrückung der Frau.“

Ich kann die Worte beider Frauen aus vollem Herzen unterschreiben und werde das auch immer wieder tun. Der Hassprediger Pierre Vogel sieht das anders, er hat das zum drohenden Kopftuchverbot gesagt:

„Liebe Geschwister egal welcher islamischen Richtung, vereinigt euch gegen das menschenverachtende Kopftuchverbot! Habt Mut und setzt euch auf folgende Art ein: Organisiert und unterstützt Kundgebungen und Vorträge zum Thema! Macht Aufnahmen über eure Entscheidung zum Kopftuch! Teilt Beiträge die sich gegen das Kopftuchverbot aussprechen in sozialen Medien!“

Die Angst der Machos

Was wie der empörte Aufschrei eines besorgten Muslims klingt, ist die nackte Angst vor Macht- und Kontrollverlust. Man(n) stelle sich das nur vor, da wächst eine „unreine, minderwertige“ Frau mit freiem Kopf, mit freiem Willen auf. Wer bitte kocht den Machos in Zukunft das Essen? Genau davor fürchten sich Männer wie Pierre Vogel seit Jahrhunderten. Mein Appell an muslimische Frauen ist ein anderer. Ich sage:

„Liebe Schwestern egal welcher islamischen Richtung, vereinigt euch gegen das frauenverachtende Kopftuch! Habt Mut, organisiert und unterstützt Kundgebungen und Vorträge gegen das Kopftuch! Macht Aufnahmen über eure Entscheidung gegen das Kopftuch! Teilt Beiträge die sich gegen das Kopftuch aussprechen in den sozialen Medien!“

Auch Sawsan Chabli, die Sprechpuppe der SPD, befeuert die Diskussion um Kopftuch, Islam und Muslime regelmäßig. Diese konservative Muslima hatte schon immer zwei Gesichter. Aber nur wenige wissen das. Vor einigen Wochen fragte sie auf Twitter: „Gibt’s keine anderen Themen als Muslime? Diese Islam-Obsession ist echt ermüdend. Was würden wir in Deutschland eigentlich machen ohne Muslime?“ „Ohne die Diskussion über das Kopftuch leben“, ist nur eine mögliche Antwort darauf. Es gäbe noch viele andere.

Schrei nach Hilfe

Ich kann schon die vor Wut geifernden Gesichter sehen, die dieser Beitrag nach sich ziehen wird. Vielleicht sollten sich diese LeserInnen folgendes Video ansehen. Das ist kein Fake, das ist die nackte, brutale Realität für Frauen, die mit Kopftuch und Burka leben. Und mit ein klein wenig Mühe lassen sich noch weitere Zeugnisse dieser Art finden. Hoffentlich wird euch richtig schlecht beim schauen.

Jeder Schrei des Mädchens, jeder Schlag, jedes Wort, das ihre Seele tief verletzte, müsste ein Schlag ins Gesicht all jener Pseudofeministinnen sein, die angeblich für das Recht auf Selbstbestimmung von Frauen kämpfen. Ich sage, dass ihr nur Heuchlerinnen seid, die aus purem Selbsthass dafür sorgen, dass die Unterdrückung von Frauen durch das Kopftuch kein Ende nimmt.

Mädchen schon im Vorschulalter zu sexualisieren indem sie das Kopftuch tragen, ist an Abartigkeit kaum noch zu toppen. Die abstrusen Argumente eines Youtubers, der das Kopftuch mit der Taufe eines Babies verglich, zeugt von einem eher simplen Verstand. Das getaufte Kind wird vielleicht niemals wieder eine Kirche sehen, das Kopftuch bleibt als Symbol der Unterdrückung für immer.

Mein Kopf gehört mir!

Was wäre, wenn sich muslimische Frauen den Schleier vom Kopf reißen und ihn in aller Öffentlichkeit ihren Männern, Vätern und Brüdern vor die Füße werfen würden? Vielleicht schlagen sie euch. Aber was sind einige Schläge, wenn damit eine lebenslange Vergewaltigung abgewendet wird? Die Polizei wird sich um die Schläger kümmern, die deutsche Öffentlichkeit wird auf eurer Seite sein.

Was wäre, wenn ihr diese Bilder erzeugt und in die sozialen Medien stellt? Solche Bilder werden die PolitikerInnen zwingen endlich zu handeln. Nur hat das leider noch immer keiner kapiert.

Wir alle, Deutsche und Deutschland liebende Ausländerinnen müssen gemeinsam dafür sorgen, dass der Schleier über Deutschland endlich fällt. Steht endlich für eure Freiheit ein. #meinKopfgehörtmir!

17 Kommentare zu “Gedanken einer Ausländerin: Ein Schleier für Deutschland

  1. Ich fürchte, wenn man dem Kopftuch keinerlei Aufmerksamkeit schenken würde, wäre es nie zu diesen demonstrativen Folgen gekommen, bei denen es nur darum geht, den „Christen“ etwas zu beweisen und das angekratzte Ega der Fundamentalisten zu streicheln, die noch ein mittelalterliches Bild von Frauen haben. Schade, dass selbst unsere Regierung keine wichtigeren Themen findet, als sich um ein Stück Stoff zu sorgen und dies dann auch noch öffentlichwirkssam …

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    • Bei der ganzen Diskussion wird meist übersehen, dass es um Menschen geht. Indem man nur über das Kopftuch spricht, wird die Frau dahinter vergessen.

      Aber die Problematik „Kopftuch“ ist viel komplexer, als es mein Beitrag zeigen kann. Dieses Stück Stoff, die ganze Verhüllung von Frauen, all das dient dem eigenen Machterhalt über die Frau. Was nun Frauen daraus machen, die unter diesen Prügelmachos aufgewachsen sind, hat wieder eine andere Qualität. Stichwort: Stockholm-Syndrom.

      Salafistische Flachhirne, anders kann ich diese Typen nicht bezeichnen jubeln natürlich, wenn immer mehr Frauen Kopftuch tragen. Ein Pierre Vogel sieht sich vermutlich schon am Ziel seiner Machofantasien.

      Linksgrüne Pseudofeministinnen und männliche Gutmenschen schauen gern weg, wie man an diesem Beitrag wunderbar per Nichtbeachtung sehen kann, wenn über die Unterdrückungsproblematik gesprochen wird. Das hatte ich genau so etwartet. Man bzw. Frau ist unangenehm berührt und flüchtet sich in die Hofierung des Fremden und faselt von Selbstbestimmung. Ein Kind kann das nicht!

      Ich wünsche niemand etwas Böses auf der Welt, aber im Geist sehe ich das Szenario vor mir, wie in einer nicht allzu fernen Zukunft ganz Europa Kopftuch oder Burka trägt und genau diese angeblichen Feministinnen die Konsequenzen spüren. Aber wer weiß, vielleicht handelt es sich um Masochistinnen. Ich bin keine.

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      • Hi Mayumi, ich weiß nicht, ob ich gegen dich setzen sollte, wegen dem Kopftuch ins ganz Europa, doch ich glaube es wird irgendwann zur Randnotiz, wenn uns andere Probleme auf die Füße treten. Bei der Diskussion über die Freiheit der Frauen, setze ich auf Entwicklungen wie in Saudi Arabien, wo jetzt auch Frauen Auto fahren dürfen. Das ist zwar für sich betrachtet wenig, aber ein Bau beginnt immer mit der Grundsteinlegung. Vor 100 Jahren war Europa für Frauen auch noch ein sehr düsteres Land, was sich junge Mädchen gar nicht mehr vorstellen können. Beste Grüße ins Elfenheim!

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      • Gestandene Frauen haben mir noch vor Jahren erklärt, wie emanzipiert ihre Mütter und Großmütter schon waren und wie falsch das Bild der unterdrücken Frau doch sei. Schon damals konnte man deutlich die Beeinflussung erkennen. Die haben das wirklich geglaubt! Und da kommt diese Japanerin daher und sagt, wie falsch sie liegen. Frechheit sowas!

        Europa, die Welt hat wirklich andere Probleme. Aber und es gibt nun mal dieses aber, die Welt können wir nicht retten. Unterdrückte Frauen schon. Die aber, die nun schweigen, tragen Mitschuld an der Unterdrückung von Frauen.

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  2. http://www.der-postillon.com/2016/12/verschleierung-mann.html?m=1

    Der Postillon hat mal ne Super Satire zu dem Thema geschrieben. Aber es ist auch wirklich meine Meinung. Erst wenn muslimische Männer Burka oder Kopftuch tragen, geht es nicht mehr um „religiösen“ Sexismus.
    Das habe ich sicher schon einmal als Argument vorgebracht…Wenn man eine Frau in eine Burka steckt, nimmt man ihr ihre optische Individualität.

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    • Danke für den Link. Der passt sehr gut zum Thema.

      Wer eine Frau in eine Burka steckt will beherrschen und unterdrücken. Er sexualisiert sie und alle Frauen, die weder Kopftuch noch Burka tragen. Die werden zu Freiwild, zu Huren abgestempelt.

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  3. Im Grunde ist es mir egal wie die Menschen herumlaufen. Ob Nackt, kurz, knapp, mit wehenden Umhängen oder eingepackt in einem Müllsack. Wenn es Ihnen gefällt und sich darin wohlfühlen sollen Sie doch. Leider ist die Gesellschaft nicht so tolerant!

    Meistens zählt aber die Meinung und Ansicht des Stärkeren.
    Nach dem Motto „Es gehört sich einfach SO nicht !Punkt!.“
    Die Menschenrechte existieren doch und wenigstens hier sollten Sie auch wahrgenommen werden. Das heißt doch für mich, wenn die Muslima hier ohne Kopftuch herumlaufen will, weil es Ihre Interpretation ihres Glaubens ist soll und kann Sie es tun.
    Wenn Sie deswegen angegriffen und angefeindet wird, sollte das Gesetz ….oder Gleichgesinnte diese Unterstützen. z.B. die Angreifer verhaften und verurteilen.

    Aber die Realität sieht doch anders aus. Diese Frauen finden keine Unterstützung in unserem Land. Sogar das Gegenteil ist der Fall. Menschen die überhaupt nichts mit diesem Glauben zu tun haben, geschweige sich auskennen, erheben ihre Stimme und kämpfen für die Verschleierung der Frau.
    Man kennt dies ja nur so und es gehört bestimmt zu Ihrem Leben. Bzw. Sie haben schon immer so gelebt.

    Sie werden einfach in Schubladen gesteckt und bekommen nicht mal, hier in Deutschland,
    die Möglichkeit Ihren Schleier abzunehmen.
    Sonst würde man Sie doch aus Ihrer Welt herausreißen und sie bloß stellen.
    Ich behaupte mal wenn man diese Frauen in Ruhe lassen würde, hätten diese sich Ihre Freiheit schon längst erkämpft. Sie würden sich den anderen Frauen selbstständig anpassen.

    Also sollten wir Ihre Persönlichkeitsrechte schützten.
    Angriffe gegen diese sollten geahndet und bestraft werden.
    Damit diese keine Angst zu haben brauchen Ihre eigene Meinung kund zu tun und sich so zu kleiden wie sie es für richtig halten.

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    • „Ich behaupte mal wenn man diese Frauen in Ruhe lassen würde, hätten diese sich Ihre Freiheit schon längst erkämpft. Sie würden sich den anderen Frauen selbstständig anpassen.“ Danke für deinen ausführlichen Kommentar. Diesen Punkt möchte ich näher betrachten. Die meist linken Feministinnen sind im Bewusstsein deutscher „Erbschuld“ aufgewachsen, sie hassen sich und dieses Land. Das Weltbild der Linken einfach erklärt: Deutschland als Nation muss verschwinden, um Sühne für die kriegerische Geschichte zu leisten. Wie falsch, wie beschränkt dieses Denken ist, erkennen sie nicht.

      Nun haben wir also die Feministinnen, die vor allem fremde Frauen und Männer hofieren, aber deutschen Männern die Pest an den Hals wünschen, um es salopp auszudrücken. Ich könnte nun noch einen Schritt weiter gehen und sagen, dass sie durch Genvermischung das Bild des Deutschen auslöschen wollen. Der Hass auf weiße Deutsche ist schon eine Art von Rassismus. Um das zu verschleiern verhindern sie jede Diskussion mit genau diesem Wort. Jeder ist ein „Rassist“, der den Islam, den Koran und die Verschleierung kritisiert. Das ist so dumm wie falsch. Leider kamen sie bisher damit durch. Vielleicht erkläre ich mit mehr Zeit und in einem separaten Beitrag noch genauer, warum das so ist.

      Diese Feministinnen sind es, die Muslima noch darin bestärken sich „zu befreien“, also Kopftuch & Co. zu tragen. So leid es mir tut, Frauensolidarität hin oder her, die Feministinnen sind das Problem! Hinzu kommen noch muslimische Pseudo-Feministinnen, die bereits „mit Stolz“ Kopftuch tragen. Stolz worauf? Auf ihre eigene Dummheit? Auf ihr eigenes kleines Weltbild? Auf die Sexualisierung von kleinen Mädchen?
      Darauf, wie Frauen in arabischen Staaten geschlagen werden, wenn sie das Kopftuch ablegen wollen? Das Kopftuch ist kein religiöses Zeichen, es ist ein Machtinstrument, ein politisches Symbol.

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  4. Frauen, Zwecks „Integration“ oder „Befreiung“, das Kopftuch entreißen und Frauen die Bedeckung aufzwingen zu wollen, ist beides schlichtweg falsch! Jeder dem seinen! Auch im Quran heißt es: „Es gibt keinen Zwang im Glauben“. Das gilt gleichermaßen für Muslime und für Nicht-Muslime, für Mann UND Frau! Einzelne hierzulande oder gar eine Staatsform in Nahost, die dagegen handeln, handeln nicht Islamkonform! Bitte hört endlich auf euer Wissen von Pseudo-Islamexperten oder aus eigenen Recherchen, die beinhalten kurz den Quran zu lesen und zu googeln, zu beziehen. Dieser Mangel an Wissen, oder dieser Ausmaß an falschem Wissen, findet man bei Salafisten und bei Islamkritikern. Sie spielen sich gegenseitig zu.

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    • „Frauen, Zwecks „Integration“ oder „Befreiung“, das Kopftuch entreißen und Frauen die Bedeckung aufzwingen zu wollen, ist beides schlichtweg falsch!“

      Natürlich ist das falsch, da bin ich ganz bei dir. Integration hat auch nichts mit einem Kopftuch zu tun, das wird lediglich für politische Zwecke benutzt. Niemand wird gezwungen seine Wurzeln abzulegen, aber wenn ein Herr Özil, „seinem Präsidenten“ ein Trikot widmet, einem Diktator und Despoten, der das Wort Demokratie nur irgendwo gelesen hat, der Koranverse betet wenn die deutsche Nationalhymne gesungen wird, dann ist bei der „Integration“ einiges schief gegangen. Findest du nicht?

      „Auch im Quran heißt es: „Es gibt keinen Zwang im Glauben“. Das gilt gleichermaßen für Muslime und für Nicht-Muslime, für Mann UND Frau!“

      Von welchem Koran sprechen wir? Es gibt davon mehr Überlieferungen, als du und ich Finger haben. „Deine“ muss also nicht die deines Nachbarn, oder die afrikanischer oder indonesischer Muslime sein. Und schon fangen die Probleme an. Wer hat recht? Wo das endet sehen wir, Mann schlägt sich wieder mal die Köpfe ein. Das können die bekanntlich gut.

      „Einzelne hierzulande oder gar eine Staatsform in Nahost, die dagegen handeln, handeln nicht Islamkonform!“

      Der Herr mit dem Vogel, dem ich gern einige Takte sagen möchte, hat so wenig etwas mit wahrem Glauben zu tun, wie die meisten Prediger. Sie verkünden, was ihre „Herrscher“ ihnen vorgeben. Das weißt du hoffentlich. Ich respektiere jeden, der Frieden predigt und lehne jeden ab, der Hass verbreiten will. Egal ob Hindu, Christ oder Muslim.

      „Bitte hört endlich auf euer Wissen von Pseudo-Islamexperten oder aus eigenen Recherchen, die beinhalten kurz den Quran zu lesen und zu googeln, zu beziehen. Dieser Mangel an Wissen, oder dieser Ausmaß an falschem Wissen, findet man bei Salafisten und bei Islamkritikern. Sie spielen sich gegenseitig zu.“

      Was wäre, wenn du Vorwürfe in Richtung „Pseudo-Islamexperten“ an Hamed Abdel-Samad und Professor Bassam Tibi richtest? Mir als Buddhistin ist es ohnehin einerlei, an welchen der unbeweisbaren Schöpfergötter Menschen glauben. Im Gegensatz zu diesen, hat Buddha gelebt. Danke für deinen Kommentar.

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      • „Natürlich ist das falsch, da bin ich ganz bei dir. Integration hat auch nichts mit einem Kopftuch zu tun, das wird lediglich für politische Zwecke benutzt. Niemand wird gezwungen seine Wurzeln abzulegen, aber wenn ein Herr Özil, „seinem Präsidenten“ ein Trikot widmet, einem Diktator und Despoten, der das Wort Demokratie nur irgendwo gelesen hat, der Koranverse betet wenn die deutsche Nationalhymne gesungen wird, dann ist bei der „Integration“ einiges schief gegangen. Findest du nicht?“

        „Zwecks Integration“ war nur ein Beispiel vieler Vorsätze, mit denen einige Leute ihre Contra Einstellung zum Kopftuch/Islam in Deutschland äußern, es ging mir jetzt nicht um Integration an sich. Aber wenn du schon fragst, Integration äußert sich, meines Erachtens nach, dadurch, die Sprache zu beherrschen, zumindest sein Bestmögliches zu geben diese zu erlernen, dadurch, sich zu bemühen Arbeit zu finden, um finanziell für sich selbst aufkommen zu können, dadurch, am gesellschaftlichem Leben teilzunehmen, und dazu zählen schon ganz banale Dinge, wie Einkaufen, Schwimmen und ins Kino gehen, wobei man hier erwähnen kann, dass selbst viele Deutsche nicht gut integriert sind.
        Im Duden findet man unter Integration folgende Definition aus der Soziologie: „Verbindung einer Vielheit von einzelnen Personen oder Gruppen zu einer gesellschaftlichen und kulturellen Einheit“. Was genau mit gesellschaftlicher und kultureller Einheit gemeint ist und vor allem von wem die Integration ausgehen sollte, ist nicht erläutert. Meine Überzeugung: Integration muss von jeder Partei ausgehen, erst wenn jemand Integration zulässt, ist diese auch möglich.
        Im Zusammenhang mit dem 1.Grundgesetz Art.4 würde ich sagen, dass Integration nicht völlige Aneignung kultureller Gepflogenheiten beinhaltet. Wenn jemand nicht die Nationalhymne mitsingen oder jemand anderem zur Begrüßung die Hand geben mag, aus welchem Grund auch immer, dann ist das völlig ok. Solange man den Menschen freundlich und respektvoll entgegentritt und niemandem schadet, soll jeder tun, was er für richtig hält.
        Ich bin auch gebürtige Deutsche und habe noch nie die Nationalhymne mitsingen wollen.
        Nebenbei gesagt, die Motivation von von Fallersleben war zwar Freiheit, ein einiges demokratisches Deutschland, doch durch den Nationalsozialismus und den Krieg war es dann negativ besetzt. Auch wenn die Hymne heute ihre Ausgangsbedeutung trägt und es viele Gründe geben kann, sie nicht mitsingen zu wollen, sollte man es zumindest verstehen können, wenn ein gebürtiger Deutscher mit türkischen Wurzeln sie eben nicht mitsingen mag, warum auch immer. Ich spreche mich nicht dafür, aber auch nicht dagegen aus, denn ich denke das geht nur Herrn Özil etwas an, so wie er auch laut GG das Recht dazu hat.

        „Von welchem Koran sprechen wir? Es gibt davon mehr Überlieferungen, als du und ich Finger haben. „Deine“ muss also nicht die deines Nachbarn, oder die afrikanischer oder indonesischer Muslime sein. Und schon fangen die Probleme an. Wer hat recht? Wo das endet sehen wir, Mann schlägt sich wieder mal die Köpfe ein. Das können die bekanntlich gut.“

        Es ist nicht böse gemeint, aber da fängt das falsche Wissen schon an und dann enstehen Missverständnisse. Ich möchte niemanden angreifen, nur das Falsche richtig stellen.
        Es gibt nur eine „Version“ des Quran und die ist auf arabisch. Alle anderen Quranbücher, sei es auf deutsch, englisch oder französisch, sind lediglich Übersetzungen und da fängt es schon an. Es kann keine einheitliche Übersetzung geben, denn die arabische Sprache ist sehr vielseitig. Ein Wort kann so viele unterschiedliche Bedeutungen haben, sodass sich der Sinn eines ganzen Satzes verändern kann.
        Der Quran gilt als qad’i (eindeutige) Quelle, sie ist im Islam, egal welche Strömung, unbestreitbar. In dieser eindeutigen Quelle gibt es aber eindeutige und mehrdeutige Verse. ZB. als eindeutig gilt, das Verbot des Schweinefleischverzehrs, das Verbot des Alkoholkonsums, das Verbot Menschen zu töten (im Falle eines Krieges gelten andere „Regeln“, dennoch darf niemand getötet werden, der sich ergibt oder wegrennt, zudem dürfen Alte, Kranke, Kinder, Frauen, Mönche und Priester (also Geistliche) und Tiere (Tiere außer zum Verzehr) nicht getötet werden, dazu kommen die Verbote Bäume zu fällen, Tempel, Kirchen oder sonstige Gebäude zu zerstören, die Toten zu verunstalten und den Islam zu erzwingen, zudem soll man gut zu den Gefangenen sein und sie ernähren), Gleichberechtigung von Mann und Frau, das Gebot zu Beten, zu Fasten und gut zu den Menschen zu sein, etc.
        Neben dem Quran gibt es die Überlieferungen des Propheten. Sie gelten auch an sich als eindeutige Quelle im Islam, es gibt aber verschiedene Kategorien anhand denen sie bewertet werden, zB. anhand der Anzahl der Überlieferer, der Verbindung der Überliefererkette und ihrer Authentizität- eine kurze und verständliche Einführung über Hadithe (Überlieferungen) gibt es auch bei Wikipedia.
        Die vorher erwähnten mehrdeutigen Verse im Quran, werden größtenteils durch die Überlieferungen erklärt. Aufgrund dessen wird Muhammed von Muslimen auch als Lehrer bezeichnet.
        Wie man sieht, ist allein das Thema Quranverständnis umfassender als man denken mag und ich habe es schon kurz gefasst. Was auch noch von großer Wichtigkeit ist, ist der historische Kontext zu jedem Quranvers. Der ist auch ausschlaggebend für das richtige Verständnis.
        Fazit: Es gibt eindeutige Angelegenheiten im Islam, doch auch mehrdeutige, die, in Berücksichtigung auf die eindeutigen Ge-und Verbote und die Überlieferungen des Propheten, mehrere Strömungen und Meinungen im Islam möglich machen. Man könnte es mit den Konfessionen im Christentum vergleichen- evangelisch, katholisch, orthodox, baptistisch, etc. Nur im Gegensatz zu diesen, kennt der Islam nur eine Version des Quran und zwar auf arabisch.

        „Der Herr mit dem Vogel, dem ich gern einige Takte sagen möchte, hat so wenig etwas mit wahrem Glauben zu tun, wie die meisten Prediger. Sie verkünden, was ihre „Herrscher“ ihnen vorgeben. Das weißt du hoffentlich. Ich respektiere jeden, der Frieden predigt und lehne jeden ab, der Hass verbreiten will. Egal ob Hindu, Christ oder Muslim.“

        Da sind wir schon zwei. Ich habe mir ebenfalls ein Paar Ausschnitte seiner Predigten angehört und fand es erschreckend, und so denke nicht nur ich als Muslim.
        „Das weißt du hoffentlich.“, ich weiß nicht genau, wie du das gemeint hast, ich hoffe nur, dass du nicht denkst, dass jeder Konvertit ihn blindlings folgt. Das ist nämlich ein schwerwiegendes Vorurteil.

        „Was wäre, wenn du Vorwürfe in Richtung „Pseudo-Islamexperten“ an Hamed Abdel-Samad und Professor Bassam Tibi richtest? Mir als Buddhistin ist es ohnehin einerlei, an welchen der unbeweisbaren Schöpfergötter Menschen glauben. Im Gegensatz zu diesen, hat Buddha gelebt. Danke für deinen Kommentar.“

        Erst mal kann man die Vorangehensweise der Islamwissenschaftler und der der Theologen nicht vergleichen. In den letzten Jahren hat eine Welle von sogenannten „Islamexperten“ Deutschland überflutet. Das sind diese, die einen Zusatzkurs an der Uni belegt oder ein Bachelorstudium in Islamwissenschaften mit vorgefasster Meinung absolviert haben. Ausschlaggebener Unterschied zwischen den Islamwissenschaften und der Theologie ist, dass die letztere bekenntnisbezogen ist. Das heißt nicht, dass Muslime ihre Religion nicht hinterfragen. Doch wird die Mehrzahl aller Muslime sich eher nach einem Gelehrten richten, der zehn, zwanzig, fünfzig Jahre seines Lebens dem Islamstudium gewidmet hat und höchst qualifiziert in seinem Fach ist, als nach jemanden, der keinen Glauben im Islam hat und mit vorgefasster Einstellung sein kurzweiliges Studium vollzog. Schließlich geht man bei einem Beinbruch auch nicht zum Zahnarzt.
        Du würdest mir, nehme ich mal an, auch nicht glauben, wenn ich ein universitäres Grundstudium des Buddhismus absolviere, Expertin in dieser Religion werde und als gläubige Muslima erkläre, was falsch an diesem Glauben ist. Über Religion lässt sich gut streiten, muss man aber nicht.
        Jeder dem seinen, ich glaube an Gott, du nicht. Ist alles in Ordnung, denn es gibt keinen Zwang im Glauben.

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      • Dein Kommentar ist in meinem Spam-Ordner gelandet. Zum Glück habe ich ihn noch rechtzeitig entdeckt. Das passiert leider immer wieder bei WordPress. Normalerweise antworte ich jedem. Vor allem, wenn jemand so sachlich schreibt wie du. Da macht die Antwort wirklich Spaß.

        Integration: Da geht unsere Meinung weit auseinander. Ein Deutscher muss sich kaum in seine eigene Kultur integrieren. Er ist sie, er lebt sie, egal wie gut oder schlecht. Dass neben der deutschen Sprache angeblich keine Kultur existiert, du erinnerst dich bestimmt an die Aussage dieser SPD-Sprechpuppe, ist so dumm wie falsch. In Japan hätte sie diese Aussage, die ich als Beleidigung ansehe, nicht ohne Konsequenzen gemacht.

        „Meine Überzeugung: Integration muss von jeder Partei ausgehen, erst wenn jemand Integration zulässt, ist diese auch möglich.“

        Ja, Ja und ein noch dickeres JA! Schau, ich bin gebürtige Japanerin und habe 30 Jahre in Deutschland gelebt. Ich hatte niemals irgendwelche Probleme mich völlig zu integrieren und doch Japanerin zu bleiben. Ich habe auch (noch) die deutsche Staatsangehörigkeit. Aber ich brauche sie nicht mehr, das wird dann bald ein Thema sein. Vermutlich bin ich sogar deutscher als viele Deutsche (gewesen).

        Bei einem in Deutschland geborenen Nationalspieler, mit zwar türkischen Wurzeln, werden andere Maßstäbe angelegt. Niemand hätte etwas gesagt wenn Özil einfach nur geschwiegen hätte, das machen viele Spieler. Aber dann noch zu verkünden, dass er während der Hymne „Koranverse“ rezitiere, ist ein Affront gegen sein angebliches Heimatland. Das hätte er begreifen müssen. Aber dazu fehlt ihm der Verstand. Sein jetziger Rassismusvorwurf gegen den DFB ist unterste Schublade der Rhetorik. Aber er ist nur ein Beispiel für viele, die sich niemals integrieren wollen. Er hat die Vorzüge genossen, war Weltmeister, nun ist er Millionär. Nur darum ging es ihm, darum geht es vielen anderen. Europa / Deutschland = Schlaraffenland. Das geht so nicht mehr lange gut.

        „Ich bin auch gebürtige Deutsche und habe noch nie die Nationalhymne mitsingen wollen.“

        Das unterscheidet uns. Japaner sind Patrioten durch und durch, das habe ich auch auf (mein) Deutschland übertragen. Yuki und ich haben bei Weltmeisterschaften oft aus Spaß jeweils ein T-Shirts mit den Farben von Deutschland und Japan getragen. Alles kein Problem für uns. Ich habe Russlanddeutsche gesehen, die einen russischen und deutschen Wimpel am Auto hatten.

        „Nebenbei gesagt, die Motivation von von Fallersleben war zwar Freiheit, ein einiges demokratisches Deutschland, doch durch den Nationalsozialismus und den Krieg war es dann negativ besetzt.“

        Gibt es für Deutsche immer nur das Thema „Nazi?“ Was hat man mit euch gemacht, was an mir vorbei gegangen ist? Ich weiß es. Langes Thema. Gibt es auch auf meinem Blog. Meiner Meinung nach hätte man die alte Strophe der Hymne behalten können. Dieses zu Kreuze kriechen der Deutschen vor der Welt wegen „angeblicher Schuld“ ist völlig daneben. Die Japaner haben ihre Hymne auch behalten. Und das ist gut.

        Es lebt doch heute keiner aus der „Generation Nazi“ mehr. Wann hört man endlich damit auf, dieses Volk für etwas büßen zu lassen, wofür heute Lebende absolut keine Schuld tragen? Ich habe noch vor kurzem in einer Diskussion darauf aufmerksam gemacht, dass dadurch eine große Gefahr entsteht. Ich beobachte das sehr genau. Auch von Japan aus.

        „Es ist nicht böse gemeint, aber da fängt das falsche Wissen schon an und dann enstehen Missverständnisse. Ich möchte niemanden angreifen, nur das Falsche richtig stellen.“

        Du kannst und darfst gern Klartext mit mir reden, ich habe damit wenig Probleme. Bitte sieh auch meine Antworten niemals als persönlichen Angriff an. Ich sehe Religionen nun mal sehr nüchtern und von der wissenschaftlichen Seite. Sie sind von Menschen gemacht worden, um andere Menschen zu beherrschen. Bzw., um Dinge zu erklären, die man vor langer Zeit noch nicht verstanden hat. Stichwort: Götter = Naturgewalten. Zeus, der Blitze schleudert bei den Griechen, Thor bei den Wikingern etc. In Japan / Asien sieht das ebenso aus.

        Wobei ich christliche Kirchen durchaus mag! Ich kann dort die gleiche spirituelle Kraft spüren, die es auch in buddhistischen oder shintoistischen Tempeln gibt. Das hat aber nichts mit einem unbeweisbaren Schöpfergott zu tun.

        „Es gibt nur eine „Version“ des Quran und die ist auf arabisch.“

        Ja! Ich bezog mich darauf, dass es keine originalen Schriften gibt. Niemand weiß, was Mohammed diktiert und / oder aufgeschrieben hat, bzw. ob er das wirklich hat. Hat nicht ein gewisser Abu Bakr den Koran erst nach Mohammends Tod „in Auftrag“ gegeben? Wie war das: „Auf Lederfetzen, Palmblättern, den Scherben irdener Waren und in den Herzen der Menschen wurde geforscht.“ Aber niemand weiß, ob wirklich alle Teile gefunden worden sind. Und viele Weggefährten Mohammeds waren bereits tot.

        Was ist mit Uthman / Osman? Hat er nicht einige Jahre später „aus Furcht vor verschiedenen Koran-Versionen“ existierende Handschriften einsammeln und verbrennen lassen und dann „seine“ Version veröffentlicht? Ich sehe das sehr kritisch. Damals entstand doch auch der Streit zwischen den Glaubensrichtungen im Islam, vergleichbar mit dem der Christen, also der Katholiken und Protestanten. Die Muslime haben ihren Streit aber niemals gelöst und schlagen sich immer noch die Köpfe ein. Zum Teil aufgehetzt durch (Land, Geheimdienst deiner Wahl einsetzen). Und aus Hass aufeinander. Für mich ist das ist typisch Mann und dumm.

        „Wie man sieht, ist allein das Thema Quranverständnis umfassender als man denken mag und ich habe es schon kurz gefasst. Was auch noch von großer Wichtigkeit ist, ist der historische Kontext zu jedem Quranvers. Der ist auch ausschlaggebend für das richtige Verständnis.
        Fazit: Es gibt eindeutige Angelegenheiten im Islam, doch auch mehrdeutige, die, in Berücksichtigung auf die eindeutigen Ge-und Verbote und die Überlieferungen des Propheten, mehrere Strömungen und Meinungen im Islam möglich machen. Man könnte es mit den Konfessionen im Christentum vergleichen- evangelisch, katholisch, orthodox, baptistisch, etc. Nur im Gegensatz zu diesen, kennt der Islam nur eine Version des Quran und zwar auf arabisch.“

        Das ist mir alles bekannt. Auch in meinen Beiträgen kann ich nicht in epischer Breite schreiben. Ich muss also abkürzen und Schlagworte benutzen. Zum Teil absichtlich provokativ, um Reaktionen zu erzeugen. Leider bis du bisher die Einzige, die den Dialog gesucht hat. Was ich dir hoch anrechne, auch wenn wir immer anderer Meinung sein werden. Finde ich aber nicht schlimm, wir diskutieren doch lediglich sachlich. Schlimm finde ich, wenn aus solchen Diskussionen oft blanker Hass entsteht. Ich musste vor Jahren einen koptischen Christen im Dojo in die Schranken weisen, der handgreiflich gegen eine meiner Schülerinnen werden wollte, die angeblich seinen Gott beleidigt hatte. Kein Mann schlägt eine Frau, wenn ich in der Nähe bin!

        Ich befürchte, dass selbst viele Muslime nur irgendeine Version des Korans kennen, die vom Osman-Koran abweicht. Meine ist eine Übersetzung von Frank Bubenheim und Dr. Nadeem Elyas, aber ich weiß, dass es noch zig andere gibt. Für mich ist die „echt“, aber sie kann natürlich fehlerhaft sein, wie die verschiedenen Versionen der christlichen Bibel auch, die von Aramäisch / Hebräisch nach – Griechisch – Latein und letztlich Deutsch übersetzt worden ist. Da mussten sich Fehler einschleichen. Oder sind bewusst gemacht worden.

        Ich habe einen türkischen „Onkel“, eigentlich ein guter Bekannter meines Vaters, mit dem ich immer prima darüber diskutieren konnte. Er ist eigentlich Philosoph, bzw. hat das vor langer Zeit studiert. Von ihm habe ich das meiste Wissen über den Islam und den Koran. Und ich denke, er kennt sich recht gut damit aus. Ebenso wie Hamed Abdel-Samad, der wie du bestimmt weißt, nur mit Polizeischutz überleben kann. Man kann doch anderer Meinung sein und nicht gleich jemand mit dem Tod bedrohen. Stell dir vor, alle Christen würden sich beleidigt fühlen wenn man einen Witz über Jesus macht. Wir machen uns auch über Buddha lustig. Glaub mir, der hätte schallend darüber gelacht.

        Mich musst du auch nicht überzeugen, dass es überwiegend friedliche Muslime gibt, die keinem anderen Menschen etwas antun wollen. Ich habe auch türkische Freundinnen. Aber die Führer einiger arabischer Länder verbreiten puren Hass. Ein Punkt der mich massiv an Muslimen stört ist dieses sofort beleidigt sein, wenn man irgendetwas gegen den Islam sagt, egal wie harmlos es ist. Das kommt einfach nicht gut an.

        Apropos Führer. Den Saudis traue ich keinen Millimeter über den Weg. Und viele Geistliche im Iran sind kein Stück besser. Der Masse der aufgeklärten Muslime kreide ich klar an, dass sie das dulden. Warum z. B. wählen die Türken in Deutschland mehrheitlich den Despoten Erdogan? Sollten sie nicht ganz im Gegenteil scharfe Kritiker dieses Mannes sein? Aber ich prophezeie hiermit, dass sich das Thema Erdogan bald erledigt hat. Sobald man ihn nicht mehr braucht, wird er abgesetzt. Von wem? Rate.

        Für mich ist klar, viele Türken / Muslime leben zwar in Deutschland, aber nur wegen der Vorzüge. Sie haben keinen wirklichen Bezug zu diesem Land. Nehmen wir Professor Bassam Tibi. Letzerer träumt zwar von einem „Euro-Islam“, den es nie geben wird, aber immerhin hat er den Mund aufgemacht.

        Was auffällt, zur Zeit besinnen sich viele Muslime offensichtlich rückwärts, wie ich von einer Bosnierin weiß, die einen riesigen Streit mit Nachbarn wegen des Glaubens hatte. Die Frau lebt seit Ewigkeiten in Deutschland und war schon immer ungefähr so muslimisch, wie ein Christ der ab und an in die Kirche geht. Du verstehst? Sie anzuschreien, dass „sie sich bedecken soll“, hat bei ihr Kopfschütteln ausgelöst. Aber dieses Verhalten nimmt zu. Ich nenne es „frömmeln.“

        Religion ist Privatsache. Jeder darf und kann sie privat zu Hause ausleben oder in einem „Gotteshaus.“ Sie öffentlich zu machen geht überhaupt nicht. Und da sind wir wieder beim Kopftuch, der Burka, dem Schleier, die von konditionierten Frauen als politische „Waffe“ benutzt werden. Was wäre, wenn sich muslimische Männer so bedecken müssten? Das Thema wäre ganz schnell vom Tisch! Diese Abwertung der Frau durch eine Vollverschleierung macht mich regelrecht wütend. Die Frauen selbst können nichts dafür, Mann hat sie so geformt. Und die deutschen Pseudo-Feministinnen jubeln dem noch zu. Vielleicht sollten die auch einen Schleier tragen, dann sähe man sie nicht mehr.

        Darf ich fragen, woher du dein Wissen über den Islam beziehst, hast du islamische Theologie studiert? Das fände ich durchaus interessant und spannend. Als Kind habe ich immer mit einer Pfarrerin diskutiert und habe die Ärmste in arge Verlegenheit gebracht. Dabei kenne ich bestimmt nur einen Bruchteil der buddhistischen Lehren. Später dazu mehr. Stichwort „Zen-Buddhismus.“

        Auch sprechen wir von Schriften, die vor tausenden von Jahren geschrieben worden sind und für die damalige Zeit Bezug hatten. Was z. B. ist an Schweinefleisch oder Alkohol so schlimm? Gut ich trinke auch keinen und mag lieber Fisch. Aber um eine Relgion oder Ideologie zu erklären gibt es Menschen wie den Dalai-Lama. Daher macht es keinen Sinn, wenn Laien sich daran versuchen. Die kennen die Grundzüge, aber Wissenschaftler / Gelehrte, die tieferen Zusammenhänge. Es bräuchte mehr Menschen wie dich, um aufzuklären und den alten Patriarchen endlich die Zähne zu zeigen und / oder sie am Bart zu ziehen. Mich als Verbündete hättest du sofort.

        Pierre Vogel: Der Mann erzeugt Brechreiz bei mir. Er ist ein Brandstifter, der die Gedanken der Menschen vergiftet. Sein Frauenverständnis steckt irgendwo in der Steinzeit fest. Wann stellen sich gebildete Muslime klar gegen diesen Mann? Aber was wäre, wenn sie ihm vielleicht doch insgeheim recht geben, was die Rolle der Frau angeht? Das trifft vermutlich zu.

        „In den letzten Jahren hat eine Welle von sogenannten „Islamexperten“ Deutschland überflutet.“

        Ja! Inklusive irgendwelcher dümmlichen Talkmaster, die „auch schon mal in (Muslimisches Land deiner Wahl) waren“ und nun mitsprechen wollen.

        „Du würdest mir, nehme ich mal an, auch nicht glauben, wenn ich ein universitäres Grundstudium des Buddhismus absolviere, Expertin in dieser Religion werde und als gläubige Muslima erkläre, was falsch an diesem Glauben ist.“

        Das wäre ein Spaß! Vor allem, wenn du die teilweisen Ähnlichkeiten bemerkst und hinterfragst warum das so ist. Christliche Geistliche kommen auch immer ins Stottern, wenn ich auf die vom Buddhismus mehr oder weniger übernommenen 10 Gebote der Bibel verweise. Mohammed hat nichts anderes gemacht und sich aus anderen Schriften bedient. Warum das Pulver neu erfinden? Man gibt ihm nur eine andere Farbe. Das wäre alles in Ordnung, wenn Pulver bei unsachgemäßem Umgang nicht explodieren könnte.

        „Über Religion lässt sich gut streiten, muss man aber nicht.“

        Der Buddhismus ist keine Religion, das war er nie und wird er auch nie sein. Wir JapanerInnen sehen das sowieso sehr locker und leben einen fröhlichen Mischmasch aus Buddhismus und Shintoismus, gemischt mit einigen christlichen Elementen.

        „Jeder dem seinen, ich glaube an Gott, du nicht. Ist alles in Ordnung, denn es gibt keinen Zwang im Glauben.“

        Wir Japaner glauben durchaus an „Götter“, aber das ist die schon angesprochene eigene Sicht. Z. B. mag ich die Inari gern. Die Inari ist im Shintoismus die Göttin der Fruchtbarkeit, des Reises und der Füchse. Für mich existiert sie, mit einem Augenzwinkern. Bei vielen JapanerInnen ist das ebenso.

        Glaube und Religion sind zwei verschiedene Dinge. Relgionen haben clevere Menschen gemacht, um andere Menschen zu beherrschen. Nicht nur, aber auch. Menschen sind natürlich unzulänglich, sie machen Fehler. Dafür müssen sie dann „bestraft“ werden von einem „Gott“, der sie in die „Hölle“ schickt. Oder sie müssen Opfer bringen, um ihn gnädig zu stimmen. Aber die Hölle existiert so wenig, wie der Himmel und das Paradies. Wenn überhaupt, so sind sie Teil von uns Menschen.

        Menschen können aber durchaus direkt an einen / ihren Gott glauben, wenn sie das möchten. Nennen wir ihn Jesus, Großer Geist oder von mir aus Allah. Direkt heißt aber, weder Talmud noch Bibel noch Koran zu bemühen. Diese Werke haben Menschen geschrieben, die eine klare Absicht verfolgten. Wohin das führt hat man in den letzten 2.000 Jahren gesehen. Es wird Zeit, das zu beenden.

        Grüße aus Fukuoka

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